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2022-06 Traegt Gartenarbeit zu einer hoeheren Lebenserwartung bei

Trägt Gartenarbeit zu einer höheren Lebenserwartung bei?

Leben Menschen, die als Hobby Gartenarbeit betreiben, länger als andere? Sind Landwirte gesünder als Nicht-Landwirte? Leiden Menschen, die eine enge Verbindung zur Natur haben und sich schwerpunktmäßig von Pflanzen aus dem eigenen Garten ernähren, weniger unter Krankheiten? Glaubt man den aktuellen Studien und den Bewohnern der „Blue Zones“, den Regionen, in den Langlebigkeit „normal“ ist, dann stimmen diese Aussagen durchaus.

Die wenigsten Erdbewohner werden bei Antworten auf die Frage, wie man ein langes, gesundes und erfülltes Leben hat, mit „nicht interessiert“ antworten. Dennoch, wie wertvoll es ist fit und aktiv zu sein, und dies auch im hohen Alter, merken wir leider erst dann, wenn alles nicht mehr so funktioniert, wie wir es uns gerne wünschen. Das gestresste Leben in der westlichen Zivilisation, das Rennen nach dem Geld, um die immer höher werdenden Kosten und Konsumwünsche zu decken, der ungesunde Lebensstil samt katastrophalen Essgewohnheiten, schlechter bzw. mangelnder Schlaf und eine völlige Entkoppelung von Mutter Natur haben bittere Konsequenzen.

Das dies auch anders funktionieren kann, zeigen uns vor allem die Bewohner der „Blue Zones“. Seit den Beiträgen über die „100+“-Jährigen, die Auto fahren, Bücher und Zeitschriften ohne Brille lesen, tanzen, arbeiten und überhaupt ganz aktiv am Leben teilnehmen, hat sich etwas im Bewusstsein der Menschen verändert. Man muss nicht zwangsweise an einer oder mehreren chronischen Krankheiten leiden und die letzten Jahre seines wertvollen Lebens Arzttourismus betreiben. Es geht auch anders.

Wer sind diese Bewohner der Blue Zones und was haben sie gemeinsam?

Die Menschen aus folgenden Regionen der Welt sind für ihre Langlebigkeit bekannt:

  • Icaria (Griechenland)
  • Sardinien (Italien)
  • Nicoya (Costa Rica)
  • Loma Linda (Kalifornien)
  • Okinawa (Japan)

Die Regionen sind über die Welt verteilt, aber dennoch gibt einige Gemeinsamkeiten: eine auf Pflanzen basierende Ernährung, mäßige körperliche Aktivität und soziale Verbindungen. Hinzu kommt, dass viele dieser Einwohner kleine, persönliche Gärten pflegen, in denen sie bis ins hohe Alter arbeiten.

Körperliche und psychische Vorteile von Gartenarbeit

Ohne irgendwelche Untersuchungen zu lesen, wissen wir alle, dass ein Lebensstil im Freien, gesundes Essen, Bewegung und das Leben in einer Gemeinschaft für ein längeres Leben essentiell sind. Inwieweit Gärtner (egal ob Vollgärtner oder Hobby-Gärtner) mit einem längeren Leben bzw. einer besseren Lebensqualität im Alter rechnen können, können wir einer Reihe von Studien entnehmen:

  • Gartenarbeit senkt den Spiegel des Stresshormons Cortisol (Van den Berg, A; Custers, M: „Gardening promotes neuroendocrine and affective restoration from stress“, in Journal of Health Psychology, 2011 Jan. PMID: 20522508)
  • Tägliche Gartenarbeit führt zu einer 36% Reduktion von Demenz (Simons, L; Simons, J; McCallum, J; Friedlander, Y: „Lifestyle factors and risk of dementia: Dubbo Study of the Elderly“, in The Medical Journal of Australia, 2006 Jan. PMID: 16411871)
  • Gartenarbeit erweist sich als vorteilhaft auch bei Alzheimer’s (Detweiler, M; Murphy, P; Myers, L; Kim, K: „Does a wander garden influence inappropriate behaviors in dementia residents?“, in American Journal of Alzheimer’s Disease and Other Dementias, 2008 Feb-Mar. PMID: 18276956)

Selbstverständlich können wir die Langlebigkeit per se nicht zu 100% der Arbeit im Garten zuordnen, denn es kommen noch weitere Komponenten hinzu: der Verzehr von frischem Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten, sie sozialen Kontakte, die man pflegt, wenn man diese Produkte auf dem lokalen Markt verkauft oder in der Nachbarschaft gegen andere Güter tauscht sowie die Tatsache, dass man sich lange Zeit in der Natur, im Grünem, in der Sonne und an der frischen Luft aufhält. Die Vitamine, Mineralien und phytoaktiven Verbindungen, die man auf dieser natürlichen Art und Weise aufnimmt, verleihen den Zellen im Körper lebenswichtige Energie.

