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Landtechnik Massey Ferguson Agra leizig

Landtechnik: Neues von MF, Deutz-Fahr und Case IH

Neues aus der Welt der Landtechnik: Massey Ferguson führt die ParaLevel-Technologie auch für seine Activa S-Baureihe ein. Deutz-Fahr erweitert die Serie 6 um drei neue Vier-Zylinder-Modelle und Case IH überarbeitet die Puma-Reihe zum neuen Modelljahr.

Bevor wir loslegen, hier noch ein kurzer Blick auf die neuesten Schlagzeilen aus unserer Branche. Nach den zahlreichen Firmenübernahmen der letzten Wochen und Monate ist es an der Zeit uns den „bodenständigeren“ Themen zu widmen, wie z.B. Milchpreise oder die aktuelle Ernte.

1. FrieslandCampina erhöht den Milchpreis auf 38,5 EUR je 100 kg Milch

Die Molkereigenossenschaft FrienslandCampina erhöht den Garantiepreis für August um 1,25 EUR gegenüber dem Vormonat Juli. Damit erhöht sich der Milchpreis auf 38,5 EUR je 100 kg Milch. Vor knapp 12 Monaten lag der Garantiepreis der gleichen Firma bei 25 EUR je 100 kg Milch.

Von welchen Annahmen geht den FrieslandCampina aus?

1. Steigende Nachfrage soll anhalten

2. Vorräte bleiben weiterhin niedrig

3. Butter und Käse werden teurer

4. Andere Referenzmolkereien werden nachziehen und den Auszahlungspreis ebenfalls erhöhen

Bleibt abzuwarten ob und wann die anderen Molkereigenossenschaften nachziehen und den Preis ebenfalls erhöhen.

2. BayWa Obst beantragt Kurzarbeit an Bodensee und Neckar

Im Bereich Kernobst schaut es in diesem Jahr sehr düster aus. In einer aktuellen Pressemitteilung, erklärte Klaus Josef Lutz, Vorstandsvorsitzender BayWa AG folgendes:

„Wir erwarten die geringste Ernte seit 25 Jahren – für die Erzeugerbetriebe in der Region ist die Situation mehr als fordernd und bisweilen existenzbedrohend.“

Gegen der größten Missernte der letzten 25 Jahre sieht sich das Unternehmen jetzt gezwungen, Kurzarbeit zu beantragen. Diese Maßnahme soll die 100 Arbeitsplätze in der Region retten, so die Hoffnung der Company. Die Kurzarbeit soll ab Herbst 2017 in Kraft treten und bis Sommer 2018 anhalten. Es werden auch weitere Lösungsansätze in Betracht gezogen wie z.B. den vorübergehenden Einsatz in anderen Betrieben aus der Region.

Neben Süddeutschland, erlitten weite Teile Österreichs und Polens ebenfalls gravierende Ernteverluste von bis zu 70%.

3. Bayern: Begleitfahrzeuge für Mähdrescher in einigen Landkreisen jetzt Pflicht

Der Grund für diese Entscheidung liegt in den schweren Unfällen die in der vergangenen Zeit passiert sind. Die Verordnung gilt jedoch nicht für ganz Bayern. Betroffen sind die Landkreise Hof, Bamberg, Schweinfurt, Lichtenfels und Haßberge.

Wenn Ihr in Bayern tätig seid und vom zuständigen Landratsamt einen schriftlichen Hinweis erhaltet, dann gilt die Verordnung für Euch und Euer Betrieb.

Wer gilt als Mähdrescher-Begleiter?

Profesionelle Fahrer selbstverständlich aber auch private Autofahrer.

Erwähnenswert ist hierbei die tolle Aktion von Antenne Bayern. Unter dem Motto „Bayern helfen Bayern“ ermöglicht die Plattform das Zusammentreffen zwischen Landwirten mit Mähdreschern und privaten Autofahrern. Mehr zu dieser Aktion, erfahrt Ihr auf der Seite von Antenne Bayern.

Landtechnik und Neuheiten

Letztes Mal habe ich über drei Landtechnik – Giganten berichtet: John Deere, Case IH und AGCO, bzw. die Marke Challenger aus dem AGCO-Portfolio.

Heute geht’s weiter mit MF — erneut eine Marke aus dem AGCO-Konzern. Danach blicken wir auf Deutz-Fahr und seine erweiterte Serie 6. Zuletzt gibt’s erneut eine Meldung zu Case IH, der seine Puma-Baureihe zum neuen Modelljahr überarbeitet hat.

ParaLevel-Hangausgleich für Massey Ferguson Activa S Mähdrescher

Starten wir doch mit der Frage nach dem ParaLevel-Hangausgleich. Was ist das eigentlich?

Diese Technologie schwenkt den Mähdrescher mittels parallel verlaufender Achsstreben, wodurch eine breitere Bereifung möglich ist und dies wiederum einen aktiven Hangausgleich von bis zu 20% ermöglicht.

