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Solar-Wind-Hybridkraftwerk in Indien

In Indien entsteht das größte Solar-Wind-Hybridkraftwerk der Welt

Während hierzulande und EU-weit darüber diskutiert wird, ob die bereitgestellten Fördermittel für Windkraft und Photovoltaik wirksam sind, baut Indien das größte Solar-Wind-Hybridkraftwerk der Welt.

Der Bezirk Anantapur im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh kämpft schon seit längerem mit massiven Stromausfällen. Es ist ärgerlich für die Bewohner und zudem führt es auch zu Wirtschaftsverlusten. Bis dato wurden die Ausfallzeiten mit Hilfe von teuren Dieselgeneratoren überbrückt. Damit soll jetzt Schluss sein.

Die Lösung: ein hybrides Solar-Wind-Kraftwerk mit 160 Megawatt – das weltweit größte seiner Art.

Indien und die Energiewende

In Indien hat sich seit der Regierung von Narendra Modi einiges geändert. Der Grund liegt darin, dass die aktuelle Regierung den Weltklimavertrag von Paris unterstützt. Die Energieprobleme auf dem Land sollen statt den fossilen Energieträgern (z.B. Kohlekraftwerke) nun durch Erneuerbare Energien gelöst werden.

Dass die Energiewende in Indien Fahrt aufgenommen hat, sieht man auch am Beispiel des Flughafens Cochin. Es handelt sich hierbei um den weltweit ersten Solarflughafen der energieautark ist.

Quelle: CGTN America, YouTube

Ein paar Eckdaten zum weltweit größten Solar-Wind-Hybridkraftwerk

Das Hybridkraftwerk soll eine Gesamtkapazität von 160 MW besitzen. Diese teilen sich wie folgt auf: 120 MW von den Solarmodulen und 40 MW von den Windrädern. Hinzu kommt noch eine Batterie mit einer Speicherkapazität von 40 MW, die eine konstante Einspeisung in das öffentliche Netz garantieren soll.

Das Mega-Projekt wird auf 1,000 qm Fläche bebaut. Die Finanzierung des 155 Mio. US-Dollar (ca. INR 1000 crores) Hybridkraftwerks soll größtenteils durch die Weltbank getragen werden.

Die Regierung aus Andhra Pradesh hat sich große Ziele gesetzt. Bis zum Jahr 2022 sollen 10 GW durch Solaranlagen und 8 GW durch Windkraftanlagen erzielt werden. Der Solar-Wind-Hybridkraftwerk soll zukünftig 3 GW erwirtschaften.

Der große Vorteil der kombinierten Kraftwerke Solar-Wind liegt darin, dass sich beide Energiequellen sehr gut ergänzen. Mal scheint die Sonne und der Wind weht nicht, d.h. die Leistung der Solaranlagen nimmt zu. Andere Male wiederum steigt die Produktion der Windräder.

Optimal ist es, wenn die kombinierten Kraftwerke an einem Ort sind, denn dann wird der Effekt durch die installierte Batterie verstärkt. Durch den Einsatz von intelligenten Netzen könnte jedoch das Manko der räumlich getrennten Anlagen behoben werden.

Das Mega-Projekt in Indien hat Vorbildcharakter: sollte die Anlage wie gewünscht funktionieren und dauerhaft gute Ergebnisse bringen, dann sollen ähnliche Solar-Wind-Hybridkraftwerke auch in anderen Bezirken des Landes entstehen.

Quellen: CleanTechnica

Die Energiewende in der EU

Im Dezember letzten Jahres haben sich die EU-Energieminister in Brüssel auf die Regelungen für eine Energiewende bis 2030 geeinigt.

Bis 2030 sollen 27% des gesamten Energiebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Das beudetet im Klartext: ab 2020 soll die Nutzung von Ökoenergie zum Heizen und Kühlen jährlich um 1%-Punkt steigen. Der Plan muss noch mit dem Europaparlament abgestimmt werden.

Im Verkehrssektor sollen bis 2030, 14% der Treibstoffe aus Ökostrom kommen.

Und wie sieht’s hierzulande aus?

