Beiträge

Wenn Roboter Hobbylandwirte unterstuetzen

Wenn Roboter Hobbylandwirte unterstützen

Für den Hobbygärtner gibt es den Mähroboter. Hobbylandwirte hingegen geniessen eine immer größere und vielfältigere Auswahl an Roboter die einem bei der Bepflanzung, beim Giessen und sogar bei der Ernte behilflich sein können. Alles web-basiert versteht sich.

Smart Farming, Digitale Landwirtschaft, Robotisierung… alles Schlagwörter die mehr und mehr Präsenz in unser Alltagsleben finden. Jene die tagein tagaus mit Landwirtschaft zu tun haben, wissen, dass wir verstärkt in diese Richtung gehen.

Technologien sind Teil unseres Lebens geworden. Ohne Smartphone geht keiner mehr auf sein Ackerfeld. Tablets sind ein fester Bestandteil eines modernen Schleppers, GPS und Apps helfen uns besser zu navigieren.

Wie konnten denn unsere Vorfahren Landwirtschaft ohne High-Tech betreiben?

Für viele Junglandwirte absolut unvorstellbar.

Hobbylandwirte waren immer aus und vor. Sich auf ein kleines Beet auszutoben, rumexperimentieren und Neues austesten, war schon immer eine Stärke dieser Community. Kein Wunder, dass der Einzug der Farmroboter hier eher passierte als bei uns ‚Hardcore-Landwirten‘ die mit mehreren Hektar zu kämpfen haben. Wenn in einem Beet etwas schief geht, keine große Sache. Wenn bei uns auf dem Feld etwas schief geht, dann hat das böse Konsequenzen insb. finanzieller Art. Ackerböden und Artenvielfalt sind unsere Lebensgrundlage.

Was kann denn so ein moderner ‚Farming robot‘ oder Landwirtschaftsroboter denn wirklich? Wie erfolgt die Steuerung?

Quelle: Mashable Deals, YouTube

Lässt sich dieses Konzept auch auf die „echte“ betriebliche Landwirtschaft übertragen?

Was ich am interessantesten an diesem Open-Source-FarmBot finde, ist die Präzision und Einsatzvielfalt dieser Maschine. Obwohl wir in dem Videobeitrag die Anwendung an einem kleinen rechteckigen Beet gesehen haben, kann ich mir gut vorstellen, dass dies u.a. auch auf runden Großflächen umsetzbar wäre. Dabei fallen mir die großen Ackerfelder in Kalifornien, USA ein — hier hatte ich unlängst einen spannenden Film gesehen, wo Feldroboter mit Hilfe erneuerbarer Energien zum Einsatz kommen.

Drag and Drop Farming für Hobbylandwirte

Die Idee zur Entwicklung des FarmBots entstand während einer Vorlesung. Der US-amerikanische Student Rory Anderson schrieb nach seinem Abschluss ein Whitepaper, um seine Ideen zusammen zu tragen. Binnen weniger Tagen gewann er die Aufmerksamkeit von Softwareentwicklern, Maschinenbauingenieuren und Open-Source-Enthusiasten. Es folgte eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne, die über eine Million Dollar einsammelte. Anfang 2017 wurde der FarmBot Genesis veröffentlicht.

Im Grunde genommen handelt es sich bei den FarmBots um „riesige 3D-Drucker, aber anstatt Kunststoff zu extrudieren, sind ihre Werkzeuge Saatgutinjektoren, Bewässerungsdüsen, Sensoren und mehr“, so Aronson. [Quelle: Fair Companies]

Was macht den FarmBot so besonders und einzigartig?

JEDER kann seine eigenen FarmBots drucken.

Alle technischen Daten sind kostenlos und Open Source. Die Hardware ändert sich nicht; die Software hingegen kann permanent aktualisiert werden.

Übersetzt heisst das folgendes:

Wer heute ein FarmBot-Kit kauft, kann seine Software per Knopfdruck selbst aktualisieren.

Wie funktioniert der FarmBot?

Hobbylandwirte können fortan ihren Garten jederzeit und von überall aus verwalten. Einfach die FarmBot-App downloaden und los geht’s.

  • Graphische Gestaltung der Farm: Pflanzen werden per ‚drag and drop‘ in die Karte reingezogen und abgelegt. Somit ist die gesamte Vegetationsperiode in kürzester Zeit geplant.
  • Manuelle Steuerelemente: Werkzeuge und Peripheriegeräte werden in Echtzeit bedient. Hierbei kann auch das Licht für eine evtl. nächtliche Ernte eingeschaltet werden.
  • Spasskomponente: Erstelle Bilder von deinem Gemüsebeet und zeige Freunden was du drauf hast 😉

Was kostet der Spass?

