Solaranlagen kosteneffizient ertragsstark

Solaranlagen: kosteneffizient, ertragsstark und flexibel

Auf den Mix kommt es an… Kluges ’statement‘ und trotzdem wissen wir, dass Solaranlagen in punkto Kosteneffizienz, die Nase vorne haben. Und damit das Ganze schön kreativ bleibt, bietet ein Unternehmen aus Ludwigshafen sogar veganes Strom an. Dieser stammt zu 100% aus Solarenergie.

Ja, die gute alte Klimakonferenz und die vielen Gespräche zur weltweiten Drosselung des CO2-Ausstoßes nehmen kein Ende. Kein Wunder daher, dass der Markt für erneuerbare Energien boomt und damit auch der Handel mit Solaranlagen.

Die Schattenseite:

Zur Zeit laufen Ermittlungen gegen ein Nürnberger Unternehmen wegen Solarimport-Betrug.

Gleichzeitig stehen auch Betreiber von Solarparks im Visier der Zollfahnder. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie bei der Einfuhr von Solarmodulen aus China, die Antidumping- und Ausgleichszölle der EU nicht gezahlt hätten.

Die Nürnberger Firma hätte Berichten zufolge mehr als 30 Mio. EUR hinterzogen haben.

Quelle: Welt

Veganer Strom aus Solaranlagen: Was steckt dahinter?

Es gibt kaum ein Begriff bzw. Konzept was stärker polarisiert als „vegan“.

Den einen sträuben sich die Haare vor Wut, die anderen wiederum, können sich vor Begeisterung kaum noch vernünftig artikulieren. Vegan hat die Massen erreicht und Zeuge dafür sind die vielfältigen Angebote in den jeweiligen Handelsketten. Egal ob Food oder Elektronik, Vegan ist eine Lebensweise.

Nun gibt es auch veganes Strom. Die Gründer von Vegawatt sind von ihrem Konzept absolut begeistert. Die Verbraucherzentrale… weniger.

Quelle: vegawatt, YouTube

Veganes Strom – was ist denn das überhaupt?

Der vegane Strom stammt zu 100% aus Solarenergie.

Vegan, weil der Solarstrom frei von Vogelschlag (Windkraftwerke) und Fischverlusten (Wasserkraftwerke) ist.

Es gibt auch veganes Gas. Dieses besteht zu 100% aus Biogas welches aus Zuckerrübenschnitzeln erzeugt und damit frei von tierischen Rohstoffen ist.

Verbraucherzentralen sind indes alles andere als überzeugt. Sie halten den Mix Solaranlage + Windkraftwerke + Wasserkraftwerke für unverzichtbar.

Nach Udo Sieverding’s Meinung (Energieexperte von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen) ist das Angebot von Vegawatt energiewirtschaftlich fraglich.

„Es ist ein wenig Augenwischerei“, sagt Sieverding. „Einige Kunden bekommen den schönen Solarstrom, doch Strom aus anderen Quellen wird ja dennoch benötigt. Den müssen dann andere Kunden nehmen.“

Folgendes spricht für Solaranlagen

Für ein Gelingen der Energiewende ist ein Mix der verschiedenen Technologien von großer Bedeutung.

Und doch bringt die Sonne gegenüber dem Wind einen nicht zu vernachlässigenden Vorteil:

die Einspeisevergütung.

So kommt es auch, dass in der letzten Ausschreibungsrunde der Bundesnetzagentur, ausschließlich Solaranlagen die Zuschläge bekommen haben. Die Gebote für Windkraftanlagen an Land waren zu hoch.

Die Agentur erteilte 32 Zuschläge für Gebote in einem Umfang von 210 MW. Eingegangen waren 54 Gebote mit einem Volumen von 395 MW (Ausschreibungsvolumen war doppelt überzeichnet!), davon 36 für Solaranlagen und 18 für Windenergieanlagen. Eindeutiger Gewinner: die Sonne.

Die nächsten Gebotstermine finden statt wie folgt:

  • 1. Mai 2018 für Windenergie am Land und
  • 1. Juni 2018 für Solaranlagen

Quelle: Bundesnetzagentur

Subventionen für Erneuerbare Energien bald ade?

Wenn es nach Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) geht, dann müssten Ökostrom-Produzenten bald ohne staatliche Unterstützung auskommen.

Auf einer interantionalen Energiekonferenz in Berlin äußerte sich Altmaier wie folgt:

„Ich gehe davon aus, dass die erneuerbaren Energien in absehbarer Zeit, das heißt in den nächsten vier bis fünf Jahren, ihre Wettbewerbsfähigkeit vollständig erreicht haben, und dass wir dann imstande sein werden, erneuerbare Energien ohne zusätzliche Subventionen zu finanzieren.“

Fakt ist, dass z.B. die Ausbaukosten von Windkraft an Land deutlich gesunken sind.

Fakt ist, dass inzwischen mehr als ein Drittel des deutschen Stroms von erneuerbaren Energieträgern stammt.

Wie lange noch das Ganze subventioniert wird, bleibt also abzuwarten.

Weltweite Solar-Megaprojekte

Während wir uns hierzulande mit Gebote und Subventionen die Köpfe ‚zerschlagen‘, denkt die restliche Welt in ganz anderen Dimensionen.

Beispiele:

==> In Indien entsteht das weltweit größte Solar-Wind-Hybridkraftwerk mit 160 MW auf 1,000 qm Fläche. Die indische Regierung hat sich damit große Ziele gesetzt. Die Anlage soll zukünftig 3 Gigawatt erwirtschaft. Bis zum Jahr 2022 sollen 10 GW durch Solaranlagen und 8 GW durch Windkraftanlagen erzielt werden.

==> Das Königreich Saudi-Arabien plant im Rahmen des umfassenden Wirtschaftsumbaus „Vision 2030“, die weltgrößte Solaranlage (ein Solarpark) mit einer Leistung von 7,2 Gigawatt. Dies entspricht etwa sieben Atomkraftwerken. Die Investitionen liegen bei 200 Mrd. US-Dollar. Das Mega-Projekt soll 100.000 Jobs in Saudi-Arabien schaffen.

==> In Ägypten ist vor Kürze der erste Teil einer Solaranlage eröffnet worden, die bis 2019 eine Leistung von 1,86 Gigawatt erreichen soll.

==> Die den Niederlanden plant die BayWa AG in das Solargeschäft einzusteigen. Für die Errichtung einer Pipeline mit rund 2 GW will die BayWa 70% der Anteile übernehmen. Die restlichen 30% bleiben bei der heimischen Unternehmensgruppe GroenLeven. Die Kartellbehörden müssen noch zustimmen.

Quellen: Bloomberg, Electrek, BayWa

Denken wir zu ‚klein‘ in Deutschland oder weshalb bleiben solche Megaprojekte — egal ob es sich dabei um Solaranlagen oder Windkraftwerke handelt, von uns fern?

2 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert