Horsch Landmaschinen auf Agritechnica

Horsch: Nach Rekordumsatz folgt Werkserweiterung

Horsch ist sicherlich der innovativste, familienbetriebene Landtechnikhersteller den wir hier in Deutschland haben. Die Kollegen aus Schwandorf überraschen die Branche nicht nur durch Technik, sondern auch durch Zahlen. Ein Rekordumsatz jagt das Nächste. Während viele Großkaliber humpeln und stolpern, geht’s bei Horsch immer weiter bergauf.

Obwohl die Firmengeschichte der Familie Horsch weit zurück geht — in 1969 übernahm der Landwirt Dankwart Horsch den Gut Sitzenhof im Schwandorfer Stadtteil Ettmannsdorf — wurde Horsch Maschinen GmbH erst in 1984 gegründet. Die Brüder Michael und Walter Horsch wollten von Anfang an mehr anbieten als ein klassischer Landmaschinenhersteller. Sie nutzen die Firma, um ihre innovativen Konzepte der Welt zu zeigen.

Was mich am allermeisten an den Schwandorfer fasziniert, ist deren erfolgreicher Mix von Innovation und Vermarktung. Jahr für Jahr strebt das Familienunternehmen Wachstum sowie Expansion an, und schafft dies in einer Branche die nicht nur extrem schwierig ist, sondern obendrauf, von vielen mit Ignoranz gestraft wird.

Bei Horsch stimmen nicht nur die Zahlen…

Zu seinem 30-jährigen Jubiläum in 2013 feierte Horsch sein bis dahin bestes Ergebnis. Der damalige Rekordumsatz lag bei 252 Mio. EUR.

In den darauffolgenden zwei Jahren sank der Umsatz und in 2016 erzielte Horsch zum ersten Mal die 300 Mio. EUR-Marke. Dann kam 2017 und das bis dato erfolgreichste Jahr mit einem Umsatz in Höhe von 356 Mio. EUR. Das sind 19% mehr als in 2016.

Eine absolute Ausnahme in der Landtechnikbranche.

Kein anderes Unternehmen wächst so schnell und ist so erfolgreich wie die Marke Horsch (laut eigenen Angaben).

Woher kommt dieses Ergebnis?

Wenn man in die Detailanalyse einsteigt, dann stellt man fest, dass jeder Unternehmenserfolg sowohl aus qualitativen als auch aus quantitativen Faktoren besteht.

Was die qualitativen bzw. Soft-Faktoren angeht, dann zeichnet sich Horsch durch folgendes aus:

  1. Die Firma stellt konsequenterweise immer den Kunden in den Mittelpunkt des Handelns.
  2. Es werden individuelle Optionen/Anpassungen der Maschinen angeboten.

Eine kraftvolle Kombi vor der große Unternehmen und Konzerne vollkommen zurückschrecken. Ein Erfolgsgarant für Horsch.

Qualitative Faktoren allein reichen nicht aus. Sie sind zwar das Sahnehäubchen auf der Torte, jedoch entfalten diese erst dann ihre Kraft, wenn die Torte stabil ist.

Werfen wir einen Blick auf die quantitativen Faktoren:

1. Die Exportquote liegt bei 80%.

  • 53% des Umsatzes kommt aus den osteuropäischen Ländern, allen voran die Ukraine
  • 20% kommt aus Westeuropa
  • 7% aus der restlichen Welt insb. China und Brasilien

2. Standorte werden ausgebaut.

  • Neue Produktionskapazitäten werden geschaffen in z.B. Ronneburg und Landau in Deutschland, Ukraine, Brasilien

3. Es wird in Mitarbeiter investiert.

  • Zur Zeit werden 1.600 Mitarbeiter weltweit beschäftigt.

Die Auftragsbücher für 2018 sind gut gefüllt, daher erwarten die Schwandorfer weiterhin einen steigenden Umsatz.

Der Stammsitz in Schwandorf wird erweitert

In den kommenden zwei Jahren soll das Standort Schwandorf um drei neue Einheiten erweitert werden. Dafür investiert das Familienbetrieb eine zweistellige Summe.

Für rund 23 Mio. EUR entstehen Logistik- und Produktionshallen, eine Lackiererei und ein Entwicklungs- und Forschungsgebäude.

