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John Deere-Landtechnik

John Deere investiert in künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz ist die Zukunft der Landwirtschaft. Mit seiner Übernahme von Blue River Technology zeigt John Deere, dass das Unternehmen definitiv dieser Meinung ist. 

Für viele klingt „Künstliche Intelligenz“ nach Science Fiction. Es ist immer wieder in den Schlagzeilen. Aber im Alltag ist es eigentlich bisher kaum vertreten.

Der eine oder andere unter uns ist noch in einer Welt aufgewachsen, in der man zum Telefonieren zur nächsten Telefonzelle gegangen ist.

Maschinen die eigenständig denken, in nicht allzu ferner Zukunft gehören Sie wohl genauso zum Alltag dazu wie heute das Handy.

Wahrscheinlich können wir Landwirte uns in dieser Hinsicht glücklich schätzen, weil in unserem Bereich mit Hochdruck nach effizienteren und produktiveren Lösungen gesucht wird.

Aber zunächst erstmal die Schlagzeilen der vergangenen Tage:

1) Für Mais, Roggen und Sorghum gesenkte Zölle

Die Europäische Union hat die Importzölle für Mais, Roggen und Sorghum auf 5,61 Euro pro Tonne gesenkt.

Die Anpassung der Zölle erfolgt, damit die europäischen Landwirte vor einer Benachteiligung auf dem Markt geschützt werden.

Der Einfuhrzoll wird stetig automatisch angepasst. Er ergibt sich aus der Differenz zwischen dem EU-Referenzpreis und der US-Maisnotierung.

Die US-Maisnotierung gilt als Maßstab für das Maismarktpreisniveau. Aufgrund der aktuellen Stärke des Dollars erfolgte die Senkung der Einfuhrzölle.

2)  Xavier stoppt Ernte und Gülleausbringung

In Niedersachsen hat Xavier vielen Landwirten einen dicken Strich durch die diesjährige Ernte und der Aussaat von Wintergetreide gezogen.

In seiner Wucht hat er nicht nur Baum zum Umstürzen gebracht. Viele Maisbestände haben sich ebenfalls teilweise und ganz auf die Erde gelegt.

Wegen dem starken Regen können viele Maisschläge nicht befahren werden. Mit anhaltendem Regen wird die Ernte zunehmend weiter erschwert.

Die Gülleverordnung schreibt sehr klare Fristen für die Ausbringung vor. Leider richten sich Naturgewalten mit ihren Auswirkungen nicht nach den bürokratisch festgelegten Terminen.

Aufgrund des starken Dauerregens sind die Felder unbefahrbar.

Niedersächsische Landwirte stehen vor der Herausforderung, trotz Xavier und Bürokratie die Aussaat des Wintergetreide bestmöglich zu vollziehen.

3) Brexit und mögliche Auswirkungen für britische Landwirte

Vom britischen Büro für die Entwicklung des Land- und Gartenbaus (Agriculture & Horticulture Development Board – AHDB) wurden die Auswirkungen für die britischen Landwirte nach Brexit unter die Lupe genommen.

Drei Szenarien wurden von der Behörde näher beleuchtet:

  • Freihandelsabkommen mit der EU: die Landwirte können mit einem stabilen, gegebenenfalls leicht ansteigendem Einkommen rechnen
  • Abschaffung von Freihandelsabkommen mit der EU und der  Direktzahlungen sowie Null-Setzung der Einfuhrzöllen: das durchschnittliche Betriebseinkommen kann von 23.000 GBP auf bis zu 15.000 GBP sinken
  • Beibehaltung eins Teils des Außenschutzes: das durchschnittliche Betriebseinkommen kann auf bis zu 20.000 GBP fallen.

Wie bei allen politischen Veränderungen gilt auch beim Brexit für die britischen Landwirte sich so früh wie möglich über die Konsequenzen für den eigenen Hof ein Bild zu verschaffen, um rechtzeitig notwendige Anpassungen einleiten zu können.

4) 300 Millionen an Strafzahlung rechtens

Die EU-Milchabgabevorschriften, die für jeden Milchviehhalter die Höhe der Milchlieferungen festlegte, gehören seit dem 31. März 2015 der Vergangenheit an.

Milchviehhalter hatten geklagt, da sie Strafen, die wegen einer Überlieferung im Milchwirtschaftsjahr 2014/2015 gezahlt werden mussten, für nicht rechtswidrig hielten, da diese nach dem 31. März 2015 fällig wurden.

Nun hat der Bundesfinanzhof in letzter Instanz bestätigt, dass diese rechtskonform sind. Bis zum Stichtag der Abschaffung, war die Milchquote in Kraft. Dies ist ausschlaggebend, auch wenn die Zahlung erst zu einem späteren Zeitpunkt rückwirkend eingefordert wurde.

