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Heidelbeere-Blaubeere-Strauchbeere

Heidelbeere – süsser Gesundheitskick für die Fastenzeit

Es ist soweit. Die närrischen Tage sind vorbei und die Fastenzeit hat begonnen. Was kann die im Trend liegende Heidelbeere für Eure Gesundheit tun?

Dieser Frage werden wir in dieser Woche nachgehen. 

Denn für die kommenden sechs Wochen hat sich der eine oder andere unter Euch vorgenommen, sich von bestimmten Genussmitteln oder Konsumgütern zu trennen, oder sie zumindest zu meiden, weitestgehend.

Die Fastenzeit hat begonnen. Laut einer aktuellen DAK-Studie (Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK) wollen in diesem Jahr die Fasten-Fans vor allem auf Süßes verzichten: 

  1. Süßigkeiten – 62 Prozent
  2. Alkohol – 61 Prozent
  3. Fleisch – 35 Prozent
  4. Rauchen – 32 Prozent
  5. Fernsehen – 28 Prozent
  6. Handy, Computer – 21 Prozent
  7. Auto – 15 Prozent

Bevor wir schauen, wie Ihr in den nächsten Wochen Eure Gesundheit mit Hilfe der Heidelbeere pimpen könnt, zunächst noch einen Blick auf die Schlagzeilen der Woche.

AGCO endet 2017 mit Umsatzsteigerung von 20 Prozent

Im vierten Quartal 2017 konnte AGCO einen Nettoumsatz von ca. 2,5 Milliarden USD verzeichnen.

Dies entspricht, gegenüber dem vierten Quartal von 2016 einer Steigerung von 20,7 Prozent.

Rechnet man die Währungseffekte raus, betrug der Nettoumsatz für das gesamte letzte Jahr ca. 10,5 Prozent.

Nach Angaben des Unternehmens, konnte das Ergebnis zum einen auf operative Maßnahmen, wie die intensive Umsetzung von Strategien zur Kostensenkung zurückgeführt werden.

Zum anderen sorgten diverse Faktoren, etwa die abermals soliden, weltweiten Ernteergebnisse, für einen stabilen Absatzmarkt.

Auch wenn die Einkommen der Landwirte aufgrund der, im Vergleich zur Produktion relativ niedrigen Nachfrage, weiterhin unter Druck stehen, erholt sich nach jahrelang starken Marktrückgängen wieder langsam die Nachfrage nach Landmaschinen.

In Europa konnte das Unternehmen vor allem in Deutschland, Italien und Großbritannien den Absatz steigern.

Die verbesserten Bedingungen auf dem Milchmarkt als auch eine höhere Produktion von Weizen sollen auch in 2018 für eine anhaltenden Nachfrage nach AGCO – Landmaschinen sorgen. 

(Quelle: AGCO Reports Fourth Quarter Results)

Lidl verkauft Rohwurst trotz ASP

Die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Osteuropa sorgt derzeit für viel Aufregung.

Es werden Krisengipfel einberufen, um Strategien zu entwickeln, die einer Verbreitung der Pest in Deutschland vorzubeugen.

Einer der größten Risiken ist der Import von Rohwurst aus Ländern, aus denen Fälle der Afrikanische Schweinepest gemeldet wurden.

Entsprechendes Unverständnis bringt die aktuelle Angebotsaktion von Lidl mit sich. Der Discounter bietet osteuropäischen Spezialitäten an, unter anderem auch polnische Rohwurst. 

(Quelle: Lidl)

Kontinuierliches Wachstum bei Strauchbeeren

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2017 zeigen deutlich: auch im letzten Jahr ist die Anbaufläche für und die Erntemenge von Strauchbeeren weiter gestiegen. 

In 2017 wurden auf 8.900 Hektar rund 40.100 Tonnen Strauchbeeren geerntet. Gegenüber dem Jahr 2016 entspricht dies einem Wachstum von 5 Prozent bei der Fläche und von 11 Prozent bei der Erntemenge. 

Gegenüber 2012 hat sich die Anbaufläche für Strauchbeeren damit um 30 Prozent vergrößert. Knapp ein Drittel der Fläche wird ökologisch bearbeitet.

Die ökologische Produktion scheint im Trend zu liegen, denn allein im letzten Jahr nahm die ökologische Anbaufläche um 9 Prozent, die Erntemenge zudem um 16 Prozent zu. 

In Deutschland wird die Produktion von den Bundesländern Niedersachsen (2200 Hektar), Baden-Württemberg (1.600 Hektar) und Bayern (1.200 Hektar) angeführt. 

