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Digitalisierung-Landtechnik-agrirouter

Digitalisierung – mit Chaos oder System

Ohne Digitalisierung der landwirtschaftlichen Prozesse ist eine produktive Landwirtschaft heutzutage nicht mehr bewältigbar.

Der Begriff Digitalisierung ist in aller Munde.

Von Software zum Betreiben von Traktoren, der Datenaustausch per Handy-App zwischen den Arbeitern, Verwaltungssoftware über externe Plattformen zum Austausch von Anbietern, Händeln und/ oder Abnehmern, die Liste digitaler Anwendungen und Anbieter ist vielfältig.

Und ergibt ein teils undurchsichtiges Netzwerk über viele Schnittstellen hinweg. Diesem Chaos will die DKE Data mit Ihrer neuesten Innovation, dem agrirouter, ein Ende bereiten. 

Bevor wir zum agrirouter von DKE Data kommen, noch ein kurzes Update zu letzter Woche:

Glyphosat – Entscheidung verschoben

Beim gemeinsamen Treffen von Vertretern der 28-EU-Staaten und der Europäischen Kommission am Donnerstag konnte keine Einigung bzgl. der zukünftigen Zulassung von Glyphosat erreicht werden.

Während Deutschland sich bisher noch nicht offiziell zu seiner Entscheidung geäußert hat, sind Frankreich, Italien, Österreich und Luxembourg wohl gegen die weitere Zulassung.

Es geht weiterhin um eine Zulassung des Pestizides für eine 10-Jahreszeitraum.

Derweil geht die Auseinandersetzung um den Vorwurf, dass das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in seiner Risikoanalyse verschleiert und von Herstellern kopiert hat, weiter.

Die Plagiatsvorwürfe der Grünen sieht das BfR als ein Angriff, um die Glaubwürdigkeit der Wissenschafter der Bundesinstitutionen zu untergraben.

So, nun aber zum agrirouter, der übrigens in Halle 15 auf der Agritechnica 2017 näher unter die Lupe genommen werden kann. 

Kein Problem bei der Digitalisierung mit dem agrirouter

Mit dem agrirouter bringt DKE Data eine internetbasierte Plattform für den Datenaustausch für Landwirte und Lohnunternehmer auf den Markt.

Die Innovation soll das Leben der Landwirte erheblich erleichtern, denn sie ermöglicht eine herstellerübergreifende Verbindung von Maschinen und Agrarsoftware.

Dafür wurde sie mit dem Silver Award der Agritechnica 2017 ausgezeichnet. 

Smart Farming, Farming 4.0, Precision Farming – Begriffe, die jeder von uns kennt und in die Zukunft unserer Höfe mehr und mehr prägen:

Highech auf dem Acker – Digitalisierung in der Landwirtschaft

Quelle: Bayerischer Rundfunk

„Die Landwirtschaft steht derzeit vor riesigen Herausforderungen: hoher Preisdruck, harte internationale Konkurrenz, weltwirtschaftliche Zwänge sowie steigende Anforderungen an die Qualität von Lebensmitteln und Umweltschutz. Eine effiziente und ressourcenschonende Bewirtschaftung ist deshalb wichtiger denn je. Dabei helfen digitale Technologien“, so Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer. 

Dem wird wohl keiner widersprechen. Digitale Technologien, ohne geht es nicht mehr. Aber Digitalisierung ist nicht einfach die Lösung.

Sie bringt auch ihre Herausforderungen mit sich, insbesondere für Höfe, die nicht über unbegrenzte Ressourcen und Kapazitäten verfügen. 

Neben der Kompatibilität der verschiedenen Softwareanwendungen sind vor allem die hohen Investitionskosten und der Datenschutz ein erhebliches Problem für mittelständische und kleinere Betriebe. 

Es gibt ganzheitliche Lösung diverser Anbieter am Markt. Aber nicht für jeden Hof eignet sich die Anbindung an und damit Abhängigkeit von einem bestimmten Anbieter. Geschweige denn die damit verbundenen Kosten eines proprietären Systems.

Was kann der agrirouter?

