VENTOR 4150-Kartoffelernte-Kartoffelroder

Von Kartoffeln und dem VENTOR 4150

Grimme präsentiert auf der Agritechnica seinen selbstfahrenden Kartoffelroder VENTOR 4150, der mit seinen vier Reihen neue Standards setzt. 

Bevor wir uns auf die technischen Details der Neuheit stürzen, lasst uns noch einen Blick auf aktuelle Ereignisse in der deutschen Landwirtschaft schauen: 

Ende der Zuckerquote

Zum 01. Oktober fällt die Zuckerquote weg.

Viele Landwirte hatten bereits ihre Anbaufläche erweitert, so dass in den deutschen Zuckerfabriken dieses Jahr mehr Hände als bisher gebraucht werden dürften.

Es wird sich zeigen, wie der Wegfall der Quote sich auf die Märkte auswirken wirkt. Mit einem erhöhten Angebot an Zuckerrüben kann es durchaus zu einer Verschärfung des Wettbewerbs kommen.

Sturmtief Sebastian sorgt für massive Schäden

Das Wetter in Deutschland zieht vielen Landwirten derzeit einen Strich durch die Ernteerwartungen.

Nachdem in den letzten Wochen bereits der Süden vom Sturmtief „Kolle“ getroffen wurde, ist nun der Norden und Westen vom Sturmtief „Sebastian“ stark getroffen wurden.

Die neuesten Schätzungen gehen von knapp 25.000 Hektar Mais aus, der von dem Unwetter abgeknickt oder auch abgebrochen wurden ist.

Insbesondere für die abgebrochenen Stängel ist eine baldige Ernte ratsam. Vom Strum getroffen wurden insbesondere ertragsreiche, hohe Maissorten mit einem gut ausgebildeten Kolben.

Allein in Nordrhein-Westfalen sind nach Schätzungen bis zu 40 Prozent der Maisfläche geschädigt.

Die am Boden liegenden Maispflanzen sind von den Erntemaschinen nur schwer fassbar. Die Schäden für die Landwirte dürften sich im zweistelliger Millionenhöhe beziffern.

In Deutschland wird Mais auf rund 15 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche angebaut. Der Maisanbau wurde um etwa 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingeschränkt.

Gründe hierfür liegen in der gute Vorjahresernte, die für gut gefüllte Lager sorgte als auch in der Deckelung auf maximal 50 Prozent Masseanteil Mais für Biogasanlagen.

Aber nicht nur für den Maisanbau wird 2017 ein eher bescheidenes Jahr. Es ist Erntesaison für die Spätsorten von Kartoffeln.

Berg- und Talbahn beim Kartoffelanbau

Der Regen, der in einigen Regionen zu früh, in anderen zu heftig und zuviel auftrat, sorgte für Bangen beim Wachstum.

Hinzu kamen wärme Temperaturen. Warm und feucht – genauo wie es Pilze lieben. Das Klima der letzten Wochen begünstigte damit die Ausbreitung von Phytophtora-Fäule.

Die Frühkartoffeln sorgten bei den Landwirten bereits für ein stetiges Hoffen und Bangen. Und auch wenn die Ernte geringer ausfiel, die Preise für Kartoffeln blieben auf einem niedrigen Niveau.

Nun heisst es bei den Spätkartoffeln nochmals Nerven zu behalten.

Das mit Abstand wichtigste Bundesland für den Kartoffelanbau ist Niedersachsen (111.700 Hektar).

An zweiter und dritter Stelle liegen Nordrhein-Westfalen (41.500 Hektar) und Bayer (30.000 Hektar).

Wusstet Ihr, dass derzeit nur jeder dritte Kartoffel auch letztendlich vom Endverbraucher gekauft und als normale Speisekartoffel verzehrt wird?

Die meisten Kartoffeln landen in verarbeiteter Form im Haushalt der Endverbraucher. Als Industrie- oder Verarbeitungskartoffel liefern sie den Rohstoff für die Herstellung von Pommes, Chips und Co.

Dieser ist übrigens stark in asiatischen Ländern wie beispielsweise Japan nachgefragt, wo Naturkatastrophen die natürlichen Kartoffelbestände stark dezimiert haben.

Pünktlich zur Kartoffelsaison hat Grimme seinen neuen Kartoffelroder vorgestellt. Präsentiert wird der VENTOR 4150 auf der Agritechnica 2017.

VENTOR 4150 – Leistung pur

Die Maschine mit ihren 15 Tonnen und 530 PS glänzt vor allem durch die erstmalige Umsetzung eines 4-reihigen Systems, das auf dem SE-Prinzip basiert.

Damit wurde von Grimme realisiert, was vom Markt schon länger gefordert wurde.

VENTOR 4150 setzt neue Standards

Quelle: Agrifoto

Der selbstfahrende Kartoffelrode mit seinen 4 Reihen beeindruckt sehr, oder? Hier sind die wesentlichsten Highlights des Hochleistungsgerätes für Euch zusammengefasst:

  • Selbstfahrend und straßenzugelassen
  • Problemloses Anroden aus der Gare ermöglicht den Verzicht auf energieintensive Krautschläger
  • TerraFloat: Breitflächige Verbreitung für eine optimale Absiebung bereits ab dem ersten Siebband
  • Speedtronic: geschwindigkeitsabhängige, automatische Regelung der Trenngeräte
  • Inspektionsplattform: Platz für bis zu 3 Personen für das Verlesen der Kartoffeln
  • Überladebunker: 15 Tonnen Fassungsvolumen
  • Spurversetztes Fahren (sogenannter Hundegang): Ganzflächiges Überfahren des Bodes mit großvolumigen Breitreifen
  • kleiner, innerer Wendekreis von nur 6,1 Metern
  • zum Patent angemeldete Verschränkung: immer gleichbleibende, produktschonende Übergabe vom ersten auf das zweite Siebband

Der VENTOR 4150 ist also ein Kraftpaket, das ein produktives Arbeiten mit enormer Leistung ermöglicht.

So robust die „Arbeitstechnik“ ist, so ausgeklügelt ist der Komfort für den Fahrer. Dieser hat

  • einen optimalen Blick auf das Aufnahmeaggregat und dank ErgoDrive Bedienoberfläche alle Funktionen des Roders im Griff.
  • perfekten Überblick über alle Funktionen und den Maschinenstatus mit einem 12,1 Zoll großen CCI 1200 Terminal
  • serienmäßig an Board: Videoüberwachungssystem Visual Protect, Coming Home Funktion, MemoryControl zum Speichern und Abrufen von Rodeparametern, Autopilot
  • einen vollständigen Rundumblick ohne tote Winkel dank der hochmodernen, verzerrungsarmen Weitwinkelkameras und dem hochauflösenden Monitor mit Splitscreenfunktion

Den VENTOR 4150 werden wir uns auf der Agritechnica 2017 von Nahen anschauen dürfen.

Welches sind für Euch derzeit die größten Herausforderungen bei der Ernte? 

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