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Wasserpakt-Duengeverordnung

Wasserpakt für einen besseren Gewässerschutz

Wie Nitrat im Boden reduziert werden kann, darüber werden derzeit heftige Diskussionen geführt. Außer in Bayern. Hier scheint mit dem Wasserpakt Einigkeit zu bestehen. 

Die zu hohen Nitratbelastungen von Boden und Grundwasser beschäftigen Fachleute nicht erst seit Monaten.

Im Rahmen der Novellierung des Düngegesetzes sowie der Düngeverordnung kam es jedoch zu einem politischen Tauziehen.

Jede Interessengruppe vertritt ihre eigenen Ansichten, wie Boden und Grundwasser zukünftig zu schützen sind.

Im Gegenzug hierzu konnten sich in Bayern Landwirte, die Regierung und weitere Interessengruppen auf ein gemeinsames Maßnahmenpaket einigen.

Mit dem Wasserpakt soll das bayerische Trinkwasser besser geschützt werden.

Bevor wir uns diesen nähe anschauen, lasst uns jedoch erstmal kurz auf das „Sorgenkind“ des letzten Jahres schauen. Wie steht es um den Milchmarkt?

Milchmarkt zurückhaltend optimistisch

Zwar ist eine aussagekräftige Prognose für das Jahr 2017 nicht treffbar, aber die Milchbranche kann mit ein bisschen mehr Optimismus auf die kommenden Monate blicken.

„Der Milchmarkt 2017 zeigt sich bisher gegenüber dem Vorjahr in einer deutlich besseren Verfassung und das ist gut für Milcherzeuger und Molkereien. Allerdings sollte dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Märkte sich in ihren Verwertungen sehr unterschiedlich darstellen.“ Peter Stahl, Hochland SE und Vorsitzender des Milchindustrie-Verbandes (MIV)

In den letzten Monaten konnte ein Anstieg der Erzeugerpreise für Rohmilch verzeichnet werden. Im Vergleich zum Vorjahr liegen die Milchpreise derzeit mehr als 20 Prozent über den Preisen vom März 2016.

Es lassen sich jedoch weiterhin starke Unterschiede zwischen Nord und Süd als auch zwischen den einzelnen Molkerein in einer Region feststellen.

Hierbei spielt auch die Produktionsausrichtung der jeweiligen Molkerei eine Rolle. Das derzeitige Preisniveau entlastet natürlich die Finanzlage der Molkereien.

Es ist weiterhin mit einer hohen Volatilität zu rechnen.

Auch mit dem derzeitigen Preisniveau fällt es den Milcherzeugern schwer, die letzte Tiefpreisphase auszugleichen, geschweige denn, Rücklagen für zukünftige Marktschwankungen zu bilden.

Die Milcherzeuger sind kaum am Aufatmen, da kommt die nächste Nachricht, die Auswirkungen auf die Betriebe haben kann:

Verschärfung der Düngeverordnung gefordert

Vertreter einiger grün regierter Bundesländer, unter welchen sich auch Nordrhein-Westfalen befindet, haben vergangene Woche unter anderem gefordert, dass in nitratsensiblen Gebieten eine Begrenzung der organischen Düngung auf maximal 120 kg Stickstoff pro Hektar erfolgt.

Nach Einschätzung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes e.V. (WLV) würde diese Novelle in weiten Teilen von NRW die Nutztierhaltung, einschließlich der Rinderhaltung, existenziell bedrohen.

Kein Wunder also, wenn Landwirte aus Nordrhein-Westfalen für heute Protestaktionen gegen die Düngeverordnung in Düsseldorf geplant haben.

Nach monatelangen Verhandlungen wurde im Januar der Düngekompromiss zwischen den Bundesländern, der Bundesregierung sowie den Koalitionsfraktionen ausgehandelt.

Nun wurden vom Umweltausschuss des Bundesrates letzte Woche zusätzliche Änderungen bei der Novelle der Düngeverordnung gefordert, welche nicht zuvor abgesprochen waren.

Zuvor wurden Anträge, die von Vertretern grün regierter Länder gestellt wurden und Verschärfungen forderten, im Agrarausschuss des Bundesrates mit knapper Mehrheit abgelehnt.

