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2024-02 Energiegeneration in 2024 - Agrarbetrieb

Energiegeneration in 2024 und darüber hinaus

Es scheint, dass sich aktuell alles auf diesem Planeten auch um das Thema Energie dreht. Einige Quellen zur Energiegewinnung werden verteufelt, andere wiederum in den Himmel gelobt. Und wie immer liegt die Wahrheit entweder in der Mitte oder komplett außerhalb der aktuellen Betrachtungsweise. In dem heutigen Beitrag blicken wir hinter die Kulissen und schauen uns an, welche weiteren Ideen zur Energiegeneration existieren.

Was ist das wertvollste Gut auf der Erde?

Menschen, Tiere, Pflanzen … sie alle bestehen aus Energie, u.z. aus Lebensenergie. Gebäude, Möbel, Fahrzeuge, Schuhe, Kleider und Co. bestehen ebenfalls aus Energie. Nur weil wir dies mit bloßem Auge nicht sehen können, bedeutet es nicht, dass sie nicht aus Energie bestehen. Wir, als Bewohner der Erde sind elektrische Wesen (Anm. elektromagnetische Wesen, besser gesagt). Wer das immer noch bezweifelt, sollte zur Sicherheit ein EKG durchführen lassen.

Die Zeiten der Newtonschen Physik haben wohl ausgedient. Die Erkenntnisse, die uns die Quantenphysik mittels Genies wie Nicola Tesla, Albert Einstein oder David Bohm übermittelt, kann nicht mehr ignoriert werden.

Während die Politik und die Wirtschaft auf dem sogenannten Energie-Dreieck fokussiert sind, das uns als einzige Alternative präsentiert wird, arbeiten tapfere und kreative Seelen an neuen Möglichkeiten zur Energiegeneration.

Das Energie-Dreieck beinhaltet folgende drei Seiten:

  1. Energiegewinnung aus fossilen Quellen
  2. Atomkraftwerke
  3. Klassische, regenerative Energiequellen wie z.B. Wind-, Wasser- und Solarkraft

Allerdings gibt es darüber hinaus so viel mehr zum Thema Energiegeneration.

Drei Ideen habe ich vor rund einem Jahr hier auf Agrarbetrieb näher vorgestellt. Dabei ging es um die Gewinnung von Strom aus der Umgebungswärme, um Algenenergie sowie um das Konzept der Herstellung von Gas aus Blättern.

Hier geht’s zu diesem Beitrag.

Bevor wir weiter fortfahren, schuld ich Euch noch eine Antwort auf die oben gestellte Frage.

Das wertvollste Gut auf Erden ist nicht das Gold. Es ist auch nicht unsere limitierte Zeit.

Das kostbarste Gut ist die Energie.

Wer das verstanden und verinnerlicht hat, blickt auf das Spiel des Lebens mit ganz anderen Augen.

Ideen zur Energiegeneration

Folgendes Zitat wird Albert Einstein attribuiert:

“Energie kann weder geschaffen, noch zerstört werden; sie kann nur von einer Form in eine andere umgewandelt werden.”

– Albert Einstein

Getreu dem obigen Motto und der Tatsache, dass Energie nie stirbt, sondern stetig umgewandelt wird, verfügen wir heute über folgende Möglichkeiten des Energietransfers:

1. Aus Plastikabfällen wird Öl

Eine Firma in der Nähe von Dresden hat einen Reaktor erfunden, der aus Plastikmüll Öl gewinnt. Dieser soll wiederum für die Herstellung von Kraftstoffen oder für die Produktion neuer Kunststoffe verwendet werden. Die Anlage kann in einem Container untergebracht werden.

Folgend füge ich den Link zu einem kurzen Videobeitrag des MDR zu diesem spannenden Thema an:

(Dauer: 3:29 Minuten)

https://www.youtube.com/watch?v=BR7yXyZXTfQ

2. Powerkombo und ganz autark: Der Holzofen mit einem kostenlosen Kraftwerk

Als ich vor ein paar Tagen auf diese kreative Innovation gestoßen bin, da staunte ich nicht schlecht. Ich wusste, ich muss es mit Euch hier auf Agrarbetrieb teilen, da ich davon ausgehe, dass es Euch ebenfalls inspirieren wird.

