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Landtechnik: Neues von New Holland und Kverneland

Neues aus der Welt der Landtechnik: New Holland setzt in puncto Innovation nicht nur auf autonome Traktoren sondern auch auf Traktoren mit Methangas. Auf der Farm Progress Show in Illinois (USA) wurde ein neuer Prototyp vorgestellt.

Auch von Kverneland Vicon gibt es Neues zu berichten: dieser wird auf der kommenden Agritechnica seinen Vierkreiselschwader Andex 1505 mit GPS-Steuerung vorstellen.

Bevor wir loslegen, hier noch ein kurzer Blick auf die neuesten Schlagzeilen aus unserer Branche. John Deere hat seine Q3-Zahlen veröffentlicht. Der amerikanische Landtechnikhersteller schloss das dritte Quartal mit 160 Mio. USD weniger Gewinn ab als in Q2.

1. John Deere mit weniger Nettogewinn

Am 30. Juli 2017 ist bei John Deere das dritte Quartal des Geschäftsjahres zu Ende gegangen. Die Ergebnisse sind wie folgt:

  • Nettogewinn Q3/2017 liegt bei 641,8 Mio. USD (Vorjahr Q3/2016 bei 488,8 Mio. USD)
  • Kumulierter Gewinn der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2017 liegt bei 1,649 Mrd. USD (Q1-Q3/2016 bei 1,239 Mrd. USD)
  • Umsätze weltweit Q1-Q3/2017 stiegen um 8% auf 21.720 Mrd. USD

Die positive Entwicklung wird insbesondere von der steigenden Nachfrage nach Land- und Baumaschinen getragen.

2. Cargill investiert in „clean meat“ und setzt auf Fleisch aus Zellkulturen

Fleisch vom Rind, Huhn oder Schaf?

Das war gestern.

Die Zukunft heißt „clean meat“ oder „sauberes Fleisch“.

Das Besondere dabei: dieses Fleisch kommt nicht vom Tier, sondern wird im Labor aus Zellkulturen hergestellt. Und glaubt man dem Start-up Unternehmen Memphis Meats aus San Francisco, dann kommt das „saubere Fleisch“ bereits 2021 auf die Teller der Verbraucher.

Memphis Meats hat mächtig Geld bekommen, um die Produktion des „clean meats“ im industriellen Maßstab zu konkurrenzfähigen Kosten möglich zu machen. Mehrere Konzerne, darunter auch Cargill und Privatanleger wie z.B. Bill Gates oder Richard Branson haben insgesamt 17 Mio. USD in die Entwicklung des „clean meats“ investiert.

Und wie lautet die Begründung für das Labor-Fleisch?

Um den Proteinhunger der wachsenden Weltbevölkerung zu stillen, braucht man zukünftig keine Tiere mehr zu halten und schlachten. Wer Lust auf einen Burger hat wird zukünftig auf Wunsch eine kultivierte Fleischmasse erhalten.

Quelle: Cargill, Wall Street Journal

3. Aldi Süd verkauft Möhren und Äpfel der Handelsklasse II

In der westlichen Welt ist das Thema Lebensmittelverschwendung ganz akut. Was optisch nicht passt, wird aussortiert und landet in den Müll. Damit soll Schluss sein.

Mit der Kennzeichnung „Krumme Dinger“ bietet Aldi Süd ab sofort Obst und Gemüse an, die Schönheitsfehler aufweisen. Zunächst sind es Möhren aus biologischem Anbau. Ab Ende September gibts dann auch Bio-Äpfel mit dem Logo „Krumme Dinger“.

Mit dieser Initiative setzt Aldi Süd ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung. Gleichzeitig möchte das Unternehmen die Ursachen für Lebensmittelverluste eruiren und Reduktionspotenziale identifizieren.

Landtechnik und Neuheiten

Heute ist der letzte Tag der Farm Progress Show 2017 aus Decatur im Bundesstaat Illinois, USA. Es ist Amerika’s größtes Outdoor Farm Event, ein Ort wo sich die Agro-Community seit mehr als 64 Jahren trifft.

Eine Klasse Gelegenheit für Landtechnik-Experten und -Hersteller aus der ganzen Welt sich auszutauschen und neue Ideen und Inspiration zu sammeln. Vieles was hier gezeigt wird, landet im November auch in den Hannoverschen Hallen.

New Holland plant serienreifen Methangas-Traktor

New Holland hat die diesjährige Farm Progress Show aus den USA dafür genutzt um unter anderem:

  • sein NHDrive Concept – dem fahrerlosen Traktor und
  • einen neuen Prototypen eines Methangas-Traktors vorzustellen

Letztes Jahr im Herbst stellte New Holland erstmals einen Methangas-Traktor vor. Nun steht die zweite Generation des T6.180 in den Startlöchern. Die Pläne des Unternehmens sind ambitioniert: innerhalb der nächsten drei Jahren soll der Methangas-Traktor serienmäßig angeboten werden.

