Lebensmittel mit hohem Melatonin-Gehalt

Lebensmittel mit hohem Melatonin-Gehalt

Wie wichtig das Hormon Melatonin ist, lernen viele erst wenn sie an Schlafstörungen leiden. Stress, innere Unruhe, Erkrankungen und die Einnahme von Medikamenten sind oft die wahren Ursachen der Schlafstörung. Da direkt auf Melatonin-Produkte wie z.B. Kapseln, Pillen, Tees und Sprays zurückzugreifen, wird das Problem nicht lösen.

Was ist Melatonin? Warum ist Melatonin so wichtig für unsere Gesundheit? Welche Lebensmittel unterstützen uns bei der Aufnahme von Melatonin auf natürlicher Weise?

Das Hormon Melatonin, im Volksmund auch Schlafhormon genannt, wird im Zwischengehirn, in der Zirbeldrüse produziert. Melatonin reguliert den Tag-Nacht-Rhythmus (auch zirkadianer Rhythmus genannt) und sorgt dafür, dass unser Energieverbrauch reduziert wird und u.a. auch unser Blutdruck sinkt.

Lasst uns einen Blick auf die jüngsten Zahlen und Fakten der TK-Schlafstudie 2017 werfen. Die Umfrage der Techniker Krankenkasse bringt folgende Erkenntnisse ans Tageslicht:

  • 10% der Deutschen leiden unter unspezifischen Schlafstörungen
  • Jeder 4-te schläft zu wenig => weniger als 42 Std Schlaf pro Woche gelten als Schlafmangel
  • Jeder 2-te kommt auf höchstens 6 Std Schlaf
  • Jeder 7-te zählt länger als eine halbe Stunde Schäfchen
  • Männer bleiben länger wach als Frauen
  • Frauen haben einen regelmäßigeren Schlafrhythmus
  • 40% der unter 40-jährigen sind erst nach Mitternacht im Bett
  • Ein Drittel der 40 bis 60-Jährigen bekommen nicht genug Schlaf, d.h. sie bleiben unter der empfohlenen Zeit von 6 Std Schlaf
  • Ein Drittel der Berufstätigen ist vor 6 Uhr morgens wach
  • Wer gesund ist, schläft mehr
  • Je gesünder, desto schneller kommt das Sandmännchen

Wer an Schlafstörungen leidet, hat ein bis zu 30% höheres Risiko, eine schwere Herz-Kreislauf-Erkrankung wie z.B. Herzinfarkt, Herzschwäche oder Schlaganfall zu entwickeln.

Hier geht’s zum 48-seitigen PDF-Dokument der Techniker Krankenkasse.

Quelle: DoktorWeigl, YouTube

Melatonin in Lebensmitteln

Bevor wir auf die Lebensmitteln eingehen, die als natürliche Booster zur besseren Aufnahme von Melatonin verzehrt werden sollten, folgende wichtige Infos noch vorneweg.

Melatonin wird aus dem Glückshormon Serotonin gebildet für das die Aminosäure L-Tryptophan notwendig ist. Am Tag liegt die Melatoninkonzentration bei 5 Piktogramm pro Milliliter. Am Abend steigt die Konzentration aus 10 Piktogramm und Nachts auf bis zu 20 Piktogramm.

Sich zu 100% auf Nahrungsergänzungsmitteln oder eine gesunde Ernährung zu verlassen, ohne dabei sein Verhalten zu verändern (z.B. Abendroutine) ist wenig erfolgsversprechend. In der Kombination liegt die Kraft.

Also, wie hacken wir den Melatoninspiegel auf natürlicher Weise?

1. Blaulichtfilter bzw. sogenannte Blueblocker nutzen. Blaues Licht reduziert den Melatoninspiegel im Blut um bis zu 50%, so eine Studie der Harvard University. Deshalb empfiehlt es sich Computer-Monitore und Smartphone-Displays eine Stunde vor dem Schlafengehen zu vermeiden oder Alternativen in Form von Apps zu verwenden.

2. Früher ins Bett gehen. Am besten ist es ins Bett zu gehen wenn die Konzentration des Hormons Melatonin am höchsten ist. Zwischen 02-04 Uhr ist der Höhepunkt erreicht.

