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2022-07 Zwei Nischen-Events für gesundheitsbewusste Menschen

Zwei Nischen-Events für gesundheitsbewusste Menschen

Jenseits großer und altbekannter Mainstream-Veranstaltungen, wie z.B. die Internationale Grüne Woche (IGW), auf der sich Großkonzerne und Politik gerne herumtummeln, gibt es jede Menge tolle Nischen-Events, bei denen gesundheitsbewusste Menschen neue Ideen und Anstösse erhalten, auf Gleichgesinnte treffen und gleichzeitig ganz frische Bio-Produkte aus unserer Heimat verkosten dürfen.

Versteht mich nicht falsch, ich finde große Messen, wie z.B. die Agritechnica oder die IGW ganz spannend, weil wir hier die Möglichkeit haben, uns mit internationalen Kollegen auszutauschen und ein bisschen hinter die Kulissen großer Unternehmer zu blicken, die die nötigen Ressourcen haben, um Projekte in Bewegung zu setzen, die wir als kleine und mittelständische Familienbetriebe nunmal nicht stemmen können.

Aber egal wie faszinierend die technischen Innovationen und Umsetzungen sind, die wir auf diesen internationalen Großveranstaltungen sehen, bin und bleibe ich eher ein Fan von Familienbetrieben und kleinen Unternehmen, bei denen die enge Verbindung zur Kundschaft nicht verloren gegangen ist bzw. durch einen Algorithmus ersetzt wurde. Sie repräsentieren die Nähe zum Kunden. Das menschliche Miteinander bzw. das Zusammenwachsen einer Community sind hier nicht nur irgendwelche banalen Instagram-Schlagworte, sondern sie sind absolute Realität für mich.

Für diejenigen von Euch, die Wert auf Gesundheit, Gemeinschaft und gleichzeitig Bio-Produkte aus unserer Heimat, d.h. produziert von heimischen Bauern und nicht von irgendwelchen gesichtlosen Logos, legen, empfehle ich folgende zwei Nischen-Events:

1. Rohvolution – Die kleine, aber feine Vitalkostmesse in Speyer

Die Vitalkostmesse Rohvolution findet zweimal im Jahr statt (früher 4 mal), jeweils im Frühling und Herbst. Unter dem Motto „Gesunde Ernährung für Körper, Geist und Seele“ geht es auf dieser Veranstaltung um wesentlich mehr als nur roh-vegane Kost. Es finden interessante Fachvorträge, Workshops, Zubereitungs-Shows und für die kleinen Besucher auch jede Menge Mitmach-Aktionen statt.

Die Neuigkeiten aus der Branche werden mit Menschen, die nach gesunden Alternativen suchen, in netter Atmosphäre diskutiert und debattiert. Ich selber bin kein Veganer oder Rohköstler, finde jedoch, dass diese Veranstaltung eine hervorragende Chance ist, um sich über Lebensmittel, Rohkost-Zubereitung, Wasserfilter und -aufbereitung, natürliche Körperpflege und Bio-Kosmetika, Bekleidung und Co. eingehender informieren zu können.

Selbstverständlich werdet Ihr auch hier auf ein paar „Big Brands“ aus der Branche treffen, aber Start-Ups und innovative Familienbetriebe sind bei Rohvolution gerne gesehen und entsprechend zahlreich vertreten.

Habt Ihr Lust in einer gelassenen Atmosphäre auf neue Menschen zu treffen, die ähnlich wie Ihr an einer gesundheitsbewussten Lebensweise interessiert sind und Wert auf Bio, Qualität, Regionalität und Frische legen?

Dann schaut mal auf der Webseite von Rohvolution vorbei und entscheidet selbst, ob diese Messe etwas für Euch ist.

2. Bio-Balkon-Kongress – Die Onlineveranstaltung für Liebhaber von Artenvielfalt

Nicht jeder meiner Leser hat einen Garten und die Wenigsten von Euch leben auf dem Bauernhof. Durch die massive Verlagerung von Jobs in die Big Cities, inklusive der in den letzten Dekaden verstärkten Umwandlung von Ackerfeldern in Wohngebiete, wohnen zahlreiche gesundheitsbewusste Menschen in Betonbauten und tun sehr viel dafür, um dennoch möglichst viel Natur in ihr Leben einzubeziehen.

Jeder dieser Menschen, der einen Balkon oder eine Terrasse hat und bereit ist, diesen „Abstellraum“ in eine grüne Oase zu transformieren, wird den Bio-Balkon-Kongress sehr inspirierend finden. Selbstverständlich geht es hierbei nicht darum einen Hektar Tomaten anzubauen (wie denn auch), sondern vielmehr darum, bewährte Tipps und Ratschläge rundum Pflanzengefässe, Bewässerung, geeignete Pflanzen, Bio-Dünger & -Pflanzenschutz und ähnliches zu erhalten.

Im Mai 2022 fand bereits der 10. Onlinekongress statt. Wer dieses kostenlose Event verpasst hat, kann die Jubiläums-Edition dieser Veranstaltung auf der Webseite erwerben. Wenn Ihr beim nächsten kostenfreien Onlineevent dabei sein möchtet, dann folgt einfach den Anweisungen auf Bio-Balkon unter der Leitung von Birgit Schattling.

Wer also an Vertical Farming auf kleinstem Raum interessiert ist, wird bei dieser Veranstaltung jede Menge dazu lernen. Siehe hierzu auch meinen Beitrag zu Teslagärten.

Eine gesundheitsbewusste Lebensweise

Lasst Euch von diesen beiden Events inspirieren. Trefft neue Leute und seid offen für neuartige Ideen. Es hilft immer die eigene Perspektive zu erweitern, denn nur so kommen wir als Mensch und Spezies weiter.

Zum Glück wird immer mehr Erdbewohnern klar, dass wir nicht mehr so naturfremd weiter leben können wie bisher. Die Ignoranz, die viele Mitmenschen gegenüber unserer wunderbaren Flora und Fauna an den Tisch legen, kostet uns bitter.

Die Herausforderungen mit denen wir uns konfrontieren lassen sich mit Monokulturen, Globalisierung und Co. nicht beantworten. Wir benötigen dringend lokale Lösungen, in dem wir auf Regionalität und Artenvielfalt aufbauen. Hier und da mögen globale Konzerne und Lieferketten ihre Berechtigung haben, aber diese sind keine Allheilmittel.

Die Natur durch irgendwelche synthetischen Utensilien zu ersetzen ist kein Fortschritt. Die Kraft liegt in der Symbiose, in der cleveren Kombination von Natur und Technologie. Ein respektloser Umgang mit der Natur und den Ressourcen die uns Mutter Erde so üppig und wohlwollend zur Verfügung stellt, ähnelt einem barbarischen Verhalten.

Wer in dieser immer stärker technologiegetriebenen Welt sich sehr gezielt für eine gesundheitsbewusste Lebensweise entscheidet, ist gut beraten sich die Kraft der Natur zu eigen zu machen und nicht mit ihr zu rivalisieren. Die finale Entscheidung liegt letzten Endes bei einem selbst.

Bildquelle: Foto von Christine Sponchia auf Pixabay

Was haben Teslagärten, Hydroponik und Schafwolle gemeinsam?

Was haben Teslagärten, Hydroponik und Schafwolle gemeinsam?

Mit der konventionellen Landwirtschaft stößt das System an seine Grenzen. Unsere Böden sind ausgelaugt, ganz zu schweigen von der Beschleunigung des Artenverlustes. Wenn wir so weitermachen, dann wird alles kollabieren. Es müssen daher andere Konzepte her. Mit Hilfe von Teslagärten, Hydroponik und Aquaponik sowie alternativer Bio-Dünger, wie z.B. Pellets aus Schafwolle, versuchen innovative Seelen einen nachhaltigen Weg aufzuzeigen, der uns vor einer größeren Katastrophe retten könnte.

Das, was wir in den letzten Jahrzehnten getrieben haben, führt uns in eine Sackgasse. Ob das Ende dieser Ära auch den Aktionären der globalen Konzerne, die, das was wir aktuell vorfinden, auf die Spitze getrieben haben, bewusst ist oder ob diese Realität gerne ignoriert wird, sei dahingestellt. Fakt ist, die Landwirtschaft, so wie wir sie heute kennen, steht vor großen Herausforderungen und damit einhergehend, auch gewaltigen Änderungen.

Veränderungen müssen jedoch nicht zwangsläufig etwas Negatives bedeuten. Sie können durchaus positiv sein, wenn wir die Zügel wieder in die Hand nehmen und endlich Verantwortung für diesen tollen Planeten übernehmen, der uns voller Hingabe alle seine Reichtümer zur Verfügung stellt.

