Beiträge

Acerola - ein Vitamin C-Exot

Acerola – ein Vitamin C-Exot aus Süd- und Mittelamerika

Eine kleine, rote und dünnschalige Frucht aus den Tropen, die es lohnt näher kennenzulernen: die Kirsche der Antillen oder Acerola. Während wir sie hierzulande in den Varianten Pulver, Kapsel oder Saft verzehren dürfen, erfreuen sich die Menschen aus Mexiko, Panama, Guatemala und Jamaika den frischen Früchtchen.

Acerola-Kirschen schmecken intensiv säuerlich, duften nach Apfel und sind ein absoluter Star in punkto Vitamin C Gehalt. In den Charts der Vitamin C-reichsten Früchte der Welt hat Acerola einen festen Platz unter den Top 5 Big Player (Quelle: Wikipedia) – meistens belegt sie den dritten Platz nach der australischen Buschpflaume (Kakadu plum) und Camu-Camu aus den Amazonas.

Mit rund 1700 mg Vitamin C pro 100 g ist die Acerola-Kirsche ein absoluter Immunsystembooster; im Vergleich lässt sie die altbewährten Zitrusfrüchte Zitronen und Orangen (50 mg Vitamin C/ 100g) oder Grapefruit (30 mg Vitamin C/ 100g) ganz alt aussehen.

Das ist aber nur die eine Hälfte der Geschichte, denn Acerola hat noch jede Menge weiterer Vitamine und Mineralstoffe an Bord. Die säuerlichen Früchtchen sind reich an Provitamin A, Vitamin B1, B2, B5, Magnesium, Phosphor und Kalzium. Das Gesamtpaket liefert demnach einen äußerst effektiven Zellschutz und verstärkt die antioxidative Wirkung des in der Frucht beinhalteten Vitamin C. Ganz konkret heisst das: verbesserter Schutz vor freien Radikalen und damit u.a. auch vor Krebs.

Die Natur schlägt die in den Chemielaboratorien nachgeahmten Substanzen jedes Mal. Früchte wie Camu-Camu, Sanddorn, Kakadu Plum oder Acerola sind wahre Vitamin- und Mineralstoff-Bomben und wirken daher besser als z.B. isolierte Ascorbinsäure.

Quelle: Selbstheilung-Online, YouTube

Was macht Acerola so gesund?

Bevor wir auf die Wirkungen eingehen, vorerst noch ein paar außergewöhnliche Infos zu Acerola:

=> Diese Frucht kann unter den schwierigsten Bedingungen gedeihen wie z.B. an Berghängen, Straßenrändern oder in feuchten Flussgebieten.

=> Die Früchte können mehrmals pro Jahr geerntet werden, da sie weniger als 1 Monat benötigen, um zu reifen.

=> Die Frucht besteht zu 80% aus Wasser.

=> Die Mayas verwendeten Acerola zur Stärkung des Immunsystems.

=> Die Ureinwohner Südamerikas (Mayas, Azteken & Co.) setzten Acerola bei Diabetes, Durchfall und zur Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems ein.

=> In den Herkunftsländern wird die Frucht gerne roh verzehrt. Hierzulande wird Acerola nur in verarbeiteter Form angeboten, meistens als Pulver oder Saft.

Zu den gesundheitsfördernden Wirkungen dieser Tropenfrucht zählen u.a.:

  • Immunstärkend: Eine unzureichende Zufuhr von Vitamin C erhöht die Infektanfälligkeit. Deshalb sollte man während der Erkältungszeit besonders viel Vitamin C zu sich nehmen.
  • Antioxidant: Freie Radikale sind die Hauptverursacher vieler chronischer Krankheiten und der wichtigste Grund einer vorzeitigen Hautalterung. Als Radikalfänger unterstützt Acerola auf natürlicher Weise unseren Organismus bei der Bekämpfung von oxidativem Stress. Damit beugt die Frucht auch der Zellalterung vor.
  • Schützt das Herz-Kreislauf-System: Der hohe Anteil von Vitamin C beugt der Bildung von Arterienverkalkung (Atherosklerose) vor.
  • Lindert Symptome bei Allergien indem es die Histaminkonzentration im Blut verringert
  • Hilft bei Diabetes durch Normalisierung des erhöhten Blutzuckerspiegels
  • Unterstützt den Körper bei der Entgiftung
  • Bekämpft Krebszellen: Die Inhaltsstoffe der Acerolakirsche wirken auf bestimmte Krebszelllinien (Darmkrebszellen) zellschädigend. (siehe unten aufgeführte Studie Yun, Mularky et. al). In 2002 haben japanische Forscher aus Tokyo im Tierversuch an Mäusen nachweisen können, dass ein Acerolaextrakt das Wachstum und die Ausbreitung von Lungenkrebs hemmt. (Studie ebenfalls unten aufgeführt)

Welche Darreichungsformen gibt es?

Wie eingangs erwähnt, kommen wir in Deutschland gar nicht bis extrem schwer an die rohen Früchtchen heran. Es bleibt uns also nichts anderes übrig als die Powerfrucht in einer verarbeiteten Form zu verzehren. Die sicherlich bekannteste Form ist die als Pulver.

Wer Smoothies mag oder morgens auf ein Müsli-Frühstück setzt, der geniesst die Vorteile der Pulverform.

Ansonsten gibt es Acerola auch als Fruchtsaft. Hier ist besonders darauf zu achten, dass man einen möglichst „reinen“ Saft kauft. Denn oft wird Acerola mit anderen Fruchtsäften gemischt, mit Wasser verdünnt und obendrauf auch noch mit Zucker gesüßt. Damit nimmt man etwas zu sich was das genaue Gegenteil von gesund ist. Also bei Saft am besten auf die Varianten Direktsaft oder auf 100% Fruchtsaft aus Konzentrat zurückgreifen.

Dann hätten wir noch die Nahrungsergänzungsmittelalternative in Form von Kapseln. Im Endeffekt wird hier Pulver in kleine Kapseln gepackt. Entsprechend sollte man hier auf die Empfehlung des Herstellers achten.