Wenn es einen Star unter den Strauchbeeren gibt, dann ist es wohl die Kulturheidelbeere. 

Mit einem Anteil von 34 Prozent an der gesamten Erntemenge steht sie unangefochten und mit großem Abstand an der Spitze.

Allein im letzten Jahr hat sich, gegenüber 2016, die Erntemenge der Kulturheidelbeere um 29 Prozent erhöht.

Es wurden in 2017 

  • 13.800 Tonnen Kulturheidelbeeren (+29 Prozent)
  • 6.900 Tonnen Rote und Weiße Johannisbeeren (-5 Prozent)
  • 6.400 Tonnen Himbeeren (+13 Prozent)
  • 5.600 Tonnen Schwarze Johannisbeeren (-17 Prozent)

geerntet. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Heidelbeeren scheinen voll im Trend zu liegen. Also kucken wir doch mal genauer hin, was die Heidelbeere so super macht. 

Heidelbeere für die Fastenzeit?

Beeren sind gesund! Und lecker. Also wohl das perfekte Essen für all diejenigen unter Euch, die die nächsten Wochen nutzen, um etwas für sich und den Körper zu tun. 

Die Heidelbeere, auch bekannt unter Namen wie Blaubeere, Schwarzbeere, Wildbeere, Besing, u.a., ist eine der Beerenwunder, die auf dem Speiseplan stehen sollten. 

Wusstest Ihr, dass es zwei Arten von Heidelbeeren gibt? 

  • Vaccinium myrtillus, Echte Heidelbeere: das Heidekrautgewächs wächst in buschigen Gehölzen und wird etwa 50 Zentimeter hoch. Ihre Farbstoffe färben den Mund und die Zähne blau.
  • Vaccinium corymbosum, Kulturheidelbeere: abstammend von der Amerikanischen Heidelbeere und anderen nordamerikanischen Arten hat die Pflanze größere Früchte, die den Mund nicht blaufärben und an bis zu 2 Meter höhen kultivierten Sträuchern wachsen.

Die Heidelbeere gehört mit zur Spitze der antioxidativen Früchte. Zudem besitzt sie viele Polyphenole, zu denen etwa Flavonoide und Phenolsäuren, gehören. 

Allein diese Stoffe sind bekannt für ihre Wirkung, etwa Herz-Kreizslauferkrankungen vorzubeugen oder das Krebsrisiko zu verringern

Die in der Heidelbeere enthaltenen Anthocyane sind entzündungshemmende Stoffe, die dem Körper beim Abbauen und Neutralisieren von freien Radikalen helfen. 

Sprich, die Beere ist eine wahre Schönheitskur: sie kann helfen, die Effekte des Alters, etwa Falten der Haut zu vermindern

Enthaltende Gerbstoffe wie Iridoide oder Phenolcarbonsäuren lassen die Heidelbeere zu einem beliebten Volksheilmittel bei Durchfall werden. 

Aber hier hört es nicht auf, ob von Entzündungen im Mundraum, Magen- und Darmgeschwüren, über die äußerliche Vernarbung von Wunden oder gar der Verbesserung des Sehens, die Wunderbeere scheint für alle die passenden Inhaltsstoffe parat zu halten. 

Ganz zu schweigen von den großen Mengen an Vitamin C, A, B, E und Beta-Carotin

(Quelle: Wikipedia, Apotheken-Umschau, Blaubeere.net, EatSmarter, Phytodoc)

Die Heidelbeere ist eine Verjüngerungskur von innen, die zudem lecker schmeckt. 

Für alle, die in den nächsten Wochen auf Süßigkeiten verzichtet, wohl der richtige Ersatz, um etwas Gutes für sich und den Körper zu tun. 

Was tut Ihr für Eure Gesundheit in den nächsten Wochen?

Agritechnica-Fendt-Landtechnik

Innovative Landtechnik auf der Agritechnica 2017

Nicht nur Hersteller von Landtechnik bereiten sich gerade auf das landwirtschaftliche Großereignis des Jahres, der Agritechnica 2017, vor.

Auch Ihr seid wohl mitten dabei, nicht nur Hotel und Anfahrt zu planen.

Denn, wenn sich vom 12. – 18. November die landwirtschaftliche Welt in Hannover trifft, ist man wohl besser vorbereitet.

Auf einer Fläche von 394.000 Quadratmeter präsentieren sich 2.900 Aussteller.

Die Agritechnica 2017 ist die weltweit größte Messe für Landtechnik. Aussteller aus 52 Länder sind vertreten.

Zudem gibt es 200 Foren und Fachtagungen, in denen relavante Themen für unsere Landwirtschaft vorgestellt und diskutiert werden, dann kann man wohl meinen, die Messe ist viel zu kurz.