Die Strafzahlungen sind wohl nicht der einzige Punkt, der im Zusammenhang mit der Milchquote die Landwirte beschäftigt.

Seit dem Wegfall im Frühjahr 2015 haben netto über 5600 Betriebe die Milchproduktion aufgegeben. Insbesondere in Süddeutschland haben viele Landwirte ihren Betrieb aufgegeben.

Auffällig ist, dass inbesondere die Milchviehhaltung mit kleineren Betriebseinheiten nicht mehr rentabel erscheint.

Von den Betrieben mit weniger als 100 Kühen haben über 6100 Höfe aufgeben. Die Zahl der Betriebe mit über 100 Kühen ist hingegen um rund 560 Betriebe gestiegen.

John Deere auf Zukunftskurs

Landtechnik weißt heutzutage bereits mehr intelligente Technik auf, als Aussenstehende wohl vermuten würden.

Landwirtschaft gehört zu einer der innovatisten Branchen. Dies beweist jetzt auch John Deere.

Das Unternehmen hat eine Vereinbarung zur Übernahme von Blue River Technology unterzeichnet.

Hier ein kurzer Einblick, wenn auch auf Englisch, was das Unternehmen macht.

Sehen und Sprühen – Gezielte Unkrautkontrolle

Quelle: Blue River Technology

Die Maschinen erkennen die einzelne Pflanzen, sprich das Unkraut und wenden entsprechend nur für die einzelne Unkrautpflanze gezielt die Pflanzenmittel an. 

Blue River Technology ist spezialisiert auf die Entwicklung von Technologien und Anwendungen von Künstlicher Intelligenz, die eine gezielte Behandlung von Einzelpflanzen ermöglichen.

John Deere nimmt damit ein kalifornisches Start-Up auf, dass als innovativer Vorreiter neue, zukunftsweisende Ansätze einbringen wird.

Blue River Technology setzt auf Bilderkennungssystemen, Robotertechnologie und „lernenden Maschinen“, die einzelne Pflanzen erkennen, identifizieren und entsprechende Maßnahmen gezielt durchführen.

Ziel ist es

  • Maßnahmen an den Pflanzen gezielter durchführen zu können damit
  • Ganzflächenbehandlungen überflüssig werden und somit
  • der Herbizidaufwand deutlich gesenkt werden kann.

Damit ist auch John Deere definitiv auf Innovation in Richtung Precision Farming eingenordet.

Was meint Ihr, wie lange wird es noch dauern, bis die Behandlung von Einzelpflanzen in der deutschen Landwirtschaft Standard sein wird?

Glyphosat-Krebs-Landtechnik

Glyphosat: Dinosaurier aus dem letzten Jahrhundert?

Die Zulassung den umstrittenen Pestizides Glyphosat läuft Ende des Jahres aus.  Und die Schlagzeilen brechen nicht ab. 

In den fortlaufenden Streit mischen sich nun auch  Krebspatentienten und Anwälte aus den USA ein.

Diese warnen die EU vor „Roundup“, einem Unkrautvernichtungsmittel, das Glyphosat enthält.

Zusammenhang von Glyphosat und Krebs

Die Anwälte fordern das EU-Parlament auf, die manipulativen Praktiken von Monsanto zu untersuchen.

In den USA läuft das Gerichtsverfahren der Krebspatienten gegen Monsanto noch.

Die US-Anwälte wollen anhand interner Dokumente belegen können, dass Monsanto über die Zusammenhänge zwischen Krebs und ihrem Pestizid gewusst haben, und nicht erst seit gestern.

Auch handele es sich nur um die Spitze „eines gigantischen Eisberges“.

Die Krebsopfer und deren Anwälte hatten Treffen mit den EU-Behörden angefragt, um ihnen die Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

Die Treffen wurden von den EU-Agenturen verweigert. Als Begründung wurde das laufende Gerichtsverfahren in den USA genannt.

Die EFSA hat sich für die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat ausgesprochen.

Ebenso wie die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) wird die Meinung vertreten, dass kein Grund vorläge, Glyphosat als krebserregend einzustufen.

Die EU-Kommission will der Empfehlung folgen, sprich das Pestizid weiterhin zulassen.

Derweil wachsen die kritischen Stimmen, dass die EU-Agenturen unabhängige Studien bei ihrer Überprüfung ignorieren.

Es wird von Kritikern beanstandet, dass Behörden, wie etwa das Bundesinsitut für Risikobewertung (BfR) in ihren Gutachten in nicht unerheblichen Umfang einfach von den Herstellern, wie Monsanto, abgeschrieben hätten.

