Beiträge

Agrarbetrieb-Greening-Landwirtschaft

Greening-Maßnahmen für mehr Umweltschutz

Die moderne Landwirtschaft gibt nicht nur auf dem Tisch unserem Leben Vielfalt. Mit Maßnahmen wie Greening soll die Vielfalt in der Umwelt erhalten bleiben. 

Als Anreiz für die Landwirte, fördert die EU mit Direktzahlungen die Durchführung von Bewirtschaftungsmethoden, die dem Umweltschutz dienen.

Was ist Greening?

Im Zug der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sollen zwischen 2014 und 2020 über 100 Milliarden EUR investiert werden, die

  • die Förderung der biologischen Vielfalt in Bezug auf die Pflanzen- und Tierwelt
  • die Verbesserung der Boden- und Wasserqualität sowie
  • den Erhalt der Kulturlandschaft

zum Ziel haben.

Um Direktzahlungen aus diesem Topf zu Erhalten, müssen drei sogenannte Greening-Anforderungen erfüllt sein.

  1. Maßnahmen zum Erhalt von Dauergrünland
  2. Bewirtschaftung von mindestens fünf Prozent der Ackerflächen mit besonderem Umweltnutzen (sogenannte Ökologische Vorrangflächen)
  3. Förderung von Fruchtartenvielfalt auf den Ackerflächen

Bei Dauergrünland handelt es sich um Fläche, die für mindestens fünf Jahre als Wiese oder Weide genutzt wird.

Für als umweltsensibel eingestuftes Dauergrünland besteht ein generelles Umbruchverbot. Generell ist eine Genehmigung einzuholen, bevor ein Umbruch erfolgen kann.

Landwirte mit mehr als 15 Hektar Ackerfläche sind verpflichtet, fünf Prozent der Fläche, auf der keine Dauerkulturen angebaut werden, als ökologische Vorrangfläche auszuweisen.

Ein Maßnahmenkatalog erlaubt in der Erfüllung der Auflagen einen gewissen Handlungsspielraum.

Bei der Anbaudiversifizierung handelt es sich um die Einhaltung einer Fruchtfolge. Hiermit ist aber nicht die Umsetzung der mehrjährigen Fruchtfolge gemeint, wie sie jedem wohl bekannt ist.

Von der Größe des Betriebes hängt die Intensität der Anbaudiversifizierung. Es werden einjährig mindestens zwei oder drei verschiedene Ackerkulturen angebaut.

 

Greening: wichtig, aber komplizierter als gedacht

Die EU-Kommission hat nun die Ergebnisse des Konsultationsverfahren vorliegen, welches bis Anfang März diesen Jahres gelaufen ist.

So wird von den beteiligten Landwirte, die Ihre Meinung der EU-Kommission mitgeteilt haben, Greening generell als wichtig angesehen.

Die Antworten zeigen jedoch auch, dass die Umsetzung bzw. Erfüllung der Maßnahmen durchaus komplizierter ist, als es auf den Papier aussieht.

Insbesondere die Regelungen zu den ökologischen Vorrangflächen sind offensichtlich mit vielen Schwierigkeiten verbunden.

Und sehr zum Ärger der Landwirte, die Bearbeitung bzw. das Fertigstellen der Anträge, hat dieses Jahr wohl noch mehr Zeit in Anspruch genommen.

Beim Sitzen über die Anträge hat sich wohl manch einer gewünscht, für das Ausfüllen gäbe es auch so einfache Regeln, wie etwa die guten alten Bauernregel.

Ist denn eigentlich an diesen Regeln was dran?

Bauernregeln – Wie viel Wahrheit steckt in der Weisheit? 

Quelle: Unser aller Wissen. Die Moderne Landwirtschaft.

Im Dschungel der Bürokratie und Auflagen, die heute einem landwirtschaftlichen Betrieb auferlegt werden, können Sie leider nicht helfen. 

Und es bleibt offen, ob solche Wetterkapriolen wie in diesem Jahr unter irgendeine Regel fallen.

So unterschiedlich wie regional das Wetter war, so unterschiedlich fallen auch die diesjährigen Ernteergebnisse aus. So erklärte BBV-Präsident Walter Heidl zur bayerischen Ernte:

„Die Getreideernte 2016 lässt sich nicht mit einem Wort beschreiben, dafür war das Wetter regional einfach zu unterschiedlich. In der Folge fallen die Erträge auch sehr unterschiedlich aus –  die einen ziehen ein durchschnittliches Resümee, die anderen fahren deutlich weniger ein. Manchmal liegen keine 10 Kilometer dazwischen.“

Ernte 2016 – geringe Erträge, niedrige Preise

Er wurde nun vorgestellt, der Erntebericht für 2016.

