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Auswirkungen von 5G auf die Landwirtschaft

Die Auswirkungen von 5G auf die Landwirtschaft

Mit dem weltweiten Chaos ist auch der große Roll-out von 5G zum Halt gekommen. Alles soll „connected“ werden, so die Versprechungen der Big Tech Unternehmen. Kommunikation in Echtzeit und das nicht nur unter Menschen, sondern auch zwischen Mensch und Maschine. Die NASA weist auf Probleme hin und Ärzte warnen vor Gesundheitsschäden.

Schnellere Smartphones, Tablets und Computer und gleichzeitig auch ein schnelleres Internet – das wollen immer mehr Menschen. Die Wenigsten verstehen was hinter diesen Technologien steckt und noch weniger befassen sich mit den möglichen Nebenwirkungen. Das was uns die Telekommunikationsunternehmen erzählen, wird für bare Münze genommen.

Das Stichwort für 5G heißt „Millimeter-Wave-Technology“. Dafür benötigt man jede Menge Wireless-Kanäle die Datenmengen von künftig 10 Gigabit pro Sekunde (also in Echtzeit) übertragen sollen. Die Latentzeit soll eine Millisekunde betragen, was der Reaktionszeit unserer Nervenzellen entspricht.

So wird uns 5G verkauft

Bei 5G geht es um viel mehr als nur Geschwindigkeit. Es geht um sogenannte Internet of Things (IoT) Lösungen, die quasi eine zunehmende Vernetzung aller möglichen Geräte ermöglichen. Das Wort „Smart“ steht im Zentrum dieser Entwicklung. Smart Homes, Smart Stadiums oder Smart Streets – das was wir früher in Science-Fiction-Filmen gesehen haben, soll bald Realität werden.

Ein paar Beispiele:

Der Smarte Kühlschrank schickt eine Bestellung direkt an Amazon, womit es verbunden ist und ohne dass Du etwas tun musst, steht die Ware binnen 2 Stunden vor Deiner Tür. Alles ist bezahlt. Du musst nur noch alles in den Kühlschrank packen; außer natürlich Du hast einen Roboter daheim, der ebenfalls „Smart“ ist und das alles automatisch für Dich erledigt.

Wozu sich noch mit dem Taxifahrer ärgern, wenn ein autonomes Fahrzeug problemlos vor der Tür stehen kann und das entweder per Klick auf einer App oder besser sogar, mittels Aufforderung via Voice-Technologie an Dein „Smart“-Phone.

Was hälst Du davon, wenn Du Klavierspielen lernen könntest mit „smarten“ Handschuhen?

VR-Brille auf und Du kannst ganz gediegen Deine Lieblings-Freizeitaktivität geniessen. Klingt das nicht toll?

Roboter sollen das übernehmen, was wir als Menschen nicht mehr verrichten wollen. Die dadurch gewonnene Zeit sollen wir für kreativere Tätigkeiten verwenden.

Soweit die Verkaufsargumente des Konzepts Internet der Dinge. Die Jugend zelebriert, diejenige die von Technologien wenig Ahnung haben, verstehen nicht was der ganze Hype soll und wiederum andere, machen sich echte Sorgen um die Menschheit. Ist das die richtige Richtung? Entfremden wir uns nicht noch mehr? Wo bleiben unsere ganzen Werte? Was sollen wir in einer von Robotern dominierten Welt überhaupt noch tun?

Viele ungemütliche Fragen zu denen es wenige fundierte Antworten gibt. Über die Gefahren bzw. sogenannten „red flags“ mag keiner sprechen.

Im Oktober 2017 erlebte 5G seine Europapremiere in Berlin. Vier Funkzellen von Telekom und Huawei demonstrierten live die Übertragung im neuen Standard.

Und wer legt diese Standards fest?

Die International Telecommunication Union (ITU). Es handelt sich hierbei um eine auf Informations- und Kommunikationstechnologien spezialisierte Agentur der Vereinten Nationen. Im Februar 2017 hat die ITU die Anforderungen für den neuesten Standard 5G festgelegt. Hier geht’s zum entsprechenden ITU Dokument.

Keine Zukunftstechnologie ohne Nebenwirkungen

Wir haben es verstanden: alles wird schneller und „smarter“. Was sind die unschönen Seiten dieser neuen Technologie?

