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2023-01 Tick Tock und schon ist unser wertvollstes Gut weg

Tick Tock und schon ist unser wertvollstes Gut weg

Tick Tock und schon ist eine wertvolle Sekunde unseres Lebens vergangen. Zeit ist ein kostbares Gut. Das wissen die Genossen, die an der Spitze der sozialen Medien sitzen nur allzu gut. Egal ob Instagram, Twitter, Tik Tok oder Facebook, mit der wertvollen Zeit der Nutzer lässt sich sehr viel Geld verdienen.

Ein Post hier, ein Herzchen da, ein Thumbs Up drüben und ein Emoji noch zum Schluss, und schon sind ein paar Minuten unseres Lebens wieder vorbei. Aber wer denkt schon bewusst daran, wenn Influencer XYZ gerade sein neuestes Auto, Schmuckstück oder Botox-Tune-up auf Instagram präsentiert und wir völlig verträumt durch unseren Feed scrollen, um noch mehr vom „außergewöhnlichen“ Leben der neuen Stars berieselt zu werden.

Hauptsache unserem normalen, langweiligen und für viele recht depressiven Alltag für ein paar Momente entwischen, bevor uns der Boomerang der Realität wieder einholt. Dass dabei der Zeiger der Uhr beständig Tick Tock macht und wir unser Leben auf einem Silbertablett anderen servieren, will fast keiner verstehen und ernst nehmen.

Zeit, Daten und Verhaltensmuster

Die Social Media Apps, die fast jeder auf seinem Smartphone gespeichert hat, sind schon eine clevere Innovation. Unter dem Deckmantel bzw. mit Hilfe von Schlagwörter wie z.B. „Menschen mit gleichen Interessen finden“, „Communities bilden“, „personalisierte Feeds kreieren, „mit Freunden immer und überall kostenlos verbunden bleiben“, werden uns Insta, Tik Tok, Twitter und Co. sehr charmant verkauft.

Dass wir dabei unsere persönlichen Daten preisgeben, sei dahingestellt. Aber, dass wir dabei auch unser Verhalten, unsere Wünsche, Interessen, Frustrationen, Ängste, Krankheiten und Co. ohne jegliche Überlegung auf diesen Plattformen preisgeben, ist zweischneidig. Die Algorithmen lernen schnell. Die Künstliche Intelligenz wird aufgrund der immer wachsenden Menge von Daten immer ausgeklügelter und die Werbeträger reiben sich die Hände.

So billig konnte man Werbung schon lange nicht mehr im Facebook-Ökosystem schalten. Insbesondere heuer wo sich Großkonzerne und viele kleine Unternehmen zurück ziehen und ihre Budgets kürzen, heißt es für die Mutigen und Risikofreudigen, Gas geben mit der Werbung. Dabei darf man nicht vergessen, dass mit einem Klick Facebook, Instagram, Messenger und WhatsApp problemlos aktiviert werden können. Die Nutzer sind da und sie sind auch weiterhin bereit ihre wertvolle Lebenszeit auf diesen Netzwerken zu verbringen und teils wild vor sich herzuklicken.

Fragt doch mal einen Vielnutzer, wo er in den letzten 5 Minuten überall geklickt hat und er / sie wird sich an die meisten Posts, Bilder oder Stories überhaupt nicht mehr erinnern. D.h. wir verschenken nicht nur unser kostbares Gut einfach so, sondern befinden uns dabei auch noch in einem völligen Zombie-Zustand.

Tick Tock – Seid Euch Eures Lebens bewusst

Es gibt eine Interaktion aus dem SciFi-Film „Jupiter Ascending“ (2015), die mir bis heute nicht aus dem Kopf geht. Es geht dabei um unser heutiges Thema: die Zeit.

„In eurer Welt sind die Menschen daran gewöhnt, um Ressourcen zu kämpfen… wie Öl, Mineralien oder Land. Aber wenn man Zugang zu den Weiten des Weltraums hat, wird einem klar, dass es nur eine Ressource gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt… sogar zu töten: Mehr Zeit. Zeit ist das kostbarste Gut im Universum.

— Kalique Abraxas aus Jupiter Ascending

Manchmal frage ich mich schon, ob gewisse Filme, die als Science Fiction gekennzeichnet wurden, nicht eher die Realität beschreiben und viel mehr, als es uns lieb ist.

Dass wir alle in einer Illusion leben, die wir mit unseren Gedanken bewusst oder unbewusst kreieren, dürfte mittlerweile bei den Meisten angekommen sein, egal ob man was von Quantenphysik hält oder nicht.