Monsanto-Vertreter aus EU-Parlament verbannt

Da bauen die Schlagzeilen darüber, dass Monsanto ein Vorladung des Europäischen Parlaments zum Thema Glyphosat ignorierte, nicht gerade Vertrauen auf.

Lobbyisten von Konzernen im EU-Parlament oder anderen politisch wichtigen Institutionen – dies ist wohl generell eine Ansichtssache, inwieweit hierdurch Demokratie wirklich gefördert wird.

Monsanto ist nun der erste Konzern, der aus dem EU-Parlament verbannt wurde.

So teilte Europaabgeordneter Sven Giegold mit, dass Lobbyisten und anderen Vertretern des Saatgutkonzerns die Zugangsausweise entzogen werden.

Anhörung zur Monsanto-Papers ignoriert

Zu der Massnahme ist es gekommen, weil sich Monsanto geweigert hat, zu einer Anhörung zu den sogenannten Monsanto-Paper zu erscheinen.

In der Anhörung sollte dem Verdacht, dass der Konzern in die Studien zu Glyphosat eingegriffen hat, nachgegangen werden.

„Wenn Monsanto in Europa Geschäfte macht, muss es sich auch vor dem EU-Parlament seiner Verantwortung stellen“, meinte Sven Giegold.

Nächste Woche, am 11. Oktober, ist eine Anhörung des EU-Parlaments geplant, zu der Vertreter und Gegner der Agrarindustrie erwartet werden.

Hier dürfte nochmals die Frage auf den Tisch kommen, inwieweit Monsanto die Studienergebnisse zu Glyphosat zu seinem Gunsten beeinflusst hat.

In den USA häufen sich derweil die Sammelklagen gegen den Konzern, auch wegen seinem umstrittenen Unkrautvernichter Dicamba.

„Wir haben so etwas noch nie zuvor gesehen“, so Kevin Bradley, Agrarexperte an der Universität Missouri.

So seien landesweit über eine Million Hektar Sojabohnen-Felder durch Verwehungen mit Dicamba verseucht.

Höchst umstrittene Unkrautvernichter und genmanipulierten Saatgut, für beide Produkte von Monsanto sind die Folgen für Landwirtschaft, Umwelt und generell die Gesundheit nicht absehbar.

Moderne Errungenschaften – Segen oder Fluch?

Beide „Phänomene“ sind erst in den letzten Jahrzehnten aufgekommen. Geschichtlich gesehen wirklich absolutes Neuland.

Langsam scheinen die ersten Wirkungen sichtbar zu werden. Die Natur hat Millionen von Jahre gebraucht, um ein sehr sensibles und ausgeklügeltes System zu entwickeln.

Seit dem letzten Jahrhundert hat der Mensch zunehmend in dieses System eingegriffen und stärker und stärker Änderungen vorgenommen, die ein modernes und besseres Leben ermöglichen.

Gleichzeitig erleben wir seit den letzten Jahrzehnten eine Epedimie:

Weltweit gibt es soviele Kriege und Unruhen wie nie zuvor. Weltweit erkranken die Menschen an Allergien, Autoimmun-Krankheiten und Krebs in einem in dagewesenen Umfang.

Mindestens jeder vierte Mensch in der EU wird, statistisch gesehen, wohl an Krebs erkranken. In Deutschland dürfte die Zahl höher liegen.

Pestizide und genmanipuliertes Saatgut, von Konzernen wie Monsanto zur Verfügung gestellt und scheinbar die Errungenschaften, die moderne Landwirtschaft und die Ernährung überhaupt erst ermöglichen.

Es scheint, eine Landwirtschaft ohne die beiden ist nicht umsetzbar, oder?

Genmanipuliertes Saatgut und Pestizide

Quelle: Terra Iguana

Landwirtschaft ist sehr viel vielfältig und ich denke, die Vielfalt – von konventioneller bis ökokologischer Landwirtschaft ist wichtig. 

Aber wie bei allem ist es wichtig im Hinterkopf zu behalten, wer welche Interesse verfolgt. Und nicht aus den Augen zu verlieren, dass es immer mehrere Lösungsansätze gibt. 

Läuten technische Entwicklungen eine neue Ära ein?

Wie wir jetzt auf der Agritechnica 2017 wieder mit eigenen Augen bestaunen dürfen, die Technik schreitet rasant fort.

Die neueste Landtechnik erlaubt eine Produktion, die vor 10-20 Jahren undenkbar gewesen wäre.

Man denke nur an den Fendt Roboter XAVER, vom letzten Beitrag.

Fast jede derzeit entwickelte Landtechnik trägt dazu bei, den Einsatz von Pestiziden erheblich zu reduzieren. Manche Technik erlaubt gar für jede Pflanze fast eine Einzelbetreuung.