Ich möchte hierbei auf zwei Punkte bzw. besser gesagt Perspektiven, eingehen. Ein Teil der Warnungen kommen von den Experten der NASA und der andere Teil von Ärzten.

#1: Warnung von NASA

In einem Bericht der Washington Post vom 23.05.2019 warnen die Leiter der NASA und der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) vor einem ernsthaften Problem. In der neuen Technologie steckt eine große Gefahr, die mit einer Naturkatastrophe zu tun hat. Der neue 5G Mobilfunkstandard könnte die technologischen Möglichkeiten der Wettervorhersage um 40 Jahre beeinträchtigen. Übersetzt heisst das, es würde uns im Notfall die Fähigkeit nehmen, z.B. tödliche Hurrikans vorauszusehen und Menschen rechtzeitig zu evakuieren.

Einfach erklärt: Eines der wichtigsten Funkfrequenzen für 5G Netzwerke, das 24-GHz-Band, liegt sehr nahe an den Frequenzen, mit denen Mikrowellensatelliten Wasserdampf beobachten und Wetterveränderungen erkennen können. Das heisst, die Schwingungszahlen könnten sich gegenseitig stören. Dies wiederum bedeutet, die Infos würden nicht rechtzeitig ankommen, um im Falle einer Naturkatastrophe, die Menschen in Sicherheit zu bringen.

Die drahtlose Industrie bestreitet dies.

#2. Warnung von Ärzten

Gefährdet 5G die Gesundheit? Immer mehr Mediziner heben die Hand und weisen darauf hin, dass die Gefahren nicht ausreichend erforscht wurden. Ein direkter Zusammenhang zwischen der Mobilfunkstrahlung und Krebserkrankungen ist zwar noch nicht nachgewiesen worden und trotzdem bezeichnet die Weltgesundheitsorganisation WHO Mobilfunkstrahlung bereits seit 2011 als „möglicherweise krebserregend“.

Das Krankheitsbild „Elektrohypersensibilität“ (EHS) wird durch Mobilfunk- und WLAN-Strahlung verursacht und betrifft insbesondere Menschen die in Gegenden wohnen, wo viel Elektrosmog herrscht. Die typischen Symptome sind Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und im Extremfall, sogar Herzrhythmusstörungen.

Jetzt sollen durch 5G die Frequenzen erhöht werden, so dass wir noch mehr mit EMF-Strahlung bombardiert werden.

Quelle: FunkWissen, YouTube

Die drahtlose Industrie besteht darauf, dass es soweit keine bekannten gesundheitlichen Schäden gibt.

Was bedeutet 5G für die Landwirtschaft?

Womit verbinden wir den Begriff 5G in der Landwirtschaft?

Mit Smart Farming natürlich.

Auch in unserer Branche soll alles vernetzt sein. Der Landwirt sitzt in irgend einem Gebäude am sog. Cockpit und überwacht ab und zu den „Flow“. Auf dem Feld wimmelt es nur so von Feldrobotern und autonomen Schleppern & Co. Satelliten übertragen die von den Geräten erstellten Bilder vom Ackerbau – in Echtzeit, versteht sich. Drohnen signalisieren ob es irgendwelche „Eindringlinge“ gibt. Im Cockpit werden die ganzen Daten im Computer zentralisiert. Auf dem Bildschirm erscheinen die Ergebnisse der analysierten Daten inkl. Lösungsempfehlungen.

Der gute Landwirt nimmt die eine oder andere Idee auf bzw. überlegt sich etwas Neues – denn nicht vergessen, wir dürfen ja kreativ sein, wenn die Roboter eh schon alles für uns tun.

Ist dieses Szenario plausibel? Wird die Landwirtschaft der Zukunft in etwa so aussehen?

Wenn man sich die Simulationen von einigen Big Playern wie z.B. John Deere anschaut, dann ist das oben dargestellte gar nicht so abwägig. Fakt ist, es wird sich auch in unserer Branche vieles, sehr vieles verändern. Wir sind vor dem „Smart“-Trend nicht immun. Die Damen und Herren die sich ganz neue und tolle Smart Cities ausgedacht haben, können uns nicht so einfach ignoriert haben.