Die Qual der Wahl ist groß. Aber ich weiß nicht wie es Euch geht, aber ich habe auch viel Spaß dran, in ruhigeren Minuten, meine Agritechnica-Tage zu planen.

In den letzten Wochen hab ich schon die eine oder andere Technik, die mit dem Agritechnica Innovations Award ausgezeichnet wurde, vorgestellt.

Hier kommen ein paar weitere Vorstellungen:

Innovation Award in Silver für Krone LiftCab

Krone erhielt für seinen Kabinenlift LiftCab die Silbermedialle.

LiftCab hebt per Knopfdruck den die Kabine um 70 Zentimeter in die Höhe und ist bisher die einzige Technik dieser Art auf dem Markt.

Der Kabinenlift soll die Arbeit der Landwirte beim Häckseln von Mais erleichtern:

Mais kann mittlerweile Höhen von bis zu 4 Meter erreichen. Mit herkömmlicher Technik sieht der Maschinenführer quasi immer nur eine dicke Wand aus Mais.

Mit dem Anheben der Kabine wird damit herblich die Sicht des Fahrers verbessert. Er behält den Überblick, sieht, was um ihn herum alles abläuft.

Neugierig? Dann schaut in Halle 27 beim Stand G21 vorbei.

Innovation Award in Silver für Düsen-Schaltung von Lechler

Auch Lechler konnte für eine wegweisende Innovation einen Preis einheimsen.

Das Unternehmen hat ein Elektrisches-Schließ-Ventil (ESV) entwickelt, welches das Ventil, die Verkabelung als auch den Stecker miteinander verbindet.

Das Lechler ESV ermöglicht damit eine einfache und verwechslungsfreie Montage auf Einzel- und Mehrfachdüsenträgern.

Wie funktioniert das Ventil? Geöffnet und geschlossen wird es über eine CAN-Bus-Steuerung mit geringen Schaltzeiten.

Das ESV ist mit seinen schnellen Reaktionszeiten und seiner hohen Anwendungsgenauigkeit besonderes interessant für Anwendungen in Richtung SmartFarming / Precision Farming.

Wenn die Lechler ESV für Euch interessant ist, dann schaut in Halle 08 am Stand B20 vorbei.

Pflanzenschutztechnik von Fendt auf der Agritechnica

AGCO/ Fendt baut sein Sortiment weiter aus und bietet nun auch angehängte (Rogator 300) und selbstfahrende (Rogator 600) Pflanzenschutzspritzen an.

Beide Serien wurden in Europa entwickelt und werden ab 2018 im AGCO Werk in Hohenmölsen gebaut.

Rogator 600

  • 3 Modelle: Nennvolumen von 4000, 5000 und 600o Litern
  • Arbeitsbreiten von bis zu 36 Meter
  • Zielgruppe: Großflächenbetriebe und Lohnunternehmer
  • Besondere Merkmale: Chassis-Konzept, präzise Gestängeführung sowie erweiterte Technologie- und Spurführungsangebote

Der Rogator 600 wird von AGCO Power Motoren mit 175 bis 242 PS angetrieben. Zusammen mit dem stufenlosen Antriebskonzept und der ausgeklügelten Traktionsregelung kann sich der Selbstfahrer im Einsatz behaupten.

Das Chassis-Konzept sorgt mit seiner hervorragenden, ausgewogenne Gewichtsverteilung bei einem niedrigsten Schwerpunkt für eine sehr ruhige Gestängelage.

Weiterhin zeichnet sich der Rogator 600 aus, durch:

  • vielfältige, serienmäßige Lenkungsvarianten bis hin zur Vierradlenkung bei bestem Wendekreis
  • stufenlose Anpassung der Bodenfreiheit im Feldeinsatz
  • Maximale Flexibilität mit der hydraulischen Spurbreitenanpassung bis zu 2,25 Meter
  • Breite Palette an Befüll-, Gestänge- und Düsentechnologie

Nicht nur die Einzelradaufhängung, sondern auch die neue VisionCab sorgen für ein sehr komfortables Arbeiten.

Der Rogator 600 ist serienmäßig mit einem 10,4 Zoll Varioterminal ausgestattet. Wer Fendt fährt, der wird auch hier die bekannte Bedienlogik des Unternehmens vorfinden.