In meinem Landwirtschaftslexikon, das ich im Dezember letzten Jahres veröffentlicht habe, bin ich auf unterschiedliche Konzepte und Methoden eingegangen, die uns in der kommenden Dekade helfen sollen. Hierzu zählen u.a. Permakultur, Foodscaping, Vertical Gardening, Indoor Farming sowie Hydroponik.

Heute gehen wir einen Schritt weiter und nehmen als Erstes die sogenannten Teslagärten näher unter die Lupe.

Teslagärten – Landwirtschaft trifft auf Nikola Tesla

Was passiert wenn wir die Prinzipien von Nikola Tesla in der Landwirtschaft und ganz speziell bei der Bepflanzung eines Gemüsegartens anwenden?

Bei der aeroponischen greeny+ Technologie geht es um weit mehr als bei einer herkömmlichen Hydrokultur. Durch die Integration einer Tesla-Spule in das System, werden die Frequenzen auf die Bedürfnisse von Pflanzen kalibriert. Das Zusammenspiel zwischen Frequenzen, Impulsen, Informationen und elektromagnetischen Feldern sorgt für die Entstehung sogenannter hexagonaler Molekülstrukturen, die dem glücklichen Urzustand attribuiert wird. Ist dieser Urzustand einmal zerstört, dann sprechen Wissenschaftler vom oxidativem Stress, der im menschlichen Körper zum Beispiel zur Degeneration von Zellen führt, wodurch wiederum die Anfälligkeit für Krankheiten drastisch erhöht wird.

Übersetzt heißt das Folgendes:

Die Pflanzen, die im greeny+ Teslagarten angebaut werden, bekommen das sauberste und energiereichste Wasser. Wer sich wiederum aus diesem Garten ernährt, profitiert von den hexagonalen Wasserstrukturen, die sich von der Pflanze auf uns übertragen. Denn sowohl Pflanzen als auch Menschen bestehen zum aller größten Teil aus Wasser.

Quelle: greenyplus, YouTube

Hier ein paar Zahlen, um das hier angewandte Teslasystem besser zu verinnerlichen:

  • Der greeny+ Teslagarten verbraucht rund 95% weniger Wasser als beim auf konventioneller Landwirtschaft basierendem Gemüseanbau erforderlich ist.
  • Die Samen, die zum Einsatz kommen, sind „samenfest“. Dies bedeutet, man kann die Samen der Pflanzen wieder verwenden, um neue Beete anzulegen. Es handelt sich hierbei um „Heritage“-Saatgut oder „Ursamen“ und nicht um irgendwelche sterilen Hybride, die üblicherweise in Gartencentern erhältlich sind.
  • Das angebaute Gemüse und Kleinobst steckt voller Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.
  • Den Teslagarten kann man rund um das Jahr bestücken.
  • Die Pflanzen wachsen 4-6 mal schneller als auf dem Acker oder draußen im Gartenbeet.

Neugierig geworden? Wenn Ihr tiefer in die Materie einsteigen und die hierbei angewandte Technologie von Tesla besser verstehen möchtet, dann darf ich Euch an dieser Stelle das nachfolgende Interview von Mittelerde TV mit Arthur Tränkle (greeny+) ans Herz legen.

Quelle: Mittelerde TV, YouTube

Düngen mal ganz anders — nämlich mit Bio-Schafswolle

Wir bleiben in der Welt der „Alternativmethoden“ zuhause und schwenken jetzt ganz bewusst auf das Thema Bio-Dünger um. Denn, wenn es ein Thema gibt, das uns in der konventionellen Landwirtschaft große Sorgen bereitet, dann sind es die Dünger, die wir verwenden. Einerseits, kämpfen wir mit Schädlingen aller Art und Couleur, aber andererseits, schießen weltweit die Preise nach oben, so dass wir vor gewaltigen Herausforderungen stehen.

Mineralreiche Dünger aus dem Gartencenter waren mal der Hit; doch jetzt heißt es, auf Pellets umzusteigen, die natürlichen Ursprungs sind. Wer sich die Wollpellets aus Bio-Schafwolle leisten kann, tut nicht nur seinem Gemüse etwas Gutes, sondern auch dem Boden.

Der nachfolgende Beitrag des Bayerischen Rundfunks gibt einen schnellen Einblick auf das, was mit Schafwollpellets in punkto Düngen möglich ist.

Quelle: Bayerischer Rundfunk, YouTube

Zurück zur Ursprungsfrage dieses Artikels

Was haben die drei, scheinbar völlig aus der Luft gegriffenen Wörter Teslagärten, Hydroponik und Schafwolle überhaupt gemeinsam?