Alle „Smart“-Initiatoren ziehen an einem Strang. Kein Industriezweig wird ausgelassen, auch Mediziner sind nicht auf der sicheren Seite. Bereits heute können Roboter Teil-OPs präziser durchführen als viele erfahrene Chirurgen.

Ob uns 5G wirklich „smarter“ machen wird, bezweifele ich an dieser Stelle. Technologie darf uns nicht dümmer machen und vor allem, nicht kontrollieren. Dieses Prinzip gilt sowohl in der Landwirtschaft als auch für alles andere im Leben.

Digitalisierung im Ackerbau

Digitalisierung im Ackerbau – Macht sich Ernüchterung breit?

Das Thema Digitalisierung hat uns in der Landwirtschaft schon längst erobert. Die Begriffe Smart Farming, Digital Farming, Precision Farming und Landwirtschaft 4.0 sind mittlerweile ein fester Bestandteil unseres Alltags geworden.

Ein sogenannter Influencer aus unserer Branche; ja, sowas haben wir auch ;), überraschte nun den einen oder anderen mit seinem ernüchternden Statement.

„Betriebe mit den höchsten Reinerträgen haben ein Minimum an Digitalisierung“, so Michael Horsch, Geschäftsführer der Horsch Maschinen GmbH, auf dem diesjährigen Farm & Food Kongress 4.0 in Berlin.

Quelle: Farm & Food 4.0 – International Congress, YouTube

Bitte beachtet hierbei folgende Differenzierung auf die M. Horsch in seinem Vortrag hingewiesen hat:

In der Tierproduktion hat Digitalisierung sehr viel gebracht, im Ackerbau hingegen sehr wenig.

Also, nicht alles gleich über einen Kamm scheren.

Ich bin selber im Ackerbau tätig und gleichzeitig ein Befürworter digitaler Anwendungen WENN diese einen Mehrwert bieten und uns in der Landwirtschaft entlasten. Alles andere ist nur ein „fancy“ Zubehör, ohne jeglichen Nutzen.

In der Landwirtschaft geht es um Effizienz- und Produktivitätssteigerung.

Es geht darum die Büro-, Papier- und Bürokratiearbeit zu minimieren, so dass wir unseren Feldern das Optimum bieten können. Digitalisierung hilft uns zwar bei der Datensammlung und Systematisierung, allerdings auch hier gibt es Einschränkungen; denn jeder Landtechnik-Anbieter liebt seine eigene Software dermassen, dass Precision Farming vom Mainstream (Massentauglichkeit) noch recht weit entfernt ist.

John Deere öffnet seine digitale Einsatzzentrale für externe Softwareanbieter

Genau das ist nötig, um Digitalisierung auch im Ackerbau voranzutreiben. Wir brauchen die Zusammenarbeit und Anbindung mehrerer Anbieter in einer Plattform.

John Deere macht einen ersten Schritt in dieser Hinsicht indem es seine digitale Einsatzzentrale für externe Softwareanbieter geöffnet hat. Unter MyJohnDeere.com lassen sich ab sofort nicht nur Daten an Maschinen senden, sondern auch Schlagkarteien und Wetterdaten einbinden, sowie Applikationskarten importieren. Das sind alles Funktionen, die ab sofort mit externen Anbietern möglich sind.

Laut Angaben von John Deere, sind fortan mehr als 20 Unternehmen aus über 29 Ländern Europas sowie Russland an der Online-Plattform von JD angebunden.

Der große Nutzen: Flexibilität und Schnelligkeit weil alles auf einem Blick.

Ein eventueller Nachteil: Datenschutz.

JD versichert alle Nutzer, dass sie die Datenkontrolle beim Austausch zwischen der Einsatzzentrale und den angebundenen externen Softwarefirmen behalten.

Digitalisierung bedeutet nicht automatisch große Investitionen

Lasst mich als erstes mit einem weit verbreitetem Irrtum aufräumen:

Man benötigt keine Millionen Euros, um sein Betrieb über Smartphones und Tablets zu verwalten.

Man braucht nicht reich sein, um sein Büro in die Cloud zu verlegen und ein paar Landmaschinen mit Nachrüstlösungen smart zu machen. Ein alter Fendt Vario kann jederzeit mit einem Beacon digitalisiert werden und schon weiß man, wo sich der alte Genosse befindet. Da muss man nicht gleich die Geldbörse zucken und tausende für ein neues Gerät ausgeben.

