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Raps-Barometer 2015: Anbaufläche bleibt unverändert

Seit nunmehr zwei Jahren befragt der Saatguthersteller DuPont Pioneer Rapsanbauer in ganz Deutschland, um mehr über ihr Verhalten erfahren zu können. Dieses Jahr wurden erneut 513 Kandidaten befragt und die Ergebnisse im Raps-Barometer 2015 zusammengetragen.

In dem heutigen Beitrag, werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Erkenntnisse zu der Ölfrucht.

Wie lauten die Anbauintentionen der Rapsanbauer in diesem Jahr? Wie stehen die jeweiligen Rapsanbauer zu den Themen Preis, Beizmittel, Pflanzenschutz, Krankheiten und Hybride?

Rapsernte 2015 mit Claas Lexion 660

Raps-Barometer: Die 7 wichtigsten Erkenntnisse

Anbei die wichtigsten Themen und Erkenntnisse zusammengetragen:

1.  Die Mehrheit der Rapsanbauer wollen die Rapsanbaufläche zur Aussaat 2015 stabil halten.

So wie es aussieht, wollen 77% der befragten Rapsanbauer die Anbauflächen kaum ändern. 12% der Landwirte wollen ihre Rapsanbauflächen um durschnittlich 35% einschränken. Es gibt jedoch auch eine gegensätzliche Bewegung:

9% der Befragten wollen ihre Flächen um durchschnittlich 35% ausweiten.

Diese Entwicklung begeistert die Chefetage bei DuPont. In einer aktuellen Pressemitteilung äußerte sich Ulrich Schmidt, Geschäftsführer bei DuPont Pioneer wie folgt:

„Dies ist bemerkenswert und ein deutliches Zeichen, dass die Rapsanbauer trotz veränderter Rahmenbedingungen weiterhin auf die Vorzüglichkeit der Rapskultur in der Fruchtfolge setzen.“

2. Fallende Rapspreise und Herausforderungen bei der Schädlingsbekämpfung schränken einige Rapsbauer ein.

Wie bereits oben aufgeführt, wollen 12% der Landwirte ihre Rapsanbauflächen einschränken.

19% der Befragten sehen sich aufgrund der fallenden Rapspreise in ihrer Tätigkeit die Flächen weiter auszuweiten, gebremst. Wiederum 12% geben Probleme bei der Schädlingsbekämpfung als Grund für die Einschränkung an.

3. Rapsanbauer gehen mit dem Wegfall neonicotinoidhaltiger Beizmittel unterschiedlich um.

Die Befragten bevorzugen folgende Strategien hierbei:

  • 60% setzten auf Insektizidspritzungen im Herbst
  • 27% erhöhten vorsorglich die Saatstärke
  • 20% säten später aus

4. Landwirte setzen auf DuPont Pioneer Problemlösungen – zur Freude des Herstellers.

Dem Raps-Barometer zufolge, verfügen 61% der befragten Rapsanbauer über Anbauerfahrungen mit Maximus-Halbwerghybriden. Und so wie es aussieht, sind 65% der Nutzer von den Vorteilen dieser Innovation überzeugt.

Des Weiteren haben 25% der Befragten bereits erste Anbauerfahrungen mit dem Clearfield-Produktionssystem gesammelt. Die Vorteile des flexiblen Unkrautmanagements liegen insbesondere bei der Bekämpfung von Problemunkräutern und Durchwuchsraps.

5. Vier Unkräuter bereiten den Rapsanbauern Probleme.

Die 513 Befragten nannten folgende 4 Problemunkräuter: Kamille 45%, Storchschnabel 39%, Klettenlabkraut 34% und Raukearten 31%.

6. Kolhernie bereitet nur Wenigen Probleme.

Lediglich 8% der Rapsanbauer klagen über Probleme mit der Fruchtfolgekrankheit Kohlhernie. So wie es aussieht, sind 20% der Rapsflächen betroffen – was ganz schön viel „kranke Fläche“ repräsentiert.

Rund 3% der Befragten setzen auf kohlhernieresistente Sorten. Im Raps-Barometer werden dabei die DuPont Pioneer Rapshybride der Marke Protector (PT 235 und PT 242) genannt.