BAUABESCHNITT #1 Logistik- und Produktionshallen

  • Höhe der Investitionen: 14 Mio. EUR
  • Neue Produktionshalle mit 3.600 qm
  • Neue Logistikhalle mit 4.600 qm
  • Neue Lagerfläche im Außenbereich für 4.200 qm
  • Fertigstellung: Spätsommer 2019

BAUABSCHNITT #2 Lackiererei

  • Höhe der Investitionen: 7 Mio. EUR (3 Mio. in das Gebäude plus 4 Mio. in die Lackieranlage)
  • Nach neuestem Umweltstandards: Pulververfahren => erzeugt geringe Abfälle und Emissionen

BAUABSCHNITT #3 Forschungs- und Entwicklungsgebäude

  • Höhe der Investitionen: 2 Mio. EUR
  • Aktuelle Anbau wird erweitert
  • Hierfür sind 50 neue Arbeitsplätze vorgesehen
  • Fertigstellung: Mitte 2019

Quelle: Horsch Unternehmenangaben

Neuheit: Horsch Leeb 4 AX Anhängespritze

Eine neue 4000-Liter Anhängespritze bereichert das Produktportfolio von Horsch. Es ist eine abgespeckte Version des Leeb LT positioniert im mittleren Preissegment.

Der wesentliche Unterschied zur Version Leeb LT:

Weniger technischer Schnick-Schnack aber keine Abstriche in punkto Funktionalität.

Ein paar Detailinformationen im Überblick:

  • Volumen des Kunststofftanks: 3.800 LT Brühe und 400 LT Frischwasser
  • Fördervolumen: 270 oder 400 l/min
  • Bedienzentrum: 2 mechanische Mehrweg-Hähnen für die jeweilige Steuerung der Saug- und Druckseite der Maschine
  • Einspülschleuse: 35 LT Volumen
  • Leeb Boom Control System zur optimalen Gestängeführung
  • Anhängespritze mit Gestängebreiten zwischen 18 und 30 m (in 5 bis 9 Teilbreiten unterteilt)
  • Spurweite flexibel einstellbar zwischen 1,5 und 2,25 m
  • Arbeitsgeschwindigkeit von bis zu 15km/h
  • ISOBUS fähig

Die Markteinführung ist im Frühjahr 2019 geplant.

Horsch Landmaschinen im Einsatz bei Agrarbetrieb

Ich gebe es zu: ich bin ein Horsch-Fan.

Die Maschinen zur Bodenbearbeitung finde ich absolut top und deshalb setze ich diese auch bei mir im Betrieb ein. Im nachfolgenden Video seht Ihr das 2015-er Modell Joker 6 RT.

Was ist Eure Lieblingsmarke?

Zählen die Horsch Landmaschinen dazu oder eher nicht? Wieso ja/ nein?

AgVision Farm Horsch Joker

Horsch mit AgVision Farm in den USA am Start

Horsch ist nicht nur als familienfreundliches Unternehmen bekannt, sondern gilt auch als eins der innovativsten Landtechnikhersteller weltweit. Nun gehen die Schwandorfer einen Schritt weiter und eröffnen mit AgVision Farm in Illinois ein drittes Versuchsbetrieb.

Jawohl, hier kommt Versuchsbetrieb Numero #3.

Nach Regensburg und Tschechien, will Horsch mit AgVision Farm in Downs, Illinois den Puls der US-amerikanischen Landwirte besser erfassen.

Was sind die ackerbaulich wichtigsten Themen mit denen sich ein landwirtschaftlicher Betrieb in den USA konfrontiert?

Wo liegen die größten Herausforderungen und wo die meisten Chancen?

Das neu errichtete Kompetenzzentrum soll u.a. auch Antworten auf diese Fragen liefern. Des Weiteren sollen Gespräche mit Landwirten dabei helfen, Probleme aufzudecken und gemeinsam Lösungswege zu finden.

Was bringt das Ganze?

  1. In erster Linie mehr Bekanntheit für die Marke Horsch. Also Branding.
  2. Zweitens, will Horsch seine hohe Ackerbau-Kenntnis und -Erfahrung mit den lokalen Landwirten teilen.
  3. Drittens: Maschinen können vor Ort direkt im Feld vorgeführt werden.

Die wertvollen Erfahrungen die im tschechischen Versuchsbetrieb AgroVation gesammelt wurden, können an dieser Stelle gut eingesetzt werden. Best Practices lassen sich in den meisten Fällen duplizieren.

