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2023-12 Food Forest Das Power-Duo aus Landwirtschaft und Natur - Agrarbetrieb

Food Forest: Das Power-Duo aus Landwirtschaft und Natur

Was ist denn ein Food Forest? Wie kann uns das bei den aktuellen Krisen ggf. aus der Patsche helfen? Den Begriff „Stickstoffkrise“ können die meisten von uns langsam nicht mehr hören. Egal ob man in der Landwirtschaft oder Viehzucht unterwegs ist, oder einem anderen Industriezweig angehört, es gibt Schlagwörter, die von der Politik und den Medien dermaßen missbraucht wurden, dass sie unerträglich geworden sind. Dabei muss es zwischen Ökologie und Landwirtschaft keinen Widerspruch geben.

Wenn man bedenkt, dass ein kleines Land wie die Niederlande zum größten Fleisch- und zweitgrößten Obstexporteur Europas zählt, dann stellt man das bestehende Ernährungssystem sehr wohl in Frage. Dass die Bauern es dort mit allerlei Maßnahmen zu tun haben, die als Ziel eine Reduzierung der Stickstoffmengen anpeilen, lässt die Kollegen in allen anderen Ländern aufhorchen.

Worüber jedoch wenig bis gar nicht gesprochen wird, ist die Tatsache, dass es auch anders geht. Denn steht einmal die Natur, die Gesundheit und das Wohlsein des Menschen anstelle des Profits im Mittelpunkt, dann lassen sich auch völlig andere Ernährungssysteme konzipieren. Diese wiederum stützen sich auf Polykulturen, Artenvielfalt und dem Einklang zwischen Mensch und Natur.

Eins dieser Konzepte ist der Lebensmittelwald oder Waldgarten, im Englischen auch als Food Forest bekannt.

Food Forest bzw. Nahrungswald als Lösungsalternative gegen die Enteignung von Bauern

Bleiben wir doch bei unseren Nachbarn in den Niederlanden und schauen uns dort an, wie denn so etwas aussehen könnte.

In 2009 kauften zwei Herrschaften ein 2,4 Hektar Ackerland in Groesbeek, wo hauptsächlich Silomais angepflanzt und als Viehfutter verwendet wurde. Sie pflanzten Bäume, Hecken und Sträucher an, und legten einen gewundenen Bachlauf für Frösche und Kröten an. Die beiden nutzten ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus der Permakultur und verzichteten bewusst auf GVO und Pestizide. Artenvielfalt wird ganz groß geschrieben im Lebensmittelwald der beiden.

Das Ergebnis ist bemerkenswert und ist zum Nachahmen geeignet. Zu den angepflanzten Arten zählen Stachelbeeren, Nashi-Birnen, Kaki, Papaya, Edelkastanien, Walnüsse, Haselnüsse, Pflaumen, Hickory und Mispel. Erstaunlich dabei sind auch die über 15 Meter hohen Bäume sowie über 30 Vogelarten, Biber, Ringelnattern und Co.

Wie das ganze aussieht, erfahrt Ihr in dem nachfolgenden Videobeitrag über den Food Forest Ketelbroek.

Quelle: Wouter van Eck, YouTube

Es ist absolut faszinierend zu beobachten, wie sich die Natur mit ein bisschen Hilfe regenerieren konnte.

Außerdem, was ich besonders spannend finde, ist die Aussage, dass der niederländische Waldgarten nach rund 5 Jahren mehr „abwirft“ bzw. Ernteerträge erwirtschaftet, als ein auf Monokulturen basierendes System – und das ganz ohne Erntemaschinen, Dünger, Pestiziden und Co.

Ganz umstellen oder lieber ein Hybrid-Konzept aufsetzen?

Für diejenigen, die diesen Schritt wagen, stellt sich die Frage, ob sie ganz oder nur teilweise umstellen sollten.

