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Landtechnik von JD agra 2017

Landtechnik: John Deere, Kuhn und Kramer stellen Neuheiten vor

Neues aus der Welt der Landtechnik: John Deere stellt seine neue Mähdrescher-Serie S700 vor. Mit gleich vier Modellen will JD die Saison 2018 erobern.

Kuhn präsentiert den Performer 3000, eine Grubberkombination für Traktoren von 200 bis 350 PS. Kramer wiederum erweitert sein Produktportfolio um neue Teleskoplader mit bis zu 9 m Stapelhöhe.

Bevor wir loslegen, hier noch ein kurzer Blick auf die neuesten Schlagzeilen aus unserer Branche. Eine Kündigungswelle sorgt für Aufsehen.

1. 330 Mio. EUR für ein neues Milchwerk? Ohne uns!

Im Rahmen der „Hochwald 2020“-Strategie soll ein neues, hocheffizientes Milchwerk gebaut werden. Die Mitglieder sollen am Neubau beteiligt werden, d.h. für die kommenden fünf Jahren gibt es 2,5 Cent/kg weniger.

Viele Bauern ziehen die rote Karte; sie machen Gebrauch von ihrem Sonderkündigungsrecht. Die Frist läuft jedoch Ende Juni 2017 ab. Bis dahin sollen laut dlz-Informationen insbesondere aus Rheinland-Pfalz jede Menge Kündigungen eingehen.

2. Syngenta verkauft Rübengeschäft an die DLF Seeds

Noch ist die Übernahme von Syngenta durch ChemChina nicht in trockenen Tüchern und da erreicht uns schon eine neue Nachricht. Es handelt sich hierbei um die Rübensparte der Schweizer. Diese wird von der dänischen DLF Seeds übernommen.

Das Rübengeschäft soll das Produktportfolio von DLF Seeds erweitern. Das Unternehmen ist auf Leguminosen, Zwischen- und Hülsenfrüchte sowie Futter- und Rasengräser spezialisiert.

Die Übernahme soll bis zum Ende des 3-ten Quartals behördlich genehmigt und abgeschlossen sein.

3. Case IH Puma Viper Stryker zum 175-jährigen Jubiläum

Case IH feiert 175-jähriges Bestehen. Grund genug für eine Limited Edition. Der Hersteller produziert eine Limited Edition des Puma 175 CVX in Viper-roter Perleffektlackierung.

Was wird gefeiert?

175 Jahre Case IH und 10 Jahre Puma Baureihe.

Für die ersten 175 Bestellungen gilt außerdem folgendes: Sonderlackierung + Aufkleber sind kostenlos!

Neuheiten aus der Landtechnik

John Deere präsentiert Mähdrescher-Serie S700 für die Saison 2018

Bei John Deere läutet eine neue Ära ein…

Die Ära der Mähdrescher-Flagschiffe S700. Mit den vier Modellen S760, S770, S780 und S790 ist JD bestens für die Saison 2018 vorbereitet.

Quelle: John Deere, YouTube

Die Besonderheiten der neuen Mähdrescher S700

Die neue Serie baut auf das 2012-Modell S600 auf.

Als neu gelten die Automatik bzw. Smart Technology Funktionalitäten. Die CommandCenter-Kabine sorgt für eine erhöhte Sichtbarkeit und bietet zahlreiche Bedien-Features an.

Zu den neuen Features zählen u.a.:

  • CommandCenter mit Generation 4 Schnittstelle und 4.600 Prozessor-Monitor
  • CommandArm und Multifunktions-Bedienhebel mit Schaltknöpfen die individuell belegt werden können
  • Premiumaktivierung mit AutoTrac, RowSense und HarvestDoc
  • Komfortabler Fahrersitz aus Leder (optional)
  • Combine Advisor Paket bestehend aus 7 Technologien soll bei der Druscheinstellung und -optimierung mit Vorschlägen unterstützen

Gleichzeitig bringt John Deere einen neuen Maispflücker 700C/FC für die Front der S700-Mähdrescher auf den Markt. Die Ketten sollen laut JD-Pressemitteilung 50% länger halten. Hier setzt der Marktführer auf Buchsen aus Alu-Legierung. Durch die Verwendung härterer Materialien und neuer Schutzschichten an der Front sollen Einsparungen an Verschleißteilen von 20.000 USD in 5 Jahren möglich sein.

Der 700C/FC ist mit 6 bis 18 Reihen erhältlich. Es gilt zwischen den Reihenabständen 50.8, 55.9 oder 63.5 zu wählen. Die klappbaren Modelle verfügen über 8 oder 12 Reihen.