Die Ergebnisse, die das Bundeslandwirtschaftsministerium veröffentlicht werden nicht überraschen.

Die Ergebnisse bei Getreide und Raps zeigen unterdurchnittliche Erträge an. Im Vergleich zum Vorjahr wurden

  • 4,5 Prozent weniger Getreide (einschließlich Körnermais)
  • 7 Prozent weniger Roggen
  • 8 Prozent weniger Wintergerste
  • 7 Prozent weniger Winterraps
  • 7,5 Prozent weniger Weizen  

geerntet.

Wenn ein geringeres Angebot bei gleicher Nachfrage zu höheren Preisen führen würde, wären die Zahlen wohl nicht so tragisch. 

Mit Unwägbarkeiten musste in der Landwirtschaft schon immer gerechnet werden. 

Fallende Erzeugerpreise in Kombination mit schlechteren Ernteergebnissen sind jedoch eine sehr große Herausforderung für jeden Landwirt.

Um nochmal den BBV-Präsidenten Walter Heidl zu zitieren:

„Was noch schwerer wiegt, sind die stark gesunkenen Preise. Bei diesem Preisniveau können wir in vielen Bereichen nicht kostendeckend arbeiten – Ackerbauern erzielen mit den jetzigen Preisen keine Gewinne. Auf Dauer kann das kein Betrieb durchhalten.“

Geprägt ist die Preisentwicklung von der guten internationalen Marktversorgung. Der FAO-Index der Getreidepreise erreichte den tiefsten Stand seit sechs Jahren.

Ziele der Bestimmungen zum Greening sind die Nachhaltigkeit und die Wettbewerbsfähigkeit des Europäischen Agrarsektors zu fördern. Was sind Eure Erfahrungen im Greening?

Landwirtschaft im Strukturwandel

Landwirtschaft: Strukturwandel, Direktzahlungen, Rückbehalt

Neue Technologien und die zunehmende Globalisierung beschleunigen den Strukturwandel. In der Landwirtschaft bestärkt diese Änderung den Trend in Richtung „mehr spezialisierte Großbetriebe und weniger klassische Erzeuger“. Steuern und weitere Abgaben erledigen den Rest.

In dem heutigen Blog werfen wir einen Blick auf folgende drei Themen: den Strukturwandel in der europäischen Landwirtschaft, die Höhe der EU-Direktzahlungen in 2015 und den Rückbehalt ab 2016.

1. Konzentration in der Landwirtschaft: Anzahl der Betriebe sinkt um mehr als 25%

Der Strukturwandel hat die europäische Landwirtschaft vollkommen im Griff.

In den letzten 10 Jahren gab es dramatische Veränderungen und so wie es aussieht, scheint niemand den Spezialisierungs- und Konzentrationsprozess aufhalten zu wollen bzw. zu können.

Letzte Woche hat Eurostat, das statistische Amt der EU, die neuesten Zahlen zur Entwicklung landwirtschaftlicher Betriebe in der EU veröffentlicht. Die Ergebnisse sind zum Teil erschreckend.

Die wichtigsten Zahlen und Erkenntnisse kurz zusammengefasst:

  • Anzahl Betriebe gesunken: In der Zeitspanne 2003-2013 ging die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in der EU um mehr als 4 Millionen zurück.
  • Fläche pro Betrieb nimmt zu: Gleichzeitig nahm die durchschnittliche Fläche pro Betrieb um 38% zu, u.z. von 11,7 ha in 2003 auf 16,1 ha in 2013.
  • Gesamtfläche unverändert: Die landwirtschaftlich genutzte Fläche blieb underändert bei 174,6 Mio. ha.
  • Länder mit den größten Betriebe: Tschechische Republik (133 ha), Vereinigtes Königreich (93,6 ha), Slowakei (80,7 ha), Dänemark (67,5 ha) und Luxemburg (63 ha). Deutschland nimmt den siebten Platz ein mit 58,6 ha.
  • Länder mit den meisten Betriebe: Rumänien (3,7 Mio. Betriebe, 33,7% aller Betriebe in der EU) gefolgt von Polen (1,4 Mio. Betriebe), Italien und Spanien mit jeweils 1,0 Mio. Betriebe.
  • Altersstruktur: 31,1% der EU-Betriebsleiter sind mindestens 65 Jahre alt; 24,7% befindet sich im Alter von 55 bis 64; nur 6% aller Betriebsleiter sind jünger als 35 Jahre.