Klingt doch gut, als Hundertjähriger munter im eigenen Garten hoch und runter zu spazieren, die lästigen Unkräuter per Hand zu entfernen, dabei fit zu bleiben und das frische Lieblingsgrünzeug direkt zu naschen? Wer seinen eigenen Garten pflegt, wird vorzugsweise auch diejenigen Pflanzen anbauen, die er / sie gerne isst.

Lässt sich dieses Langlebigkeits-Konzept auch auf Landwirte übertragen?

Nun leben Landwirte größtenteils auf dem Land, bewegen sich ganz viel, verbringen jede Menge Zeit im Grünen und sind meist sozial vernetzter als andere „moderne“ Berufe. Zwar bevorzugen viele meiner Kollegen aus der Landwirtschaft Fleischprodukte, d.h. sie ernähren sich ungesünder als die Bewohner der „Blue Zones“ — Gibt es dann Hinweise darauf, dass Landwirte länger leben?

Was sagen die Studien?

  • Landwirte leiden ein Drittel seltener an einer chronischen Krankheit (Brew, B; Inder, K; Allen, J; Thomas, M; Kelly, B: „The health and wellbeing of Australian farmers: a longitudinal cohort study“, in BMC Public Health, 2016. PMCID: PMC5025556)
  • Die Wahrscheinlichkeit an Krebs, Herzkrankheit oder Diabetes zu sterben ist geringer als bei der Allgemeinbevölkerung (Rafnsson, V; Gunnarsdottir, H: „Mortality among farmers in Iceland“, in International Journal of Epidemiology, 1989 Mar. PMID: 2722358)
  • Landwirte suchen 40% seltener einen Hausarzt auf als Arbeitnehmer aus anderen Berufen
  • In Japan z.B. haben selbständige Landwirte eine höhere Lebenserwartung als Nicht-Landwirte (Prof. Kenji Horiguchi, Prof. Masahiko Genma: „Secrets behind longevity of farmers“, von Waseda University Tokio, 2017.)

An dieser Stelle sollte ich darauf hinweisen, dass die Landwirtschaft in der westlichen Welt nicht mehr viel mit der traditionellen Landwirtschaft zu tun hat. Übersetzt heisst das: wir haben Schwerstarbeit zu leisten, wir nutzen viel Technologie; einiges ist automatisiert, anderes wiederum erfolgt unter recht gefährlichen Bedingungen. Das wirtschaftliche und politische Umfeld, vielfach arbeiten wir mit Krediten zur Finanzierung, erhöhen den Stresspegel deutlich. Vergessen dürfen wir auch nicht die Tatsache, dass wir mittlerweile recht viele Stunden am Computer sitzen, sei es um Rechnungen zu begleichen, Maschinen zu steuern oder Logistikwege zu optimieren. Hinzu kommen die ewigen Telefonate mit Mitarbeitern, Zulieferern von Maschinenteilen oder Serviceanbietern für eine Reparatur, die dringend ansteht.

Nicht desto trotz hält sich ein Landwirt, der eine mehr oder weniger moderne, hochtechnologisierte Landwirtschaft betreibt, weiterhin viel mehr als der Otto-Normalbürger, der die meiste Zeit seines Lebens tagsüber vor dem PC und abends vor dem TV verbringt, im Grünen auf.

Was lernen wir daraus?

Zwar ist Gartenarbeit nicht das „A“ und „O“ der Langlebigkeit, aber sie ist sehr wohl eine wichtige Komponente, die man aufgrund der oben aufgedeckten Erkenntnisse nicht vernachlässigen sollte. In Punkto mäßige körperliche Aktivität in Kombination mit frischer Luft, lebendigem Grün, Sonnenstrahlen und dem Plauschen mit Gleichgesinnten, ist diese sicherlich eine Tätigkeit, die von jedem in Erwägung gezogen sein sollte.

Schlussendlich muss man nicht sofort zum Vollgärtner mutieren, um von den vielen Vorteilen der Gartenarbeit zu profitieren. Diese Aktivität kann sicherlich auch als Hobby in einer Großstadt als Ausgleich zu einem langen Bürotag betrieben werden. Im Leben kommt es immer auf die Balance an, eine Weisheitm die wir in der westlichen Zivilisation scheinbar leider vergessen haben.

Gartenarbeit macht Spass. Wenn Langlebigkeit der Nebeneffekt ist, wird es sehr spannend, wie sie zudem unser Leben bereichern kann.

Bildquelle: Foto von Filip Urban auf Unsplash

Wie wär’s mit Obst und Gemüse statt Pillen und Tropfen

Wie wär’s mit Obst und Gemüse statt Pillen und Tropfen?

Jedes Mal wenn wir den Begriff Superfoods hören, denken wir sofort an exotische Lebensmitteln wie Gojibeeren, Chia-Samen, Moringablattpulver und Co. Wir vergessen dabei, dass die Kräuter und Nüsse sowie das Obst und Gemüse, die direkt vor unserer Haustür wachsen und einen besonders hohen Vitamin- und Mineraliengehalt enthalten, ebenfalls zu den Superfoods zählen.