Kuhn Performer 3000 – die neue Grubberkombination für Traktoren von 200 bis 350 PS

Die Grubberkombination-Baureihe Performer von Kuhn bekommt Nachwuchs… oder besser gesagt, einen großen Bruder.

Mit dem Performer 3000 kommt ein 3 Meter breites Gerät dazu. Damit sind ab sofort Grubberkombinationen mit Scheiben und Zinken von 3 bis 7 Meter erhältlich.

Ein paar technische Details im Überblick:

  • Geeignet für Traktoren im Leistungsbereich zwischen 200 bis 350 PS
  • Erledigt 4 Arbeitsschritte in einer Überfahrt: Zerkleinern + Mischen / Lockern + Einebnen + Rückverfestigen
  • Scheiben, Zinken und Walzen lassen sich einzeln oder in Kombination einsetzen
  • 2 Walzentypen zur Verfügung: HD Liner 700 (festigt bis in tiefe Bodenschichten) oder Doppelwalze mit U-Profil (festigt mehr an der Oberfläche)

Alle Einstellungen sind hydraulisch und werden von der Traktorkabine aus gesteuert. Ein 4-Funktions-Wahlschalter im Fahrerhaus erlaubt es, alle hydraulischen Funktionen zu zentralisieren.

Bis zu 9 Meter Stapelhöhe – die neuen Teleskoplader von Kramer

Professionelle Landwirtschaft ohne Teleskoplader?

Neee, das geht nicht.

Das dachte sich auch Kramer. Das Unternehmen erweitert sein Produktportfolio um zwei Produktgruppen mit jeweils mehreren Modellen. Die insgesamt 8 Modelle weisen eine Stapelhöhe zwischen 6 und knapp 9 Meter auf.

  • Teleskoplader < 3,5 Tonnen: KT306, KT 356, KT307 und KT357
  • Teleskoplader > 4 Tonnen: KT447, KT 507, KT 557 und KT559

Ein paar Worte zu jeder Produktgruppe im Einzelnen.

Die kompakten Teleskoplader bis 3,5 Tonnen

Vier Modelle mit einer Stapelhöhe von maximal 6 oder 7 Meter. Die Nutzlast liegt bei 3 Tonnen (KT306 und KT307) sowie 3,5 Tonnen (KT 356 und KT357).

Die Motorleistung liegt bei 100 kW. Die Gesamtbreite ohne Anbaugerät beträgt 2,280 mm.

Die Modelle KT356 und KT357 verfügen serienmäßig über eine Load-Sensing-Hydraulik. Mit der Option EcoSpeed lassen sich die Teleskoplader auf eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h ausbauen.

Die großen Lader bis 5,5 Tonnen

Unterschiedliche Nutzlasten von 4,4 Tonnen (KT447) bis 5,5 Tonnen (KT557, KT559). Die maximale Stapelhöhe liegt bei 7 Meter sowie 8,75 Meter bei dem KT559-Modell. Die Motorleistung liegt bei max. 115 kW für die beiden stärkeren Modelle KT557 und KT559.

Die Gesamtbreite ohne Anbaugerät liegt bei allen Modellen bei 2,5 Meter.

Alle vier sind serienmäßig ausgestattet mit der Load-Sensing-Hydraulik, dem EcoSpeed bzw. EcoSpeed Plus sowie dem Smart Driving — Drehzahlabsenkung bei maximaler Geschwindigkeit.

Mit Landtechnik & Innovationen allen einen Schritt voraus sein

Die Gerüchteküche brodelt… Die neuen JD-Mähdrescher S700 sollen gegenüber dem Vorgänger S600 nicht viele Neuheiten ausweisen. Ein bischen neue Technologie hier und da, aber nix revolutionär grosses.

Sind wir denn schon so verwöhnt? Können wir uns über den Einsatz neuer Screens und Smart Driving Technologien gar nicht mehr freuen? Oder hat uns die Branche in den letzten Jahren zu stark verwöhnt?

Viele unterschiedliche Meinungen… und das ist auch gut so. Der eine mag JD, der nächste setzt auf Fendt und ein anderer will nichts ausser Deutz-Fahr kaufen. Zum Glück gibt es Landtechnik für jeden Geschmack und noch wichtiger, für jedes Budget.

Ich bin sehr gespannt ob JD uns ein S700-Modell in Hannover zeigen wird. Abwarten.

Wo gehts hin mit den Innovationen in der Landtechnik? Was glaubt Ihr?