Von der AgVision Farm in den USA habe ich noch keinen vernünftigen Videobeitrag gefunden, daher habe ich mich entschlossen quasi die tschechische Variante mit Euch zu teilen. In dem nachfolgenden Kurzfilm von Martin Rabl haben wir die Gelegenheit einen Blick hinter die Kulissen des AgroVation Farm von Horsch in Knezmost, Tschechien zu werfen.

Quelle: Martin Rabl, YouTube

Ein paar Infos zur AgVision Farm

Die AgVision Farm liegt zentral im US-amerikanischen Corn Belt. Die Region ist hauptsächlich für die Sorten Mais und Soja bekannt. Um Erkenntnisse mit weiteren Kulturarten zu sammeln, hat Horsch das Sortiment um Zuckerrüben, Weizen und Raps erweitert.

Weitere Details zur Anlage:

  • ein Verwaltungsgebäude mit einem Schulungsraum
  • eine Maschinenhalle mit Werkstatt
  • 66 ha Ackerfläche

Daniel Fulton leitet die Anlage. Er verfügt über viel Erfahrung in der Auswertung von Feldversuchen.

Welche weiteren Ziele verfolgt Horsch mit AgVision Farm?

In erster Linie wurde der gesamte Betrieb auf Controlled Traffic Farming (kurz CTF) umgestellt. Das Unternehmen will dadurch sein Wissen in diesem Bereich erweitern. Die Boden- und Klimaverhältnisse sind nämlich ganz anders als in Regensburg oder Tschechien.

Weiterhin setzt Horsch einen besonderen Fokus auf den Anbau von Zwischenfrüchten – ein Bereich der Landwirtschaft über den US-Landwirte nicht so viel Erfahrung verfügen. Auch hier will Horsch mit seinen Kentnissen punkten und diese an die Kollegen aus den USA weitergeben.

Zuletzt noch ein interessanter Test: Horsch will non-GMO-Saatgut Parzellen mit GMO-Saatgut Parzellen vergleichen und hat hierfür einen entsprechenden Versuch angelegt.

Spannende Sache…

Bevor ich das Horsch-Thema beende und noch die eine oder andere aktuelle Meldung aus unserer Branche mit Euch teile, hier noch ein kurzer Beitrag von meinem Betrieb. Im Einsatz der „Horsch Joker 6 RT“ Modell 2015 und der Fendt 930 bei der Bodenbearbeitung.

Mautpflicht für Landwirte: Kommt sie oder nicht?

Es gibt wenige Themen die für Unmut in unserer Branche sorgen und die Mautpflicht zählt dazu.

Worum geht’s eigentlich?

Ganz konkret handelt es sich um die neueste Gerichtsentscheidung welche vorsieht, dass ab dem 1. Juli auch Transporter der landwirtschaftlichen Betriebe für eigene Zwecke die über eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von mehr als 40 km/h verfügen, der Mautpflicht unterliegen.

Im Gegenzug will nun das Bundesland Rheinland-Pfalz mit einem entsprechenden Antrag zur Änderung der geplanten Novelle erreichen, dass land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge von der Gebührenpflicht ausgenommen werden. Die Novelle soll die Länderkämmer am 6. Juli passieren.

Quelle: Agra-Europe

Nitrat im Grundwasser: Deutschland vom Europäischen Gerichtshof verurteilt

Die Bundesrepublik hat gegen die maßgebliche EU-Richtlinie verstoßen. Das Aktionsprogramm hat nicht ausgereicht, ergo es wurde zu wenig gegen Nitrat im Grundwasser getan – so die Feststellung der obersten EU-Richter.

Deutschland muss also zahlen.

Was passiert jetzt? Was sind die next steps?

Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner sucht den Dialog mit der EU-Kommission. Es geht um die Umsetzung des Urteils und die Einhaltung der Nitrat-Richtlinie. Dabei will sie klarstellen, dass Deutschland seit jüngstem eine neue, verschärfte Düngeverordnung hat. Anscheinend basiert der Urteil auf die alte Düngeverordnung.

Auch der DBV ist vom Urteil des EuGH nicht überrascht. Denn auch der Verband weiß, dass das Urteil sich auf das alte Düngerecht aus dem Jahr 2006 bezieht.

