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Sanddorn Vitaminquelle fuer viele Deutsche

Sanddorn – Eine wichtige Vitaminquelle für viele Deutsche

Ein paar frische Sanddornbeeren mit leckerem Honig mischen und fertig ist das Hausmittel gegen Husten und Halsschmerzen. Habt Ihr sowas auch von Eurer Oma gehört? Oder war Sanddorn früher tatsächlich nur in Ostdeutschland bekannt?

Von meiner Oma habe ich sehr vieles gelernt, aber das oben erwähnte „Rezept“ stammt von jemand anders. Wer im Osten der Bundesrepublik aufgewachsen ist, hat die „Zitrone des Nordens“ schon frühzeitig kennengelernt. Eine wahre Vitamin C-Bombe die auch heute noch schwerpunktmässig in den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt angebaut wird.

Das ist nicht das erste Mal das ich über Sanddorn schreibe. Zwar habe ich der orangenfarbigen Superbeere noch keinen eigenen Artikel gewidmet, aber darüber berichtet habe ich allemal. Denn anders als bei Camu Camu was wir aus Peru bzw. dem westlichen Amazonasgebiet oder der Kakadu plum (australische Buschpflaume) die wir aus dem tropischen Waldgebiet des nordwestlichen Australiens importieren müssen, handelt es sich bei Sanddorn um eine fantastische Vitamin C-Quelle die uns die Natur auch hierzulande zur Verfügung stellt.

Die beiden Exoten Camu Camu und Kakadu plum haben die Nase vorn. Aber wie sieht das restliche Ranking der Vitamin C stärksten Obst- und Gemüsesorten aus?

Die Menge wird in Milligramm pro 100 Gramm des essbaren Teils des Obstes oder Gemüses angegeben:

  1. Kakadu plum (australische Buschpflaume) – 1000-5300 mg/ 100g
  2. Camu Camu – 2800 mg / 100g
  3. Acerola – 1677 mg / 100g
  4. Sanddorn – 695 mg / 100g
  5. Indian Gooseberry – 445 mg / 100g
  6. Hagebutte – 426 mg / 100g
  7. Guave – 228 mg / 100g
  8. Schwarze Johannisbeere – 200 mg / 100g

Quelle: USDA Food Composition Databases, United States Department of Agriculture, Agricultural Research Service. Release 28 (2015).

Der Ursprung von Sanddorn

Sanddorn stammt ursprünglich aus Nepal. Eiszeitliche Verschiebungen führten zur Verbreitung nach China, Russland, Skandinavien, Mitteleuropa bis hin zum Kaukasus. Derzeit gilt China mit über einer Million Hektar Anbaufläche als größter Produzent von Sanddorn. [Quelle: Süddeutsche Zeitung]

Sanddorn bzw. Hippophae rhamnoides (lat.) was übersetzt „leuchtendes Pferd, dornartig“ bedeutet, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Sanddorne (Hippophae) innerhalb der Familie der Ölweidengewächse. Im Altertum wurden die Beeren den Pferden unter das Futter gemischt, um das Fell glänzend zu machen. Das Wort „Dorn“ hingegen verweist auf die kräftigen Dornen der Wildpflanze. Die Pflanze bevorzugt kalkhaltige Sand- und Kiesböden in sonnigen Lagen sowie Kiesgruben und Straßenböschungen.

Kommen wir nun zu dem was Sanddorn so besonders macht, seine Inhaltsstoffe.

Erstens weisen die Sanddornbeeren einen ungewöhnlich hohen Vitamin C-Gehalt auf, wie bereits eingangs erwähnt.

Zudem enthalten Sanddornbeeren Beta-Karotin sowie Vitamin B12 (welches fast ausschließlich in tierischer Nahrung vorkommt) in geringen Mengen. Das Fruchtfleisch enthält zwischen 3-5% Öl welches wiederum reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist und einen hohen Anteil an Palmitoleinsäure beinhaltet.

Quelle: Silke Leopold, YouTube

Heilung aus der Natur

Die Seefahrer früherer Jahrhunderte haben am eigenen Leib erfahren müssen was es heißt ein Mangel an Vitamin C aufzuweisen. Viele Kollegen starben qualvoll an Skorbut. Die Krankheit ist die Folge einer längeren Unterversorgung mit Vitamin C.

Der menschliche Körper produziert selbständig kein Vitamin C, d.h. wir müssen unseren Bedarf komplett über die Nahrung abdecken.