7. Die mit Raps bewirtschaftete Fläche liegt im Durchschnitt bei 47 ha.

Knapp 25% der Befragten baut Raps auf einer Fläche von 6 bis 10 Hektar an.

Ein paar Hintergrundinformationen zum Raps-Barometer

Die Befragung wird während der Rapsfeldtage von DuPont Pioneer durchgeführt. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer liegt bei 50 Jahren.

Der Raps-Barometer vermittelt Trends und Meinungen von 513 Rapsanbauern und sollte laut Saatguthersteller deshalb nicht als repräsentative Umfrage verstanden werden.

Ihre Meinung

Sind solche Befragungen hilfreich oder nicht?

Das fragen wir uns wohl bei jeder Statistik. Wie aussagekräftig diese Zahlen sind oder nicht, das mag ich nicht beurteilen. Wichtig ist, dass wir Zugang zu derart Befragungen haben, denn der eine oder andere Trend lässt sich daraus recht gut ablesen.

Unkräuter, Kohlhernie, Wegfall neonicotinoidhaltiger Beizmittel – Können Sie die Erkenntnisse aus dem Raps-Barometer nachvollziehen?

 

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Raps und Rapsschädlinge

Rapsschädlinge: Rapsstengelrüssler und Kohltriebrüssler auf Jagd

Der Frühjahr ist eingetroffen und zusammen mit den milden Temperaturen sind auch die zwei bekanntesten Rapsschädlinge wieder aktiv geworden. Die Rede ist vom Gefleckten Kohltriebrüssel und seinem größeren „Bruder“, der Große Rapsstängelrüssler.

Grund genug, um uns etwas intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen und ein paar vorzubeugende Maßnahmen sowie Bekämpfungsmöglichkeiten anzuschauen.

Rapsschädlinge: Wertvolle Tipps zur Bekämpfung

In einigen Regionen Deutschlands haben die Temperaturen in den letzten Tagen zum ersten Mal in diesem Jahr die 20 Grad-Marke überschritten. Ein klares Zeichen für Rapsschädlinge: „jetzt können wir wieder aktiv werden und Eier ablegen“.

Das mag zwar der Plan der „netten“ Schädlinge sein, jedoch müssen wir dies als Landwirte schnellstmöglich unterbinden, sonst ist unsere gesamte Rapsernte Futsch.

Werfen wir doch einen näheren Blick auf die beiden wichtigsten Rapsschädlinge.

1. Der Große Rapsstengelrüssler

Sobald die ersten warmen Tage des Frühjahrs Mensch und Tier wieder ins Freie locken, sollten die Gelbschalen im Rapsfeld aufgestellt und regelmässig kontrolliert werden. Je früher man die Rapsschädlinge aufspürt, umso effektiver lassen sie sich bekämpfen.

Verhalten des Großen Rapsstengelrüsslers

Der Schädling überwintert im Boden der vorjährigen Rapsfelder und wird bereits bei Temperaturen von 5-7 Grad Celsius aktiv. Bei Sonnenschein, Windstille und Temperaturen über 12 Grad kommt es zum intensiven Einflug.

Die Eiablage erfolgt vorzugsweise im Stängel. Daraufhin werden die Stängel schwach und verdrehen sich „S-förmig“. Schwache Seitentriebe und ein strauchartiger Wuchs sind ebenfalls Anzeichen eines Befalls. Die Bohrlöcher bzw. Eintrittspforten sind Wegbereiter für Pilzkrankheiten.

Der Große Rapsstengelrüssler ist 2-4 mm lang und haben den Rüssel nach unten gebogen. Die Larve wird bis zu 7 mm lang, fußlos, gelblich-weiß und nach innen gekrümmt.

Wie stelle ich fest ob mein Rapsfeld befallen ist?

Die Gelbschalenkontrolle gilt als Maß aller Dinge. Liegen 10 Käfer innerhalb von drei Tagen in der Gelbschale, gilt der Rapsbestand als befallen. Die Bekämpfung sollte innerhalb von 3 Tagen nach Erreichen der Schadensschwelle erfolgen. Eier und Larven sind nicht mehr zu bekämpfen.

Wie wird man die Rapsschädlinge los?