Bernhard Krüsken, Generalsekretär des DBV äußerte sich hierzu wie folgt:

[Auszug] es „handelt es sich bei dem Urteil um Vergangenheitsbewältigung, die ein altes Kapitel abschließt“.

Schonmal in einem Horsch Versuchsbetrieb gewesen? Was haltet Ihr von der Expansion der Schwandorfer via AgVision Farm die USA zu erobern?

Landtechnik Massey Ferguson

Landtechnik: Grimme, Massey Ferguson, Titan Machinery

Grimme eröffnet einen neuen Produktionsstandort in China, die beiden Maschinen MF 5710 und MF 5711 sind ab jetzt neben dem 12×12 Getriebe nun auch mit einem Dyna-4 Lastschaltgetriebe erhältlich und Titan Machinery übernimmt die AGRAM-Gruppe. Dies und mehr im heutigen Blog über Landtechnik.

Nach den etwas ’softeren‘ Themen der letzten Wochen, wenden wir uns heute wieder den guten alten Traktoren und Landmaschinen. In punkto Landtechnik hat sich in letzter Zeit einiges getan.

Starten wir am besten mit dem Export des deutschen Know-Hows im Bereich Kartoffeltechnik.

Kartoffelspezialist Grimme investiert 13 Mio. EUR für einen neuen Produktionsstandort in China

Im Stadtbezirk Wuqing, nordwestlich der Millionenmetropole Tianjin (ca. 130 km von Peking entfernt) hat das niedersächsische Familienunternehmen Grimme sein neues Werk eröffnet.

Über 200 Gäste inkl. der Grimme China Belegschaft haben an der Eröffnungszeremonie teilgenommen.

Ein paar Eckdaten zum Megaprojekt:

  • Standort umfasst 12.500 qm
  • 3,5 Hektar Betriebsgelände
  • 1.400 qm Bürogebäude
  • 13 Millionen EUR Investment => eins der grössten Auslandsinvestitionen des Familienunternehmens in über 150 Jahren Firmengeschichte

Seitdem die chinesische Regierung die Kartoffel zu den vier wichtigsten Grundnahrungsmitteln hinzufügte, wird die Lieblingspflanze der Deutschen nun auch in China massiv gefördert.

Hinzu kommt, dass China mit über 5 Mio. Hektar Kartoffeln, das größte Anbauland der Welt ist. Eine tolle Chance für Grimme und Co. hier zu expandieren und wichtige Marktanteile zu sichern.

Allerdings ist Grimme nicht seit gestern auf dem chinesischen Markt. Das Familienunternehmen ist hier seit über 20 Jahren aktiv.

In einem ersten Schritt wird der Fokus des neuen Produktionsstandorts auf das Legen, Pflegen, Ernten und Lagern von Kartoffeln sein.

Quelle: Abigail Laura, YouTube

Massey Ferguson 5700 jetzt wahlweise mit Dyna-4 Lastschaltgetriebe erhältlich

Massey Ferguson erweitert die Auswahl bei seinen 4-Zylindermodellen MF 5710 und MF 5711. Die Maschinen können ab sofort mit dem gewohnten 12×12-Getriebe oder wahlweise mit dem vollautomatischen Dyna-4 Lastschaltgetriebe bestellt werden.

Ein weiterer Vorteil der neuen Modelle mit der Dyna-4 Version ist die Kabinenfederung, die hiermit ebenfalls erhältlich ist.

Ein paar technische Daten im Überblick:

  • 4-Zylinder Motor mit 100 / 110 PS
  • 12×12-Synchro-Shuttle oder Dyna-4 Lastschaltgetriebe (16×16)
  • 4,3 Tonnen Hubkraft
  • 2,43 m Radstand
  • Dyna-4 Ausstattung mit: T-Fahrhebel, PowerControl, Kupplungsfunktion des Bremspedals
  • Dyna-4 Ausstattung optional: Kabinenfederung, AutoDrive-Funktion

Mit den neuen Modellen bietet MF eine größere Auswahl für diejenigen an, die auf der Suche nach einer kostengünstigen jedoch robusten Maschine sind.

Übernahme im Bereich Landtechnik: AGRAM-Gruppe geht an Titan Machinery

Anders als bei vielen anderen Unternehmen ist die Nachfolgeregelung bei der AGRAM-Gruppe zeitnah und reibunslos gelöst worden.