Immer mehr Menschen sind davon überzeugt, dass pflanzliche Lebensmittel die beste Medizin sind. Auf der einen Seite hören wir vermehrt von Ärzten die der klassischen, westlichen Medizin den Rücken kehren und die geballte Kraft der Pflanzen dafür nutzen, um Krankheiten rückgängig zu machen bzw. diese auch vorzubeugen. Andererseits wissen wir, dass mehr als ein Drittel aller Pharmazeutika von Pflanzen abgeleitet werden.

Jemand wie ich, der seit Kleinauf in der Natur und inmitten von Pflanzen aufgewachsen ist, braucht man von der Power pflanzlicher Lebensmittel nicht überzeugen. Genauso wenig braucht man jemanden davon zu überzeugen, der einen eigenen Garten pflegt. So schmeckt zum Beispiel Salat aus dem eigenen Garten bitterer als jeglicher Salat aus dem Supermarkt. Wir reden hier fast schon von zwei verschiedenen Geschmacksrichtungen: bitter vs. süß.

Ähnliches gilt auch in punkto exotische Superfoods: Wer meint mit pestizidbelasteten Gojibeeren aus China sich gesünder zu ernähren als jemand der heimische Erdbeeren aus dem Supermarkt kauft, die übertrieben gesagt, einen Tag gebraucht haben um zu reifen, irrt sich vollkommen. Im Grunde genommen befinden sich beide Genossen auf dem Holzweg.

An dieser Stelle möchte ich noch darauf hinweisen, dass wir die radioaktive Strahlenbelastung in Lebensmitteln nicht vernachlässigen sollten. Die Exoten Spirulina und Chlorella, die oft zur Entgiftung des Organismus verzehrt werden, sind hierfür prädestiniert.

Die heimischen Obst- und Gemüsesorten erleben ein Revival

Die Begriffe Saisonalität, Regionalität sowie „direkt vom Erzeuger kaufen“ (Direktkauf) gewinnen immer mehr an Bedeutung, was mich persönlich sehr freut. Dass dies mehr als nur ein Hype bzw. „dummer“ Trend ist, sehen wir u.a. auch daran, dass der bekannte schwedische Möbel- und Einrichtungshaus Ikea, nunmehr Ideen für einen Indoor-Kräutergarten samt Aufbewahrungsbehälter präsentiert.

Liebe Agrarbetrieb-Freunde, wir wissen doch alle, dass sich Ikea nie auf etwas einlassen würde, was nicht seriös und gleichzeitig höchst profitabel ist. Diesen Trend zu vernachlässigen wäre daher fatal.

Egal ob man etwas Platz auf dem Balkon, der Terasse, im Wohnzimmer oder einem gesonderten Platz in der Küche dafür „opfert“, um sein eigenes, kleines Gemüseparadies zu erschaffen — die Zeichen stehen ganz klar auf „ich weiss was drin und drauf ist, wenn ich es selber anpflanze“.

Wer sind die typischen Kandidaten für das heimische Gemüse- bzw. in manchen Fällen sogar Obstparadies?

Fangen wir zuerst mit den Kräutern am besten an: Petersilie, Dill, Basilikum, Thymian, Rosmarin.

Gemüsesorten: Salatvariationen, Tomaten (oft Cherrytomaten bzw. kleinere Varianten), Paprika, Zucchini, Auberginen, Radieschen

Obstsorten: Erdbeeren, Zitronen, Limetten, Clementinen — Stichwort: Zwergobstbäume oder Mini Obstbäume

An dieser Stelle möchte ich an die weisen Worte von Hippokrates, dem berühmtesten Arzt der Antike erinnern, was für viele Mitmenschen leider immer stärker bewußt oder unbewußt in Vergessenheit gerät:

„Lass die Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung“.

— HIPPOKRATES

Kleiner Hinweis am Rande: Da steht nichts von lass Pillen, Tropfen und sonstige Medikamente deine Medizin sein.

Quelle: Interview mit Prof. Dr. Michalsen, Dr. Petra Bracht, YouTube

Mit Obst und Gemüse Krankheiten keine Chancen geben

Ich schliesse mich an dieser Stelle gerne dem was Prof. Dr. Michalsen im obigen Interview gesagt hat, u.z. dass ich ebenfalls kein Gegner von Operationen und Medikamenten bin. Diese sollten jedoch bitte sehr überlegt und sinnvoll eingesetzt werden. OPs, Pillen und Co. sind nicht das Allheilmittel. Jahrtausendelang wurden pflanzliche Lebensmittel sehr erfolgreich von Mediziner aller Art und Couleur verwendet, um uns zu heilen. Nur weil bestimmte Organisationen heute hiervon nicht profitieren, heisst es nicht, dass unsere Vorfahren völlig blöd waren.

In einer weiteren Sache bin ich mit den beiden Ärzten ebenfalls d’accord und das obwohl ich das Wort „heilen“ im obigen Paragraph verwendet habe:

Kein Arzt auf dieser Welt heilt einen! Wir alleine heilen uns.

