Agrarbetrieb Blumenwiesenpatenschaft

Frankfurter Allgemeine Woche berichtet über Blumenwiesenpatenschaft

Wenn man etwas Gutes für die Natur tut, dann wird man belohnt. Einerseits, freuen sich die Bienen und Hummeln über das neue Paradies, andererseits berichten namhafte Zeitungen und Zeitschriften darüber. So kommt es, dass die Frankfurter Allgemeinen Woche über meine Blumenwiesenpatenschaft einen Bericht geschrieben hat.

Diese Woche steht die Ausgabe Nr. 19 vom 4. Mai 2018 der Frankfurter Allgemeinen Woche für alle zum Lesen bereit. Abgebildet ist der französische Präsident Emmanuel Macron mit einer Caesar Krone als Symbolträger der EU. Soviel zum Cover der Zeitschrift. Auf Seite 46 berichtet Hanna Decker von „Blümchen für Bienchen“.

Mit Blumenwiesen dem Problem „Monokulturen“ Paroli bieten

Deutschland ist tatsächlich voll von Monokulturen. Das war früher nicht so.

Heute wird überall Getreide, Mais und Raps angebaut und dann geht das Karussell von vorne wieder los. Die ländlichen Regionen sind für die kleinen Lebewesen öde geworden. Sie bevorzugen die städtischen Parks und bunten Balkone. Normal ist das nicht.

So berichtet die Frankfurter Allgemeine Woche auch von einer Krefelder Langzeitstudie welche die Folgen der industriellen Landwirtschaft untersucht hat. Die Ergebnisse sind sehr besorgniserregend.

  • Die Insektenpopulation in Deutschland ist seit der Wende um 76% zurückgegangen
  • Mehr als 60% der Bienenvölker stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten
  • Bedroht sind Honigbienen, Hummeln und Wildbienen

Diesem Fiasko konnte auch ich nicht mehr lange zuschauen. Ich musste etwas tun. Daher die Idee mit der Blumenwiese und Blumenwiesenpatenschaft. Und genau darüber berichtet die FAZ Woche in seiner aktuellen Ausgabe.

Die Blumenwiesenpatenschaft von Agrarbetrieb

Auf 17.000 Quadratmeter (1,7 Hektar) erstreckt sich meine Blumenwiese.

Sie ist nicht nur bunt und herrlich duftend, sondern gleichzeitig ein Paradies für Biene Maja, Willy und ihre Freunde.

Letzten Sommer blühten hier Sonnenblumen, Klee, Malven, Ringelblumen, Koriander und Buchweizen. Jedes Mal wenn ich in den Blumenstreifen spazieren gehe, merke ich die Bienen, Würmer und allerlei Insekten die hier Unterschlupf suchen.

Bewohner und Patienten, die in der Gegend auf Kur sind, gehen hier ebenfalls gerne spazieren, pflücken sich einen Blumenstrauß oder machen Photos. Die Blumenwiese war schonmal Kulisse für ein Hochzeitsfoto. Sowas macht mich wirklich glücklich. Dies erlebt man auf dem Getreide- oder Maisfeld nicht.

Heute kann man ja alles mieten. Wieso nicht auch eine Blumenwiese?

So entstand die Idee mit der Blumenwiesenpatenschaft.

Bereits für 49 EUR kann man Pate werden. Im Gegenzug erhält man ein Glas Honig und eine Urkunde.

Wenn Ihr vorbeischaut, dann werdet Ihr neben meiner Blumenwiese, einen Imker mit ein paar Bienenvölker bemerken. Der Honig schmeckt leicht zitronig und ist sehr lecker.

Wenn Ihr Interesse daran habt, der Natur etwas zurück zu geben, dann ist die Blumenwiesenpatenschaft eine tolle Gelegenheit dies zu tun.

Hier erfahrt Ihr alle wichtigen Informationen dazu:

BLUMENWIESE

An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön meinerseits an Hanna Decker und die Redation der FAZ Woche! Danke für Ihre Unterstützung!

Mitsubishi Firmenzeitung berichtet ebenfalls über die Blumenwiesenpatenschaft

Da ich einen Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander fahre — konform meinem Motto „Nachhaltigkeit und Innovation“, hat die Firma Mitsubishi einen Bericht über meinen Betrieb und logischerweise, das Auto was ich fahre, geschrieben.

Darin wurden auch meine beiden neuesten Projekte erwähnt.

Eine davon kennt Ihr ja bereits. Es ist die Blumenwiesenpatenschaft. Das andere, mein neuestes Projekt, ist das Anpflanzen einer Powerbeere, nämlich die Aroniabeere.

