Kartoffelernte 2014 Bild von anankkml via FreeDigitalPhotos.net

Kartoffelernte 2014: Erträge Top, Preise Flop

Rekorderträge bei der Kartoffelernte 2014: Mit knapp 11,5 Mio. Tonnen geernteten Kartoffeln liegen die diesjährigen Erntemengen mit 18,8% über dem schwachen Vorjahresergebnis. Die Preise sind hingegen im Keller.

Millionen Besucher strömen zur Zeit auf die Wiesn zum Oktoberfest und zelebrieren mit dem Maßkrug in der Hand „den Hopfen“. Die wenigsten wissen jedoch um den täglichen Kampf der deutschen Hopfenbauern.

Bis 2013 galt Deutschland als weltweit größter Hopfenerzeuger. Die bundesweit ungünstigen Witterungsverhältnisse drängten uns allerdings auf den zweiten Platz. So produzierte USA mehr Hopfen als wir und übernahm die Pole-Position in der Königsklasse.

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Zurück zur Kartoffelernte

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hat letzte Woche die neuesten Daten zur Kartoffelernte 2014 veröffentlicht. Die deutschen Landwirte freuen sich über Rekorderträge von knapp 11,5 Millionen Tonnen Kartoffeln. Damit wurde das letztjährige Ergebnis um 18,8% und der mehrjährige Durchschnitt um 5,4% übertroffen.

Die Anbauflächen wurden gegenüber 2013 um 0,9% auf rund 245.000 Hektar ausgedehnt. Auf 42% der Gesamtanbaufläche wurden Speisekartoffeln angebaut – das entspricht rund 102.500 Hektar.

Kartoffelernte 2014 mit Claas und Massey Ferguson

Witterung verhalf deutschen Kartoffelbauern

Die guten Witterungsbedingungen ermöglichten in vielen Regionen einen frühen Pflanzungsbeginn bereits im März. Von dem Monat Mai profitierten die Kartoffelpflanzen besonders stark. Es folgte ein durchwachsender Sommer mit vielelorts ungewöhnlich hohen Niederschlägen. Umso bemerkenswerter ist das Endergebnis:

Die Hektarerträge sind im Bundesdurchschnitt mit knapp 469 Dezitonnen um 17,7 Prozent höher als im Vorjahr ausgefallen und erreichen damit eine neue Höchstmarke. Der mehrjährige Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2013 (430,7 Dezitonnen) wird um 8,8 Prozent überschritten. Alle Länder verzeichneten höhere Hektarerträge als im Vorjahr. Besonders deutlich fielen die Ertragssteigerungen im Vergleich zum Vorjahr in Sachsen, Thüringen, Bayern und in Sachsen-Anhalt aus. [BMEL Pressemitteilung vom 25.09.2014]

Anbauflächen und Erträge in den jeweiligen Bundesländern

Niedersachen hat mit 105.400 Hektar weiterhin die größte Kartoffelanbaufläche, gefolgt von Bayern mit 40.900 Hektar und Nordrhein-Westfalen mit 31.200 Hektar.

Das Ertrags-Ranking sieht wie folgt aus:

Platz 1: Niedersachen – 5,11 Mio. Tonnen Kartoffeln geerntet (entspricht 44,5% der deutschen Kartoffelernte)

Platz 2: Bayern – 1,81 Mio. Tonnen Kartoffeln geerntet

Platz 3: Nordrhein-Westfalen – 1,58 Mio. Tonnen Kartoffeln geerntet

Durchschnittliche Kartoffelernte in Bayern

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilte, wurden in Bayern die bisher geringste Kartoffelanbaufläche registriert. Gegenüber 2013 hat sich die Ackerfläche um knapp 6% bzw. fast 2.600 Hektar auf 40.900 Hektar verringert. Innerhalb von 10 Jahren ist die mit Kartoffeln bestellte Ackerfläche um 21% bzw. fast 11.000 Hektar zurück gegangen.

Trotz der hohen Erträge von gut 441 Dezitonnen je Hektar fällt die Kartoffelernte in Bayern dieses Jahr nur durchschnittlich aus. Es wird mit 1,81 Mio. Tonnen gerechnet. Das sind rund 28% mehr als in 2013 – das Jahr mit der niedrigsten Ernte (1,41 Mio. Tonnen). Der erwartete Ertrag reicht gerade aus, um die Verminderung der Anbaufläche auszugleichen.

Kartoffelpreise sind im Keller

Die Erzeuger- und Verbraucherpreise für Speisekartoffeln sind im Keller. Die Erzeugerpreise für festkochende Kartoffeln liegen bei 7 EUR je Dezitonne. Die Verbraucherpreise fallen teilweise bis zu 30% geringer aus als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, so die aktuelle Meldung des BMEL.

Wie sieht es bei Ihnen aus?

Sind Sie mit der diesjährigen Kartoffelernte zufrieden? Wie kämpfen Sie gegen die fallenden Preisen an?

 

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