Hobbylandwirte die keine Lust auf „Ikea-Style“-Selbstarbeit haben, können jederzeit ein All-Inclusive-Kit kaufen. Derzeit werden im FarmBot-Shop zwei Varianten bzw. Generationen angeboten: Genesis und Express.

Der Preis für den FarmBot Express v1.0 liegt bei 1.995 US-Dollar. Die teuerste Variante liegt bei rund 6.000 US-Dollar; es handelt sich hierbei um den FarmBot Genesis MAX v1.5.

Weiterführende Infos und entsprechende Videobeiträge findet Ihr auf farm.bot.

To Have or Not To Have?

Kennt Ihr jemanden der einen FarmBot hat? Vielleicht habt Ihr ja sowas im Betrieb. Wie lauten Eure Erfahrungen damit? Wäre das was für die Kollegen die Urban Farming in einer etwas größeren und ausgefalleneren Art und Weise betreiben?

Wir brauchen mehr Bewusstsein für unsere Lebensmittel und für die Landwirtschaft insgesamt. Daher finde ich solche Initiativen, auch wenn sie teils technisch ‚übertrieben‘ sind, eine gute Sache. Hauptsache wir respektieren die Natur und versuchen diese mit unserer technologischen Evolution nicht ganz zu zerstören.

Frage an Euch Hobbylandwirte: Wie können wir Euch bei der Arbeit unterstützen? Wo seht Ihr Synergien und was können wir verbessern?

Foto: wiselywoven / Pixabay.com

Auswirkungen von 5G auf die Landwirtschaft

Die Auswirkungen von 5G auf die Landwirtschaft

Mit dem weltweiten Chaos ist auch der große Roll-out von 5G zum Halt gekommen. Alles soll „connected“ werden, so die Versprechungen der Big Tech Unternehmen. Kommunikation in Echtzeit und das nicht nur unter Menschen, sondern auch zwischen Mensch und Maschine. Die NASA weist auf Probleme hin und Ärzte warnen vor Gesundheitsschäden.

Schnellere Smartphones, Tablets und Computer und gleichzeitig auch ein schnelleres Internet – das wollen immer mehr Menschen. Die Wenigsten verstehen was hinter diesen Technologien steckt und noch weniger befassen sich mit den möglichen Nebenwirkungen. Das was uns die Telekommunikationsunternehmen erzählen, wird für bare Münze genommen.

Das Stichwort für 5G heißt „Millimeter-Wave-Technology“. Dafür benötigt man jede Menge Wireless-Kanäle die Datenmengen von künftig 10 Gigabit pro Sekunde (also in Echtzeit) übertragen sollen. Die Latentzeit soll eine Millisekunde betragen, was der Reaktionszeit unserer Nervenzellen entspricht.

So wird uns 5G verkauft

Bei 5G geht es um viel mehr als nur Geschwindigkeit. Es geht um sogenannte Internet of Things (IoT) Lösungen, die quasi eine zunehmende Vernetzung aller möglichen Geräte ermöglichen. Das Wort „Smart“ steht im Zentrum dieser Entwicklung. Smart Homes, Smart Stadiums oder Smart Streets – das was wir früher in Science-Fiction-Filmen gesehen haben, soll bald Realität werden.

Ein paar Beispiele:

Der Smarte Kühlschrank schickt eine Bestellung direkt an Amazon, womit es verbunden ist und ohne dass Du etwas tun musst, steht die Ware binnen 2 Stunden vor Deiner Tür. Alles ist bezahlt. Du musst nur noch alles in den Kühlschrank packen; außer natürlich Du hast einen Roboter daheim, der ebenfalls „Smart“ ist und das alles automatisch für Dich erledigt.

Wozu sich noch mit dem Taxifahrer ärgern, wenn ein autonomes Fahrzeug problemlos vor der Tür stehen kann und das entweder per Klick auf einer App oder besser sogar, mittels Aufforderung via Voice-Technologie an Dein „Smart“-Phone.

Was hälst Du davon, wenn Du Klavierspielen lernen könntest mit „smarten“ Handschuhen?

VR-Brille auf und Du kannst ganz gediegen Deine Lieblings-Freizeitaktivität geniessen. Klingt das nicht toll?

Roboter sollen das übernehmen, was wir als Menschen nicht mehr verrichten wollen. Die dadurch gewonnene Zeit sollen wir für kreativere Tätigkeiten verwenden.

