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2024-01 Essbare Landschaften in Deutschland - Agrarbetrieb

Essbare Landschaften in Deutschland

Hast Du Lust, mit Gleichgesinnten Obst, Nüsse und Kräuter zu ernten? Ist Dir schon einmal aufgefallen, wieviele kulinarische Möglichkeiten die Stadt, in der Du lebst, und die nähere Umgebung bieten? Damit sind nicht die Restaurants und Fast-Food-Ketten gemeint, sondern die essbaren Landschaften.

Wir reden und schreiben (mich inbegriffen) immer wieder gerne über Nachhaltigkeit, Regionalität und Saisonalität, beziehen uns dabei jedoch fast ausschließlich auf die Ware im Supermarkt oder auf den regionalen Märkten. Was ist jedoch mit den ganzen essbaren Beeren und Kräuter z.B., die sich nicht in Schutzgebieten befinden und auch keinem Eigentumsrecht unterliegen?

Ich bin vor geraumer Zeit auf eine Organisation aufmerksam geworden, die genau diesen Aspekt der „Esskultur“ berücksichtigt. Mundraub sorgt dafür, dass das Bewusstsein für die regionale und saisonale Kulinarik steigt.

Wie erfolgt das genau?

Essbare Landschaften zum Greifen nah

Auf der digitalen Mundraub-Karte werden Fundorte mit Obstbäumen, Obststräuchern, Nüssen und Kräuter aufgeführt, wo Ihr nach Belieben ernten könnt. Dabei gilt es ein paar wichtige Prinzipien zu beachten und zu befolgen:

  • Vergewissert Euch, dass keine Eigentumsrechte verletzt werden.
  • Die Fundorte dürfen nicht in Schutzgebieten liegen.
  • Geht behutsam mit den Bäumen und Sträuchern um.
  • Die Fundorte sind nach bestem Gewissen geprüft worden.
  • Die Organisation übernimmt keine Haftung oder Garantie für die Essbarkeit der Früchte, Nüsse und Co.

Im Zentrum der Organisation steht die Gemeinschaft, deshalb werden alle dazu ermutigt, das Gepflückte mit Freunden und Familie zu teilen. Es geht dabei nicht darum, im großen Stil ein Geschäft zu betreiben; dafür benötigt man sowieso eine behördliche Genehmigung. Gleichzeitig werden wir aufgefordert, uns bei der Pflege und Nachpflanzung von Obstbäumen zu engagieren.

Hier geht’s zur digitalen Karte: https://mundraub.org/map

Wie das ganze quasi „live und in action“ aussieht, sehen wir in diesem kurzen Beitrag der NDR.

Quelle: mundraub, YouTube

Eine lobenswerte Initiative

Die Mundraub-Organisation ist ein tolles Beispiel das aufzeigt, wie stark wir als Gemeinschaft fungieren, wenn wir uns zusammen tun. Jeden Tag markieren „Mundräuber“, so wie sie liebevoll genannt werden, neue Fundorte auf der Karte und laden zum pflücken ein.

Mittlerweile wurde das Konzept auch ins Ausland verlagert, d.h. die Karte wächst. Unsere Nachbarländer Österreich, Schweiz, Tschechien oder Polen tragen zum Wachstum und zur Verbreitung dieser genialen Idee bei.

Wenn wir also die oben aufgeführten Kriterien beachten, dann werden wir feststellen, dass es jede Menge schöne Flecken auf der Karte gibt, die wir als essbare Landschaften sehr wohl nutzen können.

Ganz wichtig für jene, die oft am Straßenrand bzw. Waldrand, z.B. Nüsse, sammeln möchten: Oft werden diese Flächen verpachtet, daher sollte man vorher wirklich recherchieren, ob diese sich für die Ernte eignen.