Was der Kollege aus Vietnam alle selber herzaubert, ist wirklich absolut bemerkenswert. In diesem Video hat er mit Hilfe eines Waschmaschinenmotors einen leistungsstarken, bürstenlosen Generator gebastelt. Dessen Spitzenleistung liegt bei 500 Watt und er erzeugt einen 220 Volt Wechselstrom.

Kein Wunder, dass Videos seines YouTube-Kanal mehr als 150 Millionen-mal angeschaut wurden. Seine Kreationen sind faszinierend, vielversprechend und extrem nützlich.

Quelle: Good Creative Idea Dmkt, YouTube

Krieg, Embargos, höhere Energiepreise

Die Energiepreise sind seit dem Beginn des Embargos durch die Decke gegangen und damit einhergehend auch die Lebensmittelpreise sowie die Preise für alles andere, was mit Energie im Zusammenhang steht. Ein Ende der Teuerung ist nicht in Sicht. Der Leidtragende bleibt der Bürger und Steuerzahler während die Großkonzerne aus der Rüstungs-, Energie- und Pharmaindustrie weiterhin ihre Bilanzen füllen.

Wir leben auf einem wunderschönen Planeten mit einer Fülle von Ressourcen. Die meisten von uns wollen mit der ganzen Kriegslust und Angstmacherei nichts zu tun haben. Wir wollen Frieden und ein schönes Leben in Würde leben.

Als Landwirt der zuschauen muss wie immer mehr Familienbetriebe, die seit Generationen aus Leidenschaft diesen schönen Beruf ausüben, nun schließen müssen, ist nicht leicht. Die Düngepreise steigen, die Politik legt uns immer mehr Regeln und Bestimmungen auf und der Handel dreht an der Spanne bis wir austrocknen. Die Zeche zahlen wir und der Verbraucher.

Warum tun wir uns so schwer zu verstehen, dass wir gemeinsam mehr erreichen können als wenn wir gegeneinander kämpfen und konkurrieren?

Dabei könnte alles auch ganz anders verlaufen. Letztendlich liegt es an uns.

In punkto neue Konzepte zur Energiegeneration haben wir nur die Spitze vom Eisberg gesehen. Ich gehe davon aus, dass in den kommenden Monaten und Jahren bahnbrechende Erkenntnisse ans Tageslicht kommen werden. Das Jahr hat noch ganz viele Überraschungen für uns parat. Es bleibt spannend.

Bildquelle: Foto von Pixabay auf Pexels

2023-09 Saubere Energie mal ganz anders - Agrarbetrieb

Saubere Energie mal ganz anders

Wir brauchen immer mehr Energie und andererseits wollen wir uns von den herkömmlichen Methoden der Energiegewinnung gänzlich verabschieden. Weg von den konventionellen Ressourcen, wie Kohle, Erdöl, Erdgas und Atomkraft, hin zu den erneuerbaren Energiequellen, wie Solar, Wasserkraft und Wind. Die Vorstellung ist zwar nett, aber eine Umstellung ist, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Letzteren auch ihre Herausforderungen mitsichbringen, wohl nicht möglich .

Gibt es andere Wege und Möglichkeiten, saubere Energie zu gewinnen – ohne dass wir die Umwelt belasten und Mutter Erde mit diversesten Stahl- und Betonkonstruktionen regelrecht zumüllen?

Heute möchte ich Euch mit ein paar bahnbrechenden Innovationen bekanntmachen, die uns dabei helfen könnten, saubere Energie zu gewinnen und welche, u.a. auch kabellos, den Haushalten weltweit zur Verfügung stehen könnten.

Saubere Energie #1. Luft mit Hilfe eines Bakterien-Enzyms in elektrische Energie umwandeln

Ein australisches Forscherteam der Monash University in Melbourne hat aus einem Bodenbakterium ein Enzym gewonnen, das uns ermöglicht, Luft in Elektrizität umzuwandeln. Das wäre eine unbegrenzte Quelle an sauberer Energie.

Zu den Details:

  • Es handelt sich hierbei um das gewöhnliche Bodenbakterium „Mycobacterium smegmatis“.
  • Daraus haben die Wissenschaftler ein Enzym namens „Huc“ extrahiert.
  • Mit Hilfe hochmoderner Technologien stellten die Forscher fest, dass Huc gasförmige Wasserstoff-Moleküle aus der Umgebungsluft in elektrische Energie umwandelt.
  • Die aus Huc gewonnene Elektrizität erweist sich als effizient und stabil.
  • Diese Entdeckung eröffnet das Potenzial für luftbetriebene, elektrische Geräte.

