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Stromversorgung-Erneuerbare-Energien

Indien setzt bei der Stromversorgung auf hybride Systeme

Die Welt hungert nach Energie. Auf der Suche nach einer zuverlässigen Stromversorgung heißt es wohl auch: der Mix macht´s.

Und die Welt hungert nach Energie. Strom, Strom und noch mehr Strom.

Im Zeitalter der Digitalisierung brauchen wir einfach immer mehr Energie.

Bisherige Energieträger, die fossile Ressourcen nutzen, sind nicht nur begrenzt, sie sind auch umweltschädlich.

Der Trend zu erneuerbaren Energien ist gar kein Trend mehr. Die Energiewende wird längst vollzogen.

Größtes hybrides Kraftwerk für eine stabile Stromversorgung in Indien

Indien gehört zu den Ländern, in denen eine konstante Stromversorgung nicht selbstverständlich ist.

Um die Stromausfälle zu kompensieren, nutzen die Haushalte und Unternehmen Dieselgeneratoren zur Energiegewinnung.

Eine vergleichsweise teure Form der Energieerzeugung und definitiv nicht zukunftsfähig.

Im Bundesstaat Andhra Pradesh entsteht nun, statt eines Kohlekraftwerkes, das größte Solar-Wind-Hybrid Kraftwerk.

Erneuerbare Energien sind toll, haben jedoch den Nachteil, dass sie nicht zuverlässig sind.

Wenn kein Wind weht oder die Sonne nicht scheint, gibt es keinen Strom. Dieses Dilemma kann beim sogenannten Hybrid-Kraftwerk umgangen werden, welche verschiedene regenerative Energieformen mischt.

Und in Indien soll nun das größte seiner Art entstehen. Ein Mix aus Sonnen- und Windenergie soll die Stromversorgung rund um die Uhr ermöglichen.

Die Gesamtkapazität des Kraftwerkes beträgt 160 MegaWatt. 120 MegaWatt werden über Solaranlagen gewonnen. 40 MegaWatt aus Windrädern.

Die zuverlässige Stromversorgung wird zudem über eine eingebaute Batterie mit 40 MegaWatt Leistung erreicht.

Das Hybrid-Kraftwerk soll eines von vielen sein. 

Es ist der erste Schritt auf dem Weg zur Produktion von 3 GigaWatt Strom aus hybriden Solar-Wind-Kraftwerken in dem Bundesstaat sein.

Wirtschaftlich tragfähig, autark und kosteneffizient – hybride Kraftwerke können die Antwort auf die Herausforderungen der morgigen Stromversorgung sein. 

Als hybrides Sonnen- und Windkraftwerk wird das Projekt das größte seiner Art weltweit sein. 

(Quelle: Windkraft-Journal, IWR, Erneuerbare Energien)

Was sind die größten Kraftwerke der Welt?

Eine Analyse der US Energy Information Administration (EIA) stellt für das Jahr 2015 die folgende Top 10 auf.

Gemessen an ihrer Leistung stehen Wasserkraftwerk dabei unangefochten, mit einer Ausnahme (Platz 6) an der Spitze: 

Platz 10: Sayan-Shushenskaya (Russland) – 6,500 GigaWatt

Platz 9: Longtan Dam (China) – 6,426 GigaWatt

Platz 8: Xiangjiaba (China) – 6,448 GigaWatt

Platz 7: Grand Coulee Staudamm (USA) – 6,808 Gigawatt 

Platz 6: Atomkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa (Japan) –  7,965 Gigawatt, seit Fukushima derzeit noch außer Betrieb

Platz 5: Tucuruí (Brasilien) – 8,370 GigaWatt

Platz 4: Guri (Venezuela) – 10.235 GigaWatt

Platz 3: Xiluodu (China) – 13,860 GigaWatt

Platz 2: Itaipú (Grenze Brasilien und Paraguay) – 14,000 GigaWatt

Platz 1: Drei-Schluchten-Damm (China) – 22,500 GigaWatt

Weltweit sind nach Angaben der übrigens 62.500 Kraftwerke in Betrieb, die insgesamt 6.000 GigaWatt Strom erzeugen. 

(Quelle: Euwid-Energie, EIA, Wikipedia)

Energiewende für daheim

Die Kraftwerke scheinen immer größer zu werden, wenn man in den Nachrichten liest, dass wieder das “größte” Kraftwerk gebaut wird.

Aber man sollte nicht aus den Augen verlieren, dass es auch einen Trend in die andere Richtung gibt:

zu einer dezentralen, unabhängigen Stromversorgung.

Um die beste Lösung in der Stromversorgung für sich zu finden, lohnt es sich auch im kleinen Maßstab nachzurechnen, ob sich eine hybride Lösung lohnt.

Hybride Stromversorgung für daheim

Quelle: Windkraft für Zuhause

Insbesondere, wenn der Umstieg auf Elektro-Autos erfolgt, kann sich die eigene “Tankstelle” daheim rentieren.