In einer Welt, in der immer mehr Ackerflächen sich in immer weniger Händen befinden, stärkt eine derartige Initiative vielleicht zusätzlich noch das Bewusstsein der Bevölkerung in punkto „Fremdbestimmung“, Big Agro-Business und Kartelle. Denn während Bauernhöfe, die seit Generationen für den Erhalt der Landwirtschaft in unserem Land zuständig waren, aus diversen finanziellen Schwierigkeiten (z.B. steigende Preise bei Düngemittel, sinkende Getreidepreise) ihre Tore schließen müssen (Beitrag: Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe geht zurück), füllen sich irgendwelche Aktionäre, die mit der Landwirtschaft oft nichts am Hut haben, ihre Taschen.

Es geht auch anders und das was Mundraub auf die Beine gestellt hat, ist sehr lobenswert.

Welche essbare Landschaften befinden sich bei Euch in der Umgebung? Wenn sie den oben erwähnten Kriterien entsprechen, dann tragt sie doch bitte in die Karte ein und lasst auch andere von ihnen profitieren.

Bildquelle: Foto von Mario Mendez auf Unsplash

Digitalisierung im Ackerbau

Digitalisierung im Ackerbau – Macht sich Ernüchterung breit?

Das Thema Digitalisierung hat uns in der Landwirtschaft schon längst erobert. Die Begriffe Smart Farming, Digital Farming, Precision Farming und Landwirtschaft 4.0 sind mittlerweile ein fester Bestandteil unseres Alltags geworden.

Ein sogenannter Influencer aus unserer Branche; ja, sowas haben wir auch ;), überraschte nun den einen oder anderen mit seinem ernüchternden Statement.

„Betriebe mit den höchsten Reinerträgen haben ein Minimum an Digitalisierung“, so Michael Horsch, Geschäftsführer der Horsch Maschinen GmbH, auf dem diesjährigen Farm & Food Kongress 4.0 in Berlin.

Quelle: Farm & Food 4.0 – International Congress, YouTube

Bitte beachtet hierbei folgende Differenzierung auf die M. Horsch in seinem Vortrag hingewiesen hat:

In der Tierproduktion hat Digitalisierung sehr viel gebracht, im Ackerbau hingegen sehr wenig.

Also, nicht alles gleich über einen Kamm scheren.

Ich bin selber im Ackerbau tätig und gleichzeitig ein Befürworter digitaler Anwendungen WENN diese einen Mehrwert bieten und uns in der Landwirtschaft entlasten. Alles andere ist nur ein „fancy“ Zubehör, ohne jeglichen Nutzen.

In der Landwirtschaft geht es um Effizienz- und Produktivitätssteigerung.

Es geht darum die Büro-, Papier- und Bürokratiearbeit zu minimieren, so dass wir unseren Feldern das Optimum bieten können. Digitalisierung hilft uns zwar bei der Datensammlung und Systematisierung, allerdings auch hier gibt es Einschränkungen; denn jeder Landtechnik-Anbieter liebt seine eigene Software dermassen, dass Precision Farming vom Mainstream (Massentauglichkeit) noch recht weit entfernt ist.

John Deere öffnet seine digitale Einsatzzentrale für externe Softwareanbieter

Genau das ist nötig, um Digitalisierung auch im Ackerbau voranzutreiben. Wir brauchen die Zusammenarbeit und Anbindung mehrerer Anbieter in einer Plattform.

John Deere macht einen ersten Schritt in dieser Hinsicht indem es seine digitale Einsatzzentrale für externe Softwareanbieter geöffnet hat. Unter MyJohnDeere.com lassen sich ab sofort nicht nur Daten an Maschinen senden, sondern auch Schlagkarteien und Wetterdaten einbinden, sowie Applikationskarten importieren. Das sind alles Funktionen, die ab sofort mit externen Anbietern möglich sind.

Laut Angaben von John Deere, sind fortan mehr als 20 Unternehmen aus über 29 Ländern Europas sowie Russland an der Online-Plattform von JD angebunden.

