Beiträge

Soziale Netzwerke in der Landwirtschaft 2018

Soziale Netzwerke und das Internet in 2018

Facebook, Instagram, Snapchat, WhatsApp, YouTube — das sind mit die wichtigsten Apps auf unseren Smartphones. Es sind diese soziale Netzwerke, die unter anderem auch zu Weihnachten und Silvester für unsere Aufmerksamkeit gekämpft haben.

Auf ein gesundes und glückliches 2018!

Es wurde rückwärts gezählt, die Gläser gingen in die Luft, dann wurde angestossen und der/ die Liebste geküsst.

Was folgte danach?

Handy raus.

Klick auf WhatsApp und tippen was das Zeug hält.

Klar, Emojis durften in der Nachricht nicht fehlen.

So oder sehr ähnlich kommunizieren wir heutzutage. Absolut unvorstellbar vor nicht mal fünf Jahren.

Und dabei spielt es keine Rolle ob Ihr Landwirt seid, Arzt, Lehrer, Politiker oder Schüler. Alter spielt keine Rolle. Geschlecht spielt keine Rolle. Beruf spielt keine Rolle. Jeder hat ein Smartphone und jeder nutzt Apps wie ein Weltmeister.

Der einzige Unterschied: während Euer 16-jähriger Sohn mit Snapchat rumhantiert, postet Eure Frau Bilder auf Instagram und Ihr informiert Euch über die neuesten politischen Ereignisse auf Twitter oder YouTube.

Soziale Netzwerke dominieren die Online-Nutzung und rauben unsere Aufmerksamkeit. Sind das die modernen Zeitfresser? Machen sie uns abhängig? Sind soziale Netzwerke gefährlicher als Alkohol und Drogen?

Kein Wunder, dass immer mehr Zeitschriften, Berichte verfassen mit der Überschrift „Get a life social media junkies“.

Soziale Netzwerke & Landwirtschaft in 2018 und darüber hinaus

An dieser Stelle fragt sich sicherlich der eine oder andere von Euch: „Was hat jetzt diese Intro mit Landwirtschaft zu tun?“

Es geht um Folgendes:

Wenn unsere Mitbürger (uns inklusive) die meiste Zeit auf Social Media verbringen, dann müssen wir (Landwirte) in diesen Apps präsent sein!

Wir können uns in 2018 nicht mehr leisten, zu sagen, dass Facebook & Co. irrelevant sind.

  • Facebook, das weltweit größte soziale Netzwerk hat über 2 Milliarden monatliche Nutzer.
  • YouTube wird von bestimmten Altersgruppen mehr konsumiert als TV + Radio zusammen.
  • Wenn es um politische Ereignisse geht, dann klickt fast jeder als erstes auf Twitter.
  • Und wer sich auf der Suche nach schönen Möbeln oder Innenausstattungsideen begibt, der kommt an Instagram und Pinterest nicht mehr vorbei.
  • Nicht vergessen: wer Jugendliche dabei erwischt Grimassen zu ziehen, der weiss, dass Sohnemann oder Töchterchen, die neuesten Features von Snapchat ausprobieren.

Im englischsprachigem Raum herrscht der Leitsatz „the current state of the Internet is social“ – was soviel bedeutet wie, soziale Netzwerke repräsentieren den aktuellen Stand des Internets.

Dieser Trend wird sich in 2018 und den kommenden Jahren verstärken. Facebook ist ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft geworden. Ob uns das gefällt oder nicht, das sagen die Zahlen. Jeder dritte auf der Welt nutzt Facebook monatlich und die Anzahl der Nutzer wird durch Mark Zuckerberg’s Initiative mit Facebook Light große Flächen von Afrika und Asien zu erobern, sogar steigen.

Mittlerweile ist die „Szene“ der sozialen Netzwerke recht übersichtlich geworden. Klar glauben Developer weiterhin dran, „the next big Facebook“ zu entwickeln, aber ganz so leicht wird es nicht mehr.

Facebook dominiert mit der gleichnamigen Plattform zusammen mit Instagram, Messenger und WhatsApp die soziale Medienlandschaft. Google hat YouTube und Google Plus, wobei letztere es nicht so richtig zum Aufsteigen schaffte. Dann hätten wir noch Twitter, Pinterest, LinkedIn und das deutsche Pendant Xing sowie Evan Spiegel’s Snapchat. Recht übersichtlich, oder?

Wie kann man sich als Landwirt auf Facebook & Co. einen Namen machen?

In den vergangenen Monaten habe ich des öfteren Beiträge zu Social Media in der Landwirtschaft geschrieben, um Euch die unterschiedlichen Möglichkeiten zu präsentieren und gleichzeitig auch aufzuzeigen, wie ich diese sozialen Netzwerke einsetze, um Agrarbetrieb bekannter zu machen.

