Roboter-KI-Landwirtschaft

Selbstdenkende Roboter in der Landwirtschaft

Künstliche Intelligenz revolutioniert die Landwirtschaft weltweit. Roboter scheinen den Menschen in einigen Gebieten überlegen zu sein. 

Lasst uns heute einen Blick auf die Weltkarte werfen. Landwirtschaft gibt es, klar, überall auf der Erde.

Die Natur ist unglaublich vielfältig. Die Landschaften erfordern entsprechend unterschiedliche Vorgehensweisen in der Bearbeitung.

Landwirtschaft in den USA ähnelt beispielsweise nicht wie in Japan Lebensmittel produziert werden.

Wer einmal über die USA geflogen ist und die riesigen, doch einheitlichen Felder, gesehen hat, weiß, dass dies nicht mit den kleinstrukturierten Feldern auf der japanischen Insel vergleichbar ist.

Und dennoch, ob im großen oder kleinen Stil, Künstliche Intelligenz erlaubt scheinbar für jedes Spektrum eine Produktion, die nicht nur die Kosten sinken, sondern auch die Qualität steigern kann.

Individuelle Lösungen dank Roboter

In den letzten Jahrzehnten gab es bei landwirtschaftlichen Maschinen wohl die bekannten Marktführer.

Sie haben die technischen Standards gesetzt, mit denen wir unsere Felder bewirtschaften.

Schaut man sich aber die Entwicklung der letzten Jahre an, zeigt sich, dass es auch hier einen Trendwende gibt.

Intelligente Systeme werden gerade auch von Start-Ups entwickelt. Roboter, so scheint es, können auch im kleinen Stil für sehr individuelle Lösungen entwickelt werden.

Gerade vor dem Kostenhintergrund ist spielt dies eine wesentliche Rolle.

Eine landwirtschaftliche Produktion wie sie bspw. in den USA betrieben wird, erlaubt den Einsatz von teueren Maschinen.

Über die Quantität, welche sich auf den großen Flächen produzieren lässt, können diese refinanziert werden.

Landwirtschaftliche Unternehmen in Asien sind zumeist kleinflächig, oft von Familien, geführte Betriebe.

Teure Investitionen in hochspezialisierte, effiziente Maschinen können nicht finanziert werden.

Wie es denoch geht, zeigt uns Makoto Koike, ein japanischer Landwirt, der mit einem selbstkreierten Roboter die Landwirtschaft seiner Eltern revolutionierte. 

(Quelle: ai.business, The NewYorker)

Selbstentwickelter Roboter zum Sortieren von Gurken

Bevor Makoto Koike das Stadtleben hinter sich ließ, um seine Eltern in der Landwirtschaft zu unterstützen, arbeitete er als Ingenieur bei einem Automobilhersteller.

Hier schrieb er Systemsoftware für Autos. Seine Familie hat bereits seit 50 Jahren Gurken angebaut.

In drei Gewächshäusern werden die Gurken das ganze Jahr über angebaut. Wer sich mit der japanischen Kultur ein bisschen auskennt, der weiß, wieviel Wert auf Qualität gelegt wird.

Das Streben nach Perfektionismus ist tief verankert. Der mit Abstand wichtigste Prozeß in der Gurkenproduktion wurde von Koikes Mutter ausgeführt: das Sortieren der Gurken.

Die Gurken werden in neun verschiedene Kategorien sortiert: jede Gurke wurde einzeln von Hand von der Mutter nach ihren Merkmalen in verschiedenen Eimer sortiert.

Eine sehr zeitaufwendige, und dennoch wichtige Aufgabe, denn die geraden Gurken mit einheitlicher Dicke können zum doppelten Preis verkauft werden, als die weniger perfekten Exemplare.

Nachdem Koike den Prozess des Sortierens selbst erlernt hat, setzte er sich daran, einen Roboter zu entwickeln, der die Gurken automatisch erkennen kann und sortieren kann.

Künstliche Intelligenz: Selbstdenkender Roboter sortiert Gurken

Quelle: Kazunori Sato

Hierfür setzte er sich in drei Monaten daran, über 7000 Bilder von Gurken aufzunehmen und zu kategorisieren.

Und ja, sicherlich, sein Hintergrund als Ingenieur ermöglichte ihm das Schreiben eine Algorithmus für seinen Roboter.

Künstliche Intelligenz übernimmt komplexe Aufgaben

Faszinierend ist jedoch: die zugrundeliegende Technologie ist freizugängliches OpenSource-Material von Google.

Inspiriert wurde Koike von Artikel, die er über AlphaGo gelesen hat. Dies ist ein selbstlernendes Computerprogramm.

Das erste, das einen menschlichen Meister in dem Spiel „Go“ geschlagen hat. Entwickelt bei GoogleDeepMind lernt die Software quasi ähnlich, wie ein menschliches Gehirn es tut.

Es simuliert quasi Zusammenarbeit von neuronalen Netzwerken, die quasi die – bisher – unübertroffene menschliche Intelligenz hervorbringt.

Dieser Algorithmus findet sich beispielsweise auch in Facebooks Gesichtserkennung und in der Spracherkennung von Amazons Alexa.

Koike ist damit eine Beispiel, dass die Grenzen des Möglichkeiten sich auflösen, für die, die mit der technologischen Entwicklung mithalten können.

Der Knackpunkt im Revolutionieren des Familienbetriebes lag nicht im Kapital. Auch nicht im Zugang zum Wissen.

Dies wären sicherlich noch vor einigen Jahren K.O.-Kriterien gewesen.

Aber namenhafte Tech-Unternehmen haben ihre Technologien und Systeme freizugänglich gemacht.

Es ist quasi jedem möglich, sich seinen selbstlernenden Roboter zu entwickeln. Künstliche Intelligenz ist kein mysteriöses Konstrukt für wenige Ausgewählte.

Koikes Algorithmus kann einfach auf anderes Gemüse eingesetzt werden und somit anderen Landwirten in Japan eine Lebensmittelproduktion mit Robotern ermöglichen.

Wird künstliche Intelligenz uns Menschen in der Landwirtschaft ablösen? 

Wenn Roboter Arbeiten übernehmen können, die bisher aufgrund Ihrer Komplexität nur von Menschen übernommen werden konnten und 

diese auch noch kostengünstiger ausführen können, werden dann langfristig noch Menschen in der Landwirtschaft benötigt werden?

Stephen Hawking warnte uns vor künstlicher Intelligenz, vor selbstdenkenden Maschinen, die quasi uns Menschen übergehen könnten. 

Wie seht Ihr die Entwicklungen auf dem Gebiet: wird Landwirtschaft zukünftig eigenständig von Robotern durchgeführt?

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert