Test-Supermarkt Insekten Snacks

Test-Supermarkt verkauft getrocknete Grillen für 4,90 EUR

Wie wird unser „Teller der Zukunft“ aussehen? Werden Insekten ein fester Bestandteil unserer Mahlzeiten sein? Ein Test-Supermarkt aus Berlin platziert Produkte in die Regale und verwöhnt Kunden mit allerlei Neuheiten.

Dort wo Edeka, Rewe und Co. sich nicht trauen, übernehmen die Start-Up Gründerinnen Ola Klöckner und Franziska Schetter die Initiative. Die Lebensmitteleinzelhandel-Riesen bedienen den Massenmarkt; die Testmarkt-Königinnen begeistern die Neugierigen und Experimentierfreudigen unter uns.

Das Kaufhaus des Testens eröffnete Ende März in den Wilmersdorfer Arcaden seine Tore. Hier werden neue und innovative Produkte für den richtigen Markteinstieg getestet.

Kommt das Produkt gut an?

Passt die Verpackung und das Design?

Ist der Preis ok?

Was muss noch verändert werden?

Start-ups und Erfinder die herausfinden möchten, ob ihre Produkte aus dem Food, Kosmetik- oder Technikbereich gekauft werden, sind herzlich eingeladen, hier in dem Test-Supermarkt aus Berlin ihre fertigen Ideen auf den Prüfstand zu stellen.

Selbstverständlich haben die beiden Gründerinnen aus München auch ein eigenes Produkt was sie hier testen. Es handelt sich um das Getränk „Matcha You“ was die beiden erfunden haben.

Was gibt’s im Test-Supermarkt zu kaufen?

Das Sortiment ist für viele sicherlich recht skurril.

Neben Schnittblumen die drei Jahre frisch bleiben sollen, gibt es jede Menge merkwürdige Limonaden (u.a. auch Basil-Limos), getrocknete Insekten-Snacks und ferngesteuerte Fieberthermometer.


Quelle: Handelsblatt

Wenn Ihr Näheres über das aktuelle Produkt- und Angebotsportfolio des Test-Supermarktes erfahren möchtet, dann empfehle ich die Instagram Seite des Start-Up Unternehmens.

Instagram: @dertestmarkt

Die Community ist begeistert (siehe hierzu die Interaktion auf Instagram).

Start-Ups haben endlich eine Chance ihre Produkte unter „echten“ Marktbedingungen zu testen und Feedback direkt vom Endkonsumenten zu erhalten. Bislang, ist das Kaufhaus des Testens wohl der einzige Markt wo neue Produkt angeboten, getestet, gekauft und beurteilt werden können.

Der Test-Supermarkt ist ein perfekter Marktplatz und gleichzeitig eine herausragende Marktfoschungsplattform. Wer bereit ist Kundenfeedback gezielt in sein Angebot einzuarbeiten, um dadurch mehr zu verkaufen, erhöht seine Chancen bei der Listung im klassischen LEH.

In Haßloch befindet sich der bekannteste Testmarkt Deutschlands

Ohne Haßloch würden die Regale der Supermärkte in Deutschland ganz anders aussehen.

Hier testen Konzerne wie Henkel, Bahlsen, Proctor & Gamble oder Coca-Cola ihre neuesten Artikel und die 20.000 Einwohner große Gemeinde entscheidet durch ihren Einkauf was später in die Regale kommt und was nicht.

Seit 1986 betreibt die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Haßloch einen bundesweit einzigartigen Testmarkt. Das „Experiment“ läuft wie folgt:

  • Hersteller platzieren ihre Waren in die Supermärkte und Drogerien
  • 3.000 von den knapp 10.000 Haushalten in Haßloch lassen sich freiwillig in den Einkaufswagen schauen

Vom Arbeitslosen, über dem gut verdienenden Single bis hin zur Familie mit zwei Kindern — die Käufer und Haushalte sind so ausgewählt, dass sie die deutsche Bevölkerung quasi im Kleinen abbilden. Das Konsumverhalten der durchschnittlichen deutschen Bevölkerung wird unter die Lupe genommen.

Die Tests dauern in der Regel ein halbes Jahr.