Zu den Vorteilen:

  • Endlose Enzym-Energiequelle: Bakterien, die das Enzym „Huc“ enthalten, könnten in großen Mengen gezüchtet werden.
  • Lagerung ohne Verluste: Huc lässt sich langfristig bei Temperaturen um den Gefrierpunkt oder bis zu 80 Grad Celsius lagern, ohne dass es seine Fähigkeit zur Stromerzeugung verliert.
  • Stabile Elektrizität: Dies ergibt sich soweit aus den Experimenten der Australier.

„The sky is the limit“ – so lautet die Devise von Dr. Rhys Grinter, Co-Autor der Studie.

Damit hätten wir eine grenzenlose Energiequelle, um saubere Energie für alle Menschen auf diesem Planeten zu erzeugen.

Quellenangabe: Nature, veröffentlicht am 8. März 2023

Saubere Energie #2. Drahtlose Elektrizität mit Hilfe von Tesla-Türmen

Das Konzept der Tesla-Türme und der Möglichkeit, ganze Städte ohne ein einziges Kabel mit Elektrizität zu versorgen, ist endlich auch im Mainstream angekommen. Auf Pro 7 wurde in der Sendung „Galileo“ ein toller Beitrag über die Tesla-Türme in Moskau ausgestrahlt. In dem knapp 10-minütigen Videobeitrag erfahrt Ihr mehr dazu.

Quelle: Galileo, YouTube

Setzen wir also mit der allerwichtigsten Aussage fort, und zwar dass Strom auch ohne Kabel transportiert werden kann. Nikola Tesla hat es bereits 1890 bewiesen, als er zwei Glühbirnen über 3 km hinweg mit Strom versorgte. Das Experiment gelang nicht ganz; damals brannte der Generator des Kraftwerks durch, was einen kompletten Stromausfall zur Folge hatte.

Ein neuseeländischer Startup hat sich mit dem zweitgrößten Stromversorger Neuseelands, Powerco zusammen getan, um elektrische Energie drahtlos über große Entfernung sicher zu übertragen. Das Ziel des Unternehmens Emrod und von Powerco ist, diese Technologie in abgelegenen Gebiete zu verwenden, um die Haushalte dort auf dieser Weise mit Strom zu versorgen.

Wie funktioniert die drahtlose Energieübertragung des neuseeländischen Power-Duos?

Eins vorneweg: anders als bei Tesla, der einen Sendeturm verwendete, wird hier die Energie zwischen zwei Antennen übertragen. Ein Laservorhang bricht die Übertragung ab, wenn z.B. ein Vogel oder eine Drohne in den Strahl gerät. Die Übertragung funktioniert sogar auf Distanzen über 100 km, vorausgesetzt, die Stationen haben eine freie Sichtverbindung. Setzt man die Antennen auf große Türme oder sonstige stabile Konstruktionen, dann kann die Übertragung über eine noch größere Entfernung funktionieren. Limitiert wird im Endeffekt die Entfernung nur durch die Erdkrümmung.

Der große Vorteil dieser Methode: Die Energieübertragung erfolgt unabhängig von der Wetterlage.

Quellenangaben: EMROD, New Atlas

Saubere Energie #3. Sonnenlicht ohne Solarzellen in Strom umwandeln

Photovoltaikanlagen wohin das Auge schaut; dabei ist die Herstellung und Installation der Solarzellen aufwendig und kostet obendrauf auch jede Menge Geld, ganz zu schweigen von der späteren Entsorgung.

Forscher aus China und Schweden haben jetzt eine innovative Methode entdeckt, um Sonnenenergie in Strom umzuwandeln – ganz ohne Solarzellen. Auch das Thema der Speicherung über einen langfristigen Zeitraum wäre damit erledigt.

Wie soll das Ganze funktionieren?

Mit Hilfe eines Moleküls und einem ultradünnem Chip.

Wissenschaftler aus Shanghai (China) haben die MOST-Technologie (die Abkürzung steht für Molecular Solar Thermal Energy Storage Systems) derart weiterentwickelt, dass sie nun einen Chip verwenden können, der Geräte, wie z.B. Smartphones, SmartWatches oder Kopfhörer, mit elektrischer Energie versorgen kann, die aus Sonnenlicht gewonnen wurde.