Vitamin C hat eine wichtige Rolle beim Aufbau von Bindegewebe, sie fördert die Aufnahme von Eisen und ist ein Radikalfänger. Des weiteren stärkt Vitamin C unser Immunsystem und ist eine große Hilfe bei Erkältungen. Vitamin C gehört zu den wichtigsten Nährstoffen für den menschlichen Körper.

Sanddorn ist ein Multitalent. Die Superbeeren werden nicht nur dafür genutzt, um den Vitamin C-Haushalt aufzustocken und die Abwehrkräfte zu stärken, sondern werden auch bei Appetitlosigkeit, Verdauungsprobleme und Hautausschlag erfolgreich eingesetzt.

Wer unter Akne leidet, kann durch die Behandlung mit Sanddornöl sein Hauptbild verbessern. Die Heilpflanze verfügt weiterhin über schmerzlindernde Eigenschaften und kann daher zur Behandlung leichter Brandwunden dazugezogen werden.

Weitere Einsatzmöglichkeiten:

  • bei Strahlungserkrankungen / radioaktiven Strahlenschäden
  • zur Vorbeugung von trockenen oder geröteten Augen
  • zum Schutz der Netzhaut vor schädlichen Einflüssen wie z.B. vor starker Lichteinstrahlung
  • bei der Bekämpfung verschiedener Bakterien und Viren (z.B. Grippe-Virus, Herpes-Virus, Dengue Fieber)
  • zum Schutz der Schleimhäute im Mund- und Rachenraum
  • zum Schutz der Nieren und der Leber vor schädigenden Einflüssen
  • hilft beim Abnehmen und beim Senken der Blutfettwerte (cholesterinsenkend)
  • unterstützt die Konzentration- und Leistungsfähigkeit

Welche Darreichungsformen gibt es?

Die frischen, säuerlichen Sanddornfrüchte sind nicht jedermans Geschmack. Deshalb greifen die meisten auf andere Darreichungsformen zurück wie z.B. Fruchtsaft, Fruchtmus, Könfitüre, Fruchtaufstrich, Pulver (getrocknete Variante) oder Gewürz. In den letzten Jahren haben zudem Kräuter- und Früchtetees mit Sanddornbeeren an Beliebtheit gewonnen.

Sanddorn ist auch in der Kosmetik sehr beliebt. Zur äußeren Anwendung gibt es jede Menge Produkte aus Sanddorn wie z.B. Cremes, Salben und Öle. Besonders das Öl gilt als Wunderheiler gegen Strahlenschäden und leichte Brandwunden.

Studien

  • Krist S./Buchbauer G.: Sanddornöl/sand-Dornfruchtfleischöl, 2008, Wien.
  • Nahrung/Food, Aitzetmüller: Sanddorn und Sanddornöle – Neuere Entwicklungen in China und Zentralasien, 1999, Band/Heft 43, 4, S. 228-232.
  • Journal of Ethnopharmacology, Geetha S./Asheesh G.: Medicinal and therapeutic potential of Sea buckthorn (Hippophae rhamnoides L.), 2011, Band/Heft 138, 2, S. 268-278.
  • Food Chemistry, Nakos M./Pepelanova I.: Isolation and analysis of vitamin B12 from plant samples, 2017, Band/Heft 216, S. 301-308.
  • Eur J Clin Nutr, Larmo P./Alin J.: Effects of sea buckthorn berries on infections and inflammation: a double-blind, randomized, placebo-controlled trial, 2008, Band/Heft Sep: 62(9), S. 1123-30
  • Brand JC, Rae C, McDonnell J, Lee A, Cherikoff V, Truswell AS: „The nutritional composition of Australian aboriginal bushfoods. I“, in Food Technology in Australia, 1987, 35 (6): 293–296.
  • Justi KC, Visentainer JV, Evelázio de Souza N, Matsushita M.: „Nutritional composition and vitamin C stability in stored camu-camu (Myrciaria dubia) pulp“, in Archivos Latinoamericanos de Nutricion, December 2000, 50 (4): 405–8. PubMed
  • Vendramini AL, Trugo LC.: „Chemical composition of acerola fruit (Malpighia punicifolia L.) at three stages of maturity“, in Food Chemistry, 2000, 71 (2): 195–198. ScienceDirect

Sanddorn oder künstliches Vitamin C?

The battle is on – wie man so schön im Englischen sagt.

Kaum ein anderes Mittel wird in der Medizin so oft verwendet wie Vitamin C bzw. synthetische (künstliche) Ascorbinsäure. Gleichzeitig gibt es kaum ein Vitamin das stärker geforscht und untersucht wurde als Vitamin C.