Da Ihr ja bereits einiges über meine Blumenwiese kennt — übrigens, ich säe Blumensamen, die später als regionale Blumenmischungen in den Fachhandel kommen, möchte ich Euch kurz mit meinem neuesten Projekt bekannt machen. Ich werde hierzu in den nächsten Wochen und Monaten ausführlicher berichten.

NEU bei Agrarbetrieb: ARONIABEEREN

Dieses Jahr habe ich erstmalig rund 7.000 Aroniasträucher angebaut.

Nach der Ernte im September werde ich aller Voraussicht nach, Saft daraus herstellen. Vor Ort kann man die Aroniabeeren selbstverständlich auch pflücken und ich überlege mir zur Zeit auch weitere Aroniaprodukte, da die getrocknete Variante vielseitig anwendbar ist.

Über die gesundheitlichen Vorteile der Aroniabeeren habe ich hier auf Agrarbetrieb bereits einen ausführlichen Blog geschrieben.

Hier geht’s zum Artikel:

Aronia – eine Beere für Eure Gesundheit

Weitere Artikel zur Powerbeere und allgemein zu Superfoods folgen.

An dieser Stelle mein herzlicher Dank auch an Mitsubishi für den tollen Bericht! Danke sehr!

Der Natur immer etwas zurück geben

Wir leben auf diesen tollen Planeten was uns alles bietet: frische Luft, Trinkwasser, Pflanzen, Tiere, Nahrungsmittel, alles was das Herz begehrt. Leider schätzen wir das nicht so ganz wie wir es tun sollten.

Ich liebe die Natur und alles was sie uns bietet. Um dies so lange wie möglich aufrecht zu erhalten, habe ich die Blumenwiesenpatenschaft ins Leben gerufen. Wenn Ihr das für eine tolle Geschenkidee haltet, dann freue ich mich sehr Euch näher kennenzulernen. Danke für Eure Unterstützung! Ich weiß es sehr zu schätzen.

Kuhpatenschaft und Blumenwiesenpatenschaft

Kuhpatenschaft in der Schweiz, Blumenwiesenpatenschaft bei uns

Die Geschäftsidee mit den Patenschaften scheint nicht nur bei den Tech-Startups in Silicon Valley ein erfolgreiches Konzept zu sein, sondern auch hierzulande. In der Schweiz könnt Ihr jetzt eine Kuhpatenschaft erwerben. Bei uns auf Agrarbetrieb habt Ihr die Möglichkeit ein Blumenwiesen-Pate zu werden.

Die stetig sinkende Milchpreise haben den einen oder anderen Bauern sehr erfinderisch gemacht.

Ja, die lieben Landwirte und Viehhalter verfügen auch über eine kreative Ader. Und wenn es ums Überleben geht, dann bleibt einem nichts anderes übrig als „All In“ zu spielen (für alle Pokerspieler unter Euch, ein bekanntes Konzept).

Save A Cow – Wer hat Lust auf eine Kuhpatenschaft?

Unsere heutige Geschichte beginnt in der Schweiz; genauer gesagt auf dem Hof Hinterburg.

Der Milchviehbauer Adrian Haggenmacher liebt seine Kühe und möchte diese weiterhin artgerecht halten. Die Tiere wiederum lieben ihr Herrchen, weil dieser sie 24 Stunden lang selbst entscheiden lässt, wann sie schlafen und fressen bzw. wann sie gemolken werden möchten.

Dieses idyllische Zusammenleben kann nur so lange gut gehen bis die Milchpreise stimmen. Dies ist jedoch seit längerem nicht mehr der Fall, d.h. der Landwirt kann die Milch nicht mehr kostendeckend produzieren.

Bevor das Paradies in eine Dornenbastei umgewandelt wird und alles in den Händen einer doch recht unpersönlichen Molkerei landet, kam der Landwirte auf eine hervorragende Idee:

Kuhpatenschaften!

Damit könnte man die „Mädels“ Famosa, Erma, Futura, Fee & Co. weiterhin artgerecht verpflegen.

Wie läuft der Deal?

Die Kurzversion: Ihr übernimmt eine Kuhpatenschaft und dafür könnt Ihr wöchentlich 2 bzw. 6 Liter frische Milch gratis abholen.