Soweit die Verkaufsargumente des Konzepts Internet der Dinge. Die Jugend zelebriert, diejenige die von Technologien wenig Ahnung haben, verstehen nicht was der ganze Hype soll und wiederum andere, machen sich echte Sorgen um die Menschheit. Ist das die richtige Richtung? Entfremden wir uns nicht noch mehr? Wo bleiben unsere ganzen Werte? Was sollen wir in einer von Robotern dominierten Welt überhaupt noch tun?

Viele ungemütliche Fragen zu denen es wenige fundierte Antworten gibt. Über die Gefahren bzw. sogenannten „red flags“ mag keiner sprechen.

Im Oktober 2017 erlebte 5G seine Europapremiere in Berlin. Vier Funkzellen von Telekom und Huawei demonstrierten live die Übertragung im neuen Standard.

Und wer legt diese Standards fest?

Die International Telecommunication Union (ITU). Es handelt sich hierbei um eine auf Informations- und Kommunikationstechnologien spezialisierte Agentur der Vereinten Nationen. Im Februar 2017 hat die ITU die Anforderungen für den neuesten Standard 5G festgelegt. Hier geht’s zum entsprechenden ITU Dokument.

Keine Zukunftstechnologie ohne Nebenwirkungen

Wir haben es verstanden: alles wird schneller und „smarter“. Was sind die unschönen Seiten dieser neuen Technologie?

Ich möchte hierbei auf zwei Punkte bzw. besser gesagt Perspektiven, eingehen. Ein Teil der Warnungen kommen von den Experten der NASA und der andere Teil von Ärzten.

#1: Warnung von NASA

In einem Bericht der Washington Post vom 23.05.2019 warnen die Leiter der NASA und der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) vor einem ernsthaften Problem. In der neuen Technologie steckt eine große Gefahr, die mit einer Naturkatastrophe zu tun hat. Der neue 5G Mobilfunkstandard könnte die technologischen Möglichkeiten der Wettervorhersage um 40 Jahre beeinträchtigen. Übersetzt heisst das, es würde uns im Notfall die Fähigkeit nehmen, z.B. tödliche Hurrikans vorauszusehen und Menschen rechtzeitig zu evakuieren.

Einfach erklärt: Eines der wichtigsten Funkfrequenzen für 5G Netzwerke, das 24-GHz-Band, liegt sehr nahe an den Frequenzen, mit denen Mikrowellensatelliten Wasserdampf beobachten und Wetterveränderungen erkennen können. Das heisst, die Schwingungszahlen könnten sich gegenseitig stören. Dies wiederum bedeutet, die Infos würden nicht rechtzeitig ankommen, um im Falle einer Naturkatastrophe, die Menschen in Sicherheit zu bringen.

Die drahtlose Industrie bestreitet dies.

#2. Warnung von Ärzten

Gefährdet 5G die Gesundheit? Immer mehr Mediziner heben die Hand und weisen darauf hin, dass die Gefahren nicht ausreichend erforscht wurden. Ein direkter Zusammenhang zwischen der Mobilfunkstrahlung und Krebserkrankungen ist zwar noch nicht nachgewiesen worden und trotzdem bezeichnet die Weltgesundheitsorganisation WHO Mobilfunkstrahlung bereits seit 2011 als „möglicherweise krebserregend“.

Das Krankheitsbild „Elektrohypersensibilität“ (EHS) wird durch Mobilfunk- und WLAN-Strahlung verursacht und betrifft insbesondere Menschen die in Gegenden wohnen, wo viel Elektrosmog herrscht. Die typischen Symptome sind Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und im Extremfall, sogar Herzrhythmusstörungen.

Jetzt sollen durch 5G die Frequenzen erhöht werden, so dass wir noch mehr mit EMF-Strahlung bombardiert werden.

Quelle: FunkWissen, YouTube

Die drahtlose Industrie besteht darauf, dass es soweit keine bekannten gesundheitlichen Schäden gibt.

Was bedeutet 5G für die Landwirtschaft?

Womit verbinden wir den Begriff 5G in der Landwirtschaft?

Mit Smart Farming natürlich.

Auch in unserer Branche soll alles vernetzt sein. Der Landwirt sitzt in irgend einem Gebäude am sog. Cockpit und überwacht ab und zu den „Flow“. Auf dem Feld wimmelt es nur so von Feldrobotern und autonomen Schleppern & Co. Satelliten übertragen die von den Geräten erstellten Bilder vom Ackerbau – in Echtzeit, versteht sich. Drohnen signalisieren ob es irgendwelche „Eindringlinge“ gibt. Im Cockpit werden die ganzen Daten im Computer zentralisiert. Auf dem Bildschirm erscheinen die Ergebnisse der analysierten Daten inkl. Lösungsempfehlungen.