Tolle Erkenntnisse, und was hat das jetzt mit Landwirtschaft oder Agrarbetrieb zu tun?

Ich bin davon überzeugt, dass die Menschen, die Berufen nachgehen bzw. Unternehmen betreiben, die eng mit der Natur verbunden sind, das Thema „Zeit“ anders wahrnehmen als jene, die fest im Kreislauf Appartment-Auto-Büro-Lunchbox-Büro-Auto-Appartment-Fernseher verankert sind. Dies ist keine Wertung, sondern eine Beobachtung.

Umso wichtiger ist es deshalb, uns unserer Sterblichkeit bewusst zu werden. Dies hat nichts mit Angst zu tun, sondern ganz im Gegenteil, es sollte jeden motivieren und inspirieren, seinen Träumen nachzugehen und sein Leben ganz bewusst (!) so zu gestalten, wie man es will.

Tick tock, tick tock … Was willst Du in Deinem Leben wirklich kreieren?

Bildquelle: Foto von John Tyson auf Unsplash

Die sozialen Medien und das Kasperlspiel

Die sozialen Medien und das Kasperlspiel

Im Bereich der sozialen Medien kennt man mittlerweile nur noch eins: eine tolle Show hinlegen. Wer den Mut hat, einen tieferen Blick hinter die Kulissen zu werfen, der merkt, dass alles einem Zirkus bzw. einem gut inszenierten Kasperlspiel ähnelt. Das jüngste Beispiel: Twitter.

Mittlerweile dürfte auch Tante Gudrun aus dem hintersten „Kaff“ Deutschlands von Twitter gehört haben. Denn das, was früher nur Online debattiert wurde, findet heute einen festen Platz im Prime Time der Mainstream-Medien. Wenn in der Tagesschau des öffentlich-rechtlichen Fernsehens über Elon Musk und Twitter berichtet wird, dann wissen wir, dass Social Media ihren lang ersehnten festen Platz im aktuellen Leben der Bewohner dieses Planeten eingenommen hat. Ob das gut oder schlecht ist, ob dies einer Dekadenz der Gesellschaft oder einem Aufstieg zugeschrieben werden kann, überlasse ich an dieser Stelle jedem einzelnen von Euch.

Wer glaubt, dass durch die Übernahme von Twitter durch Elon Musk die Rede- und Meinungsfreiheit auf dieser Plattform zurückkehrt, hat das Spiel nicht richtig durchschaut bzw. verstanden. Das, was in den letzten beiden Jahren auf den sozialen Medien in punkto Zensur passiert ist, kann man nicht durch eine Show-Übernahme wettmachen. Zwar wurden auf Twitter ein paar Konten, die in den letzten Monaten gesperrt wurden, wieder aktiviert, aber das ist lediglich nur ein winziger Trost.

Denn eins dürfen die Twitter-Nutzer nicht vergessen: hinter diesem Unternehmen stecken namhafte Aktionäre die Geld (Dividende!) sehen wollen.

Wer einen Blick auf Yahoo Finance auf dem Tab „Holders“ klickt, erfährt, dass u.a. folgende Big Businesses und Big Banks zu den Aktionären von Twitter gehören:

Vanguard, BlackRock, Morgan Stanley, Barclays, State Street Corporation — um ein paar zu nennen.

Glaubt Ihr tatsächlich, dass das oberste Ziel der oben aufgeführten Investoren Rede- und Meinungsfreiheit ist, wie das so gerne von Elon Musk angepriesen wird?

Twitter ist ein Business

Twitter, Facebook bzw. Meta, LinkedIn und Co. haben zuerst unsere Desktops, danach unsere Smartphones und heute unser Leben eingenommen. Wir waren diejenigen, die diese Technologien und damit einhergehend diese Silicon Valley Tech-Giganten in unser Leben eingeladen haben. Heute stehen die meisten völlig machtlos da und wissen gar nicht, was mit ihren persönlichen Daten wirklich passiert; ganz zu schweigen von der wertvollen Zeit, die sie in diese Medien „investieren“.

Wobei das Wort „Investieren“ in diesem Zusammenhang völlig falsch am Platz ist, denn die großen Nutznießer der sozialen Medien sind die Plattformen selbst und die vielen Werbeträger und sogenannten „Third-Parties“ bei denen unsere Daten und Verhaltensmuster landen.