Übergangsweise helfen auch kostenlose Tools wie Google Drive, Trello und Slack. Sobald man ein etwas komplexeres System aufgebaut hat, sollte man alles schön verschlüsselt in einer unabhängigen Software (am besten ein Agrartool) aufbewahren.

Aber Roland, wir hauen uns durch Digitalisierung doch selbst die Beine weg. Damit ebnen wir doch den Weg frei für Roboter uns entbehrlich zu machen.

Landwirtschaft 4.0 (oder was auch immer noch für Versionen folgen werden) bedeutet nicht, dass:

  • unsere jahrzentelange Erfahrung
  • unser Gefühl für den richtigen Zeitpunkt für die Saat oder die Ernte sowie
  • unser Händchen für den Boden im Ackerbau oder für die Tiere in der Viehzucht

durch Technologie ersetzt werden.

Die Technologie ist dafür da uns zu unterstützen.

Ich muss mir immer wieder anhören wie schlecht Facebook, Instagram oder überhaupt die ganzen Smartphones sind.

Liebe Freunde, diese ganzen Apps, Softwarelösungen, Tablets, Smartphones, Computer etc. sind nichts anderes als Tools. Sie sind per se nicht schlecht und auch nicht gut. Sie sind neutral. Wir sind diejenigen die sie nutzen und jeden Tag aufs neue aktivieren.

Wir haben die Kontrolle – oder so sollte es zumindest sein. Das Gefühl der Smartphone-Abhängigkeit wird immer realer und wenn das so weitergeht, dann sind die Anonymen Alkoholiker nichts im Vergleich zur Gruppe der ‚Smartphone-Addicted‘.

Wie wir diese Tools nutzen bestimmt ob sie eine positive oder negative Auswirkung haben. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir ständig am Ball bleiben und unser digitales Know-how vertiefen, damit wir auch weiterhin das meiste aus diesen Tools herausholen.

Digitalisierung im Ackerbau – sind wir hinten dran oder recht gut dabei? Was glaubt Ihr?

Weltrekorde in der Landwirtschaft

7 seltsame Weltrekorde aus der Landwirtschaft

Je skurriler und extremer, desto besser. Wir Menschen lieben Weltrekorde und Einträge ins Guinessbuch. Egal ob jemand sich problemlos in eine kleine Schachtel reinquetschen oder eine außergewöhnliche Performance hinlegen kann, wir sind fasziniert von dem was sich manche so ausdenken.

Landwirte sind für ihre Innovationen bekannt. Bei der stetig wachsenden Weltbevölkerung, muss dem einen oder anderen gelegentlich etwas einfallen. So kommt es auch, dass wir in unserer Branche immer wieder etwas merkwürdiges erfinden bzw. entdecken und dadurch für Schlagzeilen sorgen.

Heute werfen wir einen Blick auf sieben skurrile Weltrekorde aus der Landwirtschaft.

1. Die kleinste Kuh der Welt hat 61,1 cm

Manikyam aus Kerala, Indien ist mit nur 61,1 cm von den Hufen bis zum Widerrist die kleinste lebende Kuh der Welt. Sie wiegt nur 40 kg. Macht sie das auch die leichteste Kuh der Welt? Vermutlich.

Der Besitzer NV Balakrishnan kaufte Manikyam als normalgroßes Kälbchen. Behandelt wurde das Kälbchen genauso wie alle anderen im Stall. Das Wachsen ließ jedoch auf sich warten. Und so kommt es, dass die Kuh trotz ihrer geringen Größe, keinerlei Deformationen aufweist.

Im Guinessbuch der Rekorde hält Manikyam weiterhin den Titel der kleinsten Kuh der Welt.

2. Das teuerste Schaf der Welt für stolze 231.000 Britische Pfund

Dass Leute verrückt nach exotischen Tieren sind und dafür bereit sind Unmengen an Geld zu bezahlen ist nichts Neues. Aber dass jemand bereit ist 231.000 Pfund (rund 260.00 EUR) für einen Schaf auf den Tisch zu legen, ist mehr als merkwürdig.