Der große Nutzen: Flexibilität und Schnelligkeit weil alles auf einem Blick.

Ein eventueller Nachteil: Datenschutz.

JD versichert alle Nutzer, dass sie die Datenkontrolle beim Austausch zwischen der Einsatzzentrale und den angebundenen externen Softwarefirmen behalten.

Digitalisierung bedeutet nicht automatisch große Investitionen

Lasst mich als erstes mit einem weit verbreitetem Irrtum aufräumen:

Man benötigt keine Millionen Euros, um sein Betrieb über Smartphones und Tablets zu verwalten.

Man braucht nicht reich sein, um sein Büro in die Cloud zu verlegen und ein paar Landmaschinen mit Nachrüstlösungen smart zu machen. Ein alter Fendt Vario kann jederzeit mit einem Beacon digitalisiert werden und schon weiß man, wo sich der alte Genosse befindet. Da muss man nicht gleich die Geldbörse zucken und tausende für ein neues Gerät ausgeben.

Übergangsweise helfen auch kostenlose Tools wie Google Drive, Trello und Slack. Sobald man ein etwas komplexeres System aufgebaut hat, sollte man alles schön verschlüsselt in einer unabhängigen Software (am besten ein Agrartool) aufbewahren.

Aber Roland, wir hauen uns durch Digitalisierung doch selbst die Beine weg. Damit ebnen wir doch den Weg frei für Roboter uns entbehrlich zu machen.

Landwirtschaft 4.0 (oder was auch immer noch für Versionen folgen werden) bedeutet nicht, dass:

  • unsere jahrzentelange Erfahrung
  • unser Gefühl für den richtigen Zeitpunkt für die Saat oder die Ernte sowie
  • unser Händchen für den Boden im Ackerbau oder für die Tiere in der Viehzucht

durch Technologie ersetzt werden.

Die Technologie ist dafür da uns zu unterstützen.

Ich muss mir immer wieder anhören wie schlecht Facebook, Instagram oder überhaupt die ganzen Smartphones sind.

Liebe Freunde, diese ganzen Apps, Softwarelösungen, Tablets, Smartphones, Computer etc. sind nichts anderes als Tools. Sie sind per se nicht schlecht und auch nicht gut. Sie sind neutral. Wir sind diejenigen die sie nutzen und jeden Tag aufs neue aktivieren.

Wir haben die Kontrolle – oder so sollte es zumindest sein. Das Gefühl der Smartphone-Abhängigkeit wird immer realer und wenn das so weitergeht, dann sind die Anonymen Alkoholiker nichts im Vergleich zur Gruppe der ‚Smartphone-Addicted‘.

Wie wir diese Tools nutzen bestimmt ob sie eine positive oder negative Auswirkung haben. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir ständig am Ball bleiben und unser digitales Know-how vertiefen, damit wir auch weiterhin das meiste aus diesen Tools herausholen.

Digitalisierung im Ackerbau – sind wir hinten dran oder recht gut dabei? Was glaubt Ihr?

Kartoffelernte 2014 Bild von anankkml via FreeDigitalPhotos.net

Kartoffelernte 2014: Erträge Top, Preise Flop

Rekorderträge bei der Kartoffelernte 2014: Mit knapp 11,5 Mio. Tonnen geernteten Kartoffeln liegen die diesjährigen Erntemengen mit 18,8% über dem schwachen Vorjahresergebnis. Die Preise sind hingegen im Keller.

Millionen Besucher strömen zur Zeit auf die Wiesn zum Oktoberfest und zelebrieren mit dem Maßkrug in der Hand „den Hopfen“. Die wenigsten wissen jedoch um den täglichen Kampf der deutschen Hopfenbauern.

Bis 2013 galt Deutschland als weltweit größter Hopfenerzeuger. Die bundesweit ungünstigen Witterungsverhältnisse drängten uns allerdings auf den zweiten Platz. So produzierte USA mehr Hopfen als wir und übernahm die Pole-Position in der Königsklasse.