Bis vor wenigen Jahren war Twitter in der D-A-CH Region nicht besonders beliebt. Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass sich das etwas relativiert hat. Ich finde es gibt mehr und mehr deutschsprachige Profile, die hierauf posten und versuchen Twitter in ihr Marketingportfolio besser zu integrieren.

Twitter war von Anfang an die „Go-to“-Plattform für die neuesten Nachrichten. Wenn etwas in der Welt passierte, dann gab’s die Nachricht zur allererst auf Twitter. Bis Facebook die Nachricht aufgriff oder im Fernsehen darüber berichtet wurde, war das Ganze schon längst passé.

Heute ist das auch nicht viel anders, obwohl die Plattform vermehrt von Bots dominiert wird. Auch hier hat Elon Musk ein Versprechen abgegeben, welches lautet:

Die Bots weitestgehend zu eliminieren und die echten Menschen zu authentifizieren. (Quelle: Tweet von Elon Musk, Twitter)

Twitter hatte schon immer ein Problem: und zwar die Werbeeinnahmen. Anders als bei Facebook, wo Werbekampagnen etwas leichter aufzusetzen sind und Gewinne entsprechend abschöpfbar sind, ist das bei Twitter anders. Nur erfahrene und anspruchsvolle Werbetreibende wissen, wie mit Twitter-Werbung profitabel umzugehen ist. Wenn die Plattform jedoch voll von Bots ist, dann schmeißt man quasi das Geld aus dem Fenster. Logischerweise, muss sich dies auch ändern, wenn Elon Musk seine Investoren bei Laune halten möchte. Wie also die Authentifizierung der „echten Menschen“ ablaufen soll (Beispiel: digitale Identität) und ob das viele so auch mitmachen werden, bleibt abzuwarten.

Fakt ist, Twitter ist und bleibt ein Business auch wenn es unter der Tarnung „soziales Medium“ fungiert.

Die sozialen Medien im Karussell der Zeit

Wie lange die heuer bekannten, sozialen Medien unser Leben noch mitbestimmen werden, hängt einzig und alleine von uns ab. In dem Moment, in dem wir aufhören, die Plattformen zu nutzen, heißt es „Game over“ für die Ikonen Mark Zuckerberg, Elon Musk oder wie auch immer sie heißen. Dass dieses schneller gehen kann als es manch einem lieb ist, sieht man an der Aktie von Facebook / Meta, die in den letzten Monaten gigantische Verluste verzeichnen musste.

Was soll ich tun, wenn ich Landwirt bin? Soll ich diese Netzwerke weiter nutzen oder ist es an der Zeit mich bei anderen Technologien umzuschauen?

Berechtigte Fragen, denn wir wollen ja einerseits dort sein, wo unsere Kunden sind und gleichzeitig Änderungen bzw. „Kundenmigration“ vorausschauen, um uns bestens positionieren zu können. Denn jetzt, wo Geschäfte vermehrt Online abgewickelt werden, müssen wir uns anpassen. Auf der Strecke zu bleiben, ist für mich und für viele meiner Kollegen keine Option.

Was andere Technologien angeht, so würde ich ein Auge offen halten für das, was auf der Blockchain passiert. Denn dieser Bereich umfasst nicht nur Kryptowährungen, sondern ein komplexes Multiverse an Möglichkeiten, die wir heute kaum erahnen können. Auf der Blockchain erscheinen bereits die ersten sozialen Medien, auch wenn diese in der Mainstream noch nicht eingedrungen sind. Das Konzept der Dezentralisierung, bei dem jeder Einzelne von uns die Schlüssel selbst in der Hand hat und seine Inhalte von niemand auf der Welt gelöscht werden können, gewinnt immer mehr an Attraktivität.

Lasst Euch von dem Kasperltheater, das uns präsentiert wird, nicht hypnotisieren. Die Grundlagen eines Unternehmens bleiben bestehen. Es geht um Gewinne, und das gilt auch für die sozialen Medien.

Bildquelle: Foto von Creative Christians auf Unsplash

Von Facebook abhängig - Keine gute Strategie

Von Facebook abhängig? Keine gute Strategie

Vor rund einer Woche war die gesamte Facebook-Family für etwa 6 Stunden nicht erreichbar. Es war der schlimmste Ausfall für den Silicon Valley Tech-Giganten seit 2008. Damals legte ein Fehler Facebook für einen ganzen Tag lahm. Der Unterschied zu jetzt: in 2008 lag die Anzahl der Nutzer bei 80 Millionen; heute nutzen mehr als 3 Milliarden Menschen das soziale Netzwerk.