Der gute Landwirt nimmt die eine oder andere Idee auf bzw. überlegt sich etwas Neues – denn nicht vergessen, wir dürfen ja kreativ sein, wenn die Roboter eh schon alles für uns tun.

Ist dieses Szenario plausibel? Wird die Landwirtschaft der Zukunft in etwa so aussehen?

Wenn man sich die Simulationen von einigen Big Playern wie z.B. John Deere anschaut, dann ist das oben dargestellte gar nicht so abwägig. Fakt ist, es wird sich auch in unserer Branche vieles, sehr vieles verändern. Wir sind vor dem „Smart“-Trend nicht immun. Die Damen und Herren die sich ganz neue und tolle Smart Cities ausgedacht haben, können uns nicht so einfach ignoriert haben.

Alle „Smart“-Initiatoren ziehen an einem Strang. Kein Industriezweig wird ausgelassen, auch Mediziner sind nicht auf der sicheren Seite. Bereits heute können Roboter Teil-OPs präziser durchführen als viele erfahrene Chirurgen.

Ob uns 5G wirklich „smarter“ machen wird, bezweifele ich an dieser Stelle. Technologie darf uns nicht dümmer machen und vor allem, nicht kontrollieren. Dieses Prinzip gilt sowohl in der Landwirtschaft als auch für alles andere im Leben.

Strukturwandel in Deutschland Agritechnica

NEWS: Neuheiten auf der Agritechnica 2019, Aldi auf Einkaufstour

Es ist wieder soweit; am Sonntag startet die Weltleitmesse für Landtechnik, Agritechnica. Hannover rechnet mit über 450.000 Besucher aus 130 Ländern. Mehr als 2.750 Aussteller aus 51 Ländern präsentieren ihre Neuheiten. In diesem Jahr gibt es eine Gold- und 39 Silbermedaillen.

Alle zwei Jahre freue ich mich auf die Agritechnica. Endlich Zeit haben sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, neue Maschinen live zu sehen und den ‚Puls der Landwirtschaft‘ fühlen. Neben Parties für junge Landwirte erwarten uns zahlreiche Veranstaltungen und interessante Forumsdiskussionen. Das alles und mehr gibt’s vom 10-16 November in Hannover.

Heute möchte ich Euch mit drei Neuheiten bekannt machen.

John Deere’s eAutoPower-Getriebe e8WD erhält Goldmedaille

JD verzichtet in seinen 8R-Großtraktoren komplett auf die Pumpe/Motor. Stattdessen werden 2 E-Maschinen als stufenloses Stellglied eingesetzt. Diese versorgen nicht nur den Fahrantrieb, sondern stellen zusätzlich bis zu 100 kW elektrische Leistung für externe Verbraucher bereit.

Es handelt sich hierbei um ein Gemeinschaftsprojekt mit der Firma Joskin aus Belgien. Die hierfür entwickelte externe E-Komponente ist eine Systemlösung für die Gülleausbringung. Zu den Vorteilen dieser Kombo zählen u.a. eine höhere Traktion, ein geringerer Schlupf und eine bessere Spurführung in Seitenhängen.

JD könnt Ihr in der Halle 13 Stand C40 besuchen.

AVR’s neuer Kartoffelroder Puma 4.0 mit Web-Anbindung

Ein selbstfahrender Kartoffelroder mit Cloud-Konnektivität – das ist der neue Puma 4.0 des belgischen Herstellers für Kartoffelerntetechnik AVR. Die durch Sensoren im Feld gewonnene Daten werden an die digitale Benutzerplattform AVR Connect gesendet. Die Plattform ist laut AVR Connect offen, d.h. die Daten können mit anderen Softwarepaketen geteilt werden.

Zu den erfassten Daten zählen u.a. Rodedauer, Wartezeiten, Position der Maschine in Echtzeit, Geofencing, Fernzugriff und Live-Überblick auf Menüs, Einstellungen und Parameter, sowie An- und Rückfahrtroute zum/vom Acker.

Das spannende an den Daten von Puma 4.0 ist folgendes: es lassen sich auch Ertragsdaten erfassen und anschließend auf Karten visualisieren. Dies ermöglicht dem Landwirt gezielter Maßnahmen zu ergreifen, um die weniger produktiven Zonen zu optimieren.

Auf der Agritechnica findet Ihr die Firma AVR in Halle 24, Stand B10.