Die beiden Firmengründer Petrick Gaens und Wolfgang Locke haben nichts dem Zufall überlassen. Somit geht die Company samt Belegschaft, Standorte und Gebiet vollständig an Titan Machinery Deutschland GmbH über.

Die Übernahme gilt auch für die Schwestergesellschaft in Rollwitz sowie den Niederlassungen in Altranft und Gützkow.

Die beiden Gründer blicken auf eine erfolgreiche Firmengeschichte zurück. Titan Machinery, der Hauptlieferant von Case IH übernimmt die 80 Mitarbeitern von AGRAM und rüstet sich damit noch besser für die Zukunft aus.

Kurz zur Geschichte von Titan Machinery

Titan Machinery Inc. wurde in 1980 in Fargo, North Dakota gegründet und wird heute an der New Yorker Börse notiert. Das Unternehmen hat 74 Niederlassungen und 23 Standorte die aus der Europa-Zentrale in Wien geführt werden.

Titan Machinery zählt zu den weltweit größten Landmaschinenhändlern und gilt als Hauptlieferant von Case IH Maschinen. In 2017 hat das amerikanische Unternehmen mehr als 3.000 Case IH Maschinen verkauft. Hiervon wurden mehr als 1.000 Stück in Europa verkauft.

Die Kundennähe und das herausragende Service sollen weiterhin die wichtigsten Grundbausteine des jetzt unter Titan Machinery befindlichen AGRAM-Gruppe bleiben.

Landtechnik & Zukunftskonzepte

Ob autonom oder nicht, in den kommenden Jahren werden wir in punkto Landtechnik noch einiges erleben. Wer weiss, vielleicht fliegen uns die Traktoren und Landmaschinen dann buchstäblich um die Ohren — ich beziehe mich bei dieser Aussage auf die neuesten Tests der Taxifirma Uber mit der NASA, die jetzt gemeinsam das Konzept der Fliegenden Taxen auf die Beine stellen. (siehe hierzu den aktuellen Bericht von CNBC)

Bis dahin heißt es aber optional Lastschaltgetrieben einbauen (so wie im Falle von MF), an neuen Layouts und Kabinen basteln, Leistung und Motor-Power erhöhen und neue Smart Displays erfinden die alles miteinander vernetzen. Ja, die Technologie ermöglicht uns zu spielen und das mögen wir — solange wir diese auch kontrollieren und nicht anders herum.

Wie wird Eurer Meinung nach die Landtechnik der Zukunft aussehen? Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Seid mutig, ich freue mich auf Eure Ideen.

Deutz Fahr Serie 4E Landtechnik

Landtechnik: Die neue DEUTZ-FAHR Serie 4E ab jetzt im Handel erhältlich

Vorgestellt wurde sie bereits auf der Agritechnica 2017, nun ist sie auch im Handel erhältlich: die neue Serie 4E.

In den letzten zwei Jahren hat sich DEUTZ-FAHR ins Zeug gelegt und mit seiner Innovationsoffensive auch die Agrolux Modellserie überarbeitet.

Mit der neuesten Technik ausgestattet, ist diese nun als Serie 4E auf dem Markt.

Die Serie 4E umfasst 6 Modelle, die für den Hof-, Stall- und leichte Feldarbeiten ausgelegt sind.

Bei den Kompakttraktoren wurde dabei nicht nur an die technische Leistung für die Ausführung der Arbeiten, sondern auch an den Komfort in der Fahrerkabine gedacht.

DEUTZ-FAHR – Die neue Serie 4E ist erhältlich

Lasst uns einen Blick auf die Ausstattung der neuen Serie 4E von DEUTZ-FAHR werfen:

Die Leistung reicht von 65 PS (48kW) bis 97 PS (71kW). Vier der Modelle sind Allrad– und zwei Hinterrad-angetrieben.

Stolz ist das Unternehmen auf seine 3-Zylinder FARMotion Motoren. Als

  • extrem kraftvoll
  • zuverlässig und
  • sparsam

bezeichnet DEUTZ-FAHR seine Motoren, die extra für den Einsatz in der Landwirtschaft konzipiert worden sind.

