Beiträge

Solar-Wind-Hybridkraftwerk in Indien

In Indien entsteht das größte Solar-Wind-Hybridkraftwerk der Welt

Während hierzulande und EU-weit darüber diskutiert wird, ob die bereitgestellten Fördermittel für Windkraft und Photovoltaik wirksam sind, baut Indien das größte Solar-Wind-Hybridkraftwerk der Welt.

Der Bezirk Anantapur im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh kämpft schon seit längerem mit massiven Stromausfällen. Es ist ärgerlich für die Bewohner und zudem führt es auch zu Wirtschaftsverlusten. Bis dato wurden die Ausfallzeiten mit Hilfe von teuren Dieselgeneratoren überbrückt. Damit soll jetzt Schluss sein.

Die Lösung: ein hybrides Solar-Wind-Kraftwerk mit 160 Megawatt – das weltweit größte seiner Art.

Indien und die Energiewende

In Indien hat sich seit der Regierung von Narendra Modi einiges geändert. Der Grund liegt darin, dass die aktuelle Regierung den Weltklimavertrag von Paris unterstützt. Die Energieprobleme auf dem Land sollen statt den fossilen Energieträgern (z.B. Kohlekraftwerke) nun durch Erneuerbare Energien gelöst werden.

Dass die Energiewende in Indien Fahrt aufgenommen hat, sieht man auch am Beispiel des Flughafens Cochin. Es handelt sich hierbei um den weltweit ersten Solarflughafen der energieautark ist.

Quelle: CGTN America, YouTube

Ein paar Eckdaten zum weltweit größten Solar-Wind-Hybridkraftwerk

Das Hybridkraftwerk soll eine Gesamtkapazität von 160 MW besitzen. Diese teilen sich wie folgt auf: 120 MW von den Solarmodulen und 40 MW von den Windrädern. Hinzu kommt noch eine Batterie mit einer Speicherkapazität von 40 MW, die eine konstante Einspeisung in das öffentliche Netz garantieren soll.

Das Mega-Projekt wird auf 1,000 qm Fläche bebaut. Die Finanzierung des 155 Mio. US-Dollar (ca. INR 1000 crores) Hybridkraftwerks soll größtenteils durch die Weltbank getragen werden.

Die Regierung aus Andhra Pradesh hat sich große Ziele gesetzt. Bis zum Jahr 2022 sollen 10 GW durch Solaranlagen und 8 GW durch Windkraftanlagen erzielt werden. Der Solar-Wind-Hybridkraftwerk soll zukünftig 3 GW erwirtschaften.

Der große Vorteil der kombinierten Kraftwerke Solar-Wind liegt darin, dass sich beide Energiequellen sehr gut ergänzen. Mal scheint die Sonne und der Wind weht nicht, d.h. die Leistung der Solaranlagen nimmt zu. Andere Male wiederum steigt die Produktion der Windräder.

Optimal ist es, wenn die kombinierten Kraftwerke an einem Ort sind, denn dann wird der Effekt durch die installierte Batterie verstärkt. Durch den Einsatz von intelligenten Netzen könnte jedoch das Manko der räumlich getrennten Anlagen behoben werden.

Das Mega-Projekt in Indien hat Vorbildcharakter: sollte die Anlage wie gewünscht funktionieren und dauerhaft gute Ergebnisse bringen, dann sollen ähnliche Solar-Wind-Hybridkraftwerke auch in anderen Bezirken des Landes entstehen.

Quellen: CleanTechnica

Die Energiewende in der EU

Im Dezember letzten Jahres haben sich die EU-Energieminister in Brüssel auf die Regelungen für eine Energiewende bis 2030 geeinigt.

Bis 2030 sollen 27% des gesamten Energiebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Das beudetet im Klartext: ab 2020 soll die Nutzung von Ökoenergie zum Heizen und Kühlen jährlich um 1%-Punkt steigen. Der Plan muss noch mit dem Europaparlament abgestimmt werden.

Im Verkehrssektor sollen bis 2030, 14% der Treibstoffe aus Ökostrom kommen.

Und wie sieht’s hierzulande aus?

Nach Angaben des Energiekonzerns Eon produzierte Deutschland im Jahr 2017 rund 154 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Solar-, Wasser- und Windkraftanlagen sowie 38 Milliarden Kilowattstunden aus Biomasse-Anlagen. Damit wurde ein neues Allzeithoch erreicht.