Im Umweltausschuss wurden diese jedoch mit großer Mehrheit angenommen.

Nachdem nach einem monatelangem Krimi der Kompromis ausgehandelt wurde, dachten wahrscheinlich viele, dass das Düngepaket nur noch formal beschlossen werden wird.

Es zeigt sich, die Fortsetzung folgt. Die Auflösung gibt es vielleicht am 31. März.

Dann wird nämlich voraussichtlich die Plenumsitzung des Bundesrates stattfinden, in der über die sich nun teils widersprechenden Ausschussempfehlungen abgestimmt werden wird.

Die Frage ist, wer sich durchsetzen wird: die Koalition, womit das Düngepaket wie abgesprochen beschlossen wird, oder die grünen Landwirtschaftsminister, welche eine Mehrheit in der Länderkammer besitzen, und damit eine Verschärfung des aktuellen Entwurfes erreichen.

Jede Seite wirft der anderen Wortbruch vor. Bis das Düngepaket vollständig verabschiedet wird, wird es wohl noch einige heftige Diskussionen geben.

Eine Einigung konnte hingegen in Bayern erzielt werden. Den hier wurde am Dienstag der Wasserpakt beschlossen.

Sauberes Wasser mit dem Wasserpakt

Mit dem Wasserpakt – der „Vereinbarung zum kooperativen Gewässerschutz mit der Landwirtschaft“ – soll auf freiwilliger Basis die Qualität des Grundwassers gesichert werden.

Das bayerische Trinkwasser wird zu rund 90 Prozent aus Grundwasser gewonnen. Ziel des Paktes ist es, zusätzlich zu den gesetzlichen Vorgaben auf freiwilliger Basis ergänzende Maßnahmen zum Gewässerschutz durchzuführen.

An dem Bündnis beteiligt sind insgesamt 14 landwirtschaftliche Verbände und Organisationen sowie Ministerien.

„Für den Gewässerschutz erreichen wir am meisten, wenn alle Akteure ihren Beitrag leisten und intensiv zusammenarbeiten“, meint Landwirtschaftsminister Helmut Brunner.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf Maßnahmen, die die Bodenerosion und damit die Nährstoffeinträge in die Gewässer reduzieren.

„Gewässerschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Bis 2021 werden insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro in den Schutz der Gewässer in Bayern investiert“, so Umweltministerin Ulrike Scharf.

Wofür soll das Geld verwendet werden?

Als die wichtigsten Aufgaben sind genannt:

  • ein besserer Schutz des Grundwassers,
  • die Reduzierung des Eintrages von Nährstoffen in die Gewässer,
  • mehr Raumgebung für die Flüsse sowie
  • die Verbesserung der Durchgängigkeit für Wasserlebewesen.

Der Wasserpakt setzt auf freiwillige Selbstverpflichtungen. Interessierte Verbände und Organisationen

Und natürlich gibt es auch für dieses Bündnis Kritiker. So wurde der Wasserpakt vom Gemeindetag, dem Bund Naturschutz sowie den Landtags-Grünen abgelehnt.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass den Kritikern der Wasserpakt nicht ausreicht, um wirksamen Gewässerschutz zu erreichen. Es werden feste, verpflichtende Regeln, insbesondere für die Landwirtschaft, gefordert.

Meint Ihr, dass mit solch freiwilligen Initiativen wie dem Wasserpakt etwas erreicht werden kann?

hydroponik-landwirtschaft-pflanzenanbau

Hydroponik statt Erde

Erde, Licht und Wasser sind die Grundzutaten, damit Pflanzen wachsen können. Dies mag für den Hobbygarten stimmen. Im kommerziellen Anbau ist jedoch die Hydroponik auf dem Vormasch.

Jeder kennt sie, die landwirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft.

Kurz gesprochen: zu viele Menschen, zu wenig Ressourcen wie Land oder Wasser, ungleich verteilte Produktion – hier zu viel, da zu wenig, … – die Nachrichten berichten gerne über all das, was falsch läuft.

Weniger wird allerdings von all den Forschungsansätzen berichtet, die bereits innovative Lösungen bereithalten.