Zwei wichtige Punkte auf die Ihr unbedingt achten solltet:

  1. SCHADSTOFFE: Kauft ein qualitative hochwertiges Produkt ohne Gentechnik und frei von chemischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Das Produkt sollte mit einem Bio-Siegel gekennzeichnet sein und auf Zusatzstoffe wie Konservierungsstoffe und Süßungsmittel verzichten.
  2. ÜBERDOSIERUNG: Wer zu viel Vitamin C zu sich nimmt, kann mit Nebenwirkungen in Form von weichem Stuhl oder Durchfall rechnen. Vitamin C ist wasserlöslich und der Überschuss wird über den Urin ausgeschieden. Menschen, die an einer Funktionsstörung der Nieren leiden, sollten sich bzgl. der täglichen Dosierung am besten mit ihrem Nephrologen bzw. Urologen kurz schliessen. Eine Überdosierung kann für diese Gruppe von Patienten gefährlich werden.

Wissenschaftliche Studien zur Wirkung von Acerola

  • Vitamin C empfohlene Zufuhr gemäß Deutsche Gesellschaft für Ernährung.
  • Prakash A., Baskaran R.: „Acerola, an untapped functional superfruit: a review on latest frontiers“, Epub 2018 Jul 11. Zu lesen auf PubMed.
  • Samman S, Sivarajah G, Man JC, Ahmad ZI, Petocz P, Caterson ID: „A mixed fruit and vegetable concentrate increases plasma antioxidant vitamins and folate and lowers plasma homosysteine in men“, J Nutr. 2003, Jul. Zu lesen auf PubMed.
  • Hanamura T, Mayama C, Aoki H, Hirayama Y, Shimizu M.: „Antihyperglycemic Effect of Polyphenols from Acerola (Malpighia emarginata DC.) Fruit“, Journal Bioscience, Biotechnology, and Biochemistry Volume 70, 2006; Issue 8, 1813-1820. Zu lesen auf Taylor & Francis Online.
  • Yun J, Mullarky E, et. al: „Vitamin C selectively kills KRAS and BRAF mutant colorectal cancer cells by targeting GAPDH“, Science 2015 Dec. 11; 350(6266): 1391-6. Zu lesen auf PubMed.
  • Nagamine I, Akiyama T, Kainuma M, Kumagai H, Satoh H, Yamada K, Yano T, Sakurai H.: „Effect of acerola cherry extract on cell proliferation and activation of ras signal pathway at the promotion stage of lung tumorigenesis in mice“, J Nutr Sci Vitaminol (Tokyo), 2002 Feb, 48 (1): 69-72. Zu lesen auf PubMed.
  • 600+ medizinische Studien zum Begriff „Acerola“ auf PubMed.

Natur schlägt Synthetik

Ich bin und bleibe ein riesen Fan der Natur. Ich liebe unsere Flora und Fauna über alles und deshalb ist Landwirtschaft meine Berufung. Acerola ist ein Naturprodukt und daher absolut unschlagbar in seiner Wirkung.

Acerola zählt zu den exotischen Superfoods, die sich mittlerweile einen festen Platz im Bewusstsein der europäischen Bevölkerung errungen hat. Sie ist und bleibt eine Powerfrucht von der wir noch jede Menge hören werden.

Tiefgreifende wissenschaftliche Studien sind essentiell, um ein Umdenken bei der Ärzteschaft zu erlangen, denn die westliche Schulmedizin, die weiter auf Chemotherapie, Bestrahlung und Operation setzt, hat gnadenlos versagt. Menschen die diese Tortur überleben, müssen oft mit gewaltigen Nebenwirkungen bis an ihr Lebensende kämpfen. Wer 5+ Jahre überlebt wird als „Wunder“ bezeichnet.

Welche positiven Erfahrungen habt Ihr mit Acerola gesammelt? Welche Darreichungsform bevorzugt Ihr und warum?

Bildquelle: Ponciano / Pixabay.com

Starkes Immunsystem mit der Kraft aus der Natur

Stärke Dein Immunsystem mit der Kraft aus der Natur

Ein starkes Immunsystem ist der beste Schutz gegen Viren und Bakterien. Zum Glück verstehen immer mehr Menschen, dass sie sich wertvolle Unterstützung aus der Natur holen können, um einerseits eine Reihe von Krankheiten vorzubeugen und andererseits, auch viele Beschwerden zu heilen. Ganz anders verhält es sich mit Medikamenten. Diese können zwar gegen Symptome ankämpfen, aber die schwerwiegende Arbeit erledigt Deine eigene Immunabwehr.

Wir leben in einer turbulenten Zeit, in der die Massenmedien eine „tolle“ Arbeit leisten. Krisen, Negativschlagzeilen, Panik schüren – das ist deren Business. Sie benötigen diese Infos, um zu überleben. Das heisst jedoch nicht, dass wir alles was aus den Mainstream-Medien kommt (sowohl TV als auch Zeitungen und Zeitschriften), absolut ungefiltert übernehmen müssen. Bitte überlasst das Denken nicht den Medien, sondern übernimmt Verantwortung.

Das Gleiche gilt auch in punkto Gesundheit. Setzt alles daran, um Euer Immunsystem zu stärken. Übergibt Euer Leben und Schicksal nicht irgendwelcher externer Kraft, sondern stärkt Euch innerlich. Achtet auf die wichtigsten Bausteine im Leben: genügend Schlaf, gesundes Essen, entsprechendes Lifestyle wo es darum geht jeden Tag Euch mental, emotional und physisch zu stärken. Das wiederum erlaubt Euch besser mit Stress umzugehen bzw. stärker auf Euer Inneres zu achten.