Der agrirouter kann gerade mittelständische und kleinere Betriebe unterstützen: 

  • Herstellerübergreifende Plattform ermöglicht vereinfachten Datenaustausch, d.h. vereinfachte Betriebsprozesse, weniger Verwaltungsaufwand und gesteigerte Wirtschaftlichkeit
  • Vollständige Datenkontrolle durch persönliche Zusammenstellung des agrirouters, d.h. der Landwirt legt die Regeln fest und bestimmt, wer mit wem welche Daten und in welchem Umfang austauscht. 
  • Optimierung gesamter Produktionsprozesse, d.h. vom Beginn bis hin zur Lieferung des fertigen Produktes an die Abnehmer können Effizienz, energetischer und arbeitswirtschaftlicher Aufwand sowie die Nutzung der Betriebsmittel optimiert werden
  • Automisierung von Transfers mit jederzeit flexibler Anpassung vereinfachen Abläufe bei der täglichen Arbeit
  • Datenschutz durch  Transfer über schnelle Netzwerke nach mindestens den aktuellen Datenschutzrichtlinien
  • Datenhoheit bleibt beim Nutzer, das der agrirouter nur Daten transferiert aber nicht dauerhaft speichert
  • Flexibler Einsatz, da der agrirouter über jedes internetfähige Gerät erfolgen kann und die Anbindung an die eigenen Maschinen über Kommunikationseinheiten erfolgt, die auch nachgerüstet werden können

Preisgünstig und unabhängig

Wenn man den agrirouter mit zwei Worten beschreiben kann, dann wohl mit „preisgünstig“ und „unabhängig“. 

Preisgünstig

Die DKE-Data GmbH & Co. KG arbeitet als Non-Profit Unternehmen. Die Registrierung ist kostenfrei. Die Nutzungsgebühr wird vom jeweiligen Agrarsoftware-Anbieter in Rechnung gestellt.

Ansonsten fallen noch Gebühren beim Mobilfunkanbieter für die Internetnutzung an. Die geringen Nutzungsgebühren werden vor allem für mittelständische und kleine Unternehmen ein große Erleichterung sein. 

Unabhängig

Die Software, die von SAP entwickelt wurde, wird von vielen namenhaften Agrartechnik-Herstellern unterstützt

AGCO, Amazone, Deutz-Fahr, Grimme, Horsch, Krone, Kuhn, Lemken, Pöttinger und Rauch haben sich in einem Konsortium zusammengeschlossen, um einen herstellerunabhängigen und damit diskriminierungsfreien Datenaustausch zu ermöglichen. 

Mit SAP ist der sichere Betrieb und die internationale Nutzung sichergestellt. Zudem ist das System offen für weitere Marktteilnehmer wie etwa Herstellern von Landtechnik oder Händlern.

Der Ansatz des agrirouters wurde von den Herstellern verfolgt, weil digitale Landwirtschaft wohl nur mit einem gemeinsamen, herstellerunabhängigen Plattform funktionieren kann. 

 

Wird die fortschreitende Digitalisierung eine zunehmende Zusammenarbeit von Anbietern und Vereinheitlichung von Systemen führen?

Landtechnik Lemken Vega 12

Landtechnik: Neues von Krone, Lemken und Amazone

In dem heutigen Beitrag über Neuheiten aus der Landtechnik erfahrt Ihr folgendes: von Krone gibt es jetzt die AX-Baureihe mit Häckselaufbau, Lemken bastelt an einer selbstfahrenden Feldspritze und geht dafür eine Kooperation mit der Firma Bräutigam ein und Amazone überarbeitet den Pantera 4502.

Bevor wir uns auf Krone, Lemken und Amazone stürzen, hier noch ein paar aktuelle Meldungen aus unserer Branche…

1. Ab Oktober 2017 heisst es Goodbye für die Zuckerquote.

Landwirte aus Europa müssen sich ab dem 1. Oktober 2017 dem globalen Wettbewerb stellen. Das marktregulierende Quotensystem endet. Es wird eine kräftige Steigerung der Zuckerproduktion in der EU erwartet.

EU-weit gibt es immer größere Rübenflächen. In Frankreich rechnet die Europäische Kommission mit einer Anbauflächenausweitung von rund 20%. Eine Flächenausweitung lässt sich auch hierzulande feststellen sowie in Polen und dem Vereinigten Königreich.

2. Valtra und Arbos gewinnen Red Dot Design Award 2017.

Der Red Dot Design Award gilt als einer der weltweit renommiertesten Designwettbewerben. Mehr als 5.500 Bewerber aus 55 Ländern konkurrierten dieses Jahr für diese Auszeichnung.