Landtechnik JCB auf Agritechnica 2015

Landtechnik: Yanmar, JCB und Komatsu stellen Neuheiten vor

Neues aus der Welt der Landtechnik: JCB und Komatsu bringen neue Radlader auf den Markt. Der Traktorenhersteller Yanmar stellt seine neue Serie YT2 vor.

Bevor wir loslegen, hier noch ein kurzer Blick auf die neuesten Schlagzeilen aus unserer Branche. Eine Firmenübernahme sorgt nämlich für ordentlich Gesprächsstoff.

1. Deere & Company kauft die deutsche Wirtgen Group für 4,4 Milliarden EUR

Es geht weiter mit den Milliardendeals. Das was die Agrarchemiebranche kann, können unsere Damen und Herren aus der Landtechnik auch.

AGCO kauf Lely, CNH kauft Kongskilde und jetzt meldet sich der US-Landtechnikhersteller Deere & Company mit dem Kauf des Straßenbauspezialisten Wirtgen. Die Landtechnikbranche verändert sich rasant und große, internationale Unternehmen werden immer dominanter.

Die Nachrichtenagentur Reuters spricht von einem Milliardendeal in Höhe von 4,88 Mrd. US (umgerechnet 4,4 Mrd. EUR). Deere plant die 5 Marken der Wirtgen Group (Wirtgen, Vögele, Hamm, Kleemann und Benninghoven) zu behalten. Wirtgen gilt als Marktführer bei Straßenbaufahrzeugen und -maschinen und beschäftigt weltweit rund 7.500 Mitarbeiter. Der Hauptsitz befindet sich in Windhagen (Rheinland-Pfalz).

Mehrere Behörden müssen noch zustimmen. Wenn alles gut geht, dann steht der Deal im ersten Geschäftsquartal 2018 in trockenen Tüchern.

2. [Reportage] KTG Agrar AG: Europas größter Bauer geht zur Börse und dann kommt die Pleite

Siegfried Hofreiter hatte einen Traum. Er wollte mit seinem Agrarbetrieb groß herauskommen. Er ging als erster Landwirt an die Frankfurter Börse mit seiner KTG Agrar AG.

Das böse Erwachen kam letztes Jahr. Der deutsche Cowboy mußte Insolvenz anmelden. Viele Anleger schauten in die Röhe.

Quelle: DW Deutsch, YouTube

Landtechnik und Neuheiten

Neu gründen, an die Börse gehen, aufs große Geld hoffen, Pleite gehen oder übernommen werden… viele Szenarien die nicht immer nach Plan gehen.

Lasst uns jetzt zusammen einen Blick auf die Neuheiten aus unserer Branche werfen. Heute nehmen wir Yanmar, JCB und Komatsu unter die Lupe.

Yanmar stellt auf dem Demopark 2017 seine neue YT-Traktorenserie vor

Am Sonntag, den 11. Juni eröffnet der Demopark 2017 seine Tore in Eisenach. Beste Gelegenheit für den Traktorhersteller Yanmar die Modelle seiner neuen Serie YT vorzustellen.

Was zeichnet die neue Serie aus?

Zu den Vorzügen zählen:

  • Common-Rail TNV-Motoren, Stage 5 ready
  • Stufenloses i-HMT Getriebe
  • Einsatzvielfalt durch eine breite Palette an Arbeitsgeräten für den Front- und Heckbetrieb
  • Fahrerkomfort: geräumige Kabine mit Geräuschpegel ≤ 82 dB (A) bei der YT2-Serie; ebenfalls bei YT2 erfolgt die Aktivierung und Deaktivierung von 2 WD und 4 WD über einen elektrischen Schalter
  • Wartungsfreundlichkeit: langlebiger Filtereinsatz von 6.000 Stunden

Die neue Traktorenserie von Yanmar wird am Messestand E-585 vorgestellt. Die Serie ist laut Hersteller Ende 2017 erhältlich.

JCB ersetzt altes Radlader durch leistungsstärkeres Modell 419S Agri

Den neuen Radlader 419S Agri von JCB gab es bereits im Februar auf der SIMA 2017 zu sehen. Das leistungsstärkere Modell mit neuer Kabine ersetzt den aktuellen JCB 418S.