Dabei muss man sich im Klaren sein, dass die Anfangsinvestitionen größer ausfallen können. Deshalb lohnt es sich mit jemanden zu sprechen bzw. sich von einem sog. Food Forester beraten lassen, der diesen Weg bereits gegangen ist. Selbstverständlich stehen der Kreativität keine Grenzen im Wege, d.h. es gibt Betriebe, die etwa eine Kombo aus Food Forest und Ökotourismus bevorzugen. Andere wiederum stellen z.B. Apfelmost oder Wallnussöl her und verkaufen diese Online oder auf den Märkten.

Wouter van Eck hat für diesen Zweck einen Verein gegründet. Wenn Ihr also mehr Infos hierzu benötigt, dann könnt Ihr ihn über seine Webseite voedselbosbouw.org kontaktieren.

Immer wieder höre ich von Deutschen, die nach Portugal, Ungarn, Gambia, Südafrika, Argentinien oder Paraguay (um einige Beispiele zu nennen) ausgewandert sind, um dort solch grüne „Paradieslandschaften“ für sich und ihre Familien zu gestalten.

Viele dieser Menschen hatten vorher mit Landwirtschaft nicht viel am Hut bzw. waren nicht in unserer Branche tätig, aber ihre Liebe für die Natur hat sie in Länder getrieben, wo sie ihrer Leidenschaft leben einflößen konnten.

Müssen wir denn unser Heimatland verlassen, um derartige Projekte zu stemmen? Ich glaube nicht.

Mit meiner Aroniaplantage stoße ich in eine ähnliche Richtung. Die Bio-Aroniabeeren, die ich unter der Marke Frankenaronia vermarkte, habe ich mir einen zweiten Standbein aufgebaut, um meine Leidenschaft für eine nachhaltige Landwirtschaft noch stärker in den Fokus zu rücken.

Schaut vorbei. Besucht mich auf Frankenaronia.de

Bildquelle: Foto von BjoKib auf Pixabay

2022-07 Zwei Nischen-Events für gesundheitsbewusste Menschen

Zwei Nischen-Events für gesundheitsbewusste Menschen

Jenseits großer und altbekannter Mainstream-Veranstaltungen, wie z.B. die Internationale Grüne Woche (IGW), auf der sich Großkonzerne und Politik gerne herumtummeln, gibt es jede Menge tolle Nischen-Events, bei denen gesundheitsbewusste Menschen neue Ideen und Anstösse erhalten, auf Gleichgesinnte treffen und gleichzeitig ganz frische Bio-Produkte aus unserer Heimat verkosten dürfen.

Versteht mich nicht falsch, ich finde große Messen, wie z.B. die Agritechnica oder die IGW ganz spannend, weil wir hier die Möglichkeit haben, uns mit internationalen Kollegen auszutauschen und ein bisschen hinter die Kulissen großer Unternehmer zu blicken, die die nötigen Ressourcen haben, um Projekte in Bewegung zu setzen, die wir als kleine und mittelständische Familienbetriebe nunmal nicht stemmen können.

Aber egal wie faszinierend die technischen Innovationen und Umsetzungen sind, die wir auf diesen internationalen Großveranstaltungen sehen, bin und bleibe ich eher ein Fan von Familienbetrieben und kleinen Unternehmen, bei denen die enge Verbindung zur Kundschaft nicht verloren gegangen ist bzw. durch einen Algorithmus ersetzt wurde. Sie repräsentieren die Nähe zum Kunden. Das menschliche Miteinander bzw. das Zusammenwachsen einer Community sind hier nicht nur irgendwelche banalen Instagram-Schlagworte, sondern sie sind absolute Realität für mich.

Für diejenigen von Euch, die Wert auf Gesundheit, Gemeinschaft und gleichzeitig Bio-Produkte aus unserer Heimat, d.h. produziert von heimischen Bauern und nicht von irgendwelchen gesichtlosen Logos, legen, empfehle ich folgende zwei Nischen-Events:

1. Rohvolution – Die kleine, aber feine Vitalkostmesse in Speyer

Die Vitalkostmesse Rohvolution findet zweimal im Jahr statt (früher 4 mal), jeweils im Frühling und Herbst. Unter dem Motto „Gesunde Ernährung für Körper, Geist und Seele“ geht es auf dieser Veranstaltung um wesentlich mehr als nur roh-vegane Kost. Es finden interessante Fachvorträge, Workshops, Zubereitungs-Shows und für die kleinen Besucher auch jede Menge Mitmach-Aktionen statt.