Zudem erlauben vier Getriebevarianten, zwei mit 30 km/h und zwei mit 40 km/h die Stunde weitere Auswahlmöglichkeiten:

  • 30 km/h Getriebe: 12+3 Gänge Kriechgang oder 8+8 Gänge als ECO-Variante
  • 40 km/h Getriebe: 15+15 Gänge mit Kriechgang und 15+15 Gänge  mit Kriechgang als ECO-Variante

Die ECO-Varianten erreichen Höchstgeschwindigkeiten bei 1.800 U/min.

Weitere Merkmale der Motoren sind

  • modernste Abgasnachbehandlungstechnik: externe AGR und DOC
  • neues Kühlsystem: Ladeluftkühler und Visco-Lüfter sorgen für reduzierten Lärm
  • zweistufiger PowerCore Luftfilter: nicht nur hohe Filterleistung, sondern auch bequem werkzeuglos austauschbar
  • elektronisch gesteuerte Common-Rail-Einspritzsystem: 2.000 bar für maximale Leistung bei niedrigen Drehzahlen

Weiterhin weist DEUTZ-FAHR gerne auf seine speziell für die Kompakttraktoren entwickelte Vorderachse hin. So glänzt die Serie 4E mit:

  • 55 Grad Lenkeinschlagwinkel
  • mechanisch (für 30 km/h) oder elektrohydraulisch (für 40 km/h) zuschaltbare Differentialsperren und Allradantrieb
  • 4-Radbremsen für Allradmodelle

Auch bei den Anbauräumen zeigt DEUTZ-FAHR Vielseitigkeit. Die Hubkraft beträgt bis zu 3.500 kg. Es kann gewählt werden zwischen

  • 42 l/min oder 50 l/min Hydraulikpumpen
  • 1 -3 Steuergeräte im Heck und
  • vier Zapfwellenkonfigurationen: 540, 540/540 ECO, 540/540ECO/1000 und 540/540 ECO plus Wegzapfwelle

Technisch vielseitig ausstattbar, sind die Kompakttraktoren der neuen Serie 4E sicherlich fertig, um diverse Arbeiten zu verrichten.

Für den Komfort bei der Arbeit für den Fahrer sorgt, dass das Lenkrad und Fahrersitz höhenverstellbar sind und der Fußraum viel Platz bietet.

Wer mit der neue Serie 4E bereits auf der Agritechnica 2017 geliebäugelt hat, der kann sich nun auf zu seinem Händler machen, um das ideale Modell für seinen Hof zu finden.

Quelle: DEUTZ-FAHR

Aber nun noch zu einem ganz anderen landwirtschaftlichen Thema, wozu jeder seine eigene Meinung vertritt: 

Wie wird die Ernährung der Zukunft aussehen?

Geht man von den gängigen Prognosen zum Wachstum der Weltbevölkerung aus, werden sich bis 2050 durchaus bis zu 10 Milliarden mehr Menschen auf unserem Planeten tummeln. 

Wie diese zu ernähren sind, ohne die Ressourcen der Erde völlig zu erschöpfen, beschäftigt Wissenschaftler und Politiker seit einigen Jahrzehnten. 

Vor wenigen Tagen wurde eine neue wissenschaftliche Studie veröffentlicht, die die Diskussionen zum Thema wohl wieder aufleben lassen könnte. 

Wissenschaftler im Team um Ron Milo vom Weizmann Institute of Science in Rehovot haben berechnet, dass: 

die Landwirtschaft in den USA doppelt so viele Menschen wie derzeit ernähren werden könnten, wenn die Menschen auf Fleisch und andere Tierprodukte verzichten würden. 

Die Berechnung beruht auf den aktuellen Ist-Stand der Landwirtschaft, ohne einer möglichen Erhöhung der Produktion.

Demnach könnte eine vegane Lebensweise 350 Millionen Menschen zusätzlich versorgen. 

Wohlbemerkt, derzeit leben 323 Millionen Einwohner in den USA. 

Jetzt wird der eine oder andere unter Euch bestimmt innerlich stöhnen, andere sehen sich bestätigt. 

Aber keine Angst, es geht nicht darum, dass wir uns alle nur noch vegan ernähren. 

Hintergrund der Studie ist der Fakt, dass weltweit rund ein Drittel der produzierten Lebensmittel verderben oder ähnliches, eh sie zum Konsumenten gelangen. 

Die Wissenschaftler argumentieren, dass auch der Verzehr von Lebensmitteln, die quasi weniger effizient sind, eine Art von Verlust an Lebensmitteln darstellt. 

