Soziale Medien der neue Megastar

Soziale Medien: Gibt es bald einen neuen Megastar?

Kriegt Facebook endlich einen „echten“ Rivalen in den kommenden Wochen? Könnte dieser Rivale kein geringerer sein als der aktuelle Inhaber von LinkedIn und Skype? TikTok hat bis Mitte September Zeit sich einen neuen Eigentümer zu suchen. Ob der glückliche Gewinner Microsoft sein wird, ist abzuwarten. Es geht um viel, sehr viel.

Politiker lieben die sozialen Medien, ob sie dies freiwillig zugeben oder nicht. Die einen bevorzugen Twitter während andere eher zu Facebook oder Instagram zugreifen. Soweit, so gut. Spätestens aber wenn sich ein Politiker in das Thema „wer kauft wen“ einmischt bzw. einen Anbieter verbieten will oder zum Verkauf zwingt, dann sollten wir alle wach gerüttelt werden.

Seit 10-15 Jahren florieren eine handvoll Technologie-Unternehmen aus Silicon Valley, die eine glorreiche Idee hatten: einfach mal eine Plattform aufsetzen, wo sich jeder kostenlos registrieren kann, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben, Fotos und Videos hochzuladen und zu teilen, kostenlos chatten und telefonieren und als Gegenleistung ein paar Werbungen serviert bekommen.

So zumindest der Verkaufspitch.

Heute wissen wir, dass nichts, absolut gar nichts auf dieser Welt kostenlos ist.

Dieser kostenlose ‚Schmankerl‘ hat enorme Schattenseiten.

Diese Firmen wissen alles über uns. Sie wissen was wir mögen und nicht mögen, welche politischen Ansichten wir haben, wo wir wohnen, mit wem wir befreundet sind, welchen Beruf wir ausüben, welche Hobbies und Interessen wir haben und viiiieles mehr. Mit anderen Worten, sie kennen uns besser als wir es zugeben und gern hätten.

Denn diese Tech-Giganten waren smart genug, um frühzeitig herauszufinden, dass DATEN (Kundendaten, Verhaltensdaten usw.) eins der wertvollsten Güter dieser Erde sein werden.

Die sozialen Medien waren geboren. Ein mächtiges Datennetzwerk was uns als soziales Netzwerk verkauft wurde. Ein cleveres und extrem durchdachtes Konzept. Das war kein Zufall. Da steckt viel zu viel Grips und Strategie dahinter. Wer das nicht glaubt, absolut kein Problem; der kann in Disneyland gerne weiterhin Karussell fahren.

Soziale Medien und ihre heutigen Hauptdarsteller

Mehr als 200 soziale Medien haben in den letzten knapp zwei Jahrzehnten, um unsere Aufmerksamkeit UND Daten gekämpft.

Das Spiel dominieren jedoch nur ein paar Wenige, deren Akteure wir in der Zwischenzeit aufgrund von Schlagzeilen wie z.B. Datenklau – etwas „dezenter“ ausgedrückt, Facebook und Cambridge Analytica Datenskandel (Quelle: New York Times) oder Google Datenverletzung im Zusammenhang mit Google+ aus 2018 (Quelle: Wikipedia, Experian), näher kennenlernen durften.

Nachdem wir Anfang letzten Jahres das soziale Netzwerk G+ von Google zur Beerdigung begleiten durften und ein paar Übernahmen für mehr „Übersichtlichkeit“ gesorgt haben, herrschte für ein paar Monate Ruhe. In diesem Geschäft geht es jedoch turbulent zu und längere Ruhepausen scheinen unerwünscht zu sein. Nun steht der nächste Sturm bevor.

Bevor wir auf die vom amtierenden US-amerikanischen Präsidenten Trump angekündigten Maßnahmen näher einzugehen, hier ein kurzer Überblick mit den Hauptdarstellern im Bereich soziale Medien:

  • Facebook-Gruppe (USA): Facebook, Instagram, WhatsApp, Messenger
  • Alphabet / Google (USA): YouTube
  • Twitter (USA)
  • Microsoft (USA): LinkedIn, Skype
  • Pinterest (USA)
  • Snap (USA)
  • ByteDance (China): TikTok

Was fällt Euch bei dieser Liste sofort auf?

