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Auswirkungen von 5G auf die Landwirtschaft

Die Auswirkungen von 5G auf die Landwirtschaft

Mit dem weltweiten Chaos ist auch der große Roll-out von 5G zum Halt gekommen. Alles soll „connected“ werden, so die Versprechungen der Big Tech Unternehmen. Kommunikation in Echtzeit und das nicht nur unter Menschen, sondern auch zwischen Mensch und Maschine. Die NASA weist auf Probleme hin und Ärzte warnen vor Gesundheitsschäden.

Schnellere Smartphones, Tablets und Computer und gleichzeitig auch ein schnelleres Internet – das wollen immer mehr Menschen. Die Wenigsten verstehen was hinter diesen Technologien steckt und noch weniger befassen sich mit den möglichen Nebenwirkungen. Das was uns die Telekommunikationsunternehmen erzählen, wird für bare Münze genommen.

Das Stichwort für 5G heißt „Millimeter-Wave-Technology“. Dafür benötigt man jede Menge Wireless-Kanäle die Datenmengen von künftig 10 Gigabit pro Sekunde (also in Echtzeit) übertragen sollen. Die Latentzeit soll eine Millisekunde betragen, was der Reaktionszeit unserer Nervenzellen entspricht.

So wird uns 5G verkauft

Bei 5G geht es um viel mehr als nur Geschwindigkeit. Es geht um sogenannte Internet of Things (IoT) Lösungen, die quasi eine zunehmende Vernetzung aller möglichen Geräte ermöglichen. Das Wort „Smart“ steht im Zentrum dieser Entwicklung. Smart Homes, Smart Stadiums oder Smart Streets – das was wir früher in Science-Fiction-Filmen gesehen haben, soll bald Realität werden.

Ein paar Beispiele:

Der Smarte Kühlschrank schickt eine Bestellung direkt an Amazon, womit es verbunden ist und ohne dass Du etwas tun musst, steht die Ware binnen 2 Stunden vor Deiner Tür. Alles ist bezahlt. Du musst nur noch alles in den Kühlschrank packen; außer natürlich Du hast einen Roboter daheim, der ebenfalls „Smart“ ist und das alles automatisch für Dich erledigt.

Wozu sich noch mit dem Taxifahrer ärgern, wenn ein autonomes Fahrzeug problemlos vor der Tür stehen kann und das entweder per Klick auf einer App oder besser sogar, mittels Aufforderung via Voice-Technologie an Dein „Smart“-Phone.

Was hälst Du davon, wenn Du Klavierspielen lernen könntest mit „smarten“ Handschuhen?

VR-Brille auf und Du kannst ganz gediegen Deine Lieblings-Freizeitaktivität geniessen. Klingt das nicht toll?

Roboter sollen das übernehmen, was wir als Menschen nicht mehr verrichten wollen. Die dadurch gewonnene Zeit sollen wir für kreativere Tätigkeiten verwenden.

Soweit die Verkaufsargumente des Konzepts Internet der Dinge. Die Jugend zelebriert, diejenige die von Technologien wenig Ahnung haben, verstehen nicht was der ganze Hype soll und wiederum andere, machen sich echte Sorgen um die Menschheit. Ist das die richtige Richtung? Entfremden wir uns nicht noch mehr? Wo bleiben unsere ganzen Werte? Was sollen wir in einer von Robotern dominierten Welt überhaupt noch tun?

Viele ungemütliche Fragen zu denen es wenige fundierte Antworten gibt. Über die Gefahren bzw. sogenannten „red flags“ mag keiner sprechen.

Im Oktober 2017 erlebte 5G seine Europapremiere in Berlin. Vier Funkzellen von Telekom und Huawei demonstrierten live die Übertragung im neuen Standard.

Und wer legt diese Standards fest?

Die International Telecommunication Union (ITU). Es handelt sich hierbei um eine auf Informations- und Kommunikationstechnologien spezialisierte Agentur der Vereinten Nationen. Im Februar 2017 hat die ITU die Anforderungen für den neuesten Standard 5G festgelegt. Hier geht’s zum entsprechenden ITU Dokument.

Keine Zukunftstechnologie ohne Nebenwirkungen

Wir haben es verstanden: alles wird schneller und „smarter“. Was sind die unschönen Seiten dieser neuen Technologie?

Ich möchte hierbei auf zwei Punkte bzw. besser gesagt Perspektiven, eingehen. Ein Teil der Warnungen kommen von den Experten der NASA und der andere Teil von Ärzten.