Lemken’s selbstfahrende Feldspritze Nova 14

Ab Mitte 2020 dürfen sich Lemken-Fans auf die neue selbstfahrende Feldspritze Nova 14 freuen. Dabei steht die geräumige Kabine mit perfekter Schallisolierung im Fokus. Das Eindringen von Dämpfen wird durch den permanenten Überdruck verhindert. Optional kann auch ein 3-stufiges Luftfiltersystem der Kategorie 4 eingebaut werden.

Der Sitz ist luftgefedert. Die Bedienelemente sind ergonomisch in der Armlehne untergebracht. Die Steuerung erfolgt über das Lemken MegaSpray auf dem CCI 800 oder CCI 1200 Terminal.

Weitere Verbesserungen im Überblick:

  • automatische Gestängeführung
  • vielseitig verstellbares Fahrwerk => z.B. hydraulische Fahrwerksanhebung bis auf 1,6 m
  • teleskopierbare Achsen
  • hydraulische Spurweitenverstellung (optional)
  • Allradlenkung
  • 55 Liter fassende Einspülschleuse
  • Frischwassertank von 660 Liter
  • Tankvolumen von 4.800 und 7.200 Liter
  • Arbeitsbreiten von 24 m und 39 m
  • Adaptive Balancing Control (ABC)

Silbermedaille für Lemken’s iQblue connect

Die erwünschte Steuerung des Traktors samt Anbaugeräte ist endlich möglich. Wie? Durch iQblue connect.

Es handelt sich hierbei um ein herstellerübergreifendes, portables und nachrüstbares Modul zur Automatisierung von Gerätefunktionen auf ISOBUS-Basis. Das ganze erfolgt durch die Integration von TIM (Tractor Implement Management)-Funktionen.

Auf der Agritechnica findet Ihr die Firma AVR in Halle 11, Stand A42.

Aldi kauft erneut einen landwirtschaftlichen Großbetrieb in Ostdeutschland

Die außerlandwirtschaftlichen Investoren steigen immer häufiger in Agrargenossenschaften ein. Seit dem jüngsten Kauf läuten bei den Kollegen in Sachsen-Anhalt die Alarmglocken.

Die Aldi-Erben befinden sich auf Einkaufstour. Nach der Übernahme Anfang September des Agrarbetriebs Kayna eG (rund 2,000 Hektar laut Medienberichten) im Süden Sachsen-Anhalts hat die bekannte Familie erneut zugeschlagen. Auch bei diesem zweiten Kauf handelt es sich um Ackerflächen in Sachsen-Anhalt. Der ehemalige Präsident des Bauernverbands Klaus Kliem hat die Geithainer Landwirtschafts GmbH an den Discounter verkauft. Landwirte aus der Region befürchten Schlimmes.

Für Aufsehen und Furore sorgt die aktuelle Veröffentlichung der Arbeitsgemeinschaft für bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland (AbL) mit dem Titel „Thüringer Ex-Bauernpräsident verscherbelt Großbetrieb an Aldi“. Darin fordern die Mitglieder die Politik auf, dringend ein Gesetz zu erlassen, welches derartige Deals verhindert.

Im Hinblick auf die Agrarsubventionen ist das ebenfalls ein sehr umstrittenes Thema. Der ehemalige Besitzer und Verkäufer Klaus Kliems erhielt in 2018 für die Geithainer Landwirtschafts GmbH rund 434.670 EUR Agrarsubventionen.

In punkto Flächengröße sollten wir uns des Folgenden bewusst werden:

  • 60 Hektar Bundesschnitt für landwirtschaftliche Betriebe
  • 270 Hektar in Sachen-Anhalt
  • 2,000 Hektar groß ist der Agrarbetrieb Kayna welches als erstes auf der Einkaufsliste von Aldi war

Abschließend, hier noch der Anteil ortsfremder Investoren in Ostdeutschland:

  • 41% in Mecklenburg-Vorpommern
  • 36% in Brandenburg
  • 32% in Sachsen
  • 23% in Thüringen
  • 22% in Sachsen-Anhalt

Quellen: AbL, Mitteldeutsche Zeitung, Focus Online

Quelle: Dorf TV, YouTube

Strukturwandel – sicherlich ein ‚heißes‘ Thema auch auf der anstehenden Agritechnica

Wir befinden uns Mittem im goldenen Zeitalter großer Kapitalanlegern. Die Zinsen sind niedrig, die Kredite billig.

