Soziale Medien und Mainstream-Erzählungen

Soziale Medien und Mainstream-Erzählungen

Ein Leben ohne soziale Medien? Neee, das kann sich keiner mehr so richtig vorstellen. Social Media ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Ob das gut oder schlecht ist, sei dahingestellt. Was sich jedoch aktuell auf diesen Plattformen abspielt, ist äußerst fragwürdig.

Vor wenigen Jahren galten Twitter, Facebook, YouTube & Co. als wahre Innovationshelden, heute sind sie wie festgefahren. Wer die Mainstream-Stories satt hat, muss auf andere Medien ausweichen.

Als ich in 2011 mit Twitter und Facebook startete, sah die Welt noch ganz anders aus. Die Mainstream-TV-Sender ARD, ZDF, SAT1 & Co. klangen wie ein paar alte Schallplatten. Damals blickte jeder Technologiebegeisterte, der sich auf der Suche nach etwas Neuem und Spannendem befand, nach Silicon Valley. Kleine Startups wie Twitter, Facebook oder Pinterest, versprachen eine andere, noch nie erlebte Welt.

Knapp 10 Jahre später, sind einige dieser vielversprechenden Startups riesen Konzerne geworden. Was einst cool, innovativ und spannend war, ist heute durch Zensur, Regulierungen und Verbote geprägt. Der Unterschied zwischen z.B. CNN und Twitter oder Facebook ist kaum noch wahrzunehmen. Die sozialen Medien sind kontrollierte und überwachte Mainstream-Medien geworden, die mit dem Begriff „sozial“ nicht mehr viel gemeinsam haben.

Die früheren Communities haben sich aufgelöst.

Nutzer die andere Meinungen und Perspektiven vertreten als die Mainstream-Propaganda haben die Plattformen teils freiwillig verlassen und teils wurden sie buchstäblich „eliminiert“.

Die Pioniere und die Mehrheit der Andersdenkenden sind weiter gezogen.

Macht es noch Sinn auf diesen Plattformen zu bleiben?

Wie können Landwirte von der Mainstream-Crowd profitieren und wo können wir die Andersdenkenden erreichen?

Soziale Medien bleiben eine TOP-Adresse für die Massen

Jeder der ein e-Commerce Business besitzt und ähnlich ‚harmlose‘ Produkte wie ich mit Frankenaronia vertreibt, der kann die Macht dieser sozialen Netzwerke zu seinen Gunsten nutzen. Gleiches gilt auch für die ‚harmlosen‘ Dienstleister, die in das von Facebook, Instagram, YouTube und Co. definierte Mainstream-Katalog reinpassen.

Diejenigen, die in den Augen von Big Tech Produkte und Dienstleistungen bewerben, die als „No Go“ klassifiziert werden, wie z.B. CBD-Produkte, Kryptowährungen, MLM-Geschäfte, sind gezwungen auf andere Kanäle auszuweichen. Das war vor rund 10 Jahren anders, aber die Zeiten haben sich stark verändert. Wir dürfen nicht vergessen, dass viele Betrüger diesen Branchen sehr geschadet haben, was allmählich auch dazu führte, dass sie von immer mehr Plattformen flogen.

Soziale Medien sind genau das Richtige für Landwirte die Bewusstsein für Ihre Bauernhöfe und ihr tolles Produktportfolio schaffen wollen. Egal ob Instagram, Tik Tok, YouTube, Snapchat oder WhatsApp, jeder dieser Plattformen hat seine Stärken (und Schwächen).

Wer eine jüngere Zielgruppe ansprechen möchte, der sollte auf Tik Tok, Snap, YouTube, Instagram und WhatsApp aktiv sein. Die Erwachsenen erreicht man am besten auf Instagram, Facebook und WhatsApp. Was die ältere Generation anbelangt, so ist Facebook absolut unschlagbar.