Zu den Gewinnern zählen:

  • Valtra SmartTouch Armlehne
  • Arbos 5130 Traktor => Gewinner in der Kategorie Produktdesign, gehört zur chinesischen Lovol Arbos Group

AGCO, zu der auch die Marke Valtra gehört, hatte bereits in 2016 zwei Red Dot Design Awards abgeräumt, und zwar für den Valtra T234 sowie dem Fendt 1000 Vario.

Neues aus der Landtechnik von Krone, Lemken und Amazone

AX-Ladewagen Baureihe von Krone jetzt auch mit Häckselaufbau

Neben den Optionen Faltgatter und Ganzstahlaufbau sind die Ladewagen-Varianten AX 280 und AX 310 fortan auch mit einem Häckselaufbau ausgestattet.

Kommen wir zu den technischen Spezifikationen der neuen AX von Krone:

  • Pickup-Technik: Durch die Anordnung der Zinken in W-Form erfolgt eine gleichmäßige Verteilung des Erntegutes.
  • Arbeitsbreite des Pickup liegt bei 1.800 Millimeter (nach DIN 11220)
  • AX Förder- und Schneidrotor mit 25 mm Hardoxförderauflagen => 32 Messer ermöglichen eine Schnittlänge von 45 mm
  • Bedienung des Schneidwerks über die linke Seite; Schneidwerk ist klappbar und zur Seite schwenkbar
  • Obere Teil der Vorderwand ist hydraulisch abklappbar (gilt für die AX-Varianten HL/HD)
  • Geschlossener Rahmen mit abgeschrägten Kotflügeln und Haube

Designtechnisch ähnelt der AX mit der neuen RX-Baureihe.

Lemken setzt auf Pflanzenschutz-Selbstfahrer und holt die Firma Bräutigam mit ins Boot

Die beiden Landtechnikhersteller Lemken und Bräutigam sind eine strategische Partnerschaft eingegangen. Der Spezialist für Hydraulikanlagen und Selbstfahrern soll Fahrwerk und Kabine für den neu geplanten Pflanzenschutzselbstfahrer von Lemken bereitstellen.

Lemken meint es ernst. Der Geschäftsbereich Pflanzenschutz wird seit dem 1. Februar vom Niederländer Iljan Schouten in Eigenregie geführt. In dem neu errichteten Werk in Haren an der Ems, kümmern sich 59 Mitarbeiter um alles was mit Pflanzenschutz zu tun hat. Es wurden sogar zusätzliche Ingenieurs-Stellen geschaffen.

Bevor wir auf einen anderen Pflanzenschutzspezialisten übergehen, hier noch ein Blick auf die neue Pflanzenschutzspritze Vega 12 aus dem Hause Lemken.

Quelle: YouTube, tractortube.com

Amazone überarbeitet selbstfahrende Feldspritze Pantera 4502

Ab dem neuen Modelljahr erfüllt die Selbstfahrerspritze Pantera von Amazone die Abgasnorm 4 (Tier 4 final).

Neben der veränderten Abgastechnik gibt es auch weitere Änderungen bei diesem Modellwechsel:

  • DEF-Tank inkl. neuer Tanktreppe auf der rechten Seite
  • LED-Rückleuchten
  • LED-Arbeitsbeleuchtung (optional)
  • max. 600 l/min Saugleistung (20% Leistungserhöhung mit Hilfe eines Injektors)
  • automatischer Befüllstopp

Weiterhin ist der Pantera 4502 wie gewohnt mit einem 6-Zylinder Motor von Deutz mit 160 kW/ 218 PS ausgestattet.

Landtechnik: verbessern, neu erfinden oder gehen

Selbstfahrende Autos, Busse, Traktoren, Mähdrescher und Feldspritzen…

Das was vor wenigen Jahren noch schwer vorstellbar war, ist heute Realität geworden. In nur drei Monaten blickt die ganze Welt auf den neuen Tesla und im November freuen wir uns (hoffentlich) auf die eine oder andere autonome Maschine aus unserer Branche.

Was glaubt Ihr: kriegen wir die autonomen Traktoren von Case IH oder New Holland auf der Agritechnica zu sehen?