3. Den Darm bei der Melatoninproduktion unterstützen. Der Verdauungstrakt ist die Produktionsstätte zahlreicher Hormone; auch von Melatonin und Serotonin. Eine gesunde Darmflora ist daher Gold wert. Kohlenhydrate vor dem Schlafen gehen meiden, Darmbakterien in Balance halten und natürliche Melatoninquellen wie z.B. Pistazien zur Unterstützung verzehren.

Melatonin ist nur in wenigen Lebensmitteln enthalten. Hinzu kommt, dass die Studienlage nicht ganz eindeutig ist.

Die Vorstufe von Melatonin, L-Tryptophan spielt jedoch eine wichtige Rolle. Diese kann über zahlreiche Lebensmitteln aufgenommen und anschließend zu Melatonin synthetisiert werden.

Welche Lebensmittel gehören auf den Speiseplan aufgrund ihres hohen L-Tryptophan- und Melatoningehalts?

  • Pflanzliche Lebensmittel: Pistazien, Cranberrys, Kirschen, einige Pilzarten (Pfifferlinge, Champignons), Vollkornprodukte, Mais, Reis, gekeimte Hülsenfrüchte und Samen.
  • Tierische Lebensmittel: Eier, Fisch.

Wissenschaftliche Studien

  • Meng, Li, Zhou et. al: „Dietary Sources and Bioactivities of Melatonin“, Nutrients 2017, Apr 7;(4):367. PMID: 28387721.
  • Cheng, Ma, Deng et. al: „Plant-derived melatonin from food: a gift of nature“, Food & Function 2021, Apr 7; 12(7):2829-2849. PMID: 33877242.
  • Meng, Shi, Song et. al: „Melatonin in grapes and grape-related foodstuff: A review“, Food chemistry 2017, Sep 15, 231:185-191. PMID: 28449995
  • Salehi, Sharopov, Fokou et. al: „Melatonin in Medicinal and Food Plants: Occurence, Bioavailability, and Health Potential for Humans“, Cells 2019, Jul 5;8(7): 681. PMID: 31284489
  • Kennaway David J: „Melatonin rich foods in our diet: food for thought or wishful thinking?“, Food & Function 2020, Nov 18;11(11):9359-9369. PMID: 33170194

Der gesunde Schlaf

Es gibt ein paar fundamentale Elemente für ein gesundes Leben an denen wir möglichst nicht allzu viel rütteln sollten. Neben einer gesunden Ernährung, tägliche Bewegung / Sport und Ruhe-/Erholungspausen gehört auch gesunder Schlaf dazu. Klar, können wir hier und da mal Schlafmangel mit gesunder Ernährung und Sport ausgleichen, aber das ist keine langfristige Strategie.

Insbesondere in jungen Jahren wird gesunder Schlaf unterbewertet. Kneipentouren, Discogänge, ausgiebige Geburtstagsfeier gehören alle zum Leben dazu und sollten entsprechend genossen werden. Die verlorenen Abendstunden jedoch mit Alkohol, Zigaretten, Kaffee oder sonstigen Substanzen zu kompensieren ist nicht besonders clever.

Gibt Melatonin eine Chance. Versucht vor Mitternacht ins Bett zu gehen, um die Peaks zwischen 2-4 Uhr voll mitzunehmen und das System sozusagen „voll zu tanken“. Gesundheit ist das beste Geschenk.

Bildquelle: Foto von Alexas_Fotos auf Pixabay

Magnesium-Öl: Hype oder Helfer

Magnesium-Öl: Hype oder Helfer?

Magnesium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff und ein machtvoller Helfer gegen Muskelkrämpfe. Was hat es aber mit dem Magnesium-Öl auf sich? Ist das „sprühbare Mineralstoff“ ein neuer Marketingvehikel der Apotheken und Reformhäuser oder steckt da mehr dahinter?

Beanspruchte Muskeln und Gewebe nach dem Sport, Muskelkrämpfe während der Periode oder in der Schwangerschaft… da greift man gerne zu einer Magnesium-Tablette, denn dieses Mineralstoff wirkt wie ein wahres Wundermittel.

Tauchen wir doch in die Welt des Magnesiums tiefer ein.

Ähnlich wie im Falle von Vitamin C, kann unser Körper Magnesium nicht selbst herstellen. Wir müssen es also täglich mit der Nahrung aufnehmen. Können wir denn unseren täglichen Magnesiumbedarf mit Hilfe gesunder Lebensmitteln decken oder müssen wir zwangsläufig auf Brausetabletten und Co. zurückgreifen?

Fakten zu Magnesium:

  • Ein zu hoher Fett- oder Eiweißkonsum hemmt die Aufnahmefähigkeit (Hinweis: übersäuerter Körper)
  • Der tägliche Magnesiumbedarf unterscheidet sich je nach Geschlecht und Altersgruppe. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Männer 350-400 mg/Tag und Frauen 300 mg/Tag. Für stillende Frauen liegt die empfohlene Zufuhr bei 390 mg/Tag und bei Schwangeren bei 310 mg/Tag.
  • Magnesium ist essentiell für die Aufrechterhaltung des Elektrolytgleichgewichts (Energiestoffwechsel). Es spielt eine wichtige Rolle beim Transport von Kalium- und Kalzium-Ionen durch die Zellmembran.
  • Neben Muskeln und Gewebe trägt Magnesium zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
  • Magnesium ist ein Co-Faktor in zahlreichen enzymatischen Reaktionen im Körper und damit äußerst relevant bei der Zellteilung und Energiegewinnung.
  • Rund 60% von dem gesamten Magnesium befindet sich in unseren Knochen, 30% in den Muskeln und der Rest verteilt sich auf andere Gewebe.
Quelle: Dr. Petra Bracht, YouTube

Wie können wir Magnesium auf natürlicher Weise zu uns nehmen?

Lasst uns eine magnesiumreiche, ausgewogene Ernährung stärker unter die Lupe nehmen. Auf welche natürliche Magnesiumquellen können wir denn täglich zurückgreifen?

In der nachfolgenden Aufstellung gilt folgendes in Klammern – (Magnesium pro 100 g):

GETREIDE: Weizenkleie (590 mg), Amaranth (308 mg), Quinoa (276 mg) und Weizenkeime (250 mg). Die beliebten Haferflocken beinhalten „nur“ 134 mg Magnesium pro 100 g.

NÜSSE & KERNE: Kürbiskerne (402 mg), Sonnenblumenkerne (395 mg), Leinsamen (350 mg), Sesam (347 mg) und Mohn (333 mg).

HÜLSENFRÜCHTE: Linsen (129 mg), Erbsen (118 mg), Kichererbsen (126 mg), Kidneybohnen (126 mg), Sojabohnen (220 mg).

GEMÜSE & OBST: getrocknete Bananen (110 mg), getrocknete Feigen (90 mg), Himbeeren (30 mg), Kohlrabi (43 mg), Petersilie (44 mg), Spinat (62 mg), Schnittlauch (44 mg).

Zwei absolute Magnesium-Bomben habe ich Euch jedoch vorbehalten… bis jetzt. Es handelt sich hierbei um dunkle Schokolade / Zartbitterschokolade (149 mg) und entöltes Kakaopulver (400 mg).

Quelle: The U.S. Department of Agriculture (USDA) National Nutrient Database for Standard Reference, Release 28, Nutrients: Magnesium, Mg (mg) via National Institute of Health (NIH)

Kann Magnesium-Öl den Körper mit Magnesium versorgen oder nicht?

Eine meiner Lieblingsquellen, wenn es darum geht über medizinische Studien zu berichten bzw. auf wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse hinzuweisen, ist die US-amerikanische National Library of Medicine, besser bekannt unter dem Namen PubMed.

Wenn wir das Wort „Magnesium“ in die Suchfunktion eingeben, kommen wir auf sage und schreibe 112.185 Studien. Geben wir hingegen „magnesium oil“ an, dann werden uns immerhin 858 Ergebnisse angezeigt (dies ist weniger aussagekräftig, da es eine Suchkombination ist, d.h. es werden die Ergebnisse für „magnesium“ mit denen für „oil“ miteinander kombiniert).