Quelle: YouTube, New Holland North America

Ein paar technische Details im Überblick:

  • 6-Zylinder Methangas-Motor mit einer Leistung von 180 PS und 740 Nm wie ein vergleichbarer Diesel-Traktor
  • 10% weniger CO2-Ausstoß und 80% weniger Ausstoß insgesamt als vergleichbare Diesel-Traktoren
  • 30% weniger laufende Kosten als vergleichbare Diesel-Traktoren

Quelle: New Holland Agriculture, The Weekly Times

Vicon Andex 1505 ganz neu mit GPS-Steuerung

Diejenigen unter uns die Kreiselschwader bei der Arbeit einsetzen, kennen die Marke Vicon der Kverneland Group. Der Vierkreiselschwader Andex 1505 wurde mit der GPS-Funktion GeoRake gepimpt.

Wie funktioniert das Ganze?

Die Kreisel heben automatisch am Vorgewende aus und setzen in der neuen Bahn wieder ein.

Der Vorteil für den Fahrer: dieser kann sich auf den Wendevorgang bzw. die Einstellung der Maschine konzentrieren. GeoRake soll letztendlich den Fahrer entlasten.

Quelle: YouTube, Kverneland Group

Ein paar technische Details im Überblick:

  • Arbeitsbreite von max. 15 m
  • variable Arbeitsbreite von 9,80 bis 15 m stufenlos hydraulisch verstellbar
  • Transportbreite und -höhe unter 4 m
  • ProLine Ölbad-Getriebe (wartungsfrei)
  • ISOBUS-Steuerung

Der neue Schwader mit GPS soll im November auf der Agritechnica 2017 vorgestellt werden.

„Clean Meat“, Landtechnik und GPS

Heute war ja alles in den News dabei: vom Labor-Fleisch über einen Schwader mit GPS-Steuerung bis hin zum serienmäßigen Methantraktor. Dass wir im Bereich Agro und Landtechnik innovativ sind, steht ausser Frage. Ob wir dabei immer öfter die ethischen Grenzen überschreiten ist eine völlig andere Sache.

Ich bin gespannt wie das deutsche und europäische Publikum auf das aus den USA stammenden Konzepts des „sauberen Fleisches“ oder „clean meat“ reagieren wird. Ich gehe davon aus, dass wir ganz viele Debatten hören werden und dieses Thema auch auf der Agritechnica die eine oder andere kontroverse Meinung hervorrufen wird.

Roboter, autonome Traktoren, Drohnen, Labor-Fleisch-Diskussionen… Worauf freut Ihr Euch am meisten wenn es heisst: Tor auf für die weltweit größte Landtechnikmesse?

New Holland Ernte Weltrekord

Landtechnik: New Holland stellt neuen Weltrekord auf

Während in Deutschland Greenpeace in der Landwirtschaft für Turbulenzen sorgt, gibt es anderswo Grund zu feiern, denn New Holland konnte mit seinem CR 8.90 Mähdrescher einen neuen Weltrekord aufstellen. 

Greenpeace wirbelt derzeit in der deutschen Landwirtschaft die Gemüter auf. Bevor wir aber hierzu kommen, lasst uns erstmal einen Blick auf die Neuigkeiten in der Landtechnik schauen.

Hier hat diese Woche noch jemand anderes für Wirbel gesorgt.

Das neue Strohgebläse von BvL

In Amstetten hat die Fa. van Lengerich in dieser Woche sein neues Strohgebläse V-Comfort Turbo vorgestellt.

Das Strohgebläse erweitert die BvL Futtermischwagen (Fremd- als auch Selbstbefüller) um eine weitere Funktion: es ermöglicht die Laufställe bequem einzustreuen.

Schauen wir uns kurz die Merkmale des DLG-anerkannten Gerätes an:

  • maximale Wurfweite: 30 Meter bei einer guten Strohverteilung
  • sehr hohe Durchsatzleistung bei einem Leistungsbedarf von 10,9 KW sek./kg
  • Optimaler Materialfluss durch patentierte asymmetrische Austrageöffnung zum Strohgebläse sowie patentierte Strohglocke im Mischbehälter
  • Kraftvoller mechanischer Antrieb verspricht nicht nur eine einfache Wartung, sondern begünstigt auch zusätzliche Kosten- und Zeitersparnis
  • Optionale Ausstattung mit einem drehbaren Auswurfturm ermöglicht rechts- und linksseitiges Einstreuen

Aber kommen wir zu dem Thema, worauf Ihr wohl wirklich gespannt seid: es gibt einen neuen Weltrekord in der Landwirtschaft.