Der optimale Termin für eine Insektizidbehandlung ist laut Deutsche Saatveredlung (DSV) etwa 10 Tage nach dem Flugtermin erreicht. Die wirksamen Mittel zur Bekämpfung von Stängel- und Triebrüsslern sind Insektizide wie z.B. Pyrethroiden (Klasse I und II), Avaunt oder Plenum.

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2. Der Gefleckte Kohltriebrüssler

Der große Rapsstengelkäfer ist ja bereits aktiv. Jetzt gesellt sich auch der Gefleckte Kohltriebrüssler hinzu.

Wie sieht der Käfer aus?

Die Deutsche Saatenveredlung (DSV) beschreibt den Schädling wie folgt:

Der 2,5 bis 3,5 mm lange, durch die unregelmäßig verteilte, weißgraue, schuppenartige Behaarung fleckig aussehende Käfer besitzt einen dünnen, abwärts gebogenen Rüssel, außerdem rötlich gelbe bis rostbraune Füße und einen hellen kreisförmigen Fleck auf dem vorderen Rückenteil. Die weißliche, nach innen gekrümmte, beinlose Larve mit brauner Kopfkapsel ist etwa 4 bis 5 mm lang.

Verhalten des Gefleckten Kohltriebrüsslers

Zeitlich gesehen, erscheint der Schädling zur gleichen Zeit oder etwas später als der Große Rapsstängelrüssler. Anders als bei seinem großen Bruder, sind die Schäden die vom Geflecktem Kohltriebrüssler verursacht wurden nur schwer erkennbar, weil der Rapsstängel gerade weiter wächst. Erste sichtbare Symptome sind die Einstichstellen für die Eiablage.

Die Eiablage erfolgt vorzugsweise in Blattstiele oder im Stängel. Die Larven fressen in Blattmittelrippen, -stielen und Trieben. Die Jungkäfer schlüpfen um die Zeit der Rapsernte. Der Reifungsfraß richtet zwar keinen Schaden an, die Bohrlöcher im unteren Stängel jedoch sehr wohl. Diese Eintrittspforten gelten als Wegbereiter für Pilzkrankheiten wie Verticilium dahliae und Phoma lingam. Ist die Pflanze stark befallen so wird sein Wachstum gehemmt und der Stängel kann abknicken.

Wie stelle ich fest ob mein Rapsfeld befallen ist?

Die Gelbschalenkontrolle gilt als Maß aller Dinge. Liegen 10 Käfer innerhalb von drei Tagen in der Gelbschale, gilt der Rapsbestand als befallen und sollte dringend bekämpft werden.

Befallsbegünstigende Faktoren: wenn in einer Zeitdauer von 2 Tagen mindestens an vier Stunden mehr als 15 Grad erreicht werden.

Wie wird man die Rapsschädlinge los?

Der optimale Termin für eine Insektizidbehandlung ist laut DSV etwa 10 Tage nach dem Flugtermin erreicht. Die wirksamen Mittel zur Bekämpfung von Stängel- und Triebrüsslern sind Insektizide wie z.B. Pyrethroiden (Klasse I und II), Avaunt oder Plenum.

Und wie siehts mit Ihrem Rapsfeld aus?

Haben die Käfer Ihr Rapsfeld verschont oder liegen in Ihren Gelbschalen bereits die ersten Rapsschädlinge? Welche Insektizide verwenden Sie bei der Bekämpfung?

 

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Ernte 2015 Fokus liegt auf Winterweizen und Wintergerste

Ernte 2015: Fokus liegt auf Winterweizen und Wintergerste

Die deutschen Landwirte haben sich für die kommende Ernte 2015 vermehrt für Wintergetreide entschieden. Die Aussatfläche von Wintergetreide hat sich nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) um 128.000 Hektar erweitert. Das sind gute zwei Prozent mehr als in 2014.

Wintergetreide wird heuer auf insgesamt 5,56 Mio. Hektar ausgesät. Im Vordergrund stehen der Winterweizen und die Wintergerste. Es gilt: die Anbauflächen für diese beiden Sorten auszuweiten.