Ein paar technische Details im Überblick:

  • 6,7 Liter Cummins 6-Zylinder-Motor mit 136 kW (183 PS)
  • Emissionsnorm EU Stufe IV mit AdBlue-SCR-Injektionssystem und integriertem Diesel-Oxidationskatalysator (DOC)
  • Max. Geschwindigkeit von bis zu 40 km/h
  • Großvolumige Bereifung möglich, z.B. 750/65 R26 wie beim Flaggschiff 435S
  • Achsen wahlweise mit Selbstsperrdifferentialen (vorne und hinten) oder einer automatischen 100%-Differentialsperre
  • Hubgerüst wahlweise als Standard- oder Highlift-Variante erhältlich
  • Überladehöhe von 3,48 m bis 3,71 m
  • Kipplast von 6,9 Tonnen (geknickt)
  • CommandPlus-Kabine (15% größer als Vorgängermodell 418S Agri)

Wer bis Ende diesen Monats eine Maschine kauft, der erhält das Contractor Pro Paket gratis dazu.

Komatsu bringt den neuen Radlader WA320-8 auf den Markt

Vom Palettenumschlag bis zum Aushub, der neue Radlader WA320-8 von Komatsu ist vielfältig einsetzbar.

Zu den technischen Spezifikationen:

  • Hydrostatisches Getriebe (HST) der 4. Generation
  • SAA6D107E-3 Motor mit 127 kW (173 PS)
  • EU-Abgasstufe IV durch AdBlue und Integration eines SCR-Katalysators
  • Neue Erdbauschaufel mit Schaufelvolumen von 2,7-3,2 m³
  • Kipplast von 11,5 Tonnen
  • Betriebsgewicht von 15,5-15,6 Tonnen
  • Komtrax Informationssystem (Wireless)
  • Komatsu Care Wartungsprogramm

Hier noch ein kurzer Blick auf das Vorgängermodell präsentiert auf der Agritechnica in 2015.

Quelle: Bauforum24, YouTube

Sehen wir die drei Neuen auf der Agritechnica 2017?

Bei den Radladern von JCB und Komatsu bin ich optimistisch, bei Yanmar… bleibt abzuwarten.

Ich gehe jedoch davon aus, dass wir in Hannover sehr vieles zu besprechen haben werden. Seit der letzten Agritechnica in 2015 hat sich so viel getan. In weniger als zwei Jahren haben zahlreiche Mega-Fusionen stattgefunden. Vergessen wir nicht den 66 Mrd. USD-Deal von Bayer und Monsanto.

Diese Entwicklung hatten wir schonmal. Ein paar Goliaths beherrschen die Welt und die vielen Davids müssen schauen wie sie klar kommen. Da fällt mir ein Zitat von Mahatma Ghandi dazu ein:

„Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.“

Wo gehts hin mit der Landtechnik? Was glaubt Ihr?

Landtechnik von Pöttinger agra 2017

Landtechnik: Pöttinger, Zetor und ein Spargelernte-Roboter

Neues aus der Welt der Landtechnik: Pöttinger hat seine Erntetechnik überarbeitet und seine knapp 60 Ladewagenmodelle mit neuen Features ausgestattet.

Der slowakische Traktorenhersteller Zetor dringt in den russischen Markt und will noch in diesem Jahr 100 Zetor-Traktoren hier montiert haben. Des Weiteren soll eine automatische, selektive Spargelerntemaschine zukünftig einen Großteil der manuellen Arbeit ersetzen.

Bevor wir uns den vielversprechenden Spargelernte-Roboter detaillierter anschauen, sowie die Neuheiten von Pöttinger und Zetor näher betrachten, lasst uns einen Blick auf die Schlagzeilen aus unserer Branche werfen.

1. Discounter Aldi-Süd wird auf Facebook regelrecht auseinander genommen

600 Gramm Nackensteak für nur 1,99 EUR – da gehen die Verbraucher auf die Barrikaden. Wo? Auf Facebook, Twitter und Co. natürlich.

Die meisten Verbraucher sind sich einig: das ist deutlich zu wenig.

Die Empörung ist groß. Es folgt ein regelrechter Shitstorm was Aldi Süd zwischenzeitlich dazu bringt, ein Facebook Post vom User Dominik Boisen zu verstecken. Dieses Verhalten des Discounters löst eine erneute Shitstorm-Welle aus.

Am Montag gab es dann eine offizielle Stellungnahme von Aldi Süd.

2. EU-Agrarausschuss stimmt gegen Pflanzenschutzverbot auf Greeningflächen

In der EU werden auf rund 40% der ökologischen Vorrangflächen Eiweißpflanzen angebaut. Der EU-Agrarausschuss begrüßt diese Entwicklung und entscheidet sich gegen einen Pflanzenschutzmittelverbot. Dieser Verbot wurde zuvor von der EU-Kommission gefordert.

Jetzt ist das Plenum des EU-Parlaments gefragt.