„Was ein Mensch glaubt und woran er zweifelt, ist gleich bezeichnend für die Stärke seines Geistes.“

— Marie von Ebner-Eschenbach

Pasteur vs. Bechamp: Die Keimtheorie

Kaum eine Theorie hat sich in der westlichen Medizin stärker verankert als die Keimtheorie. Die Kirche, der Staat und die Wissenschaft schlossen sich der Denkrichtung des französischen Mikrobiologen Louis Pasteur an. „Krankheiten werden durch Erreger (Bakterien, Viren und Co.) verursacht“ – so die Behauptungen von Pasteur. Und so begann der unerbittliche „Mikrobenkrieg“ der bis heute anhält. Seither heißt die Lösung gegen Infektionskrankheiten, Impfungen und Medikamente. Dank Mikrobenangst boomt die pharmazeutische Industrie und ein Ende dieses Aufschwungs ist nicht in Sicht.

Antoine Bechamp, ebenfalls ein französischer Mediziner, Biologe und Pharmakologe und Zeitgenosse von Pasteur, widerlegte dessen Lehre. Bechamp lehrte das was wir schon seit Hippokrates, dem Begründer der wissenschaftlich orientierten Medizin kennen, nämlich, dass Krankheiten in uns durch uns entstehen. Keime sah Bechamp nicht als Feinde, sondern als Voraussetzung allen Lebens.

Ohne Keime, kein Leben! Das Milieu ist das ausschlaggebende. – so die These von Bechamp.

Immer wieder wies Bechamp darauf hin, dass Organismen nicht keimfrei sind, so wie Pasteur es behauptete. Keime sind unsterblich, sie verhalten sich gesetzmäßig und ihre Vermehrung geschieht nicht unkontrolliert, so wie es die moderne Medizin auch heute noch glauben mag.

Das wichtigste aus dieser Story ist folgendes:

Kurz vor seinem Sterben äußerte sich Pasteur zu Bechamp’s Theorie wie folgt:

„Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles“.

Übersetzt heisst das, Bechamp hatte Recht UND sein Gegner Pasteur gab ihm Recht. Über eine Milieuregulierung schaffen wir die Gundlage gegen Krankheiten. Bösartige Bakterien und Keime können dadurch nicht die Überhand gewinnen.

Diesen Passus mag die moderne Medizin inkl. Verbündete nicht. Zuzugeben, dass Antibiotika gegen Viren nicht wirken und dass die Vergabe von Medikamenten zu immer mehr Resistenzen führt, wäre das Ende eines extrem profitablen Geschäfts. Denn was ist schon ein Menschenleben wert, wenn man mit einem falschen Paradigma Millionen bzw. Milliarden verdienen kann?

Quellen:

(1) Ethel D. Hume: „Bechamp or Pasteur? A Lost Chapter in the History of Biology„, erhältlich auf Amazon.

(2) Antoine Bechamp, David Major: „The Blood and Its Third Element“, erhältlich auf Amazon.

Quelle: dieZuversicht, YouTube

Vitamincocktail aus der Natur für ein starkes Immunsystem

Auf der Suche nach Wunderwaffen aus der Natur?

Alles kein Problem, denn Vitamine und Mineralstoffe finden wir wo wir nur hinschauen. Selbstverständlich spielen Hygiene, eine positive Lebenseinstellung, guter Schlaf, regelmäßiger Sport und tolle Beziehungen eine ebenfalls wichtige Rolle. Allerdings fokussiere ich mich hierbei auf die gesunde Ernährung.

Das was wir zu uns nehmen ist extrem wichtig. Das Darm-Milieu wird uns dafür danken und unser Immunsystem quasi von unten entsprechend stärken.

Starten wir mit Vitamin C. Wieso ausgerechnet mit Vitamin C? Weil der menschliche Körper dieses Vitamin nicht selbst produzieren kann.

Ich habe bereits mehrere Beiträge über Vitamin C geschrieben. Folgende Inhalte könnten Dich auch interessieren…

Vitamin C wirkt nicht nur bei Erkältungen sondern wird immer öfter auch bei Krebspatienten eingesetzt. Der kraftvolle Antioxidant hilft dem Körper im Kampf gegen die freien Radikale.

Vitamin A ist wichtig nicht nur für die Augen und unsere Sehkraft, sondern auch für das Immunsystem und die Neubildung von Zellen. Provitamin A bzw. Vitamin A finden wir beispielsweise in Karotten, Süßkartoffeln, Grünkohl, Spinat, Feldsalat, Leber, Fisch und Milchprodukte.

Die Gruppe der B-Vitamine ist sehr vielfältig und komplex. Sie reicht von Vitamin B1 (Thiamin) das wir z.B. in Vollkornprodukte, Nüsse, Erbsen und Kerne über Vitamin B9 (Folat) welches für schwangere Frauen von großer Bedeutung ist und welches wir in Hülsenfrüchte, Leber, Petersilie oder Vollkornprodukte bis hin zu Vitamin B12 (Cobalamin) das für die Blutbildung, die Zellteilung und das Nervensystem von besonderer Bedeutung ist und welches wir insbesondere in Innereien, Fleisch, Fisch, Eier, Sauerkraut, Algen und Milchprodukte wiederfinden.

Das Sonnenvitamin D3 (Cholecalciferol) wird beispielsweise für die Kalciumaufnahme benötigt. Ein Mangel an Vitamin D3 kann zu Müdigkeit, Schlaflosigkeit, depressive Verstimmungen und Muskelschwäche führen. Ab in die Sonne für 15-20 Minuten; Gesicht, Hände und Arme täglich aussetzen. Es gibt auch ein paar Nahrungsmittel die D3 enthalten aber die Mengen sind recht gering. Zu diesen zählen u.a. Lebertran, Eier, Kalbsfleisch oder Milchprodukte.

Zusammen mit Vitamin C ist Vitamin E (Tocopherol) ein weiterer starker Antioxidant welcher den Körper vor freien Radikalen schützt. Vitamin E hemmt nicht nur das Alterungsprozess, sondern stärkt auch unser Immunsystem, das Herz und die Arterien. Zu finden ist Vitamin E insb. in Pflanzenöle und in geringeren Mengen in Nüssen, Samen, Vollkornprodukte, grünem Blattgemüse und Eiern.