Weniger effizient soll heißen:

der Verzehr von ressourcen-intensiven tierisch-basierten Lebensmitteln anstelle von pflanzlichen Produkten, die ernährungstechnisch, etwa den gleichen Nährwert auf den Teller bringen. 

Der größte Verlust tritt dabei beim Rindfleisch auf. 

Für die Erzeugung von 4 Gramm Rindfleisch ist eine Fläche nötig, wie sie für 100 Gramm pflanzliche Nahrung benötigt wird. 

100 Gramm pflanzliche Nahrung, die einen vergleichbaren Eiweiß- und Kaloriengehalt aufweist, wohlbemerkt. 

Diese 96 Gramm stellen den Verlust dar. Prozentual ergeben sich für den Verlust an Lebensmitteln folgende Werte.

  • Rindfleisch: 96 Prozent Verlust
  • Schweinefleisch: 90 Prozent Verlust
  • Milchprodukte: 75 Prozent Verlust
  • Hühnerfleisch: 50 Prozent Verlust
  • Eier: 40 Prozent Verlust
  • Konventioneller Verlust bei Lebensmitteln auf dem Weg vom Produzenten zum Konsumenten: 30 Prozent Verlust

Aufgrund Ihrer Berechnungen halten die Wissenschaftler der Studie fest,

„dass die Bevorzugung einer pflanzlichen Kost potenziell mehr Menschen ernähren kann als die vollständige Beseitigung konventioneller Lebensmittelverluste.“

Quelle: A. Shepon, G. Eshel, E. Noor, R. Milo „The opportunity cost of animal based diets exceeds all food losses, PNAS March 26, 2018.

Ernährung ist und bleibt ein kontroverses Thema. Sie ist das A und O für unsere Existenz. 

Kein Körper kann ohne Nahrung existieren. Was wir essen trägt zu unserer Gesundheit oder eben auch Krankheit bei. 

Vor dem Hintergrund der Diskussionen zu Massetierhaltung, kann die Studie sicherlich auch einen interessanten Blickwinkel bieten. 

Was meint Ihr: ist in Punkto tierischer Ernährung weniger mehr?

Case IH Agritechnica 2015 kein Puma X damals

Puma X Traktoren: drei neue Einsteigermodelle von Case IH

Case IH hat mit seiner Puma-Serie den einen oder anderen Non-Case IH Hardcore Fan dazugewonnen. Nun wird die Serie durch drei neue Einsteigermodelle erweitert: es ist die Geburt der Puma X Traktoren mit 140 bis 165 PS.

Bevor wir uns auf die Ausstattung der Puma X Modelle stürzen, hier noch ein paar aktuelle News aus unserer Branche.

1. Kubota auf Platz 1 im Händlerzufriedenheitsbarometer 2018

Letzte Woche am 11. und 12. Januar fanden in Würzburg die Landtechnische Unternehmertage (LTU) 2018 statt. Wie bereits in den Jahren zuvor wurden auch dieses Jahr die Gewinner des Händlerzufriedenheitsbarometer 2018 bekannt gegeben.

Mit einem Ergebnis von 15,74 erzielte das japanische Unternehmen Kubota den ersten Platz und verdrängte damit Fendt auf Platz mi einem Ergebnis von 15,11.

Platz drei ging an Claas mit 14,79. Danach folgten Valtra (13,98), Same (13,6), John Deere (12,94), Massey Ferguson (12,77), Deutz Fahr (12,58), New Holland (12,34) und Case IH (11,91). Die Durchschnittsnote lag bei 13,7.

Die Befragung ging an 511 Fachhändler der oben aufgeführten Fabrikate. Die Erhebung bestand aus 60 Fragen. Die Ergebnisse basieren sich auf die Antworten der 273 A-Händler die an der Umfrage teilgenommen haben.