Großunternehmen jeglicher Branchen, von Autohausbesitzer, Möbellieferant, Baufirma, Heiztechnik-Hersteller bis hin zu Versicherungs- und Pharma-Konzern, wenden sich verstärkt dem Agrarmarkt zu. Mit billigem Geld und wenig Regeln, kann man einen Markt recht schnell leer fegen. Gesetzeslücken werden gnadenlos ausgenutzt. Sogenannte Share Deals boomen.

Da können kleine landwirtschaftliche Betriebe nur zuschauen und hoffen, dass sie selbst nicht unter die Räder des ‚Strukturwandels‘ geraten. Keine schöne Perspektive.

Es müssen striktere Gesetze eingeführt werden. Share Deals müssen eingedämmt werden. Darüber werden wir uns auf der Agritechnica (und darüber hinaus) sicherlich noch zu Genüge auseinandersetzen. Sehen wir uns in Hannover?

Digitalisierung im Ackerbau

Digitalisierung im Ackerbau – Macht sich Ernüchterung breit?

Das Thema Digitalisierung hat uns in der Landwirtschaft schon längst erobert. Die Begriffe Smart Farming, Digital Farming, Precision Farming und Landwirtschaft 4.0 sind mittlerweile ein fester Bestandteil unseres Alltags geworden.

Ein sogenannter Influencer aus unserer Branche; ja, sowas haben wir auch ;), überraschte nun den einen oder anderen mit seinem ernüchternden Statement.

„Betriebe mit den höchsten Reinerträgen haben ein Minimum an Digitalisierung“, so Michael Horsch, Geschäftsführer der Horsch Maschinen GmbH, auf dem diesjährigen Farm & Food Kongress 4.0 in Berlin.

Quelle: Farm & Food 4.0 – International Congress, YouTube

Bitte beachtet hierbei folgende Differenzierung auf die M. Horsch in seinem Vortrag hingewiesen hat:

In der Tierproduktion hat Digitalisierung sehr viel gebracht, im Ackerbau hingegen sehr wenig.

Also, nicht alles gleich über einen Kamm scheren.

Ich bin selber im Ackerbau tätig und gleichzeitig ein Befürworter digitaler Anwendungen WENN diese einen Mehrwert bieten und uns in der Landwirtschaft entlasten. Alles andere ist nur ein „fancy“ Zubehör, ohne jeglichen Nutzen.

In der Landwirtschaft geht es um Effizienz- und Produktivitätssteigerung.

Es geht darum die Büro-, Papier- und Bürokratiearbeit zu minimieren, so dass wir unseren Feldern das Optimum bieten können. Digitalisierung hilft uns zwar bei der Datensammlung und Systematisierung, allerdings auch hier gibt es Einschränkungen; denn jeder Landtechnik-Anbieter liebt seine eigene Software dermassen, dass Precision Farming vom Mainstream (Massentauglichkeit) noch recht weit entfernt ist.

John Deere öffnet seine digitale Einsatzzentrale für externe Softwareanbieter

Genau das ist nötig, um Digitalisierung auch im Ackerbau voranzutreiben. Wir brauchen die Zusammenarbeit und Anbindung mehrerer Anbieter in einer Plattform.

John Deere macht einen ersten Schritt in dieser Hinsicht indem es seine digitale Einsatzzentrale für externe Softwareanbieter geöffnet hat. Unter MyJohnDeere.com lassen sich ab sofort nicht nur Daten an Maschinen senden, sondern auch Schlagkarteien und Wetterdaten einbinden, sowie Applikationskarten importieren. Das sind alles Funktionen, die ab sofort mit externen Anbietern möglich sind.

Laut Angaben von John Deere, sind fortan mehr als 20 Unternehmen aus über 29 Ländern Europas sowie Russland an der Online-Plattform von JD angebunden.

Der große Nutzen: Flexibilität und Schnelligkeit weil alles auf einem Blick.

Ein eventueller Nachteil: Datenschutz.

JD versichert alle Nutzer, dass sie die Datenkontrolle beim Austausch zwischen der Einsatzzentrale und den angebundenen externen Softwarefirmen behalten.

Digitalisierung bedeutet nicht automatisch große Investitionen

Lasst mich als erstes mit einem weit verbreitetem Irrtum aufräumen:

Man benötigt keine Millionen Euros, um sein Betrieb über Smartphones und Tablets zu verwalten.

Man braucht nicht reich sein, um sein Büro in die Cloud zu verlegen und ein paar Landmaschinen mit Nachrüstlösungen smart zu machen. Ein alter Fendt Vario kann jederzeit mit einem Beacon digitalisiert werden und schon weiß man, wo sich der alte Genosse befindet. Da muss man nicht gleich die Geldbörse zucken und tausende für ein neues Gerät ausgeben.