Im Detail funktioniert das wie folgt:

  • Für 20-100 FR/Monat gibt es eine Teil- oder Voll-Patenschaft für jeweils 6 oder 12 Monate (mittlerweile gibt’s jede Menge Konstrukte und Kombinationen, siehe hierzu die unten aufgeführte Webseite)
  • 1 Monat vor Ablauf der Patenschaft erhaltet Ihr eine Info, ob die Patenschaft verlängert werden soll oder nicht
  • Wenn Emmi dem Landwirt mehr für die Milch zahlt, dann werden die Preise für die Patenschaften entsprechend angepasst (es betrifft neue Patenschaften)
  • Erkrankt oder stirbt das für die Kuhpatenschaft ausgewählte Tier, dann erfolgt eine Info und die Patenschaft wird ohne Zusatzkosten auf eine andere Kuh übertragen

Wenn Ihr in der Nähe wohnt oder einfach mal so ein derartiges Projekt unterstützen möchtet, sei es weil Ihr Tiere liebt und/ oder von einer artgerechten Tierhaltung überzeugt seid, dann erfahrt Ihr hier alle wichtigen Informationen:

https://www.hof-hinterburg.ch/patenschaften/kuh-patenschaft/

Radiosender greifen die Idee der Kuhpatenschaft auf

Siehe da, kaum vertieft man sich in die Thematik der Kuhpatenschaft und schon stellt sich fest, dass das Konzept schon länger durch die Medien kursiert.

Bereits in 2015 verschenkte Isabella Canaval vom Antenne Vorarlberg-Frühstücksradio täglich eine Kuhpatenschaft. Das ganze lief dann wie folgt ab…

Quelle: Antenne Vorarlberg, YouTube

Von der Kuh- zur Blumenwiesenpatenschaft

Blumen haben mich schon immer fasziniert.

Die Farbenspiele, die Vielfalt und vor allem das Summen und Krabbeln in einer Blumenwiese – das ist ein unbeschreiblich schönes Zusammenspiel was sich jeden Tag auf diesen Feldern, in der Blütezeit abspielt.

So schön auch diese Kulisse ist, umso besorgniserregend finde ich das „leiser werden“ des Summens.

Es hat etwas mit dem Sterben der Honigbienen zu tun. Deutschland hat damit ein Problem. Frankreich und die Vereinigten Staaten ebenso. Und, dass dies keine Lapalie ist, zeigt auch die Initiative von Walmart, der größten amerikanischen Handelskette, welcher vor Kürze einen Patentantrag für Roboterbienen gestellt hat.

Um diese Herausforderung zu meistern und zumindest hier bei uns in Deutschland, den fleißigen Bienen etwas mehr „Luft zum atmen“ und eine bunte Kulisse zum austoben zu schaffen, habe ich die Blumenwiesenpatenschaft ins Leben gerufen.

Wenn Ihr unserer Natur helfen und gleichzeitig auch Euch selbst eine Freude machen wollt, dann lade ich Euch zu einer Blumenwiesenpatenschaft ein. Hier erfahrt Ihr mehr:

Infos zur Blumenwiesenpatenschaft.

Patenschaften als Lösungsalternative?

Darauf zu warten bis Regierungen irgendwelche Maßnahmen bestimmen, die uns helfen sollen, macht keinen Sinn. Eigeninitiative ist gefragt.

Es ist erschreckend zu sehen, wie viele Viehzüchter hierzulande jährlich Ihren Hof schliessen müssen, weil sie die lange Kette vom Hof bis zum Endkonsumenten nicht mehr stemmen können. Umso genialer finde ich es, wenn wir als Landwirte und Tierhalter direkt auf die Endkonsumenten zugehen und nach Lösungsansätzen suchen.

In der heutigen Social Media und Crowdfunding Ära ist es sicherlich einfacher als nie, den Konsumenten direkt zu involvieren und ihm zu erklären wie dieses System so ohne Weiteres nicht aufrecht zu erhalten ist.

Patenschaften sind zur Zeit der Renner. Sie sind wahrhaftig eine kluge und gleichzeitig wenig aufwendige Lösung, die uns ermöglicht, jeden Tag das Beste zu geben und unsere Felder und Tiere liebevoll zu versorgen.

Habe ich Euer Interesse an einer Blumenwiesen- oder Kuhpatenschaft geweckt? Falls ja, greift zu und lasst uns gemeinsam unserem Planeten etwas Gutes tun.

Landwirtschaft zwischen Artenvielfalt und Gentechnik

Landwirtschaft zwischen Artenvielfalt und Gentechnik

Biodiversität, das ist es was unseren Planeten so bunt und vielfältig macht. Während in den USA darüber gestritten wird ob genom-editiertes Soja zur Gentechnik gehört oder nicht, setzt man hierzulande verstärkt auf Artenvielfalt.

Heute scheint die Vorstellung von Fleisch aus dem Reagenzglas für äußerst bizarr. Gegrillte Heuschrecken und Mader finden die meisten von uns aus westlichen Kulturen einfach nur eckelhaft. Mit genom-editierten Pflanzen können wir so richtig nichts anfangen.

Neues wird skeptisch betrachtet oder gar abgelehnt, Bekanntes hingegeben geradezu angebetet.