Die Testprodukte finden ihren Platz im restlichen Sortiment. Sollte ein Käufer ein neues Produkt im Korb haben, wird er an der Kasse darauf hingewiesen, seine GfK-Chipkarte vorzulegen. Gleichzeitig wird er daran erinnert, dass er an einem Versuch teilnimmt.

Der Vorteil: Produkte lassen sich hervorragend testen weil sie im üblichen Sortiment des Supermarkts bzw. Drogeriemarktes eingebunden werden.

Der Nachteil: Die Konkurrenz kriegt alles mit. Ein Angestellter von Henkel braucht nur an den Regalen vorbeilaufen, um festzustellen ob Proctor & Gamble ein neues Waschmittel gerade testet. Ein weiterer Nachteil ist die Tatsache, dass der Test recht lange dauert und teuer ist („200.000 EUR und mehr für einen Probelauf“, Quelle: Süddeutsche Zeitung).

So wird es in den Zeiten von Big Data immer interessanter was ein Einkaufskorb über den Einkäufer verrät. Hier ein kurzer Beitrag direkt aus Haßloch mit einem weiteren Zukunftsexperiment…

Quelle: kreativ_bund, YouTube

Der Test-Supermarkt in Berlin ist eine tolle Gelegenheit für Start-Ups die sich 200.000 EUR und mehr für einen Test nicht leisten können.

Konzerne haben Geld und können sich einen Probelauf in Haßloch ohne große Bedenken erlauben.

Das ist anders wenn man ein kleines Unternehmen hat bzw. wenn man sich erst vor Kürze auf seine Reise als Entrepreneur begeben hat. Da liegen 200.000 EUR nicht einfach Mal so in der Kasse.

Deshalb finde ich die Idee der beiden Gründerinnen des Kaufhauses des Testens umso attraktiver. Der Kreativität und Experimentierfreudigkeit soll Geld nicht im Wege stehen.

Der Test-Supermarkt ist eine tolle Chance für alle die bereit sind neue Wege zu gehen, um Menschen für Neues und Innovatives zu begeistern.

Wer weiß, vielleicht habt Ihr ein tolles Produkt was bald beim KaDeWe, Edeka und Co. in den Regalen stehen wird. Greift zu, kontaktiert die Damen vom Test-Supermarkt in Berlin.

Heidelbeere-Blaubeere-Strauchbeere

Heidelbeere – süsser Gesundheitskick für die Fastenzeit

Es ist soweit. Die närrischen Tage sind vorbei und die Fastenzeit hat begonnen. Was kann die im Trend liegende Heidelbeere für Eure Gesundheit tun?

Dieser Frage werden wir in dieser Woche nachgehen. 

Denn für die kommenden sechs Wochen hat sich der eine oder andere unter Euch vorgenommen, sich von bestimmten Genussmitteln oder Konsumgütern zu trennen, oder sie zumindest zu meiden, weitestgehend.

Die Fastenzeit hat begonnen. Laut einer aktuellen DAK-Studie (Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK) wollen in diesem Jahr die Fasten-Fans vor allem auf Süßes verzichten: 

  1. Süßigkeiten – 62 Prozent
  2. Alkohol – 61 Prozent
  3. Fleisch – 35 Prozent
  4. Rauchen – 32 Prozent
  5. Fernsehen – 28 Prozent
  6. Handy, Computer – 21 Prozent
  7. Auto – 15 Prozent

Bevor wir schauen, wie Ihr in den nächsten Wochen Eure Gesundheit mit Hilfe der Heidelbeere pimpen könnt, zunächst noch einen Blick auf die Schlagzeilen der Woche.

AGCO endet 2017 mit Umsatzsteigerung von 20 Prozent

Im vierten Quartal 2017 konnte AGCO einen Nettoumsatz von ca. 2,5 Milliarden USD verzeichnen.

Dies entspricht, gegenüber dem vierten Quartal von 2016 einer Steigerung von 20,7 Prozent.

Rechnet man die Währungseffekte raus, betrug der Nettoumsatz für das gesamte letzte Jahr ca. 10,5 Prozent.