Übergangsweise helfen auch kostenlose Tools wie Google Drive, Trello und Slack. Sobald man ein etwas komplexeres System aufgebaut hat, sollte man alles schön verschlüsselt in einer unabhängigen Software (am besten ein Agrartool) aufbewahren.

Aber Roland, wir hauen uns durch Digitalisierung doch selbst die Beine weg. Damit ebnen wir doch den Weg frei für Roboter uns entbehrlich zu machen.

Landwirtschaft 4.0 (oder was auch immer noch für Versionen folgen werden) bedeutet nicht, dass:

  • unsere jahrzentelange Erfahrung
  • unser Gefühl für den richtigen Zeitpunkt für die Saat oder die Ernte sowie
  • unser Händchen für den Boden im Ackerbau oder für die Tiere in der Viehzucht

durch Technologie ersetzt werden.

Die Technologie ist dafür da uns zu unterstützen.

Ich muss mir immer wieder anhören wie schlecht Facebook, Instagram oder überhaupt die ganzen Smartphones sind.

Liebe Freunde, diese ganzen Apps, Softwarelösungen, Tablets, Smartphones, Computer etc. sind nichts anderes als Tools. Sie sind per se nicht schlecht und auch nicht gut. Sie sind neutral. Wir sind diejenigen die sie nutzen und jeden Tag aufs neue aktivieren.

Wir haben die Kontrolle – oder so sollte es zumindest sein. Das Gefühl der Smartphone-Abhängigkeit wird immer realer und wenn das so weitergeht, dann sind die Anonymen Alkoholiker nichts im Vergleich zur Gruppe der ‚Smartphone-Addicted‘.

Wie wir diese Tools nutzen bestimmt ob sie eine positive oder negative Auswirkung haben. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir ständig am Ball bleiben und unser digitales Know-how vertiefen, damit wir auch weiterhin das meiste aus diesen Tools herausholen.

Digitalisierung im Ackerbau – sind wir hinten dran oder recht gut dabei? Was glaubt Ihr?

Horsch Landmaschinen auf Agritechnica

Horsch: Nach Rekordumsatz folgt Werkserweiterung

Horsch ist sicherlich der innovativste, familienbetriebene Landtechnikhersteller den wir hier in Deutschland haben. Die Kollegen aus Schwandorf überraschen die Branche nicht nur durch Technik, sondern auch durch Zahlen. Ein Rekordumsatz jagt das Nächste. Während viele Großkaliber humpeln und stolpern, geht’s bei Horsch immer weiter bergauf.

Obwohl die Firmengeschichte der Familie Horsch weit zurück geht — in 1969 übernahm der Landwirt Dankwart Horsch den Gut Sitzenhof im Schwandorfer Stadtteil Ettmannsdorf — wurde Horsch Maschinen GmbH erst in 1984 gegründet. Die Brüder Michael und Walter Horsch wollten von Anfang an mehr anbieten als ein klassischer Landmaschinenhersteller. Sie nutzen die Firma, um ihre innovativen Konzepte der Welt zu zeigen.

Was mich am allermeisten an den Schwandorfer fasziniert, ist deren erfolgreicher Mix von Innovation und Vermarktung. Jahr für Jahr strebt das Familienunternehmen Wachstum sowie Expansion an, und schafft dies in einer Branche die nicht nur extrem schwierig ist, sondern obendrauf, von vielen mit Ignoranz gestraft wird.

Bei Horsch stimmen nicht nur die Zahlen…

Zu seinem 30-jährigen Jubiläum in 2013 feierte Horsch sein bis dahin bestes Ergebnis. Der damalige Rekordumsatz lag bei 252 Mio. EUR.

In den darauffolgenden zwei Jahren sank der Umsatz und in 2016 erzielte Horsch zum ersten Mal die 300 Mio. EUR-Marke. Dann kam 2017 und das bis dato erfolgreichste Jahr mit einem Umsatz in Höhe von 356 Mio. EUR. Das sind 19% mehr als in 2016.

Eine absolute Ausnahme in der Landtechnikbranche.

Kein anderes Unternehmen wächst so schnell und ist so erfolgreich wie die Marke Horsch (laut eigenen Angaben).

Woher kommt dieses Ergebnis?

Wenn man in die Detailanalyse einsteigt, dann stellt man fest, dass jeder Unternehmenserfolg sowohl aus qualitativen als auch aus quantitativen Faktoren besteht.