Etwa für das Problem der knappen Ressource Wasser.

Hydroponik und das blaue Gold

Zunehmende Urbanisierung, der Klimawandel und vor allem die fortschreitende Verschmutzung von Wasser führen zu einer zunehmenden Knappheit von reinem Wasser.

Kein Wunder, dass große Konzerne weltweit saubere Quellen aufkaufen und sich die Rechte am Wasser sichern.

Denn sauberes Wasser ist lebensnotwendig. In Fachkreisen wird reines Wasser, sprich Trinkwasser, auch als „das blaue Gold“ bezeichnet. Dies zeigt seinen steigenden Wert.

In der Landwirtschaft werden weltweit derzeit noch 70 Prozent dieses blauen Goldes verbraucht. Wasser ist damit eine ziemlich teure Ressource für den Pflanzenanbau.

Betrachtet man den Trend weltweit, zeigt sich schnell: ja, für den Hobbygärtner wird Erde wohl erstmal weiterhin eine Rolle spielen.

Für den gewerblichen Pflanzenanbau von Gemüse ist dieses System aber längst veraltet.

Hydroponische Pflanzenzucht hat sich in anderen Ländern bereits durchgesetzt.

Hydroponik ist ein landwirtschaftliches System, bei dem statt Erde mit Nährstoffen angereichertes Wasser für die Aufzucht genutzt wird.

Hydroponischer Anbau von Salat in der Schweiz

Quelle: Blick

Und Hypopronik ist unaufhaltsam auf dem Vormasch. Es wird geschätzt, dass der hydroponische Markt bis 2020 weltweit eine knapp 400 Millionen schwere Industrie ist. (Quelle: MarketsAndMarkets)

Dies entspricht einem geschätzten Wachstum von über 16 Prozent.

In 2015 war Europa geschätzt der größte Markt für den hydroponischen Markt.

Es ist ein Vorreiter beim Implementieren von fortgeschrittenen Techniken wie dem Einsatz von hydroponischen Gewächshäusern im Pflanzenanbau.

Spanien setzt diese Form des Anbaus aufgrund seines Mangels an Wasser ein. In den skandinavischen Ländern ermöglicht Hypopronik Landwirtschaft während der doch langen Winterzeit.

Vorteile und Nachteile des hydroponischen Pflanzenanbaus

Ein Vorteil ist sicherlich der vielfältige Einsatz: ob

  • in wasserarmen Regionen,
  • in für den Pflanzenanbau ungünstigen klimatischen Bedingungen,
  • in Gebieten, in denen es an großen Flächen für einen traditionellen Anbau fehlt (etwa in Städten) oder ob
  • im großangelegten kommerziellen Stil oder im heimischen Anbau auf dem Fensterbrett

Hydroponik läutet ein neues Zeitalter in der Landwirtschaft ein. Es ermöglicht erst Konzepte wie vertikale Landwirtschaft oder Gemüsefarmen in Supermärkten.

Die Technik in diesem Bereich wird ständig weiterentwickelt. Und selbst jetzt, mit Systemen, die wohl noch in den Kinderschuhen stecken, kann im Vergleich zu einer in der Erde gewachsenen Pflanze mit

  • einer bis zu 25 Prozent schnelleren Wachstumsrate sowie
  • eines bis zu 30 Prozent höheren Ertrages je Pflanze gerechnet werden.

Und nicht zuletzt ermöglicht diese Form des Anbaus, die Einsparung von Ressourcen in größerem Umfang. Auf Pestizide kann sogar komplett verzichtet werden.

„Der Wasserverbrauch und der Nährstoffeinsatz verringern sich im Vergleich zur Bodennutzung um 30 bis 50 Prozent“, meint Fritz-Gerald Schröder von der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden.

Das dies die Umwelt erfreut, muss wohl nicht extra angeführt werden. Freuen kann sich aber auch der Landwirt, nämlich über höhere Gewinnmargen. 

Aber natürlich hat auch diese Form des Anbaus ihre Nachteile.

Hier sind zum einen die hohen Investitionskosten zu nennen. Egal in welcher Größenordnung, der Aufbau und die Installation eines hydroponischen Systems kostet.