New Holland stellt neuen Weltrekord auf

New Holland hat es abermals geschafft, nach 2014 stellt die Firma mit demMähdrescher New Holland CR 8.90 einen neuen Weltrekord auf:

Weltrekord bei der Sojabohnenernte

Quelle: NewHollandAgriculture

Bekommt Ihr auch Gänsehaut beim Zuschauen? Ganz schön beeindruckend, oder?

New Holland ist damit der derzeitige Weltrekordhalter im Ernten von Sojabohnen in 8 Stunden. Ja, es gibt einen Weltrekord hierfür.

Mit dem CR8.90-Mähdrescher wurde am 5. April in Brasilien der neue Standard gesetzt: 439,73 Tonnen Sojabohnen in 8 Stunden.

Was gibt es noch zu wissen zum neuen Weltrekordversuch?

  • 90 Hektar wurden von 10:30 Uhr bis 18:30 Uhr abgefahren
  • Durchschnittlich wurden 54,97 Tonnen pro Stunde geernet mit einem Ertrag von 4.88 Tonnen pro Hektar
  • Bei Temperaturen von 25 – 28 Grad Celsius und einer hohen Luftfeuchtigkeit aufgrund von kürzlichem Regen wies die Ernte eine durchschnittliche Feuchtigkeit von 17 Prozent auf

Möglich wurde diese Leistung, weil bei den CR – Mähdreschern verschiedene hochleistungsstarke Technologien zum Einsatz kommen:

  • New Holland’s Vorzeigetechnologie, das Twin Rotor™- System, welches auch bei hoher Druschleistung eine hohe Korn- und Strohqualität gewährleistet
  • New Holland’s starke und effiziente FPT Industrial – Motoren, die mit optimalen Bedingungen für eine saubere Verbrennung nicht nur den Umweltschutz unterstützen, sondern hierdurch auch höhere Motorleistungen bei niedrigen Verbrauchswerten erreichen
  • New Holland’s intelligente Erntesysteme wie die IntelliSteer® – Automatiklenkung, die ein Dreschen rund um die Uhr ermöglichen

Und nun wieder zurück nach Deutschland: Hier sorgt Greenpeace mit einem Rechtsgutachten zur Schweinehaltung für Furore.

Die Organisation gab das Gutachten in Auftrag, um überprüfen zu lassen, ob die konventionelle Mastschweinehaltung, wie von der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung vorgeschrieben, mit dem Tierschutzgesetz vereinbar ist.

Konventionelle Schweinehaltung verfassungswidrig?

Das Ergebnis des Gutachtens beantwortet die Frage mit Ja.

Für Greenpeace ist die konventionelle Schweinehaltung verfassungswidrig und es strebt, wie bei der Legehennenhaltung, eine Normenkontrollklage an.

Unterstützung erhält Greenpeace unter anderem von den Grünen-Politikern Ostendorff und Maisch.

Andere Meinungen äußern hingegen Unverständnis. So meint der Deutsche Bauernverband (DBV): 

„Nach dem bisher bekannt gewordenen Inhalt scheinen die juristischen Aussagen wenig belastbar zu sein“.

„Die von Greenpeace vorgeschlagene Normenkontrollklage würde die laufenden und kommenden Anstrengungen für eine Weiterentwicklung der Tierhaltung konterkarieren, weil zusätzliche Rechtsunsicherheit entsteht“.

Ebenso reagiert die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) mit Kopfschütteln, ist jedoch wenig verwundert, von dem Ergebniss des Gutachtens, welches von „Greenpeace zusammen mit Tierrechtlern vorangetrieben wurde, welche die Nutztierhaltung in Deutschland abschaffen wollen“.

Der ISN stellt zudem die Forderung, dass sich Greenpeace nicht nur rechtlich, sondern auch durchaus fachlich mit dem Thema auseinandersetzt.

Die Organisation würde nicht in den vielen runden Tischen und Arbeitskreisen vertreten sein, um konstruktiv an der Weiterentwicklung der Tierhaltung in Deutschland mitzuwirken.

Auch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt betont, dass die derzeit geltenen Regelungen mit der Verfassung konform sind.

Die gesetzlichen Standards der Tierhaltungsverfahren werden ständig angepasst, an Verbesserungen mit Hochdruck gearbeitet. So der Chorus der Interessengruppen, die dem Rechtsgutachten nicht zustimmen.