Facebook, Instagram, WhatsApp, Messenger, Oculus – sie alle waren „down“. Nutzer versuchten vergebens sich immer wieder einzuwählen, da ging buchstäblich nichts. Was als nächstes passierte beschreibt das Dominoeffekt der Tech-Industrie. Viele wendeten sich an Twitter, Reddit, TikTok und Co. was dazu führte, dass auch diese Netzwerke mit dem hohen Zustrom von Nutzern auf Serverprobleme stoßten. Das Chaos war perfekt.

Was den Facebook Otto-Normalnutzer ärgerte, bedeutete monetäre Verluste für Kleinunternehmer, Werbeagenturen und „Creators“. Der US-amerikanische TV-Sender CNBC spricht von Verlusten von ein paar hundert Dollar bis hin zu mindestens 5.000 US-Dollar pro Unternehmer.

Das wirft die Frage auf, ob es clever und nachhaltig ist, sein Onlinegeschäft dermassen von Facebook abhängig zu machen?

Der eine oder andere Influencer lebt alleine von seinen Instagram-Posts, andere wiederum generieren einen Großteil ihres Einkommens aus Facebook-Werbung. Lasst uns die großen Konzerne bei dem ganzen Spiel nicht vergessen, denn auch hier gibt es Facebook Enterprise und WhatsApp Business Lösungen, die durch den Ausfall am Montag sehr stark „leiden“ mussten. So konnten Tausende von Angestellte an Meetings, Konferenzen und Kundengesprächen nicht teilnehmen.

Heute Facebook, morgen Google, Amazon, Microsoft oder Apple

Um den Ausmaß unserer Abhängigkeit besser zu verstehen, beginnen wir die Reise mit einem Blick auf unsere Smartphones.

Die meisten von uns verwenden entweder ein Android-Telefon mit Google drauf oder bedienen sich eines iPhones mit Apple als Anbieter. Die allerwenigsten laufen mit LinuxOS durch die Gegend oder besitzen das technische Know-how, um ihr Telefon zu de-googeln.

Was die Apps anbelangt, so finden wir bei den allermeisten Smartphone-Besitzer mindestens eine App aus der Facebook-Familie, bei der jüngeren Generation sind es mehr. WhatsApp hat fast jeder drauf. Wer die neuesten Trends mitverfolgen will, packt sich auch Instagram aufs Telefon. Wer Familie hat und gerne Fotos mit mehreren Generationen teilt, kommt an Facebook nicht vorbei. Die Gamer greifen auf Oculus VR zurück und Chat-süchtige führen ambitionierte Gespräche auf Messenger durch.

Weiter geht’s mit den Einkäufen: Online shoppen macht fast jeder. Wo? Am besten bei Amazon, natürlich. Also App auf, Produkt aussuchen, Klick und fertig. Die Kreditkarte ist ja eh schon im Profil hinterlegt; der Bequemlichkeit darf selbstverständlich nichts im Wege stehen.

Daheim wartet dann das etwas größere Smartphone auf uns, weil wir entweder bissl mehr Bildschirm beim Surfen benötigen oder weil wir den Shoppingvorgang in Groß fortsetzen möchten. Auch hier wartet entweder ein MacBook mit seinem macOS von Apple auf uns oder ein Windows-Gerät, das uns immer wieder auffordert die neuesten, wunderbarsten Microsoft-Produkte herunterzuladen, upzudaten und zu nutzen.

Diese großen Tech-Unternehmen verfolgen uns auf Schritt und Tritt, dabei existieren sie erst seit zwei-drei Dekaden. Unser ganzes Privatleben sowie unsere Businesswelt einer handvoll Unternehmen zu vertrauen, ist nicht besonders schlau. Dass dies ausgenutzt werden kann, haben wir ebenfalls schon öfters erlebt.

Was sind die Alternativen? Gibt es Lösungen auch für Menschen die sich nicht mit Programmierung oder künstliche Intelligenz auskennen?

Nicht jeder ist technisch versiert. Hinzu kommt, dass jeder von uns Talente, Erfahrung und Kenntnisse besitzt, die wichtig sind für die Gesellschaft aber mit Hardcore Technologie bzw. Digitalisierung wenig am Hut haben (obwohl das heutzutage schwer nachvollziehbar ist).