Die Neuigkeiten aus der Branche werden mit Menschen, die nach gesunden Alternativen suchen, in netter Atmosphäre diskutiert und debattiert. Ich selber bin kein Veganer oder Rohköstler, finde jedoch, dass diese Veranstaltung eine hervorragende Chance ist, um sich über Lebensmittel, Rohkost-Zubereitung, Wasserfilter und -aufbereitung, natürliche Körperpflege und Bio-Kosmetika, Bekleidung und Co. eingehender informieren zu können.

Selbstverständlich werdet Ihr auch hier auf ein paar „Big Brands“ aus der Branche treffen, aber Start-Ups und innovative Familienbetriebe sind bei Rohvolution gerne gesehen und entsprechend zahlreich vertreten.

Habt Ihr Lust in einer gelassenen Atmosphäre auf neue Menschen zu treffen, die ähnlich wie Ihr an einer gesundheitsbewussten Lebensweise interessiert sind und Wert auf Bio, Qualität, Regionalität und Frische legen?

Dann schaut mal auf der Webseite von Rohvolution vorbei und entscheidet selbst, ob diese Messe etwas für Euch ist.

2. Bio-Balkon-Kongress – Die Onlineveranstaltung für Liebhaber von Artenvielfalt

Nicht jeder meiner Leser hat einen Garten und die Wenigsten von Euch leben auf dem Bauernhof. Durch die massive Verlagerung von Jobs in die Big Cities, inklusive der in den letzten Dekaden verstärkten Umwandlung von Ackerfeldern in Wohngebiete, wohnen zahlreiche gesundheitsbewusste Menschen in Betonbauten und tun sehr viel dafür, um dennoch möglichst viel Natur in ihr Leben einzubeziehen.

Jeder dieser Menschen, der einen Balkon oder eine Terrasse hat und bereit ist, diesen „Abstellraum“ in eine grüne Oase zu transformieren, wird den Bio-Balkon-Kongress sehr inspirierend finden. Selbstverständlich geht es hierbei nicht darum einen Hektar Tomaten anzubauen (wie denn auch), sondern vielmehr darum, bewährte Tipps und Ratschläge rundum Pflanzengefässe, Bewässerung, geeignete Pflanzen, Bio-Dünger & -Pflanzenschutz und ähnliches zu erhalten.

Im Mai 2022 fand bereits der 10. Onlinekongress statt. Wer dieses kostenlose Event verpasst hat, kann die Jubiläums-Edition dieser Veranstaltung auf der Webseite erwerben. Wenn Ihr beim nächsten kostenfreien Onlineevent dabei sein möchtet, dann folgt einfach den Anweisungen auf Bio-Balkon unter der Leitung von Birgit Schattling.

Wer also an Vertical Farming auf kleinstem Raum interessiert ist, wird bei dieser Veranstaltung jede Menge dazu lernen. Siehe hierzu auch meinen Beitrag zu Teslagärten.

Eine gesundheitsbewusste Lebensweise

Lasst Euch von diesen beiden Events inspirieren. Trefft neue Leute und seid offen für neuartige Ideen. Es hilft immer die eigene Perspektive zu erweitern, denn nur so kommen wir als Mensch und Spezies weiter.

Zum Glück wird immer mehr Erdbewohnern klar, dass wir nicht mehr so naturfremd weiter leben können wie bisher. Die Ignoranz, die viele Mitmenschen gegenüber unserer wunderbaren Flora und Fauna an den Tisch legen, kostet uns bitter.

Die Herausforderungen mit denen wir uns konfrontieren lassen sich mit Monokulturen, Globalisierung und Co. nicht beantworten. Wir benötigen dringend lokale Lösungen, in dem wir auf Regionalität und Artenvielfalt aufbauen. Hier und da mögen globale Konzerne und Lieferketten ihre Berechtigung haben, aber diese sind keine Allheilmittel.