Mit fortschreitender Entwicklung kann Technik, wie der Roboter XAVER, günstiger angeboten werden und Landwirtschaft in anderen Dimensionen, beispielsweise für kleinere, lokale Regionen ermöglichen.

Die wirklichen Kosten von Pestiziden und genmanipulierten Pflanzen werden in den nächsten Jahren sicherlich deutlich sichtbarer werden.

Das zeigt die zunehmende Kritik, die auf neuere Erkenntnisse aufbaut, die scheinbar jetzt nach und nach ans Tageslicht kommen.

Vielleicht gehören die Errungenschaften des letzten Jahrhunderts, sprich Glyphosat und Co., wirklich dem letzten Jahrhundert an.

Meint Ihr, dass moderne Agrartechnik eine wirtschaftliche, ertragreiche Bearbeitung der Felder ermöglich, die mehr im Einklang mit der Natur steht?

Oktoberfest-Landwirtschaft-Bayern

Das Oktoberfest – ein bayerisches Erlebnis

Das Großereignis in Deutschland schlechthin ist wohl aktuell das Oktoberfest in München. 

Bier, Dirndl, Brandhendl, Schweinswürstl, Brezeln, Musi zum Tanzen auf den Bänken, … locken Millionen Gäste aus der ganzen Welt an.

Dieses Jahr findet das 184. Oktoberfest statt. Das erste Oktoberfest fand am 17. Oktober 1810 statt.

Es war ein großen Pferderennen zu Ehren der Hochzeit von Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen.

Rund um das Oktoberfest

 

Das Fest war anscheinend ein großer Erfolg, denn es wird bisher jährlich „wiederholt“.

Aber wusstet Ihr, dass …

  • seit 1882 aus Glasbierkrügen und nicht mehr aus Steinkrügen ausgeschenkt wird
  • das Oktoberfest im September stattfindet, einfach weil das Wetter dann besser ist
  • das Fest insgesamt 24 Mal ausfallen musste (etwa wegen dem Krieg gegen Napoleon 1813 und den beiden Weltkriegen, Cholera-Epidemien in 1854 und Hyperinflation in 1923 und 1924)
  • früher die Damentoiletten Löcher in den Holzwänden hatten, damit die Männer den einen oder anderen Blick erhaschen konnten
  • auf dem Fest um die 4000 Wertgegenstände im Fundbüro abgegeben werden
  • nur noch das Augustiner aus traditionellen Holzfässern ausschenkt
  • das gesamte auf den Wiesn getrunkene Bier ein Becken von 50 Meter Länge, 25 Meter Breite und 6 Meter Tiefe fühlen würde
  • die Wiesn über 900 Tonnen Restmüll produzieren
  • 1891 die erste Hendlbraterei eröffnet wurde
  • die Tradition des Pferderennens nach dem zweiten Weltkrieg nicht wiederaufgenommen wurde (mit Ausnahmen zum 150. und zum 200. Jubiläum)
  • die Tradition, dass der Oberbürgermeister den Oktoberfest-Anstich vornimmt seit 1950 besteht
  • das Oktoberfest mittlerweile das größte Volksfest der Welt ist

Lust auf ein bisschen Oktoberfest bekommen? Hier kommt ein kleiner Einblick vom diesjährigen Fest:

Oktoberfest 2017 – Tag 1 live – Der Anstich aus dem Hofbräu-Festzelt

Quelle: Munich Television

Ein Fest, dass seit über 200 Jahren gefeiert wird, durch diverse geschichtliche Epochen hindurch – die Veranstalter und Anbieter auf dem Oktoberfest müssen einiges richtig machen. 

Erfolgsstrategie „Erlebnis Oktoberfest“

Lasst uns auf das Marketing der Wiesn schauen. Es lässt sich nicht abstreiten, dass die Wiesn so erfolgreich sind, weil Sie ein unvergessliches Erlebnis bieten.

Zu dem Fest kommen Menschen aus der ganzen Welt, weil sie etwas erleben möchten. Vom ersten bis zum letzten Tag bietet das Fest Unterhaltung und Spaß.

Von Familienzeit auf den Fahrattraktionen mit zum Abfeiern in den Zelten zu den aktuellsten Wiesnschlagern. 

Den Besuchern wird ein Erlebnis geboten, quasi ein rundum „Fühl-Dich-gut-und-hab-Spaß“-Packet. 

Wie könnte Ihr Euren Kunden ein Erlebnis anbieten? Ob eine familiäre Atmosphäre beim Einkauf im Hofladen, entspannte Familienzeit in den Ferien oder ein Hoffest fürs Dorf.