Wir Menschen sind eine sehr merkwürdige Spezies. Und genau diese Spannung zwischen Neuem und Bekanntem ist es was uns erlaubt hat durch das Leben zu navigieren und diesen Planeten seit nunmehr tausenden von Jahren zu bewohnen.

Sind genom-editierte Pflanzen die Antwort auf die stetig steigende Weltbevölkerung?

Die UN-Prognosen in Punkto Zahl der Erdbewohner regen zu neuen Denkmodellen an. Bis 2050 soll die Weltbevölkerung auf 9,7 Milliarden und bis 2100 auf 11,2 Milliarden wachsen. [Quelle: Statista]

US-Behörden haben entschieden: Genome Editing ist keine Gentechnik

Was sind gentechnisch veränderte Organismen (GVO) und was nicht?

Genome Editing gezüchtete Pflanzen fallen nicht unter die Gentechnik-Vorschriften, so eine aktuelle Entscheidung der US-Behörden. Diese Entscheidung musste dringend getroffen werden, da in diesem Jahr die ersten genom-editierten Sojabohnen auf den Markt kommen.

Europa hinkt hinterher. Noch in diesem Jahr soll auch auf unserem Kontinent entschieden werden, ob die jeweiligen Pflanzen die mit dieser Züchtungsmethode gezüchtet wurden unter die Gentechnik-Vorschriften fallen oder nicht. Das Europäische Gerichtshof (EuGH) hat sich zu diesem Thema bereits im Januar getroffen und folgende Vorentscheidung gefallen:

Editierte Pflanzen fallen dann nicht unter die aktuellen Gentechnik-Vorschriften, wenn sie auch unter natürlichen Bedingungen hätten entstehen können – so der Generalanwalt in seiner jüngsten Stellungnahme.

Was passiert beim Genome-Editing Verfahren?

An vorgegebenen Stellen im Erbgut werden gezielt Mutationen herbeigeführt, um dadurch Pflanzen mit neuen oder verbesserten Eigenschaften zu entwickeln.

Hier ein paar Beispiele von Calyxt, einem Bioscience-Unternehmen aus Minnesota (USA):

  • Editierte Sojabohnen: 2 Gene wurden blockiert; das führt zu einem veränderten Fettsäureprofil wodurch der Gehalt an Ölsäuren steigt. Die ölsäure-reichen Sojabohnen produzieren weniger Transfettsäuren (sind gesundheitlich bedenklich) beim Braten und Frittieren.
  • Mehltau-resistenter Weizen
  • Herbizidresistente Soja- und Weizensorten
  • Raps mit verbesserter Fettsäurezusammensetzung
  • Länger lagerfähige Kartoffeln
  • Leichter verdauliche Luzerne für Tiere

Quelle: ARD, YouTube

Wie läuft es mit den Genehmigungen in den USA?

Seit nunmehr 7 Jahren können US-Züchter (egal ob Unternehmen oder Forschungseinrichtungen) bei der Landwirtschaftsbehörde USDA offiziell überprüfen lassen, ob die Neuzüchtung zur GVO zählt oder nicht.

Wurde kein artfremdes Genmaterial eingeschleust und die Pflanze ist „transgen-frei“, dann darf die Sorte angebaut werden. Bis dato sind 59 Anfragen eingegangen. Die meisten erhielten grünes Licht.

Hier ein paar Beispiele von editierten Pflanzen die eine offizielle Freigabe erhalten haben:

  • DowDuPont Pioneer für einen dürreresistenten Wachsmais mit spezieller Stärkezusammensetzung
  • Yield10 Bioscience für die ertragsreichere Leindottersorte Camelina
  • Miracle-Gro für Gräser, die langsamer wachsen und weniger oft geschnitten werden müssen

Quelle: transgen.de

Worauf müssen wir uns einstellen?

Eins ist sicher: die vereinfachte CRISPR-Methode ermöglicht es Unternehmen, in Rekordzeit editierte Pflanzen auf den Markt zu bringen. Hinzu kommt, dass diese neuere Methode günstiger als die davorgehende TALEN-Methode.

Übersetzt heisst das: in den USA geht der Trend ungebremst weiter. Zahlreiche genom-editierte Pflanzen werden in den kommenden Wochen und Monaten den amerikanischen Markt erobern.

Was ist mit Europa?

Wir hinken hinterher.

Gleichzeitig können wir es uns nicht erlauben inaktiv zu bleiben. Denn genom-editierte Pflanzen werden angebaut und verarbeitet wie konventionelle Artgenossen. Importkontrollen sind zwar da, aber sie werden bei genom-editierte Pflanzen ins Leere laufen.

