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Halloween-Landwirtschaft-Kürbis

Haltet etwas Süsses bereit – es ist Halloween

Es ist Halloween! Früher kannte man es nur aus amerikanischen Filmen, aber immer mehr breitet sich der Brauch auch in Deutschland aus.

Mittlerweile werden auch überall in Deutschland schaurige und schöne gruselige Partys gefeiert.

Kinder ziehen verkleidet um die Häuser und fragen nach „Süsses oder Saures“.

Ob im Supermarkt oder in der Lieblingsbar – überall wird für Grusel derzeit gesorgt. Man kommt um Halloween einfach nicht mehr vorbei.

Halloween – vom Druidenkult zum römisch-katholischen Fest

Ursprünglich stammt der Brauch aus Irland. Das Fest geht nach der Encyclopedia Britannica auf ein Fest der Druiden im alten Gallien und Britannien zurück.

Vor über 2.000 Jahren feierten die Kelten dort das Fest „Samhain“. Mit dem Fest wurde Abschied vom Sommer genommen und der Winter begrüsst.

Das Fest fand seit eher am 31. Oktober statt. Dies war in keltischer und angelsächsischer Zeit die Neujahrsnacht. Mit riesigen Feuern auf Bergkuppen sollten auch böse Geister vertrieben werden.

Es wurden große Feuer entzündet. Diese sollten auch den Seelen der Verstorbenen, die als Geister in dieser Nacht auf die Erde zurückkehrten, den Weg zu ihrem ehemaligen zu Hause führen.

Die Geister, die ihren Weg nicht mehr finden konnten, trieben ihr Unwesen in dieser Nacht, erschreckten die Menschen mit ihrem Spuk.

Das Fest, dass immer in der Nacht vor Allerheiligen stattfindet, etabliert sich seit den 90ern immer mehr in Deutschland.

Hier zeigt sich, dass – auch wenn Halloween ein neumodischer Trend aus den USA zu sein scheint – der Grundgedanke und die Wurzeln auch in unserer Kultur verankert sind.

Ein heidnisches Fest, das in Frühzeiten des Christentums assimiliert wurde. „Hallow“ bedeutet übrigens soviel wie „etwas für heilig erachten“ und „heilig machen“.

Auch nach der Christianisierung Britanniens erfreute sich das Fest großer Beliebtheit. Deshalb wurde es letztendlich von der christlichen Kirche in Britannien übernommen.

Allerheiligen, das bis Ende des achten Jahrhunderts noch am 13. Mai gefeiert wurde, wurde schließlich auf den 01. November gelegt.

Dieser Brauch verbreitete sich von Britannien schließlich auf andere Länder aus, weshalb Allerheiligen auch vom Papst in Rom Anfang des neunten Jahrhunderts offiziell vom 13. Mai auf den 01. November verlegt wurde.

Insbesondere in Irland blieben die alten Bräuche zur Nacht am 31. Oktober erhalten. Mit den Hungersnöten in Irland im 19. Jahrhundert, suchten viele Iren eine neue Heimat in Amerika und prägten die neue Welt mit ihren Bräuchen.

Heute ist Halloween von seinen ursprünglichen druidischen bzw. auch religiösen Wurzeln getrennt und ein eher kommerzielles Fest, das für die jüngere Generation in Deutschland einfach dazugehört.

Von regionaler Besonderheit zur globalen Kultur

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich finde die Geschichte von Halloween schon faszinierend. Wir leben in einer Zeit, in der technische Innovationen, die es nie zuvor gab, unser Leben komplett auf den Kopf stellen.

Und gleichzeitig schleicht sich ein jahrtausende alter Brauch in unser Leben und verändert ebenso innerhalb weniger Jahre unsere Wirtschaft und Gesellschaft.

Halloween ist nicht das einzige Fest, dass weltweit auf Eroberungszug geht. Auch in Asien wird mittlerweile Weihnachten gefeiert, wenn auch mit anderen Nuancen.

Ebenso ist das Oktoberfest nicht mehr nur ein bayerisches Phänomen.

Diese und auch andere Beispiele zeigen beeindruckend, wie sich Trends und frühere regionale, kulturelle Bräuche global vereinheitlichen.