Sie zeigen uns einen nachhaltigen Weg auf, wie wir mit den uns zur Verfügung stehenden natürlichen Ressourcen besser umgehen können, um die Menschen weltweit besser und vor allem gesünder zu ernähren. Wenn wir dabei die Technologien wie in diesem Falle, die Teslaspule, positiv einsetzen können, um saubere und energiereiche Nahrungsmittel ganz autark herzustellen, dann ist das sicherlich eine tolle Sache.

Sind diese Konzepte wirklich so innovativ oder haben wir nur vergessen, sie zu unserem Gunsten zu nutzen?

Wenn wir Berichte über die hängenden Gärten der Semiramis lesen, die heute in der Kategorie Weltwunder geparkt werden, dann frage ich mich schon, warum wir die letzten Jahrzehnte quasi im „Tiefschlaf“ verbracht haben. Aber Hauptsache wir finden jetzt gute Lösungen auf die aktuellen Herausforderungen, damit wir ein würdevolles und prachtvolles Leben in vollen Zügen genießen können.

Bildquelle: Foto von SpencerWing auf Pixabay

2022-04 Was haben Elektrokultur, Daisugi und Geomantie gemeinsam

Was haben Elektrokultur, Daisugi und Geomantie gemeinsam?

Elektrokultur, Daisugi und Geomantie sind drei Begriffe die für die meisten Menschen völlig unbekannt sind. Dabei handelt es sich hierbei um sehr spannende Bereiche, die uns interessante Denkanstöße bieten, um mit den Ressourcen von Mutter Erde vernünftiger und vor allem respektvoller umzugehen.

Steigen wir also direkt ein, indem wir jedem einzelnen dieser Begriffe quasi unter die Haube kucken.

ELEKTROKULTUR

Unsere Großeltern erinnern sich noch an Elektrokultur-Methoden, denn sie galten als vielversprechend für die Zukunft der gewerblichen Landwirtschaft.

Worum geht es denn dabei?

Die Elektrokultur vereint unterschiedliche Methoden, bei denen Elektrizität zum Einsatz kommt, um das Wachstum von Pflanzen zu verbessern. Im Endeffekt geht es darum, die natürliche Elektrizität wie z.B. das Magnetfeld der Erde, für das Wohlbefinden der Erde zu nutzen. Das was die alten Ägypter und sehr wohl auch ältere Generationen wussten, nämlich dass Pflanzen in der Nähe von leitfähigen Materialien robuster und besser gedeihen, kommt heute immer mehr zum Vorschein.

Habt Ihr Euch schonmal gefragt weshalb Pflanzen an alten Eisenbahnschienen, an Natursteinen oder Felsen so gut aussehen? Es liegt u.a. an den Metallen die diese beinhalten.

Wie verstärken wir die Energiedichte in der Nähe unseres Lieblingsbaums oder unserer Lieblingspflanzen?

Ein paar konkrete Beispiele: Eisendrähte verwenden und diese am besten in Richtung Nord-Süd platzieren, eisenhaltige Steine oder Quarzsand verwenden

Für Pflanzen ist das Milieu genauso wichtig wie für uns Menschen. Dass Pflanzen auf elektrostatische Felder reagieren sieht man hervorragend am Beispiel von Sonnenblumen.

Der nachfolgende Videobeitrag (20 min.) bringt Euch das Konzept von Elektrokultur, in manchen Kreisen bekannt auch als Magnetkultur, etwas näher.

Quelle: BaumMentor Baumpflege, YouTube

DAISUGI

Um diese nächste Methode zu verstehen, reisen wir nach Japan. Daisugi ist eine japanische Forsttechnik bei dem es darum geht Holz nachhaltig zu gewinnen, ohne dafür eine Motorsäge zu verwenden. Bäume werden demnach nicht gefällt, sondern nur beschnitten.

Die Methode entstand im 14. Jahrhundert und wird auch heute noch im Wald von Kitayama nördlich von Kyoto angewandt. Die Japanischen Zeder werden von den Waldarbeitern von Hand beschnitten. Damit wachsen die oberen Äste gerade in die Höhe und vermitteln den Eindruck, dass Zedern auf Zedern wachsen.

Somit bleibt ein Mutterbaum 100-300 Jahre erhalten, während ihre Äste nach 10-15 Jahren erntereif sind.