Nach Angaben des Energiekonzerns Eon produzierte Deutschland im Jahr 2017 rund 154 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Solar-, Wasser- und Windkraftanlagen sowie 38 Milliarden Kilowattstunden aus Biomasse-Anlagen. Damit wurde ein neues Allzeithoch erreicht.

  • Die stürmischen Monate September und Dezember bescherten tolle Ergebnisse für die Windräderbetreiber. In diesen beiden Monaten wurden dadurch rund 16 Milliarden Kilowattstunden erzeugt.
  • Im Mai, Juli und August produzierten die Solaranlagen mit Schwerpunkt in den südlichen Bundesländern, rund 5 Milliarden Kilowattstunden.

In Deutschland lag in 2017 der Anteil des Ökostroms an der gesamten Stromerzeugung bei einem Drittel, so eine aktuelle Meldung des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Quellen: dpa, Eon, BDEW

In Zukunft alles nur noch Ökostrom?

Viele Industriezweige befinden sich im Umbruch.

Die Automobilbranche muss jetzt zügig auf Elektro umsteigen, sonst gehen die Kunden und damit auch die Marktposition flöten. Geheizt soll soweit es geht mit Photovoltaik und Co. Gebäude die kein „Green“- oder „Öko“-Zertifikat vorzeigen können, werden zukünftig an die Kasse gebeten.

Manchmal gehen Umstellungen und Veränderungen nur durch Regelungen und Zwang. Ob das immer so gut ist, mag dahingestellt werden. Regierungen einigen sich auf Ausstoßmengen und legen Quoten fest. Die Firmen kriegen es früher oder später hin; die Bevölkerung wird mitgezogen.

Menschliche Evolution – oder gibt’s ein anderes Wort für dieses „Spiel“?

Wenn es um High-Tech und Trends geht, dann blicken wir gerne über den Teich in Richtung USA. Bzgl. Energiewende müssen wir unser Kopf so langsam in die gegensätzliche Richtung drehen, denn in China und Indien passieren sehr interessante Sachen auf diesem Gebiet.

Was haltet Ihr von dem Kombo Solar-Wind-Hybridkraftwerk?

PV-Anlagen bei Agrarbetrieb Photovoltaik

Ab 2016: 10 PV-Anlagen auf Ackerflächen erlaubt

Das Bundeskabinett hat vor zwei Monaten die „Verordnung zur Einführung von Ausschreibungen für die finanzielle Förderung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen“ verabschiedet. Nach der Verordnung dürfen ab 2016 bis zu 10 PV-Anlagen auf Ackerflächen mit je 10 MW in benachteiligten Gebieten errichtet werden.

Bevor wir auf die anstehenden Änderungen eingehen, lassen Sie doch einen schnellen Blick auf folgende Werbung von ET SolarPower GmbH werfen. Günther ist stolzer Besitzer einer PV-Anlage und dann passiert folgendes …

Fokus auf Erneuerbare Energien: Änderungen im Bereich PV-Anlagen

Wir stehen vor folgender Herausforderung:

  • Bis 2025 soll der Anteil erneuerbarer Energien an der deutschen Stromversorgung auf 40-45% steigen.
  • Bis 2035 soll ein Anteil von 55-60% erzielt werden.

Vor diesem Hintergrund, erfolgt die gesetzliche Festlegung der Förderhöhe für jede Technologie. Zwar schafft diese Vorgehensweise eine hohe Planungs- und Investitionssicherheit, es kann jedoch auch zu Über- bzw. Unterförderungen führen.

PV-Anlagen spielen bei dieser Umstrukturierung eine wichtige Rolle und deshalb sollen in den kommenden drei Jahren PV-Freiflächenanlagen mit einer Spitzenleistung von 1,2 Gigawatt neu errichtet und von der Bundesnetzagentur per Auktionsverfahren ausgeschrieben werden.

Kosteneffizienz und Wettbewerbsneutralität so die Erwartungen der Politik. Wer Sonnenstrom zum jeweils günstigsten Preis liefern kann, hat die Nase vorn.