Im Einzelnen stellt sich das Ganze dann wie folgt dar:

1. Winterweizen. Bei der bedeutendsten Getreideart wird in 2015 von einer Flächenausweitung von 2,8% auf 3,25 Mio. Hektar ausgegangen. Das sind 89.000 Hektar mehr als im Vorjahr.

2. Wintergerste. Das größte Wachstum erwartet man bei der Wintergerste mit knapp 3,5%. Die Aussaatfläche soll auf 1,27 Mio. Hektar ausgedehnt werden. Das sind 43.000 Hektar mehr als im Erntejahr 2014.

3. Winterraps. Anders als bei den zwei oben aufgeführten Fruchtarten, geht die Aussaatfläche zur Ernte 2015 für Winterraps deutlich zurück. Rund 81.000 Hektar weniger sollen es werden und damit ein Rückgang auf eine Anbaufläche von 1,3 Mio. Hektar. Das entspricht einer Schrumpfung von -5,8%.

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Rapsaussaaten zur Ernte 2015: Rückgang in fast allen Bundesländern

Die Befürchtung einer geringen Rapsernte in 2015 geht durch fast alle Bundesländer. Nicht zu vernachlässigen sind auch die Schäden die im Herbst in der Rapshochburg Mecklenburg-Vorpommern durch Kohlfliege und Rapserdfloh verursacht wurden.

Aktuell sieht es gemäß letzter Meldung von destatis wie folgt aus:

  • Niedersachsen: 11% weniger Rapsfläche
  • Bayern: ca. 10% weniger Anbaufläche für Winterraps
  • Nordrhein-Westfalen: Flächenrückgang um knapp 9%
  • Baden-Württemberg: 8% weniger
  • Schleswig-Holstein: ebenfalls 8% weniger
  • Thüringen: 8% weniger
  • Mecklenburg-Vorpommern: amtliche Schätzungen gehen von 300 Hektar Verlust aus

Die beiden Bundesländer die aus der Reihe tanzen und ein positives Kennzeichen ausweisen sind:

  • Rheiland-Pfalz: Ausdehnung der Anbaufläche von Winterraps um +5%
  • Saarland: Flächenzuwachs von +1%

Ernte vor Schädlingen schützen

Wie kann man die Ernte lagerfähig machen? Wie soll man sich denn am besten gegen die kleinen Fressfeinde schützen?

In dem folgenden Beitrag sehen Sie ein paar gute Tipps. Der Selbsversorger packt mal wieder aus.

Rapsernte 2015: Geringe Bereitschaft Kontrakte abzuschließen

Das Thema Rapsernte 2015 ist bei weitem noch nicht abgeschlossen. Die Sorgen um witterungsbedingte Ernteausfälle gekoppelt mit den reduzierten Anbauflächen führen dazu, dass die Bereitschaft der Erzeuger, Kontrakte für 2015 abzuschließen, sinkt.

Laut Agrarmarkt Informationsgesellschaft (AMI) sollen bisher nur 10% der kommenden Ernte vermarktet worden sein. Das ist ein Rekordtief und soll nach Einschätzungen von Marktteilnehmern, die Obergrenze der tatsächlich fixierten Menge darstellen.

Wie haben Sie sich denn aufgestellt?

Setzen Sie bei der Ernte 2015 ähnlich wie die Meisten in der Bundesrepublik auf Weizen und Gerste, oder gehen Sie einen anderen Weg und bevorzugen den Winterraps? Ich bin sehr gespannt wie Ihre Auswahl ausfällt. Kommentare sind herzlich willkommen.

 

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EU-Landwirte und Ernte 2014 bei Agrarbetrieb

Einkommensrückgang für EU-Landwirte in 2014

Die Bilanz der EU-Landwirte für das Jahr 2014 ist durchwachsen. Die Kombination erhöhte Produktionsmengen und geringe Erlöse führt zu einem Einkommensrückgang. In der EU28 verzeichneten 20 Länder ein rückläufiges Einkommen der Landwirte.

Das landwirtschaftliche Realeinkommen je Arbeitskraft ist 2014 in der EU28 um 1,7% gesunken, so die ersten Schätzungen von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union. Demnach stieg das landwirtschaftliche Realeinkommen je Arbeitskraft nur in 8 Mitgliedstaaten. Die restlichen 20 Länder müssten mit einer rückläufigen Entwicklung rechnen. 