In dem kurzen englischsprachigen Videobeitrag (3 min.) erfahrt Ihr mehr über die traditionelle Daisugi-Methode.

Quelle: Leaf of life films, YouTube

GEOMANTIE

Kommen wir zum dritten Begriff in der heutigen „Novum“-Runde, der Geomantie. Um besser zu verstehen was sich dahinter verbirgt, empfehle ich einen Blick auf die Webseite des Bundesverbands für ganzheitliche Raumkultur (BGR) zu werfen.

Womit beschäftigt sich denn die Geomantie überhaupt bzw. was genau steckt dahinter?

Da Geomantie oder Geomantik unterschiedlich definiert wird, wählen wir zur Vereinfachung die Version „Wahrnehmung der Erde“ bzw. „Weissagung aus der Erde“. Um einigermaßen bodenständig zu bleiben und nicht vollständig ins Mystische zu „driften“, bleiben wir bei dem Verständnis der Wechselbeziehungen von Erde, Mensch und Raum.

Für einen besseren Überblick, schauen wir doch auf die Bereiche die oft unter dem Sammelbegriff Geomantie zusammengefasst werden:

  • Baubiologie und Bauökologie
  • Raumenergetik und Raumpsychologie
  • Feng Shui, Kan Yu und Vaastu
  • Radiästhesie und Geobiologie
  • Raumklärung und Ortsheilung
  • Erdheilung und Wandlungswege
  • Geokultur – gelebtes Miteinander
  • Landschaftsmythologie
  • Ritualbegleitung und Naturcoaching

Anbei ein Videobeitrag (25 min.) das dem Thema Geomantie eine wissenschaftliche Perspektive verleiht.

Quelle: Vulkan TV Österreich, YouTube

Was vereint Elektrokultur, Daisugi und Geomantie?

Es ist höchste Zeit das Rätsel des heutigen Blogs zu lösen.

Was diese drei Begrifflichkeiten gemeinsam haben ist der 100% Fokus auf Mutter Erde. Bei allen Dreien geht es darum MIT der Natur zusammen zu arbeiten und nicht dagegen. Es geht um Respekt für Natur, Fauna und Flora.

Während uns seit Geburt vorgegaukelt wird, dass sich auf dem Planeten Erde alles nur um Profit drehen muss, merken wir heute stärker denn je, dass dies eine gewaltige Lüge ist. Obwohl wir das innerlich schon immer wussten und spürten, trauen sich heute immer mehr Menschen ihrer inneren Stimme nachzugehen.

Unsere Vorfahren, die alten Ägypter, Griechen, Mayas und Co. haben uns jede Menge wertvolle Schätze hinterlassen. Jetzt liegt es an uns, diese erneut ins Leben zu rufen, um unsere Erde zu heilen und mit Ihr im Einklang zu leben.

Den einen spricht Elektrokultur an, den anderen eher Geomantie oder Daisugi. Bleibt offen für neue Ideen und Vorgehensweisen. Hinterfragt das was uns heute gerne als „die“ Lösung präsentiert und vor allem, verkauft wird.

Bildquelle: Foto von jplenio auf Pixabay

5 essbare Wildpflanzen, um gesund durch den Winter zu kommen

5 essbare Wildpflanzen, um gesund durch den Winter zu kommen

Bekanntlich ruht die Natur im Winter, wodurch Wildpflanzen für viele leider in Vergessenheit geraten. Dabei sind diese aufgrund ihrer hohen Konzentration an Mineralstoffen und Vitaminen echte Powerhelfer im Kampf gegen Erkältungen, Schnupfen & Co.

Es gibt jede Menge essbare wilde Kräuter und Wurzeln die man auch im Winter hervorragend sammeln kann. Um den kalten Temperaturen zu strotzen, ziehen die meisten Wildpflanzen ihre Kräfte zurück in die Wurzeln.

Genau da liegt der Clou: In den Wurzeln! An diese Vitalstoffe wollen wir herankommen und diese Heilkräfte nutzen, um unser Immunsystem zu stärken.

Auf unserer heutigen Superfoods-Reise, nehmen wir fünf wilde Pflanzen näher unter die Lupe und betrachten ihre positiven Wirkungen auf den menschlichen Körper.

1. Kiefernadeln.

In den letzten beiden Jahren erlebte der altbewährte Kiefernadeltee ein echtes Revival. Die Heilwirkungen der Waldkiefer bei Atemwegserkrankungen, Husten und Bronchitis sowie Nasennebenhöhlenentzündung wurden nicht nur durch die Arbeit von Hildegard von Bingen sondern auch in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) dokumentiert.