Viele Fragen bleiben offen:

  • Gewährleisten die aktuellen Gesetze und Regelungen bereits einen hohen Tierschutzstandard, vor dem Hintergrund, dass in der Praxis viele unterschiedliche Interessen und Ziele vereint werden müssen?
  • Sollte die Veröffentlichung des Gutachtens in den heißen Wahlkampfzeiten von Landes- und Bundeswahlen gar andere strategische Ziele unterstützen?
  • Wird mit einer stärkeren Regulierung eine Abschaffung der Tierhaltung in Deutschland mit entsprechender Auslagerung ins Ausland gefördert?

Sind dies nur die Argumente der Unterstützer der konventionellen Tierhaltung oder bringt Greenpeace einen wichtigen Stein zum Rollen? 

Die Vorfälle in denen Landwirte, insbesondere Tierviehhalter, von diversen Seiten angegriffen werden, scheinen immer häufiger zu werden. 

Wie sieht Ihr die Entwicklung in der Landwirtschaft?

Gießen solche Aktionen wie die von Greenpeace Öl ins Feuer oder können sie beitragen, die Landwirtschaft in Deutschland voranzubringen?

Landtechnik von New Holland auf agra

Landtechnik: Neues von Valtra, Kuhn und New Holland

Vor Kürze berichtete ich über die Valtra A-Serie welche bei der diesjährigen SIMA in Paris die Auszeichnung „Maschine des Jahres 2017“ erhielt. Heute blicken wir auf drei Neuheiten aus der Landtechnik.

Erstens widmen wir uns dem neuen Flagschiff Valtra S394 mit der Multifunktions-Armlehne SmartTouch. Anschliessend schauen wir uns die beiden neuen Aufsatteldrehpflüge Vari-Leader Monorad und Vari-Challenger von Kuhn an sowie die überarbeiteten T5-Traktormodelle von New Holland.

Bevor wir uns auf die Landtechnik – Neuheiten stürzen, hier noch ein kurzer Blick auf ein paar aktuelle Meldungen aus unserer Branche:

1. Aldi Süd Eigenmarken sollen mit weniger Glyphosat-Rückstände belastet sein

Der Streit um den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft geht weiter.

Aldi Süd soll in einem Brief an seine Lieferanten strengere Höchstwerte für Glyphosat-Rückstände festlegen wollen — und zwar maximal 20% des gesetzlichen Höchstwerts.

In der EU gibt es heute schon festgelegte Grenzwerte für Glyphosat-Rückstände. Diese Zulassung läuft Ende 2017 ab. NGOs und Bürgerinitiativen wollen ein Verbot erwirken.

Quelle: Foodwatch

2. Farmer in den USA und England fürchten, dass sie ihre Ernte nicht mehr von Feldern holen können

Wer diese Tage CNN oder BBC einschaltet, wird von den Entwicklungen aus den USA und dem Vereinigten Königreich regelrecht erschlagen. Die einen debattieren hinsichtlich Timing und Konditionen von Brexit, die anderen verschärfen ihre Einwanderungspolitik.

Nun stehen nicht nur Tech-Bosse aus Silicon Valley in der Bredouille und wissen nicht, wie sie zukünftig Top-Fachkräfte – vor allem hochqualifizierte Ingenieure — ins Land holen werden, sondern auch Farmer machen sich einen Kopf darüber wer ihr ganzes Obst und Gemüse von den Feldern holen soll. Die Farmer aus beiden Länder befürchten Ernteverluste.

Gravierender stellt sich die Lage in den USA dar, denn die neue Einwanderungspolitik unter Präsident Trump macht es Ausländern noch schwieriger ein Arbeits-Visum zu erhalten. Das liegt u.a. auch daran, dass US-Farmer nicht nur autorisierte Einwanderer beschäftigen, sondern geschätzt zwei Millionen illegale Einwanderer.

So bezieht sich die New York Times auf eine aktuelle Studie der University of California, Davis und berichtet darüber, dass in Kaliforniens Central Valley geschätzte 70% der dortigen Farmarbeiter sich illegal in den USA aufhalten.

Der neue US-Präsident hat sich fest vorgenommen, die Beschäftigung der amerikanischen Bevölkerung zu fördern u.a. durch eine Begrenzung ausländischer Arbeitskräfte.

Ob dieses Spiel aufgehen wird ist unklar. Die US-Farmer sind besorgt und befürchten große Ernteverluste.

Quelle: New York Times

Neues aus der Landtechnik

Heute im Programm: Valtra mit seinem neuen Flagschiff S394, Kuhn mit zwei neuen Aufsatteldrehpflügen und New Holland mit seiner überarbeiteten T5-Serie.

Der neue Valtra S394 mit SmartTouch-Armlehne

Neben der A-Serie hat Valtra letzte Woche auf der SIMA auch sein neues Flagschiff S394 vorgestellt.