Diesen Betrag zahlte Farmer Jimmy Douglas für den acht Monate alten schottischen Bock mit dem Namen „Deveronvale Perfection“ und schnappte sich den Weltrekord für das teuerste Schaf. In 1989 wurde in Australien ein Schaf für 205.000 Pfund verkauft.

3. Der höchste Weizenernte-Ertrag liegt bei 16,52 Tonnen

In 2015 holten sich diesen Weltrekord gleich zwei Briten. Zuvor war der Landwirt Mike Solari aus Neuseeland der langjährige Rekordhalter des Titels „höchster Weizenernte-Ertrag“.

Am 1. September 2015 erntete Rodney Smith auf seiner Beal Farm im englischen Northumberland insgesamt 16,52 Tonnen Weizen pro Hektar und verwies seinen Landsmann Lamyman mit seinen 16,5 Tonnen auf den zweiten Platz. Die Weltrekordernte brachte er mit seinem New Holland 9070 ein.

4. Der größte Traktor der Welt heißt „Big Bud“

Laut, stark und gigantisch groß — das zeichnet den Big Bud 16-V 747 aus Havre, dem US-Bundesstaat Montana aus. Mit seinen fast 24 m breiten Pflügen ist er im Guinessbuch der Weltrekorde als „der größte Schlepper der Welt“ eingetragen.

Big Bud ist ein Einzelexemplar und wird auch heute noch von Baumwollfarmer eingesetzt. Der Gigant schluckt 1.000 Gallonen Schiffsdiesel; das sind umgerechnet 3.759 Liter. Ein fünfstelliger Betrag für einmal Volltanken. Ein teurer Spaß.

Quelle: KCCI, YouTube

5. Die meisten Quadtrac-Traktoren auf einem einzigen Feld

Mehr als 1/3 aller Quadtrac-Traktoren aus Großbritannien haben sich für einen guten Zweck auf einem einzigen Feld in Lincolnshire zusammen getroffen.

Für den Rekord kultivierten am 28. Juli 2012 insgesamt 50 Case-IH Quadtracs ein Feld in Hemswell. Helen Rainthorpe organisierte die Veranstaltung mit dem Ziel, Geld für die Krebsforschung zu sammeln.

6. Das älteste Schwein der Welt kommt aus Kanada

Ernestine wurde am 17. Juli 1991 bei Züchterin Judy Caron in Kanada geboren. Das Ehepaar Jude und Dan King haben das Schwein gekauft und für sie gesorgt. Am 11. Juli 2014 erhielt Ernestine mit fast 23 Jahren einen Eintrag in das Guinessbuch der Rekorde.

7. Die längste Mähdrescher-Reise beträgt 5.300 km; die längste Traktorreise 21.199 km

Russland ist für seine großen Weiten bekannt. Ein perfektes Land also, um neue Weltrekorde aufzustellen.

Am 12. Mai 2003 fuhren drei Yensisei Mähdrescher von Krasnoyarsk los und erreichten nach 5.300 km die Stadt Orel am 25. Juni 2003. Es gilt als die längste Mähdrescher-Reise innerhalb eines Landes.

Zwei Jahre später, am 25. April 2005 begab sich der Russe Vasilii Hazkevich auf die längste Traktoreise der Welt. Nach 21.199 km und drei Monate später, erreichte er die russische Stadt Vladimir.

Quellen: Guiness World Records, Spiegel Online, Case IH

Immer neue Weltrekorde knacken

Jedes Mal wenn ich irgendwo über Weltrekorde lese, muss ich an Roger Bannister denken. Oder besser gesagt, an den Roger Bannister Effekt.

Jahrelang hielten Sportler, Leichtathleten, Wissenschaftler und Ärzte an dem Glauben fest, dass eine Meile nicht in weniger als 4 Minuten zu laufen ist. Das Herz könnte das nicht verkraften. Die Muskeln und Knochen würden dieser enormen Belastung nicht standhalten.

Das kümmerte Roger Bannister wenig und so schaffte er es als Erster diese Glaubensbarriere zu brechen, indem er am 6. Mai 1954 eine Meile unter 4 Minuten lief. Mit dem Überschreiten dieser Grenze, schaffte er das was alle für unmöglich hielten.