#1: Warnung von NASA

In einem Bericht der Washington Post vom 23.05.2019 warnen die Leiter der NASA und der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) vor einem ernsthaften Problem. In der neuen Technologie steckt eine große Gefahr, die mit einer Naturkatastrophe zu tun hat. Der neue 5G Mobilfunkstandard könnte die technologischen Möglichkeiten der Wettervorhersage um 40 Jahre beeinträchtigen. Übersetzt heisst das, es würde uns im Notfall die Fähigkeit nehmen, z.B. tödliche Hurrikans vorauszusehen und Menschen rechtzeitig zu evakuieren.

Einfach erklärt: Eines der wichtigsten Funkfrequenzen für 5G Netzwerke, das 24-GHz-Band, liegt sehr nahe an den Frequenzen, mit denen Mikrowellensatelliten Wasserdampf beobachten und Wetterveränderungen erkennen können. Das heisst, die Schwingungszahlen könnten sich gegenseitig stören. Dies wiederum bedeutet, die Infos würden nicht rechtzeitig ankommen, um im Falle einer Naturkatastrophe, die Menschen in Sicherheit zu bringen.

Die drahtlose Industrie bestreitet dies.

#2. Warnung von Ärzten

Gefährdet 5G die Gesundheit? Immer mehr Mediziner heben die Hand und weisen darauf hin, dass die Gefahren nicht ausreichend erforscht wurden. Ein direkter Zusammenhang zwischen der Mobilfunkstrahlung und Krebserkrankungen ist zwar noch nicht nachgewiesen worden und trotzdem bezeichnet die Weltgesundheitsorganisation WHO Mobilfunkstrahlung bereits seit 2011 als „möglicherweise krebserregend“.

Das Krankheitsbild „Elektrohypersensibilität“ (EHS) wird durch Mobilfunk- und WLAN-Strahlung verursacht und betrifft insbesondere Menschen die in Gegenden wohnen, wo viel Elektrosmog herrscht. Die typischen Symptome sind Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und im Extremfall, sogar Herzrhythmusstörungen.

Jetzt sollen durch 5G die Frequenzen erhöht werden, so dass wir noch mehr mit EMF-Strahlung bombardiert werden.

Quelle: FunkWissen, YouTube

Die drahtlose Industrie besteht darauf, dass es soweit keine bekannten gesundheitlichen Schäden gibt.

Was bedeutet 5G für die Landwirtschaft?

Womit verbinden wir den Begriff 5G in der Landwirtschaft?

Mit Smart Farming natürlich.

Auch in unserer Branche soll alles vernetzt sein. Der Landwirt sitzt in irgend einem Gebäude am sog. Cockpit und überwacht ab und zu den „Flow“. Auf dem Feld wimmelt es nur so von Feldrobotern und autonomen Schleppern & Co. Satelliten übertragen die von den Geräten erstellten Bilder vom Ackerbau – in Echtzeit, versteht sich. Drohnen signalisieren ob es irgendwelche „Eindringlinge“ gibt. Im Cockpit werden die ganzen Daten im Computer zentralisiert. Auf dem Bildschirm erscheinen die Ergebnisse der analysierten Daten inkl. Lösungsempfehlungen.

Der gute Landwirt nimmt die eine oder andere Idee auf bzw. überlegt sich etwas Neues – denn nicht vergessen, wir dürfen ja kreativ sein, wenn die Roboter eh schon alles für uns tun.

Ist dieses Szenario plausibel? Wird die Landwirtschaft der Zukunft in etwa so aussehen?

Wenn man sich die Simulationen von einigen Big Playern wie z.B. John Deere anschaut, dann ist das oben dargestellte gar nicht so abwägig. Fakt ist, es wird sich auch in unserer Branche vieles, sehr vieles verändern. Wir sind vor dem „Smart“-Trend nicht immun. Die Damen und Herren die sich ganz neue und tolle Smart Cities ausgedacht haben, können uns nicht so einfach ignoriert haben.

Alle „Smart“-Initiatoren ziehen an einem Strang. Kein Industriezweig wird ausgelassen, auch Mediziner sind nicht auf der sicheren Seite. Bereits heute können Roboter Teil-OPs präziser durchführen als viele erfahrene Chirurgen.

Ob uns 5G wirklich „smarter“ machen wird, bezweifele ich an dieser Stelle. Technologie darf uns nicht dümmer machen und vor allem, nicht kontrollieren. Dieses Prinzip gilt sowohl in der Landwirtschaft als auch für alles andere im Leben.