Anbei ein kurzer Videobeitrag mit den Neuheiten von Valtra. Lohnt sich reinzuschauen u.a. auch um für die neue Multifunktions-Armlehne SmartTouch ein Gefühl zu bekommen [Beitrag ist auf Französisch].

Quelle: GTP News

Valtra S394 – ein paar technische Details im Überblick:

  • 405 PS und 1600 Nm
  • AGCO Power 84 AWF Motor mit dynamischem Boost
  • Modernes SCR-System
  • AVT Stufenlosgetriebe (AGCO Variable Transmission)
  • Manuelle Getriebesteuerung ebenfalls verfügbar
  • Hubwerke mit Hubkraft von 12 t im Heck und 5 t in der Front
  • Hydraulik leistet 205 Liter pro Minute
  • TwinTrac-Rückfahrsystem (optional)
  • Multifunktionsarmlehne SmartTouch – alle Traktorfunktionen in Reichweite des Fahrers

Ein Augenschmaus ist sicherlich der 9 Zoll große Touchscreen-Terminal mit dem alle Traktorbedienelemente mit wenigen Klicks angepasst werden können. Zusätzliche Funktionen wie z.B. Auto-Guide, ISOBUS sowie weitere Precision Farming-Optionen sind ebenfalls vorhanden. Landwirte können eine unbegrenzte Anzahl von Benutzer- und Arbeitsgeräteprofile anlegen und je nach Bedarf später aktivieren.

Die Serienproduktion des S394 läuft im Sommer diesen Jahres an. Ab September steht das neue Flagschiff dann für Testfahrten sowie Ausstellungen zur Verfügung.

Zwei neue Aufsatteldrehpflüge von Kuhn

Kuhn erweitert sein Programm an Aufsatteldrehpflügen mit zwei neuen Modellen. Es handelt sich hierbei um den:

  • Vari-Leader Monorad Aufsatteldrehpflug (6 bis 8 furchig)
  • Vari-Challenger Aufsatteldrehpflug mit Fahrwerk (7 bis 10 furchig)

Mehr zur Baureihe Challenger:

Die Challenger-Baureihe ist für Traktoren von 170 bis 450 PS geeignet und auf hohe Flächenleistungen ausgelegt. Zu den wichtigsten Ausstattungen zählen u.a. die hydraulische Kuhn Nonstop-Steinsicherung die laut Hersteller vom Schleppersitz aus bedient wird. Es wird eine Auslösehöhe von 70 cm und eine Seitenausweichung von bis zu 20 cm erreicht.

Der Challenger-Pflug ist für die Straßenfahrt bis 40 Stundenkilometer zugelassen.

New Holland überarbeitet seine T5-Serie

New Holland hat seine T5-Baureihe mit Traktoren von 75 bis 110 PS überarbeitet. Erneuert wurden das Getriebe, die Hubkraft und Motoren.

Erstens wurde die Effizienz der Motoren gesteigert. Die T5-Traktormodelle sind mit 3,4 l Motoren mit Common Rail Einspritzung ausgerüstet. Des Weiteren sind die Motoren mit ECOblue Compact HI-eSCR-Technologie ausgestattet, um die Tier 4B Abgasemissionswerte einzuhalten.

Zu den weiteren Neuerungen zählen:

  • Die Getriebeversionen sind auf den Bedarf abgestimmt.
  • Der neue Frontlader mit breitem Rahmen sorgt für mehr Stabilität.
  • Die neue VisionView-Kabine sorgt für bessere Sicht und mehr Komfort.

Alle technischen Spezifikationen gibt es auf der Seite von New Holland, als PDF zum downloaden.

Landtechnik und Highlights

Ich bin sehr gespannt, welche der oben aufgeführten Neueinführungen sich auf der Agritechnica ein Plätzchen sichern werden. Ich gehe jedoch stark davon aus, dass Valtra ähnlich wie auch bei der SIMA jeweils ein Modell beider Serien A und S vorstellen wird. Die SmartTouch Armlehne des Valtra S394 ist sicherlich sehenswürdig.

In den kommenden Wochen und Monaten werden wir mit Neuheiten und Innovation überhäuft. Was davon letztendlich in den Hannover-Showrooms zur weltweit größten Landtechnikmesse Agritechnica landet, das werden wir sehen.

Landtechnik von Krone

Landtechnik: Neues von CNH Industrial, Krone und Strautmann

Der zweitgrößte Landtechnikhersteller der Welt CNH Industrial hat seine Zahlen für 2016 veröffentlicht. Krone erweitert sein Produktportfolio um einen breiteren EasyCut-Scheibenmähwerk. Strautmann präsentiert neue Ausstattungsvarianten für seine Aperion-Serie.