Nach Angaben des Unternehmens, konnte das Ergebnis zum einen auf operative Maßnahmen, wie die intensive Umsetzung von Strategien zur Kostensenkung zurückgeführt werden.

Zum anderen sorgten diverse Faktoren, etwa die abermals soliden, weltweiten Ernteergebnisse, für einen stabilen Absatzmarkt.

Auch wenn die Einkommen der Landwirte aufgrund der, im Vergleich zur Produktion relativ niedrigen Nachfrage, weiterhin unter Druck stehen, erholt sich nach jahrelang starken Marktrückgängen wieder langsam die Nachfrage nach Landmaschinen.

In Europa konnte das Unternehmen vor allem in Deutschland, Italien und Großbritannien den Absatz steigern.

Die verbesserten Bedingungen auf dem Milchmarkt als auch eine höhere Produktion von Weizen sollen auch in 2018 für eine anhaltenden Nachfrage nach AGCO – Landmaschinen sorgen. 

(Quelle: AGCO Reports Fourth Quarter Results)

Lidl verkauft Rohwurst trotz ASP

Die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Osteuropa sorgt derzeit für viel Aufregung.

Es werden Krisengipfel einberufen, um Strategien zu entwickeln, die einer Verbreitung der Pest in Deutschland vorzubeugen.

Einer der größten Risiken ist der Import von Rohwurst aus Ländern, aus denen Fälle der Afrikanische Schweinepest gemeldet wurden.

Entsprechendes Unverständnis bringt die aktuelle Angebotsaktion von Lidl mit sich. Der Discounter bietet osteuropäischen Spezialitäten an, unter anderem auch polnische Rohwurst. 

(Quelle: Lidl)

Kontinuierliches Wachstum bei Strauchbeeren

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2017 zeigen deutlich: auch im letzten Jahr ist die Anbaufläche für und die Erntemenge von Strauchbeeren weiter gestiegen. 

In 2017 wurden auf 8.900 Hektar rund 40.100 Tonnen Strauchbeeren geerntet. Gegenüber dem Jahr 2016 entspricht dies einem Wachstum von 5 Prozent bei der Fläche und von 11 Prozent bei der Erntemenge. 

Gegenüber 2012 hat sich die Anbaufläche für Strauchbeeren damit um 30 Prozent vergrößert. Knapp ein Drittel der Fläche wird ökologisch bearbeitet.

Die ökologische Produktion scheint im Trend zu liegen, denn allein im letzten Jahr nahm die ökologische Anbaufläche um 9 Prozent, die Erntemenge zudem um 16 Prozent zu. 

In Deutschland wird die Produktion von den Bundesländern Niedersachsen (2200 Hektar), Baden-Württemberg (1.600 Hektar) und Bayern (1.200 Hektar) angeführt. 

Wenn es einen Star unter den Strauchbeeren gibt, dann ist es wohl die Kulturheidelbeere. 

Mit einem Anteil von 34 Prozent an der gesamten Erntemenge steht sie unangefochten und mit großem Abstand an der Spitze.

Allein im letzten Jahr hat sich, gegenüber 2016, die Erntemenge der Kulturheidelbeere um 29 Prozent erhöht.

Es wurden in 2017 

  • 13.800 Tonnen Kulturheidelbeeren (+29 Prozent)
  • 6.900 Tonnen Rote und Weiße Johannisbeeren (-5 Prozent)
  • 6.400 Tonnen Himbeeren (+13 Prozent)
  • 5.600 Tonnen Schwarze Johannisbeeren (-17 Prozent)

geerntet. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Heidelbeeren scheinen voll im Trend zu liegen. Also kucken wir doch mal genauer hin, was die Heidelbeere so super macht. 

Heidelbeere für die Fastenzeit?

Beeren sind gesund! Und lecker. Also wohl das perfekte Essen für all diejenigen unter Euch, die die nächsten Wochen nutzen, um etwas für sich und den Körper zu tun. 

Die Heidelbeere, auch bekannt unter Namen wie Blaubeere, Schwarzbeere, Wildbeere, Besing, u.a., ist eine der Beerenwunder, die auf dem Speiseplan stehen sollten. 