Agrarbetrieb Geschenk Landwirte 02

Zurück zur Kartoffelernte

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hat letzte Woche die neuesten Daten zur Kartoffelernte 2014 veröffentlicht. Die deutschen Landwirte freuen sich über Rekorderträge von knapp 11,5 Millionen Tonnen Kartoffeln. Damit wurde das letztjährige Ergebnis um 18,8% und der mehrjährige Durchschnitt um 5,4% übertroffen.

Die Anbauflächen wurden gegenüber 2013 um 0,9% auf rund 245.000 Hektar ausgedehnt. Auf 42% der Gesamtanbaufläche wurden Speisekartoffeln angebaut – das entspricht rund 102.500 Hektar.

Kartoffelernte 2014 mit Claas und Massey Ferguson

Witterung verhalf deutschen Kartoffelbauern

Die guten Witterungsbedingungen ermöglichten in vielen Regionen einen frühen Pflanzungsbeginn bereits im März. Von dem Monat Mai profitierten die Kartoffelpflanzen besonders stark. Es folgte ein durchwachsender Sommer mit vielelorts ungewöhnlich hohen Niederschlägen. Umso bemerkenswerter ist das Endergebnis:

Die Hektarerträge sind im Bundesdurchschnitt mit knapp 469 Dezitonnen um 17,7 Prozent höher als im Vorjahr ausgefallen und erreichen damit eine neue Höchstmarke. Der mehrjährige Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2013 (430,7 Dezitonnen) wird um 8,8 Prozent überschritten. Alle Länder verzeichneten höhere Hektarerträge als im Vorjahr. Besonders deutlich fielen die Ertragssteigerungen im Vergleich zum Vorjahr in Sachsen, Thüringen, Bayern und in Sachsen-Anhalt aus. [BMEL Pressemitteilung vom 25.09.2014]

Anbauflächen und Erträge in den jeweiligen Bundesländern

Niedersachen hat mit 105.400 Hektar weiterhin die größte Kartoffelanbaufläche, gefolgt von Bayern mit 40.900 Hektar und Nordrhein-Westfalen mit 31.200 Hektar.

Das Ertrags-Ranking sieht wie folgt aus:

Platz 1: Niedersachen – 5,11 Mio. Tonnen Kartoffeln geerntet (entspricht 44,5% der deutschen Kartoffelernte)

Platz 2: Bayern – 1,81 Mio. Tonnen Kartoffeln geerntet

Platz 3: Nordrhein-Westfalen – 1,58 Mio. Tonnen Kartoffeln geerntet

Durchschnittliche Kartoffelernte in Bayern

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilte, wurden in Bayern die bisher geringste Kartoffelanbaufläche registriert. Gegenüber 2013 hat sich die Ackerfläche um knapp 6% bzw. fast 2.600 Hektar auf 40.900 Hektar verringert. Innerhalb von 10 Jahren ist die mit Kartoffeln bestellte Ackerfläche um 21% bzw. fast 11.000 Hektar zurück gegangen.

Trotz der hohen Erträge von gut 441 Dezitonnen je Hektar fällt die Kartoffelernte in Bayern dieses Jahr nur durchschnittlich aus. Es wird mit 1,81 Mio. Tonnen gerechnet. Das sind rund 28% mehr als in 2013 – das Jahr mit der niedrigsten Ernte (1,41 Mio. Tonnen). Der erwartete Ertrag reicht gerade aus, um die Verminderung der Anbaufläche auszugleichen.

Kartoffelpreise sind im Keller

Die Erzeuger- und Verbraucherpreise für Speisekartoffeln sind im Keller. Die Erzeugerpreise für festkochende Kartoffeln liegen bei 7 EUR je Dezitonne. Die Verbraucherpreise fallen teilweise bis zu 30% geringer aus als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, so die aktuelle Meldung des BMEL.

Wie sieht es bei Ihnen aus?