Dann wäre noch Vitamin K (Phyllochinon und Menchinon), für viele eine Unbekannte. Diese ist essentiell für die Blutgerinnung. Gute Lieferanten für Vitamin K sind Grünkohl, Spinat, Schnittlauch, Eier, Milchprodukte und Leber.

Angst vor Überversorgung?

Hierbei ist auf folgendes zu achten:

Bei den wasserlöslichen Vitaminen B und C ist eine Überversorgung nicht möglich. Die überschüssigen Vitamine werden über die Nieren ausgeschieden. Ausnahme: Menschen mit Nierenproblemen sollten sich vorher mit einem Arzt abstimmen.

Was die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K angeht, so verhält es sich etwas anders, denn diese werden im Körper gespeichert.

Mit einer gesunden Ernährungsweise ist eine Überdosierung mit Vitaminen kaum zu erreichen. Wer hingegen Vitaminpräparate zu sich nimmt, sollte aufpassen, denn dadurch kann es sehr wohl zu einer Überdosierung kommen.

Verzehrt viel Gemüse und Obst, genießt die unterschiedlichen Wildkräuter weil diese wahre Vitaminbomben sind und lasst die Sonne täglich in Euer Herzen strahlen. Dieses Rezept kommt ohne Nebenwirkungen 😉

Was tust Du, um Dein Immunsystem zu stärken?

5 wirkungsvolle Superfoods

5 wirkungsvolle Superfoods für schöne Haut

Bei dem Begriff Superfoods denkt sofort jeder an exotische Früchte und Gemüse; das muss aber nicht sein. Auch hierzulande haben wir jede Menge Schönheitsbooster und Anti-Aging-Foods die uns länger energiereich, vital und gesund halten. Es ist sehr wichtig was wir zu uns nehmen und ebenso bedeutend ist es, wie wir unsere Haut pflegen. Das größte Sinnesorgan des menschlichen Körpers spielt bei der ganzen Geschichte eine wesentliche Rolle.

Das Innere reflektiert auf das Äußere. Was wir zu uns nehmen, das widerspiegelt sich früher oder später auch auf unserer Haut. Wer wenig schläft, viel raucht und Kaffee trinkt, eher zu Cola und allerart Limonaden greift statt Wasser zu verzehren bzw. auf Fast Food nicht verzichten kann, wird das Ergebnis auf seiner Haut sehen. Dieses Verhalten mit Superfoods auszugleichen hilft recht wenig.

Keine Sorge, ich werde Euch heute keine neue Diät vorstellen. Das Thema ist schon zigmal durchgekaut worden und es gibt genügend Blogger die darüber schreiben. Ganz im Gegenteil, ich möchte Euch heute fünf Superfoods vorstellen die Ihr problemlos in Euer Alltag integrieren könnt. Die nachfolgende Liste besteht aus leckeren Lebensmitteln die sowohl aus dem heimischen Anbau stammen, als auch importiert werden.

Superfoods aus Übersee

Bevor wir uns zwei starke einheimische Beauty-Superfoods näher anschauen, starten wir unsere Reise mit drei internationale Kollegen.

ROHKAKAO

Kakao ist eines der komplexesten Lebensmittel der Erde mit über 300 verschiedenen Molekülverbindungen. Roher Kakao ist ein wertvoller Magnesium-, Eisen- und Chromlieferant. Es enthält darüber hinaus eine Fülle von Vitaminen, Balaststoffen, Antioxidantien, Mineralstoffe und ungesättigten Fettsäuren.

Die antioxidativ wirkenden Flavonoide schützen uns vor freien Radikalen und gelten als gute Anti-Aging-Agenten. Der hohe Magnesiumgehalt beugt nicht nur Wadenkrämpfe vor sondern begünstigt auch eine porenreife Reinigung was wiederum für einen feinen Teint sorgt. Des Weiteren schützt Magnesium vor dem Austrocknen der Haut indem es hilft Feuchtigkeit zu speichern.

Nicht vergessen, Kakao wirkt auch stimmungsaufhellend. Das liegt daran, dass bestimmte Aminosäuren die im Kakao enthalten sind, den Serotoninspiegel anheben.

KURKUMA

Sie sieht aus wie Ingwer hat aber eine knallorange Farbe. Während die Kurkumawurzel in der ayurvedischen Medizin seit nunmehr 5.000 Jahren als zentrale Heilpflanze bekannt ist, nimmt die westliche Welt sie erst seit wenigen Jahren etwas ernster. Der Fokus liegt hierbei auf den Inhaltsstoff Curcumin was dem Superfood nicht nur seine Farbe schenkt, sondern oberndrauf auch als ein besonders starker Antioxidant wirkt.

Warum ist Kurkuma nicht nur auf den Teller beliebt sondern findet vermehrt einen Einsatz in der Naturkosmetik?

Wirkung von Kurkuma:

  • antioxidativ (wirkt der Faltenbildung entgegen und sorgt für eine schöne Haut und ein gutes Haar- und Nagelwachstum)
  • entzündungshemmend
  • wohltuend für die Verdauung, hilft bei Magenbeschwerden
  • fördert die Leistung des Gedächtnisses und wirkt den Demenzeffekten von Alzheimer entgegen
  • weist krebshemmende Funktionen auf
  • eignet sich zur Senkung des Cholesterinspiegels

Das sind die wissenschaftlichen Studien, welche die oben aufgeführten Punkte beweisen:

  • Mishra S., Palanivelu K.: The effect of curcumin (turmeric) on Alzheimer’s disease: An overview, Annals of Indian Academy of Neurology, 2008 Jan-Mar, NCBI PubMed.
  • Kanai M., Imaizumi A., Otsuka Y., Sasaki H., Hashiguchi M., Tsujiko K., Matsumoto S., Ishiguro H., Chiba T.: Dose-escalation and pharmacokinetic study of nanoparticle curcumin, a potential anticancer agent with improved bioavailability, in healthy human volunteers, Asian Pacific Journal of Cancer Prevention, Cancer Chemother Pharmacol, 2012 Jan, NCBI PubMed.
  • Yuan HY., Kuang SY., Zheng X, Loing HY., Yang YB., Yan PK., Li K., Liao DF.: Curcumin inhibits cellular cholesterol accumulation by regulating SREBP-1/caveolin-1 signaling pathway in vascular smooth muscle cells, National National Science Foundation of China, Acta Pharmacol Sin, 2008 May, NCBI PubMed.