Der ParaLevel-Hangausgleich steht ab sofort für die 5- und 6-Schüttler-Mähdrescher MF Activa mit MCS (Multi Crop Separator) zur Verfügung. Es handelt sich hierbei um die beiden Modelle:

  • MF Activa S 7345 S mit 243 PS und
  • MF Activa S 7347 S mit 206 PS.

Ein paar technische Details und Besonderheiten der neuen Landmaschinen aus dem Hause MF:

  • Für Landwirte geeignet die auf der Suche nach einer günstige Maschine sind und die hügelige Gegenden mit einem echten, hydraulischen Voll-Hangausgleich bewältigen wollen.
  • ParaLevel ermöglicht die gleiche Durchsatzleistung wie in der Ebene.
  • Ausstattung mit AGCO Power-Motoren; die leistungsstärkere Variante verfügt zusätzlich über ein PowerBoost mit 30 PS Zusatzleistung.
  • Einsatz eines SCR und damit Erfüllung der Emissionsnormen.
  • Verfügbar mit unterschiedlichen Einzugs-, Drusch- und Abscheidesystemen.

Der MCS soll laut Massey Ferguson eine aktive Kornabscheidung gewährleisten.

Ein elektronisches Pendel sorgt für eine schnelle und gleichzeitig präzise Nivellierreaktion auf wechselndes Gelände. Das System verfügt über zwei Betriabsarten:

  1. Transport-Modus: Der Mähdrescher senkt sich und verengt die Spurbreiten. Hierbei kann eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h erreicht werden.
  2. Working-Modus: Das System sorgt für eine automatische Senkung oder Erhöhung wodurch breitere Spuren resultieren. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 18 km/h.

Quelle: traction, YouTube

Deutz-Fahr erweitert seine erst vor einem Jahr auf dem Markt gebrachte Serie 6

Knapp 12 Monate nach dem Launch, erweitert Deutz-Fahr seine Serie 6 um dreie neue 4-Zylinder. Es handelt sich hierbei um die Modelle: 6155.4, 6165.4 und 6175.4.

Kommen wir zu den technischen Spezifikationen:

  • Deutz TCD 4.1 4-Zylinder Motoren mit jeweils 156, 164 und 171 PS
  • SCR-Technologie und Abgasstufe IV
  • Kompakt-Kühlsystem
  • E-Viscolüfter für TTV-Modelle
  • 2.543 mm vergrößerte Radstand
  • 11.500 kg zulässiges Gesamtgewicht
  • Hydraulikanlage mit Pumpenleistung von 84 l/min serienmäßig
  • Positionsgesteuerte Frontkraftheber mit 4.110 kg Hubkraft (optional für TTV-Modelle)
  • Heckkraftheber mit 9.700 kg Hubkraft

Ähnlich wie bei den 6-Zylinder-Modellen, stehen den Kunden drei Getriebevarianten zur Wahl:

  • 5-Gang Powershift-Getriebe manuell mit 6 Lastschaltstufen vorwärts und 3 rückwärts
  • RCshift-Getriebe vollautomatisch
  • TTV-Getriebe für stufenloses Fahren und arbeiten bis 50 km/h

Vom Layout her, ähneln die neuen Modelle mit dem Design der 6-Zylinder-Baureihe und sind ab sofort über den Deutz-Fahr Vertrieb erhältlich.

Landtechnik von Case IH: Puma-Baureihe wurde überarbeitet

Die Agritechnica ist ja in wenigen Monaten und viele Hersteller bereiten ihre Top-Modelle bereits heute für die neue Saison vor. So auch Case IH der seine Puma-Reihe zum neuen Modelljahr überarbeitet hat.

Die wichtigten Neuheiten im Überblick — gültig für die Modelle Puma 185 Multicontroller bis Puma 240 CVX:

  • Verbesserte Vorderachsfederung mit Doppel-Druckspeicher
  • Adaptive Lenkung (ASC) ermöglicht die Änderung des Verhältnisses zwischen der Anzahl der Lenkradumdrehungen und dem Einschlagwinkel der Vorderräder
  • Steigerung des zulässigen Gesamtgewichts
  • ISOBUS-Klasse III

Die Puma-Baureihe verfügt über einen 6,7 l Motor von FPT Industrial und erfüllt mit dem Hi-eSCR Nachbehandlungssystem die Abgasstufe IV.

Die Großen der Landtechnik

Die Goliaths der Branche rüsten sich für die Zukunft.

Sie kaufen „Davids“ auf (siehe Firmenübernahmen der letzten Wochen) und positionieren sich strategisch für das was in den kommenden Jahren auf uns zugerollt kommt. Ich schreibe sehr bewusst „zugerollt kommt“, denn das was die neuen Technologien wie z.B. Virtual Reality oder Artificial Intelligence ermöglichen, ist teilweise erschreckend.

Die Story fängt ja mit Konzepten wie Precision Farming und autonome Landwirtschaft an. Wie es dann weitergeht, das werden wir erleben.

