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Alles nur noch Elektroautos

Alles nur noch Elektroautos oder was?

Die Regierungen haben eine klare Richtung vorgegeben: weg von den klassischen Benzin- und Dieselautos und hin zu Elektroautos. Auch Hybride sind nicht mehr auf der sicheren Seite. Während die Kaufprämie für batterieelektrische Fahrzeuge angehoben wird, sterben die Diesel-Varianten langsam aus.

Die Engländer preschen vor. Der Prämierminister stellte im November im Rahmen einer Auftaktveranstaltung für einen Klimagipfel der Vereinten Nationen seine Politik vor. Darin hieß es, dass England den Verbot des Verkaufs neuer Benzin-, Diesel und Hybridautos von 2040 auf 2035 vorziehen würde. Zuvor hatten Experten u.a. auch Sir David Attenborough darauf hingewiesen, dass 2040 für Großbritannien zu spät wäre. Damit wäre das Erreichen des Ziels, bis 2050 keinen Kohlestoff mehr auszustoßen, in Gefahr. (Quelle: BBC)

Großbritannien setzt also auf Elektro-Fahrzeuge. Was passiert hierzulande? Was machen Industrie und Poltik in Deutschland?

Bevor wir einen Blick auf die aktuelle Lage inkl. der neuen Fördersätze für Elektroautos werfen (ganz frisch aus Brüssel eingetroffen), anbei ein interessanter Videobeitrag aus der Sendung Galileo.

Was wäre wenn ab morgen in Deutschland nur noch Elektroautos fahren würden?

Quelle: Galileo, YouTube

WISSENSWERTES

Elektro-Fahrzeuge sind weniger komplex als Autos mit Verbrennungsmotoren. Sie werden schneller gebaut und brauchen weniger Teile. Hier ein Beispiel: ein Verbrennungsantrieb besteht aus 1.400 Teilen, ein E-Antrieb nur aus durchschnittlich 210 Teilen. Hinzu kommt, dass der Verschleiß der Teile beim Elektroauto geringer ist.

Die Dekade der Elektroautos

Die Forderungen nach mehr Elektroautos werden immer lauter. Damit der Umstieg schneller gelingt, sollen Käufer von E-Autos mehr Geld vom Staat erhalten. Die EU-Kommission hat eine neue Förderrichtlinie erlassen. Für alle Fahrzeuge die nach dem 4. November 2019 zugelassen worden sind, gibt es höhere Kaufprämien.

Ganz konkret handelt es sich hierbei um folgende Fördersätze:

  • 6.000€ (ehemals 4.000€) für E-Autos mit einem Listenpreis von bis zu 40.000€
  • 5.000€ für E-Autos mit einem Listenpreis über 40.000€
  • 4.500€ (ehem. 3.000€) für Plug-In-Hybride unter 40.000€
  • 3.750€ (ehem. 3.000€) für Plug-In-Hybride über 40.000€

Werden die höheren Zuschüsse eine Steigerung der Neuzulassungen von E-Autos mit sich bringen?

Zunächst einmal folgendes: die Industrie wird sich weiterhin zur Häflte an dem sog. Umweltbonus beteiligen.

Zurück zur Frage: JA, man erwartet eine Steigerung der Neuzulassungen von E-Autos.

Da die Elektromobilität eine wesentliche Rolle im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung spielt, liegt der Fokus in punkto Verkehr ganz klar auf mehr E-Autos. Bis 2030 soll die Zahl der Elektroautos auf 7 bis 10 Millionen steigen.

Während die einen boomen, sterben die anderen so langsam aus… Die Rede ist von Diesel-Motoren.

Der Autohandel in Deutschland hat seit 2015 bei 24 Modellreihen die Diesel-Varianten gestrichen, so eine Expertise des Center Automotive Research (Car) von der Universität Duisburg. Bei 40 anderen Modellen sei der Anteil an Dieselfahrzeugen bei den Neuzulassungen ebenfalls stark gesunken. Das Forscherteam der Uni Duisburg geht davon aus, dass in den kommenden Jahren vermehrt Dieselvarianten vom Markt verschwinden werden. (Quelle: Welt)

E-Traktoren auf dem Vormarsch?

