Ernte 2014 bei Agrarbetrieb Weizenernte

Weizenernte 2015: USDA-Report meldet 719 Mio. Tonnen

Letzte Woche wurde der neue USDA-Report veröffentlicht: 719 Millionen Tonnen Weizen, so die aktuelle Prognose der Analysten. Demnach erwartet uns die bisher weltweit zweitgrößte Weizenernte. Ähnlich lauten die Prognosen auch für Europa. Die Schätzungen liegen nur knapp hinter der Rekordernte aus 2014 zurück.

Globale Weizenernte erneut auf Rekordniveau

Die Einschätzungen der USDA-Analysten gehen von einem Anstieg der globalen Weizen-Bestände in 2015/16 aus. Wie immer, bestimmen Angebot und Nachfrage das Endergebnis.

  • Angebot: Es wird mit der bislang zweitgrößten globalen Weizenernte von 719 Millionen Tonnen gerechnet.
  • Nachfrage: Der Verbrauch soll nur sehr gering steigen. Die Analysten rechnen mit knapp 717 Mio. Tonnen. Die erwartete Erntemenge soll demnach die Nachfrage decken.

Die Ergebnisse des aktuellen USDA-Reports waren für viele überraschend. Die US-Analysten und der IGC sind ursprünglich von einer Deckungslücke ausgegangen.

Weizenernte in den USA und Europa

Die US-Ernte 2015 wird auf 56,8 Mio. Tonnen geschätzt. Diese soll demnach leicht höher ausfallen als im Vorjahr mit 55,1 Mio. Tonnen.

Die Schätzungen für die Europäische Union sehen ähnlich hoch aus. Die USDA-Analysten gehen von einer Weizenernte in Höhe von 150,3 Mio. Tonnen aus. Das sind ca. 6 Mio. Tonnen weniger als im Jahr zuvor. Die Rekordernte 2014 betrug 156,4 Mio. Tonnen. Die europäischen Exporte werden bei 32,5 Mio. Tonnen erwartet. Das Jahr zuvor lagen die Exporte bei 34,5 Mio. Tonnen.

Exkurs Bayern: Getreideanbaufläche steigt um 3,6%

Rekorde werden auch in Bayern gebrochen. Das Bayerische Landesamt für Statistik hat in einer aktuellen Pressemitteilung die Ausweitung der Getreideanbaufläche (ohne Körnermais) um 3,6% auf rund 1,07 Millionen Hektar bestätigt. Das sind rund 36 600 ha mehr als im vergangenen Jahr.

Verantwortlich für die deutliche Flächenausweitung sind die beiden flächenstärksten Getreidearten Winterweizen und Wintergerste.

Im Einzelnen sieht es mit der Bestellung der bayerischen Getreideflächen wie folgt aus:

  • Winterweizen: Anbaufläche wurde um 21.800 ha auf 549.400 ha erhöht (bisher höchste Winterweizenfläche)
  • Wintergerste: Flächenausweitung um 19.600 ha auf 257.200 ha
  • Roggen (inkl. Wintermenggetreide): Flächenreduzierung um 4.500 ha auf 37.000 ha
  • Hafer: Flächenreduzierung um 3.600 ha auf 23.100 ha
  • Triticale: 89.000 ha; nur geringfügig unter der Vorjahresanbaufläche
  • Sommergerste: Flächenausweitung um 2.300 ha auf 101.700 ha
  • Sommerweizen: Flächenausweitung um 2.200 ha auf 9.000 ha
  • Winterraps: Flächenreduzierung um 13% auf 106.500 ha
  • Kartoffeln: Flächenminderung um 3% auf 39.600 ha
  • Zuckerrüben: Flächenreduzierung um 6.600 ha auf 53.200 ha

Das Bayerische Landesamt für Statistik weist darauf hin, dass die oben aufgeführten Zahlen nur vorläufige Anbautendenzen wiederspiegeln. Fundiertere Zahlen erhalten wir voraussichtlich Ende Juli mit der Veröffentlichung der Ergebnisse der Bodennutzungshaupterhebung 2015.

Auf welche Getreidearten fokussieren Sie sich dieses Jahr? Was erwarten Sie von der diesjährigen Weizenernte? Ich freue mich auf Ihr Kommentar.

 

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