Quelle: Agrarisches Informationszentrum (aiz.info)

3. Die deutsche Müller-Elektronik wird von Trimble übernommen

Der amerikanische Elektronik-Hersteller Trimble, bekannt für seine GPS-Technik und Lenksysteme in der Landwirtschaft übernimmt das deutsche Unternehmen Müller-Elektronik.

Der deutsche Systemlieferant ist für seine Agrar-Elektronik und Precision Farming bekannt. Zur Zeit werden 375 Mitarbeiter beschäftigt. Des Weiteren übernimmt Trimble auch die Firma WTK Elektronik mit Sitz in Neustadt (Sachsen).

Das Bundeskartellamt muss noch zustimmen.

Quelle: Trimble

Pöttinger pimpt seine Ladewagen-Modelle auf

Der österreichische Landtechnikhersteller Pöttinger investiert nicht nur in seinem Internetauftritt (bemerkenswert, denn Pöttinger hat bereits seit 20 Jahren eine eigene Webseite) sondern auch in sein Fuhrpark bzw. Markenportfolio.

In diesem Zusammenhang hat Pöttinger seine verschiedenen Ladewagen unter die Lupe genommen und folgende Neuerungen durchgeführt:

  • Automatische Transport- und Arbeitsstellung ab der Baureihe Primo bis Torro Combiline (bei Jumbo serienmäßig)
  • 3 Tonnen Deichsel für die Baureihen Europrofi, Torro und Jumbo
  • Überarbeitete mechanische Zwangslenkung für 2 Tonnen
  • Arbeitsbeleuchtung LED Paket 3 ab der Baureihe Primo bis Jumbo Combiline => Voraussetzung: das Bedienterminal Power Control muss vorhanden sein
  • Neue Bereifungen: 445/45R19 GSP+ DELCORA für den Euroboss T sowie 800/45R26,5″ Flotation Trac Vredestein und 800/45R26,5″ Country King Nokian für die Baureihen Torro und Jumbo

Landtechnik von Zetor ab sofort in Russland montiert und verkauft

Der slowakische Landtechnikhersteller Zetor Tractors erobert den russischen Markt. Traktorenkomponenten werden nach Russland geliefert, wo anschließend die Montage stattfindet.

Es handelt sich hierbei um eine Kooperation mit dem Unternehmen Kovrov Electromechanical Plant (KEMP) aus der Region Vladimir östlich von Moskau.

Laut einer aktuellen Pressemitteilung von Zetor wurden die ersten Komponenten bereits nach Russland geliefert. Bis Ende diesen Jahres sollen mehr als 100 Zetor-Komponentensätze der Baureihe Forterra 135 mit Emissionsnorm Stage 3A nach Moskau ins KEMP-Werk geliefert werden. Die daraus montierten Traktoren sollen auf den russischen Markt unter der Marke ANT-Zetor F4135 verkauft werden.

Es handelt sich hierbei um einen „Meilenstein in der Firmengeschichte von Zetor“. Durch die Zusammenarbeit mit dem russischen Partner und der Montage vor Ort erhoffen sich die Slowaken ein besseres Verständnis des heimischen Bedarfs. Zukünftig sollen daher passend zum russischen Markt, auch weitere Modellreihen dazukommen.

Quelle: Zetor Polska, YouTube

Die Eroberung des russischen Marktes ist Teil der Expansionsstrategie von Zetor. In den vergangenen Monaten erfolgte der Markteintritt in den Ländern Iran, Myanmar, Israel und Zambia. Weitere Länder Asiens und Afrikas stehen auf der Firmenagenda.

Goodbye Spargel von Hand stechen, Hello Spargelernte-Roboter

Bei einer Erntekosteneinsparung von 50% dürfte die Entscheidung Roboter vs. Mensch nicht mehr so schwer fallen.

Was steckt dahinter?

Spargel stechen und jedes Mal der gleiche Zirkus: alles von Hand machen, neue Arbeiter einweisen, Prozesse neu optimieren usw. Das alles kostet Zeit und vor allem Geld. Das ist kein Dauerzustand.

Genau das dachten sich die Eigentümer des niederländischen Unternehmens Cerescon. Zusammen mit deutschen Spargelanbaubetrieben entwickelten sie die weltweit erste automatische, selektive Spargelerntemaschine.

Der Coup bei der ganzen Sache:

Die Erntekosten reduzieren sich im Vergleich zur manuellen Arbeit um die Hälfte!

Wie funktioniert die Spargelerntemaschine?

Die Maschine sticht den Spargel unterirdisch an und legt ihn in einem Behälter ab. Gleich im Anschluß erfolgt die Wiederherstellung des Spargeldamms.