Open Source und Blockchain-basierte Alternativen

Es gibt selbstverständlich Alternativen, aber diese sind nicht Mainstream – oder noch nicht. Es gibt Chat-Apps die weniger Nutzer haben, dafür aber mehr Verschlüsselung versprechen wie z.B. Signal. Wer Open Source liebt und die Microsoft-Suite bestehend aus Excel, Word, Powerpoint und Co. satt hat, kann auf LibreOffice oder Open Office zurück greifen. Natürlich bietet Linux das Nonplus-Ultra für jeden der selbst an seinem Laptop / Computer werkelt und sich gleichzeitig von Apple bzw. Windows abseilen mag.

Kommen wir zu Web 3.0 und damit auf die Blockchain-basierten Plattformen zu sprechen. So lässt sich beispielsweise YouTube hervorragend mit Odysee substituieren. Wer seine Lieblingscreators sucht, die auf YouTube aus was auch immer Gründen gesperrt wurden, wird hier mit großer Wahrscheinlichkeit fündig. Auf der Suche nach einer Facebook-Alternative? Wie wär’s mit MINDS. Bist Du ein Fan kurzer Messages? Dann schau doch bei Flote vorbei.

Folgende Artikel zu Blockchain, Metaverse und der neuen Marketing-Ära in der Landwirtschaft könnten Dich auch interessieren:

Vor 10 Jahren wurde Facebook belächelt; heute kommt kaum ein Onlinebusiness an dem Tech-Giganten vorbei. Mit seinen 3 Milliarden Nutzer, ist die soziale Plattform ein absoluter Schwergewicht geworden, mit dem nicht so leicht zu Scherzen ist.

Nicht desto trotz, halte ich es für äußerst riskant, sein gesamtes Business von diesem einen Netzwerk abhängig zu machen. Auch wenn Ihr (noch) kein Web 3.0 Fan sein, macht es Sinn, das Risiko über mehrere Web 2.0 Lösungen zu teilen. Wer weiss, wann der nächste Ausfall von Zuckerberg an der Tür klopft. Gute Vorbereitung ist die halbe Miete.

Bildquelle: Foto von Luca Sammarco auf Pexels

Soziale Medien der neue Megastar

Soziale Medien: Gibt es bald einen neuen Megastar?

Kriegt Facebook endlich einen „echten“ Rivalen in den kommenden Wochen? Könnte dieser Rivale kein geringerer sein als der aktuelle Inhaber von LinkedIn und Skype? TikTok hat bis Mitte September Zeit sich einen neuen Eigentümer zu suchen. Ob der glückliche Gewinner Microsoft sein wird, ist abzuwarten. Es geht um viel, sehr viel.

Politiker lieben die sozialen Medien, ob sie dies freiwillig zugeben oder nicht. Die einen bevorzugen Twitter während andere eher zu Facebook oder Instagram zugreifen. Soweit, so gut. Spätestens aber wenn sich ein Politiker in das Thema „wer kauft wen“ einmischt bzw. einen Anbieter verbieten will oder zum Verkauf zwingt, dann sollten wir alle wach gerüttelt werden.

Seit 10-15 Jahren florieren eine handvoll Technologie-Unternehmen aus Silicon Valley, die eine glorreiche Idee hatten: einfach mal eine Plattform aufsetzen, wo sich jeder kostenlos registrieren kann, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben, Fotos und Videos hochzuladen und zu teilen, kostenlos chatten und telefonieren und als Gegenleistung ein paar Werbungen serviert bekommen.

So zumindest der Verkaufspitch.

Heute wissen wir, dass nichts, absolut gar nichts auf dieser Welt kostenlos ist.

Dieser kostenlose ‚Schmankerl‘ hat enorme Schattenseiten.

Diese Firmen wissen alles über uns. Sie wissen was wir mögen und nicht mögen, welche politischen Ansichten wir haben, wo wir wohnen, mit wem wir befreundet sind, welchen Beruf wir ausüben, welche Hobbies und Interessen wir haben und viiiieles mehr. Mit anderen Worten, sie kennen uns besser als wir es zugeben und gern hätten.

Denn diese Tech-Giganten waren smart genug, um frühzeitig herauszufinden, dass DATEN (Kundendaten, Verhaltensdaten usw.) eins der wertvollsten Güter dieser Erde sein werden.

Die sozialen Medien waren geboren. Ein mächtiges Datennetzwerk was uns als soziales Netzwerk verkauft wurde. Ein cleveres und extrem durchdachtes Konzept. Das war kein Zufall. Da steckt viel zu viel Grips und Strategie dahinter. Wer das nicht glaubt, absolut kein Problem; der kann in Disneyland gerne weiterhin Karussell fahren.