Hier findet Ihr eine Auswahl an Artikel über Social Media.

Die jeweiligen Beiträge wurden aus der Perspektive eines Landwirts geschrieben, der aktiv ist auf den meisten Plattformen. Denn was nutzt es wenn uns Marketinggurus und Agenturen mit großen Teams vorgaukeln wie wir das alles tun sollten, wenn wir uns in erster Linie um unsere Felder und Tiere kümmern müssen.

Daher habe ich vollstes Verständnis für die Priorisierung unserer landwirtschaftlichen Aufgaben. Wo mir jedoch das Verständnis fehlt ist wenn Kollegen aus der Landwirtschaft, Facebook & Co. weiterhin völlig ignorieren und deren Relevanz für unser Geschäft ausser Acht lassen.

Twitter hat man schon lange tod geschrieben. Ist es eingetroffen? Nein. Ganz im Gegenteil, der aktuelle amerikanische Präsident Donald Trump und Tesla’s CEO Elon Musk schwören auf Twitter und nutzen tweets um nicht nur Ihre Meinungen mit der Welt zu teilen, sondern auch kontroverse Diskussionen zu führen.

Auf Instagram verdienen Celebrities mittlerweile mehr Geld als in TV-Spots und bei Facebook bringen Werbungen mittlerweile mehr als auf Google oder sonst wo.

Die Welt ist SOCIAL geworden.

Soziale Netzwerke mögen süchtig machen aber sie sind ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft geworden. So ganz ohne WhatsApp und YouTube kann ich ehrlich gesagt mein Leben auch nicht mehr vorstellen. Sie sind tolle Kommunikationstools und exzellente Partner, wenn man sie gezielt einsetzt und nicht zu deren Sklaven wird.

Wie lautet Euer Urteil über Facebook & Co.? Welche soziale Netzwerke nutzt Ihr in Eurem landwirtschaftlichem Betrieb?

Social Media Landwirtschaft Marketing

Social Media Marketing auf dem Feld und im Stall

Wir Landwirte wissen, dass wir technologisch immer auf dem neuesten Stand sind. Aber gilt das nur für die schweren Geräte im Feld und Stall? Wie sieht es mit Social Media aus?

Social Media und Landwirtschaft passen für viele wahrscheinlich nicht direkt zusammen.

Das wir „Landeier“ bei unseren Arbeitsgeräten vom Traktor bis zur Drohne ziemlich ausgeklügelte Technik benutzen, dürfte sich inzwischen rumgesprochen haben.

Aber wie sieht es mit Facebook, Twitter und wie sie nicht alle heißen aus? Lebt der Landwirt von heute da noch hinter dem Mond?

Darauf gibt es nur eine klare Antwort: nein!

Social Media in der Landwirtschaft

Für die jüngeren Landwirte unter uns gehören soziale Medien eh von klein auf zum Leben dazu. Aber auch so haben sich die sozialen Netzwerke in der Landwirtschaft etabliert.

Lasst uns einen Blick auf die Nutzung von Social Media in der deutschen Landwirtschaft werfen.

Das Marktforschungsunternehmen AgriDirect Deutschland hat im Frühjahr 2016 hierzu eine Studie durchgeführt.

Demnach nutzt ca. die Hälfte der landwirtschaftlichen Betriebe Social Media Plattformen.

Hierbei ist auffällig, dass tendenziell mit der Größe des landwirtschaftlichen Betriebes auch die Nutzung von Social Media zunimmt.

Whatsapp (79,4%), Facebook (55,8%) und YouTube (45,9%) gehören mit Abstand zu den beliebtesten Plattformen.

Wozu nutzen Landwirte in Deutschland die sozialen Netzwerke?

  • „Ich nutze Social Media Plattformen aus privaten Gründen.“ (48,6%)
  • „Ich lese landwirtschaftliche Nachrichten.“ (45,5%)
  • „Ich tausche mich mit Berufskollegen aus.“ (40,9%)
  • „Ich sammle Informationen zu Neuigkeiten über Produkte und Maschinen.“ (38,4%)

Dies sind die mit Abstand wichtigsten Gründe, die genannt wurden. Erst an fünfter Stelle kam:

  • „Ich bewerbe mein eigenes Produkt bzw. meinen eigenen Betrieb.“ (10,0%)

Die bedeutet, dass lediglich jede zehnte Landwirtschaft Social Media Plattformen für die eigene Vermarktung nutzt.

Soziale Medien sind aber nicht nur großartig, um sich mit seinen Kollegen auszutauschen und top informiert zu bleiben.