Das Wichtigste vorneweg: Beim Magnesium-Öl handelt es sich nicht um ein Öl oder eine fettartige Creme wie der Name suggeriert, sondern vielmehr um eine hochkonzentrierte, wässrige Lösung bestehend aus Magnesiumchlorid (ein Magnesiumsalz). Und genau diese Wasserlöslichkeit führt zu etlichen Diskussionen in der Fachwelt, die wir nicht ignorieren sollten.

Während die eine Seite es als Wundermittel zur Hautpflege, gegen Haarausfall und bei Muskelverspannungen vermarktet, weist die andere Seite darauf hin, dass unsere Haut eine äußere Hornhautstruktur inklusive eines Fettmantels besitzt, die das Durchdringen einer Salzlösung zum Scheitern verurteilt.

Folgen wir dem zweiten Gedankengang, dann stellt sich die Frage nach einem natürlichen Transporter, der Magnesium und warum nicht, auch andere Mineralien, von außen in unser Blutkreislauf einschleust. Zwar gab es hierzu Studien jedoch ist die Existenz eines solchen Transportsystems noch nicht hundertprozent bewiesen.

Kurze Wiederholung

Magnesium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, den wir durch eine gesunde, ausgewogene Ernährung auf natürlicher Weise zu uns nehmen können. Sollten wir einen Mangel feststellen, dann können wir dies beim Hausarzt im Rahmen eines Bluttests überprüfen. Wenn ein Mangel vorliegt, dann lässt sich dies durch magnesiumhaltige Lebensmittel und wenn nötig, durch entsprechende Nahrungsergänzungsmitteln kompensieren.

Die Entscheidung ob Ihr zusätzlich noch auf ein Magnesium-Öl zurückgreift oder nicht, überlasse ich Euch an dieser Stelle.

Bildquelle: Foto von Chelsea shapouri auf Unsplash

Lavendel und Kräuter Power-Kombo gegen Schädlinge

Die Lavendel und Kräuter Power-Kombo gegen Schädlinge

Wer Rosen liebt und ohne Pestizide auskommen will, setzt auf Lavendel. Wer Insekten und Mücken nicht ausstehen kann, greift zu Basilikum, Rosmarin, Oregano oder Thymian. Diejenigen die ein breites Spektrum auf natürlicher Weise abdecken möchten, bedienen sich der Kraft der Lavendel und Kräuter Kombination.

Die Vorzüge des lilafarbenen Strauchs der nahezu alle Schädlinge fern hält, kennt mittlerweile nicht nur jeder Hobby-Gärtner sondern auch diejenigen, die gerne Pflanzen in der Wohnung oder auf dem Balkon halten. Der Duft des Lavendels (welches übrigens nicht jedermanns Sache ist) hat eine doppelte Wirkung: die lästigen Insekten werden vertrieben und im Gegenzug werden Nützlinge wie z.B. Bienen und Schmetterlinge angelockt.

Diesen Trend haben die Reformhäuser rechtzeitig erkannt, weshalb wir heutzutage aller Art Lavendel-Produkten ausgesetzt sind. Von dem klassischen Lavendel-Beutel, um die Motten im Kleiderschrank fern zu halten über das Bio-Lavendelöl bis hin zur Lavendel-Seife ist alles dabei. Inwieweit das Ganze „gepushed“ und „aufge-hyped“ wurde, sehen wir auch daran, dass die Lebensmittelindustrie das Label Lavendel dazu nutzt, um einer gewöhnlichen Tafel bittere Schokolade oder einer Biskuit-Rolle den zusätzlichen Verkaufskick zu verleihen.

Mit den Kräutern verhält es sich ähnlich, wobei die Pralinen mit z.B. Rosmarin der breiten Masse noch recht unbekannt sind.

Lavendel und Kräuter für die natürliche Entgiftung des Körpers

An die Geheimwaffen der Natur kommt nichts ran. Egal ob Koriander, Brennessel, Löwenzahn, Bärlauch oder Gänseblümchen, unsere kleinen Verbündeten bewirken wahre Entgiftungswunder. Wie wichtig Pflanzen bei der Entgiftung unserer Umwelt und unseres Körpers sind, habe ich des Öfteren hier auf Agrarbetrieb erwähnt. An dieser Stelle möchte ich Euch auf meinen Blogbeitrag 3 Superpflanzen die unsere Umwelt ein bisschen besser machen zurück erinnern.