Wie sieht’s denn mit uns in der Landwirtschaft aus?

Das Konzept mit den E-Autos ist klar; das hat mittlerweile jeder verstanden. Die Tatsache, dass Busse auch auf Elektro umgerüstet werden ist ebenfalls bekannt. Wie das mit den Schiffen und Fliegern gehen soll, ist vielen noch ein Rätsel aber das wird sich in den nächsten Jahren auch klären. Dann bleibt nur noch unsere Branche offen. Was erwartet uns in der Landwirtschaft?

Können Traktoren, Schlepper und Co. mit E-Motoren eine Arbeitsleistung von 16 Stunden pro Tag hinlegen?

Während E-PKWs mit Reichweiten kämpfen, haben wir es in der Landwirtschaft mit ganz anderen Problemen zu tun. Wir brauchen Power. Ohne einer starken Motorleistung geht bei uns nichts.

Im Januar 2020 hat der Pflanzenschutzspezialist ADAMA eine Befragung über die Agentur agriExperts des Deutschen Landwirtschaftsverlages durchgeführt. Die Experten wollten die Antwort auf die Frage, mit welchem Antrieb Traktoren im Jahr 2040 auf deutschen Feldern unterwegs sein werden, wissen. 229 Landwirte nahmen an der Befragung teil und das waren die Ergebnisse:

  • 41,5% der Landwirte glauben an eine Zukunft mit Diesel
  • 15,5% glauben an Wasserstoff als künftige Energiequelle für den Traktorantrieb
  • 9% setzen auf Biogas und Biodiesel aus nachwachsenden Rohstoffen
  • 3% der Landwirte glauben an eine vollelektrische Traktorvariante
  • 15% konnten keine Angaben machen

Quelle: Adama Deutschland

Welche Antriebsmotoren unsere Äcker in 10 bzw. 20 Jahren beherrschen werden, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Die Förderpolitik der Regierung wird eine wichtige Rolle spielen. Der technische Fortschritt (Schlüsselwort: autonome Landtechnik) wird seinerseits auch vieles beeinflussen.

Fakt ist, dass Elektroautos die Wirtschaft und Gesellschaft verändern werden.

Ob dabei „nur“ 100.000 Jobs wegfallen oder mehr, hängt u.a. davon ab wie schnell die Bevölkerung auf E-PKWs umsteigt und ob wir Batterien auch hierzulande fertigen werden können. Wenn die wichtigste Komponente fast vollständig aus dem Ausland importiert wird, hat das gewaltige Auswirkungen auf die Autobauer und deren Marktanteile.

Übersetzt heisst das: es könnten mehr Jobs wegfallen als die aktuellen Prognosen das hervorsagen.

Elektroautos YO oder NO? Gelingt die Versöhnung Mobilität und Umwelt oder steckt da etwas ganz anderes dahinter? Was glaubt Ihr?

Erneuerbare Energien Windkraft

Erneuerbare Energien mit 43% vom Stromverbrauch auf Rekordniveau

Erneuerbare Energien sind auf dem Vormarsch, nicht zuletzt auch wegen dem „straffen“ Zeitplan der Bundesregierung. In 2019 lag der Anteil der Erneuerbaren am Bruttostromverbrauch nach Angaben der Energiebranche bei knapp 43%. Jetzt heisst es Gas geben, denn bis Ende der Dekade, also bis 2030 will Deutschland den Anteil von Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen auf 65% steigern.

Für alle nochmal kurz zur Erinnerung:

In 2022 soll das letzte Atomkraftwerk vom Netz gehen. Spätestens 2038 soll Schluss sein mit dem Strom aus Kohlekraftwerken.

Während sich Brüssel und die hiesige Regierung auf die einen oder anderen Ziele festgebissen haben, steigen die Strompreise kontinuierlich weiter. Letztes Jahr erreichten die durschnittlichen Strompreise in Deutschland einen neuen Rekordwert von 30,88 Cent pro Kilowattstunde. Vor rund 20 Jahren lag der Strompreis bei 13,94 Cent pro Kilowattstunde. Das ist eine Verdoppelung der Preise in nur zwei Dekaden. (siehe hierzu Check24)

Was erwartet uns denn mit dem Wegfall des Atom- und Braunkohlestroms?