Die Frage ist und bleibt folgende:

Wollen wir die Zukunft gemeinsam mit den Goliaths unserer Branche mitgestalten oder bleiben wir als stumme Passagiere in einem Schnellzug Richtung Robotisierung & Co. sitzen?

Die Entscheidung liegt einzig und alleine bei uns.

Wo gehts Eurer Meinung mit der Landtechnik hin? Was erwartet uns tolles?

Plantix-Landwirtschaft-Pflanzenkrankheit

Plantix – Mit einem Foto zur Ursache

Per Smartphone den Schädling an der Pflanze erkennen? Kein Problem. Mit der Diagnose-App Plantix können Landwirte weltweit Pflanzenschäden kostenlos diagnostizieren.

Im Grunde ist es eine supereinfache Idee, die der Firma Peat 2016 den World Summit Award und in diesem Jahr auf der Cebit den Innovation Award bescherte.

Das Start-up entwickelte eine App, mit der ganz einfach Pflanzenkrankheiten erkannt werden können.

Wir leben im 21. Jahrhundert. Mehr und mehr Menschen befragen bei Krankheiten erstmal Dr. Google oder eine App.

Ohne lange Wartezeiten ist eine schnelle Diagnose möglich, die oft auch umfassender in den Krankheitsbildern ist, als es der Arzt ermöglichen kann.

Möglichkeiten der Behandlung sind schnell gegeben, der Genesung steht nichts im Weg.

Warum nicht auch einen digitalen Doktor für Pflanzen kreiieren?

Plantix – Diagnose per Smartphone

Mit „Plantix“ können Landwirte weltweit super einfach bestimmen, was Ihren Pflanzen schadet, um dem schnell entgegenwirken zu können.

Dies hilft nicht nur den heimischen Bauern. Insbesondere Kleinbauern rund um den Globus, die besonders um Ihre Existenz kämpfen, können von der App profitieren.

Diese verlieren oft bis zu 30 Prozent Ihrer Ernte aufgrund von Schädlingen und Krankheiten. Für einen Kleinbauer in Indien oder Kolumbien, um nur Beispiele zu nennen, bedrohen solche Ausfälle die Existenz der gesamten Familie.

Aber auch hier wissen wir, wie bedrohlich Schädlinge für unsere Landwirtschaft sein können.

Wie funktioniert nun die App?

Ganz einfach: Handy raus und ein Foto der Blätter machen.

Plantix – Diagnose per App

Quelle: Plantix

Ein ausgeklügeltes Computer-Vision-System sorgt dann dafür, dass die App nicht nur die möglichen Krankheiten ausspuckt.

Nein, sie gibt auch direkt Vorschläge, wie diese auf biologischer oder chemischer Weise behandelt werden könnten.

Die App fördert zudem noch einen weiteren Nutzen: die Anwender können sich über Foren rege austauschen und sich so auch untereinander helfen.

Ziel des Unternehmens ist es, die weltweit größte Datenbank zur Erkennung von Pflanzenschäden aufzubauen.

Für die Nutzer ist die App eine kostenlose Hilfe. Und auch wenn das Start-up hier sehr humanitäre und ökologische Ziele verfolgt, letztendlich muss ein Unternehmen auch rentabel sein und Umsatz generieren.

Hier kommen die Daten anderen Nutzer zugute, die sehr wirtschaftliche Interessen verfolgen:

So sind beispielsweise Institute und Unternehmen dazu bereit für Daten zu zahlen, die zum Beispiel für die Forschung und Entwicklung neuer Produkte höchst relevant sind.

Ein rentables Geschäftsmodell in jeder Hinsicht, das mit einer simplen Idee geboren wurde.

Bisher war die Domäne Experten vorbehalten.

Spezielle Algorithmen, eine stetig wachsende Datenbank und die Verwendung von Deep Neural Networks, einer Methode bei der Maschinen selbständig lernen.

Das sind einige der Zutaten, die auch Laien das Erkennen von Pflanzenschäden und Ihren Ursachen ermöglichen.

Ob Landwirt oder Hobbygärtner, in Deutschland oder Vietnam, viele sollen und können von der kostenlosen App profitieren. Die App ist wohl besonders bei Bauern in Indien sehr beliebt.

Die Idee wurde im Jahr 2014 geboren. In nicht mal drei Jahren wurde aus einer Idee im Kopf ein überaus erfolgreiches Start-up, dass Landwirten rund um den Globus hilft.

Beeindruckend und inspirierend, oder?

Aber schauen wir noch kurz auf die aktuellen Schlagzeilen der letzten Tage.

Eier, Getreide und Obst sorgen aktuell für Falten auf der Stirn.

1. Eier mit Insektizid belastet

In den Niederlanden und Belgien wurden nun zwischen 100 und 200 Legehennenbetriebe gesperrt.

Die niederländische Behörde für Lebensmittelsicherheit (NVWA) konnte in einigen Betrieben Fipronil über der erlaubten Obergrenze nachweisen.