Darin lenkte ich Eure Aufmerksamkeit auf folgende drei Superpflanzen:

  • Dem Nickelbaum “Pycnandra acuminata” mit deren Hilfe wir Phytomining betreiben, d.h. Nickel umweltschonend abbauen können.
  • Der Schaumkresse zur Blei- und Cadmium-Entgiftung.
  • Der Mariendistel zur Entgiftung unserer Leber.

Welche sind die Detox-Eigenschaften der einzelnen Kräuter?

  1. Brennessel (Urtica dioica): Die Detox-Königin unter den Kräutern reinigt das Blut, regt den Stoffwechsel an und hat eine entwässernde Wirkung. Die Nierenfunktion wird angeregt und damit einhergehend, die angesammelten Toxine und Schadstoffe aus dem Körper geleitet. Die Brennessel enthält zahlreiche Vitamine, Mineralien und Spurenelemente weshalb sie gerne nicht nur im Salat oder in unterschiedlichen Speisen beigemischt wird, sondern vermehrt auch in der Kosmetik ihren Platz behauptet.
  2. Löwenzahn (Taraxacum officinale): Die altbekannte „Pusteblume“ ist eine tolle Heilpflanze, das unsere Verdauungsfunktion unterstützt, indem sie die Galle und Leber pflegt (Schlüsselwort: Bitterstoffe!). Der Allrounder unter den Heilkräutern enthält viele Antioxidantien, Flavonoide, Mineralstoffe und Vitamine. Was Löwenzahn so besonders macht, ist die Tatsache, dass diese im Rahmen der Entschlackungskur dem Körper kein Potassium (Kalium) entzieht – wie das bei anderen Pflanzen der Fall ist.
  3. Koriander (bot. Coriandrum sativum): Die geschmacksintensive Heilkraut wird eingesetzt, um Schwermetalle wie z.B. Quecksilber auf dem Körper auszuleiten. Als Gewürz wird sie oft in Suppen, Salate oder Tees verwendet. Der Koriander wirkt entzündungshemmend und hat einen lindernden Effekt auf den Magen-Darm-Trakt.

Kräuter die uns bei der Fettverbrennung, beim Stoffwechsel und bei der Verdauung unterstützen:

  • Petersilie – ein Vitamin C-Booster der die Blasen- und Nierenfunktion fördert
  • Rosmarin – mindert Verdauungsbeschwerden wie z.B. Blähungen und hilft bei Müdigkeitserscheinungen
  • Basilikum – die Anregung des Stoffwechsels geschieht durch die in dieser Gewürz-Kraut enthaltenen Gerbstoffe
  • Oregano – ein starker Antioxidant im Kampf gegen freie Radikale; die darin enthaltenen ätherischen Öle, Gerb- und Bitterstoffe wirken entzündungshemmend und regen die Darmflora an
  • Klettenwurzel – wird für seine blutreinigenden und entgiftenden Eigenschaften geschätzt

Um das Ganze abzurunden, darf ein entschlackendes Salzbad samt Zugabe entsprechender ätherischer Öle nicht fehlen.

Folgende ätherischen Öle unterstützen die Entgiftung des Körpers im Detox-Bad:

  • Teebaumöl
  • Eukalyptus
  • Lavendel
  • Wacholder
  • Rosmarin
  • Grapefruit

Detoxing muss nicht kompliziert sein

Wie alles andere im Leben, kann man auch den Entgiftungs- und Entschlackungsprozess extrem kompliziert gestalten. Wenn wir jedoch die Basis von Detoxing verstehen, dann lassen wir uns auch nicht so schnell in die Irre führen.

An erster Stelle steht die Ausleitung von Schwermetallen. Da wir einer zunehmender Bestrahlung ausgesetzt sind, hat dieser Punkt höchste Priorität. Danach folgen die Themen Wasserqualität und Ernährung. Wer öfters Junk Food zu sich nimmt und Wasser mit Süßgetränken oder Säften substituiert, braucht sich nicht darüber beschweren, dass sein Energielevel im Keller ist. Frische Luft und regelmässige Bewegung (Sport) gehört ebenfalls zum Rezept dazu. Nicht vergessen dürfen wir die Übungen zur Stärkung unserer mentalen und seelischen Fähigkeiten.