Liebe Kollegen aus der Landwirtschaft und liebe Verbraucher, uns macht keiner mehr aus der Politik etwas vor. Wir wissen doch was auf uns zukommt: höhere Strompreise, was sonst?! Lasse Schmid, der Geschäftsführer des Strompreis-Vergleichsportals Check24 hat es ganz passend formuliert:

„Jeden Monat wird Strom für Verbraucher ein bisschen teurer. Ein Ende der Fahnenstange ist nicht in Sicht.“

Quelle: EUWID

Das Battle der regenerativen Quellen

Erneuerbare Energien deckten 2017 rund 36,3% des Stromverbrauchs in Deutschland. In 2018 stieg diese Prozentzahl auf 38,2% und erzielte letztes Jahr mit knapp 43% einen Rekordwert. Diese vorläufige Kalkulation kommt vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Insgesamt wurden über 244 Mrd. kWh aus regenerativen Energiequellen erzeugt. Der Splitt je Quelle ergibt sich wie folgt:

  • 104 Mrd. kWh geliefert duch Windkraftanlagen an Land
  • 45 Mrd. kWh erzielt durch Photovoltaik
  • fast 45 Mrd. kWh durch Biomasse
  • 24 Mrd. kWh durch Wind offshore; größte Zuwachsrate mit 25%, in 2018 lag diese bei 19,5 Mrd. kWh
  • 21 Mrd. kWh erzeugt durch Wasserkraftwerke

Quelle: BDEW

Erneuerbare Energien brauchen Unterstützung sonst wird das mit den Zielen nichts

Auf der einen Seite hantieren wir mit ‚Hoffnung‘ und auf der anderen mit ‚Fakten‘. Hoffnung ist genauso wie Glück, keine besonders clevere Strategie. Es zählen die harten Fakten und diese sehen momentan alles andere als rosig aus.

Ganz konkret heißt das:

  • Wir haben hierzulande die Potenziale in punkto Wasserkraft weitgehend ausgereizt. Daran wird sich auch nicht viel ändern, außer wir ‚homo sapiens‘ machen einen derartigen technologischen Sprung in der kommenden Dekade, dass wir das gesamte Thema komplett anders angehen.
  • Mit erheblichen Potenzialen können wir hingegen in der Windkraftbranche rechnen. Offshore ist eine super Sache obwohl die Basis noch recht klein ist. Wenn es jedoch beim gestoppten Zubau von Windkraftanlagen an Land bleibt, dann wird das mit dem Switch von Braunkohle & Co. auf erneuerbare Energien extrem schwer bis fast unmöglich.
  • Sollte in der Photovoltaik-Branche weiterhin auf die Bremse anstatt aufs Gaspedal gedrückt werden – übersetzt: (1) werden hier weiterhin Jobs gekürzt anstelle das man neue Arbeitsplätze kreiert und so wie eine aktuelle Studie der Marktfoschungsfirma EuPD Research Sustainable Management im Auftrag des Bundesverbands Solarwirtschaft wonach bis 2040 rund 50.000 neue Jobs entstehen könnten UND (2) werden die Photovoltaik- und Speicherkapazitäten nicht deutlich stärker ausgebaut als bisher – DANN wird das mit dem Ziel von 65% Strom aus erneuerbare Energien bis 2030 nichts.

Dabei spricht einiges dafür, dass die Transformation des Energiesystems gelingen könnte, wenn man in die Ausbaudynamik der beiden Hauptquellen Wind und Sonne/ Photovoltaik stärker investieren würde. Denn Windenenergie hat in 2019 erstmals mehr Strom erzeugt als jeder andere Energieträger und hat dadurch die fossile Energiequelle Braunkohle von Platz eins verdrängt. (Quelle: Bundesverband Windenergie BWE)

Die No-Goes worüber keiner reden will

Das mit den regenerativen Energiequellen ist zwar alles schön und gut aber was in den Diskussionen kaum angesprochen wird, sind die Schattenseiten. Während wir mit Braunkohle, Erdgas und Atomkraftwerke eine gewisse Stabilität erreichen, verhält sich das bei der Stromproduktion aus Wind und Sonne ganz anders. Wir haben es hierbei mit recht hohen Volatilitäten zu tun. Mal scheint die Sonne, mal vergisst sie uns für mehrere Wochen. Das mit dem Wind hat auch seine Herausforderungen.