Es wird vermutet, dass das Insektizid zur Bekämpfung der Roten Vogelmilbe eingesetzt wurde.

Fipronil ist ein Phenylpyrazol, das als Pflanzenschutzmittel und Biozid eingesetzt wird. Der Tierarzt nutzt es gerne, um die geliebten Hunde und Katzen von Flöhen und Zecken zu befreien.

Der Einsatz in der Lebensmittelproduktion ist jedoch prinzipell verboten.

Die nachgewiesenen Mengen des Insektizid liegen unter den offiziell genannten Grenzen, ab denen eine Gefahr für die Gesundheit besteht.

Das generelle Verbot sperrt die Eier jedoch für eine jegliche Vermarktung. Von den 2,9 Millionen Eiern, die aus den betroffenen Erzeugerbetrieben nach NRW importiert wurden, sind bereits 875.000 in den Handel gelangt.

Eier mit dem Stempelaufdruck 1-NL 4128604 oder 1-NL 4286001, mit Legedaten zwischen dem 09. Bis 21. Juli 2017 sollten entsprechend nicht verzerrt werden.

2. Zitterpartie bei der Weizenernte

Nach dem der Weizen allen Wetterwidrigkeiten zum Trotz es gut bis zur Ernte geschafft hat, lässt der Regen pünktlich zur Erntezeit uns Landwirte nochmals bangen.

Wieviel Regen wird es noch geben? Derzeit passen die Fallzahlen noch, auch wenn es bereits Verzögerungen bei der Ernte gibt.

Prognosen sind schwer zu treffen, also können wir wohl nur weiterhin zittern und hoffen, dass der Regen endet und die Böden schnellstmöglich wieder befahrbar sind.

3. BayWa Obst beantragt Kurzarbeit

Das Ausmaß des Schadens, den der Frost im Frühjahr zur Blütezeit verursacht hat, wird nun erst richtig sichtbar.

In Polen, Österreich und Deutschland sind bei der Apfelernte Verluste von bis zu 70 Prozent zu verzeichnen.

Den Süden hat es besonders getroffen. Die BayWo Obst kündigte nun Kurzarbeit an.

“Wir erwarten die geringste Ernte seit 25 Jahren – für die Erzeugerbetriebe in der Region ist die Situation mehr als fordernd und bisweilen existenzbedrohend”, kommentiert BayWa.

Mit einer der größten Missernten, sind die auf das Obstgeschäft spezialisierten Betriebe über Monate nicht ausgelastet.

Gegen das Wetter werden können wir nur begrenzt etwas ausrichtet.

Unsere Pflanzen mit Apps beim Wachstum besser zu fördern und bei Krankheiten gezielter behandeln zu können, das wird mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz wohl der Standard der Zukunft sein.

Wie sieht es mit Euch aus: wer von Euch hat Plantix schon genutzt? Wie sind Eure Erfahrungen?

Fendt Landtechnik auf Agra 2017

Landtechnik: Neues von AGCO, Case IH und Fendt

Neues aus der Welt der Landtechnik: AGCO übernimmt die Sparte Precision Planting LLC von der Monsanto-Tochter Climate Corporation. Case IH rüstet seine Maxxum-Baureihe mit einem neuen achtstufigen Lastschaltgetriebe ActiveDrive 8 aus und bei Challenger findet ein Re-Branding statt.

Bevor wir loslegen, hier noch ein kurzer Blick auf die neuesten Schlagzeilen aus unserer Branche. Das Thema „Diesel“ beschäftigt auch die Agrarwelt – so ganz ohne Skandale, kommen wir dann doch nicht davon.

1. EU-Schutzzölle für Biodiesel: Bleiben sie bestehen oder war’s das?

In Brüssel wird erneut über das Thema Importzölle u.a. auch für Biodiesel diskutiert. Sollten diese wegfallen, dann steht die deutsche und europäische Biodieselindustrie inkl. der Rapsanbauern vor großen Herausforderungen. Es drohen starke Absatzeinbrüche.

Die Gefahr kommt aus Argentinien und Indonesien. Ob die Anti-Dumping-Zölle der EU aufrecht erhalten bleiben, das werden wir sehen. Der Druck auf den europäischen Markt dürfte sich aufgrund der ab August 2017 von den USA eingeführten Anti-Dumping-Maßnahmen gegen argentinischen Biodiesel wesentlich erhöhen.

Sollte die EU-Kommission die Höhe der Zölle drastisch nach unten schrauben, dann gäbe es für die europäischen Anbieter kaum noch einen Außenschutz.

2. Fendt auf der Pole-Position bei Traktoren-Neuzulassungen

Im ersten Halbjahr 2017 wurden in Deutschland 14.280 Traktoren neu zugelassen. Den ersten Platz belegt Fendt mit 3.332 neu zugelassene Traktoren und erreicht damit einen Marktanteil von 23,3%.

John Deere belegte den zweiten Platz mit 2.726 Traktoren.