Die MOST-Methode basiert auf einem Molekül, welches aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Stickstoff besteht und das sich bei Kontakt mit Sonnenlicht in ein energiereiches Isomer (also eine Flüssigkeit) umwandelt.

Die Vorteile der MOST-Technologie:

  • Keine CO2-Emission bei der Umwandlung
  • Lange Speicherung von bis zu 18 Jahren möglich
  • Stabile Energiequelle, unabhängig von der Wetterlage
  • Kostengünstig
  • Energie auf Wunsch: Strom wird freigesetzt, wenn man ihn braucht.

Quellenangabe: Energy & Environmental Science, veröffentlicht auf Royal Society of Chemistry

Saubere Energie ist möglich!

Die Alternativen für die Gewinnung von sauberer Energie liegen auf dem Tisch. Wenn wir das Thema der Umweltschonung auch tatsächlich ernst meinen, dann sollten wir das Geld in diese Projekte stecken.

Solange wir jedoch in einer Welt leben, in der es darum geht, dass eine handvoll Konzerne ihre Macht missbrauchen, um noch mehr Geld zu schöpfen, wird es mit den neuen Projekten wohl etwas langsamer vorangehen.

Der Trend zu neuen, bahnbrechenden Innovationen und damit einhergehend, neuen Denkweisen und Perspektiven, ist unaufhaltbar. Die alten Systeme und Ideologien werden durch neue, menschenfreundliche Ökosysteme, die der Gemeinschaft dienen, nach und nach ausgetauscht. Es ist nur eine Frage der Zeit.

Wie lässt sich saubere Energie sonst noch gewinnen? Welche neuen Methoden kennt Ihr?

Bildquelle: Foto von Pixabay auf Pexels

Tesla-Erneuerbare Energie-Akku

Erneuerbare Energie: weltweit größter Akku in Betrieb

Erneuerbare Energie spielt weltweit eine immer größere Rolle. Investitionen in umweltfreundlichen Strom sind der Weg in die Zukunft. 

Auch für Australien, das in Punkto Energiegewinnung bisher sehr stark von Strom aus Kohlekraftwerken abhängt.

Es gehört zu den Ländern, die umgerechnet auf die Einwohnerzahl, mit die höchste Produktion des klimaschädlichen CO2 aufweist.

Erneuerbare Energie spielen in Down Under bisher entsprechend nur eine untergeordnete Bedeutung. Oder sollen wir sagen “spielten”.

Denn ausgerechnet in Australien ging das weltweit größte Akkusystem an den Start und setzt damit neue Standards im Bereich Erneuerbare Energie.

Erneuerbare Energie dank Tesla in neuen Dimensionen

Bei dem Akkusystem handelt es sich um einen Lithium-Ionen-Speicher, der mit seiner Gesamtleistung von 129 Megawatt 30.000 Haushalte mit Strom versorgt.

Wir verbinden einen Lithium-Ionen-Akku mit Geräten wie unserem Handy, in welchem diese Art der Energiespeicherung mittlerweile Standard ist.

Die Vorteile von Lithium-Ionen-Akkus liegen hier auf der Hand:

  • kein Memory-Effekt, der im Laufe der Zeit die Akkuleistung vermindert
  • eine lange Lagerfähigkeit aufgrund seiner geringen Selbstentladung
  • eine hohe Energiedichte (etwa das 3-4 fache eines gleich großen NiCd-Akkus oder das Doppelte eines NiMH-Akkus)
  • eine lange Haltbarkeit

Wisst Ihr eigentlich wie ein Lithium-Ionen-Akku funktioniert?

Der Lithium-Ionen-Akku

Quelle: TheSimpleChemics

Der Lithium-Ionen-Akku in Australien erreicht eine neue, bisher noch nicht gekannte Größenordnung.

Das gigantische Projekt wurde vom US-Elektroautohersteller Tesla nördlich von Adelaide errichtet.

Und auch beim Bau machte Tesla eine klare Ansage: in 100 Tagen wird der größte Akku für Erneuerbare Energie gebaut werden, oder das Unternehmen würde ihn kostenlos abgegeben, so das Versprechen von Tesla-Chef Elon Musks.