Rogator 300

  • komplette Neuentwicklung
  • Nennvolumen von 3300, 4400, 5500 sowie 6600
  • Arbeitsbreiten von 24 bis 30 Metern
  • Besondere Merkmale: präzise Gestängeführung, gutes Handling, Chassiskonzept sowie hohe Einsatzsicherheit

Auch beim Rogator 300 kommt das stabile und verwindungssteife Einträger-Chassiskonzept zur Anwendung. Es wurde lediglich um eine universelle Deichsel-Lösung im vorderen Bereich ergänzt.

Der Wechsel zwischen Oben- oder Untenanhängung und die Anpassung der Technik an unterschiedliche Traktoren und Reifengrößen ist damit kein Problem.

Fendt Rogator 300 im Einsatz

Quelle: Fendt TV

Der Fendt Rogator 300 ist mit einer weit hinten angeordneten Achse eine kompakte Maschine mit einem flexiblen Schwerpunkt.

Das schlanke Chassiskonzept ermöglicht jedoch dem OptiSteer-Lenkachsenkonzept reifenabhängig Lenkwinkel von bis zu 35 Prozent und damit eine maximale Wendigkeit.

Das Modell ist zudem vollständig ISOBUS kompatible und AEF zertifiziert. Weitere Merkmale sind unter anderem:

  • Bedienung über Fendt Varioterminal ab Baureihe Fendt 500 aufwärts in ProfiPlus Ausführung
  • Optimierte OptiControl Joystick für einfache und sichere Bedienung
  • serienmäßige, elektrische Einzeldüsenschaltung mit 50 Zentimeter Teilbreiten
  • Mitführung von bis zu 900 Liter Frischwasser in zwei gewichtsoptimierten Tank

Das Fendt Rogator Konzept

Beiden Baureihen liegt das Fendt Rogator Konzept zu Grunde.

So sind die Maschinen serienmäßig mit verwindungsfreien und dennoch leichten Aluminiumgestängen ausgestattet, in denen die Düsen geschützt und einfach auswechselbar eingebaut sind. 

Die Gestängeausleger werden zu beiden Seiten, sprich links und rechts, unabhängig von bis zu fünf OptiSonic Ultraschallsensoren über die Zielflächen geführt. 

Die Gestänge reagieren sehr schnell, so dass gleichbleibende Zielflächenabstände erreicht werden. Es erfolgt zudem ein permanenter Ausgleich von horizontalen Gestängeanregungen bei gleichzeitiger Reduzierung der Belastung des Hauptrahmens.

Die ausreichende Rührleistung für den Brühekreislauf als auch die hohen Ansaugleistung für kurze Befüllzeiten werden von der hydraulisch angetriebenen, schnell reagierenden Zentrifugalpumpe (Förderleistung 785 Liter/ Minute) gewährleistet. 

Auch bei variablen Ausbringmengen können schnellste Mengenanpassungen vorgenommen werden, da ein speziell entwickelter Durchflussmengenmesser mit einem Messbereich von 5 bis 430 Liter / Minute die Information an die Elektrik weitergibt. 

Fendt Rogator 300 und 600 sind sehr ausgeklügelte Systeme, die das Spritzen von Pflanzenschutzmitteln vereinfachen. 

Ihr wollte noch mehr von Fendt? Dann besucht das Unternehmen in Halle 20 auf der Agritechnica 2017.

Worauf freut Ihr Euch am meisten auf der Agritechnica 2017?

Digitalisierung-Landtechnik-agrirouter

Digitalisierung – mit Chaos oder System

Ohne Digitalisierung der landwirtschaftlichen Prozesse ist eine produktive Landwirtschaft heutzutage nicht mehr bewältigbar.

Der Begriff Digitalisierung ist in aller Munde.

Von Software zum Betreiben von Traktoren, der Datenaustausch per Handy-App zwischen den Arbeitern, Verwaltungssoftware über externe Plattformen zum Austausch von Anbietern, Händeln und/ oder Abnehmern, die Liste digitaler Anwendungen und Anbieter ist vielfältig.

Und ergibt ein teils undurchsichtiges Netzwerk über viele Schnittstellen hinweg. Diesem Chaos will die DKE Data mit Ihrer neuesten Innovation, dem agrirouter, ein Ende bereiten. 

Bevor wir zum agrirouter von DKE Data kommen, noch ein kurzes Update zu letzter Woche:

Glyphosat – Entscheidung verschoben

Beim gemeinsamen Treffen von Vertretern der 28-EU-Staaten und der Europäischen Kommission am Donnerstag konnte keine Einigung bzgl. der zukünftigen Zulassung von Glyphosat erreicht werden.

Während Deutschland sich bisher noch nicht offiziell zu seiner Entscheidung geäußert hat, sind Frankreich, Italien, Österreich und Luxembourg wohl gegen die weitere Zulassung.