Quelle: VDMA

3. Cross-Compliance-Kontrollen und die neue Düngeverordnung

Die Behörden kontrollieren ab August die Einhaltung der neuen Regelungen.

Dabei gilt folgendes zu beachten:

  • Seit 2. Juni 2017 ist die neue Düngeverordnung in Kraft getreten
  • Ab 1. August 2017 tritt die neue Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen ein

Nun weist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft darauf hin, dass die beiden Verordnungen auch auf Cross-Compliance eine Auswirkung haben.

Landtechnik und Neuheiten

Diejenigen unter uns die dachten, „jetzt kehrt endlich etwas Ruhe in unsere Branche ein“ – haben sich gewaltig geirrt.

Von wegen Ruhe. Das kennen wir Landwirte doch auch nicht. Warum soll es den „Goliaths“ unserer Branche nicht anders gehen?

Und prompt rüttelt und schüttelt die nächste Übernahme die Kalkulationen des Einen oder Anderen. Die Rede hierbei ist von der jüngsten AGCO-Übernahme im Bereich Precision Farming.

John Deere ist gescheitert. Jetzt versucht es die AGCO.

Deere & Company wollte bereits in 2015 den Deal mit der Monsanto-Tochter Climate Corporation LLC besiegeln, aber da hatte das US-amerikanische Justizministerium etwas dagegen. Die US-Behörden sagten 2016 nein und im Mai diesen Jahres, trat JD nach weiteren gescheiterten Verhandlungen zurück.

Jetzt kommt der Ball wieder ins Rollen, denn es gibt einen neuen Käufer am Horizont. Es handelt sich hierbei um den Multi-Brand Konzern AGCO. Beide Unternehmen gaben gestern bekannt, dass sie eine endgültige Vereinbarung unterzeichnet haben.

Ganz so überraschend kommt die Übernahme dann doch nicht, denn es gibt jede Menge Handlungsbedarf wenn es um die Präzisionslandwirtschaft geht. Führende Landtechnikhersteller die ihre Positionen und Marktanteile als Fullliner beibehalten wollen, müssen diese Investitionen rechtzeitig in die Zukunft tätigen. Lieber gestern und heute, als morgen.

Die Transaktion muss erst noch von den Behörden genehmigt werden.

Ab sofort 8 Lastschaltstufen für die Case IH Maxxum-Baureihe

Case IH’s Maxxum-Baureihe ist ab sofort mit einer zusätzlichen Getriebeoption ausgestattet: ActiveDrive 8  besteht aus acht Lastschaltstufen und ist mit jeweils 24 Vorwärts- und Rückwärtsgängen für alle Maxxum Multicontroller lieferbar.

Die Getriebepalette der Maxxum-Baureihe besteht fortan aus dem:

  • ActiveDrive 4, dem vierstufigen Lastschaltgetriebe mit jeweils 16 Vorwärts- und Rückwärtsgänge und einer Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h
  • CVXDrive, dem stufenlosen Getriebe für die Modelle von 116 bis 145 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h
  • ActiveDrive 8, dem neuen achtstufigen Getriebe

Weitere Besonderheiten des neuen Getriebe:

  • Diese ist mit einer Schaltautomatik ausgestattet. Die Automatik kann durch die Betätigung des Kickdown-Pedals übersteuert werden.
  • Die Kupplung muss beim Schalten in den nächsten Gang nicht betätigt werden.
  • Lastschaltbare Wendeschaltung via Multicontroller-Bedienarmlehne mit Joystick.

Hier noch ein Blick auf die Ergebnisse eines aktuellen Praxistests vom Case IH Maxxum 145 CVX…

Quelle: top agrar, YouTube

Rebranding in der Landtechnik: Challenger-Raupen und -Spritzen laufen zukünftig unter der Marke Fendt

Zurück zu AGCO und seiner Marke Challenger

Jetzt ist es besiegelt: das Challenger-Team in der Vertriebsregion Europa und Mittlerer Osten wird in die AGCO-Marke Fendt integriert. Aus gelb wird grün und für Fendt ein weiterer Schritt in Richtung Fullliner. In den anderen AGCO-Regionen firmieren die Raupen und Spritzen weiterhin unter der Marke Challenger. 

Fendt-Vertriebspartner können in West- und Zentraleuropa bereits ab der Agritechnica 2017 die Raupen und Spritzen anbieten und verkaufen. Die Umstellung in Osteuropa findet ein Jahr später statt, zur Agrosalon 2018 (Moskau) bzw. Interagro 2018 (Kiew).

Hinzu kommt, dass die Produktion der Challenger-Produkte aus dem niederländischen Grubbenvorst nach Hohenmölsen verlagert wird. Die anderen Abteilungen, u.a. auch Forschung und Entwicklung, bleiben in Grubbenvorst.

Landtechnik aus einer Hand

Jeder der Großen verfolgt die Full-Liner-Strategie, das ist mittlerweile auch dem kleinsten Glied in der Kett klar geworden. Egal ob John Deere oder AGCO, die Fusionen, Übernahmen und strategische Kooperationen nehmen kein Ende.