Und Elektro-Autos werden wohl schneller Verbreitung finden, als wir denken. Die Weiterentwicklungen auf dem Gebiet sind einfach rasant.

Erster eHighway in Deutschland

Und der Bau des ersten eHighways in Deutschland soll bereits Ende des nächsten Jahres abgeschlossen sein.

Bereits 2012 stellte Siemens hierzu ein Konzept vor. Im letzten Jahr ging das Projekt von der Planung in die Umsetzung.

Siemens eHighway Vorstellung

Quelle: Technologic Verhicles

Auf einem Abstand von 2 Kilometern wurde außerhalb von Stockholm (Schweden) eine Teststrecke erbaut. Nach erfolgreichen Tests startet das Projekt in Deutschland.

Ähnliches soll nun auf einer 10 Kilometer langen Strecke auf der A5 entstehen.

Der erste eHighway in Deutschland soll zwischen den Anschlussstellen Zeppelinheim/ Cargo City Süd der Frankfurter Flughafens und Darmstadt/ Weiterstadt gebaut werden. 

Siemens wurde vom Land Hessen mit dem Bau der Oberleitungsanlage beauftragt.

Mit dem Projekt soll der erste Schritt in Richtung nachhaltigem Gütertransport getätigt werden. 

So ist der eHighway im Vergleich zu Verbrennungsmotoren doppelt so effizient und ermöglicht ein CO2-emissionsfreies Fahren. 

Ob hybride Stromversorgung oder hybrider Antrieb, es heißt heute mehr denn je, in die Zukunft zu decken. 

Die Technologien von gestern sind genau das, im gestern, in der Vergangenheit. 

Wie könnt Ihr die Energiewende für Euch am besten nutzen?

Batterie-Energie-Landwirtschaft

Bau der größten Batterie weltweit in Deutschland

Deutschland baut immer mehr auf erneuerbare Energien. Um das Stromangebot mit der Stromnachfrage synchronisieren zu können, plant EWE den Bau der größten Batterie weltweit. 

Bevor wir uns dieses ambitionierte, technische Projekt näher anschauen, soll es aber um den „größten“ und um den „kleinsten“ Trend der Landwirtschaft gehen. 

Dem größten Trend, weil es um riesige Ackerflächen gehen wird.

Dem kleinsten Trend, weil es um die Gentechnik geht. Diese kleinen Abschnitte der DNA werden in Landwirtschaft der Zukunft wohl noch vieles auf den Kopf stellen.

Landgrabbing in Osteuropa

Das Landgrabbing in Osteuropa schreitet weiterhin rapide voran.

Mit dem EU-Beitritt haben sich die Länder zur Liberalisierung Ihres Marktes verpflichtet, womit auch ausländischen Käufern der Weg zum Kauf offensteht.

Beispielhaft sei Rumänien genannt, wo erst kürzlich wieder ein Stück Land in der Größe von Hamburg von einem libanesischen Investor gekauft wurde.

Die größten Landwirte Rumäniens sind Libanesen, die die dort angebauten Produkte wie Getreide und Fleisch in den Nahen Osten und nach Afrika gewinnbringend verkaufen.

Unterstützt wird der Trend von der EU-Politik, die Investoren mit Prämien unterstützen, wenn sie Landwirtschaft auf den gekauften Flächen betreiben.

Währenddessen werden die heimischen Kleinbauern aus finanzieller Not quasi zum Verkauf gezwungen, denn Lebensmittel aus dem EU-Ausland werden subventioniert und sind damit billiger.

Heimische Landwirtschaft ist kaum noch wettbewerbsfähig. Fährt man in die ländlichen Regionen Rumäniens findet man deshalb auch viele Dörfer, die scheinbar am „Sterben“ sind, es fehlen die jungen Leute.

Diese findet man als billige Erntehelfer dann auf Äckern im Ausland wieder.

Die neuen Großgrundbesitzer – Das Geschäft mit den Europas Boden

Quelle: biopilz

Ackerland ist weiterhin ein beliebtes Spekulations- und Anlageobjekt für Investoren mit weltweit steigenden Preisen für Nahrungsmittel und Agrarrohstoffen.

Auch in Deutschland sind über 70 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen nicht mehr in der Hand derer, die das Land auch bewirtschaften.

Backhefe als Schutz vor Schmutz

In Portugal haben Biologen Gene aus der Backhefe auf eine Pflanze (Acker-Schmalwand) übertragen.

In weiteren Studien soll nun die Übertragung auf Nutzpflanzen vorangetrieben werden. Wieso ist Backhefe interessant für die Landwirtschaft?

Die Biologen haben in der Backhefe zwei Gene identifiziert, die sie widerstandsfähiger macht. Als die Gene auf die Modellpflanze übertragen wurden, kam die Pflanze besser mit den Giften im Boden zurecht.

Verunreinigte Böden sind seit langem ein Problem der Landwirtschaft.

Mit der Übertragung der schützenden Gene sollen Pflanzen zukünftig besser mit Giften wie Schwermetallen oder falsch eingesetzten Unkrautbekämpfungsmitteln im Boden zurechtkommen.