Die Natur durch irgendwelche synthetischen Utensilien zu ersetzen ist kein Fortschritt. Die Kraft liegt in der Symbiose, in der cleveren Kombination von Natur und Technologie. Ein respektloser Umgang mit der Natur und den Ressourcen die uns Mutter Erde so üppig und wohlwollend zur Verfügung stellt, ähnelt einem barbarischen Verhalten.

Wer in dieser immer stärker technologiegetriebenen Welt sich sehr gezielt für eine gesundheitsbewusste Lebensweise entscheidet, ist gut beraten sich die Kraft der Natur zu eigen zu machen und nicht mit ihr zu rivalisieren. Die finale Entscheidung liegt letzten Endes bei einem selbst.

Bildquelle: Foto von Christine Sponchia auf Pixabay

Fermentation - Gesundheitskick fuer den Darm

Fermentation: Gesundheitskick für den Darm

Jeder der Probleme mit seiner Darmflora hat, stoßt früher oder später auf das Thema Fermentation. Viele assoziieren den Begriff lediglich mit Sauerkraut, dabei steckt hinter dieser traditionellen Verarbeitungsweise wesentlich mehr. Das Wissen über fermentierte Lebensmittel hat sich in den letzten Jahren dank Internet und Social Media intensiv ausbreiten können und das ist gut so.

Was hat es mit der Fermentation auf sich? Warum ist diese Methode weltweit so beliebt?

Während wir in Europa und Nordamerika gerne auf Sauerkraut, saure Gurken oder Bohnen zurückgreifen, bevorzugen unsere Mitmenschen in Asien fermentierte Varianten wie Kimchi und Man-Koso. Die Kultur der Fermentation geht also eindeutig über unsere heimische Küche hinaus.

Bei der Fermentation werden Gährungsprozesse angeregt, durch welche die Lebensmittel schließlich wie ein Probiotikum auf die menschliche Darmflora wirken.

Jedoch gibt es viele weitere Vorteile von fermentierten Lebensmitteln. Diese sind:

  • Gut verdaulich
  • Länger haltbar
  • Reich an Vitamin C
  • In ihrer natürlichen Form zudem frei von Konservierungs- und Zusatzstoffen
  • Durch ihre Aromen-Vielfalt ein Geschmackserlebnis für den Gaumen

Sauerkraut selber herstellen

Lange Rede, kurzer Sinn: fermentierte Lebensmittel gehören in jede Küche, wie beispielsweise am Sauerkraut sichtbar. Die Bedeutung von Sauerkraut werde ich an dieser Stelle nicht detailliert erläutern, sondern überlasse dies dem bekannten TV-Star Mr. Raw, der in der Sendung “Bewusst Kochen” von „Welt der Gesundheit TV“ Euch heute sein selbstgemachtes Sauerkraut vorstellt.

Habt Ihr schon mal selbst “geknetetes” Sauerkraut gegessen, das ohne Salz, Lorbeerblätter oder Wacholderbeeren zubereitet wurde?

Quelle: Welt der Gesundheit TV, YouTube

Wem das Ganze doch zu viel Arbeit ist, kann selbstverständlich auf Sauerkraut aus dem Handel zurückgreifen. In Reformhäusern ist die Auswahl großzügiger als im Drogeriemarkt oder Supermarkt um die Ecke, dafür sind die Preise jedoch auch zumeist höher.

Tipp von Mr. Raw: Holt Euch unpasteurisiertes Sauerkraut in Rohkostqualität.

Welche weiteren Nahrungsmittel lassen sich, neben den oben bereits Erwähnten, gut fermentieren?

Zu den in anderen Teilen Europas bekanntesten Gemüsesorten, die gerne in ihrer fermentierten Version auf dem Esstisch landen, gehören: Tomaten, Paprika, Möhren, Blumenkohl oder Pastinaken.

