Bodenbearbeitung bei Agrarbetrieb mit Fendt 930 und Horsch FM

Bodenbearbeitung nach erfolgreicher Ernte

Bodenbearbeitung und Pflegearbeiten stehen auch bei Agrarbetrieb nach jeder Ernte an. Der Boden soll gelockert und eingeebnet werden. Mulchgeräte, Scheibeneggen und Messerwalzen helfen einerseits beim Zerkleinern und Einmischen von Wurzelballen und andererseits werden sie zur Schädlings- und Krankheitsreduzierung eingesetzt.

Das Ganze sieht dann wie folgt aus. In dem nachfolgenden Videobeitrag sehen Sie wie wir einen Test mit Kuhn Scheibenegge OPTIMER+ 6003 und Fendt 930 durchgeführt haben.

Bodenbearbeitung bei Agrarbetrieb

Mulchgeräte haben sich des Öfteren schon als äußerst effektiv bewährt. Je nach Bauart können diese bis zu 80-85% der Stoppeln zerkleinern. Zu den Geräten zählen Schlegelmulcher, Sichelmulcher, Schneidwalzen und Scheibeneggen.

Ganz wichtig ist auch die Berücksichtigung der Tiefe der Bearbeitung. Diese sollte je nach Bedarf festgelegt werden.

  • Tiefe Bearbeitung: wird empfohlen, wenn Verdichtungen zu beseitigen sind
  • Flache Bearbeitung: ist für das oberflächliche Einmischen von Ernterückständen und für die Bodenkrümelung zur Saatbettvorbereitung geeignet
Bodenbearbeitung bei Agrarbetrieb mit Fendt 930 und Horsch FM

Bodenbearbeitung bei Agrarbetrieb mit Fendt 930 und Horsch FM

Egal ob man sich für den Einsatz einer Scheibenegge, Grubber oder Pflug entscheidet, sollte die Bearbeitungstiefe von Jahr zu Jahr variieren. Weshalb ist das von Bedeutung? Um die Entstehung von Bearbeitungssohlen zu vermeiden.

Zur oberflächlichen, flachen Bearbeitung bis 10 cm ist der Einsatz einer Kurzscheibenegge oder eines Flachgrubbers ganz gut geeignet. Wenn Sie eine tiefe Bearbeitung vornehmen möchten, dann stehen Ihnen Exaktgrubber, Schwergrubber oder Kombinationsgeräte bestehend aus Scheibenegge und Grubber zur Verfügung.

Feuchte Böden sollten wenn, dann nur mit bodenschonender Niederdruckbereifung, Bandlaufwerken oder Zwillingsbereifung befahren werden, damit keine Schadverdichtungen entstehen. Gleichzeitig wird durch die damit zusammenhängende Minderung von Schlupf Kraftstoff eingespart. Bei der Bearbeitung ist darauf zu achten, dass in zu feuchten Böden Bodendruck und Scherkräfte zu Verdichtungen führen können. Deshalb sollte der Boden vor der Bearbeitung mit dem Spaten aufgegraben und untersucht werden. Verformt sich der Boden beispielsweise bei einer Druckprobe mit der Faust dauerhaft und tritt dabei Wasser aus, ist er für eine Bearbeitung zu feucht.

Welche Bodenbearbeitungsgeräte benutzen Sie in ihrem Betrieb? Welche Vorgehensweise bevorzugen Sie wenn es um das Thema Bodenbearbeitung geht? Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

2 Kommentare
  1. Jan Dijkstra
    Jan Dijkstra sagte:

    Es ist definitiv wichtig, dass die Bearbeitungstiefe von Jahr zu Jahr variiert, um Bearbeitungssohlen zu vermeiden. Ich brauche zukünftig Hilfe für die Bodenbearbeitung auf meinem Land. Am besten suche ich mir eine gute Landwirtschaftsfirma.

    Antworten
    • Roland
      Roland sagte:

      Für die Bodenbearbeitung und auch für die Bearbeitungstiefe gibt es kein Rezept für alle Böden. Mit der richtigen Fruchtfolge und Zwischenfrüchten ist auch eine Direktsaat möglich. Gerade jetzt wo alles mehr kostet, kann man so die Stückkosten senken.

      Antworten

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