Es geht weiterhin um eine Zulassung des Pestizides für eine 10-Jahreszeitraum.

Derweil geht die Auseinandersetzung um den Vorwurf, dass das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in seiner Risikoanalyse verschleiert und von Herstellern kopiert hat, weiter.

Die Plagiatsvorwürfe der Grünen sieht das BfR als ein Angriff, um die Glaubwürdigkeit der Wissenschafter der Bundesinstitutionen zu untergraben.

So, nun aber zum agrirouter, der übrigens in Halle 15 auf der Agritechnica 2017 näher unter die Lupe genommen werden kann. 

Kein Problem bei der Digitalisierung mit dem agrirouter

Mit dem agrirouter bringt DKE Data eine internetbasierte Plattform für den Datenaustausch für Landwirte und Lohnunternehmer auf den Markt.

Die Innovation soll das Leben der Landwirte erheblich erleichtern, denn sie ermöglicht eine herstellerübergreifende Verbindung von Maschinen und Agrarsoftware.

Dafür wurde sie mit dem Silver Award der Agritechnica 2017 ausgezeichnet. 

Smart Farming, Farming 4.0, Precision Farming – Begriffe, die jeder von uns kennt und in die Zukunft unserer Höfe mehr und mehr prägen:

Highech auf dem Acker – Digitalisierung in der Landwirtschaft

Quelle: Bayerischer Rundfunk

„Die Landwirtschaft steht derzeit vor riesigen Herausforderungen: hoher Preisdruck, harte internationale Konkurrenz, weltwirtschaftliche Zwänge sowie steigende Anforderungen an die Qualität von Lebensmitteln und Umweltschutz. Eine effiziente und ressourcenschonende Bewirtschaftung ist deshalb wichtiger denn je. Dabei helfen digitale Technologien“, so Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer. 

Dem wird wohl keiner widersprechen. Digitale Technologien, ohne geht es nicht mehr. Aber Digitalisierung ist nicht einfach die Lösung.

Sie bringt auch ihre Herausforderungen mit sich, insbesondere für Höfe, die nicht über unbegrenzte Ressourcen und Kapazitäten verfügen. 

Neben der Kompatibilität der verschiedenen Softwareanwendungen sind vor allem die hohen Investitionskosten und der Datenschutz ein erhebliches Problem für mittelständische und kleinere Betriebe. 

Es gibt ganzheitliche Lösung diverser Anbieter am Markt. Aber nicht für jeden Hof eignet sich die Anbindung an und damit Abhängigkeit von einem bestimmten Anbieter. Geschweige denn die damit verbundenen Kosten eines proprietären Systems.

Was kann der agrirouter?

Der agrirouter kann gerade mittelständische und kleinere Betriebe unterstützen: 

  • Herstellerübergreifende Plattform ermöglicht vereinfachten Datenaustausch, d.h. vereinfachte Betriebsprozesse, weniger Verwaltungsaufwand und gesteigerte Wirtschaftlichkeit
  • Vollständige Datenkontrolle durch persönliche Zusammenstellung des agrirouters, d.h. der Landwirt legt die Regeln fest und bestimmt, wer mit wem welche Daten und in welchem Umfang austauscht. 
  • Optimierung gesamter Produktionsprozesse, d.h. vom Beginn bis hin zur Lieferung des fertigen Produktes an die Abnehmer können Effizienz, energetischer und arbeitswirtschaftlicher Aufwand sowie die Nutzung der Betriebsmittel optimiert werden
  • Automisierung von Transfers mit jederzeit flexibler Anpassung vereinfachen Abläufe bei der täglichen Arbeit
  • Datenschutz durch  Transfer über schnelle Netzwerke nach mindestens den aktuellen Datenschutzrichtlinien
  • Datenhoheit bleibt beim Nutzer, das der agrirouter nur Daten transferiert aber nicht dauerhaft speichert
  • Flexibler Einsatz, da der agrirouter über jedes internetfähige Gerät erfolgen kann und die Anbindung an die eigenen Maschinen über Kommunikationseinheiten erfolgt, die auch nachgerüstet werden können

Preisgünstig und unabhängig

Wenn man den agrirouter mit zwei Worten beschreiben kann, dann wohl mit „preisgünstig“ und „unabhängig“. 

Preisgünstig

Die DKE-Data GmbH & Co. KG arbeitet als Non-Profit Unternehmen. Die Registrierung ist kostenfrei. Die Nutzungsgebühr wird vom jeweiligen Agrarsoftware-Anbieter in Rechnung gestellt.

Ansonsten fallen noch Gebühren beim Mobilfunkanbieter für die Internetnutzung an. Die geringen Nutzungsgebühren werden vor allem für mittelständische und kleine Unternehmen ein große Erleichterung sein. 