Bevor wir uns den aktuellen Geschäftsbericht von CNH anschauen bzw. die Landtechnik Neuheiten von Krone und Strautmann näher unter die Lupe nehmen, möchte ich noch folgende zwei Informationen mit Euch teilen.

1. EU-Parlament spricht sich für das Freihandelsabkommen CETA mit Kanada aus

Das was viele befürchtet haben, tritt nun doch in Kraft. 408 Abgeordnete stimmten für CETA, 254 dagegen und 33 Abgeordnete enthielten sich.

Heisst das jetzt „Grenzen auf für GVO und Hormonfleisch“?

Mit Inkraftsetzung von CETA werden 99% aller Zölle zwischen EU und Kanada wegfallen. Es gibt jedoch auch Ausnahmen: so schränkt die EU die Einfuhr von Rind- und Schweinefleisch durch Kontingente ein.

Wie geht’s jetzt weiter?

Im April treten Teile des Abkommens in Kraft. Ausgenommen sind u.a. das Arbeitsrecht, der Sonderschutz für Investoren oder strafrechtliche Fragen.

CETA kann jedoch erst dann endgültig in Kraft treten, wenn alle nationalen (und ein paar regionale) Parlamente zugestimmt haben. Wenn ein einziges der ca. 40 Parlamente dem Abkommen nicht zustimmt, dann ist CETA gescheitert. Dieser Prozess wird sicherlich ein paar Jährchen dauern.

Quelle: EU Kommission, FAZ

2. Deutsche Bundestag beschließt Düngegesetz

Übersetzt heisst das: Deutschland setzt die EG-Nitratrichtlinie um.

Für Landwirte gilt ab sofort die Einhaltung strengerer Regeln. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt will durch das neue Düngerecht vor Überdüngung schützen.

Zu den Änderungen zählen u.a.

  • Höhere Bußgelder von bis zu 150.000 EUR bei bestimmten Verstöße gegen die Düngeverordnung
  • Erstellung einer Stoffstrombilanz ab 2018 für tierhaltende Betriebe mit mehr als 2,5 GV je ha und mehr als 30 ha landwirtschaftliche Nutzfläche oder mehr als 50 GV (ab 2023 Ausweitung auf Betriebe mit mehr als 20 ha landwirtschaftliche Nutzfläche
  • Erstellung einer Stoffstrombilanz wenn dem Betrieb Wirtschaftsdünger aus anderen Betrieben zugeführt werden (ab 2018 bzw. 2023)

Alle weiteren Änderungen zum Nachlesen gibt es auf der Seite des BMEL.

CNH Industrial Geschäftsbericht 2016: Historisch niedrige Nachfrage für Landtechnik

An das Rekordjahr 2013 heranzukommen ist schwer. Und das kriegte CNH Industrial, die Nr. 2 der Weltrangliste im Bereich Landtechnik (siehe Konzernatlas 2017) letztes Jahr hautnah mit.

Dabei investiert kaum ein anderer Konzern so viel in die Gestaltung zukünftiger Maschinen wie CNH Industrial — siehe autonome Traktoren (Case IH, New Holland) und Busse (Iveco).

Hinzu kommt, dass kaum ein anderes Unternehmen aus unserer Branche eine derartige Markenflotte hat wie CNH. Dabei gehören jede Menge gut etablierte Marken wie z.B. Case IH, Steyr, New Holland, Iveco, Fiat zum Konzern.

Trotzdem ging es 2016 sowohl mit dem Umsatz als auch mit dem Gewinn bergab.

Quelle: CNH Industrial

Der Umsatz belief sich auf 23,669 Mrd. USD und lag 4,1% unter dem Vorjahr 2015. Der gemeldete Nettoverlust lag bei 249 Mio. USD; das sind fast 500 Mio. USD weniger als im Vorjahr. Der operative Gewinn belief sich auf 1,291 Mrd. USD (vs. 1,432 Mrd. USD in 2015).

Die Nachfrage für landwirtschaftliche Maschinen befand sich 2016 auf einem historisch niedrigen Niveau, so Richard Tobin, Vorstandsvorsitzender des CNH Industrial. Die Verkäufe im Bereich Landtechnik gingen um 8,2% gegenüber 2015 zurück. Das Betriebsergebnis in der Landtechniksparte betrug 828 Mio. USD; das sind 134 Mio. USD weniger als im Vorjahr 2015.

Krone geht mit dem neuen EasyCut R 400 ‚in die Breite‘

Krone hat sein Produktangebot an Heckscheibenmähwerken um das angebaute EasyCut R 400 mit einer Arbeitsbreite von 4,04 m erweitert. Das entspricht einem Wachstum von 44 cm gegenüber der bestehenden, größten Maschine — das Modell R 360.