Wieso greifen wir so oft auf die „Pille“ zurück, wo wir doch so eine tolle Auswahl an natürlichem Vitamin C haben?

Bahnt sich eine Erkältung an? Kein Problem, einfach ein Glas Sanddornsaft trinken und schon hat das Immunsystem einen Kick bekommen stärker für die Erhaltung unserer Gesundheit zu kämpfen.

Natur versus Chemie, was bevorzugt Ihr? Liebt Ihr Sanddorn roh zu essen oder greift Ihr lieber auf Säfte, Öle und Co. zurück?

Superbeeren und Gesundheit

5 Superbeeren und ihre magischen Kräfte

Von heimisch bis super exotisch — Superbeeren erobern nicht nur die Regale der Reformhäuser, sondern immer mehr auch die Herzen gesundheitsbewußter Menschen. Denn, wer hat schon Lust auf die Einnahme der ganzen Pharmazeutika mit ihren vielfältigen Nebenwirkungen?

Heimische Beeren haben gegenüber ihren exotischen Kollegen einen riesen Vorteil: kurze Distributionswege. Für diejenigen auf dem Land heißt es je nach Saison, Körbchen mitbringen und Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Schwarze Johannisbeeren usw. sammeln. Für diejenigen in der Stadt bleibt der Gang zum Supermarkt oder am Wochenende, auf dem guten alten Markt, nicht aus.

Superbeeren gibt’s mittlerweile in allen erdenklichen Formen: ganz frisch, als Pulver oder Saft, in Kapseln, verarbeitet als Konfitüre oder Gelee, oder jegliche getrocknete Varianten. Letztere kommt insbesondere bei den exotischen Beeren in Frage wie z.B. Acai oder Goji-Beeren.

Für den heutigen Blog habe ich fünf Superbeeren ausgesucht, die ich Euch näher präsentieren möchte.

1. Schwarze Johannisbeeren

Johanisbeeren gibt es in den Varianten weiß, rot oder schwarz und sie sind absolute Gesundheits-Booster. Die weißen Johanisbeeren, wegen ihrem edlen Geschmack auch Champagnerbeeren genannt, kommen seltener vor als die roten und schwarzen Schwestern. Während die roten Johanisbeeren ein eher säuerliches Aroma haben, schmecken die schwarzen Johanisbeeren eher herb.

Was macht die schwarze Johannisbeere gesund?

Das Besondere an der schwarzen Johanisbeere liegt in der hohen Konzentration an gesundheitsfördernden Stoffen wie zum Beispiel:

  • Provitamin A, Vitamine B und C
  • Eisen
  • Kalium, Kalzium, Magnesium
  • Pflanzenfarbstoffe (Anthocyane)
  • Gamma-Linolensäure (GLS)
  • Ballaststoffe
  • Kohlenhydrate

Schwarze Johanisbeere wird zur Vorbeugung und Behandlung zahlreicher Krankheiten verzehrt. Sie wirkt u.a. entzündungshemmend, blutbildend, antioxidativ, krebshemmend, blutdruckregulierend, nervenstärkend, juckreizlindernd, entwässernd und cholesterinsenkend.

Die schwarze Johanisbeere ist demnach eine wertvolle, heimische Power-Beere.

2. Sanddorn (Sandbeere)

Die orangefarbenen Superbeeren gelten als die heimischen Vitamin C-Bomben. Studien belegen, dass ihr Gehalt 10-mal höher ist als der von Zitrusfrüchten. Der Vitamin C-Gehalt liegt mit 400 mg pro 100 g Frucht deutlich über Zitronen & Co.

Quelle: Studie von Gutzeit D, Baleanu G, Winterhalter P, Jerz G. 2008, U.S. National Library of Medicine

Neben dem bereits erwähnten Vitamin C beinhaltet der Sanddorn auch noch folgende wichtige Wirkstoffe:

  • B-Vitamine, vor allem Vitamin B12
  • Vitamin E
  • Beta-Carotin
  • Flavonoide und Carotinoide
  • Phytoöstrogene
  • Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen, Kalzium, Kalium und Zink
  • ungesättigte Fettsäuren

Kommen wir zu den Wirkungen. Sanddorn wirkt abwehrstärkend, entzündungshemmend, krebsvorbeugend, cholesterinsenkend, leistungsstärkend und kreislaufanregend sowie regenerierend bei Sonnenbrand oder Hautausschlägen.