Landtechnik Claas Lexion 580 bei Agrarbetrieb

Landtechnik: Neues von Claas, John Deere und Lemken

VW-Abgasskandal, Flüchtlingskrise in Europa, Bayern sagt „ja“ zur Übernahme von Tegelmann durch Edeka trotz Ablehnung des Bundeskartellamts und Aldi hebt jetzt doch noch die Milchpreise an… Das sind ja ganz schön viele Ereignisse…

Verlassen wir doch für ein paar Augenblicke die „harte“ Realität und widmen uns unserer Branche.

In der Landtechnik tut sich zur Zeit sehr viel: Claas eröffnet ein neues Betrieb im russischen Krasnodar, John Deere stockt sein Portfolio um vier neue Hochdruckreiniger auf und Lemken erobert die Welt mit der wohl größten Kurzscheibenegge Heliodor.

Bevor wir uns auf die Neuheiten aus Landtechnik & Co. stürzen, möchte ich vorher noch einen Mähdrescher-Derby der besonderen Art mit Euch teilen.

Die USA war schon immer für seine „crazy“ Veranstaltungen bekannt.

Im sogenannten Combine Demolition Derby treten jedes Jahr Landtechnik-Fans aus unterschiedlichen Berufsgruppen (also nicht nur Landwirte) mit ihren Mähdreschern gegeneinander an und zeigen dabei was Fahrer & Maschine drauf haben. Der Wettkamp läuft so lange bis die Mähdrescher fahruntüchtig sind und aus dem Derby genommen werden.

Das Ganze sieht dann so aus…

 

Der Videobeitrag stammt vom 14. Juni 2014, dem 27. Derby aus Lind, Washington. Video von PalousePictures.

Nachrichten-Flash Landtechnik, Ackerbau & Co.

  • Steueränderungsgesetz 2015 bringt steuerliche Erleichterungen für Landwirte. Die Funktionsbenennungserfordernis und die Glaubhaftmachung der Investitionsabsicht für kleine und mittlere Betriebe wird gestrichen. Demnach muss ein Investitionsgut nicht mehr exakt benannt werden, um Investitionskosten teilweise steuermindernd geltend zu machen (gilt nur für kleine und mittlere Betriebe). Hierbei gilt es folgende Obergrenzen zu beachten:

    • Wirtschafts- oder Ersatzwirtschaftswert bis maximal 100.000 EUR
    • Betriebsvermögen von 235.000 EUR
    • Jahresgewinn von 100.000 EUR
  • Aldi hat den Milchpreis um 4 Cent erhöht. Auf den sozialen Kanälen wird derzeit heftigst debattiert: Milchbauern fragen sich nämlich wieviel von den 4 Cent tatsächlich beim Erzeuger ankommen wird. Der Deutsche Bauernverband fordert indessen die Weitergabe der höheren Milchpreise in vollem Umfang an die notleidenden Landwirte.

Agrarbetrieb Geschenk Landwirte 05

Claas eröffnet in Russland die wohl modernste Produktionsstätte für Landtechnik aus ganz Europa

Während die einen nichts mit Russland zu tun haben wollen, setzen andere wiederum ganz bewusst auf diesen Standort. So auch im Falle des deutschen Familienunternehmens und Landtechnik-Herstellers Claas.

Rund 120 Millionen EUR sind in dem südrussischen Werk in Krasnodar investiert worden. Jawohl, Claas glaubt an die strategische Bedeutung Russlands für die europäische Landwirtschaft.

„In nur 27 Monaten entstand in Krasnodar die gegenwärtig modernste Produktionsstätte für Landtechnik in Europa. In unserer Branche gibt es kein anderes Unternehmen, das in solchem Umfang in die russische Wirtschaft investiert und modernste Fertigungstechnologien ins Land bringt. Wir tun das, weil die russische Landwirtschaft hervorragende Zukunftsperspektiven hat“, erklärt Lothar Kriszun, Sprecher der CLAAS Konzernleitung.

Ein paar Details zur Produktionsstätte in Krasnodar

Um als echter russischer Hersteller anerkannt zu werden, muss man auch einiges tun. Mit dem aktuellen Werk kommt Claas diesem Ziel etwas näher.

  • Die Produktionsfläche beträgt 45.000 qm.
  • Das Produktionsvolumen wird auf 2.500 Mähdrescher und Traktoren pro Jahr geschätzt.
  • Das Werk zählt zu den 4 größten der 11 Claas-Produktionsstätten weltweit.