Bietet Euren Kunden etwas Persönliches, damit sie sich gut fühlen und sie Spaß haben, bei Euch einzukaufen, den Urlaub zu verbringen oder mit Euch Geschäfte zu machen.

Dies könnt Ihr über viele Marketingkanäle erreichen: ob auf Facebook oder im persönlichen Kontakt.

Fragt Euch, was Eure Kunden von Euch erwarten? Warum kommen Sie zu Euch und kaufen nicht woanders? 

Wie könnt Ihr den Kontakt mit Euch zu etwas Besonderem werden lassen? Hierfür müsst Ihr nicht etwas Gigantisches wie ein Oktoberfest aufziehen. 

Auch kleine Dinge und Gesten, oder gar insbesondere die kleinen Dinge und Gesten, können den größten Effekt haben. 

Wie könnt Ihr Euren Kunden etwas Besonderes bieten, wofür sie gerne extra zu Euch wiederkommen?

Auch wenn derzeit Millionen Menschen die Atmosphäre auf den Wiesn geniessen, nicht jeder in Münschen ist derzeit auf Gemütlichkeit und Feierlaune eingestellt.

Regionale Lebensmittel für die Wiesn 2018

Zukünftig sollen mehr Produkte aus Bayern auf der Wiesn verkauft werden. Hierfür hat der Münchner Stadtrat ein neues Bewertungssystem verabschiedet, dass nicht von jedem gut aufgenommen wird.

Demnach gibt es Punkte für die Herkunft der Lebensmittel, die auf dem Oktoberfest angeboten werden. Regionale Lebensmittel erhalten höhere Punktzahlen als andere, die aus anderen Regionen importiert werden.

Diese Punktzahl ist eine von mehreren, die letztendlich darüber entscheidet, wer einen Platz auf den Wiesn erhält.

Klingt ja erstmal ganz gut und vernünftig, das Produkte von bayerischen Landwirten gefördert werden sollen.

Zu kontroversen Diskussionen führt jedoch, dass zunächst nicht berücksichtig wird, ob die Produkte aus einer ökologischen oder Massentierhaltung stammen, sondern die Regionalität ausschlaggebend ist.

Bioprodukte aus Bayern erhalten die höchste Punktzahl. Aus anderen Regionen gibt es jedoch weniger Punkte für sie.

Definitiv wird die bayerische Herkunft, ob Bio oder nicht, mit Punkten honoriert. Lange Transportwege sind schließlich auch unökologisch, so Wiesnchef Josef Schmid.

Die Grünen haben Bedenken, dass Bioprodukte auf dem Oktoberfest ausgebremst werden. Andere Meinungen halten dagegen, dass Bio, auch wegen der erhöhten Preise, nicht von jedem gern gesehen wird.

Das neue Bewertungssystem soll dann für die Bewerbung für die Wiesn im nächsten Jahr zum Einsatz kommen.

Meint Ihr, der Ansatz zur Förderung regionaler Lebensmittel ist übertragbar auf andere regionale Veranstaltung und sollte übernommen werden?

StalkBuster-Mais-Winterweizen

StalkBuster schützt Mais und Winterweizen

Die Goldmedaille der Agritechnica 2017 wurde ebenfalls für den StalkBuster von Kemper und John Deere verliehen. 

Wer derzeit in Maisernte steckt und die Aussaat von Winterweizen vorbereitet wird die technologische Neuheit zu schätzen wissen. 

Aber schauen wir zunächst auf die vorläufigen Ergebnisse der Bundestagswahl, die gestern morgen veröffentlich wurden. 

Das Wahlergebnis deutet darauf hin, dass die Koalitionsverhandlungen, insbesondere beim Thema Agrarpolitik nicht leicht werden.

Wird Jamaika die Agrarpolitik bestimmen?

Mit rund 33 Prozent bleibt die CDU/CSU mit Abstand an der Spitze. Die SPD folgt mit 20,5 Prozent, die AfD mit 12,6 Prozent, die FDP mit 10,7 Prozent, die Linke mit 9,2 Prozent und die Grünen mit 8,9 Prozent bilden das Schlusslicht.

Den Zahlen nach hat eine Jamaika-Koalitions gute Chancen. Insbesondere in der Agrarpolitik verfolgen die möglichen Bündnispartner jedoch sehr unterschiedliche Zielsetzungen.

Von Tierhaltung, über Direktzahlungen oder Pflanzenschutz und Düngung – die Themen werden von den Partein sehr widersprüchlich in den Lösungsansätzen angegangen.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat derweil in einer ersten Stellungsnahme zum Ergebnis der Wahl geäussert.

Er erwartet demnach eine sachlich fundierte Erörterung der landwirtschaftlichen Themen erwartet und warnt vor eine kleinteiligen und bürokratischen Überregulierung.