  • Die stürmischen Monate September und Dezember bescherten tolle Ergebnisse für die Windräderbetreiber. In diesen beiden Monaten wurden dadurch rund 16 Milliarden Kilowattstunden erzeugt.
  • Im Mai, Juli und August produzierten die Solaranlagen mit Schwerpunkt in den südlichen Bundesländern, rund 5 Milliarden Kilowattstunden.

In Deutschland lag in 2017 der Anteil des Ökostroms an der gesamten Stromerzeugung bei einem Drittel, so eine aktuelle Meldung des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Quellen: dpa, Eon, BDEW

In Zukunft alles nur noch Ökostrom?

Viele Industriezweige befinden sich im Umbruch.

Die Automobilbranche muss jetzt zügig auf Elektro umsteigen, sonst gehen die Kunden und damit auch die Marktposition flöten. Geheizt soll soweit es geht mit Photovoltaik und Co. Gebäude die kein „Green“- oder „Öko“-Zertifikat vorzeigen können, werden zukünftig an die Kasse gebeten.

Manchmal gehen Umstellungen und Veränderungen nur durch Regelungen und Zwang. Ob das immer so gut ist, mag dahingestellt werden. Regierungen einigen sich auf Ausstoßmengen und legen Quoten fest. Die Firmen kriegen es früher oder später hin; die Bevölkerung wird mitgezogen.

Menschliche Evolution – oder gibt’s ein anderes Wort für dieses „Spiel“?

Wenn es um High-Tech und Trends geht, dann blicken wir gerne über den Teich in Richtung USA. Bzgl. Energiewende müssen wir unser Kopf so langsam in die gegensätzliche Richtung drehen, denn in China und Indien passieren sehr interessante Sachen auf diesem Gebiet.

Was haltet Ihr von dem Kombo Solar-Wind-Hybridkraftwerk?

Erneuerbare Energien Windkraftanlagen

Erneuerbare Energien: Biogas und Biodiesel auf dem Vormarsch?

Elektro, Virtual Reality und Erneuerbare Energien — Themen die in der deutschen und ausländischen Presse immer öfters aufgegriffen werden. Wenn wir an die Zukunft der Smart Cities glauben, dann können wir die Zwischenschritte Biogas, Photovoltaik und Windkraft nicht ausser Acht lassen.

Ich habe seit längerem nichts mehr über regenerative Energien berichtet, daher greife ich das Thema kurz vor der Agritechnica und dem Ende diesen Jahres nochmal auf. Mein Fokus liegt heute auf Biodiesel und -gas, sowie auf ein bayerisches Weltrekord. Es handelt sich hierbei um die höchste Onshore-Windkraftanlage der Welt.

Deutscher Biodiesel in den USA sehr beliebt

Das Interesse an Biodiesel aus Deutschland ist letztes Jahr kräftig angestiegen. Rund 1,54 Mio. Tonnen Biodiesel wurden in 2016 ausgeführt. Die Exporte stiegen gegenüber dem Vorjahr um 3,4% an. Das Rekordergebnis aus 2014 von 1,7 Mio. Tonnen wurde jedoch nicht erreicht.

Mit rund 87% der Mengen, sind die EU-Mitgliedsländer unsere größten Abnehmer. Dabei geht der Großteil der Exporte an die beiden Nachbarn Polen und Niederlande. Ganz anders sieht es mit Frankreich aus. Die Franzosen kauften letztes Jahr 53% weniger Biodiesel in Deutschland ein.

Bemerkenswert waren die Ausfuhrmengen in die USA. Die Exporte haben sich versiebenfacht und lagen letztes Jahr bei 85.000 Tonnen.

In puncto Importe gab es auch ein Wachstum: Deutschland führte mit 718.000 Tonnen etwa 38% mehr Biodiesel ein als im Jahr 2015.

Quelle: Destatis, Statistisches Bundesamt

Sparfuchs Biogas: 20 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr einsparen

Was die Anzahl der neuen Biogasanlagen die im vergangenen Jahr ans Netz gegangen sind, stimmt der Titel des heutigen Beitrags nicht so ganz.