Lavendel und Kräuter in das tägliche Leben zu integrieren ist kein Hexenwerk. Wem Gesundheit am Herzen liegt, wird diese Power-Kombo zu schätzen wissen.

Bildquelle: Foto von gate74 auf Pixabay

Chlorella - Detox oder nur Hype

Chlorella – Detox oder nur Hype?

Chlorella kennen die meisten als Pulver oder in Form einer kleinen, grünen Pille die Detoxwunder bewirken soll. Was steckt dahinter? Worauf sollte man bei dieser außergewöhnlichen Alge achten? Ist das alles nur Hype oder steckt da wesentlich mehr dahinter?

Während die einen auf Chlorella und seine Schwermetallen-Detox-Eigenschaften schwören, raten andere wiederum ab. Schließlich gibt es noch Spirulina oder Gerstengrassaft sagen die einen, andere bevorzugen ihre Detoxkur mit Zeolith oder Bentonit zu starten und wenn unbedingt nötig als letztes im Trio Chlorella hinzuzufügen.

Die Meinungen auch unter den Experten könnten nicht gegensätzlicher sein. Viele Anhänger der westlichen Medizin verlassen sich auf die Wunderwirkung unserer Nieren und halten nichts von Chlorella, Spirulina und dem anderen „Grünzeug“-Hype. Bei Homeopathen und Heilpraktikern herrscht hingegen eine andere Stimmung, wobei auch hier das Thema Qualität dieser Produkte sehr kritisch betrachtet wird.

In dem heutigen Artikel werde ich keine „Schubladen“ aufmachen und die jeweiligen Fraktionen / Gruppen in diese einsortieren. Es geht nicht darum wer Recht oder Unrecht hat. Ich bin kein Heiler oder Guru, deshalb bekommt Ihr von mir die landwirtschaftliche Perspektive von diesem sogenannten Superfood.

Was ist Chlorella?

Chlorella ist eine einzellige Mikroalge, d.h. sie gehört zu den ältesten Organismen der Erde. Die winzigen Süßwasseralgen sind 2-3 Mrd. Jahre alt und weisen eine große Artenvielfalt auf. Bis heute sind rund 4.000 verschiedene Chlorella-Arten weltweit erfasst worden.

Was macht diese kleine Alge, die nur unter dem Mikroskop zu erkennen ist, so besonders?

  • Chlorella ist berühmt für ihre rasante Zellteilung.
  • Sie bindet Gifte und Schadstoffe in ihre äußere Hülle.
  • Sie mobilisiert die Toxine und Schadstoffe die wir im Körper angesammelt haben, bindet diese und entsorgt sie über den Darm.
  • In diesem Zusammenhang entlastet der grüne Winzling damit unsere Nieren.
  • Es beinhaltet wichtige Nährstoffe, Mineralien und Vitamine für unsere Zellgesundheit, nämlich Chlorophyll, Magnesium, Eisen, Kalium, Folsäure, B-Vitamine, Vitamin A, C, D, E und K.

Wie viel über Chlorella erforscht oder nicht erforscht wurde, zeigt uns die Anzahl der auf PubMed veröffentlichten Studien. Derzeit erscheinen in der bekanntesten Medizinbibliothek der Welt knapp 7.400 Studien über Chlorella.

Quelle: Selbstheilung-Online, YouTube

Züchtung, Ernte & Co. – Wie kommen wir zu dem Fertigprodukt?

Kommen wir zu dem aus landwirtschaftlicher Sicht wichtigstem Punkt – die Züchtung bzw. Herstellung.

Wenn hier etwas schief läuft, wenn die Mikroalge bereits am Anfang des Prozesses Toxinen, Schadstoffen und Co. ausgesetzt ist, dann wird sich das auch im Endprodukt reflektieren. Dass dies später beim Verzehr zu Schaden beim Mensch und Tier führen kann, dürfte es keinen wundern.