Weitere Studien findet Ihr Online auf der Webseite der US National Library of Medicine.

DIE GRÜNEN „MONSTER“ ALOE VERA & AVOCADO

Der gesunde Fettbooster aus Zentralamerika findet ihren Weg verstärkt auf unsere Teller und damit einhergehend auch in die Kosmetik. Avocados sind reich an Vitamine (A, E und K), Carotinoide, Biotin, Folsäure, Kalzium, Balaststoffen und gesunden, ungesättigten Fetten. Als Antioxidant hilft sie unseren Zellen gegen Schäden die durch freie Radikale verursacht werden. Die Frucht wirkt beruhigend und entzündungshemmend auf der Haut.

Avocados halten nicht nur unsere Haut jung sondern helfen auch den Cholosterinspiegel zu senken. (Quelle: NCBI PubMed – Übersicht der wissenschaftlichen Studien die das belegen)

Die grüne Pflanze mit kaktusähnlichen Blättern kann viel mehr als nur große Mengen an Wasser über mehrere Monate einlagern. Aloe Vera hat über 200 Inhaltsstoffe, viele Enzyme mit antioxidativer Wirkung (wichtig im Kampf gegen freie Radikale) sowie Aminosäuren die ihr Elastizität und Spannkraft verleihen. Deshalb dürfte es keinen wundern, dass es so viele feuchtigkeitsspendende Gesichts- und Haarmasken gibt, die das grüne „Wundermittel“ als Basis haben.

Heimische Superfoods für Körper und Haut

Wenden wir unsere Aufmerksamkeit nach innen, d.h. kehren wir nach Europa und im deutschsprachigen Raum zurück. Was können wir hierzulande anbauen das uns im Anti-Aging-Kampf hilft?

SANDDORN

Vitamin C hat nicht nur eine antioxidative Wirkung sondern ist darüber hinaus auch für die Kollagensynthese von großer Bedeutung. Wenn wir uns über eine straffe, elastische Haut freuen wollen, dann benötigen wir eine Frucht mit einem ungewöhnlich hohem Vitamin C-Gehalt.

Die australische Buschpflanze und Camu Camu gelten weltweit als die Vitamin C reichsten Früchte der Welt. Diese werden bei uns jedoch nicht (bzw. noch nicht) angebaut. Die nächsten drei Vitamin C Booster sind Sanddorn, Hagebutte und die Acerola-Kirsche.

Über den Sanddorn habe ich schon öfters geschrieben (siehe hierzu den Beitrag Sanddorn – Eine wichtige Vitaminquelle für viele Deutsche). Sie ist nicht nur ein starker Radikalfänger sondern hat unzählige weitere Talente. Sanddorn wird bei Appetitlosigkeit, Verdauungsprobleme und Hautausschlag erfolgreich eingesetzt. Wer unter Akne leidet, kann ein Sanddornöl ausprobieren.

SPINAT

Stark wie Popeye, schön wie Marilyn Monroe. Spinat ist nicht nur ein absoluter Powerhaus für den Körper, sondern obendrauf wirkt das grüne Superfood auf dem heimischen Gemüsegarten Falten vor. Neben Eisen, Kalzium und Omega 3 liefert Spinat noch die Vitamine C und E sowie Betacarotin welche die Haut vor UV-Strahlen schützen.

Weitere heimische Superfoods für die Haut:

  • Gurken
  • Rote Paprika
  • Tomaten
  • Brokkoli
  • Nüsse (z.B. Mandeln, Cashewkerne)
  • Leinsamenöl
  • Kürbiskernöl

Vergessen wir nicht die kleinen dunklen Beeren die auch bei uns beheimatet sind und wahre Wunder gegen freie Radikale leisten.

ARONIABEEREN stechen durch ihre hohe Konzentration an Flavonoiden heraus. Die farbgebenden Anthocyaneder und die oligomeren Procyanidine (OPC) sind die wichtigsten antioxidativen Moleküle der Beere. Darüber hinaus verfügt die dunkelblau-violette Beere die vor vorzeitiger Alterung und einer Vielzahl von Krankheiten schützt, über hochdosierte Vitamine (A, B, C, E, K) und Mineralstoffe (Kalium, Magnesium, Zink, Eisen).

Aroniabeeren werden auch bei uns in Deutschland angebaut. Ich persönlich baue sie im schönen Frankenländle an.

Wenn Ihr Lust habt einen leckeren Aroniasaft zu probieren bzw. die Frucht als Pulver verzehren möchtet, dann schreibt mich doch direkt an. Die Webseite für FrankenAronia (die Marke unter der ich die Aroniaprodukte vertreibe) wird noch erstellt.

Schön durch basische Ernährung

Im Endeffekt geht es bei der basischen Ernährung darum, entzündliche Prozesse im Körper möglichst in Schach zu halten.

Dazu müssen wir wissen, dass Industriezucker und ein Überschuss an tierischem Eiweiß zu einer Übersäuerung führt. Kann der Körper diesen Überschuss an Säure nicht mehr ausgleichen, dann lagert er sie im Bindegewebe. Es entsteht Cellulitis.

Eine basische Ernährung mit viel Gemüse, Obst und gesunden Fettsäuren (z.B. Avocados, Olivenöl) inkl. der oben aufgeführten Superfoods verhindert eine Übersäuerung und hilft, die Säure abzubauen. Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt lässt die Haut von innen heraus gesund und jung strahlen.

Ich möchte jedoch eins klar stellen: beim Thema gesunde und schöne Haut geht es um viel mehr als nur Superfoods.

Stress wirkt sich auf die Haut aus.

Schlafmangel verursacht nicht nur die unschönen Augenringe, sondern wirkt sich negativ auf unser Gehirn und Körper aus.