Der Roboter bearbeitet gleichzeitig 3 Reihen. Sie ist für 40 Hektar ausgelegt, d.h. sie übernimmt die Arbeit von 60 bis 75 Spargelstechern.

Die Hauptvorteile liegen auf der Hand:

  • Höhere Qualität des geernteten Spargels weil weniger Schäden und Verfärbungen
  • Einsparung von Personalkosten (weniger manuelle Arbeit, weniger Spargelstecher benötigt)
  • Steigerung der Erträge

Und was kostet so eine Spargelerntemaschine?

Die Kosten für eine Maschine werden zwischen 500.000 und 600.000 EUR liegen.

Die Auslieferung der ersten Exemplare (auf Projektbasis) erfolgt im ersten Quartal 2018. Abnehmer sind große Spargelanbaubetriebe aus Deutschland und Holland. Für die Auslieferung in andere Länder erwägt Cerescon eine Kooperation mit Partnern.

Hochtechnologisierte Landtechnik

In der heutigen (und vor allem zukünftigen) Agrowirtschaft werden Mensch und Maschine immer stärker dazu gebracht enger zusammen zu arbeiten.

Die Einstellung „Ich will keine Roboter auf meiner Farm haben“ hat nichts mehr mit der Realität zu tun. Zumindest nicht wenn man einen Großbetrieb buchstäblich „an der Backe“ hat. In kleineren Betrieben kommt man hier und da noch ohne recht gut klar. Aber auch das wird sich ändern, wie alles andere um uns auch.

Wo gehts hin mit der Landtechnik? Was glaubt Ihr?

Landtechnik Deutz-Fahr Stand Agritechnica

Landtechnik: Neues von Deutz-Fahr, Pichon und Stegemann

Heute werfen wir einen Blick auf folgende Neuheiten aus der Landtechnik: Stegemann überarbeitet Gülle-Ansaugarm und trägt damit zu einer besseren Sicht des Fahrers bei. Pichon erweitert seine Miststreuer-Baureihe ML um vier Modelle. Deutz-Fahr präsentiert seine neue Schmalspurtraktor-Serien 5 DF/DS/DV und 5 DF Ecoline.

Überarbeiteter Gülle-Ansaugarm von Stegemann sorgt für bessere Sicht und mehr Komfort

Der westfälische Hersteller Stegemann hat seinen Überladeansaugarm überarbeitet und optimiert. Demnach sind die beiden Saug-/Druckrohre nicht mehr hintereinander sondern nebeneinander angeordnet.

Die Vorteile dieser neuen Bauart liegen auf der Hand:

  • Der Fahrer hat eine bessere Sicht auf die Straßen.
  • Die Hauptscheinwerfer werden beim Anbau des Ansaugarms nicht mehr verdeckt, d.h. Gülle kann ab sofort auch bei Dunkelheit ausgebracht werden.
  • Mehr Komfort beim Andocken: Fahrer muss bei Umfüllen von Gülle nicht die Kabine verlassen.
  • Kurze Umfüllzeiten aufgrund eines Saugbeschleunigers.

Die Gülle-Saugleitungen können über oder neben dem Traktor verlegt werden.

Das Ganze sieht dann wie folgt aus…

Quelle: YouTube, Stegemann Landtechnik

Pichon erweitert ML-Baureihe um vier neue Modelle

Kommen wir zum französischen Hersteller Pichon der sein Produktportfolio um die ML-Baureihe der Muck Master Miststreuer erweitert. Die vier neuen Modelle mit einem Ladevolumen von 21 bis 34 Kubikmeter kommen insbesondere für große landwirtschaftliche Betriebe in Frage.

Ein paar technische Details im Überblick:

  • alle Modelle sind verzinkt
  • erhältlich als Tandem- oder Tridem-Ausführung
  • 6 bis 8,5 m Ladefläche
  • verschiedene vertikale Verteiloptionen wie z.B. Dosierwalzen (1,70 m oder 1,90 m Länge) oder Streuscheiben
  • Wide-Body-Modelle mit Abschiebefunktion der Stirnwand (optional)
  • Silage-Kit für alle vier Modelle erhältlich (5 Kubikmeter große Heckklappe und 700 mm Bordwanderhöhungen)
  • ISOBUS

Hinzu kommt, dass die verzinkten Miststreuer über eine neue Ausbringmengensteuerung verfügen. Die Anpassungen erfolgen mit Hilfe des In-Cab-Touchscreen-Panels via des DPAE-Systems.

Die neue ML-Serie mit den Modellen ML60, ML65, ML75 und ML85 ist laut Pichon für jede Art von Festmist geeignet.