Soziale Medien und ihre heutigen Hauptdarsteller

Mehr als 200 soziale Medien haben in den letzten knapp zwei Jahrzehnten, um unsere Aufmerksamkeit UND Daten gekämpft.

Das Spiel dominieren jedoch nur ein paar Wenige, deren Akteure wir in der Zwischenzeit aufgrund von Schlagzeilen wie z.B. Datenklau – etwas „dezenter“ ausgedrückt, Facebook und Cambridge Analytica Datenskandel (Quelle: New York Times) oder Google Datenverletzung im Zusammenhang mit Google+ aus 2018 (Quelle: Wikipedia, Experian), näher kennenlernen durften.

Nachdem wir Anfang letzten Jahres das soziale Netzwerk G+ von Google zur Beerdigung begleiten durften und ein paar Übernahmen für mehr „Übersichtlichkeit“ gesorgt haben, herrschte für ein paar Monate Ruhe. In diesem Geschäft geht es jedoch turbulent zu und längere Ruhepausen scheinen unerwünscht zu sein. Nun steht der nächste Sturm bevor.

Bevor wir auf die vom amtierenden US-amerikanischen Präsidenten Trump angekündigten Maßnahmen näher einzugehen, hier ein kurzer Überblick mit den Hauptdarstellern im Bereich soziale Medien:

  • Facebook-Gruppe (USA): Facebook, Instagram, WhatsApp, Messenger
  • Alphabet / Google (USA): YouTube
  • Twitter (USA)
  • Microsoft (USA): LinkedIn, Skype
  • Pinterest (USA)
  • Snap (USA)
  • ByteDance (China): TikTok

Was fällt Euch bei dieser Liste sofort auf?

BINGO.

Es gibt nur eine einzige Non-US Company UND obendrauf kommt diese auch noch aus China – ein großer Erzrivale der USA.

Geht es nach dem Wunsch des aktuellen US-Präsidenten, dann steht uns eine neue Übernahme bevor und damit ein potenzieller starker Gegenkandidat zu Facebook und Google – wenn sich z.B. Bill Gates‘ Microsoft diesen Deal rechtzeitig schnappt.

Die ganze Diskussion entstand vor dem Hintergrund des aktuellen Konflikts zwischen China und den USA. Dass ein chinesisches Unternehmen soviel Power in den USA hat, ist den Amerikanern ein Dorn im Auge. Medienberichten zufolge haben amerikanische Unternehmen bis zum 15. September Zeit etwas in Richtung TikTok zu unternehmen (z.B. kaufen), sonst droht ein Totalverbot in den USA. (Quellen: Microsoft, USA Today)

Kurzer Reminder bzgl. TikTok: das Netzwerk ist neben Instagram, die „go to Plattform“ für Jugendliche weltweit. Für detailliertere Infos siehe hierzu meinen unten aufgeführten Artikel.

TikTok – der neue Star unter den sozialen Netzwerken

Was passiert wenn…?

Haben wir bald einen dritten US-amerikanischen Megastar? Ist das der nötige Coup von Bill Gates, um sich die Pole Position in der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt von Jeff Bezos (Amazon) wieder zurück zu holen? Wie sollen wir (Landwirte, Kleinbetriebe & Co.) uns positionieren?

Eine Antwort auf die ersten beiden Fragen werden wir höchstwahrscheinlich in den kommenden Wochen erhalten. Spannender ist es Frage #3 etwas näher zu durchleuchten. Was ist mit uns? Wie sollen wir Otto-Normalbürger bzw. Otto-Normalbetriebe vorgehen?

Viele Junglandwirte lieben TikTok und nutzen die Plattform um ihre Liebe zu Tieren, Traktoren, Pflanzen & Co. zu zeigen. Es wird ge-shared was das Zeug hält. Egal ob Videos oder Fotos, GIFs, Memes, da ist alles dabei. Einige kombinieren TikTok mit Instagram und haben sich dadurch erfolgreich in ihren Communities etabliert. Die allerwenigsten denken dabei an den „Türhüter“ China, wobei wir hier mit der letzten Ankündigung in Richtung USA-Monopol wandern. Ob das besser ist, sei dahingestellt.

Fakt ist, diese Tech-Giganten haben eine enorme Macht entwickelt. Ihre Präsenz in mittlerweile fast allen Bereich unseres Lebens (inklusive Gesundheit!) ist gelinde gesagt besorgniserregend.

Ein weiterer Fakt ist, dass der Großteil der Bevölkerung (Mainstream) immer noch diese Medien nutzt, um die neuesten Nachrichten zu lesen / hören, mit Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben und selbstverständlich auch, um zu shoppen – insbesondere jetzt wo sich alles in Richtung Online / eCommerce bewegt.