Welche Hilfsmittel wir dazu verwenden, spielt eine lebenswichtige Rolle. Während Medikamente nur die Symptome im Schach halten, helfen uns eine bewusste Ernährung, Sport, Sonne tanken und draussen sein an der frischen Luft, eine tolle Gemeinschaft, Motivation und ein stressfreier Alltag sehr wohl dabei, unsere innere heilende Armee aufzurüsten, um uns bei der Heilung zu unterstützen.

Bevor ich den heutigen Beitrag beende, möchte ich noch eins ansprechen was bei vielen ein Dorn im Auge ist, insbesondere wenn es um Obst geht:

Während sich in punkto Gemüse und Gesundheit kaum Minenfelder auftun, sieht das beim Obst ganz anders aus. Viele Obstsorten sind wahre Zuckerbomben und daher nicht so empfehlenswert. Weniger falsch liegt man, wenn man auf Avocados (ja, das grüne „Zeug“ ist ein Obst), Beeren (Erdbeeren, Heidelbeeren, Aroniabeeren etc.), Grapefruit und bestimmte Apfelsorten setzt.

Welche sind Deine Obst- und Gemüse-Favoriten? Welche Krankheiten bist aufgrund Deiner Ernährungsumstellung los geworden?

Bildquelle: Foto von Michelle Leman auf Pexels

Chlorophyll - Lust auf grünes Blut

Chlorophyll – Lust auf grünes Blut?

Der Hype um das grüne Pflanzenblut Chlorophyll nimmt kein Ende. Während die einen das winzige Salatblättchen sofort aus ihrem Burger schmeissen, haben andere oft durch Leid und Not getrieben, gelernt, die ursprüngliche Pflanzenkost zu schätzen. Man muss ja nicht sofort zum Vegetarier oder Veganer „mutieren“, um gesund zu sein, aber die grüne Pflanzenenergie sollte eine ordentliche Portion Respekt erhalten.

Was ist Chlorophyll?

Chlorophyll ist ein Pflanzenstoff. Es handelt sich hierbei um einen natürlichen grünen Farbstoff, der Pflanzen und Algen grün färbt.

Für die Pflanzenwelt ist Chlorophyll überlebensnotwendig. Ohne Chlorophyll gibt es keine Photosynthese, kein Wachstum, keine Blätter, Blüten und Früchte. Die Rolle des Chlorophylls besteht darin, Sonnenlicht aufzunehmen und diese Lichtenergie innerhalb der Pflanze weiter zu leiten.

Warum ist es für uns Menschen lebenswichtig?

Mehr als 40.000 veröffentlichte Studien auf PubMed bestätigen die positive Wirkung von Chlorophyll u.a. auch für die menschliche Gesundheit:

  • Es unterstützt bei der Entgiftung von Schimmelpilzen (Aflatoxine) und Schwermetallen (z.B. Cadmium) die zu Krebs führen können.
  • Es schützt die Leber und den Darm nicht zuletzt auch aufgrund seiner Entgiftungsfunktion.
  • Wirkt krebsfeindlich, insbesondere bei Leberkrebs – siehe Studie auf PubMed
  • Aufgrund seiner entzündungshemmender Wirkung wird es oft bei chronisch entzündlichen Krankheiten eingesetzt.
  • Es unterstützt die Wundheilung.
  • Hilft bei Hautproblemen und Akne.
  • Wirkt antiviral (z.B. bei Enteroviren) – siehe entsprechende Studie auf PubMed
  • Absorbiert schlechte Körper-, Urin- und Stuhlgerüche.
  • Unterstützt die Blutbildung – siehe hierzu die in 1936 veröffentlichte Studie von A. Patek in JAMA International Medicine auf Semantic Scholar

Weiter geht’s mit einem kurzen Pep Talk über das grüne Blut vom renommierten Prof. Dr. med. Jörg Spitz, Gründer der „Akademie für menschliche Medizin“.

Quelle: Akademie für menschliche Medizin, YouTube

Welche Lebensmitteln enthalten Chlorophyll?

Grünes, rohes Gemüse in Form von z.B. Salat, Kaltsuppen oder grünen Smoothies liefert das meiste Chlorophyll. Generell gilt, je dunkelgrüner das Lebensmittel ist, umso mehr Chlorophyll enthält es.

  • Tiefgrünes / grünes Gemüse: Spinat, Staudensellerie, Brokkoli, Grünkohl, Grüne Bohnen, Eisbergsalat, Rosenkohl
  • Kräuter: Petersilie, Dill, Schnittlauch, Basilikum, Kresse, Brennessel
  • Wildgemüse / Wildkräuter: Löwenzahn, Wegerich, Sauerampfer
  • Gräser: Gerstengras, Weizengras
  • Algen: Spirulina, Cholerlla (Achtung auf Schwermetalle!)

Keine Lust auf ein grünes Salat aus den oben aufgeführten Zutaten? Kein Problem; eine leckere Kaltsuppe (Gazpacho) oder ein grüner Smoothie mit ein bisschen Avocado und Limette verfeinert, liefert auch das nötige Chlorophyll-Power für den Tag.