Woher kommt der Rückgang?

Die Liste der EU-Landwirte mit Splitt Gewinner vs. Verlierer stellt sich wie folgt dar:

EU-Landwirte Realeinkommen je Arbeitskraft 2014Quelle: Eurostat, Pressemitteilung 194/ 2014 vom 15. Dezember 2014

Landwirte in Slowenien jubeln; in Finnland ist die Stimmung mies

Den höchsten Anstieg des landwirtschaftlichen Realeinkommens je Arbeitskraft 2014 vs. 2013 wurde in Slowenien registriert mit +13,3%. Weitere 7 Mitgliedstaaten rechneten mit Zuwächsen, darunter Ungarn (+9,1%), die Tschechische Republik (+7,2%) und das Vereinigte Königreich (+6,9%).

Die stärksten Rückgänge gab es für die Landwirte in Finnland mit -22,8%. Ähnlich sah es für 19 weitere Mitgliedstaaten aus: Litauen (-19,4%), Belgien (-15,2%), Itanlien (-11%), Estland (-10,9%) und Dänemark (-10,1%).

Deutschland lag an achter Stelle mit einem Plus von 0,2%; damit knapp über dem Durchschnitt.

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Preise für Kartoffeln, Ölsaaten und Getreide im Keller

Wie oben bereits aufgeführt, fiel der Wert der landwirtschaftlichen Produktion zu Erzeugerpreisen durch die Verringerungen in beiden Bereichen pflanzliche und tierische Erzeugung.

Werfen wir doch einen tieferen Blick auf die jeweiligen Bereiche.

1. Pflanzenbau

Der Rückgang resultiert aus einer starken Preisabnahme (-9,5%), welches teilweise durch einen Anstieg des Produktionsvolumens (+3,8%) ausgeglichen wurde.

Starke Preiseinbrüche gab es vor allem bei:

  • Kartoffeln (-24,5%)
  • Ölsaaten (-14,7%)
  • Getreide (-13,9%)
  • Zuckerrüben (-11,6%)
  • Obst (-10,7%)
  • Olivenöl (-8,2%)
  • frisches Gemüse (-6,5%)
  • Wein (-4%).

Was das Produktionsvolumen anbelangt, so stieg dieser bei Olivenöl (+46,4%), Ölsaaten (+8,2%), Zuckerrüben (+6,9%), Getreide (+5,9%), Kartoffeln (+5,5%), Frischgemüse (+1,9%) und Obst (+0,4%).

2. Tierische Erzeugnisse

Ähnliches Szenario auch bei den tierischen Erzeugnissen, jedoch weniger stark preisbedingt (Rückgang um 2,8%). Dieses Minus konnte durch einen Anstieg des Produktionsvolumens um +1,9% leicht ausgeglichen werden.

Einen Preisrückgang gab es bei Schweine (-6,1%), Rinder (-5,2%), Eier (-5%) und Geflügel (-4,3%). Eine Erhöhung des Produktionsvolumens wurde bei Milch (+3,6%), Geflügel (+3%), Rindern (+1,5%) und Schweinen (+0,6%) verzeichnet.

Vorleistungskosten fielen um 3,6%
Der negative Wert entstand als Folge der deutlich geringeren Kosten bei Futtermittel (-8,1%), Dünge- und Bodenverbesserungsmittel (-6,4%) sowie Energie und Schmierstoffe (-3,9%).

EU-Landwirte ernten 22 Mio. Tonnen mehr Getreide in 2014

Zuletzt noch ein paar positive Nachrichten aus Brüssel. Der Verband des Europäischen Getreidehandels, kurz Coceral hat seine Getreideschätzung für 2014 nach oben korrigiert. Hiernach haben EU-Landwirte in 2014, 22 Millionen Tonnen mehr Getreide geerntet als im Vorjahr. Die EU-Getreideernte beläuft sich damit auf 323 Millionen Tonnen.

Die Steigerung ist insbesondere bei Weizen stark ausgeprägt. In 2014 wurden 148,4 Mio. Tonnen produziert. Das entspricht einem Wachstum von +8,7%. Die Maisproduktion steigerte sich um 16% auf 73,5 Mio. Tonnen.