Übersetzt heisst das für uns Kleinbetriebe: unsere Kunden verbringen weiterhin jede Menge Zeit auf diesen sozialen Medien und wir können sie auch weiterhin problemlos hier erreichen. Diejenigen von uns die Kunden haben, die extrem auf ihre Privatsphäre achten und mit Mainstream nichts am Hut haben wollen, finden wir vermehrt auf der Blockchain. Siehe hierzu den Beitrag:

Blockchain in der Landwirtschaft und im Lebensmittelsektor

Bleibt wachsam. Geht strategisch vor. Achtet auf Eure Kunden und seid bereit jederzeit auf neue Technologien (z.B. Blockchain) umzuswitchen. Macht Euch von Facebook, TikTok und Co. bloss nicht abhängig. Behaltet die Kontrolle über Euer Content Marketing, Eurer Werbestrategie und dem was ihr verkauft. Flexibilität ist ein Schlüssel zum Erfolg.

Weiter geht’s mit dem Internetphänomen soziale Medien… Wer schnappt sich TikTok? Was glaubt Ihr?

Foto von geralt, Pixabay.com

Soziale Medien und Mainstream-Erzählungen

Soziale Medien und Mainstream-Erzählungen

Ein Leben ohne soziale Medien? Neee, das kann sich keiner mehr so richtig vorstellen. Social Media ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Ob das gut oder schlecht ist, sei dahingestellt. Was sich jedoch aktuell auf diesen Plattformen abspielt, ist äußerst fragwürdig.

Vor wenigen Jahren galten Twitter, Facebook, YouTube & Co. als wahre Innovationshelden, heute sind sie wie festgefahren. Wer die Mainstream-Stories satt hat, muss auf andere Medien ausweichen.

Als ich in 2011 mit Twitter und Facebook startete, sah die Welt noch ganz anders aus. Die Mainstream-TV-Sender ARD, ZDF, SAT1 & Co. klangen wie ein paar alte Schallplatten. Damals blickte jeder Technologiebegeisterte, der sich auf der Suche nach etwas Neuem und Spannendem befand, nach Silicon Valley. Kleine Startups wie Twitter, Facebook oder Pinterest, versprachen eine andere, noch nie erlebte Welt.

Knapp 10 Jahre später, sind einige dieser vielversprechenden Startups riesen Konzerne geworden. Was einst cool, innovativ und spannend war, ist heute durch Zensur, Regulierungen und Verbote geprägt. Der Unterschied zwischen z.B. CNN und Twitter oder Facebook ist kaum noch wahrzunehmen. Die sozialen Medien sind kontrollierte und überwachte Mainstream-Medien geworden, die mit dem Begriff „sozial“ nicht mehr viel gemeinsam haben.

Die früheren Communities haben sich aufgelöst.

Nutzer die andere Meinungen und Perspektiven vertreten als die Mainstream-Propaganda haben die Plattformen teils freiwillig verlassen und teils wurden sie buchstäblich „eliminiert“.

Die Pioniere und die Mehrheit der Andersdenkenden sind weiter gezogen.

Macht es noch Sinn auf diesen Plattformen zu bleiben?

Wie können Landwirte von der Mainstream-Crowd profitieren und wo können wir die Andersdenkenden erreichen?

Soziale Medien bleiben eine TOP-Adresse für die Massen

Jeder der ein e-Commerce Business besitzt und ähnlich ‚harmlose‘ Produkte wie ich mit Frankenaronia vertreibt, der kann die Macht dieser sozialen Netzwerke zu seinen Gunsten nutzen. Gleiches gilt auch für die ‚harmlosen‘ Dienstleister, die in das von Facebook, Instagram, YouTube und Co. definierte Mainstream-Katalog reinpassen.

Diejenigen, die in den Augen von Big Tech Produkte und Dienstleistungen bewerben, die als „No Go“ klassifiziert werden, wie z.B. CBD-Produkte, Kryptowährungen, MLM-Geschäfte, sind gezwungen auf andere Kanäle auszuweichen. Das war vor rund 10 Jahren anders, aber die Zeiten haben sich stark verändert. Wir dürfen nicht vergessen, dass viele Betrüger diesen Branchen sehr geschadet haben, was allmählich auch dazu führte, dass sie von immer mehr Plattformen flogen.