GUT ZU WISSEN

Chlorophyll (sowohl die natürliche als auch die synthetische Variante) sind nicht hitzebeständig! Rohes, grünes Tiefkühlgemüse ist OK weil Chlorophyll das Einfrieren nahezu schadlos übersteht. Beim Pulver sollte darauf geachtet werden, dass dieser gefriergetrocknet, also ohne Hitzeeinwirkung hergestellt wurde (am besten beim Hersteller nachfragen).

Wem die ganze Gemüse-Schlepperei aus dem Supermarkt inklusive Zubereitung zu viel des Guten ist, kann selbstverständlich auch auf hochwertige Chlorophyll-Präparate in Pulver-, Tabletten-, Dragees- oder Tropfenform zurückgreifen.

Folgende Beiträge von mir zu diesem Thema könnten Euch eventuell auch interessieren:

Grünes Blut für mehr Vitalität, Energie und Power

Fakt ist, wir brauchen Pflanzen und Sonnenlicht um zu überleben. Die Entscheidung ob sich jemand zu 100% aus Pflanzen ernähren möchte, seinen Ernährungsplan schwerpunktmässig auf Gemüse und Co. basiert oder lieber auf Fleisch setzt, ist jedem überlassen.

Eins muss ich jedoch gestehen: Jedes mal wenn ich einem sich gesund ernährenden Vegetarier begegne (dessen Menü nicht aus Chips, Cola und Gummibärchen besteht), der zusätzlich auch noch an der Steigerung seiner mentalen Fähigkeiten arbeitet, bin ich positiv von seinem Energielevel überrascht. Die Combo ist unschlagbar und das Grünzeug in seinem Ernährungsplan ist sicherlich ein großer Hebel für die Vitalität.

Wenn sowohl die alten Griechen als auch die Samurai-Krieger Chlorophyll zu deren sogenannten Lifehacks zählten, dann wäre es fatal wenn wir heute die positiven Eigenschaften dieser grünen Pflanzenenergie ignorieren würden.

Bildquelle: Foto von marijana1 auf Pixabay

Superfoods-Lexikon Teil 4

Das Superfoods-Lexikon – Teil 4

Die Challenge ist fast geschafft. Dies ist nämlich der vierte und letzte Teil unseres Lexikons über Superfoods. Heute widmen wir uns den letzten Buchstaben des Alphabets, d.h. es geht los mit dem Buchstaben „S“ wie Sellerie und wir beenden das Ganze mit „Z“ wie Zypresse. Wenn Ihr diese faszinierende Reise von Anfang an mitverfolgen möchtet, dann schaut Euch bitte auch den ersten, zweiten und dritten Teil der Serie an.

Wie gewohnt, berichte ich auch in diesem vierten Teil der Serie über tolle Obst- und Gemüsevarianten sowie jede Menge Kräuter (auch Wildkräuter) die sowohl hierzulande als auch in verschiedenen exotischen Plätzen unseres Planeten beheimatet sind.

Auf geht’s mit dem Buchstaben „S“.

S wie Sellerie, Sanddorn, Stachelbeere, Spinat oder Sauerkraut

Sie wird im Volksmund Epf oder Eppich genannt, ist weltweit verbreitet und bereits in der Antike und im alten Ägypten als Heilpflanze geehrt — ich präsentiere Euch den Echten Sellerie.

Der Echte Sellerie wird nicht nur als Heilpflanze sondern auch als Würz- und Gemüsepflanze angebaut. Die drei wichtigsten Varianten bei denen die Blätter, Stängel und Wurzelknollen verwertet werden sind Knollensellerie, Stangensellerie und Schnittsellerie.

Was macht Sellerie so besonders?

Sellerie enthält Flavonoide, Cumarine, Furanocumarine, Harz und ätherisches Öl. Das grüne Gemüse ist zudem reich an Vitaminen (B, C und E) und Mineralstoffen (insbesondere Kalium). Sellerie hat eine entwässernde Wirkung weshalb sie als starkes Detox-Mittel zelebriert wird. Zudem wirkt Sellere blutreinigend und hustenmildernd. Sie wird u.a. bei Arthritis, Rheuma, Gicht und Bluthochdruck eingesetzt.

Mehr als 1.450 wissenschaftliche Studien die derzeit auf PubMed veröffentlicht sind, zeigen das steigende Interesse u.a. auch der westlichen Medizin an der grünen Heilpflanze Sellerie.

Meine Beiträge zu Superfoods mit den Buchstaben „S“ und „Sch“:

T wie Thymian oder Tomate, U wie Ugli oder Uzara, V wie Vogelbeere oder Vanille

Der stark aromatisch duftende und bitter-würzig schmeckende Thymian braucht kaum noch eine Vorstellung. Fast jeder kennt sie, denn sie ist heute aus der westlichen Küche kaum noch wegzudenken. Dabei wird das Thymiankraut seit über 4000 Jahren als Gewürz- und Arzneipflanze eingesetzt. In 2006 wurde Thymian zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.

Das ätherische Öl was Thymian diese besondere Note verpasst ist das Phenol Thymol. Die Pflanze enthält außerdem Flavonoide und Gerbstoffe.