Landwirtschaftliche Fläche wird günstiger zu erwerben sein. Hinzukommt, dass die Kenntnisse aus der traditionellen Landwirtschaft nur in begrenztem Umfang einsetzbar sind.

Das Aufsetzen und Managen eines solchen Systems erfordert sein eigenes Set an Erfahrungen, Fähigkeiten und Kenntnissen.

Und ja, auch auf dem Feld überwacht man seine Pflanzen. Hydroponik ist jedoch ein sensibles, in sich geschlossenes System.

Es bedarf einer ständigen Überwachung, dass der pH-Wert oder die Menge an Nährstoffen stimmen. Da Wasser nicht wie bei Erde gespeichert werden kann, muss der ständige Wasserfluß sichergestellt sein.

Falsche Einstellungen oder technische Ausfälle, etwa der Pumpanlage, können direkt fatale Auswirkungen auf die gesamte Pflanzenproduktion haben.

Das Gebiet der Hydroponik wird in den nächsten Jahren für spannende Entwicklungen sorgen, die Landwirtschaft nochmals neu definieren werden.

Forscher vom Frauenhofer-Institut suchen nach Lösungen, wie hydroponische Pflanzenproduktion mit kommunalen Abwässers möglich ist,  IKEA bietet bereits mit seinem Drinnengarten hydroponische Systeme quasi fürs Wohnzimmer an.

Unser Verständnis vom Pflanzenanbau wird sich in den kommenden Jahren grundlegend ändern. 

Welche Erfahrungen konntet Ihr bereits mit hydroponischen System sammeln? 

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Blumen – ein Geschenk mit zwei Seiten

Ob Geburtstag, Valentinstag oder einfach mal so – Blumen sind immer ein schönes Geschenk. 

Es ist bei uns noch ganz schön kalt, grau und triste. Wir haben uns daran gewöhnt, jedes Obst zu jeder Saison im Supermarkt kaufen zu können. 

Auch Blumen kaufen wir selbstverständlich im tiefsten Winter.

Obwohl es draußen schneit, gehen wir in den Blumenladen, ins Internet oder in den Supermarkt und haben im Nu einen herrlich blühenden Strauß, der einfach das Herz erfreut.

Angesichts der kargen und kalten Landschaft draußen stellt sich die Frage:

Wo kommen die Blumen eigentlich her?

Zumindest für eine Schnittblume kennt jeder Verbraucher direkt die Antwort. Wenn es um die Tulpe geht, dann verbinden wir diese mit unseren Nachbarn, den Niederlanden.

Zurecht, denn die Tulpen-Weltmacht ist einfach, nahezu konkurrenzlos, Holland.

Von Tulpenzwiebel-Züchtern und Schnittblumen-Produzenten

Quelle: NZZ Format

Die Tulpe zeigt wahrscheinlich wie keine andere Blume auf, dass es sich um einen riesigen Wirtschaftszweig handelt.

Bei der Tulpe ist irgendwo im Hinterkopf des Verbrauchers abgespeichert und akzeptiert: es handelt sich um ein Massenprodukt aus Holland.

Ansonsten macht sich wohl kaum einer einen Kopf, wo die Schnittblumen für den Blumenstrauß, den man gerade verschenkt, eigentlich herkommen. Vielleicht hat der eine oder andere Verbraucher noch eine Illusion vom Gewächshaus in Deutschland.

In ca. einem Monat wird zum Valentinstag Deutschland mit roten Rosen überschwemmt. Rosen sind Blumen, die auch heimisch wachsen.

Das diese aus Übersee importiert werden, wird vielen nicht bewusst sein.

Schnittblumen aus Übersee

Unsere Schnittblumen kommen aus Ländern wie Kolumbien, Ecuador, Südafrika, Äthopien, … Stopp – Äthopien?

Gehört Äthopien nicht zu den Ländern, von denen wir ständig die Berichte über Hunger und Wassernot sehen?

Das Wissen über die Herkunft von Schnittblumen ist nicht weit verbreitet. Die Blumenproduktion ist in Länder ausgelagert, in denen das ganze Jahr über ein ideales Klima herrscht.