Hinzu kommt das Thema Speicherung und Transport. Die Stromnetze werden immer komplexer und die ‚Verkabelung‘ des Landes gestaltet sich auch schwierig. Im Klartext: wir brauchen Stromleitungen, die den Windstrom z.B. aus dem schönen Norden in die Verbrauchszentren im Westen und Süden des Landes transportiert.

Ein weiterer Punkt dessen wir uns bewusst sein müssen, sind die Risiken eines Strom-Blackouts. Wir kennen sogenannte Mega-Blackouts sehr wohl aus TV-Berichten aus Südamerika. Sind wir denn hier in Deutschland so sicher vor Stromausfällen?

Eins muss uns klar sein, egal wieviel Geld wir in den Ausbau von Windrädern und Photovoltaikanlagen pumpen, es kann immer mal wieder vorkommen, dass wir längere Phasen ohne Stromproduktion aus Wind und Sonne irgendwie überbrücken müssen (siehe hierzu meinen Punkt zur Volatilität). Was dann? Wäre es nicht sinnvoll, eine entsprechende Reserve an konventionellen Kraftwerken parat zu haben, um im Extremfall auf diese zurückzugreifen? Ich kann mir gut vorstellen, dass wir im Falle eines Mega-Blackouts jede Menge Klimaaktivisten auf den Strassen erleben werden, die sich darüber beschweren, dass sie ihre Smartphones nicht laden können 😉

Versteht mich nicht falsch, ich bin ein Befürworter der regenerativen Energiequellen. Alles was unserem Planeten, der Natur und uns Menschen gut tut, das liegt mir 100% am Herzen. Gleichzeitig müssen wir auch Maßnahmen treffen, einen Plan B und C haben, wenn das Ganze, aus was auch immer Gründen, sich in eine völlig andere Richtung dreht. Wie so oft im Leben, steckt auch hier die Wahrheit irgendwo in der Mitte.

Neue Dekade, neue Chancen und Herausforderungen. Das Thema erneuerbare Energien bleibt für uns alle auf der Tagesordnung.

Klimaschutz und CO2-Preis

Deutschlands Klimapläne und der Kampf mit dem CO2-Preis

Klimaschutz, CO2-Preis, eine 16-jährige die Staatsoberhäupte anbrüllt und durch ihre „Message“ Scharen von Jugendlichen mit auf die Strasse zerrt – kein anderes Thema polarisiert derzeit stärker; die Sorgen um unseren Planeten sind groß. Hört man auf die einen (nämlich die grosse Masse), dann gibt es bald einen Weltuntergang. Liest man zwischen den Zeilen, dann könnte es sich hierbei auch um einen riesengroßen Schwindel handeln.

Die Medien verbreiten weltweit die „Weltuntergangs“-Story. Es gibt jede Menge Forscher, Wissenschaftler und Publikationen die darauf hinweisen, dass wir dringend etwas tun müssen, um das Ganze aufzuhalten. Andere behaupten, dass das Karussell gar nicht mehr aufzuhalten ist. Wiederum andere, darunter auch jede Menge Wissenschaftler und Forscher, bezeichnen die Untergangstheorie für nichts weiteres als ein wirksames Mittel zur Massenmanipulation.

Wer hat Recht? Ist es tatsächlich so, dass die Ergebnisse der Studien stark davon abhängen wer die Studie in erster Linie finanziert hat? Geht’s auch hierbei wieder einmal nur um Profit?

Bei einer Sache sind sich beide Opponenten einig: den ganzen Müll in die Meere zu schütten, weiterhin sinnlos Plastikberge anpeilen zu lassen und die natürlichen Ressourcen schonungslos auszubeuten – ist ein absolutes NO GO.