Zwar ist die Zahl um 205 neue Biogasanlagen angestiegen (10 Anlagen wurden stillgelegt) aber im Vergleich zu 2011 wo 1.526 neue Biogasanlagen registriert wurden, sind die Werte äußerst gering. Das Wachstum bei den Neuanlagen befindet sich auf einem geringen Niveau. Der Präsident des Fachverbandes Biogas bietet folgende Erklärung:

„Zum Glück investieren viele Betreiber in die Flexibilisierung ihrer Anlagen. Diese Investitionen wie auch das Exportgeschäft ermöglichen den Anlagenbauern derzeit das Überleben.“

Ein paar wichtige Zahlen, Daten und Fakten welche die Bedeutung der Biogasanlagen hierzulande stützen:

  • Biogasanlagen vermeiden 20 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr: Durch den Zubau von Güllekleinanlagen, die besonders effizient bei der Vermeidung von CO2-Emissionen sind, wird sich dieser Trend weiterhin positiv auswirken.
  • Bis Ende diesen Jahres sollen knapp 4.500 MW Biogas-Leistung zur Verfügung stehen, d.h. Strom für 9 Mio. Haushalte.
  • Zusätzlich werden 1,6 Mio. Haushalte mit Wärme versorgt.

Neues Verfahren verspricht höhere Effizienz bei der Biogas-Aufbereitung

Das Institut für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik der Universität Stuttgart hat ein neues Verfahren für die Aminwäsche entwickelt, so eine aktuelle Pressemitteilung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).

Worin besteht die Neuheit?

Anders als bei der klassischen Aminwäsche wo das abgetrennte CO2 bei Temperaturen von 120°C aus der Absorberlösung ausgetrieben wird, arbeitet das neue Verfahren bei geringeren Temperaturen um 80°C und mit dem Einblasen von Luft.

Zu den Vorteilen des neuen, optimierten Verfahrens zählen:

  • Energie- und Kosteneffizient: Dadurch können auch kleinere Anlagen hiervon profitieren, weil der Gasreinigungsprozess von Biogas zu Biomethan wirtschaftlicher wird.
  • Biologisch abbaubar: Die eingesetzten wasserlöslichen Aminosäureverbindungen werden auf biologischem Weg hergestellt und sind entsprechend auch biologisch abbauber.

Weltrekord: Die höchste Windkraftanlage der Welt steht in Gaildorf bei Stuttgart

Zu den erneuerbaren Energien zählen bekannterweise auch Windkraftanlagen. Und dass man damit auch Weltrekorde brechen kann, zeigt jetzt das neue „Kunststück“ derbayerischen Firma Max Bögl Wind AG.

Seit Donnerstag, dem 26. Oktober 2017 steht in Gaildorf bei Stuttgart, ein Windrad der Superlative mit einer Nabenhöhe von 178 Metern und einer Gesamthöhe von 246,5 Metern.

Ein paar Hintergrundinformationen:

In Gaildorf entsteht ein Windpark mit einem ganz innovativem Konzept. Im Mittelpunkt steht die Wasserbatterie. Das Besondere liegt darin, dass zum ersten Mal die Produktion von Strom aus erneuerbare Energien mit einem Pumpspeicherkraftwerk kombiniert wird.

Erneuerbare Energien: EEG-Umlage steigt von derzeit 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde

Die EEG-Umlage wächst von 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde. Was das für Endverbraucher letztendlich bedeutet, lässt sich kaum berechnen. Es hängt davon ab, ob die Energiekonzerne die fallenden Börsenstrompreise an die Kunden weitergeben.

Von einer Kostenbremse scheint heute keine Rede mehr zu sein. Ganz interessant erscheint dabei die Abschätzung der Konventionellen Energien Umlage. Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) hat im Auftrag von Greenpeace Energy EG eine Kurzanalye durchgeführt und veröffentlicht.

Demnach müssten Stromkunden für jede verbrauchte Kilowattstunde eine „Konventionelle-Energien-Umlage“ von bis zu 10,8 Cent zahlen, wenn die versteckten Kosten für Kohle, Atom und Gas in den Strompreis eingerechnet würden.

„Diese „versteckten Kosten“ der konventionellen Energieträger haben im Jahr 2017 voraussichtlich ein Volumen von rund 33 bis 38 Mrd. EUR. Sie sind damit deutlich höher als die Differenzkosten bei der EEG-Umlage von rund 25 Mrd. EUR.“

Quelle: Kurzanalyse „Abschätzung der Konventionelle-Energien-Umlage 2017“, Greenpeace Energy EG

Der Switch auf Erneuerbare Energien

So schnell kommt die Energiewende dann doch nicht.

Der Switch von Atom, Kohle und Gas auf Wind- und Wasserkraft, Photovoltaik und Co. lässt noch ein paar Jährchen auf sich warten. Da steckt jede Menge Geld dahinter, von staatlichen Fördergelder angefangen bis hin zu Steuervergünstigungen. Um ein derartiges System umzuschalten, bedarf es zahlreicher Maßnahmen und Hilfsmittel.