Auch wer kein Halloween-Fan ist, tut sich gut daran, diese Trends im Auge zu behalten. Den letztendlich bietet sie jede Menge wirtschaftliche Möglichkeiten.

In Deutschland etwa nutzen mehr Landwirte die steigende Nachfrage nach Kürbissen, angekurbelt durch Halloween, aus.

Kürbisse erobern Deutschland

Zwar gehören Geister, Gespenster und andere untote Gestalten zum Halloween. Aber die erste Assoziation ist wohl der Kürbis.

Zwar sind Kürbisse zur Herbstzeit in der Küche beliebt, aber durch Halloween haben Kürbisse sicherlich nochmals einen Aufwind erlebt.

Mit lustig oder schaurig geschnitzten Gesichtern gehören sie zur Halloween-Dekoration einfach dazu.

Laut Zahlen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) hat sich der Kürbisanbau in Deutschland in den letzten Jahren gut erhöht:

Von 2012 bis 2016 hat sich die Anbaufläche um rund ein Drittel auf 4000 Hektar erhöht. Von 2006 bis 2016 hat sich der Ernteertrag verdoppelt.

Von den rund 2100 Landwirten, die Kürbis anbauen wurden 90 000 Tonnen produziert. Dennoch spielt der Kürbis mit seinen rund 3 Prozent Anbaufläche für Gemüse in Deutschland eine untergeordnete Rolle ein.

Die diesjährige Ernte fällt scheinbar mässig aus. „Das Jahr war weder schlecht noch spitze – es war ein normales Jahr“, meint Hans-Dieter Stallknecht vom Deutschen Bauernverband.

Viele unter uns kennen die Maschinen, die für Getreide, Raps und Co. zum Einsatz kommen wohl ziemlich genau. Aber wie sieht es bei den Maschinen für die Kürbisernte aus. 

Das diese auch beeindruckend sind, zeigt der folgende Beitrag: 

Maschinen für die Kürbisernte

Quelle: Epische Maschinen

Der Kürbis liebt es etwas wärmer, weshalb die Anbauflächen vor allem im westlichen und südlichen Teil von Deutschland zu finden sind. Außerdem brauch er reichlich Wasser und Sonne.

Auch wenn die Wetterbedingungen insgesamt ganz gut waren für Kürbisse, in einigen Regionen hatten die Landwirte jedoch mit zuviel Regen oder zuviel Sonne zu tun.

Der Kürbis ist eine Beere, die beliebteste unter ihnen ist der Hokkaido-Kürbis. Früher waren vor allem die öl- und eiweißreichen Samen geschätzt, da diese auch gut gelagert werden konnten.

Weltweit werden Speisekürbisse vor allem in China, Indien und in der Russichen Förderation angebaut. (FAO, 2013). In Europa sind es die Ukraine, Spanien und Italien, die beim Kürbisanbau führend sind.

Wie steht es mit Euch – seit Ihr heute auch im Halloween-Fieber?

Oktoberfest-Landwirtschaft-Bayern

Das Oktoberfest – ein bayerisches Erlebnis

Das Großereignis in Deutschland schlechthin ist wohl aktuell das Oktoberfest in München. 

Bier, Dirndl, Brandhendl, Schweinswürstl, Brezeln, Musi zum Tanzen auf den Bänken, … locken Millionen Gäste aus der ganzen Welt an.

Dieses Jahr findet das 184. Oktoberfest statt. Das erste Oktoberfest fand am 17. Oktober 1810 statt.

Es war ein großen Pferderennen zu Ehren der Hochzeit von Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen.

Rund um das Oktoberfest

Das Fest war anscheinend ein großer Erfolg, denn es wird bisher jährlich „wiederholt“.