Wer nicht genügend stilles Wasser trinkt und damit der Haut hilft, schädliche Stoffe auszuscheiden, der wird die Alterungszeichen auf der Haut sehen.

Jegliches Ungleichgewicht in unserem Leben wirkt sich auf unser Körper und unsere Haut aus.

Getreu dem Motto „Beauty comes from the inside“, sollten wir vermehrt darauf achten, dass wir im Einklang mit unserem Verdauungstrakt arbeiten. Superfoods unterstützen uns dabei, sie können aber nicht alles wettmachen. Sie sind kein Allheilmittel.

Sanddorn Vitaminquelle fuer viele Deutsche

Sanddorn – Eine wichtige Vitaminquelle für viele Deutsche

Ein paar frische Sanddornbeeren mit leckerem Honig mischen und fertig ist das Hausmittel gegen Husten und Halsschmerzen. Habt Ihr sowas auch von Eurer Oma gehört? Oder war Sanddorn früher tatsächlich nur in Ostdeutschland bekannt?

Von meiner Oma habe ich sehr vieles gelernt, aber das oben erwähnte „Rezept“ stammt von jemand anders. Wer im Osten der Bundesrepublik aufgewachsen ist, hat die „Zitrone des Nordens“ schon frühzeitig kennengelernt. Eine wahre Vitamin C-Bombe die auch heute noch schwerpunktmässig in den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt angebaut wird.

Das ist nicht das erste Mal das ich über Sanddorn schreibe. Zwar habe ich der orangenfarbigen Superbeere noch keinen eigenen Artikel gewidmet, aber darüber berichtet habe ich allemal. Denn anders als bei Camu Camu was wir aus Peru bzw. dem westlichen Amazonasgebiet oder der Kakadu plum (australische Buschpflaume) die wir aus dem tropischen Waldgebiet des nordwestlichen Australiens importieren müssen, handelt es sich bei Sanddorn um eine fantastische Vitamin C-Quelle die uns die Natur auch hierzulande zur Verfügung stellt.

Die beiden Exoten Camu Camu und Kakadu plum haben die Nase vorn. Aber wie sieht das restliche Ranking der Vitamin C stärksten Obst- und Gemüsesorten aus?

Die Menge wird in Milligramm pro 100 Gramm des essbaren Teils des Obstes oder Gemüses angegeben:

  1. Kakadu plum (australische Buschpflaume) – 1000-5300 mg/ 100g
  2. Camu Camu – 2800 mg / 100g
  3. Acerola – 1677 mg / 100g
  4. Sanddorn – 695 mg / 100g
  5. Indian Gooseberry – 445 mg / 100g
  6. Hagebutte – 426 mg / 100g
  7. Guave – 228 mg / 100g
  8. Schwarze Johannisbeere – 200 mg / 100g

Quelle: USDA Food Composition Databases, United States Department of Agriculture, Agricultural Research Service. Release 28 (2015).

Der Ursprung von Sanddorn

Sanddorn stammt ursprünglich aus Nepal. Eiszeitliche Verschiebungen führten zur Verbreitung nach China, Russland, Skandinavien, Mitteleuropa bis hin zum Kaukasus. Derzeit gilt China mit über einer Million Hektar Anbaufläche als größter Produzent von Sanddorn. [Quelle: Süddeutsche Zeitung]

Sanddorn bzw. Hippophae rhamnoides (lat.) was übersetzt „leuchtendes Pferd, dornartig“ bedeutet, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Sanddorne (Hippophae) innerhalb der Familie der Ölweidengewächse. Im Altertum wurden die Beeren den Pferden unter das Futter gemischt, um das Fell glänzend zu machen. Das Wort „Dorn“ hingegen verweist auf die kräftigen Dornen der Wildpflanze. Die Pflanze bevorzugt kalkhaltige Sand- und Kiesböden in sonnigen Lagen sowie Kiesgruben und Straßenböschungen.

Kommen wir nun zu dem was Sanddorn so besonders macht, seine Inhaltsstoffe.

Erstens weisen die Sanddornbeeren einen ungewöhnlich hohen Vitamin C-Gehalt auf, wie bereits eingangs erwähnt.

Zudem enthalten Sanddornbeeren Beta-Karotin sowie Vitamin B12 (welches fast ausschließlich in tierischer Nahrung vorkommt) in geringen Mengen. Das Fruchtfleisch enthält zwischen 3-5% Öl welches wiederum reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist und einen hohen Anteil an Palmitoleinsäure beinhaltet.

Quelle: Silke Leopold, YouTube

Heilung aus der Natur

Die Seefahrer früherer Jahrhunderte haben am eigenen Leib erfahren müssen was es heißt ein Mangel an Vitamin C aufzuweisen. Viele Kollegen starben qualvoll an Skorbut. Die Krankheit ist die Folge einer längeren Unterversorgung mit Vitamin C.

Der menschliche Körper produziert selbständig kein Vitamin C, d.h. wir müssen unseren Bedarf komplett über die Nahrung abdecken.

Vitamin C hat eine wichtige Rolle beim Aufbau von Bindegewebe, sie fördert die Aufnahme von Eisen und ist ein Radikalfänger. Des weiteren stärkt Vitamin C unser Immunsystem und ist eine große Hilfe bei Erkältungen. Vitamin C gehört zu den wichtigsten Nährstoffen für den menschlichen Körper.

Sanddorn ist ein Multitalent. Die Superbeeren werden nicht nur dafür genutzt, um den Vitamin C-Haushalt aufzustocken und die Abwehrkräfte zu stärken, sondern werden auch bei Appetitlosigkeit, Verdauungsprobleme und Hautausschlag erfolgreich eingesetzt.

Wer unter Akne leidet, kann durch die Behandlung mit Sanddornöl sein Hauptbild verbessern. Die Heilpflanze verfügt weiterhin über schmerzlindernde Eigenschaften und kann daher zur Behandlung leichter Brandwunden dazugezogen werden.