Bis zu 2.000 km sollen Menschen aus vielen Regionen Russlands angereist sein, um in Krasnodar zu arbeiten. Die Einführung der neuen Technologien und Berufe stellte die Personalabteilung sicherlich vor große Herausforderungen.

Kein neues Terrain für Claas, denn das Unternehmen ist seit über 20 Jahren in Russland aktiv. In 2005 eröffnete Claas als erstes ausländisches Landtechnikunternehmen ein eigenes Produktionsbetrieb in Russland.

John Deere erweitert sein Hochdruckreiniger-Portfolio

Der amerikanische Landtechnikhersteller John Deere setzt auf Sauberkeit.

Gleich 4 neue Hochdruckreiniger –  3 davon laufen mit Kaltwasser und eins mit Heißwasser, sind ab sofort ein fester Bestandteil des Produktportfolios.

Das Angebot setzt sich wie folgt zusammen:

  • AC-200EC: Elektrischer Kaltwasser-Hochdruckreiniger, Anschlussleistung 7 kW, Förderleistung 460-900 l/h, Arbeitsdruck 40-200 bar
  • AC-180EC: Elektrischer Kaltwasser-Hochdruckreiniger, Anschlussleistung 9,2 kW, Förderleistung 650-1.300 l/h, Arbeitsdruck 30-180 bar
  • AC-150ECC: Elektrischer Kaltwasser-Hochdruckreiniger, Anschlussleistung 9,5 kW, Förderleistung 500-1.600 l/h, Arbeitsdruck 30-150 bar
  • AC-230PC: Kaltwasser-Hochdruckreiniger mit Benzinmotor, Motorleistung 9,75 kW, Förderleistung 400-930 l/h, Arbeitsdruck 40-150 bar
  • AC-180EH: Elektrischer Heißwasser-Hochdruckreiniger, Anschlussleistung 8,4 kW, Förderleistung 600-1.200 l/h, Arbeitsdruck 30-180 bar

Leistungsstarke Hochdruckreiniger helfen bei der Reinhaltung von Landmaschinen und Traktoren. Die strengen gesetzlichen Hygienebestimmungen müssen einbehalten werden.

Die größte Kurzscheibenegge der Welt heißt Lemken Gigant Heliodor

Der neue Riese schafft mit seiner 16 m Arbeitsbreite eine Flächenleistung von 25 Hektar pro Stunde.

Lemken hat seinen Giganten in Ostdeutschland und Nordamerika getestet. Anbei ein kurzer Videobeitrag von LemkenLive wo wir die vielseitige Kurzscheibenegge im Einsatz sehen können…

 

Weitere technische Spezifikationen zum Gigant Heliodor:

  • Scheibendurchmesse von 510 mm
  • Arbeitstiefe von maximal 14 cm
  • Transportbreite von 3,50 m
  • Transporthöhe von 4 m

Die Zugöse verbindet die Kurzscheibenegge Heliodor mit dem doppellachsigen Zugpendel des Schleppers.

„Dank der beiden Dreipunktgestänge und der einzelnen Arbeitsfelder ergibt sich eine unübertroffene Bodenanpassung, die wiederum eine gleich­mäßige Bearbeitungstiefe und einen geringeren Kraftstoffverbrauch garantieren.“

Ob wir diesen Giganten auf der Agritechnica zu sehen bekommen werden, bleibt abzuwarten.

Egal ob Lemken, John Deere oder Claas – sie alle werden sich in „Schale“ setzen, um sich von ihrer besten Seiten zu zeigen und gleichzeitig die Herzen vieler Landtechnik-Fans so richtig zum Klopfen zu bringen.

Bald gehts ja zur Agritechnica…

Auf welche Landtechnik-Hersteller seid Ihr besonders gespannt? Und vor allem, weshalb?

Ich freue mich auf Euer Kommentar.

Landtechnik im Einsatz bei Agrarbetrieb Bodenbearbeitung

Landtechnik: Lemken ISOBUS-Pflug, Mulcher Evora von Nicolas

Hitze, Feldbrände, Unwetter — so die aktuelle Lage in Deutschland.

Wo auch immer man auf die Karte schaut, da ist etwas los. Schwere Sturmböen in Süden und Südosten, ein abgeertntetes Getreidefeld im Landkreis Reutlingen (Baden-Württemberg) in Brand, im Norden und Westen teilweise ausgetrocknete Felder die sehnsüchtig auf Regen warten…

Verlassen wir doch das was auf dem ersten Blick nach einem Jammerkonzert klingt und widmen uns den Schlagzeilen aus dem Bereich Landtechnik. Da gibt es nämlich tolles zu berichten.