Die neue Schmalspurtraktor-Serie 5 DF/DS/DV und 5 DF Ecoline von Deutz-Fahr

Die laut Deutz-Fahr wendigsten Spezialtraktoren sollen die Arbeit im Wein- und Obstbau, Garten- und Landschaftsbau sowie bei Kommualeinsätzen produktiver und damit auch erfolgreicher machen.

Steigen wir doch direkt in die technischen Details ein:

  • Neuer Frontbereich
  • Neu designte Motorhaube
  • Lenkeinschlagswinkel von bis zu 60 Grad (sorgt für außerordentliche Wendigkeit dieser Spezialtraktoren: der Wenderadius schrumpft um 10% und beträgt durchschnittlich 3 m)
  • Einzelradgefederte Vorderachse
  • 3- und 4-Zylinder FARMotion Stage 3B Motoren (Common-Rail-Motoren mit elektronischer Einspritzung und 2.000 bar Einspritzdruck)
  • Kompaktes Kühlsystem mit vergößerter Kühlfläche, Ladeluftkühlung, Kraftstoffkühlung, Klimakondensator und Powercore Luftfilter mit Staubabscheidung
  • Kompakter Kraftstofftank mit 55 Liter Tankvolumen in den Vorderachsbock integriert
  • Dreistufige 5-Gang Powershift Getriebe mit bis zu 45 Vorwärts- und 45 Rückwärtsgänge und 40 km/h ECO
  • 5 verschiedene Hydraulikoptionen von einfach bis High-Tech
  • 6 Sitzvarianten mit verschiedenen Federungskonzepten, Materialien und Einstelloptionen
  • Infocenter im Armaturenbrett mit digitaler und analoger Anzeige

Damit sichergestellt wird, dass für jeden Betriebsprofil etwas dabei ist, stellt Deutz-Fahr insgesamt 44 Modelle von 75 PS bis 113 PS zur Auwahl.

Ein kurzer Blick noch in die Vergangenheit…

Deutz-Fahr Agroplus V/S/F Spezialtraktoren – wo alles begann…

Quelle: YouTube, Deutz Traktoren

Landtechnik gestern und heute

Unsere Landmaschinen werden immer technischer, innovativer, kompakter, wendiger, produktiver….

Die Wahrheit ist, dass der eine oder andere Landwirt bereits heute schon seine Schwierigkeiten hat mit dem ganzen Schnickschnack, auch dem Touchscreen-Panel zum Beispiel — so einfach dieser auch sein mag. Geschweige davon alle Funktionen des Software-Programms zu kennen bzw. gezielt einzusetzen. Und was tun wenn etwas in der Elektronik kaputt geht?

Die Zeiten wo wir selbst noch unter die Motorhaube gekuckt haben, um Ventile auszupusten oder Schläuche zu reparieren sind so gut wie vorbei. Je kompakter und komplexer es unter der Motorhaube wird, umso mehr haben die Service-Stellen der jeweiligen Hersteller zu tun und umso weniger Einfluss haben wir darauf.

Für uns Landwirte, muss der Traktor oder der Mähdrescher funktionieren. Gleichzeitig wollen wir unsere Arbeit produktiver und effizienter gestalten. Und das erfordert bessere Technologien und damit einhergehend auch fortlaufende Innovationen.

Wo geht es mit der Landtechnik in 2020 hin? Wird in drei Jahren noch jemand am Steuer eines Traktors sitzen oder dauert es noch bis unsere Fahrer durch autonome Landmaschinen bzw. Roboter ersetzt werden?

Landtechnik Lemken Vega 12

Landtechnik: Neues von Krone, Lemken und Amazone

In dem heutigen Beitrag über Neuheiten aus der Landtechnik erfahrt Ihr folgendes: von Krone gibt es jetzt die AX-Baureihe mit Häckselaufbau, Lemken bastelt an einer selbstfahrenden Feldspritze und geht dafür eine Kooperation mit der Firma Bräutigam ein und Amazone überarbeitet den Pantera 4502.

Bevor wir uns auf Krone, Lemken und Amazone stürzen, hier noch ein paar aktuelle Meldungen aus unserer Branche…

1. Ab Oktober 2017 heisst es Goodbye für die Zuckerquote.

Landwirte aus Europa müssen sich ab dem 1. Oktober 2017 dem globalen Wettbewerb stellen. Das marktregulierende Quotensystem endet. Es wird eine kräftige Steigerung der Zuckerproduktion in der EU erwartet.