Mit Angst zu regieren hat schon immer funktioniert und funktioniert heute mit Hilfe solcher Turbobooster wie z.B. Instagram, Snap oder Tik Tok, besser denn je. Diejenigen die am lautesten brüllen, kennen nicht immer die ganze Story. Oft verbirgt sich hinter einem offensichtlichem Wunsch vielleicht etwas ganz anderes. Die „restliche“ Detektivarbeit überlasse ich Euch.

Fokussieren wir uns doch auf das was auf uns zurollt.

Um die Klimaschutzziele 2030 einzuhalten, muss Deutschland jede Menge tun. In einem ersten Schritt sieht das Klimaschutzpaket bis 2023 Maßnahmen von mehr als 54 Milliarden EUR vor. Ein wichtiger Standbein dieses Pakets sind die Einnahmen aus dem CO2-Preis.

CO2-Preis für Verkehr und Heizen

Die Einnahmen aus dem geplanten CO2-Preis für Verkehr und Heizen sollen bis 2023 auf 18,8 Milliarden EUR steigen, so die Kalkulation und Prognosen der Bundesregierung. Was mit diesen Einnahmen danach passiert, ob sie in Klimaschutzmaßnahmen oder in die Entlastung der Bürger fliessen wird, ist derzeit noch unklar.

Was genau ist denn dieser CO2-Preis?

Ganz einfach erklärt, handelt es sich hierbei um folgendes: der CO2-Preis soll klimaschädliche Brennstoffe aus Öl, Erdgas und Kohle verteuern. Durch die Einführung dieser sogenannten „Penalty“ erhofft sich die Politik einen Anreiz für z.B. Elektroautos und klimafreundliche Heizungen zu schaffen.

Die Gebührenstruktur in den Bereichen Verkehr und Heizen soll wie folgt aussehen:

  • 10€ pro Tonne Kohlendioxid (CO2) bis 2021
  • 35€ pro Tonne CO2 bis 2025
  • 60€ pro Tonne CO2 ab 2026 => zunächst gedeckelt

Was will die Bundesregierung im Gegenzug fördern?

Die Initiativen umfassen folgende Maßnahmen:

  • Pendlerpauschale für lange Strecken soll steigen.
  • EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms soll ab 2021 gesenkt werden.
  • Austauschprämie von bis zu 40% der Kosten für den Wechsel von alten Ölheizungen auf klimafreundliche Modelle.
  • KfZ-Steuer für Neuwagen soll stärker an den CO2-Emissionen gekoppelt werden.
  • Bahnfahren soll billiger werden.
  • Fliegen soll teurer werden.

Ob es bei den oben aufgeführten Gebühren bleibt ist noch offen. So fordern die Grünen einen höheren CO2-Preis, nämlich 40€ pro Tonne statt den geplanten 10€ und ab 2021 sogar 60€ statt den geplanten 35€.

Munich-Re-Finanzchef Christoph Jurecka äußerte sich in einem aktuellen Handelsblatt-Interview wie folgt: „Ein CO2-Preis muss wehtun.“

Quelle: Handelsblatt

Bevor wir weiter machen, hier noch ein netter Beitrag über Klimaschutz und den neulich verabschiedeten CO2-Preis. Lachen ist selbstverständlich erlaubt 😉

Quelle: ZDF heute-show, YouTube

EEG-Umlage erhöht sich in 2020

Bevor es ab 2021 zu einer eventuellen Entlastung kommt, müssen wir im kommenden Jahr mit höheren Strompreisen rechnen. Die EEG-Umlage steigt in 2020 um 5,5% und wird 6,756 Cent pro Kilowattstunde betragen. Derzeit liegt es bei 6,405 Cent.

Wie setzt sich denn eigentlich der Strompreis zusammen?

  • Die EEG-Umlage macht rund 25% des Strompreises aus und wird für die Einspeisung des Ökostroms verwendet.
  • Die restlichen Positionen beinhalten Produktionskosten, Netzentgelte, Steuern, anderen Abgaben und Umlagen.

Die EEG-Umlage wurde zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen (Wind- und Wasserkraft, Solar-/ PV-Anlagen) eingeführt.