Wusstest Ihr, dass es zwei Arten von Heidelbeeren gibt? 

  • Vaccinium myrtillus, Echte Heidelbeere: das Heidekrautgewächs wächst in buschigen Gehölzen und wird etwa 50 Zentimeter hoch. Ihre Farbstoffe färben den Mund und die Zähne blau.
  • Vaccinium corymbosum, Kulturheidelbeere: abstammend von der Amerikanischen Heidelbeere und anderen nordamerikanischen Arten hat die Pflanze größere Früchte, die den Mund nicht blaufärben und an bis zu 2 Meter höhen kultivierten Sträuchern wachsen.

Die Heidelbeere gehört mit zur Spitze der antioxidativen Früchte. Zudem besitzt sie viele Polyphenole, zu denen etwa Flavonoide und Phenolsäuren, gehören. 

Allein diese Stoffe sind bekannt für ihre Wirkung, etwa Herz-Kreizslauferkrankungen vorzubeugen oder das Krebsrisiko zu verringern

Die in der Heidelbeere enthaltenen Anthocyane sind entzündungshemmende Stoffe, die dem Körper beim Abbauen und Neutralisieren von freien Radikalen helfen. 

Sprich, die Beere ist eine wahre Schönheitskur: sie kann helfen, die Effekte des Alters, etwa Falten der Haut zu vermindern

Enthaltende Gerbstoffe wie Iridoide oder Phenolcarbonsäuren lassen die Heidelbeere zu einem beliebten Volksheilmittel bei Durchfall werden. 

Aber hier hört es nicht auf, ob von Entzündungen im Mundraum, Magen- und Darmgeschwüren, über die äußerliche Vernarbung von Wunden oder gar der Verbesserung des Sehens, die Wunderbeere scheint für alle die passenden Inhaltsstoffe parat zu halten. 

Ganz zu schweigen von den großen Mengen an Vitamin C, A, B, E und Beta-Carotin

(Quelle: Wikipedia, Apotheken-Umschau, Blaubeere.net, EatSmarter, Phytodoc)

Die Heidelbeere ist eine Verjüngerungskur von innen, die zudem lecker schmeckt. 

Für alle, die in den nächsten Wochen auf Süßigkeiten verzichtet, wohl der richtige Ersatz, um etwas Gutes für sich und den Körper zu tun. 

Was tut Ihr für Eure Gesundheit in den nächsten Wochen?

Aronia-REDII-Gesundheit

Aronia – eine Beere für Eure Gesundheit

Mit dem neuen Jahr gibt es die vielen guten Vorsätze. Eine gute Gesundheit gehört meist dazu. Hier kann Euch eine kleine Beere, die Aronia, kräftig unterstützen. 

Ohne Gesundheit läuft nichts. Wenn wir nicht fit sind, können wir unseren Aufgaben nicht gerecht werden. 

Nun haben wir eine vollen Tag, zusätzliches leisten, um gesund zu bleiben, ist oft unrealistisch. Aber es gibt auch kleine Helfer. 

Etwa die Gesundheitsbeere Aronia. Einfach in den tägliche Speiseplan integriert und ihr habt einen Eurer guten Vorsätze (fast) schon umgesetzt. 

Aber bevor ich Euch die kleine Superbeere vorstelle, geht es erstmal zu EU-Parlament. 

Gestern, am 17.01.2018, hat das EU-Parlament die Neufassung der Erneuerbaren-Energien-Richtline (Renewable Energy Directive – RED II) beschlossen.

Der Anteil der erneuerbaren Energien bei der Stromversorgung soll zukünftig deutlich steigern.

So sollen im Jahr 2030 mindestens 30 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Ressourcen stammen.

RED II – Palmöl wird verboten

Mit RED II verfolgt die EU ambitionierte Ziele. In 2030 sollen die Treibhausgas-Emissionen, im Vergleich zu 1990, um mindestens 40 Prozent reduziert werden.

Die wirtschaftliche Ausrichtung in Ländern wie Indonesien oder Malaysia wird sich wohl an neue Marktbedingungen anpassen müssen. Die Länder zählen zu den wichtigsten Exporteueren von Palmöl.