Aber wusstet Ihr, dass …

  • seit 1882 aus Glasbierkrügen und nicht mehr aus Steinkrügen ausgeschenkt wird
  • das Oktoberfest im September stattfindet, einfach weil das Wetter dann besser ist
  • das Fest insgesamt 24 Mal ausfallen musste (etwa wegen dem Krieg gegen Napoleon 1813 und den beiden Weltkriegen, Cholera-Epidemien in 1854 und Hyperinflation in 1923 und 1924)
  • früher die Damentoiletten Löcher in den Holzwänden hatten, damit die Männer den einen oder anderen Blick erhaschen konnten
  • auf dem Fest um die 4000 Wertgegenstände im Fundbüro abgegeben werden
  • nur noch das Augustiner aus traditionellen Holzfässern ausschenkt
  • das gesamte auf den Wiesn getrunkene Bier ein Becken von 50 Meter Länge, 25 Meter Breite und 6 Meter Tiefe fühlen würde
  • die Wiesn über 900 Tonnen Restmüll produzieren
  • 1891 die erste Hendlbraterei eröffnet wurde
  • die Tradition des Pferderennens nach dem zweiten Weltkrieg nicht wiederaufgenommen wurde (mit Ausnahmen zum 150. und zum 200. Jubiläum)
  • die Tradition, dass der Oberbürgermeister den Oktoberfest-Anstich vornimmt seit 1950 besteht
  • das Oktoberfest mittlerweile das größte Volksfest der Welt ist

(Quelle: München.TV)

Lust auf ein bisschen Oktoberfest bekommen? Hier kommt ein kleiner Einblick vom diesjährigen Fest:

Oktoberfest 2017 – Tag 1 live – Der Anstich aus dem Hofbräu-Festzelt

Quelle: Munich Television

Ein Fest, dass seit über 200 Jahren gefeiert wird, durch diverse geschichtliche Epochen hindurch – die Veranstalter und Anbieter auf dem Oktoberfest müssen einiges richtig machen. 

Erfolgsstrategie „Erlebnis Oktoberfest“

Lasst uns auf das Marketing der Wiesn schauen. Es lässt sich nicht abstreiten, dass die Wiesn so erfolgreich sind, weil Sie ein unvergessliches Erlebnis bieten.

Zu dem Fest kommen Menschen aus der ganzen Welt, weil sie etwas erleben möchten. Vom ersten bis zum letzten Tag bietet das Fest Unterhaltung und Spaß.

Von Familienzeit auf den Fahrattraktionen mit zum Abfeiern in den Zelten zu den aktuellsten Wiesnschlagern. 

Den Besuchern wird ein Erlebnis geboten, quasi ein rundum „Fühl-Dich-gut-und-hab-Spaß“-Packet. 

Wie könnte Ihr Euren Kunden ein Erlebnis anbieten? Ob eine familiäre Atmosphäre beim Einkauf im Hofladen, entspannte Familienzeit in den Ferien oder ein Hoffest fürs Dorf.

Bietet Euren Kunden etwas Persönliches, damit sie sich gut fühlen und sie Spaß haben, bei Euch einzukaufen, den Urlaub zu verbringen oder mit Euch Geschäfte zu machen.

Dies könnt Ihr über viele Marketingkanäle erreichen: ob auf Facebook oder im persönlichen Kontakt.

Fragt Euch, was Eure Kunden von Euch erwarten? Warum kommen Sie zu Euch und kaufen nicht woanders? 

Wie könnt Ihr den Kontakt mit Euch zu etwas Besonderem werden lassen? Hierfür müsst Ihr nicht etwas Gigantisches wie ein Oktoberfest aufziehen. 

Auch kleine Dinge und Gesten, oder gar insbesondere die kleinen Dinge und Gesten, können den größten Effekt haben. 

Wie könnt Ihr Euren Kunden etwas Besonderes bieten, wofür sie gerne extra zu Euch wiederkommen?

Auch wenn derzeit Millionen Menschen die Atmosphäre auf den Wiesn geniessen, nicht jeder in Münschen ist derzeit auf Gemütlichkeit und Feierlaune eingestellt.

Regionale Lebensmittel für die Wiesn 2018

Zukünftig sollen mehr Produkte aus Bayern auf der Wiesn verkauft werden. Hierfür hat der Münchner Stadtrat ein neues Bewertungssystem verabschiedet, dass nicht von jedem gut aufgenommen wird.

Demnach gibt es Punkte für die Herkunft der Lebensmittel, die auf dem Oktoberfest angeboten werden. Regionale Lebensmittel erhalten höhere Punktzahlen als andere, die aus anderen Regionen importiert werden.

Diese Punktzahl ist eine von mehreren, die letztendlich darüber entscheidet, wer einen Platz auf den Wiesn erhält.