Social Media Marketing in der Landwirtschaft

Sie können ein sehr effektiver Weg sein, mit Verbrauchern in direkten Kontakt zu treten und Ihnen das „wirkliche“ Leben eines Landwirts näherzubringen.

Fernab von nach Aufmerksamkeit schreienden Schlagzeilen über Tierquälerei und Zerstörung der Natur oder, dem anderen Extrem, fernab von romantisierten, idyllischen Bauernhofbildern.

Die Verbreitung von Smartphones macht es für Landwirte sehr einfach, Verbraucher und Interessierte am täglichen Leben teilhaben zu lassen.

Eben mal schnell ein Foto von dem jüngsten Kälbchen oder ein Video von der Feldbegehung gepostet. Der Fantasie des Landwirts sind keine Grenzen gesetzt. 

Gepostet werden kann, was gefällt. Aber egal welche Plattform man nutzt, es gibt doch die eine oder andere Grundregel, die man beherzigen sollte:

15 Tipps zum Social Media Marketing

Quelle: Carlo Siebert

Klingt gar nicht so kompliziert, Social Media anzuwenden, oder?

Früher war Selbstdarstellung und Vermarktung des Betriebes und seiner Produkte nur mit viel Aufwand und Kosten möglich.

Die neuen Technologien sind heute so einfach, dass selbst Dreijährige schon wahre Meister im Bedienen eines Smartphones sind.

Ohne große Kenntnisse und Einarbeitung kann jeder soziale Medien auf seinem Hof einsetzen, um seinen Betrieb und seine Produkte greifbar zu machen.

Heißt das, man sollte einfach so loslegen, wie einem gerade ist? Definitiv nicht.

Auch wenn Social Media Plattformen einfach zu bedienen und in der Regel auch kostenlos sind, sie kosten etwas unendlich wertvolleres: Zeit.

Deshalb stellt sich Euch eigentlich auch erstmal nur eine wichtige Frage:

Was ist mein Ziel?

Wenn Ihr die sozialen Netzwerke für Euch selbst nutzt, um Euch zu informieren oder um Euch mit anderen Landwirten auszutauschen, dann wisst Ihr sehr genau, was Ihr wollt.

Ihr wisst, welchen Blog Ihr aufsucht, um die neuesten Informationen zu erhalten.

Ihr geht auf Twitter, um mit anderen Landwirten in Deutschland über ein brisantes Thema zu diskutieren.

Auf Facebook verfolgt Ihr die Neuigkeiten von befreundeten Landwirten, auf YouTube bestaunt Ihr den HighTech-Traktor in Aktion.

Ihr könnt ziemlich genau sagen, warum Ihr wen auf welcher Plattform verfolgt. 

Wenn Ihr nun Inhalte für Andere veröffentlichen möchtet, steht Ihr auf der anderen Seite, aber Ihr müsst dennoch ganz genau wissen, was Ihr wollt. 

Ihr müsst das Ziel kennen, um im Social Media Dschungel nicht verloren zu gehen.

Und das es nicht DIE richtige soziale Plattform gibt, macht es nicht einfacher. Jede hat Ihre Stärken. Aber Ihr habt nicht die Zeit, auf allen vertreten zu sein. Deshalb:

Wen möchtet Ihr ansprechen und warum?

  • Menschen in Eurer Umgebung, um den Hof in die Region einzubinden;
  • Städtler über Landwirtschaft informieren und aufklären;
  • Jugendliche für die Landwirtschaft begeistern;
  • Familien für Urlaub auf Euren Bauernhof gewinnen;
  • potentielle Direktvermarkter für den Aufbau von Geschäftsbeziehungen ansprechen; 

Die Antwortmöglichkeiten sind unendlich. Nur Ihr könnt diese Frage beantworten und Ihr solltet Euch die Zeit nehmen, um Euer Ziel sehr genau zu kennen und zu definieren. 

Mit welcher Plattform erreiche ich meine Zielgruppe am besten?

Wenn Ihr wisst wen Ihr ansprechen wollt, dann erleichtert dies auch Eure Auswahl der richtigen Plattform. 

Denn es macht keinen Sinn, wenn Ihr auf Facebook postet und Ihr wollt Jugendliche ansprechen, die eher auf Snapchat abhängen. 

Ihr braucht keine starke Präsenz auf Twitter aufbauen, wenn die Oberhäupter der Familien, die bei Euch Urlaub machen sollen, auf Facebook aktiv sind. 

Jede Plattform hat Ihre Stärken, aber es gibt durchaus auch Überschneidungen. 

Facebook führt nach wie vor in Deutschland die Liste der meistgenutzen Netzwerke an. Es ist auch recht flexibel in der Ausgestaltung der Inhalte und eignet sich für Video, Foto oder Text.