Aufgrund der großen Umweltschäden, die durch die Erzeugung von Palmöl entstehen, wird jedoch die Beimischung von Palmöl bei Treibstoffen ab 2021 verboten sein.

Im Verkehrssektor soll in 2030 der Anteil der Erneuerbaren Energien mindestens 12 Prozent betragen.

Von den 12 Prozent dürfen jedoch nur maximal 2 Prozent aus Biomassen wie Biodiesel oder Bioethanol stammen. Die restlichen 10 Prozent müssen Biokraftstoffe sein, die aus Rest- und Abfallstoffen erzeugt werden.

Aber, in der heutigen Zeit, jagt auch eine Weiterentwicklung die nächste. In 2030 wird vieles möglich sein, von dem wir heute noch träumen.

„Der Beitrag von nur zwei Prozent bei konventionellen Biokraftstoffen würde eine starke Verringerung des Absatzes bedeuten. Damit reduziert das Parlament völlig unnötig den Beitrag, den Biokraftstoffe zur Dekarbonisierung im Verkehr leisten können“, meint Elmar Baumann, Geschäftsführer Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB)

Generell wird die Neufassung der Erneuerbaren-Energien-Richtline Diskussionen auslösen.

Derzeit bilden konventionelle Biokraftstoffe mit einem Anteil von rund 90 Prozent der erneuerbaren Energien im Verkehrswesen den mit Abstand größten Anteil dar.

Die Förderung für diese Form der Energiegewinnung einzustellen und im Gegenzug hierfür auf noch nicht entwickelte oder unerprobte Alternativen zu setzen, ist definitiv ein riskantes Unterfangen.

(Quellen: Börse Online, Europäische Kommission,

Die Richtlinie wie die Richtlinie unser Leben beeinflussen wird, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen.

Insbesondere auf dem Gebieten Technologie und Energie zeigen sich die weitreichenden Folgen von Veränderungen in unserem Alltag.

Neue Technologien führen zu neuen Essgewohnheiten

Wir stehen nicht mehr mit dem Spaten auf dem Feld, leisten über Stunden körperliche Höchstarbeiten.

Maschinen haben uns dies abgenommen. Jeder denkt jetzt wohl an seine maschinellen Kraftpakete, die auf dem Hof stehen.

Pure Kraft ist mit ausgefeilter Technologie vereint. Anpacken müssen wir Landwirte zwar noch immer.

Aber statt körperliche Leistung zu bringen, waren im letzten Jahrhundert Fähigkeiten wie mechanisches Wissen bereits wichtiger. Körperlich Stärke kann durch die Maschinen ausgetauscht werden.

Instandsetzung, Wartung, Reparatur, … erfordert weniger körperliche Arbeit als einen Kopf zum Mitdenken.

Jetzt, im 21. Jahrhundert, Ihr habt es auf der letzten Agritechnica gesehen, läuft ohne Software  nichts mehr.

Im Zweifel kann nicht mal mehr eine mechanische Reparatur erfolgen, weil die Software das Problem ist. Sie ein Upgrade benötigt oder ähnliches.

Landwirtschaft ist definitiv Kopfarbeit.

Dies erfordert auch eine Umstellung an die Ernährung. Vor hunderten vor Jahren war deftige Hausmannskost notwendig, um den landwirtschaftlichen Alltag meistern zu können.

Es war körperliche Arbeit, die Unmengen an Kalorien benötigte.

Heute arbeiten wir mit dem Kopf und, in Relation gesetzt, wenig körperlich.

Essentrends, die wir wohl, so ganz klichehaft eher gestressten Großstädtern zuordnen, sind aber durchaus auch was für den Landwirt der Zukunft.

Sogenannte Superfoods sind ein Turbogang für unsere Gesundheit und eine Superpower für unser Gehirn.

Aronia – Wunderbeere mit großer Wirkung

Heute möchte ich Euch die Gesundheitsbeere Aronia vorstellen.

Voller Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente versorgt Sie unseren Körper mit wichtigen Stoffen, uns helfen, im Alltag Höchstleistungen zu vollbringen.