Und das Ziel wurde, wenn auch knapp, erreicht. Rund 3 Monate Bauzeit klingen jedoch einfach sehr beeindruckend, oder?

(Die Kosten wurden von Musks übrigens auf mindestens 50 Millionen Dollar angegeben.)

In Australien beginnt der Sommer. Der Akku wird dringend gebraucht, um den hohen Stromverbrauch in dieser Jahreszeit zu decken.

Die extreme hohen Temperaturen führten in den letzten Sommern immer wieder zu Stromausfällen.

So gab es etwa im September 2016 aufgrund eines Unwetters einen Stromausfall, bei dem 1,7 Millionen Haushalt über mehrere Tage vom Nationalen Netzwerk abgeschnitten waren. 

Mit dem Lithium-Ionen-Akku sollen solche Nachrichten der Vergangenheit angehören, denn er liefert Strom rund um die Uhr, egal ob Wind und Sonne gerade bei der Energiegewinnung mitspielen. 

Der Strom für den Akku kommt aus einem Windpark, der von dem französischen Unternehmen Neoen betrieben wird.

Das Projekt zeigt, es mangelt nicht an innovativen Lösungen. Auch nicht an deren Umsetzung.

Wir dürfen gespannt sein, wie das australische Vorbild in anderen Teilen der Welt aufgenommen wird. Sicherlich werden wir in Zukunft von größeren Akkusystemen hören. 

(Quelle: Manager Magazin, Passauer Neue Presse, DPA)

Und noch ein Blick auf ein aktuelles Thema der Woche:

Entscheidung zum Neonikotinoid-Verbot verschoben

Eigentlich sollte diese Woche abgestimmt werden, ob die drei neonikotinoiden Wirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam im Freiland verboten werden sollen. 

Diese Entscheidung wurde nun jedoch vom Ständigen EU-Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel (PAFF) auf März 2018 verschoben. 

Neonikotinoide werden in der Landwirtschaft als Saatgutbeizmittel eingesetzt. Sie sollen Schädlinge bekämpfen und damit die Pflanzen beschützen. 

Allerdings beschränkt sich die Wirkung nicht nur auf Schädlinge.

Die Insektizide werden für das rapide Sterben von Bienen und anderen Insekten verantwortlich gemacht. 

Deshalb wurde bereits in 2013 der Einsatz von der EU-Kommission eingeschränkt.

So dürfen die Wirkstoffe beispielsweise nicht auf die Rapssaat und beim Anbau von Äpfeln, Gurken und Kirschen Anwendung finden.

Aber, das Verbot kann für viele Pflanzen mit Sondergenehmigungen aufgeweicht werden. 

Bevor die EU-Mitgliedsstaaten eine Entscheidung zum zukünftigen Einsatz der Wirkstoffe treffen, soll jedoch erst noch ein Gutachten der Europäischen Lebensmittelbehörde (Efsa), das die Bienengefährlichkeit der Wirkstoffe genauer untersucht, ausgewertet werden. 

Nach mehrmaliger Verschiebung soll dies nun bis Februar 2018 vorliegen. 

Die Anwendung der Insektizide wird so weiterhin von den verschiedenen Interessengruppen heiß diskutiert

Nichtregierungsorganisationen, die sich für den Umweltschutz einsetzen, fordern klar ein viel umfassenderes Verbot.

Die ausschliessliche Zulassung des Stoffes in Gewächshäusern, wie es aktuell im Raum steht, greift ihnen nicht weit genug. 

Vertreter aus Landwirtschaft und Agrarindustrie befürchten hingegen einen Nachteil der europäischen Landwirtschaft im internationalen Vergleich. 

Hier wird auch zu Bedenken gegeben, dass Landwirte durchaus verantwortungsbewusst mit den Wirkstoffen umzugehen wissen. 

(Quelle: Deutschlandfunk, Spiegel Online, TopAgrar)

Das Thema wird sicherlich bis März 2018 die deutschen Politiker weiterhin gut beschäftigen. Auch bei Vorlage des Gutachtens wird es sehr gegenteilige Meinungen geben. 

Insbesondere wird es bei der Frage, wie weit das Verbot ausgebaut werden soll, bei den Fraktionen zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. 

Wie steht Ihr aus Sicht der Landwirte zu dem Thema?