Kiefernadeln werden seit tausenden von Jahren in der Naturheilkunde eingesetzt. Sie enthalten wertvolle Mineralien (z.B. Calcium, Kalium), Säuren (z.B. Aminosäuren) sowie ätherische Öle die antibakteriell, entzündungshemmend, schleimlösend, durchblutungsfördernd und entspannend wirken. Hinzu kommt, dass die ätherischen Öle Schimmel und Pilzen entgegenwirken.

Anwendungen:

  • Für die innerliche Anwendung eignet sich ein leckerer Kiefernadeltee besonders gut.
  • Ein Aufguss aus Kiefernadeln kann zum Inhalieren verwendet werden, um dadurch die Atemwege frei zu bekommen.
  • Zum Entspannen eignet sich ein Badezusatz aus Kiefernadeln.
  • Für die äußerliche Anwendung in Form von Balsam oder Kompressen und Wickeln ist man mit einem hochwertigen Kiefern-Öl gut beraten.

Wie wär’s mit einem gesunden Kiefernadeltee?

Am besten schmeckt der Tee ganz frisch, wenn man die Kiefernadeln selber gepflückt hat. Bevor wir den Tee zubereiten, ist es ratsam, die Nadeln zu waschen. Auch Jungtriebe und Kiefersprossen eignen sich für den Tee. Wer einen intensiveren Geschmack bevorzugt, kann die Kiefernadeln vorher noch zerkleinern. Ein gehäufter Teelöffel ist ausreichend; dann mit heissem Wasser übergießen und 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Anschliessend werden die Nadeln entfernt und voila, der Tee ist trinkbereit.

2. Meerrettich.

Die scharfe Wurzel ist nicht nur eine Delikatesse, sondern auch ein pflanzliches Antibiotika. Meerrettich wird bei Infektionen und Erkältungssymptomen eingesetzt. Dass Meerrettich vor tausenden von Jahren zur Stärkung des Immunsystems verwendet wurde, erfahren wir aus Überlieferungen der alten Pharaonen.

Anwendungen:

  • Atemwegserkrankungen
  • Nasennebenhöhlenentzündungen
  • Entzündungen im Hals-Rachenbereich
  • Bei bakteriellen Infekten im Harnbereich

3. Löwenzahn.

Viele halten es für ein Unkraut, vergessen dabei, dass der Löwenzahn (Taraxacum) bereits seit dem 15. Jahrhundert in Kräuter- und Arzneibüchern für seine vielseitige Verwendung geschätzt wurde. Im Haushalt können die jungen, frischen Löwenzahlblätter zu einem leckeren Salat zubereitet werden. Auch die Pharmaindustrie greift gerne auf die gelbe Wildpflanze zurück um Tinkturen, Extrakte oder sonstige Präparate herzustellen.

Die im Löwenzahn enthaltenen Bitterstoffe machen die Heilpflanze für ihren Einsatz im Magen-Darm-Trakt besonders wertvoll. Bei Gallenbeschwerden, Leber- und Niederleiden, Verdauungsprobleme und Appetitlosigkeit ist Taraxacum ein bewährtes homöopathisches Mittel.

Im Winter erfreuen wir uns zusätzlich über ihre antibakterielle Wirkung.

4. Mariendistel.

Wer kennt sie nicht, die lilafarbene wilde Pflanze die bei Leber- und Gallenbeschwerden als erste Anlaufstelle genommen wird?

Die Mariendistel kann allerdings mehr als nur die Leber zu entgiften. Sie hilft auch bei Verdauungsbeschwerden, Seitenstechen, Muskelrheuma sowie Depressionen und Ängsten.

Anwendung im Haushalt:

Mariendistel schmeckt besonders lecker als gekochtes Gemüse. Wer sie roh verzehren mag, kann sich einen Salat zubereiten oder diese in Smoothies dazu geben.

5. Gänseblümchen.

Die unscheinbare Wildpflanze die das ganze Jahr über blüht ist besonders reich an Vitamin C, was sie zu einem natürlichen Immunsystembooster macht. Ihre Power in der Naturheilkunde ist weitreichend, denn sie wird nicht nur bei Atemwegserkrankungen sondern auch bei Gallen-, Leber-, Magen- sowie Menstruationsbeschwerden eingesetzt.