Aronia wird auf gut deutsch auch „Apfelbeere“ genannt und stammt ursprünglich aus dem östlichen Nordamerika.

Die Früchte sind erbsengroß, schwarz und häufig wachsartig überzogen. In Ländern wie Polen oder Russland gilt die Aronia gar als Heilpflanze.

Denn nicht nur enthalten die Beeren eine antioxidative Superpower. Sie ist voll mit

  • Vitamin A, B (komplette Gruppe), C, E, K
  • Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium, Zink
  • Flavonoide und Anthocyane

Insbesondere der überdurchschnittlich hohe Anteil von Flavonoiden und Anthocyane wirken jeden wie eine Verjüngerungskur im Körper.

Flavonoide schützen in den Früchten vor Fressfeinden. Im menschlichen Körper unterstützen sie die Gesundheit mit ihrer

  • antiviralen
  • antimikrobiellen
  • antikanzerogenden und
  • antiallergischen Wirkung.

Anthocyane sind eine Untergruppe der Flavonoide. Sie geben der Frucht nicht nur ihre tolle Farbe.

Sie können die Thrombozytenbildung verringern, einen positiven Einfluß auf das Sehvermögen ausüben. Die Wirkungen von Vitaminen (antioxidative Vitamine  A, C und E) kann deutlich verstärkt werden.

Aronia als Radikalenkiller

Quelle: Detlef Jochmann

In Deutschland wird Aronia vor allem in Bayern, Brandenburg und Sachen angebaut. Die drei Bundesländer vereinten 2016 86 Prozent der deutschen Erntemenge an Aronia.

Um einen Größenvergleich zu haben: im Jahr 2015 wurden 470 Tonnen Aronia geerntet.

(Quellen: Statistisches Bundesamt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Biothemen)

Wie sieht Dein Speiseplan aus? Haben Früchte mit Superpower, wie etwa Aronia, darin Platz?

Superfood-Lebensmittel-Landwirtschaft

Superfood: Was ist so super an Superfoods?

Der Begriff ist in aller Munde: Superfood. Aber wer weiß wirklich was Superfoods sind?

Superfoods – Gesundheit und Vitalität im Übermaß, der Jungbrunnen für Trendsetter, etwas für den gefüllteren Geldbeutel.

Diesen Eindruck bekommt man, wenn man sich die Supermarktregale, Verpackungen oder gar Preise in den Abteilungen anschaut, die Lebensmittel enthalten, die irgendwie anders sein sollen.

Wie das „Super“ in „Superman“ verspricht das „Super“ in „Superfoods“ besondere Kräfte zu enthalten.

Aber bevor Ihr Euch Gemüse im Spandexanzug mit Umhang vorstellt, das das Böse der Welt bekämpft, lasst uns noch auf eine Meldung dieser Woche kucken, die an anderer Stelle für dringend benötigte Hilfe sorgen kann:

Provisorische Güllelager als Notfalllösung

Viele Landwirte in Schleswig-Holstein hat das Wetter der letzten Monate wahrlich verzweifeln lassen. Die Felder sind seit Monaten völlig durchnässt und unbefahrbar.

Die Ausbringung der Gülle wurde zu einem Vorhaben, das einfach nicht umgesetzt werden. Auf den matschigen Böden würden die schweren Geräte einfach nur versinken und steckenbleiben.

Nicht nur, stellt dies eine hohe Belastung für die Landwirte dar. Auch die Umwelt ist durch überlaufende Güllebehälter gefährdet.

Und ein Ende der Lage ist nicht in Sicht. Neben den Wetterbedingungen tragen auch die aktuellen Sperrfristen für die Düngeausbringung zu einer Zuspitzung der Lage bei, denn:

Wohin mit der Gülle?

In Schleswig-Holstein haben die anhaltenden Niederschläge eine akute Notsituation herbeigeführt, für die das Umweltministerium in Kiel mit einer Notlösung für Entspannung sorgen will.

In den kommenden Monaten ist es den Landwirten erlaubt, provisorische Lagerbecken für Gülle zu errichten.

Diese unterliegen strengen Auflagen, bei denen insbesondere der Schutz des Grundwasser und der Oberflächengewässer Priorität haben.