Sollte die EU genom-editierte Pflanzen als GVO regulieren und damit zur entsprechenden Kennzeichnung auffordern, dann wäre das sehr schwer zu kontrollieren. Den Agrarhandel mit den USA gänzlich oder teilweise einzustellen – damit werden sich viele Damen und Herren sehr schwer tun. Es muss eine andere Lösung her.

Wird die EU genom-editierte Pflanzen auch als Non-GVO deklarieren? Oder setzt die EU diese Pflanzen dem GVO gleich? Wie soll man die Importe kontrollieren? Wer / was kann das leisten?

Viele Fragen auf die wir u.a. auch aus Brüssel dringend Antworten benötigen.

Deutsche Landwirte setzen auf Artenvielfalt

Ich freue mich jedes Mal, wenn ich über ein Projekt erfahre, welches sich Biodiversität auf die Fahne geschrieben hat. Denn um unsere heimische Agrarlandschaft aufrecht zu erhalten, müssen wir auf Artenvielfalt setzen. Gleichzeitig geht es auch um die wirtschaftliche Komponente. Es geht dabei also darum, diese beiden Enden der „Schere“ gut miteinander zu koordinieren und aufeinander abzustimmen.

Das Verbundprojekt F.R.A.N.Z. unter der Federführung der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz und dem Deutschen Bauernverband hat sich zum Ziel gesetzt, Maßnahmen zu entwickeln, um die Biodiversität hierzulande zu fördern. Zu den Maßnahmen zählen u.a. Blühstreifen und -flächen, Feldlerchenfenster, Kiebitzinseln, Altgrasstreifen und Extensivgrünland.

Wie Ihr sicherlich schon wisst, bin ich bereits seit mehreren Jahren mit meiner bunten Blumenwiese unterwegs.

Der bunte Blumenfleck gilt als Paradies unter anderem für Bienen, Hummeln oder Schmetterlinge. Gerne hüpfen ab und zu auch mal Wildhasen zwischen den Blumen, was dem ganzen Ambiente eine herrliche Note gibt.

Ich bin ein großer Befürworter von Artenvielfalt, deshalb halte ich das oben erwähnte Verbundprojekt für eine tolle Sache. Mein Glückwunsch an alle landwirtschaftlichen Betriebe die an dieser Initiative teilnehmen!

Jetzt ist Eure Meinung gefragt

Es geht um genom-editierte Pflanzen:

Zählen diese Eurer Meinung nach zur Gentechnik oder nicht? Wieso JA bzw. NEIN?

Artenschutz-Blumenwiese-Agrarbetrieb

Wie kann Artenschutz funktionieren?

Erst am Dienstag hat ein Schäfer auf einem Cuxhavener Deich sechs seiner Schafe an den Wolf verloren. Geht der Artenschutz zu weit? Die Diskussion ist abermals entfacht. 

Der Artenschutz in Deutschland und auch anderen Ländern ist ein heikles Thema. 

Zum einen steht es außer Frage, dass er ernorm wichtig ist. Die Natur ist ein sensibles Zusammenspiel von dem kleinsten bis zum größten Lebewesen. 

Kein anderes Tier wie die Biene zeigt wohl auf, wie eins mit dem anderen verbunden ist. Und es ist schön von Erfolgen wie beim Biber, Seeadler oder auch Wolf zu hören. 

Aber gerade beim Wolf zeigt sich, dass es nicht nur damit getan ist, eine Tierart zu schützen: 

Wo sind die Grenzen beim Artenschutz?

Der Wolf ist ein Raubtier. Ein intelligentes dazu. Und Nutztiere sind, zugegebenermaßen, eine idealle Beute.

Es wird an Konzepten gearbeitet, wie Nutztiere und Wolf zukünftig besser zusammenleben können.

Hier prallen jedoch auch sehr unterschiedliche Einstellungen zum Thema aufeinander. Die Diskussionen halten derweilen an.

Sicher ist jedoch eins: es ist kein Thema, dass noch sehr lange auf die Bank geschoben werden kann.

Gerade die Schafhaltung auf Deichen zeigt, dass es nicht getan ist mit Handlungsanweisungen wie: baut bessere und wolfssichere Zäune um die Herden.

Dies ist vielerorts nicht umsetzbar. Und die zunehmenden Berichte, dass der Wolf die Scheu vor Menschen verliert, zeigen ebenfalls auf, dass es mit den derzeitigen Regelungen nicht getan ist.

Tierschutz bewegt sich in einem sehr sensiblen Umfeld: bei Nutztieren prallt das Wohl der Tiere mit der Wirtschaftlichkeit aufeinander.

Bei Wildtieren, kann der Schutz einer Tierart zu Lasten anderer gehen:

Kann Artenschutz zu weit gehen?

Nehmen wir beispielsweise die Elefanten in einigen Schutzgebieten Südafrika. Nachdem diese aufgrund des Elfenbeins gnadenlos gejagt wurden, konnten sich die Bestände aufgrund der strikten Tierschutzgesetze erholen.