Die mehr als 3.700 wissenschaftliche Studien über Thymian und Thymol die derzeit auf PubMed veröffentlicht sind, bestätigt die Anwendung in folgenden Bereichen der Medizin:

  • Thymian wirkt gegen Bakterien und Viren.
  • Unterstützt die Verdauung und fördert die Durchblutung der Haut.
  • Hilft bei Rheuma und bei entzündlichen Erkrankungen im Mund- und Rachenraum (löst u.a. auch Hustenkrämpfe).

Thymiankraut kann u.a. als Gewürz (sowohl frisch als auch getrocknet), als Tee, Tinktur oder Öl verwendet werden.

In dieser Buchstabenkategorie möchte ich Euch noch mit der hierzulande recht unbekannten Zitrusfrucht Ugli bekannt machen. Diese Vitamin C-Bombe ist ein Ergebnis der Hybridisierung von Grapefruit, Pomelo und Tangerine. Entdeckt wurde die rundlich, unregelmäßig geformte „ugly“ (englisch „unansehnlich“) Frucht zum ersten Mal in Jamaika. Seitdem wird Ugli auch in einigen südamerikanischen Ländern angebaut.

Ugli beugt aufgrund ihres hohen Vitamin C-Gehalts Infektionskrankheiten vor und stärkt das Immunsystem.

W wie Wacholder, Wermut oder Wirsing

Als nächstes schauen wir uns den lieben Absinth an. Seit dem Mittelalter wird Wermut, Absinth, Magenkraut bzw. Alsem wie ein Allheilmittel verwendet. Die Bitterkeit des Wermuts hat schon manch einem seine Leber, Galle oder Darm entlastet.

Wermut schmeckt extrem bitter. Diese Bitterstoffe regen den Leberstoffwechsel an und helfen dadurch besser beim Detox-Prozess. Die Äbtissin Hildegard von Bingen äußerte sich über den Wermut-Trank wie folgt:

„Der Wermut ist der Meister über alle Erschöpfungszustände im Menschen. Trinke den Wermutwein von Mai bis Oktober jeden dritten Tag nüchtern, er beseitigt in dir die Nierenschwäche und die Melanche und klärt deine Augen und stärkt dein Herz und lässt nicht zu, dass deine Lunge krank wird. Er wärmt den Magen und reinigt die Eingeweide und bereitet eine gute Verdauung.“

— Hildegard von Bingen

Wie richtig die Äbtissin Hildegard lag, bestätigen die mehr als 4.800 wissenschaftlichen Studien die auf PubMed veröffentlicht wurden. Wermut findet in folgenden Bereichen der Medizin Anwendung:

  • Wermut reguliert die Leber-, Gallen- und Nierentätigkeit.
  • Wermuttee hilft bei Magenbeschwerden (TIPP: Eine Tasse Wermuttee nach dem Verzehr von Hülsenfrüchten kann den einen oder anderen von Schmerzen befreien).
  • Stimuliert die Menstruation (daher nicht geeignet für Schwangere und während der Stillzeit).

X wie Xigua, Y wie Yamswurzel oder Ysop, Z wie Zypresse, Zimt oder Zichorie

Die Yamswurzel ist aufgrund ihres niedrigen glykämischen Indizes ein absolut starkes Superfood, denn sie kann verzehrt werden, ohne dass sie den Blutzuckerspiegel negativ beeinflusst. Darüber hinaus enthalten Yamswurzel jede Menge Balaststoffe, Vitamine (insb. Vitamin B6) sowie die Mineralstoffe Kalium und Mangan. Nicht zu verwechseln sind diese Knollen mit der Süßkartoffel.

Ich möchte diese Serie nicht beenden, ohne auf die Zichorie einzugehen. Sie ist auch unter den Namen Gemeine Wegwarte oder Gewöhnliche Wegwarte bekannt. Ähnlich wie Wermut wird Zichorie bei Leber-, Gallen- und Magenbeschwerden angewendet. Bei Rheuma, Gicht und Harnwegserkrankungen greifen Naturheiler auch gerne auf die Zichorie zurück. Siehe hierzu die über 960 medizinischen Studien veröffentlicht auf PubMed.

Die Heilpflanze Zichorie war bereits im Altertum als Zauberkraut bekannt.

Die eine große Herausforderung im Superfoods-Lexikon

Die Erstellung des Superfoods-Lexikons hat sehr viel Spass gemacht. Während meiner Recherchen habe ich viel dazugelernt, was mir u.a. auch in meiner Arbeit in der Landwirtschaft weiterhelfen wird.

Aber es gab auch Herausforderungen. Die grösste dabei war ein bzw. mehrere Superfoods mit dem Buchstaben „X“ zu finden. Das einzige Superfood das mir dabei über den Weg lief ist Xigua. Sie ist identisch ist mit unserer Wassermelone und im Endeffekt hat sie auch die gleichen gesundheitlichen Vorteile wie die bekannte Sommerfrucht. Es gibt tatsächlich nicht viele Lebensmittel, die mit dem Buchstaben „X“ beginnen.