Zu einigen dieser sozialen Netzwerke habe ich bereits gesonderte Artikel geschrieben. Bei Interesse könnt Ihr diese hier nachholen — Tipps für Landwirte inklusive.

Tik Tok – der neue Star unter den sozialen Netzwerken

Facebook: Social Media in der Landwirtschaft

Twitter: Social Media in der Landwirtschaft

Macht Social-Media-Werbung in der Landwirtschaft Sinn

LinkedIn: Social Media in der Landwirtschaft

Instagram: Social Media in der Landwirtschaft

Pinterest: Social Media in der Landwirtschaft

Wie erreichen wir die Pioniere und Andersdenkenden?

Ich weiss nicht, wie es Euch bei dem Gedanken geht, „nur“ die Massen zu erreichen aber mir persönlich gefällt das nicht. Ich mag andersdenkende Menschen. Diejenige die alles in Frage stellen und das was die Politik und Mainstream-Medien inkl. Facebook, Twitter, YouTube und Co. nicht für bare Münze nehmen, sind ebenfalls meine Kunden.

Mir ist bewusst, dass eine Großzahl meiner Agrarbetrieb-Blog-Leser und Newsletter-Abonennten zu den sogenannten Pionieren und andersdenkenden Menschen gehören. Viele meiner Leser sind natur- und gesundheitsbewusste Menschen, die Ihr Leben selbst in die Hand nehmen und nicht alles Big Pharma überlassen. Meine Leser und Kunden legen großen Wert auf Nachhaltigkeit und wollen Informationen erhalten, die sie woanders so nicht lesen und erfahren können.

Diese Menschen schätze ich sehr und ich werde alles tun, um sie ebenfalls erreichen zu können. Einige von Ihnen nutzen die sozialen Medien aus Frust bis sie eine bessere Alternative gefunden haben. Andere wiederum machen sich mit dem Thema Blockchain schlau.

Deshalb glaube ich, dass wir diese wertvolle Community nicht vernachlässigen dürfen.

Wo werden sie hinziehen?

Ich bin der Meinung, dass wir viele dieser Pioniere bald auf Blockchain wiederfinden werden.

Hierzu habe ich auch schon ein paar Artikel geschrieben. Falls ihr diese noch nicht gelesen habt, dann könnt Ihr hier einsteigen.

Blockchain in der Landwirtschaft und im Lebensmittelsektor

Direktvermarktung mit Pfiff: vom Landwirt direkt zum Konsumenten

Ein Leben in Dualität

Von der Adoptionskurve hat fast jeder schonmal was gehört. Erst die Neugierigen, dann die Pioniere, irgendwann die Massen und dann flacht das Ganze wieder ab. Ob das im Falle der sozialen Medien auch so sein wird, sei dahingestellt.

Hier geht es jedoch um vielmehr als einer Adoptionskurve. Es geht um Freiheit i. S. Meinungsfreiheit zum Beispiel. Wenn das nicht gegeben ist, dann wackeln unsere Basisrechte ganz gewaltig. Jeder hat das Recht seine Meinung zu äußern. Wir müssen nicht alle die gleiche Meinung vertreten und gleichzeitig dürfen wir andere Perspektiven nicht dämonisieren.

Hätte es die Andersdenken nicht gegeben, dann würden wir immer noch in Pferdekutschen sitzen statt in Autos, Kerzen und Petroleumlampen wären eventuell unsere ständigen Begleiter, Reisen würden sich nur die Wohlhabenden erlauben und vieles auf dieser Welt wäre gaaaanz anders.

Wir verdanken unsere heutige Welt der Offenheit derjenigen die es wagen das Status quo in Frage zu stellen. Die Adoption verdanken wir hingegen, allen Menschen die mitziehen und das Gute in der Evolution sehen.

Soziale Medien heute und in 2030: Wo geht Eurer Meinung nach die Reise hin?

Foto von Comfreak, Pixabay.com

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