Sind Sie mit der diesjährigen Kartoffelernte zufrieden? Wie kämpfen Sie gegen die fallenden Preisen an?

 

Agrarbetrieb Geschenk Landwirte 01

Rapsernte bei Agrarbetrieb - Ruebenernte (c) Agrarbetrieb.com

Rapsernte 2014 TOP, Rübenernte positiv erwartet

Die Rapsernte 2014 war besser als erwartet. Es wurden 5% mehr als im Vorjahr eingebracht, so die aktuelle Statistik der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft. Positive Prognosen gibt es derweilen auch bzgl. der Rübenernte. Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ) hat ihre erste Ernte- und Erzeugungsschätzung für 2014 veröffentlicht.

Das Ergebnis der diesjährigen Rapsernte überrascht manch einen Experten. Insbesondere wenn wir daran denken, dass die Anbaufläche von Winterraps, die wichtigste Ölsaat in Deutschland, gegenüber 2013 um 5% reduziert wurde.

Nach ersten Schätzungen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) wurden mehr als 6 Millionen Tonnen Winterraps geerntet. Das entspricht einer Wachstumsrate in Höhe von 5%. Neben den hohen Erträgen liegt auch der durchschnittliche Ölgehalt über dem in 2013.

Rapsernte 2014

3x CLAAS LEXION 770 Terra Trac Mähdrescher

Der Raps erfreute sich 2014 hervorragenden Vegetationsbedingungen. Anfangs sah es aufgrund des milden Winters nach einer frühen Ernte aus, jedoch zog der nasskalte Frühsommer sowie das wechselhafte Wetter in den Monaten Juli und August dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung.

Die Rapserzeuger haben nicht viel von ihrer umfangreichen Ernte, so die aktuelle Pressemitteilung des AMI. Die Preise liegen zur Zeit zweistelling unter dem Vorjahr und es gibt wenig Aussicht darauf, dass der Abwärtstrend bald ein Ende finden würde.

Gute Rübenernte 2014 erwartet

Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ) hat letzte Woche die erste Ernteprognose für das Rübenjahr 2014 veröffentlicht. Die Rübenanbaufläche in Deutschland liegt mit rund 356.000 Hektar um ca. 16.000 Hektar höher als in 2013. Der Zuckerrübenertrag wird auf 76,9 t/ha geschätzt.

Aus der Pressemitteilung des WVZ vom 21.08.2014 erfahren wir noch folgendes:

Für die kommende Kampagne erwartet die WVZ eine Rübenanlieferung von 27,4 Mio. t. Sie liegt um ca. 5,7 Mio. t über der Vorjahresschätzung, bleibt jedoch hinter den Jahren 2011 und 2012 zurück. Die aus den Rüben gewonnene Zuckermenge wird auf rund 4,4 Mio. t geschätzt. Das sind rund 0,9 Mio. t mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. Sie liegt damit leicht unter den Schätzungen der Jahre 2011 und 2012.

Rübenernte 2014 innerhalb der EU

Die Prognosen unserer Nachbarländer ergeben kein einheitliches Bild. Während Frankreich, Polen und die Niederlande von Spitzenwerten ausgehen, rechnen die schweizerischen Rübenanbauer (Rekordhalter bei den Zuckererträgen) gegenüber dem Vergleichsmittel mit unterdurchschnittlichen Ergebnissen, so eine aktuelle Mitteilung des Landwirtschaftlichen Informationsdienst Zuckerrübe (liz).

Die größten Abweichungen im Erntebarometer sehen die niederländischen Rübenanbauer. Zum langjährigen Durchschnitt rechnet man aus heutiger Sicht mit absoluten Rekorderträgen.

Sind Sie mit der diesjährigen Rapsernte zufrieden? Stimmen Ihre Erwartungen im Rübenbereich mit den äußerst positiven Prognosen des WVZ überein?