Quelle: Spiegel Online

Das Leben mit dem CO2-Preis

Geplant ist es, die Ökostrom-Umlage ab 2021 als Gegenpol zum CO2-Preis, zu senken. Interessant, denn jetzt soll sie im kommenden Jahr um 5,5% erhöht werden.

Wird der Betrag im darauffolgenden Jahr um 5,5% reduziert? Daraus haben wir Otto Normalbürger nichts gewonnen; wir haben dann wieder die Basis aus 2019. Wird der Betrag um weniger als 5,5% gesenkt, dann haben wir auch nichts davon.

Interessantes „Spiel“. Es erinnert einen an die Umstellung Deutsche Mark auf Euro. Damals wurden in vielen Bereichen (z.B. Gastronomie) die Preise fast 1:1 übernommen.

Was haltet Ihr von dieser ganzen Debatte rundum den CO2-Preis?

Landwirtschaft-Ernte-Klimawandel

Ausfälle bei Ernte – was ist zu tun?

Von der “schlechtesten Ernte des Jahrhunderts” hört man manchen reden. Die Trockenheit lässt nicht wenige Landwirte verzweifeln.

Der diesjährige Sommer meint es nicht gut mit uns Landwirten im Norden und Osten des Landes. Zuzusehen, wie die Investitionen und die ganze Arbeit der Vormonate buchstäblich vor den Augen verbrennt, ist hart.

Laut der Deutschen Presse-Agentur (DPA) beziffern erste Schätzungen die Schäden aufgrund der Dürre in den letzten Wochen auf mehr als eine Milliarde Euro.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat entsprechend Hilfen für Dürreausfälle bei der Ernte für betroffene Landwirte gefordert.

Grundlage für die Gewährleistung von Nothilfen durch den Staat ist, dass Schäden von “nationalem Ausmaß” festgestellt werden.

Bei den ersten Schadenseinschätzungen hinsichtlich der Ernte scheint dies gegeben zu sein:

  • Schleswig-Holstein: 422 Millionen Euro
  • Sachsen: 308 Millionen Euro
  • Sachsen-Anhalt: 237 Millionen Euro
  • Hessen: 150 Millionen

Quelle: Spiegel

Schäden bei der Ernte – Handlungsbedarf in Krisenzeiten

Der gestrige “Dürregipfel” in Berlin brachte zunächst keine Ergebnisse. Entscheidungen sollen erst nächste Woche getroffen werden, wenn genauere Aussagen zu dem Ausmaß der Schäden für die Landwirte getroffen werden können.

“Ich kann nicht ohne repräsentative Zahlen, Daten und Fakten den nationalen Notstand ausrufen und nach Gefühl Zahlungen veranlassen.” Julia Klöckner, Bundeslandwirtschaftsministerium

Um die Bereitstellung von Futter für Nutztiere sicherzustellen, sollen für diesen Bereich jedoch schneller Entscheidungen fallen.

Futter für Tiere

Die Dürrezeit erschwert den Landwirten die Bereitstellung von Futter für Tiere. Die Trockenheit hat nämlichen in manchen Regionen auch den Grasschnitt für Viehfutter eingeschränkt.

Am Mittwoch soll deshalb bereits über eine Verordnungsänderung abgestimmt werden, die von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner in die Wege geleitet wurde.

Der Entwurf sieht vor, dass die Länder in diesem Jahr in Gebieten, die vom Wetter ungünstig betroffen sind, eine Zeitraum von acht Wochen festlegen können, in dem die ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) mit Zwischenfruchtmischungen bestellt sein müssen.

Die Abänderung des Zeitraumes, der normalerweise von 1. Oktober bis 31. Dezember läuft, kann nur für Einzelfälle erfolgen, für die ein Antrag gestellt worden ist.

Da die Verordnung nicht automatisch für alle Bundesländer oder Landkreise greift, solltet Ihr Euch bei Eurer Landesdienststelle informieren.

Beginnen tut der achtwöchige Zeitraum am Tag nach der Aussaat der letzten ÖVF-Zwischenfrucht.