Konfrontiert wurde ich beim Erstellen des Lexikons auch mit der Qual der Wahl. Während ich bei dem Buchstaben „X“ fast ausschließlich die Suchnachricht „no results“ erhielt, wusste ich bei den Buchstaben „A“, „C“ oder „S“ nicht, welches Superfood ich am besten unter die Lupe nehmen soll, so viele tummelten sich in diesen Kategorien.

Damit geht unsere vierteilige Serie erstmals zu Ende.

Welche außergewöhnlichen Früchte, Gemüse, Kräuter und Co. aus diesem Superfoods-Lexikon haben Euer Herz am meisten erobert?

Bildquelle: Foto von Jane D. auf Pexels

Superfoods-Lexikon Teil 3

Das Superfoods-Lexikon – Teil 3

Dies ist der dritte Teil unseres Lexikons über Superfoods. Heute widmen wir uns den Buchstaben „M“ wie Matcha bis hin zu „R“ wie Reishi. Wenn Ihr diese faszinierende Reise von Anfang an mitverfolgen möchtet, dann schaut Euch bitte auch den ersten und zweiten Teil der Serie an.

Es geht um tolle Obst- und Gemüsevarianten sowie jede Menge Kräuter (auch Wildkräuter) die sowohl hierzulande als auch in verschiedenen exotischen Plätzen unseres Planeten beheimatet sind.

Weiter geht’s also mit dem Buchstaben „M“.

M wie Matcha, Mangostan, Mariendistel oder Manuka

Matcha-Tee steht mittlerweile bei jedem angesehenen Coffeeshop im Angebot.

Egal ob bei Starbucks oder einem lokalen Kaffeespezialisten um die Ecke, der leuchtend grüne Tee wird gerne in durchsichtige Gläser serviert. Diese Farbe verdankt Matcha der Tatsache, dass die Sträucher rund vier Wochen vor der Ernte verschattet werden. Aufgrund des Lichtmangels bildet die Pflanze ganz viel Chlorophyll, was antibakteriell und entgiftend wirkt.

Bei Matcha-Tee werden fein gemahlene Grünteeblätter mit heißem Wasser verrührt. Das ermöglicht die bessere Aufnahme von Antioxidantien, Aminosäuren, Vitaminen und Mineralstoffen. Der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig und man muss auch etwas tiefer in die Tasche greifen, da es sich hierbei um eine vergleichsweise teure Teespezialität handelt.

VORSICHT:

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat in einigen Proben von Matcha-Tee einen hohen Aluminiumgehalt nachgewiesen.

Siehe hierzu die Stellungnahme Nr. 027 des BfR vom 25. Juli 2019.

Daher empfiehlt es sich beim Kauf von Matcha-Tee oder -Pulver auf den Hinweis „Frei von Schwermetallen“ zu achten.

Meine Beiträge zu Superfoods mit dem Buchstaben „M“:

N wie Nüsse, Nickelbaum, Noni oder Nachtkerze

Die Gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis) wird vielseitig als Heilpflanze in der Naturheilkunde eingesetzt. Sie stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde im 17. Jahrhundert auf dem Seeweg nach Europa eingeschleppt. Die einstige Zierpflanze fand recht bald ihren Einsatz als Küchenkraut. Die Gemeine Nachtkerze zählt zu den essbaren und gesunden Wildkräutern.

Besonders wertvoll sind aufgrund des hohen Anteils an Gamma-Linolensäure und Linolsäure, die Samen der Nachtkerze. Die aus Samen gewonnene Öl wird zur Behandlung und zur symptomatischen Erleichterung folgender Beschwerden verwendet:

  • Hautleiden / Hautbeschwerden wie z.B. Neurodermitis, trockene Haut (Sebostase), juckende und schuppende Haut
  • Ekzeme
  • Immunsystemschwäche
  • Asthma
  • Heuschnupfen
  • Migräne
  • Rheuma
  • Durchfall
  • Prämenstruelles Syndrom (PMS) / Unterleibsschmerzen
  • Menstruations- und Wechseljahrbeschwerden

Mehr als 175 wissenschaftliche Studien die derzeit auf PubMed veröffentlicht sind, zeigen das steigende Interesse u.a. auch der westlichen Medizin an dieser doch noch recht unbekannten Heilpflanze.

Meine Beiträge zu Superfoods mit dem Buchstaben „N“:

O wie Oregano, Oliven oder Okra

Das „flüssige Gold des Südens“ fehlt in fast keiner deutschen Küche. Ein kalt gepresstes Olivenöl, am besten mit Hilfe eines mechanischen Pressverfahrens schmeckt einfach nur köstlich. In den Supermarktregalen hat man die Qual der Wahl: italienisch oder griechisch?

Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass die ungesättigten Fettsäuren aus einem qualitativ hochwertigen Olivenöl sich positiv auf den Cholesterinspiegel im Blut auswirken und damit das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Olivenöl kann sowohl innerlich als auch äußerlich therapeutisch eingesetzt werden.