Bau der größte Batterie weltweit in Deutschland

Das Oldenburger Energie- und Technologieunternehmen EWE hat Großes vor: in Zusammenarbeit mit der Universität Jena plant das Unternehmen den Bau der weltweit größten Batterie.

Es sollen hierfür unterirdische Salzkavernen genutzt werden. Diese Hohlräume entstanden durch den Abbau von Salz.

Gefüllt mit salzigem Wasser sollen sie die größte Redox-Flow-Batterie der Welt werden.

Hinter der Redox-Flow-Batterie versteckt sich ein chemisches Prinzip der Energiespeicherung. Bisher wurden hierfür als Speichermedium zumeist in Schwefelsäure gelöste Schwermetallsalze wie Vanadium genutzt.

Ja, dies ist alles andere als umweltverträglich. EWE und die Wissenschaftler wollen anstelle von Vanadium nun wasserlösliche, wiederverwertbare Polymere in einem Salzwassergemisch anreichern.

Ein Testprojekt mit ca. 500 Kilowatt Leistung (Größe eines Notstromaggregates) soll im Herbst im ostfriesischen Jengum laufen. Die größte Batterie der Welt soll dann in Deutschland ab 2023 den Betrieb aufnehmen.

Schaut man auf die Finanzen, so wird alleine die Testanlage ca. 2 Millionen Euro kosten. Ein mittelgroßes Kavernenpaar wird mit Investitionen in Höhe von ca. 120 Millionen Euro veranschlagt. 

Rechnen sich die Investitionen?

Stromspeicher und Energiewende

Ja, die Speicher werden sich für EWE lohnen. Im Netzgebiet des Konzerns liegt ein Großteil der niedersächsichen Windkraftanlagen. 

In Zeiten von erneuerbaren Energien gewinnen die Speicher an Bedeutung, denn sie sollen vor allem den sogenannten Regelstrom liefern. 

Strom aus Sonne und Wind wird nicht immer dann in ausreichendem Maße produziert, wenn die Verbraucher ihn am meisten verbrauchen. 

Auch scheint nicht jeden Tag die Sonne und ändert sich ständig der Wind. Soll heißen, diese Energieträger sind sehr unregelmäßig und nicht verlässlich verfügbar.

Dies wirkt sich auf die Stabilität der Netze aus, denn diese brauchen konstant eine Stromfrequenz von 50 Hertz um nicht zu flattern. 

Zuviel oder zu wenig Strom in den Netzen könnte Deutschland sehr schnell im Dunkeln stehen lassen. 

Speicherbatterien, wie jetzt auch von EWE geplant, sind quasi der Mittelsmann zwischen dem Auf- und Ab von Stromerzeugung und Verbrauch. 

Für die Verbreitung von erneuerbaren Energiequellen sind sie unabkömmlich. 

Welche Technik ist Eurer Meinung nach unabkömmlich für die Landwirtschaft der Zukunft?

Erneuerbare Energien: Ökostromumlage steigt 2014 auf 6,24 Cent je kWh

Erneuerbare Energien: Ökostromumlage mit 6,24 Cent auf Rekordniveau

Erneuerbare Energien hin oder her, Verbraucher müssen sich ab nächstes Jahr auf höhere Strompreise einstellen. Die Ökostromumlage wird um knapp einen Cent erhöht. Ab 2014 sind das dann 6,24 Cent pro Kilowattstunde. Ein Rekordhoch.

Diese Mitteilung erfolgte am Dienstag von den vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber. Derzeit werden 5,277 Cent je kWh fällig. Der Anstieg auf 6,24 Cent je kWh entspricht einem Zuwachs von 18,2%. 

Was bedeutet diese über den Strompreis zu zahlende Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien für die deutschen Haushalte?

Kurz zusammengefasst:

  • Stromkosten steigen deutlich an.
  • Ein durchschnittlicher Haushalt kann von Mehrkosten in Höhe von etwa 35 EUR pro Jahr ausgehen.
  • Höhere Netzentgelte inkl. Anstieg der MwSt & Co. können bei größeren Familien mit einem Durchschnittsverbrauch von 6000 kWh/ Jahr auch gut über 100 EUR mehr ausmachen.

 Erneuerbare Energien – Ökostromumlage steigt 2014 auf 6,24 Cent je kWh

Wofür steht der Begriff EEG-Umlage und wieso werden die Preise angehoben?

Die Abkürzung EEG steht für das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Dieser wurde im Jahr 2000 eingeführt, um den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern. Das Gesetz verpflichtet Netzbetreiber dazu, Strom aus erneuerbaren Energiequellen (z.B. Wasserkraft, Solar- und Windenergie, Geothermie, Biogas, Biomethan etc.) bevorzugt ins Netz einzuspeisen. Die Erzeuger erhalten für diesen eingespeisten Strom feste Vergütungssätze. Und die Kosten für die Förderung der erneuerbaren Energien dürfen dann die Verbraucher über den Strompreis tragen. Weiterlesen