Klimawandel kein Zukunftskonstrukt

Die heißen Sommer der letzten Jahre zeigen jedem: der Klimawandel ist kein abstraktes Konstrukt, vor welchem wir seit Mitte des 19. Jahrhunderts gewarnt worden sind.

Wir sind mittendrin. Die Hitze ging an niemanden vorbei. Aber insbesondere die Landwirte haben derzeit mit hohen Verlusten bei der Ernte die Rechnung zu tragen.

Der Verbraucher selbst spürt die wirtschaftlichen Ausmasse der Ausfälle bei der Getreideernte noch nicht. Dem Nachfrage-Preis-Modell nach, könnte man meinen, dass ein knappes Angebot an Getreide sich im Preis niederschlägt, etwa beim Brotpreis.

Dem ist nicht der Fall. Zum einen, weil der Getreideanteil hier nicht so hoch wie gedacht ist, zum anderen können Ausfälle der Ernte durch Importe aus anderen Ländern kompensiert werden.

Heiße Sommer sind keine Ausnahme mehr. Sie werden mehr und mehr zur Regel.

Im Gegenzug dafür gibt es mittlerweile zur Wintersaison auch gut und gerne auch mal zuviel Wasser. Die Ernte geht hier wortwörtlich den Bach runter.

Intervenieren in Krisenzeiten ist gut und schön.

Allerdings: wenn die Ausnahme zur Regel wird, wie soll dann vorgegangen werden. Sicherlich gilt es sich anzupassen.

Aber was gilt es anzupassen?

Zum einen müssen neue Modelle in der Landwirtschaft gefunden werden. Es muss gewährleistet werden, dass die Felder quasi ganzjährig eine Grundlage für ein gesundes Pflanzenwachstum gewährleisten.

Schaut man sich die rasante Entwicklung der landwirtschaftlichen Technologien an, wird es hier keine Zweifel geben:

Es wird Lösungen geben, um in zukünftigen Trockenperioden Wasser ressourcenschonenden „an die Pflanze“ zu bringen. Sicherlich kann man sich in anderen Trockengebieten der Erde, ob in Kalifornien oder afrikanischen Regionen, etwas abkucken.

Intelligente Technologien werden die landwirtschaftlichen Strukturen ändern. Das Klima ist ein Faktor, der diesen Prozess beschleunigen könnte.

Ob Smart Farming, Vertical Farming, intelligente Maschinen, Methoden wie die Tröpchenbewässerung, … es fehlt nicht an interessanten Ansätzen.

Mit Technik gegen Dürre

Quelle: ARD

Insbesondere die Landwirtschaft befindet sich in einem Spannungsfeld von vielen Interessen: Lebensmittel sind ein grundlegend wichtiges Gut, weshalb politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Interessengruppen besonders stark ihren Einfluss ausüben möchten.

Es bringt nichts, wenn sich die Landwirtschaft an neue klimatische Bedingungen anpasst, in neue Technologien investiert, während Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in alten Mustern denken und handeln.

Wie seht Ihr die zukünftige Entwicklung – welche Änderungen außerhalb der Landwirtschaft sind wichtig, um Landwirten eine gute Zukunftsperspektive zu geben?

Getreidesorten_Agrarbetrieb_Roland Doemling

Preise für die wichtigsten Getreidesorten sollen in Zukunft steigen

Klimawandel und Erderwärmung sollen beträchtliche Auswirkungen auf zukünftige Preise der wichtigsten Getreidesorten haben.

Seit Jahren wird über das Thema Klimawandel debatiert und jede neue wissenschaftliche Veröffentlichung heizt die Gemüter aufs Neue. In einer aktuellen Großstudie haben Forscher mit Hilfe eines Simulationsmodells die Preisstruktur der wichtigsten Getreidesorten sowie die Veränderung der Ernteerträge im Falle einer Erderwärmung berechnet.

httpv://www.youtube.com/watch?v=SUsgRCEe3yE

Zu den Inhalten der internationalen Großstudie „AgMIP“ deren Ergebnisse in den nächsten Uno-Klimabericht einfließen, berichtete Der Spiegel wie folgt: Weiterlesen