Feldroboter Agritechnica

Neuigkeiten: Feldroboter, Solarfolien und Freihandelsabkommen

Ich habe schon des Öfteren über autonome Landmaschinen und Traktoren geschrieben. Heute gibt’s etwas spannendes zu Feldrobotern zu berichten. Ein französisches Start-Up hat zum ersten Mal 50 Hektar Mais vollständig mit Feldroboter verarbeitet.

Die nächste Innovation kommt aus Zypern; es handelt sich hierbei um eine Solarfolie. Anschließend berichte ich über die Initiative der EU ein Freihandelsabkommen mit Australien und Neuseeland abzuschließen.

Wir starten die heutige Reise mit unseren unbemannten Landtechnik-Gefährten, den Feldrobotern.

Franzosen brechen mit ihrem Feldroboter den Rekord im autonomen Mais säen

Das französische Start-Up AgreenCulture sorgt mit seinem Projekt „Challenge Centeol 2018“ für Schlagzahlen und ganz viele Video-Views auf Twitter. Der vom Unternehmen entwickelte Feldroboter mit Raupenfahrwerk soll 50 Hektar Mais vollständig autonom bewirtschaften.

Was kann der Agrarroboter?

Der autonom fahrende Landwirtschaftsroboter kann

  • den Boden bearbeiten
  • säen und
  • den Pflanzenschutz machen (Bestandespflege)

Auf der Webseite des Unternehmens wird der Zeitplan ganz genau beschrieben.

Letztes Jahr im Oktober wurde der Boden analysiert; d.h. es erfolgten Bodenproben. Im März haben zwei Feldroboter die Bearbeitung des Ackers übernommen. Im April haben drei Roboter auf einem Schlag Mais gesäet. In diesem Monat brachte dann ein Roboter die Dünger aus.

Wenn der Mais soweit ist, dann sind drei Arbeitsgänge mit der mechanischen Unkrauthacke geplant. Damit verläuft die gesamte Prozedur autonom. Kein Mensch auf dem Feld, weit und breit. Für Landwirte mit größeren Flächen ein absoluter Produktivitäts-Booster.

In Zypern wird eine Solarfolie getestet, die gleichzeitig Strom erzeugt und vor Wasserverdunstung schützt

Wir verlassen Frankreich und lenken unseren Blick auf die kleine Insel im Süden der EU.

Es geht nach Zypern. Hier testet der Technologieriese Continental die weltweit erste schwimmende Solarfolie.

Quelle: ContiTech, YouTube

Die wichtigsten Vorteile dieser großen Solarfolie:

  • Die integrierten Photovoltaik-Module erzeugen elektrischen Strom aus Sonnenenergie.
  • Das im Reservoir gesammelte Wasser wird vor Verdunstung und Verschmutzung geschützt.

Das Wasserreservoir befindet sich in der Region Limassol, ist 6.500 qm groß und 4,5 Meter tief. Das gespeicherte Wasser kann zur Bewässerung der landwirtschaftlichen Flächen in der Region genutzt werden.

Die Firma Continental sieht als Haupteinsatzpotenziale der Solarfolie die Wasserversorgung in heißen Ländern und in der Nähe von Flughäfen.

Grünes Licht aus Brüssel: EU darf Freihandelsabkommen mit Australien und Neuseeland vereinbaren

Während sich die USA unter Präsident Donald Trump in punkto Handelspolitik isoliert, tritt die EU aufs Gaspedal und sucht nach neuen Handelspartnern am anderen Ende des Globus.

Die EU-Handelsminister haben ihr OK gegeben: Die EU-Kommission darf jetzt Freihandelsabkommen mit Australien und Neuseeland vereinbaren.

Folgende Wirtschaftsbereiche werden wohl am stärksten von dieser Markteröffnung profitieren:

  • Chemieindustrie
  • Maschinenbau
  • Lebensmittelsektor
  • Agrarsektor => der Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen wird gesondert behandelt und wird nicht vollständig liberalisiert
  • Dienstleistungen

Das Handelsvolumen zwischen EU und den beiden Ländern

Ein paar Zahlen im Überblick:

  • 47,7 Mrd. EUR Warenverkehr zwischen EU und Australien => die EU gilt als 3-wichtigster Wirtschaftspartner
  • 8,7 Mrd. EUR Warenverkehr zwischen EU und Neuseeland => die EU ist 2-wichtigster Wirtschaftspartner

Was wird importiert und exportiert?