Hygiene, Top Luft- und Wasserqualität bei der Produktion sind das „A“ und „O“. Denn genauso wie diese Alge in unserem Körper wirkt, genauso agiert sie auch „an der frischen Luft“, d.h. sie bindet Chemikalien, Schwermetalle und andere Gifte direkt bei der Produktion.

Bio ist zwar schön und gut aber wenn das Fertigprodukt eine hohe Belastung an Schwermetallen aufweist, dann nutzt einem das Bio-Siegel herzlich wenig.

Wie erhält man also Top Qualität und eine maximale Nährstoffdichte?

=> Die Züchtung sollte in flachen, offenen Becken unter direkter Sonnenanstrahlung erfolgen.

=> Das Wasser in den Becken sollte immer sauber sein (Süßwasser versteht sich).

=> Das Klima sollte mild sein.

=> Die Becken sollten in einer Gegend mit frischer Luft platziert sein (am besten weit weg von großen Industrien oder Mega Cities).

ODER

=> Man verlagert den gesamten Züchtungs- und Herstellungsprozess ins Labor.

Chlorella aus Asien oder lieber aus Deutschland?

Spaziert man in ein Reformhaus rein und untersucht die Detoxprodukte im Regal oder auf dem Display etwas näher, dann wird Euch recht schnell folgendes auffallen:

Unzählige Chlorella-Produkte stammen aus Asien; schwerpunktmäßig aus China und Japan. Aber es gibt auch ein paar Familienunternehmen und bekannte Marken aus Deutschland, die sich auf die Chlorella-Herstellung im Labor spezialisiert haben.

Für welches Produkt Ihr Euch letztendlich entscheidet, ist Euch völlig überlassen. Sammelt ausgiebige Informationen über den Hersteller und das angebotene Produkt. Stellt sicher, dass das Chlorella-Pulver bzw. die kleinen, dunkelgrünen Pillen vorher im Labor auf Toxine, Schadstoffe und Radioaktivität getestet worden sind.

Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, seinen Körper und Geist fit hält, genügend Schlaf bekommt und sich vom alltäglichen Stress nicht völlig überwältigen lässt, der braucht nicht jedem Trend und Hype folgen und sich mit irgendwelchen Nahrungsergänzungsmitteln vollstopfen.

Setzt Euch mit den Superfoods-Themen kritisch auseinander und hört auf Euren Körper. Wer sich mit Cola und Fast Food über Wasser hält wird mit den besten Superfoods der Welt nicht viel Positives bewirken können. Ein ganzheitliches Konzept muss her.

Welche Erfahrungen habt Ihr mit Chlorella gesammelt?

Bildquelle: Foto von Ben Kerckx auf Pixabay 

Chlorophyll - Lust auf grünes Blut

Chlorophyll – Lust auf grünes Blut?

Der Hype um das grüne Pflanzenblut Chlorophyll nimmt kein Ende. Während die einen das winzige Salatblättchen sofort aus ihrem Burger schmeissen, haben andere oft durch Leid und Not getrieben, gelernt, die ursprüngliche Pflanzenkost zu schätzen. Man muss ja nicht sofort zum Vegetarier oder Veganer „mutieren“, um gesund zu sein, aber die grüne Pflanzenenergie sollte eine ordentliche Portion Respekt erhalten.

Was ist Chlorophyll?

Chlorophyll ist ein Pflanzenstoff. Es handelt sich hierbei um einen natürlichen grünen Farbstoff, der Pflanzen und Algen grün färbt.

Für die Pflanzenwelt ist Chlorophyll überlebensnotwendig. Ohne Chlorophyll gibt es keine Photosynthese, kein Wachstum, keine Blätter, Blüten und Früchte. Die Rolle des Chlorophylls besteht darin, Sonnenlicht aufzunehmen und diese Lichtenergie innerhalb der Pflanze weiter zu leiten.

Warum ist es für uns Menschen lebenswichtig?

