PV-Anlagen bei Agrarbetrieb Photovoltaik

Ab 2016: 10 PV-Anlagen auf Ackerflächen erlaubt

Das Bundeskabinett hat vor zwei Monaten die „Verordnung zur Einführung von Ausschreibungen für die finanzielle Förderung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen“ verabschiedet. Nach der Verordnung dürfen ab 2016 bis zu 10 PV-Anlagen auf Ackerflächen mit je 10 MW in benachteiligten Gebieten errichtet werden.

Bevor wir auf die anstehenden Änderungen eingehen, lassen Sie doch einen schnellen Blick auf folgende Werbung von ET SolarPower GmbH werfen. Günther ist stolzer Besitzer einer PV-Anlage und dann passiert folgendes …

Fokus auf Erneuerbare Energien: Änderungen im Bereich PV-Anlagen

Wir stehen vor folgender Herausforderung:

  • Bis 2025 soll der Anteil erneuerbarer Energien an der deutschen Stromversorgung auf 40-45% steigen.
  • Bis 2035 soll ein Anteil von 55-60% erzielt werden.

Vor diesem Hintergrund, erfolgt die gesetzliche Festlegung der Förderhöhe für jede Technologie. Zwar schafft diese Vorgehensweise eine hohe Planungs- und Investitionssicherheit, es kann jedoch auch zu Über- bzw. Unterförderungen führen.

PV-Anlagen spielen bei dieser Umstrukturierung eine wichtige Rolle und deshalb sollen in den kommenden drei Jahren PV-Freiflächenanlagen mit einer Spitzenleistung von 1,2 Gigawatt neu errichtet und von der Bundesnetzagentur per Auktionsverfahren ausgeschrieben werden.

Kosteneffizienz und Wettbewerbsneutralität so die Erwartungen der Politik. Wer Sonnenstrom zum jeweils günstigsten Preis liefern kann, hat die Nase vorn.

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Wichtige Änderungen im Überblick

  • Ab 2016 dürfen bis zu 10 PV-Anlagen mit einer maximalen Leistung von 10 MW auf Ackerflächen in benachteiligten Gebieten erreichtet werden.
  • Dies gilt auch für Flächen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA).
  • Die Verordnung trat laut Bundeswirtschaftsministerium im Februar 2015 mit der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft. Die Zustimmung von Bundesrat oder Bundestag war nicht erforderlich.

Für das laufende Jahr gilt, dass PV-Anlagen in einem Streifen von maximal 110 m entlang von Autobahnen und Schienenwegen sowie auf Konversionsflächen und versiegelten Flächen errichtet werden dürfen. Für landwirtschaftliche Flächen hat die oben aufgeführte Bestimmung keine Gültigkeit.

Ausschreibungen und Projektgröße

Ausschreibungen werden jährlich auf insgesamt drei Stück begrenzt. Die erste Ausschreibung startet in wenigen Tagen, am 15. April mit einem Volumen von 150 MW. Das Ausschreibungsvolumen für 2015 beträgt 500 MW (ca. 1.000 ha Flächenbedarf).

Die maximale Gebotsgröße liegt laut EEG bei 10 MW; die minimale Gebotsgröße hingegen bei 100 kW.

Die neue Verordnung hat nicht nur Freunde…

Die neue Verordnung stößte auf Kritik insb. seitens des Deutschen Bauernverbands (DBV).

Der Verband fordert den Ausbau von PV-Anlagen auf versiegelte Flächen, Konversions- und Dachflächen zu beschränken und bezeichnet die Neuregelung als „völlig falsches Signal“. Die aktuelle Entscheidung widerspreche dem Ziel, den Flächenverbrauch zu reduzieren, so die Meinung des DBV.

Es bleibt spannend

Die hohe Prozentzahl welche die Bundesregierung anstrebt ist nicht ohne. In zehn Jahren sollen regenerative Energieträger bereits 40% der deutschen Stromversorgung generieren. Ist das wirklich zu schaffen? Geht das überhaupt ohne dabei Ackerflächen zu „opfern“?

Studien belegen, dass PV-Anlagen dreimal mehr Gewinn einbringen als Windkraftanlagen, obwohl sie weniger Strom erzeugen. Der Süden der Republik dominiert die Photovoltaiklandschaft. Im Norden hingegen, treffen wir auf Windkraftanlagen.

Auf welche regenerative Energieträger setzen Sie? Wind-, Wasser- oder PV-Anlagen?

 

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