Dieser Erfolg blieb nicht lange so, denn im selben Jahr liefen 37 weitere Läufer die eine Meile unter 4 Minuten. Im Jahr darauf belief sich die Zahl der Nachahmer auf über 300.

Soviel zur Stärke der mentalen Vorstellungskraft, einer unbändigen Willenskraft und dem Glauben an einem selbst.

Welche Weltrekorde beeindrucken Euch am meisten?

Feldroboter Agritechnica

Neuigkeiten: Feldroboter, Solarfolien und Freihandelsabkommen

Ich habe schon des Öfteren über autonome Landmaschinen und Traktoren geschrieben. Heute gibt’s etwas spannendes zu Feldrobotern zu berichten. Ein französisches Start-Up hat zum ersten Mal 50 Hektar Mais vollständig mit Feldroboter verarbeitet.

Die nächste Innovation kommt aus Zypern; es handelt sich hierbei um eine Solarfolie. Anschließend berichte ich über die Initiative der EU ein Freihandelsabkommen mit Australien und Neuseeland abzuschließen.

Wir starten die heutige Reise mit unseren unbemannten Landtechnik-Gefährten, den Feldrobotern.

Franzosen brechen mit ihrem Feldroboter den Rekord im autonomen Mais säen

Das französische Start-Up AgreenCulture sorgt mit seinem Projekt „Challenge Centeol 2018“ für Schlagzahlen und ganz viele Video-Views auf Twitter. Der vom Unternehmen entwickelte Feldroboter mit Raupenfahrwerk soll 50 Hektar Mais vollständig autonom bewirtschaften.

Was kann der Agrarroboter?

Der autonom fahrende Landwirtschaftsroboter kann

  • den Boden bearbeiten
  • säen und
  • den Pflanzenschutz machen (Bestandespflege)

Auf der Webseite des Unternehmens wird der Zeitplan ganz genau beschrieben.

Letztes Jahr im Oktober wurde der Boden analysiert; d.h. es erfolgten Bodenproben. Im März haben zwei Feldroboter die Bearbeitung des Ackers übernommen. Im April haben drei Roboter auf einem Schlag Mais gesäet. In diesem Monat brachte dann ein Roboter die Dünger aus.

Wenn der Mais soweit ist, dann sind drei Arbeitsgänge mit der mechanischen Unkrauthacke geplant. Damit verläuft die gesamte Prozedur autonom. Kein Mensch auf dem Feld, weit und breit. Für Landwirte mit größeren Flächen ein absoluter Produktivitäts-Booster.

In Zypern wird eine Solarfolie getestet, die gleichzeitig Strom erzeugt und vor Wasserverdunstung schützt

Wir verlassen Frankreich und lenken unseren Blick auf die kleine Insel im Süden der EU.

Es geht nach Zypern. Hier testet der Technologieriese Continental die weltweit erste schwimmende Solarfolie.

Quelle: ContiTech, YouTube

Die wichtigsten Vorteile dieser großen Solarfolie:

  • Die integrierten Photovoltaik-Module erzeugen elektrischen Strom aus Sonnenenergie.
  • Das im Reservoir gesammelte Wasser wird vor Verdunstung und Verschmutzung geschützt.

Das Wasserreservoir befindet sich in der Region Limassol, ist 6.500 qm groß und 4,5 Meter tief. Das gespeicherte Wasser kann zur Bewässerung der landwirtschaftlichen Flächen in der Region genutzt werden.

Die Firma Continental sieht als Haupteinsatzpotenziale der Solarfolie die Wasserversorgung in heißen Ländern und in der Nähe von Flughäfen.

Grünes Licht aus Brüssel: EU darf Freihandelsabkommen mit Australien und Neuseeland vereinbaren

Während sich die USA unter Präsident Donald Trump in punkto Handelspolitik isoliert, tritt die EU aufs Gaspedal und sucht nach neuen Handelspartnern am anderen Ende des Globus.

Die EU-Handelsminister haben ihr OK gegeben: Die EU-Kommission darf jetzt Freihandelsabkommen mit Australien und Neuseeland vereinbaren.