In der ehemaligen DDR stellte der Sanddorn eine wichtige Vitaminquelle dar. Seit den 90er Jahren hat Sanddorn auch die Herzen der westlichen Länder gewonnen. In Deutschland bleiben die Sanddorn-Hauptgebiete Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und der Schwarzwald weiterhin unverändert stark.

3. Aroniabeeren

Die Aroniabeeren, auch Apfelbeeren genannt haben ein gewaltiges antioxidatives Potenzial. Äußerlich ähneln sie besonders stark mit den Heidelbeeren, vom Geschmack her sind sie jedoch ganz anders als ihre süssen Kollegen. Aroniabeeren schmecken nämlich herb-säuerlich.

Aroniabeeren kommen ursprünglich aus Nordamerika. Die Ureinwohner wußten schon damals die gesundheitlichen Vorteile der schwarzen Superbeere zu schätzen. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Aroniafrucht in die ehemalige Sowjetunion gebracht und seitdem wird sie in Russland und anderen Ländern für medizinische Zwecke verwendet.

Aroniabeeren beinhalten folgende wichtige Inhaltsstoffe:

  • Vitamine A, B, C, E, K
  • Kalzium, Magnesium, Kalium, Zink, Eisen
  • Polyphenole: Flavonoide und Anthocyane
  • Folsäure

Aroniabeeren haben aufgrund ihres hohen Anteils von Anthocyanen eine stark antioxidative Wirkung. Außerdem wirken sie entzündungshemmend, cholesterinsenkend, blutzuckerregulierend und entwässernd.

Neuere Studien haben gezeigt, dass Aronia die Teilung der Krebszellen bei Darmkrebs hemmt und Tumorbildungen unterdrückt.

4. Heidelbeeren

Die kleinen dunkelblauen Blaubeeren schmecken nicht nur hervorragend süss sondern sind auch wahre Gesundheitswunder. Ähnlich wie die oben erwähnten dunklen Beeren enthalten sie nicht nur viele wertvolle Vitamine (A, B, C, E) und Mineralstoffe (Kalium, Kalzium, Magnesim, Eisen), sondern auch zahlreiche Anthocyane.

Je nach Form regulieren Heidelbeeren die Verdauung: bei Durchfall eignen sich besonders gut die getrockneten Heidelbeeren, die frischen Früchte wirken hingegen abführend.

Heidelbeeren wirken entzündungshemmend, unterstützen die Herz-Kreislauffunktion, dämpfen Schmerzen bei Magen- und Darmgeschwüren, beugen Diabetes vor, schützen vor Arteriosklerose, unterstützen den Gehirnstoffwechsel und stärken das Gedächtnis.

Neben den medizinischen Anwendungen sind Heidelbeeren auch in der Küche sehr beliebt und werden aufgrund ihrer antioxidativen Eigenschaften in vielen kosmetischen Produkten verwendet.

5. Goji-Beeren

Während die vier oben aufgeführten Superbeeren auch hierzulande zu finden sind, sieht das mit der exotischen Goji-Beere etwas anders aus. Die kleinen roten Beeren sind ein Nachtschattengewächs und seit Jahrtausenden fest in der traditionellen chinesischen Medizin verankert. Ihre Heimat liegt in China und der Mongolei.

Obwohl es immer wieder Beiträge gibt die Goji als eine lebensgefährliche Beere beschreiben und ihren Platz in die Apotheke verweisen, bleibt die chinesische Superfrucht mit ihrer hohen Närhstoff- und Vitalstoffdichte eine wichtige Eisen- und Vitaminquelle.

Zu den Inhaltsstoffen der Goji-Beeren zählen u.a.:

  • Vitamine A (Beta-Carotin), B, C, E
  • Eisen, Magnesium, Kupfer
  • essentielle Fettsäuren
  • antioxidative Phytonährstoffe => besonders wichtig für gesunde Augen und ein gesundes Nervensystem
  • Beta-Sisterol => hilft bei Diabetes

Goji Beeren stärken das Immunsystem, unterstützen die Regeneration der Darmflora und helfen bei der Entgiftung des Körpers. Aufgrund ihrer antientzündlichen Wirkung werden sie in der chinesischen Medizin bei Asthma, Arthritis, Morbus Crohn und sogar Krebs eingesetzt.

Wie wär’s mit einem Superbeeren Cocktail?