Unabhängig

Die Software, die von SAP entwickelt wurde, wird von vielen namenhaften Agrartechnik-Herstellern unterstützt

AGCO, Amazone, Deutz-Fahr, Grimme, Horsch, Krone, Kuhn, Lemken, Pöttinger und Rauch haben sich in einem Konsortium zusammengeschlossen, um einen herstellerunabhängigen und damit diskriminierungsfreien Datenaustausch zu ermöglichen. 

Mit SAP ist der sichere Betrieb und die internationale Nutzung sichergestellt. Zudem ist das System offen für weitere Marktteilnehmer wie etwa Herstellern von Landtechnik oder Händlern.

Der Ansatz des agrirouters wurde von den Herstellern verfolgt, weil digitale Landwirtschaft wohl nur mit einem gemeinsamen, herstellerunabhängigen Plattform funktionieren kann. 

Wird die fortschreitende Digitalisierung eine zunehmende Zusammenarbeit von Anbietern und Vereinheitlichung von Systemen führen?

Glyphosat-herbizid-pestizid

Landwirtschaft: Ja für Glyphosat, Nein für John Deere

Ende 2017 wär sie ausgelaufen, die Zulassung für Glyphosat. Während Umweltverbände ein EU-weites Verbot fordern, da das Mittel unter anderem krebserregend ist, kam ein Gutachten der Europäischen Chemikalienagentur zu einem anderen Ergebnis.

Der Ausschuss für Risikobewertung in der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) hat die Ergebnisse bereits existierender Studien ausgewertet, also keine eigenen Test durchgeführt.

Außer schweren Augenschädigungen und dass es giftig für das Wasser-Ökosystem ist, soll das Mittel demnach ungefährlich sein.

Es bestehe demnach kein Krebsrisiko, wie es unter anderem von der Internationalen Krebsforschung kommuniziert wurde.

10 weitere Jahre für Glyphosat

Über die Gefährlichkeit des Mittels wird es wohl weiterhin kontroverse Aussagen geben.

Im Jahr 2015 wurde das Mittel von der Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation WHO als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft.

Im Jahr darauf attestierte sie jedoch das genaue Gegenteil, dass das Pestizid keinerlei Risiko für Krebs birgt. Es denke sich jeder seinen Teil.

Die EU-Kommission muss aber in diesem Jahr über die weitere Zulassung entscheiden. Die Aussage der ECHA ist hierfür die Grundlage.

Und die Wissenschaftler der Agentur bescheinigen Glyphosat die Ungefährlichkeit.

EU-Verbraucherkommissar Vytenis Andriukaitis legte nun auch den langerwarteten Vorschlag vor.

Demnach soll die Zulassung für das Pestizid um weitere 10 Jahre verlängert werden, während das Netzmittel Tallowamin weiterhin verboten ist.

Ein Verbot soll es für den Einsatz von Glyphosat vor der Ernte und in öffentlichen Parks und Spielplätzen geben.

Im Juni wird über den Vorschlag von dem Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel (PAFF) entschieden.

Nur wenn die EU-Staaten mit einer qualifizierten Mehrheit dem Vorschlag nicht zustimmen, wird dieser nochmals überarbeitet werden müssen.

Eine Verlängerung wär bis zu 15 Jahre möglich gewesen. Auf welchen Verlängerungszeitraum der Ausschuss sich letztendlich einigt, bleibt noch abzuwarten.

Es könnte hierbei zu Kompromissen kommen, um die eine oder andere Stimme eines Mitgliedsstaates noch zu erhalten.

EU-Agrarkommissar Phil Hogan äusserte sich positiv zu dem Vorschlag und begrüsst, dass Glyphosat nun weiterhin in der Landwirtschaft eingesetzt werden kann.

Bei John Deere ist man hingegen derzeit alles andere als glücklich.

Übernahme von Monsanto-Sparte durch John Deere geplatzt

Der Landmaschinenhersteller wird das „Pecision Planting LLC equipment“ – Geschäft von Monsanto nicht übernehmen.

Monsanto hat sich von den seit 2015 laufenden Verhandlungen zurückgezogen.

Im August letzten Jahres leitet bereits das US-Justizministerium rechtliche Schritte gegen die Übernahme ein. Es argumentierte, dass die Akquisition dem Wettbewerb schaden würde.

Die Übernahme der Sparte durch John Deere hätte dazu geführt, dass die Verwendung von schneller und präziser Pflanztechnologien den Landwirten teuer zu stehen kommt.