Immer mehr in immer weniger Händen. Das ist Konzentration. Das verleiht Macht. Und genau diese Tendenzen werden auch bei uns in der Landwirtschaft immer ausgeprägter. Wir brauchen nicht mehr den Einzelhandel beschimpfen oder mißtrauisch auf die großen Pharmakonzerne und Banken blicken, denn in unserem „Metier“ ist es langsam auch nicht mehr ganz so ohne…

Was kommt als Nächstes? Wer übernimmt wen? Wie lauten Eure Tipps zur Zukunft der Landtechnik und Agrarbranche?

Digitalisierte Landwirtschaft Agrarbetrieb

Digitalisierte Landwirtschaft – Auf in die Zukunft

Keine Frage, landwirtschaftliche Themen lösen mehr denn je hitzige Diskussionen aus. Gegensätzliche Positionen treffen aufeinander, scheinbar unvereinbar. Aber ist dem wirklich so? Kann digitalisierte Landwirtschaft eine Antwort sein?

Bei landwirtschaftlichen Themen bekommt man oft den Eindruck, dass man entweder für die eine oder andere Position ist. Nach dem Motto: wenn man für konventionelle Landwirtschaft ist, dann ist man automatisch gegen Umweltschutz oder Gesundheit.

Schwarz oder weiß. Andere Positionen sind scheinbar nicht möglich. Aber ich denke, es ist an der Zeit, dieses Schubladendenken hinter uns zu lassen.

Zunächst aber einmal zu den Themen, die diese Woche die Gemüter erregen:

Riegel vor Flächenversiegelung

13,1 Hektar pro Tag – soviel geht derzeit in Bayern an Fläche für Siedlungs- und Verkehrsflächen verloren.

Die im Landesentwicklungsprogramm geplanten Änderungen zeigen, dass Kabinett und Wirtschaftsausschuss weiterhin “Großes” mit Bayern vorhaben.

Bayern ist bereits der Spitzenreiter unter den Bundesländern, was den täglichen Flächenverbrauch angeht.

Flächenverbrauch heißt ganz allgemein, dass natürlicher Boden mit Bauwerken bedeck wird. Diese Bebauung führt zur Flächenversiegelung.

Die Bodenfruchtbarkeit und eine spätere Nutzung etwa für Land- oder Forstwirtschaft werden hierbei stark beeinträchtigt.

Deshalb wollen die Bayerischen Grünen ein Volksbegehren gegen die rasante Asphaltierung Bayern einleiten.

Das Ziel: die Umwandlung von Freiflächen soll auf 4,7 Hektar pro Tag begrenzt werden.

Da die Umwandlung wohl insbesondere auch die Landwirte betrifft, denen Ackerboden durch die Umwandlung in Siedlungs- und Verkehrflächen verloren gehen würde, sehen die Grünen den Bauernverband als möglichen Unterstützer des Kurses.

Auch deutschlandweit wird angestrebt, die Umwandlung von Wald, Grünland oder Ackerland in Siedlungs- und Verkehrsflächen weiter auszubremsen.

Laut Zahlen aus dem Bericht “Daten zur Umwelt 2017” des Umweltbundesamtes sind in den Jahren 2012 – 2015 ca. 66 Hektar Land pro Tag deutschlandweit umgewandelt wurden.

Zwar hat sich damit der tägliche Flächenverbrauch stark verringert, das Ziel ist jedoch, im Jahr 2030 nur noch 30 Hektar am Tag umzuwandeln.

Während in Deutschland die Verwendung von Fläche diskutiert wird, geht es auf EU-Ebene gerade darum, was auf den Flächen zum Einsatz kommen darf, oder auch nicht:

Verschärfung beim Einsatz von Neonikotinoiden

Für viel Aufregung sorgt derzeit das Vorhaben der EU-Kommission, den Einsatz von Neonikotinoiden stark einzuschränken.

Es ist die Rede davon, das flächendeckende Verbot von Neonikotinoiden auf die Beizung von Getreide und Rüben auszuweiten. Auch in der Vegetationsperiode soll das Insektizid zukünftig nicht mehr eingesetzt werden dürfen.

Bereits im Jahr 2013 wurden der Einsatz einiger der zu dieser Gruppe gehörenden Insektizide verboten.

Zukünftig sollen die drei Wirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam nur noch in Gewächshäusern erlaubt sein.

Die einst als harmlos umjubelten Neonikotinoide hatten sich als verheerend für Insekten wie beispielsweise Bienen herausgestellt.

Mit dem Verbot der Neonikotinoide will die EU-Kommission unter anderem noch wirksamer gegen das Insektensterben vorgehen.

Noch ist ein Gutachten der EU-Lebensmittelbehörde (EFSA) abzuwarten, mit dem im November gerechnet wird.