TIPP:

Wer an einer trockenen Haut leidet und auf teuere Kosmetika die oft voll mit Tenside, Parfüm etc. vollgestopft sind, verzichten möchte, kann entweder auf ein hochwertiges Arganöl oder ein extra natives Olivenöl zurückgreifen. Letztere hat eine entzündungshemmende Wirkung.

P wie Pomelo, Papaya, Pastinake, Petersilie oder Pfefferminze

Sie wurde als Arzneipflanze des Jahres 2004 ausgezeichnet und entstand als eine Kreuzung aus der Grünen Minze und der Wasserminze. Die Pfefferminze ist für ihre ätherischen Öle, Bitter- und Gerbstoffe bekannt. Die Blätter lassen sich vielseitig einsetzen: als Tee, in Cocktails und für Fruchtsalate.

Medizinische Anwendung von Pfefferminze:

  • Verdauungsstörungen
  • Durchfall
  • Kopfschmerzen
  • Erkältung

Pfefferminze wirkt krampflösend, schleimlösend und schmerzlindernd.

Meine Beiträge zu Superfoods mit dem Buchstaben „P“:

Q wie Quitte, Quetsche oder Quitsche

Im heimischen Saisonkalender sind ihre Früchte die letzten die wir einsammeln müssen. Die aromatische, birnenähnliche Frucht verdankt ihren Namen der griechischen Stadt Kydonia. Aufgrund ihres herbsäuerlichen Geschmacks und harten Fruchtfleisches werden sie eher selten roh verzehrt. Ihre Verwendung in der Küche hingegen ist sehr vielseitig: von Marmelade / Gelee über Kompott bis hin zum Likör; sie gilt als kleiner Allrounder für Backfans.

Quitten sind reich an Vitamin- und Mineralstoffen (insbesondere Kalium aber auch Eisen und Calcium). Der hohe Gehalt von Pektin hilft einerseits beim Gelieren und andererseits, senkt es den Cholesterinspiegel.

Auszug aus der in 2016 veröffentlichten wissenschaftlichen Studie mit dem Titel „Cydonia oblonga M., eine phytonährstoffreiche Heilpflanze für Pharmazeutika“:

„Cydonia oblonga M. ist eine Heilpflanze der Familie Rosaceae, die zur Vorbeugung oder Behandlung verschiedener Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Hepatitis, Geschwüren, Atemwegs- und Harnwegsinfektionen usw. verwendet wird.

Cydonia oblonga, allgemein bekannt als Quitte, ist reich an nützlichen Sekundärmetaboliten wie Phenole, Steroide, Flavonoide, Terpenoide, Tannine, Zucker, organische Säuren und Glykoside. Eine breite Palette von pharmakologischen Aktivitäten wie Antioxidationsmittel, antibakterielle, antimykotische, entzündungshemmende, hepatoprotektive, kardiovaskuläre, antidepressive, antidiarrhoische, hypolipidämische, diuretische und hypoglykämische Aktivitäten wurde verschiedenen Teilen von C. Oblonga zugeschrieben.“

– Studie von Ashraf M, Muhammad G, Hussain M, Bukhari S., Front Pharmacol 2016 Jun 21. Zu lesen auf PubMed.

R wie Rosmarin, Rhabarber, Rettiche oder Ringelblume

Jahrhundertelang galt sie als Heilpflanze; zum Würzen wurde sie viel später eingesetzt. Rosmarin ist aus einem Kräutergarten heute kaum noch wegzudenken. Die kleinen aromatischen Blätter werden bei Fleischgerichten, Kartoffeln, Gemüse, Fisch und Salate zugegeben. Egal ob in der italienischen Küche als Focaccia mit Olivenöl oder beim Libanesen auf dem Fladenbrot aufgetragen, die nadelartigen Blätter geben jedem Starter einen besonderen Touch.

Was die Wenigsten wissen, ist dass Rosmarin in der Pharma- und Kosmetikindustrie sowie in der Getränkebranche (z.B. als Bitterstoff für Bier) verwendet wird.

Was die medizinische Anwendung anbelangt, so wirkt Rosmarin anregend auf den Kreislauf und auf die Nerven, es hilft bei Verdauungsstörungen und wird als Tee gegen Blähungen verschrieben. Rosmarin findet auch bei Gicht, Rheuma und bei Kreislaufschwäche Gebrauch, da es durchblutungssteigernd wirkt.

Von „S“ bis „Z“ im Superfoods-Lexikon Teil 4

Den Großteil des Alphabets haben wir hinter uns und das große Finale steht uns bevor.

Im vierten und letzten Teil des Superfoods-Lexion widmen wir uns der Buchstabenreihe von „S“ wie Sanddorn über „W“ wie Weizenkeime bis hin zu „Z“ wie Zimt. Eins kann ich Euch heute schon verraten: die letzten drei Buchstaben des Alphabets haben es echt ins sich.

Welche außergewöhnlichen Früchte, Gemüse, Kräuter und Co. würdet Ihr dem Superfoods-Lexikon gerne hinzufügen?

Bildquelle: Foto von Julia Zolotova auf Unsplash