Laut Robert Habeck, Schleswig-Holsteins Umwelt- und Landwirtschaftsminister, wird mit den Notfallmaßnahmen lediglich die Folgen eines viel größeren Grundproblems bekämpft:

„Die intensive Tierhaltung stößt vor allem auf dem Geestrücken an Grenzen. Wir haben dort zu viel Gülle und Gärrückstände auf zu wenig Fläche. Wir brauchen dringend eine Strategie, die Landwirten gutes Einkommen sichert, ohne auf immer mehr Tiere und immer mehr Leistung zu setzen.“

Neben dem Bau der Notfallbehälter, wird zudem nach vorhandenen, nicht ausgelasteten Kapazitäten gesucht. Hier kommen etwa leerstehende Lagerbehalter auf ehemaligen Landwirtschaften oder die Lagerung in anderen Bundesländern, etwa in Erdbecken in Brandenburg in Betracht.

(Quelle: NDR.de, AgE, Euwid Wasser und Abwasser)

Von Gülle zu Superfoods mag es jetzt ein großer Sprung sein, oder auch nicht, denn bei spielen Nährstoffen im Boden eine Rolle.

Vielfach wird angeprangert, dass aufgrund der ausgelaugten Böden viele Lebensmittel und Speisen kaum noch Nährstoffe und Vitamine enthalten.

Superfoods sollen als wahre Nährstoffbomben propagiert das Defizit ausgleichen können.

Superfood – alles super oder was?

In der Europäischen Union ist der Begriff „Superfoods“ auf Verpackungen verbannt, es sei denn, die Behauptung, dass es sich um Superfood handelt, kann wissenschaftlich belegt werden.

In den USA hingegen gibt es keine Regulierung oder rechtliche Festlegung, was ein Superfood eigentlich ist.

Mit anderen Worten: Superfood kann alles oder nichts sein.

Das Wort, was heute in aller Mund ist, wurde von Steven Pratt MD, erfunden. Er hat es als Titel für sein in 2004 veröffentlichtes Buch gewählt.

In diesem beansprucht er für sich, die wichtigsten nährstoffreichen Lebensmittel ausfindig gemacht zu haben, die bedeutend für den Erhalt einer optimalen Gesundheit sind.

Sein Fokus lag vor allem auf Nährstoffe, die das Leben verlängern können. Man könnte sagen, den Begriff „Superfoods“ zu kreieren, war ein guter Marketingschachzug. Der noch immer funktioniert.

Zumeist verbinden wir Superfoods mit exotischen Lebensmitteln wie Quinoa, Gojibeere, Amaranth, Avocado, Chiasamen, …

Aber dabei hat auch die heimische Natur viel zu bieten: Holunderbeere, Leinsamen, Brennessel, Johannisbeere bis hin zum Grünkohl, um nur einige zu nennen.

Sie sind nicht nur wesentlich günstiger, sondern ebenso nährstoff- und vitaminreich. Und ebenso vielfältig in der Küche einzusetzen.

Heimisches vs. exotisches Superfood

Quelle: Galileo

Ihr seht, auch heimische Superfoods müssen nicht langweilig sind und haben auch für den kleineren Geldbeutel viel zu bieten. 

Es muss nicht die bisher unentdeckte Beere eines weit entfernten Naturvolkes sein, die wir verzerren müssen, um unserer Gesundheit zur erhalten, zurückzuerobern oder ähnliches. 

Wie bei allem lohnt es sich auch, zu hinterfragen und den Kontext zu sehen: Wie hilfreich ist der zusätzliche Verzerr von Gojibeeren, wenn ich täglich einen Schokoriegel, Kekse oder ähnliches esse? 

„Zuckerreiche Müslis oder Milchprodukte werden mit ein paar Acaí-Beeren nicht gesünder“, so Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE)

Meistens hat das, was man nicht isst, eine wesentlich größere Wirkung auf die eigene Gesundheit als das, was man zusätzlich isst.

Wie steht es mit Euch: auf welche Nahrungsmittel setzt Ihr, wenn es um Eure Gesundheit geht?