Bis dahin werden die Diskussionen sich wohl noch stark verstärken:

die Anbauer von Rüben argumentieren, dass sie nicht mehr Herr über die Blattlaus werden und der Rübenertrag erhebliche Einbussen erleiden wird.

Andere meinen, dass ein Verbot, etwas für Rüben unsinnig ist, weil als nichtblühende Pflanzen kann der Einsatz für Bienen hier ja nicht gefährlich sein.

Diese Argumente werden mit Sicherheit auch von den herstellenden Konzernen wie Bayer und Syngenta untermauert.

Auf der anderen Seite ist die Fraktion, die Agrargifte nicht nur aus Gründen des Umweltschutzes verbieten möchte.

Hier wird auch argumentiert, dass ein Mittel, das sich derart auf das Nervensystem von Insekten auswirkt, sicher auch nicht gut für die menschliche Gesundheit sein kann.

Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit – die beiden Begriffe werden oft gegenübergestellt, als ob das eine das andere ausschliesst.

Vielleicht galt das im letzten Jahrhundert so, aber wir leben im Zeitalter der Digitalisierung.

Digitalisierte Landwirtschaft als Brücke

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich finde es aufregend und spannend, was sich auf dem Gebiet der Landwirtschaft derzeit alles tut.

Die Debatte um den Flächenverbrauch und den Einsatz der Insektizide sind nur Beispiele, für die Herausforderungen, die zu meistern sind.

Aber im gleichen Atemzug, in dem all die unterschiedlichen Anforderungen an die Landwirtschaft gestellt werden, entfalten sich auch die Möglichkeiten, die wir Landwirte haben, wie nie zuvor.

Es ist nicht mehr, dass man auf der einen Seite oder auf der anderen Seite stehen muss. Warum muss es “konventionell versus ökologisch”, “wirtschaftlich versus nachhaltig” und ähnliches sein?

Digitalisierte Landwirtschaft ist für mich das Zauberwort:

Satellitengesteuerter Traktor: Landwirtschaft der Zukunft?

Quelle: Bayerischer Rundfunk

Die Zusammenarbeit von IT und Landwirtschaft ist noch in den Kinderschuhen, aber wird, wie bei Kindern, schneller erwachsen, als man es glaubt.

Satelittengesteuerte Traktoren, die, fast, für jede Pflanze auf dem Feld ein eigenes Wachstumspaket zur Verfügung stellen? Klingt nach Utopie, aber ist längst eine realisierbare Möglichkeit. 

Das ist es – die Möglichkeiten sind da. Aber wie innovativ sind wir beim Anwenden und Umsetzen? 

Wie Ihr in dem Beitrag seht, es hängt zumeist nicht an dem, was möglich ist, sondern daran, wie jeder einzelne Landwirt für sich bereit ist, sich mit dem Wandel zu beschäftigen; bereit ist ein Voreiter zu sein.

Und wenn die Politik in Ihrem Schwarz-Weiß denken verhaftet ist, als Landwirt hat man mehr denn je, die Möglichkeiten, nach seinen eigenen Kriterien Landwirtschaft zu betreiben. 

Stadt und Land müssen keine Gegensätze sein, um nochmal auf das Thema Flächenverbrauch zurückzukommen.

Ebenso müssen Umweltschutz und ertragreiche Landwirtschaft keine Gegensätze sein. 

Wie seht Ihr die technischen Entwicklungen? Kann digitalisierte Landwirtschaft eine Brücke schlagen und unterschiedliche Interessen zusammenführen?

Autonome Landtechnik

Autonome Landtechnik: Von der Zulassung und KfZ-Steuer befreit

Während sich die Presse auf die klimaschädlichen Diesel- und Benzinmotoren stürzt und über den eventuellen Verlust von mehr als 600.000 Jobs berichtet, blickt unsere Branche in die Zukunft. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf die autonome Landtechnik.

Der Bundesrat hat selbstfahrende Futtermischwagen in die Kategorie „selbstfahrende Arbeitsmaschinen“ eingeordnet. Dadurch sind sie zulassungsfrei und nicht mehr kraftfahrtsteuerpflichtig.

Bevor wir in die Welt der autonomen Landmaschinen einsteigen, hier noch ein kurzer Blick auf die neuesten Schlagzeilen aus unserer Branche.

1. 100 EUR Zuschuss von der SVLFG sichern

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) bezuschusst Produkte wie z.B. Kameras, Reifenmontagegehilfen oder Fixiereinrichtungen in der Tierhaltung – welche die Arbeit sicherer und arbeitsgerechter machen.

  • Anträge können ab dem 1. August 2017 gestellt werden.
  • Es steht ein Fördertopf mit 200.000 EUR zur Verfügung.
  • Pro Produkt wird ein Zuschuss von max. 100 EUR ausgezahlt.
  • Kostet das Produkt weniger als 100 EUR, dann wird der Anschaffungspreis erstattet.
  • Jeder Betrieb kann ein Produkt fördern lassen.