EU-Exporte nach AUS: Fertigungsgüter

EU-Exporte nach NZ: Fertigungs- und Industriegüter

EU-Importe aus AUS: mineralische Rohstoffe, landwirtschaftliche Erzeugnisse

EU-Importe aus NZ: landwirtschaftliche Erzeugnisse

Quellen: Europäische Kommission, Spiegel

News aus unserer Branche

Zuletzt noch zwei kurze Nachrichten aus der Branche:

1. Molkereigenossenschaft Pleystein geht an Bayernland eG

Ab dem 1. Januar 2019 wird die Molkereigenossenschaft Pleystein als dritte Primärgenossenschaft ihre Milch an die Bayernland eG liefern. Die Vorstände und Aufsichtsräte haben die Zusammenarbeit formal beschlossen. Der Verbund soll die Wirtschaftlichkeit sichern.

Die Molkereigenossenschaft Pleystein besteht aus rund 175 Milcherzeugern in Nordostbayern. Die Kapazität liegt bei etwa 40 Mio. kg Milch pro Jahr.

2. Deutsch-slowenische Bienenallianz zum Weltbienentag

Am 20. Mai 2018 hat der erste Weltbienentag der Vereinten Nationen stattgefunden. Das Motto lautete „Blüht hier was? Stadt und Land gemeinsam für Bienen!“.

Im Vorfeld der großen Feier hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner eine deutsch-slowenische Allianz auf die Beine gestellt. Im Rahmen dieser Initiative wollen beide Länder die wissenschaftliche Zusammenarbeit im Imkerbereich intensivieren. Des Weiteren haben sich die beiden Minister der jeweiligen Länder zum Ziel gesetzt, bienenfreundliche Maßnahmen im Rahmen der EU-Politik noch effizienter zu fördern.

Quelle: BMEL

Innovationen in der Landwirtschaft

Egal ob Feldroboter oder neue Freihandelsabkommen wo deutsche Agrarprodukte auf dem Teller anderer Nationen landen, die Landwirtschaft hat jede Menge Neues zu bieten.

Sicherlich ist die eine oder andere Innovation oder Produktneuheit von größerer Bedeutung für die Gesamtheit, aber es zählen auch die vielen kleinen Veränderungen und Verbesserungen, die das große Ganze überhaupt möglich machen.

Wäre der neue Feldroboter etwas für Euch? Habt Ihr schon erste Erfahrungen gesammelt mit autonomen Landtechnik-Gefährten?

Ökolandbau in Deutschland

Das bewegt uns: Ökolandbau, Monsanto-Übernahme, Autonome Traktoren

Es findet ein Bundeswettbewerb für Ökolandbau statt. Bayer und Monsanto nähern sich mit ihrem Mega-Deal der Ziellinie und John Deere tüftelt an einem effizienteren Traktor, welches ein günstigeres autonomes Fahren ermöglichen soll. Das sind die drei Hauptthemen in unserem heutigen Blog.

Los geht’s mit der Ökolandwirtschaft.

Die neue Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner bekennt sich zum Ökolandbau und will diesen auch stärker fördern. In einem Interview mit dem Radiosender Deutschlandfunk sagte sie, dass sie sich stark machen will für den ökologischen Landbau und den anderen Formen nachhaltiger Landwirtschaft.

Im Klartext bedeutet das: höhere Finanzierung für Bundesprogramme, die den Ökolandbau fördern.

Die erhöhten Ertragsrisiken aufgrund des Verzichts auf chemische Pflanzenschutzmittel sollen, soweit es geht, durch derartige finanzielle Hilfen aufgehoben werden.

Bundeswettbewerb Ökolandbau 2019: Die Top 3 Sieger erhalten ein Preisgeld von jeweils 7.500 EUR

Biobetriebe mit innovativen und zukunftsweisenden Konzepten, die sich in der Praxis bewährt haben, können bis zum 29. Juni 2018 ihre Ideen für den Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau 2019 einreichen.

Auch einzelne Biolandwirte sind herzlich eingeladen, ihre ungewöhnlichen Ideen zu präsentieren. Dabei können diese Konzepte auch nur einzelne Bereiche abdecken, z.B. innovative Lösungen für die Tierhaltung oder im Bereich Energiemanagement.

Den drei Siegern, welche die unabhängige Jury am meisten überzeugt haben, winken anschließend jeweils bis zu 7.500 EUR.

Detaillierte Informationen zu den jeweiligen Teilnahmebedingungen sowie dem Auswahlverfahren gibt es HIER.

Das Ganze wird von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) koordiniert.