Fermentation als Wunderwaffe für die Gesundheit einsetzen

In unserer westliche Zivilisation erleben wir in den letzten Dekaden eine klare Tendenz in Richtung “Kampf gegen XYZ Krankheit”. Anstatt unsere Energie immer gegen etwas zu richten, wäre es nicht vernünftiger, dass wir gesund bleiben und uns damit “FÜR” etwas einsetzen?

Die Zahl der Menschen, die mit Krebs, Alzheimer’s, Diabetes, Bluthochdruck und Co. im Leben kämpfen, um bei der soeben aufgeführten Analogie zu bleiben, steigt stetig. Natürlich spielen die vielen Toxine, welche wir im Alltag so aufnehmen, eine gewaltige Rolle, aber genauso liegt es auch am Essen. Die heutige „Fast Food“-Kultur, die vielen kunterbunten Süßgetränke oder auch die unzähligen Süßigkeiten aller Art und Couleur fordern unseren Körper extrem. Das Ergebnis lässt sich dann leider auch zeigen, auch wenn viele Betroffene Ihre Ess- und Lebensweise wohl gerne als eine der Ursachen für das Aufkommen dieser schwerwiegenden Krankheiten lieber ausklammern möchte.

“Krank sein” ist ein profitables Geschäft. Wer gesund ist, besucht keine Apotheken, kauft keine Arzneimittel und braucht nicht ständig in irgendeiner Arztpraxis sitzen. Als Landwirt erlebe ich es aus erster Hand, wie wichtig es ist, viel in der Natur zu sein, Sonne zu tanken und frisches Obst und Gemüse direkt aus dem eigenen Garten zu verzehren. Auch wenn nicht jeder “Bürohase” sich an diesem „Luxus“ erfreuen kann, spricht nichts dagegen, sich möglicherweise Gemeinschaften anzuschließen, die z.B. Hobbygärtner sind, um von den vielen Vorteilen dieser Tätigkeiten in der Natur zu profitieren.

Siehe hierzu mein vorheriger Blog mit dem Titel “Trägt Gartenarbeit zur einer höheren Lebenserwartung bei?”.

Macht Euch die vielen Vorteile der Fermentation zunutze und vertraut den alten, traditionellen Gerichten, welche unzähligen Menschen ihre sogenannte „Darmpower“ wieder zurückgeben konnten. Ein Hoch auf die Gesundheit!

Bildquelle: Foto von Micah Tindell auf Unsplash

Man-Koso - Ein fermentiertes Naturprodukt aus Asien

Man-Koso: Ein fermentiertes Naturprodukt aus Asien

Vor Kürze bin ich auf ein Superfood gestoßen, dass ich Euch nicht vorenthalten möchte. Wir wissen, wie wichtig fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut und Kimchi für unseren Magen-Darm-Trakt und damit einhergehend für die Hemmung von Entzündungen sind. Es gibt jedoch ein natürliches Produkt mit dem Namen Man-Koso, das dem Begriff Fermentation einen besonderen „Touch“ gibt.

Vor rund 100 Jahren entwickelten Biochemiker aus Asien ein aufwendiges Fermentations-Verfahren. Die Wissenschaftler wollten ein natürliches Probiotikum schaffen, das den Körper unterstützt und mobilisiert, und die Selbstheilungskräfte aktiviert. Denn heilen können wir uns nur selbst, obwohl wir diesen wertvollen Prozess irrtümlicherweise nach außen verlagern bzw. gerne auch mal ignorieren.

Was genau ist Man-Koso?

Mehr als 40 natürliche Nutzpflanzen (Obst und Gemüse) werden über einen Zeitraum von 3 Jahren und 3 Monaten fermentiert, d.h. nicht alkoholisch vergoren. Die Zutaten werden so in ihre Bestandteile, fermentierte Enzyme und Aminosäuren, aufgespalten.