Quellen: LTU, Bundesverband Landbautechnik

2. Unterreiner präsentiert neue Rückwagen-Serie „Eco-Line“

Auf den Unterreiner Forsttagen wurden zum ersten Mal die Rückewagen RW 3 und RW 4 Eco-Line vorgestellt. Zu den wichtigsten Spezifikationen zählen:

  • 40 mm Holzboden
  • 2 bzw. 3 Paar Rungen die seitlich, vorne oder hinten gesteckt werden können
  • 11.5/80-15.3/10 PR Reifen
  • Betriebserlaubnis bis 25 km/h
  • RW 3 mit 3.000 kg Gesamtgewicht
  • RW 4 mit 3.800 kg Gesamtgewicht

Neu im Sortiment sind weitere Eco-Line Rückewagen mit fünf, sieben und acht Tonnen Gesamtgewicht. Bei diesen Modellen wurde auch die serienmäßige Ausstattung erweitert und so verfügen diese Rückewagen u.a. über Rinner-Qualitätsachsen, verschiebbare Rungenbänke, drehbare und gebogene Rungen sowie Hydraulikleitungen mit metrischen Gewinden und DIN-Zugösen.

Quelle: Unterreiner Forstgeräte

Puma X Traktoren erweitern Case IH Produktpalette

Puma CVX, Puma Multicontroller und jetzt ganz neu Puma X Traktoren. Die Puma Serie bekommt Nachwuchs. Gleich drei neue Einsteigermodelle sollen Kunden die auf der Suche nach einem Traktor mit 140 bis 165 PS sind, eine super Alternative bieten.

Puma 140 X, 150 X und 165 X – so lauten die Trillinge. Sie werden in Österreich, im Case IH-Traktorwerk in St. Valentin gebaut.

Quelle: top agrar, YouTube

Zur Ausstattung der Puma X Serie

Die wichtigsten technischen Aspekte kurz im Überblick:

  • 6-stufiger Teillastschaltgetriebe – im Vergleich dazu bieten die anderen Modelle Volllastschaltgetriebe (Puma Multicontroller) sowie stufenloses Getriebe (Puma CVX)
  • FPT-Motor mit Abgasnorm Stufe IV
  • Teillastschaltgetriebe mit 18 Vorwärts- und 16 Rückwärtsgängen
  • Nennleistung beträgt 140 PS / 150 PS / 165 PS – korrespondiert mit der Modellbezeichnung
  • Maximalleistung mit Motorleistungsmanagement liegt bei 175 PS / 190 PS / 210 PS
  • Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h
  • Heckhydraulik mit maximaler Hubkraft von 8.257 kg

Die Unterschiede zu den anderen Modellen liegen hauptächlich in der Kabine und am Heck.

So verfügen die Puma X Traktoren u.a. über ein einfaches Digitaldisplay mit unkomplizierter Benutzeroberfläche, Sitze in Basisausführung, Beleuchtungspaket mit vier Halogen-Arbeitsscheinwerfern auf dem Dach, Hecksteuergeräte in der Standardausstattung (also nicht konfigurierbar) sowie ein Zapfwellenpaket mit zwei Drehzahlen (540 und 1.000 U/min).

Selbstverständlich gibt’s auch jede Menge Sonderausstattungen die hinzugekauft werden können. Mehr dazu findet Ihr auf der Seite von Case IH. Hier könnt Ihr auch alle Modelle miteinander vergleichen sowie Euren ganz persönlichen Traktor konfigurieren.

Innovationen und Produktüberarbeitungen bei Case IH

Case IH zählt sicherlich zu den Leadern in unserer Branche, nicht zuletzt seitdem die Firma seinen „schönen, roten Teufel ohne Kabine“ präsentiert hat. Erinnert Ihr Euch? Ich rede hier ganz speziell über den autonomen Case IH Magnum-Traktor ohne Kabine.

Das Video von Case IH North America hat mehr als eine halbe Million Views auf YouTube. Die Nachricht verbreitete sich Ende August 2016 rasant um den Globus. Ich habe dazu auch einen Artikel geschrieben.

Egal ob autonom oder konventionell, Case IH bemüht sich um seine Kunden und Fans. Diesen Eindruck hatte ich jedes Mal wenn ich den Stand auf der Agritechnica besuchte und Gespräche mit beiden Seiten Hersteller und Kunden führte.

Durch die Puma X Serie erweitert das Unternehmen sein Produktportfolio und damit auch sein Kundenclientele. Jetzt können auch Sparfüchse zugreifen und den einen oder anderen Traum vom roten Traktor schneller verwirklichen. Ist doch eine gute Sache.

Ist der Puma X etwas für Euer Betrieb oder bevorzugt Ihr ein anderes Fabrikat mit ähnlichen Leistungsmerkmalen? Falls ja, welches Modell?