Die Rapsproduktion fällt mit 16% Wachstum ebenfalls positiv aus. Die Prognosen für 2015 sehen allerdings aufgrund des Neonicotinoid-Verbots negativ aus.

Die Gerstenproduktion blieb konstant bei 60 Mio. Tonnen. Leicht rückläufige EU-Mengen werden bei Roggen und Hafer erwartet.

Was halten Sie von der aktuellen Einkommensentwicklung der EU-Landwirte? Wie können sich Landwirte gegen diese Rückgänge am besten schützen?

 

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Rapsernte bei Agrarbetrieb - Ruebenernte (c) Agrarbetrieb.com

Rapsernte 2014 TOP, Rübenernte positiv erwartet

Die Rapsernte 2014 war besser als erwartet. Es wurden 5% mehr als im Vorjahr eingebracht, so die aktuelle Statistik der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft. Positive Prognosen gibt es derweilen auch bzgl. der Rübenernte. Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ) hat ihre erste Ernte- und Erzeugungsschätzung für 2014 veröffentlicht.

Das Ergebnis der diesjährigen Rapsernte überrascht manch einen Experten. Insbesondere wenn wir daran denken, dass die Anbaufläche von Winterraps, die wichtigste Ölsaat in Deutschland, gegenüber 2013 um 5% reduziert wurde.

Nach ersten Schätzungen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) wurden mehr als 6 Millionen Tonnen Winterraps geerntet. Das entspricht einer Wachstumsrate in Höhe von 5%. Neben den hohen Erträgen liegt auch der durchschnittliche Ölgehalt über dem in 2013.

Rapsernte 2014

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Der Raps erfreute sich 2014 hervorragenden Vegetationsbedingungen. Anfangs sah es aufgrund des milden Winters nach einer frühen Ernte aus, jedoch zog der nasskalte Frühsommer sowie das wechselhafte Wetter in den Monaten Juli und August dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung.

Die Rapserzeuger haben nicht viel von ihrer umfangreichen Ernte, so die aktuelle Pressemitteilung des AMI. Die Preise liegen zur Zeit zweistelling unter dem Vorjahr und es gibt wenig Aussicht darauf, dass der Abwärtstrend bald ein Ende finden würde.

Gute Rübenernte 2014 erwartet

Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ) hat letzte Woche die erste Ernteprognose für das Rübenjahr 2014 veröffentlicht. Die Rübenanbaufläche in Deutschland liegt mit rund 356.000 Hektar um ca. 16.000 Hektar höher als in 2013. Der Zuckerrübenertrag wird auf 76,9 t/ha geschätzt.

Aus der Pressemitteilung des WVZ vom 21.08.2014 erfahren wir noch folgendes:

Für die kommende Kampagne erwartet die WVZ eine Rübenanlieferung von 27,4 Mio. t. Sie liegt um ca. 5,7 Mio. t über der Vorjahresschätzung, bleibt jedoch hinter den Jahren 2011 und 2012 zurück. Die aus den Rüben gewonnene Zuckermenge wird auf rund 4,4 Mio. t geschätzt. Das sind rund 0,9 Mio. t mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. Sie liegt damit leicht unter den Schätzungen der Jahre 2011 und 2012.

Rübenernte 2014 innerhalb der EU

Die Prognosen unserer Nachbarländer ergeben kein einheitliches Bild. Während Frankreich, Polen und die Niederlande von Spitzenwerten ausgehen, rechnen die schweizerischen Rübenanbauer (Rekordhalter bei den Zuckererträgen) gegenüber dem Vergleichsmittel mit unterdurchschnittlichen Ergebnissen, so eine aktuelle Mitteilung des Landwirtschaftlichen Informationsdienst Zuckerrübe (liz).

Die größten Abweichungen im Erntebarometer sehen die niederländischen Rübenanbauer. Zum langjährigen Durchschnitt rechnet man aus heutiger Sicht mit absoluten Rekorderträgen.

Sind Sie mit der diesjährigen Rapsernte zufrieden? Stimmen Ihre Erwartungen im Rübenbereich mit den äußerst positiven Prognosen des WVZ überein?

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