Mittlerweile sind die Bestände in mancher Region jedoch derart explosionsartig gestiegen, dass die große Elefantenpopulation ebenfalls eine Belastung für die Umwelt darstellen:

Elefanten benötigen bis zu 200 Kilogramm Nahrung am Tag. Ressourcen hierfür stehen nicht unbegrenzt zur Verfügung.

Zuviele Elefanten können zudem mit ihrem Gewicht erheblich zur Versiegelung von Böden beitragen – jeder kennt den Effekt von Trampelpfaden, auf denen keine Wiese mehr wächst.

Die Erfolgsgeschichte des Elefanten kann für andere Tiere wie dem Spitzmaulnashorn somit auch zur Bedrohung werden.

Der Schutz einer Tierart kann erheblich zu Lasten von anderen Tierarten, die ebenfalls auf die Nahrung und Natur für ihr Überleben angwiesen sind, gehen.

Bei uns gibt es keine Elefanten, aber wir freuen uns auf eine wachsende Wolfspopulation. Die Rückkehr des Wolfes ist eine wahre Erfolgsgeschichte. Aber: 

Eine zunehmende Population hat unmittelbare Folgen, insbesondere für Nutztierhalter, deren Existenz durch Übergriffe auch gefährdet werden kann.

„Die europäische Strategie einer Koexistenz der Weidewirtschaft mit diesem Raubtier ist grandios gescheitert und muss neu diskutiert werden“, meint deshalb Wendelin Schmücker, Vorsitzender des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung.

Ein vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) und dem Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden (VJE) in Auftrag gegebenes Gutachten empfiehlt nun den kontrollierten Abschuss des Wolfes in Deutschland.

Dies wird bereits in anderen europäischen Ländern praktiziert. Ab wann muß dem Artenschutz Einhalt geboten werden, um andere Arten, ob Nutztier oder Mensch, zu schützen?

Artenschutz in der Landwirtschaft

Der Wolf wird stark diskutiert, weil er beim Kontakt mit der Zivilisation und Landwirtschaft durchaus auch als „Gewinner“ hervorgeht. 

Beim Aufeinandertreffen von Landwirtschaft und anderen Wildtieren, etwa dem Rebhuhn, gewinnt eigentlich immer die Landwirtschaft. 

Ein Drittel aller Tierarten in Deutschland sind gefährdet. Die Existenz oder Nicht-Existenz einzelner Tiere fällt nicht direkt ins Gewicht. 

Über die Zeit sind die Zahlen jedoch schockierend. Um beim Rebhuhn zu bleiben: in Hessen allein wurde vor 60 Jahren noch 100.000 Vögel pro Jahr (!) von den Jägern geschossen. 

Heute besteht die gesamte Rebhuhn-Population aus gerade mal geschätzten 3.000 Tieren, wenn überhaupt. 

Es ist nicht zu Verleugnen, dass die moderne Landwirtschaft ihren Anteil an dem Aussterben vieler Arten hat. 

Die wirtschaftlichen Anbaumethoden mit Monokulturen, Einsatz von Pestiziden, fehlenden Ackerrandstreifen und anderem sind nicht gerade förderlich. 

Entsprechend wird in der Presse schnell über die Landwirtschaft hergezogen. Aber auch diese Betrachtungsweise ist sehr einseitig. 

Denn, so unsere Meinung bei Agrarbetrieb: Landwirtschaft und Umweltschutz müssen sich nicht ausschließen. Dies gilt auch für die konventionelle Landwirtschaft. 

(Quelle: Frankfurter Rundschau)

Landwirtschaft und Artenschutz

Im letzten Jahrhundert hat sich die Landwirtschaft so stark geändert wie nie zuvor. Die Folgen der Revolution auf dem Feld haben sich erst in diesem Jahrhundert gezeigt. 

Seitdem hat ein starkes Umdenken eingesetzt. Und die technologischen Möglichkeiten vereinfachen mehr denn je den Schutz von Wildtieren. 

Aber auch fernab von Technologien setzen viele Landwirte Maßnahmen um, die regional den Umweltschutz fördern.

Agrarbetrieb etwa, hat eine Leidenschaft für Blumenwiesen.

Nicht nur erfreut die Blütenpracht das Auge und Herz, sie fördert die Artenvielfalt und bietet die Nahrungsgrundlage für viele Tiere, insbesondere Insekten. 

Wir haben deshalb auch die Blumenwiesenpatenschaft ins Leben gerufen. So kann jeder aktiv beim Artenschutz mithelfen und dabei sich selbst oder anderen eine Freude machen.