Nehmen wir unsere rote Rose. Kenia bietet mit einem gleichmäßigen Klima, das viele Sonnenstunden und Niederschläge bietet, ein ideales Land für die ganzjährige Produktion von Rosen.

Die Produktion von Schnittblumen ist jedoch wasserintensiv. Sehr wasserintensiv.

Für die Produktion einer kenianischen Rose werden knapp 4 Liter Frischwasser verbraucht. Dies beeinflusst das dortige Ökosystem massiv, und nicht zum positiven.

Schnittblumen werden in Übersee unter Arbeitsbedingungen produziert, die in Deutschland nicht möglich wären, denn sie bescheren den Produktionshelfern erhebliche gesundheitliche Beschwerden. 

Aber in Übersee gelten die strengen europäischen Vorschriften nicht. Schutzvorschriften beim Pestizideinsatz, ob für Produktionshelfer oder die hiesige Landschaft, müssen nicht eingehalten werden.

Die sozialen und ökologischen Bedingungen der Produktion von Schnittblumen werden in Deutschland kaum kommuniziert:

  • die Erschöpfung von Wasserresourcen, die dem Rest der Bevölkerung das Trinkwasser nimmt,
  • die Vertreibung von Kleinbauern und deren Entzug von Einkommensquellen,
  • die Verunreinigung von Boden und Wasser durch den Einsatz hochgiftiger Pestizide,
  • die schwere gesundheitliche Schädigung der Arbeiter,
  • die ausbeutenden Arbeitsbedinungen,
  • die Nutzung hochwirtschaftlicher Böden für die Blumen- anstelle Nahrungsmittelproduktion

Vor diesem Hintergund sieht man den Blumenstrauß im Supermarkt mit anderen Augen. Die leuchtenden Blüten haben eine sehr dunkle Seite.

Aber gibt es Alternativen?

Zunächst ist ein bewussterer Kauf von Blumen sicherlich ein Anfang. Es gibt Projekte, die faire und soziale Bedingungen in der Schnittblumenproduktion unterstützen. Erkennbar sind diese an Siegeln, wie dem Fairtrade-Siegel.

Blumen wachsen nicht im Winter, zumindest nicht in unseren Breiten. Vielleicht hilft es zu Überdenken, ob im Winter dennoch jede Woche ein frischer Blumenstrauß in der Wohnung stehen muss.

Oder ob man nicht wieder zurück zur Natur geht und im Sommer einfach mal auch raus aufs Land fährt, und sich frische Blumen selbst von Feld pflückt. Blumenfelder zum Selbstpflücken sind weit verbreitet.

Oder wie wärs mit einer ganz anderen Art Blumen zu verschenken: 

Freude mit einer Blumenwiese

Eine Blumenwiese schenken? Ja! 

Einen Blumenstrauß kann jeder schenken. Und hat einen bitteren Beigeschmack, wenn man an die Produktion der Blumen denkt. 

Aber Blumen drücken nunmal wie kein anderes Geschenk Wertschätzung, Freundschaft, Freude oder Liebe aus.

Wer schon immer mal seiner Liebsten ein Meer aus Blumen zu Füßen legen wollte, eine Blumenwiese ist die ideale Chance. Statt der obligatorischen roten Rose zum Valentinstag, ist eine Blumenwiese eine besondere Überraschung. 

Ein bunter Fleck voller Blumen, die das ganze Jahr über Freude und auch Leben schenken. Denn eine Blumenwiese bietet ein zu Hause für Bienen, Schmetterlinge und zahlreiche andere Tiere. 

Ganz einfach übers Internet bestellt, habt Ihr tolles Geschenk. Etwas ganz Besonderes für einen besonderen Menschen in Eurem Leben. 

Blumen gehören einfach zum Leben dazu. Sie sind fest in unserer Kultur verankert. Und …

Blumen haben Ihre eigene Sprache

Sag’s mit Blumen. Eine Blume kaufen für die Liebste, die ausdrückt: „Ich liebe Dich!“ – hierfür muss keiner erst zum Blumenlexikon greifen.

Denn dass die rote Rose für tiefe Liebe steht, ist allgemein bekannt.

Aber kennt Ihr auch die Symbolik anderer Blumen? Neben der Blumenart, bestimmt zumeist die Farbe die Symbolik.

