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Vertical Farming: Urbane Landwirtschaft im Wolkenkratzer

Lautet die Zukunft der Landwirtschaft tatsächlich Vertical Farming? Sind Tomaten & Co. dafür angedacht unsere Wolkenkratzer und Gebäudekomplexe zu schmücken?

Fakt ist, dass wir in der Landwirtschaft vor einem großem Dilemma stehen. Einerseits wächst die Weltbevölkerung stetig weiter und andererseits werden die Ackerfelder aufgrund der steigenden Urbanisierung immer weniger. Der Trend lautet „Urbanisierung“.

Die Zeitschrift Scientific American prognostiziert, dass bis zum Jahr 2050 ca. 80% der Weltbevölkerung – wir reden hier von 7 Mrd. Menschen – in urbanen Zentren leben wird.

Folgende Faktoren stellen uns vor weiteren Herausforderungen:

  • Klimawandel: Wasserknappheit, Überschwemmungen, Ernteausfälle etc.
  • Pestizide / Insektizide: verursachen Allergien bei Menschen und schaden unserer Natur
  • Hunger: 870 Millionen Menschen leiden an Hunger, etwa jeder Achte (Quelle: Wikipedia 2013)

Das „Vertical Farming“ Konzept stammt vom US-Amerikaner Dickson Despommier – Professor für Umweltgesundheit und Mikrobiologie an der „Columbia University“ in New York City. Anders als in der heutigen horizontalen Landwirtschaft geht es hierbei um eine platzsparende Alternative: mehrere übereinander gelagerte Ebenen von Plantagen in Gebäudekomplexen und Hochhäusern.

Bevor wir die Vor- und Nachteile dieses Konzepts durchleuchten, lassen Sie uns gemeinsam folgenden Film anschauen. Die Kollegen von Spiegel TV zeigen uns ein interessantes Beispiel für Vertical Farming in Korea.

Vorteile und Nachteile von Vertical Farming auf einen Blick

Vorteile:

  • Flächeneinsparung: Entlastung der traditionellen Ackerfelder mit entsprechender Wiederbelebung; eine hervorragende Möglichkeit um ungenutzte Industrieflächen und Bürogebäude wieder zu aktivieren
  • Sicherheit: Vertical Farming ermöglicht ganzjährige Ernten, Klimawandel ade
  • Kostenminimierung: geringere Lager- und Transportkosten da Konsument die Produkte unmittelbar verzehren kann
  • Steigende Erträge: ganzjährige Ernten führen zu einer steigenden Produktion
  • Bio-Landwirtschaft: kontrollierter Einsatz von Düngemittel
  • Wasser sparen: durch geschlossene Wasserkreisläufe

Nachteile:

  • Hoher Energiebedarf: aktuell wird viel Energie für den Betrieb von Hochplantagen verwendet; aufgrund der zukunftsweisenden Technologie wird sehr intensiv an dieser Problematik geforscht
  • Platzmangel für Hauptgetreidesorten: Weizen, Mais & Co. benötigen zu viel Platz
  • Ökonomischer Nutzen unklar: die Auswirkungen auf Miet- und Kaufpreise der Immobilien sind schwer abzuschätzen

Immer öfter wird auch in den deutschen Medien über dieses zukunftweisende Konzept gesprochen. Ganz vorne mit dabei sind die Universität Hohenheim und die Malzfabrik der Schultheiss-Brauerei im Berliner Tempelhof.

Was halten Sie von dieser neuen Umweltidee? Sollten wir alle Vertical Farming ernst nehmen?

2 Kommentare
  1. vertical farm.at
    vertical farm.at says:

    Hallo,

    ich denke wir sollten dieses Thema ernst nehmen. Siet dem Artikel hat sich schon wieder einiges in der Branche getan!
    Mittlerweile gibt es auch in Wien ein Prokjekt welches sich mit dem Thema verticalfarming beschäftigt! Letztendlich denke ich ist es eine voerst gute Lösung um die Überdüngung der Böden und dem Grundwasser Herr zu werden!

    http://www.vertical-farm.at

    Antworten
    • Roland
      Roland says:

      Danke für die Anregung.

      Das Thema wird in den nächsten Jahren sicher noch viele Leute bewegen denn Land wird jeden Tag weniger.

      Wenn was wachsen soll wird auch bei Verticalfarming Dünger und Wasser gebraucht. Da wir erst am Anfang sind wird sich da in den nächsten Jahren noch viel neues ergeben.

      Ihr Projekt ist eine Super Sache – gerade für Menschen in den Städten kann es eine gute Alternative für frisches Gemüse sein.

      Antworten

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