Der Pflughersteller Lemken sorgt mit seinem zertifizierten ISOBUS-Pflug für Schlagzeilen. Eine Weltpremiere so heisst es, denn Lemken bietet als weltweit einziger Hersteller eine ISOBUS-Pflugsteuerung an.

Auch vom französischen Hersteller Nicolas gibt es Neues zu berichten. Das Unternehmen ist eher bekannt für seine Technik zur Verwertung von Grünabfall und Biomasse. Heute gehts jedoch um was ganz anderes, nämlich um den Mulcher Evora.

Bevor wir uns auf die beiden Landtechnik-Neuheiten stürzen, lassen Sie uns folgendes Traktoren-Duell anschauen. Ein Schlüter tritt gegen einen Fendt 936 an. [Quelle: YouTube, MrHoegling]

Und, wie lautet Ihr Verdikt?

Nachrichten-Flash Landtechnik & Co.

  • Mit einem Sonderzug stressfrei und bequem zur Agritechnica 2015 fahren. Es sind zwar noch ein paar Monate hin bis wir uns alle im November wieder sehen, aber der eine oder andere plant heute schon bereits seinen Besuch bei der weltgrössten Landtechnikmesse in Hannover. Wichtig zu wissen: es fahren täglich Sonderzüge zum Messegelände und wer rechtzeitig bucht, bekommt einen Frühbucherrabatt. Tickets für BBV-Sonderzüge aus Bayern und Österreich können unter info@bbv-touristik.de gebucht werden. Für alle die aus Rheinland hinzustossen, bitte folgende email-Adresse bei der Buchung berücksichtigen: karl.nacke@rlv.de.

Agrarbetrieb Geschenk Landwirte 05

Landtechnik-Juwel von Lemken: Der erste zertifizierte ISOBUS-Pflug

Es ist offiziell: der Pflugspezialist Lemken ist der weltweit einzige Hersteller der eine ISOBUS-Pflugsteuerung anbietet, die nach den Richtlinien der Agricultural Industry Electronics Foundation, kurz AEF getestet wurde.

Landwirte haben jetzt die Möglichkeit den Pflug nicht nur über das Lemken-Terminal zu steuern, sondern auch über das ISOBUS-fähige Terminal des Traktors.

Was kann man mit der ISOBUS-Pflugsteuerung alles steuern?

Via Terminal, d.h. ohne dass weitere Steuergeräte hinzugezogen werden, lassen sich folgende Elemente steuern:

  • Neigung,
  • Arbeitsbreite oder
  • Arbeitstiefe

TurnControl Pro so der Name der ISOBUS-Pflugsteuerung von Lemken.

Der Anbaudrehpflug Juwel ist mit elektrohydraulischen Drehwerk und hydraulischer Neigungsverstellung ausgestattet.

Wer die Zertifizierung mit eigenen Augen sehen will, muss sich noch bis zur Agritechnica gedulden. Der Marktführer bei Pflügen verspricht auf seiner Webseite, das ISOBUS-Certified Label von AEF an den Lemken Juwel Pflügen im November auf der Messe zeigen zu können.

Nicolas Evora Mulcher begeistert Landtechnik-Fans in Europa

Der französische Hersteller Nicolas Industrie, ein Unternehmen der TII Group, hat Interessente zu einer Live-Demonstration seiner Natura und Evora Modelle am 18.06.2015 eingeladen.

Die Franzosen sind insbesondere für ihre Technik zur Verwertung von Grünabfall und Biomasse bekannt. Im Bereich der Landschaftspflege ergänzt der Schneider Evora nun das Produktportfolio. Diesen gibt es in drei Modellen: Evora 47, Evora 51 und Evora 54 A.

Wagen wir doch einen Blick auf die technischen Details:

  • Rotorleistung von 60 PS
  • Häckselkopf mit einer Schnittbreite von 1,25m
  • Maximale waagerechte Reichweite von 5,40m
  • Maximale Höhe für Heckenschnitt von 3,50m
  • Beidseitige Rotationsrichtung
  • Betriebsdruck von 215 Bar
  • Ölvolumen von 165 Liter
  • Zapfwelle von 540U/min
  • Hydrauliksicherung
  • Stoßfänger mit Lichtzeichenanlage hinten
  • Kühler mit Staubabscheider

Klingt doch alles recht vielversprechend. Mal schaun ob wir die eine oder andere Landmaschine vom Hersteller Nicolas, warum nicht sogar ein Evora Modell auf der größten Landtechnik-Messe sehen werden.