Etwa das Rot der roten Rose für die Liebste zum Valentinstag. Keine andere Blume mag wohl derart Leidenschaft und Liebe ausdrücken.

Im Hochzeitsstrauß wird man hingegen eher weiße Rosen finden, denn das Weiß drückt Unschuld und Treue aus.

Weiße Rosen stehen für den Neuanfang, wenn sie zur Geburt verschenkt werden, oder auch für den Abschied, wenn sie aufs Grab gelegt werden.

Wie wichtig einst die Sprache der Blumen war, finden wir noch heute in unserem Sprachgebrauch:

„Sag es unverblühmt“ oder „Sag es durch die Blume“. Die Chinesen hatten gar eine eigene Blumenschrift.

Und zu einem wahren Code mit dem Geheimnisse ausgetauscht wurden, hat es die Blumensprache in orientalischen Harems geschafft:

Hier wurden nicht mehr nur die Art und Farbe mit Bedeutung versehen.

Es war wichtig, wieviele Blüten jeweils geschenkt wurden, wie alt die Blüten waren und in welcher Kombination mit anderen Blütenarten sie geschenkt wurde.

Zu uns kam die Blütensprache dann Mitte des 18. Jahrhunderts. Man sprach „Selam“.

Selam, so hieß die Blütensprache. Abgeleitet ist das Wort übrigens von „Selamik“, was der Name für den Empfangsraum in einem orientlischen Haus war.

Man sprach Selam, um all das zu kommunizieren, was man damals noch nicht so direkt und offen aussprach, wie man es doch heute eher gewohnt ist.

Wie wir heute ein Wörterbuch für Englisch oder Spanisch im Haushalt führen (naja, oder führten, vor Zeiten des Internet), führte jeder Haushalt damals ein Wörterbuch für die Blumensprache.

Mit Ausnahme von wenigen Floskeln (etwa rote Rose = leidenschaftliche Liebe) sprechen wir heute kaum noch Salem.

Wir suchen Blumen zumeist nach dem Angebot im Blumenladen oder Supermarkt aus.

Eine Rose drückt Leidenschaft aus. Eine Blumenwiese steckt voller Farben, die für Leidenschaft, Liebe, Treue, Freude, Verbundenheit und vielem mehr stehen. 

Was könnt Ihr einem Besonderen Menschen in Eurem Leben mit einer Wiese voller Blumen alles sagen? 

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Landwirtschaft: zu hohe Belastungen mit Nitrat

Nitrat ist aus der Landwirtschaft für das Pflanzenwachstum von entscheidener Bedeutung. Allerdings war der Umgang mit Gülle und Kunstdünger in der Landwirtschaft bisher nur sehr locker geregelt.

Zuviel Nitrat schädigt Süsswasser und Meere. Denn wenn hohe Nitratbelastungen im Wasser das Pflanzenwachstum fördern, kommt es zu verstärktem Algenwachstum, der anderes Leben im Wasser erstickt.

Zuviel Nitrat im Grundwasser – die EU verklagt Deutschland

Die EU-Kommission hat Klage nun gegen Deutschland eingereicht.

In ihrer 40 Seiten und 1500 Seiten im Anhang umfassenden Klageschrift wirft die EU Deutschland vor, dass es versäumt hat, sein Grundwasser vor zur hohen Belastungen mit Nitrat zu schützen.

Seit Jahren steigen die Konzentrationen von Nitrat im Grundwasser. Als Ursache hierfür wird vor allem die Überdüngung von Gülle und Mist in der Landwirtschaft genannt.

Brüssel meint, dass schärfere Vorschriften bisher am Widerstand im Landwirtschaftsministerium scheiterten und findet ziemlich deutliche Worte bezüglich Deutschlands Verhalten in den letzten Jahren.

Bereits im Jahr 2012 hätte vom Bund und den Bundesländern der gesetzliche Rahmen zum Schutz der Gewässer vor zu viel Nitrat angepasst, d.h. verschärft, werden müssen.

Denn bereits zu diesem Zeitpunkt lagen in Berlin umfassende Daten vor, die aufzeigten, dass die geltenden Regelungen keine Wirkung zeigten.