Klingt ja erstmal ganz gut und vernünftig, das Produkte von bayerischen Landwirten gefördert werden sollen.

Zu kontroversen Diskussionen führt jedoch, dass zunächst nicht berücksichtig wird, ob die Produkte aus einer ökologischen oder Massentierhaltung stammen, sondern die Regionalität ausschlaggebend ist.

Bioprodukte aus Bayern erhalten die höchste Punktzahl. Aus anderen Regionen gibt es jedoch weniger Punkte für sie.

Definitiv wird die bayerische Herkunft, ob Bio oder nicht, mit Punkten honoriert. Lange Transportwege sind schließlich auch unökologisch, so Wiesnchef Josef Schmid.

Die Grünen haben Bedenken, dass Bioprodukte auf dem Oktoberfest ausgebremst werden. Andere Meinungen halten dagegen, dass Bio, auch wegen der erhöhten Preise, nicht von jedem gern gesehen wird.

Das neue Bewertungssystem soll dann für die Bewerbung für die Wiesn im nächsten Jahr zum Einsatz kommen.

Meint Ihr, der Ansatz zur Förderung regionaler Lebensmittel ist übertragbar auf andere regionale Veranstaltung und sollte übernommen werden?

Volksbegehren-Bayern-Landwirtschaft

Von bayerischen Volksbegehren und milchigen Rekorden

In Bayern stellt den Rekord in Deutschland, was den täglichen Flächenverbrauch angeht. Ein Volksbegehren soll nun für Einhalt sorgen.

Bevor wir uns das Volksbegehren näher anschauen, lasst uns auf die landwirtschaftlichen Nachrichten schauen.

Während Milchpreise für Jubel sorgen, regen die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie zu Kosten, die von den Landwirten getragen werden, zum Nachdenken an.

Aber fangen wir mit dem Jubel an.

Der Milchpreisindikator auf Rekordjagd

Der Milchpreis befindet sich weiter auf Höhenflug. Im August erreichte der Milchpreisindikator mit 43,25 Cent seinen bisherigen Rekord aus dem September 2017.

Für den Anstieg des Milchpreisindikators sind vor allem die Preissteigerungen bei Käse und Butter verantwortlich.

Die Käsepreise sind auf dem höchsten Stand seit April 2014, die Butterpreise konnten im August einen neuen Allzeitrekord aufstellen.

Die Berg- und vor allem Talfahrten der Milchpreise in den letzten Jahren haben in der Branche ein Interesse an der Preisabsicherung, etwa über Terminkontrakte gesteigert.

(Quelle: Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH, AMI)

Aufbau einer Europäischen Auktion für Milchprodukte

Heute wurde von der European Energy Exchange (EEX) und der Global Dairy Trade (GDT) eine Absichtserklärung unterschrieben, eine europäische Versteigerung für Milchprodukte aufzubauen.

Die Leipziger Warenterminbörse und das neuseeländische Auktionshaus haben sich vorgenommen, in den nächsten Monaten mit Käufern und Verkäufern von Milchprodukten über die Option eines gemeinsam angebotenen Auktionsmechanismus sich auszutauschen.

Die GDT versteigert zweimal monatlich allgemeine Milchprodukte dreier Anbieter an Käufer rund um den Globus. An der EEX werden Terminkontrakte für Molken- und Magermilchpulver als auch Butter gehandelt.

Die Zusammenarbeit von EEX und GDT soll nun zeigen, ob ein derartiges Auktionsmodel auch für den europäischen Markt erfolgreich umgesetzt werden kann.

„Wir sind davon überzeugt, dass dieses Angebot für die Wertschöpfungskette in der Milchbranche erheblichen Nutzen generieren kann, unter anderem als zusätzlicher Vertriebskanal für den Export von europäischen Milchprodukten, aber auch potenziell als eine weitere Datengrundlage für neue Risikomanagementinstrumente“ meint Sascha Siegel, Leiter des EEX-Handels für Agrarrohstoffe

Frist zur Änderung ökologischer Vorrangflächen läuft bald ab

Bis zum 02. Oktober haben Landwirte in Bayern noch Zeit, um ihre bereits beantragten, ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) noch zu ändern.