Agrarbetrieb Geschenk Landwirte 05

Wichtige Änderungen im Überblick

  • Ab 2016 dürfen bis zu 10 PV-Anlagen mit einer maximalen Leistung von 10 MW auf Ackerflächen in benachteiligten Gebieten erreichtet werden.
  • Dies gilt auch für Flächen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA).
  • Die Verordnung trat laut Bundeswirtschaftsministerium im Februar 2015 mit der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft. Die Zustimmung von Bundesrat oder Bundestag war nicht erforderlich.

Für das laufende Jahr gilt, dass PV-Anlagen in einem Streifen von maximal 110 m entlang von Autobahnen und Schienenwegen sowie auf Konversionsflächen und versiegelten Flächen errichtet werden dürfen. Für landwirtschaftliche Flächen hat die oben aufgeführte Bestimmung keine Gültigkeit.

Ausschreibungen und Projektgröße

Ausschreibungen werden jährlich auf insgesamt drei Stück begrenzt. Die erste Ausschreibung startet in wenigen Tagen, am 15. April mit einem Volumen von 150 MW. Das Ausschreibungsvolumen für 2015 beträgt 500 MW (ca. 1.000 ha Flächenbedarf).

Die maximale Gebotsgröße liegt laut EEG bei 10 MW; die minimale Gebotsgröße hingegen bei 100 kW.

Die neue Verordnung hat nicht nur Freunde…

Die neue Verordnung stößte auf Kritik insb. seitens des Deutschen Bauernverbands (DBV).

Der Verband fordert den Ausbau von PV-Anlagen auf versiegelte Flächen, Konversions- und Dachflächen zu beschränken und bezeichnet die Neuregelung als „völlig falsches Signal“. Die aktuelle Entscheidung widerspreche dem Ziel, den Flächenverbrauch zu reduzieren, so die Meinung des DBV.

Es bleibt spannend

Die hohe Prozentzahl welche die Bundesregierung anstrebt ist nicht ohne. In zehn Jahren sollen regenerative Energieträger bereits 40% der deutschen Stromversorgung generieren. Ist das wirklich zu schaffen? Geht das überhaupt ohne dabei Ackerflächen zu „opfern“?

Studien belegen, dass PV-Anlagen dreimal mehr Gewinn einbringen als Windkraftanlagen, obwohl sie weniger Strom erzeugen. Der Süden der Republik dominiert die Photovoltaiklandschaft. Im Norden hingegen, treffen wir auf Windkraftanlagen.

Auf welche regenerative Energieträger setzen Sie? Wind-, Wasser- oder PV-Anlagen?

 

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Erneuerbare Energien vs. Fossile Kraftwerke (c) Agrarbetrieb.com

Erneuerbare Energien vs. Fossile Kraftwerke: Wer gewinnt?

Der Kampf zwischen Erneuerbare Energien und fossile Kraftwerke geht in die nächste Runde. Nur dieses Mal steht der Verbraucher im Mittelpunkt. Welche Option ist billiger für den Verbraucher? Auf diese Frage hat die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) ab sofort eine fundierte und detaillierte Antwort.

Führt die Modernisierung der Stromversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien zu höheren Kosten als der Bau neuer fossiler Kraftwerke? Welche Kosten kommen da auf die Verbraucher zu?

Eins steht fest: die deutschen Kraftwerksparks haben eine Erneuerung bitter nötig. Welche der beiden Optionen sich für den Verbraucher finanziell am besten rechnet, sehen wir an den Stromgestehungskosten.

Die Stromgestehungskosten stellen eine wichtige Vergleichsgröße dar. Hierbei handelt es sich um die durchschnittlichen Kosten, die für die Errichtung und den Betrieb von Kraftwerken bezogen auf die erzeugte Strommenge anfallen.

Erneuerbare Energien sind wettbewerbsfähig

Die AEE hat am 07. Oktober 2014 die Ergebnisse einer neuen Metaanalyse veröffentlicht. Diese beinhaltet die Ergebnisse des Vergleichs von 20 wissentschaftlichen Studien im Hinblick auf die aktuellen und bis 2050 prognostizierten Stromgestehungskosten fossiler und regenerativer Kraftwerke.