Folgende Wirtschaftsbereiche werden wohl am stärksten von dieser Markteröffnung profitieren:

  • Chemieindustrie
  • Maschinenbau
  • Lebensmittelsektor
  • Agrarsektor => der Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen wird gesondert behandelt und wird nicht vollständig liberalisiert
  • Dienstleistungen

Das Handelsvolumen zwischen EU und den beiden Ländern

Ein paar Zahlen im Überblick:

  • 47,7 Mrd. EUR Warenverkehr zwischen EU und Australien => die EU gilt als 3-wichtigster Wirtschaftspartner
  • 8,7 Mrd. EUR Warenverkehr zwischen EU und Neuseeland => die EU ist 2-wichtigster Wirtschaftspartner

Was wird importiert und exportiert?

EU-Exporte nach AUS: Fertigungsgüter

EU-Exporte nach NZ: Fertigungs- und Industriegüter

EU-Importe aus AUS: mineralische Rohstoffe, landwirtschaftliche Erzeugnisse

EU-Importe aus NZ: landwirtschaftliche Erzeugnisse

Quellen: Europäische Kommission, Spiegel

News aus unserer Branche

Zuletzt noch zwei kurze Nachrichten aus der Branche:

1. Molkereigenossenschaft Pleystein geht an Bayernland eG

Ab dem 1. Januar 2019 wird die Molkereigenossenschaft Pleystein als dritte Primärgenossenschaft ihre Milch an die Bayernland eG liefern. Die Vorstände und Aufsichtsräte haben die Zusammenarbeit formal beschlossen. Der Verbund soll die Wirtschaftlichkeit sichern.

Die Molkereigenossenschaft Pleystein besteht aus rund 175 Milcherzeugern in Nordostbayern. Die Kapazität liegt bei etwa 40 Mio. kg Milch pro Jahr.

2. Deutsch-slowenische Bienenallianz zum Weltbienentag

Am 20. Mai 2018 hat der erste Weltbienentag der Vereinten Nationen stattgefunden. Das Motto lautete „Blüht hier was? Stadt und Land gemeinsam für Bienen!“.

Im Vorfeld der großen Feier hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner eine deutsch-slowenische Allianz auf die Beine gestellt. Im Rahmen dieser Initiative wollen beide Länder die wissenschaftliche Zusammenarbeit im Imkerbereich intensivieren. Des Weiteren haben sich die beiden Minister der jeweiligen Länder zum Ziel gesetzt, bienenfreundliche Maßnahmen im Rahmen der EU-Politik noch effizienter zu fördern.

Quelle: BMEL

Innovationen in der Landwirtschaft

Egal ob Feldroboter oder neue Freihandelsabkommen wo deutsche Agrarprodukte auf dem Teller anderer Nationen landen, die Landwirtschaft hat jede Menge Neues zu bieten.

Sicherlich ist die eine oder andere Innovation oder Produktneuheit von größerer Bedeutung für die Gesamtheit, aber es zählen auch die vielen kleinen Veränderungen und Verbesserungen, die das große Ganze überhaupt möglich machen.

Wäre der neue Feldroboter etwas für Euch? Habt Ihr schon erste Erfahrungen gesammelt mit autonomen Landtechnik-Gefährten?

Pflanzenschutz und Saatgut jetzt auch Online

Pflanzenschutz und Saatgut jetzt auch Online

Spätestens seit dem Farm & Food 4.0 Kongress Ende Januar in Berlin, wissen wir, dass Amazon & Co. ihr Geschäftsmodell auch im Bereich Agrarhandel ausweiten wollen. Für Alteingesessene wie z.B. BayWa, RWZ oder Agravis eine ernstzunehmende Herausforderung. Sollte Amazon bald Pflanzenschutz und Saatgut in seinem weltweiten Onlineshop anbieten, heißt es warm anziehen für alle in der Branche.

Letzten Endes geht es doch darum, den Verbraucher – hier auch den Landwirt, dort abzuholen wo er gerade ist. Wenn immer mehr Menschen landwirtschaftliche Produkte und damit sind auch Düngemittel und Saatgut gemeint, Online kaufen möchten, dann wird es Amazon ermöglichen.

Getreu dem Motto „Your wish is my command“ oder besser bekannt als „Dein Wunsch ist mir Befehl“, dauert es sicherlich nicht mehr lange bis wir in Deutschland in punkto digitaler Landhandel etwas mehr Bewegung erleben.