Weitere Einsatzmöglichkeiten:

  • bei Strahlungserkrankungen / radioaktiven Strahlenschäden
  • zur Vorbeugung von trockenen oder geröteten Augen
  • zum Schutz der Netzhaut vor schädlichen Einflüssen wie z.B. vor starker Lichteinstrahlung
  • bei der Bekämpfung verschiedener Bakterien und Viren (z.B. Grippe-Virus, Herpes-Virus, Dengue Fieber)
  • zum Schutz der Schleimhäute im Mund- und Rachenraum
  • zum Schutz der Nieren und der Leber vor schädigenden Einflüssen
  • hilft beim Abnehmen und beim Senken der Blutfettwerte (cholesterinsenkend)
  • unterstützt die Konzentration- und Leistungsfähigkeit

Welche Darreichungsformen gibt es?

Die frischen, säuerlichen Sanddornfrüchte sind nicht jedermans Geschmack. Deshalb greifen die meisten auf andere Darreichungsformen zurück wie z.B. Fruchtsaft, Fruchtmus, Könfitüre, Fruchtaufstrich, Pulver (getrocknete Variante) oder Gewürz. In den letzten Jahren haben zudem Kräuter- und Früchtetees mit Sanddornbeeren an Beliebtheit gewonnen.

Sanddorn ist auch in der Kosmetik sehr beliebt. Zur äußeren Anwendung gibt es jede Menge Produkte aus Sanddorn wie z.B. Cremes, Salben und Öle. Besonders das Öl gilt als Wunderheiler gegen Strahlenschäden und leichte Brandwunden.

Studien

  • Krist S./Buchbauer G.: Sanddornöl/sand-Dornfruchtfleischöl, 2008, Wien.
  • Nahrung/Food, Aitzetmüller: Sanddorn und Sanddornöle – Neuere Entwicklungen in China und Zentralasien, 1999, Band/Heft 43, 4, S. 228-232.
  • Journal of Ethnopharmacology, Geetha S./Asheesh G.: Medicinal and therapeutic potential of Sea buckthorn (Hippophae rhamnoides L.), 2011, Band/Heft 138, 2, S. 268-278.
  • Food Chemistry, Nakos M./Pepelanova I.: Isolation and analysis of vitamin B12 from plant samples, 2017, Band/Heft 216, S. 301-308.
  • Eur J Clin Nutr, Larmo P./Alin J.: Effects of sea buckthorn berries on infections and inflammation: a double-blind, randomized, placebo-controlled trial, 2008, Band/Heft Sep: 62(9), S. 1123-30
  • Brand JC, Rae C, McDonnell J, Lee A, Cherikoff V, Truswell AS: „The nutritional composition of Australian aboriginal bushfoods. I“, in Food Technology in Australia, 1987, 35 (6): 293–296.
  • Justi KC, Visentainer JV, Evelázio de Souza N, Matsushita M.: „Nutritional composition and vitamin C stability in stored camu-camu (Myrciaria dubia) pulp“, in Archivos Latinoamericanos de Nutricion, December 2000, 50 (4): 405–8. PubMed
  • Vendramini AL, Trugo LC.: „Chemical composition of acerola fruit (Malpighia punicifolia L.) at three stages of maturity“, in Food Chemistry, 2000, 71 (2): 195–198. ScienceDirect

Sanddorn oder künstliches Vitamin C?

The battle is on – wie man so schön im Englischen sagt.

Kaum ein anderes Mittel wird in der Medizin so oft verwendet wie Vitamin C bzw. synthetische (künstliche) Ascorbinsäure. Gleichzeitig gibt es kaum ein Vitamin das stärker geforscht und untersucht wurde als Vitamin C.

Wieso greifen wir so oft auf die „Pille“ zurück, wo wir doch so eine tolle Auswahl an natürlichem Vitamin C haben?

Bahnt sich eine Erkältung an? Kein Problem, einfach ein Glas Sanddornsaft trinken und schon hat das Immunsystem einen Kick bekommen stärker für die Erhaltung unserer Gesundheit zu kämpfen.

Natur versus Chemie, was bevorzugt Ihr? Liebt Ihr Sanddorn roh zu essen oder greift Ihr lieber auf Säfte, Öle und Co. zurück?

Camu Camu Vitamin C Powerfrucht

Camu-Camu – Mehr Vitamin C Power geht nicht

Auf der Suche nach der stärsten Vitamin C Frucht kommt man auf dem Planeten Erde an Camu Camu nicht vorbei. Für viele ist die ungefähr 3 cm große Frucht aus Südamerika eine absolute Unbekannte. Schade, denn dieses Vitamin C-Bündel kann nicht nur Entzündungen schneller heilen und das Aussehen der Haut verbessern, sondern vielmehr, zum Beispiel bei Erkältungen wahre Wunder erzielen.

Es ist nicht das erste Mal, dass ich über Camu Camu schreibe aber es ist das erste Mal, dass ich einen ganzen Beitrag dieser Superfrucht widme – denn sie verdient diese Ehre allemal. Wer einen Blick auf den davorigen Artikel erhaschen möchte, findet diesen unter Drei Superfruits, die Dein Immunsystem natürlich stärken.

Bevor wir auf die Wirkung von Camu Camu näher eingehen, lasst uns einen Blick nach Südamerika werfen und schauen wo diese Powerfrucht beheimatet ist.

Der Camu Camu Strauch (Myrciaria dubia) ist ein Myrtengewächs das im westlichen Amazonasgebiet, vornehmlich in Peru beheimatet ist. Der Strauch mit weißen Blüten trägt ca. 3 cm große saftig rote Früchtchen die säuerlich-fruchtig schmecken. Die Frucht ist zwischen 6 und 14 Gramm schwer und beinhaltet 2 Kerne.

Aufgrund ihrer schnellen Verderblichkeit, werden wir diese Früchte nicht in unseren Supermärkten wiederfinden. Der Export gestaltet sich mit den heutigen Mitteln als etwas Unmögliches, weshalb die Früchte schonend bei Niedrigtemperaturen vor Ort gefriergetrocknet und für den Export zu Pulver vermahlen werden.