Soziale Medien sind genau das Richtige für Landwirte die Bewusstsein für Ihre Bauernhöfe und ihr tolles Produktportfolio schaffen wollen. Egal ob Instagram, Tik Tok, YouTube, Snapchat oder WhatsApp, jeder dieser Plattformen hat seine Stärken (und Schwächen).

Wer eine jüngere Zielgruppe ansprechen möchte, der sollte auf Tik Tok, Snap, YouTube, Instagram und WhatsApp aktiv sein. Die Erwachsenen erreicht man am besten auf Instagram, Facebook und WhatsApp. Was die ältere Generation anbelangt, so ist Facebook absolut unschlagbar.

Zu einigen dieser sozialen Netzwerke habe ich bereits gesonderte Artikel geschrieben. Bei Interesse könnt Ihr diese hier nachholen — Tipps für Landwirte inklusive.

Tik Tok – der neue Star unter den sozialen Netzwerken

Facebook: Social Media in der Landwirtschaft

Twitter: Social Media in der Landwirtschaft

Macht Social-Media-Werbung in der Landwirtschaft Sinn

LinkedIn: Social Media in der Landwirtschaft

Instagram: Social Media in der Landwirtschaft

Pinterest: Social Media in der Landwirtschaft

Wie erreichen wir die Pioniere und Andersdenkenden?

Ich weiss nicht, wie es Euch bei dem Gedanken geht, „nur“ die Massen zu erreichen aber mir persönlich gefällt das nicht. Ich mag andersdenkende Menschen. Diejenige die alles in Frage stellen und das was die Politik und Mainstream-Medien inkl. Facebook, Twitter, YouTube und Co. nicht für bare Münze nehmen, sind ebenfalls meine Kunden.

Mir ist bewusst, dass eine Großzahl meiner Agrarbetrieb-Blog-Leser und Newsletter-Abonennten zu den sogenannten Pionieren und andersdenkenden Menschen gehören. Viele meiner Leser sind natur- und gesundheitsbewusste Menschen, die Ihr Leben selbst in die Hand nehmen und nicht alles Big Pharma überlassen. Meine Leser und Kunden legen großen Wert auf Nachhaltigkeit und wollen Informationen erhalten, die sie woanders so nicht lesen und erfahren können.

Diese Menschen schätze ich sehr und ich werde alles tun, um sie ebenfalls erreichen zu können. Einige von Ihnen nutzen die sozialen Medien aus Frust bis sie eine bessere Alternative gefunden haben. Andere wiederum machen sich mit dem Thema Blockchain schlau.

Deshalb glaube ich, dass wir diese wertvolle Community nicht vernachlässigen dürfen.

Wo werden sie hinziehen?

Ich bin der Meinung, dass wir viele dieser Pioniere bald auf Blockchain wiederfinden werden.

Hierzu habe ich auch schon ein paar Artikel geschrieben. Falls ihr diese noch nicht gelesen habt, dann könnt Ihr hier einsteigen.

Blockchain in der Landwirtschaft und im Lebensmittelsektor

Direktvermarktung mit Pfiff: vom Landwirt direkt zum Konsumenten

Ein Leben in Dualität

Von der Adoptionskurve hat fast jeder schonmal was gehört. Erst die Neugierigen, dann die Pioniere, irgendwann die Massen und dann flacht das Ganze wieder ab. Ob das im Falle der sozialen Medien auch so sein wird, sei dahingestellt.

Hier geht es jedoch um vielmehr als einer Adoptionskurve. Es geht um Freiheit i. S. Meinungsfreiheit zum Beispiel. Wenn das nicht gegeben ist, dann wackeln unsere Basisrechte ganz gewaltig. Jeder hat das Recht seine Meinung zu äußern. Wir müssen nicht alle die gleiche Meinung vertreten und gleichzeitig dürfen wir andere Perspektiven nicht dämonisieren.

Hätte es die Andersdenken nicht gegeben, dann würden wir immer noch in Pferdekutschen sitzen statt in Autos, Kerzen und Petroleumlampen wären eventuell unsere ständigen Begleiter, Reisen würden sich nur die Wohlhabenden erlauben und vieles auf dieser Welt wäre gaaaanz anders.

Wir verdanken unsere heutige Welt der Offenheit derjenigen die es wagen das Status quo in Frage zu stellen. Die Adoption verdanken wir hingegen, allen Menschen die mitziehen und das Gute in der Evolution sehen.

Soziale Medien heute und in 2030: Wo geht Eurer Meinung nach die Reise hin?

Foto von Comfreak, Pixabay.com