Wer weiß, vielleicht dauert es nicht mehr lange bis wir mit ein paar Klicks auch einen nagelneuen Traktor nach Hause geliefert bekommen. Der mehr oder weniger „lästige“ Gang zum Händler (oft mehrere) bleibt uns dann erspart. Einfach Online mittels eines Konfigurators alle Bestandteile dazu selektieren und fertig ist die gewünschte Maschine. Mit einem Klick geht’s dann in den Warenkorb und von dort direkt in die Versandschleife. Bei Amazon z.B. sind Kreditkartendetails und Lieferadresse eh schon hinterlegt.

Ob wir komplett auf digitale Lösungen umswitchen werden, das glaube ich nicht. Zumindest nicht in den nächsten 10-20 Jahren. Bis dahin wird das sogenannte Shopping-Hybrid-Erlebnis, was in unserem Bereich soviel heißt wie Händler+ Onlineshop bestehen bleiben.

Aber es kommt Bewegung ins Spiel…

Neuer Onlineshop aus Deutschland bietet Pflanzenschutz und Saatgut an

In dem neuen Onlineshop von myAgrar haben Landwirte die Qual der Wahl. Über 500 Pflanzenschutzmittel und 250 Saatgutartikel stehen zur Auswahl. Ein Preisvergleich ist super unkompliziert. Hinzu stehen jede Menge Produktinformationen und saisonale Beratungsempfehlungen zur Verfügung.

Pyjamas anlassen, Laptop anmachen und los geht’s mit dem shoppen. Das Ganze funktioniert wie folgt…

Quelle: myAgrar, YouTube

Digitale Entwicklung in der Agrarbranche

Spätestens heute können wir auch „beruhigt“ sagen, dass der digitale Handel auch die deutsche Landwirtschaft erreicht hat.

Ja, die Inder sind tatsächlich weiter als wir. Kuhfladen-Produkte sind weiterhin der absolute Hit, sowohl auf Amazon als auch auf eBay (für alle die lieber auf second-Hand Kuhfladen setzen sind hier bestens aufgehoben).

Davon sind wir hierzulande noch weit entfernt, aber mit Pflanzenschutz und Saatgut im Onlineshop anzufangen, ist schonmal ein sehr guter Start. Und wann Amazon ins Spiel kommt ist nur eine Frage der Zeit. Da braucht sich wirklich keiner auf den Lorbeeren ausruhen, sonst sind die Gewinne schnell weg.

Ein paar Worte noch zum Farm & Food Kongress welches Anfang jeden Jahres in Berlin stattfindet.

Hauptthema ist und bleibt die digitale Entwicklung in der Agrarbranche. Experten aus Smart Farming, Automatisierung und Nachhaltigkeit diskutieren mit Vertretern von Medienunternehmen, dem DBV, BVE sowie großen Konzernen (auch aus der Agrochemie) über das, was die Branche bewegt, nämlich digitale Prozesse in der Ernährungswirtschaft, Lebensmittelsicherheit, Ernährungsansätze für einen überbevölkerten Planeten und Big Data.

Der Kongress findet in dem gleichen Zeitrahmen wie die Internationale Grüne Woche statt. Eine tolle Gelegenheit für jeden der vor Ort ist auch bei einer derartigen Podiumsdiskussion teilzunehmen.

Wie geht’s weiter mit dem digitalen Wandel?

Smart Farming erreicht die nächste Stufe. Alles wird vernetzter und ausgeklügelter.

Autonome Traktoren und Landmaschinen werden erst einmal die großen Äcker übernehmen. Bis die kleineren „Transformer“ erscheinen, ist weiterhin bücken und selber arbeiten angesagt.

Feldroboter und Drohnen werden immer smarter. Die eingebauten Kameras immer schärfer, was uns ermöglicht noch mehr und schneller unerwünschte Besucher zu erkennen und gegebenenfalls zu beseitigen.

Und nicht zu vergessen der große Deal Monsanto-Bayer… Das dies eine Auswirkung auf die Landwirtschafts-Szene haben wird, ist uns allen klar. Was die „Jungs“ vorhaben und wie das Ganze dann „live“ auf unseren Feldern umzusetzen gilt, ist eine ganz andere Story.

Zum Händler fahren oder lieber Onlineshoppen? Wo kauft Ihr demnächst Euer Pflanzenschutz und Saatgut ein?