Erkenntnisse und Fehler von Facebook

Erkenntnisse und Fehler – was ich von Facebook & Co. gelernt habe

Facebook, WhatsApp, Instagram, Messenger – alles ein Unternehmen. Ein Goliath, der vor wenigen Jahren keine Bedeutung hatte. Ein Gigant, welcher seinen Ursprung in einem Studentenwohnheim hat. Ein Netzwerk, das mehr über uns weiss als wir es zugeben.

Im September 2012 startete ich meine Reise auf Facebook. Parallel dazu engagierte ich mich auch auf Twitter, Pinterest und Xing. Damals wusste keiner so richtig was aus diesen sozialen Netzwerken einst werden wird. Wir ahnten, dass sie wichtig sind. Von amerikanischen Internetmarketinggurus hies es „go social“ — also bin ich dann auch „social“ gegangen.

Heute, blicke ich zurück und freue mich, dass ich rechtzeitig eingestiegen bin. Es hat mir geholfen, mein Agrarbetrieb bekannt zu machen. Ich habe neue Freundschaften geschlossen. Die Presse hat unzählige Male über meinen Betrieb und mich berichtet. Und letztes Jahr wurde ich sogar nach Berlin auf die Internationale Grüne Woche (IGW) zu einer Podiumsdiskussion eingeladen.

Fakt ist, dass Facebook und Co. mir bei der Vermarktung geholfen haben. Sogar sehr.

Ich schreibe sehr gerne Blogs und berichte über interessante und innovative Themen aus unserer Branche, aber ohne die jeweiligen sozialen Netzwerke hätten meine Artikel viele von Euch nicht erreicht.

Ich habe schon des Öfteren über die Vorteile und Besonderheiten der jeweiligen Social Media Netzwerke hier auf Agrarbetrieb berichtet. Ich habe mit Euch geteilt, wie ich diese Medien einsetze, um u.a. auch eine Community von Gleichgesinnten aufzubauen. Viele Landwirte nutzen diese Plattformen im täglichen Leben, um mit Familie, Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben; die Wenigsten von Ihnen, nutzen jedoch diese fantastischen Marketingkanäle, um Ihr Betrieb voranzubringen.

Facebook, folgendes hätte ich anders machen sollen…

Rückblickend habe ich vieles richtig gemacht, anderes wiederum nicht so ganz.

Seit 2012 habe ich sehr vieles ausprobiert und gelernt. Ich habe Blogs verteilt, Fotos und Videos hochgeladen, sowie ein paar Facebook-Werbungen geschaltet. Instagram ist fester Bestandteil des Marketingportfolios geworden; auf Messenger erreichen mich Kunden und Interessenten weltweit; WhatsApp nutze ich um mit anderen Teammitgliedern zu kommunizieren.

Einer Sache habe ich jedoch wenig Aufmerksamkeit geschenkt: der Werbung.

Jawohl, ich hätte mehr Facebook-Werbung schalten sollen.

Werbung auf Facebook schalten ist immer noch günstig. Viel günstiger als auf Google. Wesentlich günstiger als eine Radio- oder TV-Kampagne. Hinzu kommt, dass man alle Ergebnisse in Echtzeit sieht und mit nur wenigen Klicks schnell reagieren und Anpassungen vornehmen kann.

Und was hätte ich promoten sollen? Ein Stück Land? Getreide oder sonstiges aus der Produktpalette?

Nichts von alle dem.

Ich hätte schon viel früher Werbung für meine Blogs schalten sollen.

Quelle: Unternehmerkanal, YouTube

Die wichtigsten Erkenntnisse

Wer sein Business zu 100% auf den sozialen Netzwerken aufbaut, der läuft Gefahr eines Tages ohne irgend etwas dazustehen.

Facebook, Twitter und Co. sind vermietetes Land. Es sind Fremdterritorien. Sie gehören uns nicht und werden es auch nie tun. Wer davon nicht überzeugt ist, dem empfehle ich meinen Artikel:

Wer sein Geschäft auf vermietetes Social Media Land baut

Facebook und Co. sind Netzwerke, Plattformen, Distributionkanäle und sollten auch als solche effektiv eingesetzt werden. Sie sind sehr mächtig und verfügen über tolle Kräfte – jawohl, sie können uns schnell voranbringen und genauso schnell auch in die Knie zwingen.

Deshalb empfehle ich immer die Regeln der jeweiligen Plattform zu kennen und einzuhalten.

Wenn Ihr eine Facebook-Page erstellt und diese für unternehmerische Zwecke nutzt, dann rate ich Euch alles direkt in Business Manager anzulegen. Facebook kann die Page dann von Anfang an richtig zuordnen und Ihr werdet weniger Probleme haben in der Zukunft.

Achtet auf die unterschiedlichen Verhaltensweisen.

Nutzer die auf Facebook sind erwarten ein anderes Erlebnis als Nutzer die sich durch Instagram Stories durchnavigieren. Jede Plattform hat seine eigenen Formate und Eigenheiten. Es lohnt sich diese zu beachten. Das Gießkannenprinzip ist zwar weniger zeitintensiv aber gleichzeitig auch deutlich ineffektiver.

Die Zukunft von Social Media

Wie werden Facebook, Instagram und Co. in fünf bis zehn Jahren aussehen? Wird alles nur noch virtuell ablaufen? Wird es diese sozialen Netzwerke überhaupt noch geben oder werden andere entstehen?

Die Antworten auf diese Fragen kennen, wenn überhaupt nur die obersten Bosse der jeweiligen Konzerne.

Was wir in der letzten Dekade erlebt haben ist eine wahre Tech-Invasion unseres Lebens. Google, Amazon, Tesla, Apple, Facebook – alles Namen, die vor zehn oder zwanzig Jahren noch gar nicht existierten. Sie haben alteingesessene Firmen wie General Motors oder Coca-Cola gänzlich die Show gestohlen. Das was die Letzteren in 100+ Jahren aufgebaut haben, schafften die Tech-Neulinge in weniger als einer Dekade.

Wenn das so weitergeht – und davon gehe ich aus, dann wird unsere Welt in der Zukunft ganz anders aussehen.

Mal schnell über die Flitterwochen zum Mars – kein Problem.

Ein Paket mit einem neu erschienenen Buch auf den Mond versenden – mit Amazon, kein Thema.

Werbung in virtueller Realität schalten, den Betrieb ausschließlich mit Robotern und Drohnen betreiben, mit wenigen Klicks Gedanken übertragen – wohl alles keine grosse Sache, wenn wir den Voraussagen vieler Experten und Forscher glauben.

Wahr oder unwahr, verrückt oder nicht – wir werden sehen. Wir werden es höchstwahrscheinlich noch alle erleben.

Wie nutzt Ihr Facebook? Ausschließlich privat oder auch für unternehmerische Zwecke?

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