„Unsere Bauern haben in den vergangenen Jahren bewiesen, dass sie für Veränderungen und Weiterentwicklungen bereit sind und sie aktiv gestalten. Eine künftige Agrarpolitik mit Perspektiven sollte diesen Prozess unterstützen und Sorge dafür tragen, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft erhalten und weiter verbessert wird“, meinte Joachim Rukwied, Präsident des DBV

Wir werden in den nächsten Wochen sehen, welchen Stellenwert Landwirtschaft in den Koalitionsverhandlungen einnehmen und welche zukünftige Richtung mit dem Koalitionsvertrag vorgeben werden wird.

Aber kommen wir von der Politik aufs Feld. Derzeit gibt es viel zu tun.

Zeit für die Aussaat von Winterweizen

Wer als Zwischenfrucht Mais- und Zuckerrüben anbaut, ist diese Tage mit der Ernte ausgelastet.

In den nächsten Wochen steht dann die Aussaat von Winterweizen an. Winterweizen ist sicherlich ein sehr genügsames Getreide.

Das Aussaatfenster kann breit ausfallen und auch wenn die Bedingungen mal nicht so optimal sind, kann sich Winterweizen durchaus gut entwickeln.

Dennoch kann es nicht schaden, für optimale Bedingungen bei der Aussaat zu sorgen.

Tipps zur Aussaat von Winterweizen

Quelle: Landwirt.com

Eine zu frühe Aussaat kann das Krankheitsrisiko steigern. Bei Mais als Vorfrucht kann der Einsatz des Pfluges Fusarien entgegenwirken.

Mit den heutigen Techniken ist auch die pfluglose Bestellung möglich. Wichtig sind hierbei

  • eine auf das Getreide ausgerichtete Stoppelbearbeitung
  • ein geschicktes Strohmanagement als auch
  • eine, in Abhängigkeit von der Vorfrucht, wirksame Bekämpfung von Ausfallgetreide und Unkräutern

Erfolgt das Drillen zu spät, kann es zeitlich mit der Bestockung eng werden.

250 bis 350 Körner pro Quadratmeter ist der „Standard“, wenn unter guten Bedingungen gedrillt wird.

Bei einer späteren Aussaat oder wenn die Saatbedingungen nicht optimal sind, gilt es, stärkere Weizensorten auszuwählen und die Saatstärke zu erhöhen.

Abgelegt werden die Weizenkörner ideallerweise in einer Tiefe von zwei bis drei Zentimer.

Generell empfiehlt es sich bei der Sortenauswahl auf die Empfehlungen der Landesstellen zu achten, um die Weizensorte aussuchen, die am besten unter den regionalen Bedingungen gedeiht.

Unabhängig von Region und Sorte ist wichtig, dass der Weizen vor einem möglichen Befall mit Fusarien geschützt wird.

Goldmedaille für den StalkBuster

Gerade hier kann der StalkBuster von Kemper und John Deere mit seiner Technikneuheit unterstützen. 

Neben dem CEMOS Auto Treshing von Claas erhielt auch der StalkBuster den Innovation Award in Gold und wird auf der Agritechnica 2017 wohl viele Besucher anziehen. 

Seit rund 15 Jahren ist der Maiszünsler in Deutschland verbreitet und ist gerade für den Silomaisanbau ein Problem. 

Für Winterweizen stellt er eine Gefahr dar, weil die Auswirkungen des Schädlings auch den Befall mit Fusarien umfassen. 

Und die Übertragen sich vom Mais auf die Folgefrucht, den Winterweizen. 

Die gründliche Zerkleinerung der Maisstoppeln unmittelbar nach der Maisernte ist eine der wichtigsten Massnahmen, um dem Fusarienbefall entgegenzuwirken. 

Und sie ist wichtig, um den Mais im Folgejahr vor dem Schädling zu schützen. Die bisherige Technik konnte jedoch nur ca. 70 Prozent der Maisstoppeln erfolgreich bekämpfen. 

In den restlichen 30 Prozent überwintern die Rauben friedlich bis zum Frühjahr. 

Der StalkBuster von Kemper ist die erste in den Mähvorsatz des Feldhäckslers integrierte stoppelzerstörende Technik

Der Maiszünsler – und Fusarienbefall lässt sich damit ohne einen zusätzlichen Mulchvorgang wirkungsvoll bekämpfen. 

Was sind die Merkmale des StalkBuster?