Was die qualitativen bzw. Soft-Faktoren angeht, dann zeichnet sich Horsch durch folgendes aus:

  1. Die Firma stellt konsequenterweise immer den Kunden in den Mittelpunkt des Handelns.
  2. Es werden individuelle Optionen/Anpassungen der Maschinen angeboten.

Eine kraftvolle Kombi vor der große Unternehmen und Konzerne vollkommen zurückschrecken. Ein Erfolgsgarant für Horsch.

Qualitative Faktoren allein reichen nicht aus. Sie sind zwar das Sahnehäubchen auf der Torte, jedoch entfalten diese erst dann ihre Kraft, wenn die Torte stabil ist.

Werfen wir einen Blick auf die quantitativen Faktoren:

1. Die Exportquote liegt bei 80%.

  • 53% des Umsatzes kommt aus den osteuropäischen Ländern, allen voran die Ukraine
  • 20% kommt aus Westeuropa
  • 7% aus der restlichen Welt insb. China und Brasilien

2. Standorte werden ausgebaut.

  • Neue Produktionskapazitäten werden geschaffen in z.B. Ronneburg und Landau in Deutschland, Ukraine, Brasilien

3. Es wird in Mitarbeiter investiert.

  • Zur Zeit werden 1.600 Mitarbeiter weltweit beschäftigt.

Die Auftragsbücher für 2018 sind gut gefüllt, daher erwarten die Schwandorfer weiterhin einen steigenden Umsatz.

Der Stammsitz in Schwandorf wird erweitert

In den kommenden zwei Jahren soll das Standort Schwandorf um drei neue Einheiten erweitert werden. Dafür investiert das Familienbetrieb eine zweistellige Summe.

Für rund 23 Mio. EUR entstehen Logistik- und Produktionshallen, eine Lackiererei und ein Entwicklungs- und Forschungsgebäude.

BAUABESCHNITT #1 Logistik- und Produktionshallen

  • Höhe der Investitionen: 14 Mio. EUR
  • Neue Produktionshalle mit 3.600 qm
  • Neue Logistikhalle mit 4.600 qm
  • Neue Lagerfläche im Außenbereich für 4.200 qm
  • Fertigstellung: Spätsommer 2019

BAUABSCHNITT #2 Lackiererei

  • Höhe der Investitionen: 7 Mio. EUR (3 Mio. in das Gebäude plus 4 Mio. in die Lackieranlage)
  • Nach neuestem Umweltstandards: Pulververfahren => erzeugt geringe Abfälle und Emissionen

BAUABSCHNITT #3 Forschungs- und Entwicklungsgebäude

  • Höhe der Investitionen: 2 Mio. EUR
  • Aktuelle Anbau wird erweitert
  • Hierfür sind 50 neue Arbeitsplätze vorgesehen
  • Fertigstellung: Mitte 2019

Quelle: Horsch Unternehmenangaben

Neuheit: Horsch Leeb 4 AX Anhängespritze

Eine neue 4000-Liter Anhängespritze bereichert das Produktportfolio von Horsch. Es ist eine abgespeckte Version des Leeb LT positioniert im mittleren Preissegment.

Der wesentliche Unterschied zur Version Leeb LT:

Weniger technischer Schnick-Schnack aber keine Abstriche in punkto Funktionalität.

Ein paar Detailinformationen im Überblick:

  • Volumen des Kunststofftanks: 3.800 LT Brühe und 400 LT Frischwasser
  • Fördervolumen: 270 oder 400 l/min
  • Bedienzentrum: 2 mechanische Mehrweg-Hähnen für die jeweilige Steuerung der Saug- und Druckseite der Maschine
  • Einspülschleuse: 35 LT Volumen
  • Leeb Boom Control System zur optimalen Gestängeführung
  • Anhängespritze mit Gestängebreiten zwischen 18 und 30 m (in 5 bis 9 Teilbreiten unterteilt)
  • Spurweite flexibel einstellbar zwischen 1,5 und 2,25 m
  • Arbeitsgeschwindigkeit von bis zu 15km/h
  • ISOBUS fähig

Die Markteinführung ist im Frühjahr 2019 geplant.

Horsch Landmaschinen im Einsatz bei Agrarbetrieb

Ich gebe es zu: ich bin ein Horsch-Fan.

Die Maschinen zur Bodenbearbeitung finde ich absolut top und deshalb setze ich diese auch bei mir im Betrieb ein. Im nachfolgenden Video seht Ihr das 2015-er Modell Joker 6 RT.

Was ist Eure Lieblingsmarke?

Zählen die Horsch Landmaschinen dazu oder eher nicht? Wieso ja/ nein?