(Nähere Informationen findet Ihr übrigens unter „Blumenwiese„.)

Natürlich interessiert mich wieder Eure Meinung zum Thema: wie sind Eurer Meinung nach moderne Lebensweise und Artenschutz miteinander zu verbinden?

blumen-blumenwiese

Blumen – ein Geschenk mit zwei Seiten

Ob Geburtstag, Valentinstag oder einfach mal so – Blumen sind immer ein schönes Geschenk. 

Es ist bei uns noch ganz schön kalt, grau und triste. Wir haben uns daran gewöhnt, jedes Obst zu jeder Saison im Supermarkt kaufen zu können. 

Auch Blumen kaufen wir selbstverständlich im tiefsten Winter.

Obwohl es draußen schneit, gehen wir in den Blumenladen, ins Internet oder in den Supermarkt und haben im Nu einen herrlich blühenden Strauß, der einfach das Herz erfreut.

Angesichts der kargen und kalten Landschaft draußen stellt sich die Frage:

Wo kommen die Blumen eigentlich her?

Zumindest für eine Schnittblume kennt jeder Verbraucher direkt die Antwort. Wenn es um die Tulpe geht, dann verbinden wir diese mit unseren Nachbarn, den Niederlanden.

Zurecht, denn die Tulpen-Weltmacht ist einfach, nahezu konkurrenzlos, Holland.

Von Tulpenzwiebel-Züchtern und Schnittblumen-Produzenten

Quelle: NZZ Format

Die Tulpe zeigt wahrscheinlich wie keine andere Blume auf, dass es sich um einen riesigen Wirtschaftszweig handelt.

Bei der Tulpe ist irgendwo im Hinterkopf des Verbrauchers abgespeichert und akzeptiert: es handelt sich um ein Massenprodukt aus Holland.

Ansonsten macht sich wohl kaum einer einen Kopf, wo die Schnittblumen für den Blumenstrauß, den man gerade verschenkt, eigentlich herkommen. Vielleicht hat der eine oder andere Verbraucher noch eine Illusion vom Gewächshaus in Deutschland.

In ca. einem Monat wird zum Valentinstag Deutschland mit roten Rosen überschwemmt. Rosen sind Blumen, die auch heimisch wachsen.

Das diese aus Übersee importiert werden, wird vielen nicht bewusst sein.

Schnittblumen aus Übersee

Unsere Schnittblumen kommen aus Ländern wie Kolumbien, Ecuador, Südafrika, Äthopien, … Stopp – Äthopien?

Gehört Äthopien nicht zu den Ländern, von denen wir ständig die Berichte über Hunger und Wassernot sehen?

Das Wissen über die Herkunft von Schnittblumen ist nicht weit verbreitet. Die Blumenproduktion ist in Länder ausgelagert, in denen das ganze Jahr über ein ideales Klima herrscht.

Nehmen wir unsere rote Rose. Kenia bietet mit einem gleichmäßigen Klima, das viele Sonnenstunden und Niederschläge bietet, ein ideales Land für die ganzjährige Produktion von Rosen.

Die Produktion von Schnittblumen ist jedoch wasserintensiv. Sehr wasserintensiv.

Für die Produktion einer kenianischen Rose werden knapp 4 Liter Frischwasser verbraucht. Dies beeinflusst das dortige Ökosystem massiv, und nicht zum positiven.

Schnittblumen werden in Übersee unter Arbeitsbedingungen produziert, die in Deutschland nicht möglich wären, denn sie bescheren den Produktionshelfern erhebliche gesundheitliche Beschwerden. 

Aber in Übersee gelten die strengen europäischen Vorschriften nicht. Schutzvorschriften beim Pestizideinsatz, ob für Produktionshelfer oder die hiesige Landschaft, müssen nicht eingehalten werden.

Die sozialen und ökologischen Bedingungen der Produktion von Schnittblumen werden in Deutschland kaum kommuniziert:

  • die Erschöpfung von Wasserresourcen, die dem Rest der Bevölkerung das Trinkwasser nimmt,
  • die Vertreibung von Kleinbauern und deren Entzug von Einkommensquellen,
  • die Verunreinigung von Boden und Wasser durch den Einsatz hochgiftiger Pestizide,
  • die schwere gesundheitliche Schädigung der Arbeiter,
  • die ausbeutenden Arbeitsbedinungen,
  • die Nutzung hochwirtschaftlicher Böden für die Blumen- anstelle Nahrungsmittelproduktion

Vor diesem Hintergund sieht man den Blumenstrauß im Supermarkt mit anderen Augen. Die leuchtenden Blüten haben eine sehr dunkle Seite.

Aber gibt es Alternativen?