Als Ersatz für beantragte, ökologische Vorrangflächen dürfen lediglich Zwischenfrüchte angebaut werden, die auf bereits im Flächen- und Nutzungsnachweis 2017 enthaltenen Flächen spätestens bis 1. Oktober angebaut werden.

Kulturpflanzenmischungen auf den Flächen mit Zwischenfruchtanbau müssen aus mindestens zwei Pflanzenarten bestehen. Zulässige Anbaupflanzen sind etwa Raps oder Ölrettich.

Diverse Saatgutanbieter führen geeignete Spezialmischungen in ihrem Sortiment.

Nicht mehr möglich ist eine Änderung für als ökologische Vorangflächen beantragte Aufforstungsflächen sowie Landschaftselemente und Terrassen, die den Cross-Compliance-Bestimmungen unterliegen.

Das Formular, um Eure ökologischen Vorrangsflächen zu ändern, findet Ihr unter www.landwirtschaft.bayern.de/foerderwegweiser.

Erfüllung der Umweltauflagen kostet Milliarden

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat die Ergebnisse einer von ihm in Auftrag gegebenen Studie veröffentlich, die die Kosten der Landwirte für die Erfüllung von Umweltauflagen aufzeigen soll.

Demnach kostet die Einhaltung von Umwelt-, Klima- und Tierschutzauflagen den deutschen Landwirten 5,2 Milliarden Euro.

Dies entspricht ungefähr der Höhe der Direktzahlungen, die als Europäische Agrarfördermitteln an die deutschen Landwirte gezahlt werden.

Volksbegehren gegen Flächenverbrauch gestartet

In Bayern werden seit Freitag fleissig Unterschrift gesammelt.

Das angekündigte Volksbegehren, mit dem der Flächenverbrauch im Freistaat gesetzlich begrenzt werden soll, ist angelaufen.

Die Aktion wurde in einer gemeinsamen Aktion von Grünen, der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) gestartet.

Im ersten Schritt werden mindestens 25.000 Unterschriften benötigt.

Erst wenn die Grünen diese Anzahl an Unterstützern vorzeigen können, kann der Antrag auf Zulassung des Volksbegehrens dem Innenministerium zur Prüfung vorgelegt werden.

Erst wenn diese erste Hürde erreicht ist, kann das “richtige” Volksbegehren starten.

10 Prozent der Stimmberechtigten Bayerns müssen innerhalb von 14 Tagen das Begehren mit Ihrer Stimme unterstützen.

Aber damit ist der Hürdenlauf nicht beendet. Denn dies bedeutet, dass dem Landtag ein Entwurf für ein Gesetz zum Flächenverbrauch vorgelegt werden kann.

Dieser könnte denn Entwurf dann immer noch ablehnen, so dass letztendlich ein Volksentscheid ausschlaggebend wäre.

Ein langer Weg bis das Ziel, den landesweiten Verbrauch für Siedlungs- und Verkehrsfläche auf maximal 5 Hektar pro Tag zu begrenzen.

Derzeit werden nach Zahlen des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) durchschnittlich 13 Hektar jeden Tag verbraucht.

Wie seht Ihr die Aussichten für den Erfolg des Volksbegehrens?

Familienbetriebe dominieren bayerische Landwirtschaft (c) Agrarbetrieb.com

Familienbetriebe dominieren bayerische Landwirtschaft

Rund 33% aller landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland befinden sich in Bayern. So wie es aussieht, dominieren traditionelle Familienbetriebe die bayerische Landwirtschaft. Die meisten betreiben Futter- und Ackerbau.

Das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung hat in der Pressemitteilung vom 10. Juni 2014, die aktuellen Zahlen der Agrarstrukturerhebung 2013 bekannt gegeben. Insgesamt wurden 93.300 landwirtschaftliche Betriebe ermittelt. Das entspricht rund 33% der landwirtschaftlichen Betriebe in ganz Deutschland.

Jeder dritte landwirtschaftliche Betrieb in Deutschland hat demnach seinen Sitz in Bayern!

Die Landwirtschaft spielt eine essentielle Rolle in Bayern. Sie gilt als wichtiger Wirtschaftsfaktor für den Freistaat. Die 93.300 Betriebe bewirtschaften 3,1 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche. Pro Betrieb gerechnet, sind das im Durchschnitt rund 34 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche.