Wenn Ihr sehr gerne fotografiert, werdet Ihr wohl Instagram lieben. Für Videos ist klar YouTube eine Topadresse. 

Sucht Euch ein Netzwerk, mit dem Ihr Eure Ziele erreichen könnt, aber das Euch auch Spass macht. Ihr werdet sonst nicht am Ball bleiben. 

Und ein kleiner Tipp zum Schluss:

Die gleichen Inhalte lassen sich oft auch auf unterschiedlichen Plattformen veröffentlichen. So seid Ihr doppelt präsent mit nur einem Arbeitsaufwand.

Welche Social Media Plattformen nutzt Ihr und was sind Eurer Erfahrungen?

LinkedIn in der Landwirtschaft

LinkedIn: Social Media in der Landwirtschaft

LinkedIn? Das ist doch der internationale Bruder von Xing, oder etwa nicht? Und was soll ich damit in der Landwirtschaft?

Ja, es stimmt, LinkedIn ist der große Bruder von Xing. Und weil es Sinn macht sich auch mal mit Landwirten aus anderen Ländern auszutauschen, kann ein LinkedIn-Account durchaus von Nutzen sein.

Setzen wir doch unsere Social Media in der Landwirtschaft Serie fort. Nach Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest und Google Plus steht heute LinkedIn in den Startlöchern. Das sind nämlich die Top 6 sozialen Netzwerke der Welt.

Microsoft kauft LinkedIn

Mitte Juli war es soweit: das Business-Netzwerk LinkedIn ging für 26,2 Milliarden Dollar an Microsoft. Das sind umgerechnet 23,3 Milliarden EUR.

Warum der Kauf?

Ist doch logisch, denn Microsoft will nicht mehr länger zuschauen wie die beiden Konkurrenten Google und Facebook das soziale Netzwerk-Kuchen und damit einhergehend, den „digitalen Werbekuchen“ dominieren.

„Der Deal vereint die weltweit führende professionelle Cloud und das global führende berufliche Netzwerk“, sagte Microsoft-Chef Satya Nadella. Auch die Bürosoftware Office 365 und Dynamics werde mit dem Kauf wachsen – „weil wir jeden Menschen und jedes Unternehmen auf der Welt damit ausstatten wollen“. [Quelle: Spiegel Online]

LinkedIn ist das Business-Netzwerk schlechthin. Hier treffen junge Universitätsabsolventen und hochkarätige Businessleute auf Headhunter und Dealmaker.

Es wird ‚präsentiert‘ was das Zeug hält. Jeder zeigt sich von der Schokoladenseite versteht sich…

Anders als auf Facebook, Instagram oder Snapchat, wo Katzen- und Hundebilder die „Feeds“ dominieren, gelten solche Bilder auf LinkedIn als verpöhnt und als absolutes NO GO. Wer die Regeln nicht kennt und einhält, den bestraft die Community.

Top Tipps für Euren Start auf LinkedIn…

Quelle: YouTube Video von LinkedIn

Wie funktioniert LinkedIn?

LinkedIn gilt als die seriöse Social Media Plattform unter den englischsprachigen Netzwerken (in Deutschland ist es Xing).

Hier werden wirtschaftliche, politische und technische Themen diskuttiert. Es existieren Gruppen für Finanzliebhaber, Marketingjunkies und Tauchfreunde. Wer sich auf der Suche nach einem exotischen Urlaubsort befindet, wird hier ebenfalls fündig.

Wie wir bereits wissen, ticken die Deutschen in punkto „Datensicherheit“ ein bischen anders als unsere US-amerikanischen Freunde. Deshalb untersuchten TÜV und Statista die Social Media Giganten Facebook, Google+, LinkedIn und Xing.

Die Ergebnisse der Studie wurden in folgender Infografik zusammen getragen…

Infografik: Die Deutschen und soziale Netzwerke | Statista
 Quelle: Statista

Kurzes Fazit

Im privaten Bereich setzen die deutschen Nutzer auf Facebook. Um berufliche Kontakte zu pflegen bzw. einen entsprechenden Job zu finden sind Xing und LinkedIn unverzichtbar.

In punkto Vertrauen, hat das heimische Karrierenetzwerk Xing die Nase vorn. Bei den Netzwerken in den USA besteht weiterhin Rechtsunsicherheit bzgl. Datenverwertung und Datenschutz.

Kleiner Exkurs…

Keiner zwingt einen, seine gesamten Daten preis zu geben, Katzenbilder hochzuladen, Bilder von der Enkeltochter zu verteilen bzw. jedem mitzuteilen, was man zum Frühstück gegessen hat. Egal ob deutsches oder US-amerikanisches Netzwerk, die Verwantwortung liegt bei einem selbst.