John May, Präsident der Abteilung Agricultural Solutions bei John Deere, äusserte sich, dass John Deere „tief enttäuscht über dieses Ergebnis ist“.

John Deere und Monsanto hatten sich darauf vorbereitet, in diesem Jahr ihren Fall nochmals vorzutragen, um die Genehmigung für die Übernahme zu erhalten.

„Mit der Chance dies zum Abschluß zu bringen, glauben wir, es war klar ersichtlich, dass die Hürde der Transaktion auf eine falsche Einschätzung des Marktes beruhte.“ John May

Monsanto bestätigte unterdessen, dass seine Tochtergesellschaft Climate Corp. weiterhin an dem Verkauf des Geschäftsfeldes mit präzisen Pflanztechnologien interessiert ist. Das Unternehmen möchte sich ausschließlich auf seine digitale Landwirtschaftsplattform fokussieren.

Es werden derzeit Gespräche mit anderen potentiellen Käufern geführt.

Das Precision Planting Equipement Geschäft wurde im Jahr 2012 für 210 Millionen Dollar von Monsanto erworben.

Mit der gescheiterten Akquisition ist auch die digitale Kooperationsvereinbarung hinfällig.

Kunden von John Deere, die die Climate FieldView-Plattform und John Deeres Wireless-Data-Server-Technologie zur Datenübertragung nutzen, sind hiervon aber nicht betroffen.

Aber schauen wir doch zum Schluss noch aufs Feld. Derzeit steht bei Zuckerrüben die zweiten oder dritten Nachlaufbehandlungen an.

Bekämpfung von Unkräutern bei Zuckerrüben

Der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ) erwartet eine rasche Entwicklung der Rüben aufgrund des wüchsigen Wetters.

Die Rüben befinden sich auf den Großteil der Flächen in einem guten und stabilen Zustand.

Die Unkrautsituation variiert von Feld zu Feld sehr stark, aber es ist nun die Zeit, auf eine sichere Bekämpfung der Unkräuter zu achten.

Unkrautbekämpfung bei Zuckerrüben

Quelle: Housi Bracher

Nachlaufbehandlungen haben sich als effektive und kostengünstige Unkrautkontrolle bewährt.

Folgende Herbizide empfiehlt der LIZ 

  • Gänsefuß und Melde im Laubblatt: Metamitron, blattaktive PMP-Produkte und Öl
  • Große und/oder schwere bekämpfbare Unkräuter: blattaktiv Debut einsetzen
  • Spezielle Unkräuter im Laubblatt: Chlopyralid (Lontrel/Vivendi) zusetzen
  • Verhindern des erneuten Auslaufens: Spectrum aufgrund seiner versiegelnden Wirkungen; Additivwirkung des Mittels bei Mischungen beachten
  • Starker Grasdruck: separate Behandlung vor der dritten Nachlaufbehandlung

Mittelkombinationen aus Blatt- und Bodenherbiziden erzielen nicht nur witterungsunabhängig gute Wirkungen, sie erlauben auch Wirkungslücken zu erschließen, so dass verschiedene Unkrautarten wirkungsvoll bekämpft werden.

Stellt sich abschließend die Frage, wie es um Eure Meinung zum Glyphosatvorschlag und der gescheiterten Fusion steht. Begrüßt Ihr diese oder bedauert Ihr eher das Ergebnis? Warum?

Agrarwelt: Fendt 724 auf Agritechnica 2013 (c) Agrarbetrieb.com

Neues aus der Agrarwelt: Friedrich, Fendt, John Deere

In den letzten Tagen gab es erneut ganz viele spannende Ereignisse in unserer beliebten Agrarwelt. Der Agrarminister Hans-Peter Friedrich hat seinen Rücktritt erklärt, der Landmaschinenhersteller John Deere wurde zu den besten Arbeitgebern Deutschlands gewählt und Fendt erhielt zwei Goldmedaillen auf der Polagra-Premiery in Posen (Polen).

Über den Edathy-Fall wird bereits in den Medien ganz heiss diskutiert und debattiert, deshalb werde ich dieses Thema auch weiterhin den Nachrichtenbetreibern überlassen. Wer hier wen verraten hat, das sollen die Politiker unter sich ausmachen und uns entsprechend informieren. Die ersten Konsequenzen sind jedoch eindeutig: der CSU-Agrarminister Hans-Peter Friedrich ist vor wenigen Tagen zurück getreten.

Zum Glück gibt es aus der Agrarwelt auch viel Positives zu berichten. In dem heutigen Beitrag geht es um zwei Vorreiter aus dem Bereich der Landtechnik, u.z. den Weltmarktführer John Deere und dem Erntemaschinenspezialist Fendt.