Traditionelle Familienbetriebe dominieren als Betriebstyp

Klassische Familienbetriebe haben in Bayern das Sagen. Rund 94% der Betriebe (88.100 Einheiten) sind Einzelunternehmen. Hiervon werden

  • 42.300 Betriebe im Haupterwerb und
  • 45.800 Betriebe im Nebenerwerb geführt.

Die landwirtschaftlich genutzten Flächen teilen sich wie folgt auf:

  • Haupterwerbsbetriebe: rund 45 Hektar im Durchschnitt => insgesamt 1,9 Millionen Hektar
  • Nebenerwerbsbetriebe: rund 18 Hektar im Durchschnitt => insgesamt 0,8 Millionen Hektar

Landwirtschaftliche Familienbetriebe in Bayern

Der folgende Beitrag zeigt wie Familienbetriebe mit der Zeit gehen und zugleich bäuerliche Strukturen erhalten können. Ein kurzer Einblick in die Welt des bayerischen Land- und Energiewirts Karl Holböck.

Futter- und Ackerbaubetriebe prägen die bayerische Landwirtschaft

Rund 50% aller Betriebe (46.400 Einheiten) haben ihren Schwerpunkt im Futterbau. Der Fokus dieser Weideviehbetriebe liegt in der Milchproduktion bzw. der Rinder-, Schaf- oder Ziegenhaltung. Diese Futterbaubetriebe bewirtschaften rund 51% der landwirtschaftlich genutzten Fläche Bayerns.

Die Aufteilung der restlichen landwirtschaftlichen Betriebe sieht folgendermaßen aus:

  • 31% Ackerbaubetriebe (28.900 Einheiten)
  • 10% Pflanzenbau-Viehhaltungsverbundbetriebe
  • 9% teilt sich u.a. auf Gartenbau-, Dauerkultur-, Veredlungsbetriebe auf.

Ökobetriebe in Bayern

An dieser Stelle sollten wir die Ökobetriebe die auch bei uns in Bayern beheimatet sind nicht außer Acht lassen. Im Rahmen der Agrarstrukturerhebung 2013 wurden in Bayern 6.300 landwirtschaftliche Betriebe mit einer ökologische bewirtschafteten Fläche von 213.800 Hektar nachgewiesen. Im Vergleich zur letzten Agrarstrukturerhebung im Jahr 2010, reden wir hier von einem Wachstum von 9,9% in Bezug auf Anzahl der Betriebe und 12,2% Flächenwachstum. Insgesamt umfasste das Öko-Ackerland 94.100 Hektar.

Landwirtschaftliche Familienbetriebe werden oft als Herzstück der Ernährungssicherung und als Rückgrat in der Krise betrachtet. Daher die Frage:

Wie kann man Klein- und Familienbetriebe in Deutschland besser unterstützen? Ich freue mich auf Ihr Kommentar.

Agrarbetrieb_Startpaket fuer innovative Landwirte 

Land kaufen oder pachten: Das Land Grabbing Phänomen

Land kaufen oder pachten: Das Land Grabbing Phänomen

Land grabbing oder Landraub – ein Schreckensphänomen das nicht nur in afrikanischen Staaten präsent ist, sondern auch bei uns im Lande anzutreffen ist. Land grabbing bedeutet, dass Investoren und Spekulanten, die oft nichts mit Landwirtschaft zu tun haben, Land kaufen oder pachten.

Was genau ist Land grabbing?

Folgende Definition finden wir hierzu auf Wikipedia…

Land Grabbing (engl.) bzw. Landnahme ist ein Begriff für die Aneignung von Land durch wirtschaftlich oder politisch durchsetzungsstarke Akteure. Teils geschieht dies auch für zweifelhafte Zwecke oder mit zweifelhaften (illegalen) Mitteln. Land Grabbing kann durch Inländer oder Ausländer, durch Kleinbauern oder Großkonzerne, durch Staatsbedienstete oder Privatpersonen erfolgen.

Während Kleinbetriebe und bäuerliche Familienbetriebe darin bestrebt sind Ökonomie und Natur in Einklang zu bringen, dreht sich bei Großinvestoren und börsennotierten Konzernen vieles oft nur um das Thema Geld. Weiterlesen