Zwei wichtige Erkenntnisse vorab

1. Erneuerbare Energien sind wettbewerbsfähig und teilweise billiger als fossile Kraftwerke.

„Erneuerbare Energien sind zum Teil heute schon wettbewerbsfähig. An guten Standorten können die Stromgestehungskosten neuer Windenergie- und Photovoltaikanlagen sogar niedriger ausfallen als die neuer fossiler Kraftwerke“, resümiert Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, die Ergebnisse.

2. Vor dem Hintergrund weiterer technologischer Fortschritte und der ambitionierten deutschen Klimaschutzziele, lässt sich darauf schließen, dass Strom aus Wind und Sonne in den nächsten Jahren günstiger, während Strom aus Kohle und Erdgas teurer wird.

„Deshalb ist es auch wirtschaftlich sinnvoller auf Erneuerbare Energien zu bauen, statt veraltete durch neue Kohlekraftwerke zu ersetzen“, so Vohrer.

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Stromgestehungskosten im Überblick

1. Photovoltaik: Im Jahr 2013 lagen die Kosten der Photovoltaik bei 7,9 bis 16,6 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh). An guten Standorten entspricht dies den Kosten von Erdgas (7,6 bis 10,0 ct/kWh).

Neue Photovoltaikanlagen die nächstes Jahr ans Netz gehen, sollen je nach Standort, kostentechnisch gleichauf mit Steinkohlekraftwerke mit 8 bis 10,3 ct/kWh sein.

2. Windenergie: Die aktuellen Studien belegen, dass die Stromgestehungskosten 2013 der Windenergie an Land zwischen 4,5 und 10,9 ct/kWh lagen. Der Standort ist auch bei Windenergieanlagen von großer Bedeutung. So wurden Preise an sehr windreichen Standorten erzielt, die gleichauf sind mit denen von neuen Braunkohlekraftwerken (3,9 bis 5,4 ct/kWh).

Die Studien gehen davon aus, dass im Jahr 2020, Windenergieanlagen an besonders geeigneten Standorten, günstigeren Strom erzeugen werden, als neue Braunkohlekraftwerke.

3. Bioenergie: Im Vergleich zur Stromerzeugung aus Wind und Sonne, bleibt die Gewinnung aus Biomasse und Biogas relativ teuer. Aktuell liegt die Bandbreite der Stromgestehungskosten bei Bioenergie zwischen 11,5 und 21,8 ct/kWh.

Der technologische Fortschritt soll den Studien zufolge dafür sorgen, dass Bioenergie in 2020 nur noch zwischen 9,9 und 17,3 ct/kWh, und im Jahr 2050 zwischen 7,6 und 16,8 ct/kWh kosten wird. Mit diesen Werten kann Biogas seinem alten Bruder „Erdgas“ zukünftig ruhig die Stirn bieten.

4. Braun- und Steinkohle: Die Kosten von Kohlekraftwerken hängen stark vom Preis für Emissionszertifikate ab. Derzeit liegt der Preis für ein Zertifikat bei 6 EUR. Die Auslastung der Kraftwerke ist von entscheidender Bedeutung.

In 2013 lagen die Stromgestehungskosten von Braunkohlekraftwerken mit CCTS zwischen 5,3 und 9,1 ct2014/kWh und bei Steinkohlekraftwerken mit CCTS zwischen 7,5 und 13,3 ct2014/kWh.

92% der Deutschen wollen den Ausbau Erneuerbarer Energien

Aus einer aktuellen, im Oktober 2014 durchgeführten, repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid geht hervor, dass die große Mehrheit (92%) der Bevölkerung, den verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien für „wichtig“ bis „außerordentlich wichtig“ halten.

Die Themen Klimaschutz, Generationsgerechtigkeit und sinkende Abhängigkeit von Energieimporten stehen für die Deutschen ganz groß im Kurs. Alles das spricht für den weiteren Ausbau von Erneuerbaren Energien.  

Wie lautet Ihre Meinung?

Sind Sie ein Gegner oder Befürworter der Erneuerbaren Energien? Was spricht Ihrer Meinung nach dafür bzw. dagegen?

 

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Weltweites Rekordjahr fuer Erneuerbare Energien - Biogasanlagen Agrarbetrieb (c) Agrarbetreib.com

Weltweites Rekordjahr für Erneuerbare Energien

2013 gilt als weltweites Rekordjahr für erneuerbare Energien. Noch nie war der Fokus auf Ökostrom und damit zusammenhängend der Ausbau der alternativen Energiequellen so stark wie im letzten Jahr.