LinkedIn in der Landwirtschaft

LinkedIn ist doch was für Businessleute, oder habe ich da was falsch verstanden? Was soll jetzt ein Landwirt mit dieser Plattform?

Ich habe Spaßes halber mal eine Suche auf LinkedIn gestartet um Euch die Power dieses sozialen Netzwerks aufzuzeigen. Als Suchbegriff habe ich „Landwirtschaft“ eingegeben und als Land „Germany“.

Und siehe da: 271 Stellen im Bereich Landwirtschaft…

LinkedIn Landwirtschaft in Deutschland

Hier kann man sich ganz in Ruhe, von zu Hause aus, die unterschiedlichen Stellen anschauen. Mit Sicherheit ist unter den 271 Stellen etwas passendes dabei.

Das wäre also ein Vorteil von LinkedIn für Landwirte: gezielte Stellensuche.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Unternehmensvorstellung. Durch die Erstellung einer sogenannten Company Page, können Interessenten mehr über Euer Bauernhof erfahren.

Hier ein paar Beispiele von sogenannten Company Pages aus unserer Branche:

Zuletzt noch das Beispiel von John Deere, damit Ihr seht wie man das richtig macht bzw. wie man das Meiste aus einer LinkedIn Unternehmensseite rausholen kann:

John Deere Unternehmensprofil.

Alle guten Dinge sind drei…

Der dritte Vorteil von LinkedIn sind Gruppen.

Ein paar Beispiele von Gruppen wo sich Landwirte aus aller Welt treffen, um sich über relevante Themen auszutauschen, findet Ihr unter:

  • Agri Jobs mit fast 60.000 Mitglieder
  • Agro Commodity, eine internationale Gruppe wo Informationen zu Getreide & Co. ausgetauscht werden
  • Agri Marketing, ein Treffpunkt für knapp 55.000 Mitglieder um sich über aktuelle Marketingtrends in der Landwirtschaft auszutauschen
  • Natur & Jagd, eine kleine Gruppe für Liebhaber von Natur- und Jagdphotographie

Das ist nur eine kleine Auswahl von Gruppen. Geht einfach auf Gruppensuche und ich bin sicher Ihr findet die passende Community, um Euch auszutauschen und vor allem, wichtige internationale Kontakte zu anderen Landwirten zu knüpfen.

Meine bisherigen Erfahrungen mit LinkedIn

Ich nutze LinkedIn um mich mit Kollegen und Gleichgesinnten aus dem internationalen Umfeld auszutauschen. Einige von ihnen bevorzugen LinkedIn, andere wiederum Facebook.

Gleichzeitig nutze ich auch die deutsche Version von LinkedIn, nämlich Xing. Da es eine Plattform für deutschsprachige Social Media Benutzer ist, kann ich hier meine heimischen Kontakte ganz gut pflegen.

Wie ich schon immer in meinen Blogs geschrieben habe:

Es geht nicht um die X / Y / Z Plattform an sich. Vielmehr geht es darum, auf die Stärken des jeweiligen Netzwerks zu setzen und diese in Kombination mit anderen Plattformen zu verwenden. Integratives Denken ist gefordert.

Das was bei Facebook gut ankommt, ist eine Blamage auf LinkedIn oder Snapchat. Die seriöse Umgangform auf Xing und LinkedIn hingegen, kann wie ein Boomerang auf Snapchat oder Instagram wirken.

Jede Plattform hat seine eigene Communities und Regeln, und damit einhergehend, seine Eigenheiten. Diese zu kennen ist von großem Vorteil.

Nutzt Ihr LinkedIn? Welches soziale Netzwerk bevorzugt Ihr und wie setzt Ihr diesen in der Landwirtschaft ein?

Landwirtschaft Social Media Marketing

Die 3 Erfolgsstufen in Landwirtschaft und Social Media Marketing

Seit Jahrtausenden betreiben die Menschen Landwirtschaft. Im Vergleich dazu gibt es Social Media erst wenige Jahre. Und dennoch nimmt in der Landwirtschaft, wie in anderen Branchen auch, Social Media immer stärker Einfluß auf Euren wirtschaftlichen Erfolg. 

Zugegeben, Social Media Marketing ist ein komplexes Themengebiet.

Kein Wunder, wenn es für den einen oder anderen ein Buch mit sieben Siegeln ist. Aber wem die Prozesse in der Landwirtschaft vertraut sind, der wird den Kern von Social Media Marketing schnell erfassen.

In 3 Schritten zum Erfolg in Landwirtschaft und Social Media Marketing

Die zwei Themengebiete sollen was gemeinsam haben? Neeee….

Was aber wenn doch?!

1. Die Auswahl des richtigen Korns

Ein Landwirt baut nicht einfach irgendetwas nach Lust und Laune an.