Die TTI Gruppe lässt so eine tolle Gelegenheit sicherlich nicht aus, um seine neuesten Produkte und Innovationen zu zeigen.

Ihre Meinung

Weltpremiere im Bereich ISOBUS-Zertifizierung, neue Mulcher-Modelle… bin gespannt womit uns die führenden Landtechnik-Hersteller in den kommenden Monaten noch verzaubern werden.

Es geht ja letzten Endes auch um die beliebten Gold-, Silber- und Bronze-Medaillen die für die innovativsten der Branche alle zwei Jahre auf der Agritechnica in Hannover verliehen werden.

Welche Innovationen aus dem Bereich Landtechnik lassen Ihr Herz höher schlagen bzw. helfen Ihnen die Produktivität im Betrieb zu erhöhen?

 

Agrarbetrieb Geschenk Landwirte 01

Landtechnik - Bodenbearbeitung bei Agrarbetrieb (c) Agrarbetrieb.com

News aus der Landtechnik: JCB, Vogelsang, Lemken

Mehr als nur Landtechnik: Der britische Konzern JCB hat sich entschieden, im Westen von Köln eine neue Zentrale zu bauen. Die Firma Vogelsang präsentiert den XTill VarioCrop und verspricht mehr Flexibilität in der Gülleausbringung. Lemken stellt neue Konzepte zur Bodenbearbeitung vor. Das neue Aufsattelkonzept ist für schwere Anbaugeräte geeignet.

Die letzten beiden Wochen waren mal wieder richtig spannend. Brüssel hat einen neuen EU-Agrarkommissar vorgestellt. Der Nachfolger von Dacian Ciolos ist der Ire Phil Hogan. Bis zuletzt wurden dem Spanier Miguel Arias Canete große Chancen auf das Agrarressort zugeschrieben. Nun wird er Kommissar für Klimapolitik und Energie. Die neu zusammengesetzte EU-Kommission soll Anfang November ihre Arbeit aufnehmen.

Agrarbetrieb Geschenk Landwirte 03

Parallel zu den oben aufgeführten politischen Entscheidungen, gab es jede Menge Ereignisse rundum Landtechnik & Co.: Wettbewerbe (z.B. Pflug-WM, Geotrac Supercup) und Ausstellungen wie die PotatoEurope 2014 – worüber wir in unserem letzten Beitrag ausführlich berichtet haben.

So erzielten die deutschen Teilnehmer bei der 61- Pflug-WM im französischen Saint Jean D’Illac vom 05. und 06. September den 9-ten (Johannes Bendele) und den 21-ten Platz (Matthias Stenglein). Beim Traktorenwettbewerb Geotrac Supercup durften die geschicktesten Traktorfahrer im Alpenraum ihr Können unter Beweis stellen. Bei den Herren gewann der Bayer Georg Schartner und bei den Damen, die Tirolerin Nadia Kritzinger.

Wie das Ganze LIVE vor Ort ausgesehen hat, das sehen Sie in dem unten aufgeführten Videobeitrag…

Landtechnik bei der Geotrac Supercup Europafinale 2014

Der Sieger erhält einen Lindner Lintrac für ein Jahr

Neuheiten aus der Landtechnik

1. JCB investiert 25 Millionen EUR für eine neue Zentrale in Köln.

Der britische Konzern JCB will seinen 50. Firmenjahrestag nächstes Jahr (2015) in einer komplett neuen Zentrale im Westen von Köln feiern. Dafür investiert JCB 25 Millionen Euro. Es handelt sich hierbei um die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens.

Der neue Hauptsitz von JCB Deutschland wird sich auf einem Areal von über 51.000 m² erstrecken. Der neue Standort verfügt über eine optimale Verbindung zur Autobahn, zum Flughafen sowie Stadtzentrum. Neben modernen Geschäftsräumen und Büros plant JCB auch eine Ausstellungshalle und ein Demonstrationsgelände, um neue Produkte vorzuführen.