  • Integration im Grundrahmen des Mähvorsatzes
  • Zerfetzen jeder einzelnen Stoppelreihe durch speziell angeordnete und geformte Schlägel bevor die Räder des Feldhäckslers oder der Transportfahrtzeuge die Pflanzenreste niederdrücken
  • Kein Abschneiden der Stängel sondern eine schrittweise Zerschlagung von oben nach unten
  • Optimale Bodenanpassung durch spezielle Schwenkgetriebe
  • Pneumatisches Drucksystem ermöglicht, dass die Aggregate konsequent der Bodenkontur folgen und den Stängelfuß direkt über der Oberfläche abschneiden
  • Schlegel aus verschleißfesten Material und ohne Spezialwerkzeug austauschbar
  • Geringer Leistungsbedarf bei durchschnittlich nicht mehr als 4 PS pro Reihe
  • Relativ geringes Gewicht und keine Einschränkungen für den vorschriftsgemäßen Straßentransport

Nach Angaben von Kemper und John Deere kann der StalkBuster dem Landwirt einen ökonomischen Vorteil von bis zu 84 Euro pro Hektar einbringen. 

Dieser ergibt sich aus dem reduzierten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, der leichteren Bodenbearbeitung als auch dem geringeren Befall mit Fusarien. 

Die Goldmedaille der Agritechnica 2017 gab es für den StalkBuster, für seine technische Neuheit, die einen hohen praktischen, ökologischen als auch ökonomischen Wert hat. 

Welche Neuheit auf der Agritechnica 2017 hätte Eurer Meinung nach auch Gold verdient?

MON 810-Genmais-Landwirtschaft

Genmais MON 810 muss erlaubt werden

Der Europäische Gerichtshof hat nun in höchster Instanz ein Urteil zur gentechnisch veränderten Maissorte MON 810 getroffen.

Der Anbau der gentechnisch veränderten Pflanze ist in den meisten europäischen Staaten bisher verboten. Italien hat nun einen jahrelangen Rechtsstreit bezüglich des Anbauverbotes in seinem Land verloren.

Bevor wir auf das Urteil schauen, lasst uns aber noch einen kurzen Blick auf aktuelle Berichte werfen, deren Ergebnisse in den letzten Tagen veröffentlicht wurden.

Pünktlich zur Hochsaison für Pilzliebhaber hat die Bundesregierung ihren Waldbericht 2017 dem Bundestag vorgelegt.

Und die Ergebnisse dürften nicht nur Wanderer und Pilzsammler erfreuen:

Deutschen Wälder in gutem Zustand

Derzeit sind elf Millionen Hektar, sprich 32 Prozent der Landesfläche, mit Wald bedeckt.

Durchschnittlich 77 Jahre sind unsere Bäume alt und 77 Prozent der inländischen Rohholzverwendung wird durch Nadelholz bereitgestellt.

Für die Holzwirtschaft ist dabei die Fichte der mit Abstand wichtigste Baum für die Wertschöpfung.

Laubholz kann mit den technologischen Eigenschaften von Nadelholz nicht mithalten, wenn es um die Herstellung markttauglicher und konkurrenzfähiger Produkte geht.

Es wird daher überwiegend energetisch genutzt.

Jetzt ist die perfekte Zeit, mal wieder die Wanderstiefel rauszuholen und ein paar Stündchen, etwa zum Pilzesammeln, durch den Wald zu schlendern:

Pilze Sammeln, Bestimmen und Kochen

Quelle: WildpflanzenTV

Na, Lust auf Pilzesammeln bekommen?

Wusstet Ihr, dass der deutsche Wald vor allem durch lediglich vier Baumarten gebildet wird? Diese sind:

  • Die Fichte wächst auf rund 2,8 Millionen Hektar, d.h. 25 Prozent der Waldfläche, und belegt damit den ersten Platz.
  • Die Kiefer nimmt 2,4 Millionen Hektar, also rund 22 Prozent der Waldfläche ein.
  • Die Buche folgt mit 1,7 Millionen Hektar, d.h. 15 Prozent der Waldfläche, auf dem dritten Platz.
  • Die Eiche, die wohl der deutsche Baum ist, folgt erst auf vierter Stelle, mit 1,1 Millionen Hektar. Dies entsprechen 10 Prozent der Waldfläche.

Während der Bestand von Fichte und Kiefer in den letzten Jahren zurückgegangen ist, konnten die beiden Laubbäume Fläche für sich hinzugewinnen.

In den Jahren 2002 bis 2012 gingen laut dem Waldbericht zwar 58.000 Hektar verloren. Allerdings konnten im gleichen Zeitraum auch 108.000 Hektar neuer Wald aufgebaut werden.

Aktuelle Statistiken gab es auch von anderer Seite:

Erneuerbare Energien übertreffen Atomkraftwerke

Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hat Daten der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) und von Agora Energiewende ausgewertet.