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Ackerfläche - Weizenernte 2014 bei Agrarbetrieb

55% der Ackerfläche 2014 für Getreide reserviert

Die Ackerfläche in Deutschland bleibt auch in 2014 mit 11,9 Millionen Hektar konstant. Davon werden 6,5 Millionen Hektar (55 Prozent) für den Ausbau von Getreide genutzt.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte, hat die landwirtschaftlich genutzte Fläche gegenüber 2013 um rund 50.000 Hektar auf 16,7 Millionen ha zugenommen. Die Ackerflächen sind im Vergleich zu den Vorjahren hindessen konstant geblieben.

Ackerfläche nach Hauptfruchtgruppen

Aus der Pressemitteilung vom 30.07.2014 geht weiterhin hervor, dass der größte Teil der Ackerfläche weiterhin mit Getreide angebaut wird. Mit rund 6,5 Mio. ha (55%) geht dadurch mehr als die Hälfte des „Agrarland-Kuchens“ an Getreide.

Bevor ich auf die Flächenaufteilung der einzelnen Hauptfruchtgruppen eingehe, möchte ich folgendes Video von der heurigen Ernte bei Agrarbetrieb mit Ihnen teilen.

Weizenernte mit Lexion Claas 580 bei Agrarbetrieb

Ackerfläche 2014

Für die einzelnen Kategorien sieht die vorläufige Aufteilung wie folgt aus:

  • Weizen: Die Anbaufläche steigt von 3,1 Mio. ha in 2013 auf 3,2 Mio. ha. Hierbei handelt es sich fast ausschließlich um Winterweizen. Mit 27% der gesamten Ackerfläche, bleibt Winterweizen weiterhin die wichtigste Getreideart in Deutschland.
  • Roggen und Wintermenggetreide: Die Anbaufläche sinkt um 19% von 784.600 ha in 2013 auf 636.300 ha. Die größten Flächenverluste verzeichneten die drei Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.
  • Gerste: Die Anbaufläche bleibt unverändert bei 1,6 Millionen Hektar.
  • Hülsenfrüchte: Ein Wachstum von 25%, von 74.700 ha in 2013 auf nunmehr 93.400 ha unterbricht die Abwärtsspirale die sich in den letzten Jahren bei Hülsenfrüchte abzeichnete und erreicht 2014 fast das Anbauniveau von 2010 wieder. Die größten Zuwächse meldeten die drei Bundesländer Sachsen-Anhalt, Bayern und Brandenburg.
  • Hackfrüchte: Mit einem leichten Plus von 3%, beläuft sich die Ackerfläche für Hackfrüchte in 2014 auf 624.400 Hektar.
  • Kartoffeln: Nach Zuckerrüben stehen die Kartoffeln an zweiter Stelle unter den Hackfrüchten. Auch hier gab es einen leichten Anstieg von 242.800 ha in 2013 auf 245.100 ha.
  • Handelsgewächse: Von den knapp 1,5 Mio. ha sind 1,4 Mio. ha Winterraps. Für die bedeutendste Ölfrucht gibt es einen leichten Rückgang um 4% gegenüber dem Vorjahr. Mit einem Anteil von 12% am gesamten Ackerland in Deutschland, steht Winterraps an dritter Position.
  • Grünernte: Auf 24% der Ackerfläche steht Grünernte. Von den insgesamt 2,8 Mio. Hektar gehen knapp 2,1 Mio. ha an Silomais. Mit 18% des Ackerlandes ist Silomais die zweitwichtigste Ackerfrucht in der Landwirtschaft.

Rund 2% der Ackerfläche liegt brach. Der Anteil ist erfreulicher Weise um 5%, von 198.900 Hektar in 2013 auf 189.500 Hektar gesunken.

Sind Sie mit der diesjährigen Ernte zufrieden? Wie sieht es mit der Aufteilung Ihrer eigenen Ackerfläche aus? Auf welche Getreidesorten haben Sie sich fokussiert?

 

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