Zu den Besonderheiten zählen:

  • Mähwerk klappt hydraulisch nach hinten (perfekt für den Transport)
  • Schutztuch wird automatisch nach oben geklappt
  • Bei einer evtl. Kollision des Scheibenmähwerks, weicht der Mähholm nach hinten und gleichzeitig nach oben aus (dank hydraulischer Anfahrsicherung)
  • Rückseitige Beleuchtung und Warntafel (serienmäßig)

Weiterführende Informationen gibt es in der EasyCut Broschüre von Krone.

Landtechnik von Strautmann: Aperion 2101 neu im Rollbandwagen-Programm

Aus zwei mach drei… Zu den Aperion 2401 und 3401 gesellt sich jetzt neu der Aperion 2101. Strautmann rundet damit sein Rollbandwagen-Portfolio wie folgt nach unten ab:

  • Aperion 2401 mit 24 t zulässiges Gesamtgewicht
  • Aperion 3401 mit 34 t zul. GG
  • [NEU] Aperion 2101 mit 21 t zul. GG

Der Aufbau der neuen Aperion 2101 hat eine Länge von 6,90 m, so dass ein Fassungsvermögen von 24 Kubikmeter (35,5 mit Aufsätzen) erreicht wird.

Quelle: Strautmann

Alle drei Varianten verfügen ab sofort über mehr Ausstattungsoptionen u.a. verschiedene Aufsatzvarianten in jeweils 700 mm Höhe, mechanisch klappbare Aufsätze, hydraulisch teleskopierbare Aufsätze. Der Kornschieber ist serienmäßig mittig platziert, um ein dichtes Schließen zu ermöglichen.

Negative Zahlen können Innovationskraft nicht bremsen

Dieser Satz trifft wohl auf keinen besser zu als auf das Team von CNH Industrial.

Trotz negativer Bilanz wird getüftelt und gebastelt was das Zeug hält. Ich gehe daher schwer davon aus, dass wir eins der autonomen Autos auf de Agritechnica sehen werden.

Was glaubt Ihr? Wird uns Case IH oder New Holland mit futuristischer Landtechnik in Hannover überraschen?

Autonome Traktoren Case IH und New Holland

Autonome Traktoren von Case IH und New Holland

PKWs, LKWs und Busse ohne Fahrer? Daran haben wir uns durch die vielen Berichte schon irgendwie gewöhnt, aber Mähdrescher und Traktoren mit leerem Fahrersitz – das ist was Neues. Willkommen in die Welt der autonomen Landmaschinen.

Im Frühjahr diesen Jahres rollte der erste autonome Mähdrescher über die Felder der russischen Republik Tatarstan. Die Ernte sollte ganz ohne menschliche Unterstützung erfolgen.

Russland setzt auf autonome Landmaschinen – in erster Linie Mähdrescher. In Agropolis (Tatarstan) wurde ein Werk gegründet; hier soll High-Tech für die Landwirtschaft produziert werden. Die drei Projektpartner Cognitive Technologies, Sojus-Agro und Rostselmasch (größte russische Landmaschinenhersteller) wollen rund 250 Mio. EUR in das Projekt investieren.

Die Russen sind sich sicher, dass sie mit ihrem Know-how mit führenden Entwicklern autonomer Fahrzeugtechnologien wie etwa Google oder Tesla locker mithalten können.

Autonome Traktoren – ein Highlight der diesjährigen Farm Progress Show in den USA

Jedes Jahr ist Ende August in Boone, Iowa die Hölle los: drei Tage lang findet nämlich die Farm Progress Show statt. Es ist Amerika’s größte Outdoor Farm Show mit mehr als 500 Ausstellern. Dieses Jahr, eröffnete die Show am 30. August seine Tore.

Zu den Highlights 2016 gehören die brandneuen Traktorkonzepte von Case IH und New Holland. Dabei sorgt insbesondere Case IH mit seinem kabinenlosen Traktor für großes Staunen unter den Landmaschinen und High-Tech Fans.

Futuristisch und multi-funktional: Autonome Traktoren von Case IH Magnum

Quelle: YouTube Video von Case IH North America

Autonom ohne Kabine

Ein revolutionäres Traktorkonzept dieser brandneue Case IH Magnum-Modell. Der Hersteller weist jedoch darauf hin, dass die gleiche Technologie auch in einem Standardtraktor mit Kabine eingesetzt werden kann.

Wie funktioniert der unbemannte Case-Traktor?