Ihre herbe Note verleiht Gemüsegerichten und frischen Salaten ein besonderes Aroma.

Aufbewahrung von Wildpflanzen

Frisch gepflückt und nun? Wie bewahre ich Wildpflanzen am besten auf?

Die teils zierlichen Pflanzen schmecken am besten frisch, daher lohnt es sich diese zeitnah zu verspeisen. Das gelingt jedoch nicht immer und deshalb gibt es die Möglichkeit diese kühl (im Kühlschrank bis zu 7 Tage) oder getrocknet (manchmal bis zu einem Jahr) zu lagern.

Die Natur bietet uns Menschen alles was wir brauchen. Deshalb gilt es die Natur und ihre prächtigen Ressourcen zu respektieren, denn nur wenn wir uns gegenseitig bereichern, können wir das Leben auf diesem wunderbaren Planeten über ganz viele Generationen hinaus gemeinsam geniessen.

Wissenschaftliche Studien

  • Kuo, P.C.; Li, Y.C.; Kusuma, A.M. et. al: „Anti-Inflammatory Principles from the Needles of Pinus taiwanensis Hayata and In Silico Studies of Their Potential Anti-Aging Effects“. Antioxidants (Basel), 2021 Apr 13; 10(4): 598. PMID: 33924612
  • Good, K.H.; Albrecht, Uwe; Schneider, Berthold: „Wirksamkeit und Verträglichkeit eines pflanzlichen Arzneimittels mit Kapuzinerkressenkraut und Meerrettich bei akuter Sinusitits, akuter Bronchitis und akuter Blasenentzündung im Vergleich zu anderen Therapien unter den Bedingungen der täglichen Praxis“. Arzneimittelforschung, 2012 Dec; 62(12):e4. PMID: 23918738.
  • Schütz, K; Carle, R.; Schieber, A: „Taraxacum — a review on its phytochemical and pharmacological profile“. J Ethnopharmacol 2006 Oct 11; 107(3): 313-23. PMID: 16950583.
  • Abenavoli, L; Izzo, A., Milic, N; Cicala C. et al: „Milk thistle (Silybum marianum): A concise overview on its chemistry, pharmacological, and nutraceutical uses in liver diseases“. Phytother Res. 2018 Nov; 32(11): 2202-2213. PMID: 30080294.
  • Weitere medizinische Studien zu den oben aufgeführten Wildpflanzen findet Ihr auf der US-amerikanischen Webseite PubMed.

Bildquelle: Foto von papazachariasa auf Pixabay

Was ist Permakultur und wie funktioniert es

Was ist Permakultur und wie funktioniert es?

Permakultur ist „in“. Immer wieder höre ich von Großstadtmenschen die ihre Karriere bei renommierten Konzernen oder Banken hinschmeissen, aufs Land ziehen und als erstes Gemüse anbauen nach dem Prinzip der Permakultur. Was steckt hinter diesem Trend? Ist das die neue Goldjagd der Hobbylandwirte?

Neben Foodscaping, Indoor Farming oder Vertical Gardening, finden sich in den letzten Jahren immer mehr Anhänger der sogenannten „dauerhaften Kultivierung“ bzw. der Permakultur. Deswegen habe ich diesen Begriff auch in meinem kleinen Landwirtschaftslexikon Ende letzten Jahres aufgenommen.

Was bedeutet Permakultur?

Permakultur hat ihren Ursprung in Australien. In den 70er Jahren entwarf Bill Mollison gemeinsam mit seinem Schüler David Holmgren das Konzept von „permanent agriculture“. Ziel ist es durch geschlossene Kreisläufe sich selbst erhaltende Lebensräume zu schaffen. Es geht dabei um nachhaltige landwirtschaftliche Systeme, die sich als Gegenpol zum aktuellen industriellen Agrarsystem verstehen. Die natürlichen Kreisläufe werden nachgeahmt und ertragreich umgesetzt.

Wie erfolgreich dieses Konzept ist, zeigt nicht nur die Tatsache, dass die beiden in 1981 den Right Livelihood Award erhielten, also den Alternativen Nobelpreis, sondern auch, dass sich diese Bewegung heute weltweit beschleunigt und intensiviert hat. Von privaten Hausgärten bis hin zu kleinen / mittelgroßen Bauernhöfen, die natürlichen Ökosysteme der Permakultur finden überall treue Anhänger.