Zurück zu dem Interview mit der Umweltministerin…

Der Ministerin ist klar, dass wir die bald 9,7 Mrd. Welbevölkerung nicht nur mit Bio ernähren können und dass die konventionelle Landwirtschaft durchaus seinen Platz hat. Nicht desto trotz, kann man unserer Erde und den kleinen Insekten und Bienen noch sehr viel Gutes tun.

==> Um die Insektenpopulation zu stärken, will sie in Deutschland mehr Hecken, Rand- und Blühstreifen sehen. Diesbezüglich hat sie sich vorgenommen, das Insektenmonitoringprogramm zusammen mit dem Bundesumweltministerium anzugehen.

==> Des Weiteren, setzt sich die Landwirtschaftsministerin dafür ein, Neonikotinoide zu verbieten. Da ist sie nicht alleine. Auch Frankreich welches ebenfalls vom Bienensterben stark betroffen ist, unterstützt das Verbot.

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EXKURS: Wenn Ihr Interesse daran habt, das natürliche Habitat der Bienen zu unterstützen, so biete ich Euch hier auf Agrarbetrieb die Möglichkeit an, eine Blumenwiesenpatenschaft zu übernehmen. Hier geht’s zur Blumenwiese.
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Neue EU-Regel soll Etikettenschwindel bei Bio-Lebensmitteln eindämmen

Das EU-Parlament billigte die neue Verordnung die in 2021 in Kraft treten soll. Die Zustimmung des Rats der Mitgliedsländer steht noch aus; dies ist jedoch nur eine Formalität.

Was sieht die neue Verordnung vor?

Strengere Kontrollen für Produktion + Lieferkette.

Strengere Auflagen bei importierten Bio-Lebensmitteln aus Drittländern. Hierbei sollen die EU-Standards strikter eingehalten werden. Wer von der Regel abweicht, soll nach Inkrafttreten der Verordnung nur noch 5 Jahre lang importiert werden dürfen.

Bio-Landwirte müssen künftig darauf achten, dass ihre Ware nicht mit Chemikalien und Pflanzenschutzmitteln verunreinigt werden.

Die Monsanto-Übernahme geht in die letzte Runde

Im September 2016 ging es durch alle Medien. Zwei Giganten der Agrochemie meldeten ihre Fusion an. Das Mega-Deal des Jahrhunderts zwischen Bayer und Monsanto für 60 Milliarden US-Dollar sorgte weltweit für großes Staunen.

Wie stellt sich heute die Lage dar? Ist die Übernahme endgültig abgeschlossen? Welches Land muss noch zustimmen?

Die Freigabe für die Übernahme erfolgte — unter Auflagen, von folgenden Nationen bzw. Teile der Welt:

  • EU-Kommission (März 2018; Auflagen: Verkauf verschiedener Geschäfte)
  • China
  • Brasilien
  • Russland (Auflage: Bayer soll Forschungszentrum in Russland aufbauen)

Was noch fehlt ist die offizielle Zustimmung von Seiten der USA, obwohl die Zeitung Wall Street Journal am 9. April von einer Einigung berichtete.

John Deere’s Traktor: autonom und mit Stromkabel

JD’s vollelektrisch angetriebene Traktor Sesame sorgt weiterhin für Ansehen.

Das größte Manko der in 2016 auf dem Markt gebrachten Maschine ist der gigantische Akku. Erst drei Stunden fahren, dann vier Stunden laden. Das ist nicht ökonomisch. An dem Traktor muss noch einiges gemacht werden.

Quelle: Precision Makers, YouTube

Die Gerüchteküche brodelt…

Man munkelt, dass JD eine ganz neue Herangehensweise testet, u.z. der benötigte Strom soll jetzt ganz einfach über ein Kabel kommen, welcher an der Traktorfront mit Hilfe einer Spule angebracht ist. Das Stromkabel soll rechts am Traktor vorbeigeführt werden.

Laut OEM Off-Highway, soll die Leistung des autonomen John Deere Traktor aus zwei Elektromotoren kommen:

  • Motor #1 liefert 200 kW für Hydraulik und Zapfwelle und
  • Motor #2 sorgt mit 150 kW für Traktion.

Gewicht wird dadurch gespart, dass u.a. Tank und Kabine beim autonomen Fahren unnötig sind.

Ökolandbau, Bayer-Monsanto-Übernahme oder autonome Traktoren — die Welt der Landwirtschaft und Landtechnik ist sehr vielfältig und bunt. Langeweile ist in unserer Branche ein Fremdwort.

Was haltet Ihr von den Initiativen im Bereich Ökolandbau und Insektenmonitoring der neuen Landwirtschaftsministerin? Welche weitere Themen gehören Eurer Meinung nach ins Fokus?