Die Überwachung der Arbeitsvorgänge erfolgt wahlweise via Desktop Computer oder mobiles Tablet. Die interaktive Benutzeroberfläche ermöglicht ein genaues Monitoring des Gelände und jeglicher Hindernisse egal ob stationär (z.B. Pfosten) oder beweglich (andere Landmaschinen auf dem Feld).

High-Tech hilft bei der Berechnung der effizientesten Wegführung und der Änderung vorprogrammierter Aufgaben. Im Einsatz befinden sich die neuesten Technologien der Telemetrie, Spurführung, Datenmanagement und -austausch. Bei der Erkennung von Hindernissen helfen Videokameras, eine Laser-Technologie, ein Radar sowie ein LiDAR (Light Detection And Ranging).

In einer aktuellen Pressemeldung von Case IH, äußerte sich Rob Zemenchik, AFS Global Product Marketing Manager wie folgt:

„Ein Mitarbeiter kann auf seinem mobilen Tablet mehrere Landmaschinen überwachen und gleichzeitig andere Arbeiten erledigen oder weitere Fahrzeuge steuern. Mehrere autonome Traktoren können als Flotte oder in Form von mehreren Teilflotten auf unterschiedlichen Feldern zusammenarbeiten und dabei vorprogrammierte Karten und Mengensteuerungsdaten nutzen. So kann ein Traktor einen Pflug ziehen, dicht gefolgt von einem zweiten mit einer Sämaschine.“

Hut ab für das Design des autonomen Magnums. Die Besucher der Farm Show aus Iowa sind begeistert und teilen ihre Begeisterung auf den sozialen Medien sowie auf YouTube gerne mit anderen.

Der Technologiepartner an Seite von CNH Industrial ist Autonomous Solutions Incorporated (ASI), ein Marktführer für autonome off-road Konzepte aus den USA.

New Holland präsentiert fahrerlose Maschine

Das was Case IH kann, das kann auch die Marke New Holland…

Gleiche Outdoor Farming Show, gleiches Traktorkonzept. New Holland stellt auf der Farm Progress Show in Boone seine autonome Maschine vor.

Quelle: YouTube Video von New Holland Agriculture

Was kann der NHDrive-Konzepttraktor

Anders als bei dem futuristischen Case-Traktor, behalten die autonome Traktoren von New Holland die Kabine samt Ausstattung. Diese ist identisch mit der Kabine eines T8-Standardmodells.

Die Vorteile:

  • Der Traktor kann auch von einem Fahrer gelenkt werden, muss sich also nicht zu 100% auf die neuen Technologien verlassen.
  • Des Weiteren ermöglicht die etwas ‚traditionellere‘ Auslegung des Traktors, Arbeiten wo Autonomie noch nicht angewandt werden kann, wie z.B. Frontladerarbeiten.

Die fahrerlose Maschine kann walhweise via Desktop-Computer oder mobiles Tablet gesteuert werden. Die dazugehörige Software hilft bei der Überwachung und Änderung der vorprogrammierten Arbeitsabläufe soweit erforderlich.

Der NHDrive-Traktor ist so ausgelegt, dass es problemlos mit anderen autonomen oder konventionell gesteuerten Landmaschinen arbeiten kann.

Die autonome New Holland Maschine ist mit einer Kombination von Radar, LiDAR und RGB-Kameras ausgestattet, die bei der Erkennung von Hindernissen im Feld eine wesentliche Rolle spielen.

Laut Herstellerangaben sollen zukünftig auch weitere Traktoren aus dem New Holland Portfolio mit NHDrive-Technologie ausgestattet werden. Denkbar ist auch eine Variante ohne Kabine – also ganz auf den Spuren von Case IH…

Da New Holland auch zum Konsortium CNH Industrial gehört, ist der Beitrag des Technologiepartners Autonomous Solutions Incorporated ASI bei der Weiterentwicklung des autonomen Konzepttraktors von großer Bedeutung.

Die Googles und Teslas der Landmaschinenbranche

Wir sind soweit… Autonomie erobert nicht nur unsere Strassen, sondern auch unsere Felder. Das was für unsere Großeltern noch völlig unvorstellbar, ja sogar alienhaft klang, ist heute Realität.

Nun ist es so, dass sich diese autonomen Traktoren, Mähdrescher und Co. besonders gut für große Agrarflächen anbieten. Für Länder wie USA, Russland, Australien oder Canada sind diese Maschinen ein richtiger Produktivitätsbooster.

Ich bin gespannt, wie die Entwicklung bei den kleineren Landmaschinen aussehen wird – denn es gibt unzählige Landwirte die sich nicht mit kalifornischen Felddimensionen messen können jedoch trotzdem von dieser großartigen Technologie profitieren möchten.

Was haltet Ihr von den brandneuen autonomen Traktoren von Case IH und New Holland?