Welche Voraussetzungen das Produkt und Euer Unternehmen erfüllen müssen, erfahrt Ihr auf der Seite der SVLG.

2. Ökofläche in Deutschland steigt um 15%

Immer mehr Betriebe in Deutschland setzen auf Ökolandwirtschaft, so die aktuellen Strukturdaten der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

In 2016 stiegen 2.396 Betriebe neu in den Ökolandbau ein. Das entspricht einem Wahcstum von 9,6% gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt verzeichnete Deutschland 27.132 ökologische Betriebe in 2016.

Dieser Anstieg wirkte sich auch auf die Ökofläche aus. In 2016 wurden auf 1.251.320 ha Bio-Produkte hergestellt; ein Zuwachs von 14,9%. Der Anteil an der gesamten deutschen Agrarfläche beträgt 7,5%.

Im EU-Ökolandbau-Vergleich liegt Deutschland auf Platz 4 hinter Frankreich. Den ersten Platz belegt Spanien.

3. Lemken rüstet Anhängespritzen Primus und Albatros mit ISOBUS aus

Wer Optik und Technik verbessert und damit ständig am Ball bleibt, der fürchtet sich nicht vor der Zukunft. Und genau das zeigen die neuen Updates des Herstellers Lemken bei seinen Feldspritzen.

Zu den Neuheiten zählen:

  • Neuer Jobrechner und Terminal
  • ISOBUS serienmäßig für Primus 12 und Albatros 12 => bedienbar mit jedem Terminal
  • EES-Ausstattungspaket mit automatisierter Wasserhydraulik => Fahrer kann Reinigungsprozedur direkt aus der Kabine betätigen
  • Frischwasserbehälter mit 320 L Füllvermögen
  • LED-Beleuchtung
  • Rundere Verkleidungen

Die neuen Primus und Albatros von Lemken sind ab Juli 2017 bestellbar.

Autonome Landtechnik: Wie geht die Regierung mit diesem Trend um?

Umweltbewusster und schadstoffarm – darüber sind sich wohl alle einig wenn es um das Thema Elektroautos geht.

Wie wird aber das autonome Fahren eingeschätzt? Ist das immer noch ein Traumdenken des Tesla CEOs Elon Musk oder werden wir von dieser Realität eher „überrollt“ als es uns lieb ist?

Die Robotisierung kann keiner mehr aufhalten.

Die Maschinen werden immer präziser und sicherer, und ja, vieles erledigen sie besser als wir Menschen. Die Kunst besteht also darin Mensch und Maschine optimal im Einklang zu bringen, sie als ein integratives Ganzes unserer Gesellschaft zu sehen.

Selbstfahrende Futtermischwagen: Keine KfZ-Steuer und zulassungsfrei

Der Bundesrat hat im Juli 2017 zugestimmt, dass selbstfahrende Futtermischwagen in die Definition von „selbstfahrenden Arbeitsmaschinen“ aufgenommen werden und demnach:

  • von der Zulassung und
  • vom Kraftfahrtsteuer befreit sind.

Es gibt jedoch auch eine Eingrenzung die zu beachten ist, nämlich, dass die Fahrzeuge eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h nicht überschreiten dürfen. Diese Geschwindigkeitsgrenze soll bei der Abgrenzung selbstfahrender Futtermischer für die Fütterung von Tieren versus zum Transport von Gütern helfen. Der Zweck bleibt ausschlaggebend.

Die Angaben des Bundesverkehrsministeriums finden hier Berücksichtigung.

Der Bedarf für selbstfahrende Maschinen bzw. autonome Landtechnik ist da. Man kann sich dem Strukturwandel und der Nachfrage wiedersetzen oder wie hier in diesem positiven Beispiel, man packt das Thema rechtzeitig an und findet eine Lösung womit alle Parteien einverstanden sind.

Nachzulesen ist alles in der Zweiten Verordnung zur Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung und der Gebührenverordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr.

Seedmaster präsentiert autonomen Multifunktions-Ackerroboter

Die nächste Innovation im Bereich autonome Landtechnik kommt von einem kanadischen Hersteller.

Seedmaster will mit der selbstfahrenden Systemmaschine DOT Power PlatformTM die Art und Weise wie wir Landwirtschaft betreiben, revolutionieren.

Was kann denn dieser Wunderroboter?

Quelle: Dot SeeDotRun, YouTube

Laut Hersteller sollen mit dem DOT-Ackerroboter zukünftig mehr als 100 verschiedene Funktionsgeräte angeschlossen werden können die jeweils diverse Feldarbeiten durchführen. Der Anbau der Ackerbaugeräte wird von der Roboterplattform selbständig vollzogen.

Die autonome, hydraulisch angetriebene Systemplattform soll ab 2018 auf Testbetrieben zum Feldeinsatz kommen.

Was wird sich in den kommenden Jahren auf unseren Feldern tun?

Autonom oder nicht – wie sieht die Zukunft der Landwirtschaft Eurer Meinung nach aus?