Wann gelingt uns denn der endgültige Switch in Richtung Regenerative / Erneuerbare Energien? Was glaubt Ihr: Ist das bis 2025 zu schaffen?

Photovoltaik und Windkraftanlagen - Erneuerbare Energien

Photovoltaik bringt 3x mehr Gewinn ein als Windkraftanlagen (Studie)

Mit Photovoltaik ist man dreimal besser dran als mit Windkraftanlagen, so das Ergebnis einer Studie des Fraunhofer-Instituts in Deutschland. Photovoltaikanlagen in Deutschland erwirtschaften deutlich höhere Gewinne als Windkraftanlagen, obwohl sie weniger Strom erzeugen.

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) hat vor Kürze die Ergebnisse einer aktuellen Studie bzgl. der Einnahmen und Gewinne von Photovoltaik- und Windkraftanlagen veröffentlicht. Die Untersuchung zeigt große Unterschiede zwischen den beiden erneuerbaren Energieformen auf, und weist auch auf starke Gegensätze zwischen einzelnen Bundesländern hin.

Die EEG-Reform ist zwar durch, aber die Frage ob bestimmte Regionen oder Akteure von dem Ausbau regenerativer Energieträger mehr profitieren als andere, bleibt bestehen. Dieser Frage ist das Fraunhofer ISI zusammen mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) sowie dem Institut für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) nachgegangen.

Die Studie „Verteilungswirkungen der Marktförderung im Bereich Photovoltaik- und Wind-Onshore-Anlagen“ die im Rahmen des gemeinschaftlichen Projekts „Wirkungen des Ausbaus Erneuerbarer Energien (ImpRES)“ entstanden ist, hat als Ziel, die erzeugten Strommengen und Gewinne nach Bundesland, Anlagengröße und pro Jahr für Photovoltaik- und Windkraftanlagen zu ermitteln.

Photovoltaik (2,7 Mrd. EUR) vs. Windkraft (750 Mio. EUR)

Wie unterschiedlich die Gewinne der beiden analysierten Energieträger ausfallen können, erfahren wir in einer aktuellen Pressemitteilung des Fraunhofer ISI:

„Für das Jahr 2012 fielen die durch Windkraftanlagen realisierten Gewinne mit etwa 750 Millionen Euro deutlich geringer aus als bei Photovoltaikanlagen, die mit rund 2,7 Milliarden Euro mehr als dreimal so hohe Gewinne einbrachten – und dies, obwohl die erzeugte Menge an Solarstrom viel niedriger ausfällt als bei Windstrom.“ so Dr. Barbara Breitschopf, Projektleiterin der Studie am Fraunhofer ISI.

Bayern und Baden-Württemberg mit einem Photovoltaik-Marktanteil von rund 40%

Die beiden Bundesländern aus dem Süden dominieren den deutschen Markt für Photovoltaik mit rund 40% der installierten Solarstromkapazitäten. Auch bei den Gewinnen sind die Beiden ganz vorne.

Der hohe Marktanteil wird sowohl durch die vielen privaten Anlagen als auch durch den hohen Anteil an landwirtschaftlichen Betrieben (z.B. durch Solaranlagen auf Dachflächen) erzielt.

Photovoltaik, Windkraft & Co.

Energieversorgung in Deutschland im Jahr 2020

Windkraftanlagen dominieren den Norden

Wie erwartet, stehen Windkraftanlagen in den norddeutschen Bundesländern Niedersachen, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt ganz hoch im Kurs. Diese 4 Bundesländer erzeugen mit einer Leistung von etwa 19 Gigawatt mehr Strom durch Windkraft als die restlichen 12 Bundesländer gemeinsam.

Wer davon ausgeht, dass die Gewinne die in den vier norddeutschen Bundesländern erwirtschaftet werden, gleich verteilt sind, der irrt sich. Die Gewinnspannen fallen sehr unterschiedlich aus.

Obwohl das nördlichste Bundesland im direkten Vergleich mit Niedersachsen nur etwa über die Hälfte der Gesamtstromkapazität verfügt, fielen die Gewinne im Jahr 2012 nur um etwa neun Prozent niedriger aus. Das umgekehrte Bild zeigt sich für Brandenburg, das ab dem Jahr 2000 zwar über die zweitgrößte Gesamtstromkapazität verfügt, jedoch laut Modellabschätzung nur einen Bruchteil der Gewinne Niedersachsens oder Schleswig-Holsteins erzielt. [Pressemitteilung vom 28.07.2014, Fraunhofer ISI]

Nord-Süd Gefälle

Warum diese großen Diskrepanzen zwischen Nord-Süd?