Jedes Jahr veröffentlicht die Internationale Energieagentur (IEA) ihren Medium-Term Renewable Energy Market Report. Aus dieser geht hervor, dass erneuerbare Energien fast 22% des weltweiten Strommixes ausmachen. Damit stieg die produzierte Menge von Ökostrom um 240 Terawattstunden (TWh) auf insgesamt 5.070 TWh (ein Wachstum von +5%) und lag etwa auf Augenhöhe mit Erdgas.

Erneuerbare Energien in 2020 

Die Prognose des IEA für das Jahr 2020 lautet wie folgt:

26% des weltweiten Stroms soll aus alternative Energiequellen geschöpft werden!

Ein herausforderndes Ziel welches zur Realisierung, Investitionen in Milliardenhöhe benötigt. So wurden dem Bericht zufolge in 2013 umgerechnet 250 Milliarden US-Dollar (ebenfalls ein Rekordbetrag) in den Ausbau der Erneuerbaren gesteckt. Insgesamt sollen 123 Gigawatt neue Kapazitäten entstanden worden, vor allem in der Form von Photovoltaikanlagen und Windrädern an Land.

Die Höhe dieser Investitionen soll laut IEA weiter beibehalten werden, um sicher zu stellen, dass wir in 2020 das Anfangs festgelegte Ziel auch erreichen. Die Politik könnte dem Ganzen jedoch ein Strich durch die Rechnung ziehen, wenn es auf einigen Schlüsselmärkten der OECD weiter für Ungewissheit sorge, so der aktuelle Bericht des IEA.

Subventionierte Erneuerbare Energien, teurer Strom

Auch die Biogasbauer hierzulande kämpfen mit politischen Entscheidungen, Gesetzen und Ungewissheit.

Der Hype nach Fukushima war gross. Die besorgte Öffentlichkeit forderte die Politik auf, mehr in den Bereich Ökostrom zu investieren. Unzähliche Sendungen beschäftigten sich monatelang mit dem Thema. Erinnern Sie sich noch an die vielen heissen Debatten rundum Biogas, Photovoltaik, Windenergie & Co.?

Fukushima ist erstmals „vergessen“ und was bleibt sind z.B. frustrierte Biogasbauer die fest an regenerative Energieträgern glauben und dafür auch ganz viel tun.

Ein frustrierter Biogasbauer packt aus

Der nachfolgende Videobeitrag des Bayerischen Rundfunks zeigt den Leidensweg eines innovativen Landwirts von Biogas aus Ansbach.

Der katastrophale Gegentrend

2013 war nicht nur ein Ökostrom-Rekordjahr, sondern auch ein Rekordjahr für fossile Energieträger. Weltweit wurden erstmals 35,1 Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre ausgestoßen. Das sind 670 Millionen Tonnen mehr als in 2012. Weiterführende Informationen zu diesem katastrophalen Rekord erfahren Sie auf der Seite des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR).

Ihre Meinung zum Thema Erneuerbare Energien

Es tut sich einiges im Bereich Ökostrom. Für den einen geht es zu langsam voran, ein anderer würde hingegen am liebsten alles so lassen wie es war. Wir wissen aber alle, dass nichts beständiger ist als der Wandel.

Wie stehen Sie zu dem Thema erneuerbare Energien? Was erwarten Sie aus den Reihen der Politik?

 

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Photovoltaik und Windkraftanlagen - Erneuerbare Energien

Photovoltaik bringt 3x mehr Gewinn ein als Windkraftanlagen (Studie)

Mit Photovoltaik ist man dreimal besser dran als mit Windkraftanlagen, so das Ergebnis einer Studie des Fraunhofer-Instituts in Deutschland. Photovoltaikanlagen in Deutschland erwirtschaften deutlich höhere Gewinne als Windkraftanlagen, obwohl sie weniger Strom erzeugen.

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) hat vor Kürze die Ergebnisse einer aktuellen Studie bzgl. der Einnahmen und Gewinne von Photovoltaik- und Windkraftanlagen veröffentlicht. Die Untersuchung zeigt große Unterschiede zwischen den beiden erneuerbaren Energieformen auf, und weist auch auf starke Gegensätze zwischen einzelnen Bundesländern hin.