Und wie steht es mit der deutschen Landwirtschaft?

Die Zahlen weichen nicht besonders stark vom EU-Durchschnitt ab.

Im Einzelnen heisst das:

  • Zahl der Betriebe: 285.000 in 2013 und damit 30,9% weniger als in 2003
  • Landwirtschaftliche genutzte Fläche: 16,7 Mio. ha und 9,6% Anteil am EU-Gesamtwert
  • Durchschnittliche Fläche pro Betrieb: 58,6 ha in 2013 gegenüber 41,2 ha in 2003
  • Altersstruktur: 6,5% der Betriebsleiter sind über 65 Jahre; 29,8% zwischen 55 bis 64 Jahre und lediglich 6,8% unter 35 Jahre

2. EU-Direktzahlungen 2015: Die Basisprämie liegt bei durchschnittlich 180,62 EUR je Hektar

Die Prämienhöhen der Direktzahlungen für das Antragsjahr 2015 stehen jetzt fest. In den kommenden Tagen wird das Ganze im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Auf den Webseiten der Ministerien der jeweiligen Bundesländer wurden die Zahlen bereits veröffentlicht. Die Höhe der Basisprämie variiert nach Bundesland. In den kommenden Jahren soll eine schrittweise Angleichung der Basisprämie erfolgen. Ab dem Antragsjahr 2019 gilt ein einheitlicher Wert für alle Bundesländer.

Die Kollegen von Proplanta haben eine tabellarische Übersicht aller Basisprämien je Bundesland erstellt. Danach soll der bundesdeutsche Duchschnitt bei 180,62 EUR je Hektar liegen. Glaubt man den Schätzungen, dann wird die Höhe der bundeseinheitlichen Basisprämie im Jahre 2019 bei 176,15 EUR je Hektar liegen.

Die Höhe der Greening- und Umverteilungsprämie sowie die Zahlung für Junglandwirte gilt es weiterhin jedes Jahr aufs Neue zu berechnen.

3. Änderungen der Hofabgabeverpflichtung ab 2016

Ab dem 1. Januar 2016 ändert sich einiges auch im Bereich Hofabgabeverpflichtung.

„Um zukünftig eine Rente der Alterskasse zu beziehen, soll der zulässige Flächenrückbehalt von bislang 25 Prozent auf weniger als 100 Prozent der Mindestgröße angehoben werden. Die Mindestgröße beträgt beispielsweise für Landwirtschaft acht Hektar und für Forstwirtschaft 75 Hektar.“ – so eine aktuelle Pressemitteilung des SVLFG.

Dieses Gesetz ist nicht zustimmungspflichtig. Am 18. Dezember 2015 wird der Bundesrat darüber beraten, damit es am 1. Januar 2016 in Kraft treten kann.

Wer ganz genau wissen will, welche Auswirkungen diese Änderungen für Einen persönlich mit sich bringen, sollte sich an den Rentenbearbeiter der Landwirtschaftlichen Alterskasse vor Ort wenden.

Die Landwirtschaft im Wandel der Zeit

Nur noch wenige Tage und dann verabschieden wir uns von 2015. Wie jedes Jahr, war auch 2015 voll von Änderungen und Überraschungen. Es gab gute Momente und auch weniger tolle Zeiten.

Fakt ist, die Welt verändert sich in einem gigantischen Tempo. Neue Technologien erobern die Wirtschaft, Medizin, Politik, Medien und selbstverständlich auch die Landwirtschaft.

Der Spruch „Wachse oder Weiche“ ist aktueller denn je.

Wie sieht die Zukunft der Landwirtschaft aus? Was glaubt Ihr?

Landwirtschaft in Deutschland Agrarministerkonferenz_xedos4

Landwirtschaft in Deutschland: Neues von der Agrarministerkonferenz

Landwirtschaft in Deutschland – Auf der Agrarministerkonferenz (AMK) in Würzburg letzte Woche wurden nur wenige Beschlüsse verkündet und das obwohl mehr als 40 Themen auf der Tagesordnung standen. Als Highlight galt die Verabschiedung der Bundesagrarministerin Ilse Aigner nach fünf Jahren Zusammenarbeit.

Die Entscheidung zur nationalen Umsetzung der EU-Agrarreform, d.h. die Verteilung der Agrarfördermittel nach der GAP-Reform wurde in Würzburg vertagt. Hierzu äußerte sich Bayerns Agrarminister Helmut Brunner wie folgt:

„Die Positionen sind noch zu festgefahren, die Bereitschaft, Kompromisse zu finden, war noch zu gering.“ [Top Agrar Online] Weiterlesen