Die regionale Raumplanung sowie die natürlichen Wetterbedingungen spielen eine wesentliche Rolle. So sind Windkraftanlagen in den nördlichen Gebieten günstiger als in den südlichen Regionen Deutschland.

Welche regenerative Energieträger kommen für Sie in der Landwirtschaft in Frage? Ist Photovoltaik eher ein Thema in Ihrem Betrieb oder setzen Sie lieber auf Windkraftenergie?

 

Agrarbetrieb_Startpaket fuer innovative Landwirte

Solarstrom weltweit

Solarstrom: 37 Gigawatt kommen weltweit neu hinzu

Solarstrom bleibt nach Wasserkraft und Windenergie die drittwichtigste Versorgungsquelle mit erneuerbaren Energien weltweit. 2013 war erneut ein Rekordjahr für die Photovoltaik.

Die European Photovoltaik Industry Association (EPIA) hat vor Kürze den aktuellen Marktreport 2013 veröffentlicht. Aus diesem Bericht geht folgendes hervor:

Weltweit beträgt die neu installierte Solarstromleistung 37 Gigawatt (GW). Das entspricht einem Zuwachs von 35% gegenüber dem Vorjahr.

Solarstrom in Asien und Europa

Die meisten Neuinstallationen verbuchte 2013 das asiatische Kontinent mit einem Zubau von 21 GW. Auf die beiden großen Player China und Japan entfielen jeweils 11 GW und 7 GW. Ein moderates Wachstum verbuchten hingegen Indien (1,1 GW), Korea (442 MW) und Thailand (317 MW).

Nach langjähriger Führung im Bereich Photovoltaik, landete das europäische Kontinent auf den zweiten Platz. Von der 37 GW neu installierten Solarstromleistung entfiel 10 GW auf Europa. In 2012 waren es 17,6 GW und in 2011 sogar mehr als 22,4 GW.

Die europäische Solarindustrievereinigung EPIA bestätigt, dass 3% des gesamteuropäischen Strombedarfs durch Photovoltaik gedeckt wird.

DEIN GESCHENK VON AGRARBETRIEB: Startpaket für innovative Landwirte

Deutschland verzeichnete in 2013 den grössten Zubau mit 3,3 GW und das trotz eines signifikanten Rückgangs. In 2012 waren es noch 7,6 GW.

Sie wollten schon immer etwas unabhängiger sein von Großenergiekonzernen? Der folgende Videobeitrag vom BSW – Bundesverband Solarwirtschaft e.V. zeigt uns wie jeder Bürger in Deutschland zukünftig von Solarstrom profitieren kann.

Solarstrom: Sonne speichern und unabhängiger sein

Die Lage in den anderen europäischen Ländern sah in 2013 wie folgt aus:

  • Italien 1,1 bis 1,4 GW
  • Großbritannien 1 bis 1,2 GW
  • Rumänien 1,1 GW
  • Griechenland 1,04 GW
  • Belgien 215 MW (in 2012: 600 MW)
  • Frankreich 613 MW (in 2012 waren es noch 1,1 GW)
  • Dänemark 200 MW von 300 MW in 2012

Der europäische Markt ist in den letzten drei Jahren mit etwa 6 GW pro Jahr stabil geblieben. Das Photovoltaik-Potenzial wurde in Ungarn, Polen und Türkei bis dato noch nicht erkannt.

Solarstrom in den USA

Solarstrom weltweit

Solarstrom weltweit
Bild von franky242 / FreeDigitalPhotos.net

Den dritten Platz verbuchten die USA mit 4,8 GW. Der amerikanische Markt wuchs langsamer als erwartet. Ein deutlicheres Wachstum verbuchte hingegen Kanada mit 235 MW.

Marktteilnehmer gehen davon aus, dass Photovoltaik in den südamerikanischen Ländern Chile und Brasilien eine Zukunft haben wird.

Fazit

Wer im Haushalt Energie sparen möchte, wird zukünftig an Photovoltaik, Wasserkraft und Windenergie nicht vorbeikommen.

Wie schützen Sie sich vor der nächsten Strompreiserhöhung? Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach Solarstrom bei der Energiewende?