Top-Arbeitgeber John Deere Deutschland – Ein Rising Star aus der deutschen Agrarwelt

John Deere gehört derzeit zu den beliebtesten Arbeitgebern Deutschlands. Bei der bundesweiten Studie „Bester Arbeitgeber Award“ des Magazins FOCUS in Zusammenarbeit mit dem Karriere-Netzwerk Xing belegte John Deere Deutschland Rang 34 unter den insgesamt 800 Sieger-Unternehmen aus 22 Branchen.

In der Kategorie „Automobil- und Zulieferunternehmen“ platzierte sich John Deere auf Rang 7, unmittelbar hinter den großen deutschen Automobilherstellern Audi, BMW, Porsche, VW , Daimler und ZF Friedrichtshafen.

In der Kategorie „Schiffs-, Flugzeug-, sonstiger Fahrzeugbau und Raumfahrt“ belegte John Deere Deutschland Rang 3 hinter Airbus und Astrium.

DEIN GESCHENK VON AGRARBETRIEB: Startpaket für innovative Landwirte

Laut FOCUS wurden fast 20.000 Mitarbeiter aus allen Hierarchie- (vom Azubi bis zum Manager) und Altersstufen zu ihrem Unternehmen befragt. Die aufwendige Studie wurde durch mehr als 23.000 Bewertungen der Plattform Kununu ergänzt.

„Die Einreihung unseres Unternehmens unter die Top- Arbeitgeber in Deutschland spornt uns an, den bisher eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu verfolgen“, so Personaldirektor Ingolf Prüfer von der europäischen John Deere Bereichsleitung in Mannheim. „Ganz oben auf der Agenda stehen dabei neben der Reduzierung von individuellen Arbeitsspitzen weitere Verbesserungen im Bereich der ‚Vereinbarkeit von Beruf und Familie‘: dabei denken wir als Arbeitgeber heute sowohl an junge Familien als  auch an die Betreuung pflegebedürftiger Familienmitglieder“. [Quelle: Pressemitteilung John Deere]

Fendt gewinnt zwei Goldmedaillen in Polen

Alle 2 Jahre findet in Posen die wichtigste Indoor-Messe Polens statt. Auf mehr als 50.000 qm präsentierten vom 30.01. – 02.02.2014 auf der Polagra-Premiery über 360 Aussteller ihre bunten Produktpaletten, von Traktoren bis hin zu Mähdreschern und Ballenpressen.

Die Agrarwelt auf der Polagra-Premiery 2014: Eindrücke vom Fendt-Stand

Ähnlich wie auf der Agritechnica zählt die Vergabe der Goldmedaillen (Polagra-Goldmedaillen) für besonders innovative Produkte zu den Highlights der Messe. Maximal 30 Goldmedaillen werden vergeben. Die Teilnehmerzahl liegt meistens über 500.

Die Marke Fendt durfte gleich zweimal punkten. Für die beiden Neuheiten Fendt Hybridmähdrescher 9490X und der Baureihe Fendt 800 Vario mit der Abgasstufe 4 / Tier 4 Final gab es gleich Goldmedaillen im Doppelpack.

Agrarwelt: Fendt 724 auf Agritechnica 2013 (c) Agrarbetrieb.com

Agrarwelt: Fendt 724 auf Agritechnica 2013
(c) Agrarbetrieb.com

„Entscheidend ist, was für unsere Kunden während der Arbeit und am Ende der Einsatzzeit im Geldbeutel bleibt“, so Wolfgang Möhrer, Brand Business Manager für Fendt in Polen. „Die Entscheidung für innovative Technik macht sich gerade am Ende bezahlt. Dann nämlich wenn der geringe Kraftstoffverbrauch und die Effizienz im Feld die Gesamtkosten senken. Das ist der entscheidende Faktor und deshalb setzen immer mehr Kunden in Polen auf unsere Maschinen aus Marktoberdorf. Der Komfort und Fahrspaß macht das Gesamtpaket komplett und unsere Kunden in höchstem Maß zufrieden – auch deshalb, weil Service und Kundenbetreuung von unserem Partner Korbanek an erster Stelle steht.“ [Quelle: Pressemitteilung Fendt]

Ähnlich wie auf der Agritechnica 2013, ging es auch bei der Landtechnik-Messe in Polen um ganz viel Elektronik und High-Tech Ausstattung.

Welchen Effekt wird die zunehmende Digitalisierung auf unsere Agrarwelt haben? Was halten Sie vom Einsatz der Flugdrohnen in der Landwirtschaft? Ich freue mich auf Ihr Kommentar.