Kurz zusammengefasst:

  • Es geht um einen achtsamen Umgang mit den vorhandenen natürlichen Ressourcen.
  • Ganzheitliches Denken angesagt; kein Platz für Silodenken.
  • „Nachhaltige und naturnahe Kreisläufe“ so David Holmgren.

Kommen wir zur Millionen-Euro-Frage:

Ist Permakultur wirtschaftlicher als konventionelle Methoden?

Lassen wir uns auf eine Reise in die Normandie ein, um diese Frage zu beantworten. Dafür besuchen wir besuchen Charles und Perrine Herve-Gruyer. Sie sind die beiden Inhaber der Organic Farm Bec Hellouin, die zur erfolgreichsten Alternativfarm Frankreichs gekürt wurde.

Quelle: Frei heit, YouTube. Ein Beitrag des SWR im Original.

Diejenigen von Euch die etwas tiefer in die Geheimnisse der Organic Farm Bec Hallouin von Charles Herve-Gruyer einsteigen wollen, empfehle ich folgenden fast 2-stündigen Videobeitrag. Ein Gruppe von Interessenten und Landwirten aus deutschen Dörfern haben sich zusammen getan und den Permakultur-Hof in der Normandie im August 2019 besucht.

Quelle: Armonia, YouTube.

Bio vs. Permakultur

Jeglicher Einsatz von Erdöl egal ob in Form von Dünger oder als Landmaschine, ist bei der Permakultur verboten. Auf den Hoch- und Hügelbeeten ist Handarbeit angesagt. Gleichzeitig erleichtern diese ausgeklügelten Strukturen das Pflanzen und Ernten.

Wie erfolgt die Bodenbearbeitung?

Durch Handarbeit und manuell geführten Rechen. Pflanzen, Säen, Pflegen und Ernten – alles erfolgt manuell oder durch Handarbeit.

Weitere Besonderheiten:

  • Fokus auf Artenvielfalt. Es gibt keine Monokulturen.
  • Kleine und überschaubare Beete.
  • Meist Hoch- und Hügelbeete weil diese Strukturen die perfekte Ökobilanz gewährleisten.
  • Vielfalt ist angesagt. Viele unterschiedliche Gemüse- und Obstsorten kohabitieren auf wenig Fläche.
  • Alles wird wiederverwendet. Es gibt keinen Abfall.
  • Natürliche Kreisläufe sind das höchste Gebot.

Zurück zur Wirtschaftlichkeit

„Im Schnitt erwirtschaften wir 55 Euro pro Quadratmeter“ so Charles Herve-Gruyer.

Das ist fast 10 mal mehr als bei einem konventionellen Betrieb wo Landmaschinen zum Einsatz kommen.

Das sind natürlich gigantische Erträge, die dazu geführt haben, dass sich die Wissenschaft das Konzept näher anschauen wollte. Die Experten vom französischen Agrarforschungszentrum INRAE in Paris starteten eine vierjährige Studie (von Dezember 2011 bis März 2015) mit dem Titel:

„Case Study Permacultural Organic Market Gardening and Economic Performance“

Die detaillierten Ergebnisse dieser Studie findet Ihr in diesem 67-seitigen PDF-Dokument. Hinweis: Die Veröffentlichung ist auf französisch.

Das ist die englische Version der Studie in PDF-Format.

DAS ENDERGEBNIS:

Auf der Permakultur-Farm Bec Hellouin wächst 3-4 mal mehr Gemüse als in einem konventionellen Gemüsebetrieb gleicher Fläche.

Was sind die Gründe für diesen hohen Ertrag?

So wie es aussieht spielen zwei Faktoren eine hauptsächliche Rolle beim Erreichen dieser Ertragszahlen:

  • Artenvielfalt – mehr Pflanzensorten auf engem Raum führen zur höheren Produktion
  • Bepflanzung durch Hand – auch das führt zu einer Steigerung der Produktion

Inwieweit sich dieses Konzept auf größere landwirtschaftliche Betriebe umsetzen lässt die z.B. Getreide anbauen, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Die Inhaber von Bec Hellouin haben damit bereits angefangen.

Das Konzept der Permakultur wird uns hier auf Agrarbetrieb auch weiterhin begleiten. Als Befürworter von Artenvielfalt und Nachhaltigkeit betrachte ich diese ressourcenschonende Landnutzung ausschlaggebend für eine zukunftsträchtige Landwirtschaft.

Bildquelle: Foto von Tania Malrechauffe auf Unsplash