Mehr als 40.000 veröffentlichte Studien auf PubMed bestätigen die positive Wirkung von Chlorophyll u.a. auch für die menschliche Gesundheit:

  • Es unterstützt bei der Entgiftung von Schimmelpilzen (Aflatoxine) und Schwermetallen (z.B. Cadmium) die zu Krebs führen können.
  • Es schützt die Leber und den Darm nicht zuletzt auch aufgrund seiner Entgiftungsfunktion.
  • Wirkt krebsfeindlich, insbesondere bei Leberkrebs – siehe Studie auf PubMed
  • Aufgrund seiner entzündungshemmender Wirkung wird es oft bei chronisch entzündlichen Krankheiten eingesetzt.
  • Es unterstützt die Wundheilung.
  • Hilft bei Hautproblemen und Akne.
  • Wirkt antiviral (z.B. bei Enteroviren) – siehe entsprechende Studie auf PubMed
  • Absorbiert schlechte Körper-, Urin- und Stuhlgerüche.
  • Unterstützt die Blutbildung – siehe hierzu die in 1936 veröffentlichte Studie von A. Patek in JAMA International Medicine auf Semantic Scholar

Weiter geht’s mit einem kurzen Pep Talk über das grüne Blut vom renommierten Prof. Dr. med. Jörg Spitz, Gründer der „Akademie für menschliche Medizin“.

Quelle: Akademie für menschliche Medizin, YouTube

Welche Lebensmitteln enthalten Chlorophyll?

Grünes, rohes Gemüse in Form von z.B. Salat, Kaltsuppen oder grünen Smoothies liefert das meiste Chlorophyll. Generell gilt, je dunkelgrüner das Lebensmittel ist, umso mehr Chlorophyll enthält es.

  • Tiefgrünes / grünes Gemüse: Spinat, Staudensellerie, Brokkoli, Grünkohl, Grüne Bohnen, Eisbergsalat, Rosenkohl
  • Kräuter: Petersilie, Dill, Schnittlauch, Basilikum, Kresse, Brennessel
  • Wildgemüse / Wildkräuter: Löwenzahn, Wegerich, Sauerampfer
  • Gräser: Gerstengras, Weizengras
  • Algen: Spirulina, Cholerlla (Achtung auf Schwermetalle!)

Keine Lust auf ein grünes Salat aus den oben aufgeführten Zutaten? Kein Problem; eine leckere Kaltsuppe (Gazpacho) oder ein grüner Smoothie mit ein bisschen Avocado und Limette verfeinert, liefert auch das nötige Chlorophyll-Power für den Tag.

GUT ZU WISSEN

Chlorophyll (sowohl die natürliche als auch die synthetische Variante) sind nicht hitzebeständig! Rohes, grünes Tiefkühlgemüse ist OK weil Chlorophyll das Einfrieren nahezu schadlos übersteht. Beim Pulver sollte darauf geachtet werden, dass dieser gefriergetrocknet, also ohne Hitzeeinwirkung hergestellt wurde (am besten beim Hersteller nachfragen).

Wem die ganze Gemüse-Schlepperei aus dem Supermarkt inklusive Zubereitung zu viel des Guten ist, kann selbstverständlich auch auf hochwertige Chlorophyll-Präparate in Pulver-, Tabletten-, Dragees- oder Tropfenform zurückgreifen.

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Grünes Blut für mehr Vitalität, Energie und Power

Fakt ist, wir brauchen Pflanzen und Sonnenlicht um zu überleben. Die Entscheidung ob sich jemand zu 100% aus Pflanzen ernähren möchte, seinen Ernährungsplan schwerpunktmässig auf Gemüse und Co. basiert oder lieber auf Fleisch setzt, ist jedem überlassen.

Eins muss ich jedoch gestehen: Jedes mal wenn ich einem sich gesund ernährenden Vegetarier begegne (dessen Menü nicht aus Chips, Cola und Gummibärchen besteht), der zusätzlich auch noch an der Steigerung seiner mentalen Fähigkeiten arbeitet, bin ich positiv von seinem Energielevel überrascht. Die Combo ist unschlagbar und das Grünzeug in seinem Ernährungsplan ist sicherlich ein großer Hebel für die Vitalität.

Wenn sowohl die alten Griechen als auch die Samurai-Krieger Chlorophyll zu deren sogenannten Lifehacks zählten, dann wäre es fatal wenn wir heute die positiven Eigenschaften dieser grünen Pflanzenenergie ignorieren würden.

Bildquelle: Foto von marijana1 auf Pixabay