Zunächst ist ein bewussterer Kauf von Blumen sicherlich ein Anfang. Es gibt Projekte, die faire und soziale Bedingungen in der Schnittblumenproduktion unterstützen. Erkennbar sind diese an Siegeln, wie dem Fairtrade-Siegel.

Blumen wachsen nicht im Winter, zumindest nicht in unseren Breiten. Vielleicht hilft es zu Überdenken, ob im Winter dennoch jede Woche ein frischer Blumenstrauß in der Wohnung stehen muss.

Oder ob man nicht wieder zurück zur Natur geht und im Sommer einfach mal auch raus aufs Land fährt, und sich frische Blumen selbst von Feld pflückt. Blumenfelder zum Selbstpflücken sind weit verbreitet.

Oder wie wärs mit einer ganz anderen Art Blumen zu verschenken: 

Freude mit einer Blumenwiese

Eine Blumenwiese schenken? Ja! 

Einen Blumenstrauß kann jeder schenken. Und hat einen bitteren Beigeschmack, wenn man an die Produktion der Blumen denkt. 

Aber Blumen drücken nunmal wie kein anderes Geschenk Wertschätzung, Freundschaft, Freude oder Liebe aus.

Wer schon immer mal seiner Liebsten ein Meer aus Blumen zu Füßen legen wollte, eine Blumenwiese ist die ideale Chance. Statt der obligatorischen roten Rose zum Valentinstag, ist eine Blumenwiese eine besondere Überraschung. 

Ein bunter Fleck voller Blumen, die das ganze Jahr über Freude und auch Leben schenken. Denn eine Blumenwiese bietet ein zu Hause für Bienen, Schmetterlinge und zahlreiche andere Tiere. 

Ganz einfach übers Internet bestellt, habt Ihr tolles Geschenk. Etwas ganz Besonderes für einen besonderen Menschen in Eurem Leben. 

Blumen gehören einfach zum Leben dazu. Sie sind fest in unserer Kultur verankert. Und …

Blumen haben Ihre eigene Sprache

Sag’s mit Blumen. Eine Blume kaufen für die Liebste, die ausdrückt: „Ich liebe Dich!“ – hierfür muss keiner erst zum Blumenlexikon greifen.

Denn dass die rote Rose für tiefe Liebe steht, ist allgemein bekannt.

Aber kennt Ihr auch die Symbolik anderer Blumen? Neben der Blumenart, bestimmt zumeist die Farbe die Symbolik.

Etwa das Rot der roten Rose für die Liebste zum Valentinstag. Keine andere Blume mag wohl derart Leidenschaft und Liebe ausdrücken.

Im Hochzeitsstrauß wird man hingegen eher weiße Rosen finden, denn das Weiß drückt Unschuld und Treue aus.

Weiße Rosen stehen für den Neuanfang, wenn sie zur Geburt verschenkt werden, oder auch für den Abschied, wenn sie aufs Grab gelegt werden.

Wie wichtig einst die Sprache der Blumen war, finden wir noch heute in unserem Sprachgebrauch:

„Sag es unverblühmt“ oder „Sag es durch die Blume“. Die Chinesen hatten gar eine eigene Blumenschrift.

Und zu einem wahren Code mit dem Geheimnisse ausgetauscht wurden, hat es die Blumensprache in orientalischen Harems geschafft:

Hier wurden nicht mehr nur die Art und Farbe mit Bedeutung versehen.

Es war wichtig, wieviele Blüten jeweils geschenkt wurden, wie alt die Blüten waren und in welcher Kombination mit anderen Blütenarten sie geschenkt wurde.

Zu uns kam die Blütensprache dann Mitte des 18. Jahrhunderts. Man sprach „Selam“.

Selam, so hieß die Blütensprache. Abgeleitet ist das Wort übrigens von „Selamik“, was der Name für den Empfangsraum in einem orientlischen Haus war.

Man sprach Selam, um all das zu kommunizieren, was man damals noch nicht so direkt und offen aussprach, wie man es doch heute eher gewohnt ist.

Wie wir heute ein Wörterbuch für Englisch oder Spanisch im Haushalt führen (naja, oder führten, vor Zeiten des Internet), führte jeder Haushalt damals ein Wörterbuch für die Blumensprache.

Mit Ausnahme von wenigen Floskeln (etwa rote Rose = leidenschaftliche Liebe) sprechen wir heute kaum noch Salem.

Wir suchen Blumen zumeist nach dem Angebot im Blumenladen oder Supermarkt aus.

Eine Rose drückt Leidenschaft aus. Eine Blumenwiese steckt voller Farben, die für Leidenschaft, Liebe, Treue, Freude, Verbundenheit und vielem mehr stehen. 

Was könnt Ihr einem Besonderen Menschen in Eurem Leben mit einer Wiese voller Blumen alles sagen?