Der Frucht-Gemüse-Cocktail aus Japan wird unter Zugabe von Hefe und Milchsäure nach einem ausgeklügeltem System in klimatisierten Hallen aufbewahrt. Der braune Power-Mus ist rein natürlich und enthält keinerlei chemische Zusätze oder Konservierungsstoffe.

Aufgrund dieser Eigenschaften ist Man-Koso ein hervorragender Radikalenfänger und Immunsystemverstärker.

Quelle: Welt der Gesundheit, YouTube

Weiterführende Infos

Bei meinen Recherchen bin ich auch auf eine digitale Broschüre über Man-Koso gestoßen, die ich anbei verlinke. Es scheint die gleiche Broschüre zu sein, die im obigen Video erwähnt wurde.

https://www.engelis-naturshop.ch/media/products/Man-Koso_Buch.pdf

Dass fermentierte Produkte das Darmmilieu wieder ins Gleichgewicht bringen, sollte jedem der Wert auf Gesundheit legt, mittlerweile bekannt sein. Was ich im Falle von Man-Koso im Gegensatz zu beispielsweise Sauerkraut oder Kimchi vorteilhaft finde, ist die hohe Konzentration im kleinen Behälter. Sauerkraut durch die Gegend zu transportieren, ist nicht ohne. Man-Koso hingegen ist in kleinen Gläsern oder Beutelchen verfügbar, was die Sache wesentlich attraktiver macht.

Nicht ganz so attraktiv sind die Preise dieses Superfoods.

Während wir hochqualitative Sauerkraut- oder Kimchiprodukte unter 10€ kaufen können, muss man bei Man-Koso schon recht tief in die Tasche greifen. Irgendwie erinnert mich die Preisdiskrepanz an Honig, und zwar dem heimischen Honig versus Manuka-Honig aus Neuseeland, wo wir preislich, für eine stärkere Konzentration, deutlich über 100€ liegen können.

Interessant finde ich weiterhin die Tatsache, dass sich Man-Koso auch in der Tiermedizin etabliert hat.

Wer nach eingehenden Recherchen von Man-Koso absolut überzeugt ist, sich das Produkt aufgrund des Preises jedoch finanziell nicht erlauben kann, sollte ruhig auf „billigere“, fermentierte Lebensmittelvarianten zurückgreifen. Diese mögen nicht so hochdosiert sein wie der japanische Mus, nichtsdestotrotz sind sie für den europäischen Magen-Darm-Milieu sehr bekömmlich.

Ein paar Beispiele: Sauergurken / fermentierte Gurken, saure / fermentierte Bohnen, Sauerkraut

Power für den Darm

Der Darm wurde in der traditionellen, westlichen Medizin jahrelang vernachlässigt. Die Bedeutung des Mikrobioms kann heute nicht mehr von der Hand gewiesen werden. Denn wir sind nicht alleine: mit und in uns leben Billionen von Mikroorganismen wie z.B. Bakterien, Viren, Pilze und Co. Wenn das Gleichgewicht einmal zerstört ist, dann heißt es als Erstes, diese äußerst wichtige Abwehrlinie wieder herzustellen. Während Medikamente die Symptome „begraben“, hilft uns die Natur wieder in die Balance zu kommen.

Eins ist klar: Man-Koso hat sich einen festen Platz in meinem nächsten Superfoods-Glossar ergattert.

Welche Erfahrungen habt Ihr mit Man-Koso gesammelt?

Bildquelle: Foto von Quang Nguyen Vinh auf Pexels

2022-02 Das Superfoods-Glossar

Das Superfoods-Glossar 2022

In den letzten zehn Jahren meiner sogenannten „Blogging“-Karriere hier auf Agrarbetrieb haben sich jede Menge Artikel über Superfoods gesammelt. Eine perfekte Gelegenheit demnach Euch heute das Superfoods-Glossar der letzten Dekade als Gesamtwerk zu präsentieren.

Mein Ziel heute ist das Ganze in einer gewissen Struktur zu bringen, damit Ihr schneller durch die für Euch interessanten Titel navigieren könnt. Während sich ein Teil der Blogs auf spezifische gesundheitliche Herausforderungen fokussiert, beziehen sich andere wiederum auf gesonderte Kategorien die den einen oder anderen, je nach Lebenssituation, stärker ansprechen.