Aus der Pressemitteilung des JCB Deutschland vom 09.09.2014 erfahren wir folgendes:

„Deutschland ist Europas größter Binnenmarkt für Baumaschinen und der fünftgrößte weltweit. JCB ist hier kontinuierlich erfolgreich mit dem Vertrieb von Bau-, Land- und Industriemaschinen. Wir sind sehr ambitioniert, unsere Geschäftstätigkeiten in den kommenden Jahren global auszuweiten und Deutschland spielt für dieses Wachstum eine wichtige Rolle. Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt für umfangreiche Investitionen in diesen ganz entscheidenden Markt.” – JCB Chairman Lord Bamford

Die Bauarbeiten an den neuen JCB Geschäftsräumen sollen noch in diesem Jahr starten.

Agrarbetrieb Geschenk Landwirte 02

2. Das neue XTill VarioCrop von Vogelsang bietet mehr Flexibilität in der Gülleausbringung.

Der Landtechnikhersteller aus Essen stellte letzte Woche auf dem Vogelsang-Kompetenztag seine Produktneuheit vor. Der neue XTill VarioCrop soll für mehr Flexibilität in der Gülleausbringung sorgen. Laut Unternehmensangaben soll es zum ersten Mal möglich sein, die Reihenabstände flexibel einzustellen.

Durch die flexible Einstellung der Reihenweite der bearbeitenden Aggregate von 75 bis 45 cm, kann der Landwirt ab sofort nicht nur Mais, sondern auch Raps, Sonnenblumen und Zuckerrüben im bewährten Strip Till-Verfahren anbauen. Die Gülle wird während der streifenförmigen Bearbeitung des Bodens direkt im späteren Wurzelbereich der angebauten Pflanze abgelegt, wodurch wiederum umweltschädliche Emissionen vermieden werden.

Bei dem XTill VarioCrop lassen sich laut Vogelsang die Gülleablage- und Bearbeitungstiefe variabel und unabhängig voneinander einstellen. Durch die Zusammenlegung der beiden Arbeitsgänge Bodenbearbeitung und Düngung, reduziert sich die Anzahl der Überfahrten. Zeit und Kraftstoffkosten werden gespart.

Der Geschäftsführer Harald Vogelsang äußerte sich zur aktuellen Güllewirtschaft wie folgt:

„Im Hinblick auf die neue Gülleverordnung, die als Entwurf derzeit in den zuständigen Gremien diskutiert wird, gehen wir von einer weiteren Verschärfung der Vorgaben für die Gülleausbringung aus. Trend wird daher sein, Gülle direkt einzuarbeiten, wann immer es möglich ist, und sie bodennah in den Bestand auszubringen. Gefragt ist ein sinnvolles Gesamtkonzept. Deshalb bieten wir unseren Kunden mit unserem erweiterten Agrar-Portfolio flexible Kombinationsmöglichkeiten für eine wirtschaftliche Gülleverarbeitung an.“

3. Lemken stellt neues Aufsattelkonzept für schwere Anbaugeräte vor.

Lemken präsentiert ein neues Aufsattelkonzept speziell für schwere Anbaugeräte. Die angebaute Version der Kurzscheibenegge Rubin 12 überträgt beim Aushub Gewicht auf das Spornrad, ohne dass ein zusätzliches Steuergerät benötigt wird. Das Aufsattelkonzept soll demnächst auch für weitere Grubber- und Kurzscheibeneggen-Baureihen zur Verfügung gestellt werden, so das Unternehmen Lemken.

Der Rubin 12 ist mit einer Arbeitstiefe bis 20 cm sowohl für die Stoppelbearbeitung als auch für die Grundbodenbearbeitung selbst in schwersten Bodenverhältnissen geeignet.

Landtechnik von Lemken: Vorstellung der Kurzscheibenegge Rubin 12

Vorteile des neuen Aufsattelsystems

  • Bessere Rückverfestigung: Der Anwender kann sein Anbaugerät mit einer schweren Walz ausrüsten.
  • Aufsattelgeräte können zukünftig ohne Deichsel gefahren werden.

Ihre Meinung zur Landtechnik

Was halten Sie von dem neuen Aufsattelkonzept der Firma Lemken? Welche Innovationen aus dem Bereich Landtechnik und Agrarwirtschaft interessieren Sie am meisten?

 

Agrarbetrieb Geschenk Landwirte 01