Um 2 Prozent, auf rund 800 Milliarden Kilowattstunden (kWh), sank die Produktion von Atomstrom in der Europäischen Union von 2015 auf 2016.

Dagegen stieg die Produktion von Strom aus Erneuerbaren Energien um 2 Prozent auf 950 Milliarden Kilowattstunden (kWh).

„Der Trend geht klar in Richtung erneuerbare Energien, auch wenn der Ausbau noch zügiger voranschreiten könnte. Damit die Atomkraft europaweit endlich an ihren wahren horrenden Kosten gemessen wird und ins Museum kommt, brauchen wir aber faire Regeln in der EU“, so Nils Boenigk, Stellvertretender AEE-Geschäftsführer.

Fast die Hälfte der europäischen Atomreaktoren steht in Frankreich. Deutschland ist weiterhin der zweitgrößte Atomstromproduzent der Europäischen Union.

Der Ausstieg oder Nicht-Ausstieg aus der Atomkraft ist ein brisantes Thema mit vielen Meinungen. Mindestens ebenso kontrovers diskutiert ist das Thema Gentechnik.

MON 810 muss erlaubt werden

Nach jahrelangem Rechtsstreit hat der Europäische Gerichtshof eine Entscheidung getroffen: Italien darf seinen Landwirten den Anbau der genmodifizierten Maissorte MON 810 nicht verbieten.

Nur wenn nachgewiesen ist, dass das Produkt ein „ernstes Risiko für Mensch oder Tier oder die Umwelt darstellt“, darf ein Staat den Anbau untersagen, so die Richter.

2013 hatte Italien bei der Europäischen Kommission ein Verbot für das eigene Land beantragt. Italien sah die Sofortmaßnahme als notwendig an, da zwei neue italienische Studien die Gefährlichkeit der Maissorte belegen würden.

Die Europäische Kommission verwies jedoch auf ein Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und widersprich Italien. Dennoch erlies Italien das Verbot.

Im Jahr 1998 wurde MON 810 als einzige, genveränderte Maissorte in Europa zugelassen. Entwickelt wurde sie von Monsanto. Das Unternehmen baute in den Mais ein Gen des Bakteriums Bacillus thuringiensis ein.

Derart veränderter Mais produziert ununterbrochen ein Insektengift, das insbesondere vor den Larven des Maiszünslers schützt. Mit dem Eigenschutz soll der zusätzliche Einsatz von Pflanzschutzmitteln überflüssig werden.

Allerdings, wie bei allen gentechnisch veränderten Pflanzen, die wahren Auswirkungen auf die Umwelt sind nicht wirklich bekannt.

So gibt es Studien, die darauf hindeuten, dass das Gift der Pflanze auch anderen Insekten, wie beispielsweise Schmetterlingen oder Marienkäfern, schadet.

MON 810 bisher in den meisten EU-Staaten verboten

Auch wenn MON 810 in der Europäischen Union generell zugelassen ist, angebaut wird es derzeit nur in Spanien.

In 2009 erließ Deutschland ein Verbot für den Anbau und den Vertrieb dieser Maissorte.

Seit März 2016 ist der nationale Anbau ebenfalls in den folgenden Ländern verboten:

Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Österreich, Polen, in den Regionen Nordirland, Schottland, Wales und Wallonien, Slowenien, Ungarn und auch Zypern.

Also so ziemlich in ganz Europa. Griechenland und Österreich untersagen zudem den Import von MON 810.

Klausel im EU-Recht zur Sicherheitsbewertung

Von den Staaten wurde eine Klausel im EU-Recht genutzt, die besagt, dass Mitgliedsstaaten per Dekret den Anbau im eigenen Land verbieten können, wenn neue wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen, die die Sicherheitsbewertung der EFSA in Zweifel ziehen.

Das Italien nun beim Anwenden genau dieser Klausel vor dem Europäischen Gerichtshof gescheitert ist, wird damit weitreichende Folgen haben.

Die Natur hat sich seit Millionen und Millionen von Jahren weiterentwickelt und sehr sensible Umweltsysteme kreiert.

Das gentechnische Eingreifen gibt es dagegen erst seit einem Zeitraum, der so kurz ist, dass wir denke sagen können: wir wissen noch nichts.

In den meisten europäischen Staaten wurde das Vorsorgeprinzip angewendet und der Anbau von MON 810 verboten. Die nationalen Verbote sind laut Europäischen Gerichtshof nun alle nicht rechtskonform.

Ob Brexit, Flüchtlingskrise oder generell Agrarpolitik, die Meinungen in der EU, unter den Staaten und von EU und ihren Mitgliedsstaaten, liegen teils an sehr entgegengesetzten Enden.

Was meint Ihr, wird die aktuelle Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes weiteres Feuer schüren?