BINGO.

Es gibt nur eine einzige Non-US Company UND obendrauf kommt diese auch noch aus China – ein großer Erzrivale der USA.

Geht es nach dem Wunsch des aktuellen US-Präsidenten, dann steht uns eine neue Übernahme bevor und damit ein potenzieller starker Gegenkandidat zu Facebook und Google – wenn sich z.B. Bill Gates‘ Microsoft diesen Deal rechtzeitig schnappt.

Die ganze Diskussion entstand vor dem Hintergrund des aktuellen Konflikts zwischen China und den USA. Dass ein chinesisches Unternehmen soviel Power in den USA hat, ist den Amerikanern ein Dorn im Auge. Medienberichten zufolge haben amerikanische Unternehmen bis zum 15. September Zeit etwas in Richtung TikTok zu unternehmen (z.B. kaufen), sonst droht ein Totalverbot in den USA. (Quellen: Microsoft, USA Today)

Kurzer Reminder bzgl. TikTok: das Netzwerk ist neben Instagram, die „go to Plattform“ für Jugendliche weltweit. Für detailliertere Infos siehe hierzu meinen unten aufgeführten Artikel.

TikTok – der neue Star unter den sozialen Netzwerken

Was passiert wenn…?

Haben wir bald einen dritten US-amerikanischen Megastar? Ist das der nötige Coup von Bill Gates, um sich die Pole Position in der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt von Jeff Bezos (Amazon) wieder zurück zu holen? Wie sollen wir (Landwirte, Kleinbetriebe & Co.) uns positionieren?

Eine Antwort auf die ersten beiden Fragen werden wir höchstwahrscheinlich in den kommenden Wochen erhalten. Spannender ist es Frage #3 etwas näher zu durchleuchten. Was ist mit uns? Wie sollen wir Otto-Normalbürger bzw. Otto-Normalbetriebe vorgehen?

Viele Junglandwirte lieben TikTok und nutzen die Plattform um ihre Liebe zu Tieren, Traktoren, Pflanzen & Co. zu zeigen. Es wird ge-shared was das Zeug hält. Egal ob Videos oder Fotos, GIFs, Memes, da ist alles dabei. Einige kombinieren TikTok mit Instagram und haben sich dadurch erfolgreich in ihren Communities etabliert. Die allerwenigsten denken dabei an den „Türhüter“ China, wobei wir hier mit der letzten Ankündigung in Richtung USA-Monopol wandern. Ob das besser ist, sei dahingestellt.

Fakt ist, diese Tech-Giganten haben eine enorme Macht entwickelt. Ihre Präsenz in mittlerweile fast allen Bereich unseres Lebens (inklusive Gesundheit!) ist gelinde gesagt besorgniserregend.

Ein weiterer Fakt ist, dass der Großteil der Bevölkerung (Mainstream) immer noch diese Medien nutzt, um die neuesten Nachrichten zu lesen / hören, mit Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben und selbstverständlich auch, um zu shoppen – insbesondere jetzt wo sich alles in Richtung Online / eCommerce bewegt.

Übersetzt heisst das für uns Kleinbetriebe: unsere Kunden verbringen weiterhin jede Menge Zeit auf diesen sozialen Medien und wir können sie auch weiterhin problemlos hier erreichen. Diejenigen von uns die Kunden haben, die extrem auf ihre Privatsphäre achten und mit Mainstream nichts am Hut haben wollen, finden wir vermehrt auf der Blockchain. Siehe hierzu den Beitrag:

Blockchain in der Landwirtschaft und im Lebensmittelsektor

Bleibt wachsam. Geht strategisch vor. Achtet auf Eure Kunden und seid bereit jederzeit auf neue Technologien (z.B. Blockchain) umzuswitchen. Macht Euch von Facebook, TikTok und Co. bloss nicht abhängig. Behaltet die Kontrolle über Euer Content Marketing, Eurer Werbestrategie und dem was ihr verkauft. Flexibilität ist ein Schlüssel zum Erfolg.

Weiter geht’s mit dem Internetphänomen soziale Medien… Wer schnappt sich TikTok? Was glaubt Ihr?

Foto von geralt, Pixabay.com

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