Aufbauend auf seinen Erfahrungen und seiner Expertise wählt er das beste Korn für seinen Acker aus. Er berücksichtigt geographische und klimatische Gegebenheiten seiner Region, bedenkt wirtschaftliche Faktoren wie die Nachfrage an den Märkten und die Ressourcen (wie Arbeitskraft und Werkzeuge), die ihm für den Anbau zur Verfügung stehen.

Genauso ist es mit Social Media Marketing.

Wenn man Instagram, Facebook und Co. erfolgreich für sich einsetzen möchte, eröffnet man nicht einfach überall ein Konto und sendet wild Nachrichten in die Welt.

Wie bei der richtigen Auswahl des Korns, wählt man die Netzwerke aus, mit denen man seine Ziele am effektivsten erreichen kann. Auch hier spielen verschiedene geographische, demographische oder auch wirtschaftliche Faktoren eine wichtige Rolle.  

2. Aussähen und Wachsen lassen

Die Aussaat einer Handvoll Körner führt nicht zu einer reichen Ernte.

Ebenso wenig wächst und gedeiht das Korn nicht über Nacht. Und sicherlich erwartet kein Landwirt, dass er eine gute Ernte einbringen wird, wenn er nach der Aussaat der Samen das Feld sich selbst überlässt.

Er behält das Wachstum seines Kornes im Auge. Unterstützt ihn durch gezielte Maßnahmen, die das Getreide in bestimmten Phasen stärken oder in kritischen Phasen schützen.

Auch Social Media wird Euch nicht reichlich neue Kunden bescheren oder Eure Bekanntheit merklich erhöhen, nur weil Ihr ein paar Tweets gesendet habt oder auf Facebook hin und wieder einen Beitrag veröffentlicht.

Genauso wie das Korn zum Wachsen seine Zeit benötigt, braucht auch Social Media Marketing stetige Maßnahmen über einen längeren Zeitraum, eh es seine Wirkung entfalten kann. Dabei muss der „Wachstum“ ständig überwacht und mit gezielten Maßnahmen unterstützt werden.

3. Ernte und Verkauf

Der Landwirt steckt viel Zeit und Energie in das Gedeihen seines Kornfeldes, weil er sich davon eine reichliche Ernte und letztendlich gute Verkäufe an den Märkten verspricht.

Der Aufwand muss sich rechnen. Kosten wollen gedeckt und die Familie ernährt sein.

Ebenso ist es mit den Social Media Maßnahmen. Sie benötigen Zeit und Ressourcen, aber zum Schluß müssen sie sich auszahlen.

Die Ziele, die man sich gesetzt hat, müssen erreicht werden. Und wenn sie es nicht werden, dann muß für die nächste Saison die Strategie angepasst werden. Vielleicht probiert man ein neues Korn bzw. ein neues Netzwerk aus, ändert die Fruchtfolge bzw. die Reihenfolge von bestimmten Marketingaktionen, nutzt neue Werkzeuge usw.

Während in anderen Branchen die Präsenz in den sozialen Medien bereits üblich ist, entdecken Landwirte erst nach und nach die Kraft von Social Media Marketing.

Nach so viel Social Media ist es an der Zeit wieder auf den Feld zu blicken…

Jetzt gegen Fusarium schützen

Mit dem Beginn der Blühphase bei Winterweizen steigt das Risiko für Neuinfektionen mit Fusarium. Die steigenden Temperaturen sowie die Niederschläge in dieser Woche sind optimal für die Verbreitung von Pilzkrankheiten und erfordern jetzt gezielte Schutzmaßnahmen.

Denn die Infektion mit Fusarien kann nicht nur die Ernte verderben und damit den Ertrag verringern. Sie vermindert auch generell die Qualität und die Keimfähigkeit des Saatgutes. Ganz zu schweigen davon, dass die Pilze giftige Mykotoxine produzieren.

Fusarien lieben eine feuchte Witterung bei milden Temperaturen zur Blütezeit. Auf das Wetter kann jedoch leider niemand Einfluß nehmen.

Wie kommt es zu einer Infektion mit Fusarien?

Quelle: aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.

Wie kann man die Ausbreitung von Pilzen verhindern?

Vor einem Pilzbefall sichert man sich am besten, in dem man

  1. weniger pilzanfällige Getreidesorten auswählt,
  2. ein weite Fruchtfolge mit einjähriger Anbaupause einführt oder zumindest bei direkter Maisvorfrucht frühreife Maissorten anbaut,
  3. wendende Bodenbearbeitungsgeräte und – system nutzt, so dass ein sauberes Saatbeet geschaffen wird und indem man darauf achtet, dass keine Ernterückstände von Mais und Getreide an der Bodenoberfläche verbleiben.

Optimal ist die Fusariumspritzung, wenn sie in der Blütezeit 2-4 Tage nach einem Niederschlagsereignis erfolgt.

Bei großen Spritzbreiten ist wichtig, dass Unkrautnester schnellstmöglich abgemulcht werden. Denn was bringt die Spritzung, wenn in unerreichten Ecken Unkrautnester infizierte Samen weit über das Feld streuen.

Feldarbeiten, Schädlingsbekämpfung und jetzt auch noch Social Media?

„Ich bin Landwirt. Ich bin den ganzen Tag auf dem Feld oder bei meinen Tieren, halte mein Betrieb am Laufen so gut ich nur kann und ernähre meine Familie. Und jetzt soll ich obendrein auch noch Facebook machen?“

Ja, diese Einzelgespräche kommen einem bekannt vor.

Wichtig dabei ist folgendes vor den Augen zu behalten: die Welt entwickelt sich weiter. Die Menschheit entwickelt sich weiter. Und die neuen Technologien ändern unser „Status quo“ mit Lichtgeschwindigkeit.

Nach dem Industriealter kam das Internetalter. Und heute haben wir auch das Internetalter verlassen und befinden uns im Social Media Alter.

Auch das wird in wenigen Jahren vorbei sein, denn Virtual Reality und Artifical Intelligence – ob wir diese Begriffe verstehen, mögen oder nicht – klopfen bereits an der Tür.

Nutzt das Social Media Alter um Euer Betrieb bekannt zu machen. Nutzt Instrumente wie Crowdfunding, Twitter und Facebook, um eine Community von Gleichgesinnten aufzubauen, die ganz stark an Euer Betrieb, Eure Produkte und Eure Werte glauben.

Letztendlich erfordert Social Media Marketing genauso ein langfristig strategisches Vorgehen, wie es ein Landwirt von dem Anbau seines Feldes kennt.

Facebook, Instagram oder Twitter – welches bevorzugt Ihr und warum?

Pinterest Social Media in der Landwirtschaft - Agrarbetrieb

PINTEREST: Social Media in der Landwirtschaft

Nicht doch! Pinterest ist was für Frauen… Blümchen, Bäumchen, Bienchen – klar, darauf wird geklickt. Aber Landmaschinen? Trecker im Einsatz? Soll das ein Witz sein – das kommt auf Pinterest niemals an?!

Und was wenn doch?

Nach Facebook, Twitter, Google Plus und Instagram, werfen wir heute einen detaillierten Blick auf die nächste Social Media Plattform – die Rede ist von Pinterest. Zusammen mit LinkedIn sind das die Größten und damit die Top 6 sozialen Netze der Welt!

Und seitdem sich Instagram ganz elegant auf Platz 2 vor Twitter und nach seinem großen Bruder Facebook platziert hat, gewinnt das visuelle – Bilder plus Videos, immer mehr an Bedeutung.

Was ist Pinterest und wie funktioniert es?

Eine digitale Pinnwand voller Bilder rundum Interessen und Hobbies – so die kurze und knappe Definition von Pinterest.

Nutzer können verschiedene Boards erstellen und nach Kategorien aufteilen. Innerhalb der Boards werden Bilder bzw. ganze Bilderkollektionen gepinnt. Repinning (sharen) ist ebenfalls möglich.

Wer ein Bild mag, kann gerne mit einem Herzchen voten, ein Kommentar hinterlassen, den User followen oder nur ausgewählte Boards followen. Selbstverständlich lassen sich auch Videos von z.B. YouTube auf der virtuellen Pinnwand pinnen.

Pinterest Boards Agrarbetrieb

Daten & Fakten zu Pinterest

Pinterest wurde in 2010 gegründet. Die Plattform ist demnach keine 6 Jahre alt!

Der Hauptsitz der Firma ist in San Francisco, Kalifornien. Die Anzahl der Beschäftigten beläuft sich auf rund 500 Mitarbeiter.

Weitere wichtige Zahlen im Überblick:

  • 100 Millionen aktive Nutzer [Quelle: Fortune, Stand September 2015]
  • 176 Millionen registrierte Nutzer [Quelle: TechCrunch, Stand Oktober 2015]
  • 85% der Nutzer sind Frauen [Quelle: eMarketer]
  • 45% der Pinterest-User sind außerhalb der USA [Quelle: Venturebeat]
  • Wert des Unternehmens wird auf 11 Milliarden US-Dollar geschätzt [Quelle: Venturebeat]

Bevor ich auf die Nutzung von Pinterest in der guten, alten Landwirtschaft eingehe, hier noch ein kurzes Tutorial auf Deutsch…

 

Quelle: YouTube Video von Waltermedia

Pinterest Marketing in der Landwirtschaft

Die App ist kostenlos und steht sowohl für iOS als auch Android-User zur Verfügung.

Anmelden kann man sich ganz konservativ mit E-mail und Passwort oder direkt via Facebook. Die Plattform ist recht übersichtlich, was die Navigation und Suche nach gewünschten Themen erleichtert.

Da alles sehr visuell dargestellt ist, lässt es sich relativ schnell zwischen den Boards „switchen“. Gefällt einem etwas, dann kann man das sofort bei sich aufs Konto repinnen. Das spart eine ganze Menge Zeit und man hat alles schön aufgeräumt an einem Platz.

Kommen wir zur Landwirtschaft…

Ich brauche nicht darauf herumreiten, dass Landschaften, Blumen und Blumenwiesen, Bäume, Felder und Tiere bei dem typischen Pinterest-Nutzer sehr gut ankommen.

Klar stehen Kategorien wie Design, Dekoration, Innenausstattung, Kochen & Backen, Wellness & Beauty, Fitness ganz stark im Fokus – aber es gibt auch eine ganze Menge Interessenten für Traktoren, Mähdrescher und Co.

Am besten ist es, das Bild mit einem Blog zu kombinieren oder von YouTube ein Video zu posten und ein kurzes Kommentar zu hinterlassen. Immerhin sind 25% der Nutzer Männer und die wollen ja auch „entertaint“ werden.

Wer ist denn meine Audience?

Eine sehr wichtige Frage!

Pinterest bietet seit geraumer Zeit einen richtig guten Einblick in das Profil der eigenen Nutzer. Einfach in die eigenen ANALYTICS reingehen und sich ein paar Minuten mit den Statistiken auseinandersetzen.

Hier erhält man Informationen zu:

  • Land aus dem die Besucher kommen
  • Stadt bzw. Metropole
  • Sprache
  • Geschlecht
  • Interessen

Die Erkenntnise aus dem Bereich „Interessen“ sind wirklich spannend. Pinterest zeigt einem auf, welche Marken die eigenen Follower bevorzugen und welche Boards die meisten Pins vom eigenen Profil repinned haben. Wertvolle Informationen für alle die damit etwas anfangen können…

Pinterest Ads in Deutschland noch nicht verfügbar

Facebook macht mit Werbung richtig viel Geld. Instagram generiert mit seinen Ads mehr Geld als Twitter und das obwohl die Plattform die Werbefunktion erst Ende letzten Jahres aktiviert hat.

Und was ist mit Pinterest?

Im Bereich eCommerce ist Pinterest eine nicht zu vernachlässigende Grösse – in den USA wohlgemerkt. Bis vor wenigen Monaten mussten sich Nutzer für die Freischaltung der Werbefunktion bewerben. Jetzt gehts aber so langsam in den Rollout.

Per heute können jedoch nur Nutzer aus den USA und Großbritannien Werbung auf Pinterest schalten. Die Aktivierung weiterer europäischer Länder steht an. Deutschland ist noch nicht aktiviert worden.

Pinterest Ads in DE nicht aktiv

Meine bisherigen Erfahrungen mit Pinterest

Anders als Instagram wo man den Eindruck hat, dass alles nur noch Zack-Zack abläuft – schnell Herzchen vergeben, irgendein Kommentar hinterlassen – egal ob es Sinn macht oder nicht, und weg – scheint Pinterest eine etwas gemütlichere Plattform zu sein.

Man hat hier nicht das Gefühl, dass Nutzer einem im Nacken stehen und nur darauf warten etwas Neues zu finden. Ganz im Gegenteil, Bewährtes, qualitativ hochwertige Bilder, fundierte Tipps und Vorschläge kommen bei diesem sozialen Netzwerk besonders gut an.

Vielleicht liegt es auch daran, dass keiner gerne „Mist“ auf seiner virtuellen Pinnwand haben möchte. Bevor man etwas repinned, überlegt man zweimal ob das einem später von Nutzen sein wird oder nicht.

Mein Rat für alle die gerne hochwertige Bilder erstellen bzw. Blogs schreiben:

Vernachlässigt Pinterest nicht!

Nimmt die Plattform ernst, insbesondere vor dem Hintergrund, dass Ihr bald auch auf diesem sozialen Netzwerk die Chance bekommen werdet, Werbung für Euer Betrieb zu schalten.

Und wenn Ihr Euren Einsatz maximieren wollt, dann nutzt den schon so oft von mir erwähnten integrativen Ansatz, d.h. postet das gleiche Bild auf Instagram, Pinterest & Co.

Strategisch denken und handeln hat noch niemandem geschadet.

Habt Ihr ein Pinterest Account? Was sind Eure Erfahrungen mit der Plattform?