Twitter in der Landwirtschaft

TWITTER: Social Media in der Landwirtschaft

Twitter in Deutschland? Nee… das funktioniert nicht. Diese Plattform ist nur in den USA beliebt…

Stimmt das wirklich? Oder sind das alles nur Behauptungen von Menschen die mit Social Media und insbesondere mit Twitter nichts anfangen können?

In dem heutigen Beitrag fühlen wir dem umstrittenen Social Netzwerk Twitter mal näher auf den Zahn. Selbstverständlich werde ich auch ein paar wertvolle Tipps mit Euch teilen, damit Ihr mehr für Euch und Euer Betrieb aus Twitter rausholen könnt.

Los geht’s.

Was ist Twitter und wie funktioniert es?

Twitter-Mitgründer Jack Dorsey blickt auch heute noch mit vollem Enthusiasmus auf seinen ersten Tweet. Am 21. März 2006 schrieb er folgende Kuzrnachricht auf „twttr“ — so hieß die Plattform ursprünglich…

„just setting up my twttr“ so lautete der erste Tweet.

10 Jahre später wird getweetet, geliked und geshared was das Zeug hält.

Twitter ist ein Mikro-Blogging-Dienst. Jeder Anwender der sich bei der Plattform anmeldet, erhält ein sogenanntes Twitter Handle oder Benutzername mit einem „@“ vorne dran und kann vortan telegrammartige Kurznachrichten, besser bekannt als „Tweets“ nach Lust und Laune verbreiten.

Und wie kann man das Ganze visuell erklären?

Mit einem passenden Video, natürlich.

Der nachfolgende YouTube Beitrag von Computer Bild Deutschland ist zwar vor drei Jahren entstanden aber die Grundlagen sind unverändert geblieben.

 

 

Anders als bei Facebook, Instagram und Co. gibt es bei Twitter eine klare Begrenzung, und zwar die Nachrichten dürfen maximal 140 Zeichen beinhalten.

Anfangs war diese Vorgehensweise recht merkwürdig, aber heute wissen viele Fachexperten besser:

Jawohl, die 140 Charaktere sind sehr wohl ein starkes Alleinstellungsmerkmal von Twitter.

Ob es bei den 140 Zeichen bleibt, ist abzuwarten. Denn immer wieder gibts Diskussionen diese Begrenzung aufzulösen und damit den Nutzern eine Facebook-ähnliche Erfahrung zu bieten.

Clever oder nicht?

Noch ist nichts entschieden, von daher wird weiter mit 140 Zeichen gezwitschert.

Twitter in der Landwirtschaft

Tauchen wir doch ein bischen tiefer in das Twitter Universum ein.

Wer als Journalist oder Pressemitarbeiter unterwegs ist, kommt an Twitter nicht vorbei. Wer auf der Suche nach den Top aktuellsten Nachrichten aus Politik, Ausland und Sport ist oder den letzten Klatsch und Tratsch der angesagtesten Stars und Promis erfahren möchte, kommt an Twitter ebenfalls nicht vorbei.

Wenn es um Verbreitung von News geht, dann steht Twitter an erster Stelle. Nicht Facebook. Nicht Instagram und sicherlich nicht Xing.

Selbstverständlich entgeht keinem der langjährige Kampf zwischen den beiden Erzrivalen Facebook und Twitter. Während Facebook durch die zahlreichen Aquisen wie z.B. Instagram oder WhatsApp, seine unglaublich starke Werbeplattform und ständige Innovationen (z.B. Einführung von Canvas oder Instant Articles) weiterhin seine Position als Marktführer im Bereich Social Media festigt, gibt es ein Marktsegment wo Twitter trotz der ganzen Bemühungen von Mark Zuckerberg, vom ersten Platz nicht „wegzuschaufeln“ ist…

Die Geschwindigkeit bei der Verbreitung von News. Da bleibt Twitter unangefochten die Nummer EINS.

Bei uns in der Landwirtschaft sind News und Innovationen zwar wichtig, allerdings bestimmen diese nicht unser Alltag… Zumindest noch nicht; das wär ja ganz schlimm…

5 Tipps für Landwirte

So, jetzt geht’s ins Eingemachte.

Ihr habt ein Profil auf Twitter und wisst nicht so richtig was Ihr damit anfangen sollt. Kein Problem, vor dieser Herausforderung stand jeder von uns einmal. Deshalb gibts heute ein paar Tipps von mir.

1. Schreibt relevante Kurznachrichten und hängt nach Möglichkeit Bilder bzw. Videos an die jeweiligen tweets.

2. Wenn Ihr Videos verteilt, dann nutzt lieber die „native video“ Strategie, d.h. ladet die Videos direkt bei Twitter hoch; benutzt nicht YouTube als Zwischenstation. Siehe Beispiel-Tweet mit Video unten…

 

Twitter Agrarbetrieb Amazone Agritechnica 2015

 

3. Hashtags sind das A und O bei Twitter… eine Strategie die sich auch Instagram zu Herzen genommen hat. Auch hier gilt es strategisch vorzugehen und nicht jedes Tweet willkürlich mit hashtags „zumüllen“.

4. Es geht auch bei Twitter nicht darum 1 Million Follower zu haben, sondern vielmehr geht es darum, die richtigen Follower anzuziehen. So zählen u.a. die Rewe Gruppe oder Metro zu meinen Followern auf Twitter; beide Handelsketten sind relevante Follower.

5. Nutzt Events, Messen, Ausstellungen und Konferenzen dazu, um Eure Impressionen und Meinung mit Euren Followers zu teilen.

Meine bisherigen Erfahrungen mit Twitter…

Twitter ist sehr schnelllebig, d.h. Frequenz spielt bei diesem sozialen Netzwerk eine sehr große Rolle. Demnach braucht man auch hierfür Zeit… jede Menge Zeit.

Wer das Nötige Kleingeld hat, kann eine Social Media Agentur engagieren, die das tweeten für ein paar Tausend Euro pro Monat übernehmen. Wer dieses „Spielchen“ über mehrere soziale Kanäle treiben möchte, wird recht schnell merken, dass 10.000€ pro Monat nicht ausreichen.

Social Media Marketing kann ein sehr teures Spielzeug bzw. Hobby werden. Das muss aber nicht sein.

Wir sind Landwirte und unser Fokus liegt woanders. Nicht desto trotz, dürfen wir die neuen Marketinginstrumente nicht außer Acht lassen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die neuen Generationen langsam nur noch diese Art von Kommunikation kennen.

Daher empfehle ich integrativ zu denken.

Was meine ich damit?

Ich meine folgendes damit: wenn Ihr z.B. auf dem Feld seid und grad eine Ruhepause einlegt, dann könnt Ihr ein Bild (oder ein kurzes Video) von der im Einsatz befindlichen Landmaschine machen (bzw. drehen) und anschließend dieses Motiv auf allen sozialen Kanälen wo Ihr angemeldet seid verteilen.

Das gleiche Motiv / Video für Twitter, Facebook, Instagram, Google Plus etc.

Einmal Arbeiten, einmal Zeit investieren => mehrfache Wirkung

Denken in Netzwerken schafft Vorsprung. Nutzt das zu Euren Gunsten.

Seid Ihr auf Twitter? Lasst uns in Kontakt treten…

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