Es gibt so viele tolle Beeren, die heute leider meine Top 5 Liste nicht geschafft haben. Zu erwähnen sind Weißdornbeeren, Acai-Beeren, Himbeeren, Stachelbeeren, Cranberries usw. Ich werde diese mit Sicherheit in einem zukünftigen Blog aufgreifen und über ihre Powerkräfte in punkto Gesundheit und Heilung berichten.

Dafür habe ich eine spezielle Kategorie hier auf Agrarbetrieb kreiiert. Unter Superfoods findet Ihr alles rundum das Thema ‚gesunde Ernährung‘.

Welche ist Eure Lieblingsbeere? Welche Superbeeren hättet Ihr in der Liste aufgenommen?

Heidelbeere-Blaubeere-Strauchbeere

Heidelbeere – süsser Gesundheitskick für die Fastenzeit

Es ist soweit. Die närrischen Tage sind vorbei und die Fastenzeit hat begonnen. Was kann die im Trend liegende Heidelbeere für Eure Gesundheit tun?

Dieser Frage werden wir in dieser Woche nachgehen. 

Denn für die kommenden sechs Wochen hat sich der eine oder andere unter Euch vorgenommen, sich von bestimmten Genussmitteln oder Konsumgütern zu trennen, oder sie zumindest zu meiden, weitestgehend.

Die Fastenzeit hat begonnen. Laut einer aktuellen DAK-Studie (Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK) wollen in diesem Jahr die Fasten-Fans vor allem auf Süßes verzichten: 

  1. Süßigkeiten – 62 Prozent
  2. Alkohol – 61 Prozent
  3. Fleisch – 35 Prozent
  4. Rauchen – 32 Prozent
  5. Fernsehen – 28 Prozent
  6. Handy, Computer – 21 Prozent
  7. Auto – 15 Prozent

Bevor wir schauen, wie Ihr in den nächsten Wochen Eure Gesundheit mit Hilfe der Heidelbeere pimpen könnt, zunächst noch einen Blick auf die Schlagzeilen der Woche.

AGCO endet 2017 mit Umsatzsteigerung von 20 Prozent

Im vierten Quartal 2017 konnte AGCO einen Nettoumsatz von ca. 2,5 Milliarden USD verzeichnen.

Dies entspricht, gegenüber dem vierten Quartal von 2016 einer Steigerung von 20,7 Prozent.

Rechnet man die Währungseffekte raus, betrug der Nettoumsatz für das gesamte letzte Jahr ca. 10,5 Prozent.

Nach Angaben des Unternehmens, konnte das Ergebnis zum einen auf operative Maßnahmen, wie die intensive Umsetzung von Strategien zur Kostensenkung zurückgeführt werden.

Zum anderen sorgten diverse Faktoren, etwa die abermals soliden, weltweiten Ernteergebnisse, für einen stabilen Absatzmarkt.

Auch wenn die Einkommen der Landwirte aufgrund der, im Vergleich zur Produktion relativ niedrigen Nachfrage, weiterhin unter Druck stehen, erholt sich nach jahrelang starken Marktrückgängen wieder langsam die Nachfrage nach Landmaschinen.

In Europa konnte das Unternehmen vor allem in Deutschland, Italien und Großbritannien den Absatz steigern.

Die verbesserten Bedingungen auf dem Milchmarkt als auch eine höhere Produktion von Weizen sollen auch in 2018 für eine anhaltenden Nachfrage nach AGCO – Landmaschinen sorgen. 

(Quelle: AGCO Reports Fourth Quarter Results)

Lidl verkauft Rohwurst trotz ASP

Die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Osteuropa sorgt derzeit für viel Aufregung.

Es werden Krisengipfel einberufen, um Strategien zu entwickeln, die einer Verbreitung der Pest in Deutschland vorzubeugen.

Einer der größten Risiken ist der Import von Rohwurst aus Ländern, aus denen Fälle der Afrikanische Schweinepest gemeldet wurden.

Entsprechendes Unverständnis bringt die aktuelle Angebotsaktion von Lidl mit sich. Der Discounter bietet osteuropäischen Spezialitäten an, unter anderem auch polnische Rohwurst. 

(Quelle: Lidl)

Kontinuierliches Wachstum bei Strauchbeeren

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2017 zeigen deutlich: auch im letzten Jahr ist die Anbaufläche für und die Erntemenge von Strauchbeeren weiter gestiegen. 

In 2017 wurden auf 8.900 Hektar rund 40.100 Tonnen Strauchbeeren geerntet. Gegenüber dem Jahr 2016 entspricht dies einem Wachstum von 5 Prozent bei der Fläche und von 11 Prozent bei der Erntemenge. 