Die EEG-Reform ist zwar durch, aber die Frage ob bestimmte Regionen oder Akteure von dem Ausbau regenerativer Energieträger mehr profitieren als andere, bleibt bestehen. Dieser Frage ist das Fraunhofer ISI zusammen mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) sowie dem Institut für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) nachgegangen.

Die Studie „Verteilungswirkungen der Marktförderung im Bereich Photovoltaik- und Wind-Onshore-Anlagen“ die im Rahmen des gemeinschaftlichen Projekts „Wirkungen des Ausbaus Erneuerbarer Energien (ImpRES)“ entstanden ist, hat als Ziel, die erzeugten Strommengen und Gewinne nach Bundesland, Anlagengröße und pro Jahr für Photovoltaik- und Windkraftanlagen zu ermitteln.

Photovoltaik (2,7 Mrd. EUR) vs. Windkraft (750 Mio. EUR)

Wie unterschiedlich die Gewinne der beiden analysierten Energieträger ausfallen können, erfahren wir in einer aktuellen Pressemitteilung des Fraunhofer ISI:

„Für das Jahr 2012 fielen die durch Windkraftanlagen realisierten Gewinne mit etwa 750 Millionen Euro deutlich geringer aus als bei Photovoltaikanlagen, die mit rund 2,7 Milliarden Euro mehr als dreimal so hohe Gewinne einbrachten – und dies, obwohl die erzeugte Menge an Solarstrom viel niedriger ausfällt als bei Windstrom.“ so Dr. Barbara Breitschopf, Projektleiterin der Studie am Fraunhofer ISI.

Bayern und Baden-Württemberg mit einem Photovoltaik-Marktanteil von rund 40%

Die beiden Bundesländern aus dem Süden dominieren den deutschen Markt für Photovoltaik mit rund 40% der installierten Solarstromkapazitäten. Auch bei den Gewinnen sind die Beiden ganz vorne.

Der hohe Marktanteil wird sowohl durch die vielen privaten Anlagen als auch durch den hohen Anteil an landwirtschaftlichen Betrieben (z.B. durch Solaranlagen auf Dachflächen) erzielt.

Photovoltaik, Windkraft & Co.

Energieversorgung in Deutschland im Jahr 2020

Windkraftanlagen dominieren den Norden

Wie erwartet, stehen Windkraftanlagen in den norddeutschen Bundesländern Niedersachen, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt ganz hoch im Kurs. Diese 4 Bundesländer erzeugen mit einer Leistung von etwa 19 Gigawatt mehr Strom durch Windkraft als die restlichen 12 Bundesländer gemeinsam.

Wer davon ausgeht, dass die Gewinne die in den vier norddeutschen Bundesländern erwirtschaftet werden, gleich verteilt sind, der irrt sich. Die Gewinnspannen fallen sehr unterschiedlich aus.

Obwohl das nördlichste Bundesland im direkten Vergleich mit Niedersachsen nur etwa über die Hälfte der Gesamtstromkapazität verfügt, fielen die Gewinne im Jahr 2012 nur um etwa neun Prozent niedriger aus. Das umgekehrte Bild zeigt sich für Brandenburg, das ab dem Jahr 2000 zwar über die zweitgrößte Gesamtstromkapazität verfügt, jedoch laut Modellabschätzung nur einen Bruchteil der Gewinne Niedersachsens oder Schleswig-Holsteins erzielt. [Pressemitteilung vom 28.07.2014, Fraunhofer ISI]

Nord-Süd Gefälle

Warum diese großen Diskrepanzen zwischen Nord-Süd?

Die regionale Raumplanung sowie die natürlichen Wetterbedingungen spielen eine wesentliche Rolle. So sind Windkraftanlagen in den nördlichen Gebieten günstiger als in den südlichen Regionen Deutschland.

Welche regenerative Energieträger kommen für Sie in der Landwirtschaft in Frage? Ist Photovoltaik eher ein Thema in Ihrem Betrieb oder setzen Sie lieber auf Windkraftenergie?

 

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