Quelle inkl. Bildquelle: Galileo, Youtube

Camu Camu – Ist sie wirklich die Vitamin C-reichste Frucht der Welt?

Camu Camu oder die australische Buschpflaume – wer hat den größten Vitamin C-Gehalt der Welt?

In 100 Gramm rohen Camu Camu Früchten sind ca. 2.500 Milligram Vitamin C enthalten. Zum Vergleich: der Vitamin C Gehalt von Sanddorn liegt bei rund 1.200 Milligram genauso wie bei der Hagebutte. Etwas stärker schneidet die Acerola-Kirsche ab mit Werten zwischen 1.300-1.700 Milligram. Zitronen und Orangen liegen mit rund 50 Milligram Vitamin C-Gehalt ganz unten in der Liste.

Somit enthält Camu Camu 40 mal mehr Vitamin C als eine Orange.

Die neueste Literatur deutet in punkto Vitamin C-Gehalt bei Lebensmitteln auf einen neuen Gewinner.

Es handelt sich hierbei um die australische Buschpflaume mit Werten zwischen 2.500 bis 3.150 mg Vitamin C pro 100 g Frucht. Aborigines schwören seit Jahren auf die Wirkung ihrer Buschpflaume; „Normalos“ hingegen wurden erst durch die Verbreitung der Studien im Internet darauf aufmerksam gemacht. Zu der in Australien als Kakadu plums bezeichnete Frucht werde ich einen separaten Blog erfassen.

Welche weiteren Inhaltsstoffe stecken noch in Camu Camu?

  • Mineralstoffe: Eisen, Kalium, Kalzium, Phosphor
  • B-Vitamine: B1, B2, B3 (Niacin)
  • Beta Carotin
  • Aminosäuren
  • Balaststoffe

Kommen wir nun zu den Wirkungen von Camu Camu.

Es gibt bereits ein paar Studien, die von positiven Wirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem, beim Stärken des Immunsystems, bei Erkältungen und Entzündungen berichten. Auch bei der Vorbeugung von Krebs soll diese Superfrucht eine wichtige Rolle spielen.

Wirkungen von Camu Camu auf die Gesundheit

Zu den gesundheitsfördernden Wirkungen dieser Regenwaldfrucht zählen u.a.:

  • Antioxidative Wirkung: Antioxidantien schützen vor der Freisetzung freier Radikale die zu Zellschäden führen, wodurch u.a. auch Krebs entstehen kann.
  • Stärkt das Immunsystem: Beta-Carotin unterstützt das Zellwachstum, Eisen wirkt blutreinigend, Antioxidantien wirken als aktiver Zellschutz und Vitamin C stärkt die Abwehrkraft. Erkältungen und grippale Infekte bleiben aus.
  • Unterstützt die Nervenfunktionen und stärkt die Sehkraft: Beta Carotin, Kalium und die sekündären Pflanzenstoffe machen Camu Camu zu einer Top Gesundheitsbeere.
  • Kräftigt das Herz-Kreislaufsystem
  • Stärkt Gelenke und Muskeln: Die darin enthaltenden entzündungshemmende Stoffe haben einen positiven Einfluss auf die Bildung von Kollagen, wodurch sich Knorpel, Sehnen und Bänder besser regenerieren können.
  • Verbessert das Hautbild: Anthocyane schützen die Haut vor UV-Strahlen und Catechine verzögern den Alterungsprozess.
  • Reguliert die Verdauung

Welche Darreichungsformen gibt es?

Ob wir die frischen Früchte je bei uns im Handel sehen werden ist äußerst fraglich. Wie eingangs erwähnt, gestaltet sich der Export dieser schnell verderblichen Superfrucht sehr schwierig.

Demnach können wir auf folgende Darreichungsformen zurückgreifen: Pulver und Kapseln.

Reformhäuser, Bioläden und neulich auch Apotheken führen unterschiedliche Anbieter von Camu Camu. Dabei ist wichtig darauf zu achten, dass die Frucht frei von Chemikalien ist und nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurde. Des weiteren sollte man beim fertigen Produkt darauf achten, dass diese kein Zucker, Salz, Hefe, Molkereiprodukte, Konservierungsstoffe, Farb- oder Zusatzstoffe enthält.

Ich gehe davon aus, dass wir in den kommenden Jahren wesentlich mehr über die positiven Wirkungen dieser Powerfrucht erfahren werden. Ein paar Studien die Euch interessieren könnten, habe ich unten zusammen getragen. Vielleicht will ja der eine oder andere von Euch noch tiefer in die Materie einsteigen.

Studien

  • Cardiol, J. et. al.: „Tropical fruit camu-camu (Myrciaria dubia) has anti-oxidative and anti-inflammatory properties„, zu lesen auf PubMed
  • Hegnauer, Robert: „Chemotaxonomie der Pflanzen: eine Übersicht über die Verbreitung und die systematische Bedeutung der Pflanzenstoffe“, Band 8, Birkhäuser, Basel 1989, S. 26.
  • Akter, S. Mst. et. al.: „Nutritional compositions and health promoting phytochemicals of camu-camu (myrciaria dubia) fruit: A review„, in Food Research International, Volume 44, Issue 7, August 2011, pages 1728-1732.

Holt Euch die Powerbeere

Der menschliche Körper kann Vitamin C nicht selbst bilden, d.h. wir müssen es durch Ernährung bzw. Nahrungsergänzungsmitteln zu uns nehmen. Wieso also nicht direkt mit einer Powerdosis Vitamin C den Tag beginnen und voller Energie unseren Träumen nachgehen.

Nebenwirkungen beim Verzehr von Camu Camu sind soweit nicht bekannt. Vitamin C ist wasserlöslich und demnach scheidet der Körper die überschüssigen Mengen aus. Gelegentlich kann es aber durch eine „Überdosis“ der Superfrucht zu Durchfallproblemen kommen.

Habt Ihr Camu Camu schon probiert? Welche positiven Erfahrungen habt Ihr mit der Frucht bzw. dem Pulver / Kapseln gesammelt?