Brüssel wirft Deutschland vor,  die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu ignorieren und mit Begrifflichkeiten zu spielen. Die Geduld in der belgischen Hauptstadt ist am Ende.

So hat es nun Deutschland verklagt. Ein kurzer Blick nach Frankreich, welches bereits eine Klage wegen zu hoher Belastungen mit Nitrat erhalten hat, zeigt, womit Deutschland rechnen kann.

Paris und Brüssel sind gerade in den Verhandlungen, um das Strafmaß. Frankreich wird sich auf eine Geldstrafe von bis zu 3 Milliarden Euro einstellen dürfen.

Der Agrarsprecher der SPD, Wilhelm Priesmeier, ist der Meinung, dass für Deutschland die Geldstrafe nicht einmal das Hauptproblem wär.

„In dem Urteilsspruch wären letztendlich Dinge enthalten, die wir dann unmittelbar und sofort in Gesetzesform umzusetzen hätten. Das würde natürlich auch den Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers erheblich einschränken“, so Priesmeier.

Das Horror-Szenario wär, dass in Regionen, in denen die Belastungen mit Nitrat besonders hoch sind, die Betreibung von Landwirtschaft gar verboten werden würde.

„Mein Ziel ist und bleibt es, mit der Düngeverordnung einen Ausgleich zwischen Umweltinteressen und einer praktikablen Lösung für die Landwirte zu schaffen“, so Bundesagrarminister Christian Schmidt

Zumindest hierin scheinen sich die verschiedenen Akteure einig zu sein: kleinere landwirtschaftliche Betriebe dürfen nicht mit überzogenen Forderungen belastet werden.

Wie dies dann in der neuen Düngeverordnung berücksichtigt wird, werden wir wissen, wenn der Entwurf verabschiedet wurde. 

Andere Maßnahmen des Umweltschutzes werden in Deutschland bereits mit Erfolg umgesetz, wie etwa das Greening

Wer im im Rahmen des Greening Zwischenfrüchte anbaut, wird sich derzeit seine nächsten Arbeitsschritte planen. 

Zwischenfrüchte – Walzen, Schlegeln oder Mulchen?

Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür. Wer über den Winter Zwischenfrüchte stehen lässt, wird, je nach Fruchtfolge und Art, ein Aussamen der Pflanzen verhindern müssen.

Hierfür stehen verschiedene Mittel zur Wahl. Früher wurde der Boden dann gerne gemulcht. Jedoch ist hierbei die Flächenleistung gering und der Kraftstoffverbrauch vergleichsweise hoch.

Mulchen führt zu stark zerkleinerten Pflanzenresten. Diese zersetzen sich schneller, so dass sie eher nur kurzfristig den Boden- und Wasserschutz durch Lebendverbauung unterstützen.

Um das Pflanzenwachstum zu verhindern, ist deshalb das Walzen empfehlenswert. Wer wälzt statt mulcht, wird dies vor allem in seiner Vollkostenrechnung bemerken. Denn Walzen verbraucht nur die Hälfte an Kraftstoff.

Der folgende Beitrag hat die verschiedenen Möglichkeiten, wie Zwischenfrüchte bearbeitet werden können, zusammengefasst…

Walzen von Zwischenfrüchten

Das Walzen sollte so spät wie möglich erfolgen, damit die Pflanzen möglichst viele Nährstoffe binden können. Die Samen der Zwischenfrüchte sollten sich allerdings noch nicht gebildet haben, wenn das Walzen durchgeführt wird.

Auch sollte die Biomasse genug Zeit haben, um sich bis im Frühjahr ausreichend zersetzen zu können.

Günstig ist, wenn das Walzen noch vor dem ersten Frost durchgeführt wird. Der Frost kann besser in die geschädigte Pflanzen eindringen. Ein Absterben der Pflanzen wird hierdurch unterstützt.

Die Vorteile des Walzens im Überblick:

  • preiswerte Alternative zum Schlegeln oder Mulchen
  • besserer und längerer Schutz des Bodens vor Verschlämmung und Erosion

Mulchen hat seine Vorteile. Es muss aber auch einiges dabei beachtet werden. Welche Tips habt Ihr zum Mulchen?