EU-weit gibt es immer größere Rübenflächen. In Frankreich rechnet die Europäische Kommission mit einer Anbauflächenausweitung von rund 20%. Eine Flächenausweitung lässt sich auch hierzulande feststellen sowie in Polen und dem Vereinigten Königreich.

2. Valtra und Arbos gewinnen Red Dot Design Award 2017.

Der Red Dot Design Award gilt als einer der weltweit renommiertesten Designwettbewerben. Mehr als 5.500 Bewerber aus 55 Ländern konkurrierten dieses Jahr für diese Auszeichnung.

Zu den Gewinnern zählen:

  • Valtra SmartTouch Armlehne
  • Arbos 5130 Traktor => Gewinner in der Kategorie Produktdesign, gehört zur chinesischen Lovol Arbos Group

AGCO, zu der auch die Marke Valtra gehört, hatte bereits in 2016 zwei Red Dot Design Awards abgeräumt, und zwar für den Valtra T234 sowie dem Fendt 1000 Vario.

Neues aus der Landtechnik von Krone, Lemken und Amazone

AX-Ladewagen Baureihe von Krone jetzt auch mit Häckselaufbau

Neben den Optionen Faltgatter und Ganzstahlaufbau sind die Ladewagen-Varianten AX 280 und AX 310 fortan auch mit einem Häckselaufbau ausgestattet.

Kommen wir zu den technischen Spezifikationen der neuen AX von Krone:

  • Pickup-Technik: Durch die Anordnung der Zinken in W-Form erfolgt eine gleichmäßige Verteilung des Erntegutes.
  • Arbeitsbreite des Pickup liegt bei 1.800 Millimeter (nach DIN 11220)
  • AX Förder- und Schneidrotor mit 25 mm Hardoxförderauflagen => 32 Messer ermöglichen eine Schnittlänge von 45 mm
  • Bedienung des Schneidwerks über die linke Seite; Schneidwerk ist klappbar und zur Seite schwenkbar
  • Obere Teil der Vorderwand ist hydraulisch abklappbar (gilt für die AX-Varianten HL/HD)
  • Geschlossener Rahmen mit abgeschrägten Kotflügeln und Haube

Designtechnisch ähnelt der AX mit der neuen RX-Baureihe.

Lemken setzt auf Pflanzenschutz-Selbstfahrer und holt die Firma Bräutigam mit ins Boot

Die beiden Landtechnikhersteller Lemken und Bräutigam sind eine strategische Partnerschaft eingegangen. Der Spezialist für Hydraulikanlagen und Selbstfahrern soll Fahrwerk und Kabine für den neu geplanten Pflanzenschutzselbstfahrer von Lemken bereitstellen.

Lemken meint es ernst. Der Geschäftsbereich Pflanzenschutz wird seit dem 1. Februar vom Niederländer Iljan Schouten in Eigenregie geführt. In dem neu errichteten Werk in Haren an der Ems, kümmern sich 59 Mitarbeiter um alles was mit Pflanzenschutz zu tun hat. Es wurden sogar zusätzliche Ingenieurs-Stellen geschaffen.

Bevor wir auf einen anderen Pflanzenschutzspezialisten übergehen, hier noch ein Blick auf die neue Pflanzenschutzspritze Vega 12 aus dem Hause Lemken.

Quelle: YouTube, tractortube.com

Amazone überarbeitet selbstfahrende Feldspritze Pantera 4502

Ab dem neuen Modelljahr erfüllt die Selbstfahrerspritze Pantera von Amazone die Abgasnorm 4 (Tier 4 final).

Neben der veränderten Abgastechnik gibt es auch weitere Änderungen bei diesem Modellwechsel:

  • DEF-Tank inkl. neuer Tanktreppe auf der rechten Seite
  • LED-Rückleuchten
  • LED-Arbeitsbeleuchtung (optional)
  • max. 600 l/min Saugleistung (20% Leistungserhöhung mit Hilfe eines Injektors)
  • automatischer Befüllstopp

Weiterhin ist der Pantera 4502 wie gewohnt mit einem 6-Zylinder Motor von Deutz mit 160 kW/ 218 PS ausgestattet.

Landtechnik: verbessern, neu erfinden oder gehen

Selbstfahrende Autos, Busse, Traktoren, Mähdrescher und Feldspritzen…

Das was vor wenigen Jahren noch schwer vorstellbar war, ist heute Realität geworden. In nur drei Monaten blickt die ganze Welt auf den neuen Tesla und im November freuen wir uns (hoffentlich) auf die eine oder andere autonome Maschine aus unserer Branche.

Was glaubt Ihr: kriegen wir die autonomen Traktoren von Case IH oder New Holland auf der Agritechnica zu sehen?