Gegenüber 2012 hat sich die Anbaufläche für Strauchbeeren damit um 30 Prozent vergrößert. Knapp ein Drittel der Fläche wird ökologisch bearbeitet.

Die ökologische Produktion scheint im Trend zu liegen, denn allein im letzten Jahr nahm die ökologische Anbaufläche um 9 Prozent, die Erntemenge zudem um 16 Prozent zu. 

In Deutschland wird die Produktion von den Bundesländern Niedersachsen (2200 Hektar), Baden-Württemberg (1.600 Hektar) und Bayern (1.200 Hektar) angeführt. 

Wenn es einen Star unter den Strauchbeeren gibt, dann ist es wohl die Kulturheidelbeere. 

Mit einem Anteil von 34 Prozent an der gesamten Erntemenge steht sie unangefochten und mit großem Abstand an der Spitze.

Allein im letzten Jahr hat sich, gegenüber 2016, die Erntemenge der Kulturheidelbeere um 29 Prozent erhöht.

Es wurden in 2017 

  • 13.800 Tonnen Kulturheidelbeeren (+29 Prozent)
  • 6.900 Tonnen Rote und Weiße Johannisbeeren (-5 Prozent)
  • 6.400 Tonnen Himbeeren (+13 Prozent)
  • 5.600 Tonnen Schwarze Johannisbeeren (-17 Prozent)

geerntet. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Heidelbeeren scheinen voll im Trend zu liegen. Also kucken wir doch mal genauer hin, was die Heidelbeere so super macht. 

Heidelbeere für die Fastenzeit?

Beeren sind gesund! Und lecker. Also wohl das perfekte Essen für all diejenigen unter Euch, die die nächsten Wochen nutzen, um etwas für sich und den Körper zu tun. 

Die Heidelbeere, auch bekannt unter Namen wie Blaubeere, Schwarzbeere, Wildbeere, Besing, u.a., ist eine der Beerenwunder, die auf dem Speiseplan stehen sollten. 

Wusstest Ihr, dass es zwei Arten von Heidelbeeren gibt? 

  • Vaccinium myrtillus, Echte Heidelbeere: das Heidekrautgewächs wächst in buschigen Gehölzen und wird etwa 50 Zentimeter hoch. Ihre Farbstoffe färben den Mund und die Zähne blau.
  • Vaccinium corymbosum, Kulturheidelbeere: abstammend von der Amerikanischen Heidelbeere und anderen nordamerikanischen Arten hat die Pflanze größere Früchte, die den Mund nicht blaufärben und an bis zu 2 Meter höhen kultivierten Sträuchern wachsen.

Die Heidelbeere gehört mit zur Spitze der antioxidativen Früchte. Zudem besitzt sie viele Polyphenole, zu denen etwa Flavonoide und Phenolsäuren, gehören. 

Allein diese Stoffe sind bekannt für ihre Wirkung, etwa Herz-Kreizslauferkrankungen vorzubeugen oder das Krebsrisiko zu verringern

Die in der Heidelbeere enthaltenen Anthocyane sind entzündungshemmende Stoffe, die dem Körper beim Abbauen und Neutralisieren von freien Radikalen helfen. 

Sprich, die Beere ist eine wahre Schönheitskur: sie kann helfen, die Effekte des Alters, etwa Falten der Haut zu vermindern

Enthaltende Gerbstoffe wie Iridoide oder Phenolcarbonsäuren lassen die Heidelbeere zu einem beliebten Volksheilmittel bei Durchfall werden. 

Aber hier hört es nicht auf, ob von Entzündungen im Mundraum, Magen- und Darmgeschwüren, über die äußerliche Vernarbung von Wunden oder gar der Verbesserung des Sehens, die Wunderbeere scheint für alle die passenden Inhaltsstoffe parat zu halten. 

Ganz zu schweigen von den großen Mengen an Vitamin C, A, B, E und Beta-Carotin

(Quelle: Wikipedia, Apotheken-Umschau, Blaubeere.net, EatSmarter, Phytodoc)

Die Heidelbeere ist eine Verjüngerungskur von innen, die zudem lecker schmeckt. 

Für alle, die in den nächsten Wochen auf Süßigkeiten verzichtet, wohl der richtige Ersatz, um etwas Gutes für sich und den Körper zu tun. 

Was tut Ihr für Eure Gesundheit in den nächsten Wochen?