Los geht’s mit unserer Reise…

ALLGEMEIN

Superfood: Was ist so super an Superfoods?

Superfood: dagegen ist doch ein Kraut gewachsen

Das Superfoods-Lexikon (4-teilige Serie): TEIL 1 + TEIL 2 + TEIL 3 + TEIL 4

DIE GEHEIMNISSE DER BEEREN

Aronia – eine Beere für Eure Gesundheit

Aronia: das attraktive Wildobst aus Nordamerika jetzt bei uns erhältlich

Mit der geballten Power von Aronia den Winter gut überstehen

Heidelbeere – süsser Gesundheitskick für die Fastenzeit

5 Superbeeren und ihre magischen Kräfte

STÄRKUNG DES IMMUNSYSTEMS

3 Superfoods zur Unterstützung des Immunsystems

3 Superfruits, um Dein Immunsystem natürlich zu stärken

Pomelo – die größte Zitrusfrucht ist eine wahre Vitamin C-Bombe

Camu-Camu – Mehr Vitamin C Power geht nicht

Sanddorn – Eine wichtige Vitaminquelle für viele Deutsche

Acerola – ein Vitamin C-Exot aus Süd- und Mittelamerika

5 Superfoods für mehr Power im Winter

Stärke Dein Immunsystem mit der Kraft aus der Natur

SUPERFOODS GEGEN KREBS

Bizarre aussehende Superfrucht bekämpft Krebs

BEWÄHRTES FÜR DIE GESUNDHEIT

Green food – unsexy, dafür aber super gesund

Grünkohl – ein heimischer Superfood der Extraklasse

Papaya – eine exotische Powerfucht für die Gesundheit

Nüsse – ideal nicht nur für Eichhörnchen, sondern auch für uns

Chlorophyll – Lust auf grünes Blut?

Chlorella – Detox oder nur Hype?

3 Superpflanzen die unsere Welt ein bisschen besser machen

Mit Superfoods unseren „Tempel“ gesund halten

5 essbare Wildpflanzen, um gesund durch den Winter zu kommen

Magnesium-Öl: Hype oder Helfer?

Die Lavendel und Kräuter Power-Kombo gegen Schädlinge

Lebensmittel mit hohem Melatonin-Gehalt

Wie wär’s mit Obst und Gemüse statt Pillen und Tropfen?

SCHÖNES FÜR DIE HAUT

5 wirkungsvolle Superfoods für schöne Haut

Das Superfoods-Glossar als Orientierungshilfe

Liebe Agrarbetrieb-Freunde, liebe Neuankömmlinge, nutzt dieses Glossar wie einen Kompass, um Euch im Bereich Superfoods besser zurecht zu finden. Ich habe alle Artikel verlinkt, so dass Ihr mit einem einfachen Klick direkt auf das entsprechende Nachschlagewerk gelangt.

Für diejenigen von Euch, die sich nicht nur informieren sondern aktiv etwas gutes für die Gesundheit tun wollen, empfehle ich die heimischen Aroniaprodukte von Frankenaronia aus dem Hause Agrarbetrieb.

Auf Frankenaronia erfahrt Ihr die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Power-Beere Aronia und wie ich dazu kam meine eigene Aroniaplantage im schönen Frankenländle anzubauen. Selbstverständlich lade ich Euch auch ganz herzlich zum stöbern unserer leckeren Aroniaprodukte im eigenen SHOP ein.

Hier geht’s zu FRANKENARONIA.

Danke für Eure langjährige Treue. Wir bleiben auch in den nächsten zehn Jahren zusammen, wenn es heisst: Welche tollen Superfoods helfen uns auf natürlicher Art und Weise gesund zu bleiben bzw. gesund zu werden?

Das Superfoods-Glossar bleibt am Leben und wird fortlaufend aktualisiert.

Bildquelle: Foto von Michaela Kadlecova auf Unsplash