Beiträge

Thumbs up für Ökostrom

Thumbs Up für Ökostrom in Deutschland

In Deutschland sind wir schon soweit: in 2018 wurde zum ersten Mal genauso viel Strom aus erneuerbaren Energien geschöpft, wie aus Braun- und Steinkohle. Dabei spielte der Solarstrom eine herausragende Rolle. Der CO2-Ausstoß ist erheblich gesunken.

Ist dieser Trend nachhaltig oder nicht? Werden die Rekorderträge im Bereich Ökostrom dieses Jahr erneut getoppt?

Glaubt man der neuesten Veröffentlichung von Agora Energiewende, dann lautet die Antwort auf die obigen Fragen, „nein“. Aber eins nach dem anderen.

Folgendes sagen die Zahlen:

  • 35,2% der Stromerzeugung entfiel auf die erneuerbaren Energien Wind, Sonne und Co.
  • Den gleichen Wert erzielten die Klassiker Braun- und Steinkohle.
  • Der Ökostromanteil am Gesamtverbrauch lag bei 38,2%.
  • Stromexporte erklären die Differenz.
  • Der Rekordsommer 2018 führte zu einem starken Anstieg des Solarstroms => mehr als 3 Gigawatt Leistung durch den Ausbau von Photovoltaik
  • Der CO2-Ausst0ß sank um mehr als 50 Mio. Tonnen oder 5,7%. Die Treibhausgasemissionen in 2018 lagen damit um 32% unter dem Niveau von 1990. Deutschland hat sich als Ziel gesetzt, den Treibhausgas-Ausstoß bis 2020 um 40% zu reduzieren.
  • Die Verstromung aus Steinkohle sank auf das niedrigste Niveau => dies hat weniger mit einem Erfolg der Klimaschutzinitiativen zu tun, sondern verdankt seine Entwicklung den steigenden CO-Preisen (von 5€ in 2017 auf 15€ in 2018).
  • Bei der Verstrohmung aus Braunkohle waren die Änderungen nur marginal.

Ist der Emissionsrückgang nachhaltig?

Letztes Jahr war das Klimaschutzziel zum ersten Mal in greifbarer Nähe. Wird dieser Trend anhalten?

Schenkt man der aktuellen Veröffentlichung von Agora Energiewende glauben, dann erklärt sich der Großteil des Emissionsrückgangs wie folgt:

  • Der milde Winter und der damit verbundene niedrige Heizenergiebedarf.
  • Niedrigeres Produktionsniveau in Teilen der energieintensiven Industrien.
  • Höhere Benzin- und Dieselpreise.
  • Lagereffekte beim Heizöl.

Wo muss man ansetzen, um die Klimaschutzziele 2020 doch noch zu erreichen?

In erster Linie, muss die Nutzung von Braunkohle reduziert werden.

Zweitens, durch die Steigerung der CO2-Preise können Stromlieferanten vermehrt auf Ökostrom als Alternative zurückgreifen.

Drittens, die Bundesregierung sollte die Nutzung von Solarstrom erleichtern. So müssen die Förderdeckel für die Photovoltaik aufgehoben und mehr Flächen für die Bebauung mit Solarstrom freigegeben werden.

Wenn Ihr mehr erfahren wollt, dann steht Euch der gesamte Report zur Energiewende im Stromsektor 2018 auf der Seite von Agora kostenlos zum Download zur Verfügung.

Ökostrom – Montagetipps für alle die ein eigenes Haus besitzen

Wer lieber selber alles in die Hand nehmen will, dem hilft das nachfolgende Video sicherlich ein bischen weiter.

So einfach lassen sich Solarzellen auf einem Ziegeldach montieren…

Quelle: novotegra by BayWa r.e., YouTube

BayWa im Verkaufsrausch – jetzt ist sein größter Solarpark dran

In Südspanien, rund 20 km von Sevilla entfernt, erstreckt sich BayWa’s größter Solarpark.

„Don Rodriguez“ besteht aus 500.000 Solarmodulen, erstreckt sich auf einer Fläche von 265 Hektar und kommt auf eine Leistung von 175 Megawatt. Pro Jahr erzeugt die Anlage 300 Gigawattstunden. Davon werden rund 93.000 spanische Haushalte mit Strom versorgt.

BayWa’s bisher größtes Solarprojekt wurde im vierten Quartal 2018 an die MEAG, dem Vermögensmanager von Munich Re und ERGO verkauft.

Die MEAG ist kein Unbekannter. Die BayWa r.e. GmbH veräußerte bereits in den Jahren 2014 und 2015 mehrere Solaranlagen in Großbritannien  an die MEAG. Mit dem Verkauf des spanischen „Don Rodriguez“ fand zum dritten Mal eine Kooperation zwischen den beiden Konzernen statt.

Dem nicht genug; vor dem Hintergrund, dass Solarstrom günstiger produziert werden kann als konventioneller Strom, plant die BayWa nun weitere Solarprojekte in südlichen Ländern Europas.

Quelle: BayWa r.e. GmbH

Bessere gesetzliche Rahmenbedingungen für die Bioenergiebranche

Das Bundesrat hat ein neues Energiesammelgesetz bewilligt.

Konkret heißt das für die Bioenergiebranche und deren Anlagebetreiber folgendes:

  • Zwei Ausschreibungen pro Jahr für Biomasse (1. April und 1. November).
  • Umstellung der Güllekleinanlagenklasse von 75 kW installierter Leistung auf 75 kW Bemessungsleistung.
  • Frist für den Flexdeckel für Biomasse wird von 2 auf 16 Monate verlängert.
  • Der Deckel wird auf 1.000 MW gesenkt (vorher 750 MW).
  • Die Ausschreibungsmengen für Solar- und Windstrom steigen um insg. 4 GW in den nächsten drei Jahren.
  • Zukünftig müssen Windrädern nachts nur noch dann blinken, wenn ein Flugzeug naht.

Die Verbesserungen kommen gut an, allerdings verlangen Bioverbände weitere tiefgreifende Änderungen wie z.B. den Ausbau des Einsatzes von Rest- und Abfallstoffen.

Ob das ganze dafür genutzt wird das EEG in 2019 anzupacken und wichtige Neuerungen herbeizuführen, ist fraglich.

Quelle: Fachverband Biogas

Zuversicht zum Jahresbeginn

Klimaschutz hin oder her – es hängt wirklich viel davon ab ob Ökostrom mit den politischen Interessen einhergeht oder nicht.

Es steht viel auf dem Spiel. Profitabilität ist von großer Bedeutung und Energiekonzerne hängen am Tropfen ihrer Aktionäre. Das Ganze ist nicht so einfach wie manch einer sich vorstellt. Viele Teilnehmer und viele unterschiedliche Ziele. Interessenskonflikte sind dadurch vorprogrammiert, sowohl kurzfristig als auch langfristig.

Setzt Ihr auf Ökostrom in Eurem Betrieb? Wie hoch ist der Anteil am Gesamtstromverbrauch?

Solarstrom erneuerbare Energiesektor

Hitzesommer: Gewinner und Verlierer im erneuerbaren Energiesektor

Temperaturen die dem spanischen Hochsommer gleichen und das über mehrere Wochen hinweg — Deutschland hat es in diesem Jahr besonders heftig erwischt. Die Landwirtschaft und Viehzucht hat massiv darunter gelitten. Es wird Monate, sogar Jahre dauern bis die Nebenwirkungen des Hitzesommers 2018 beseitigt sind.

Eine andere Branche erlitt ebenfalls viele Ups und Downs. Die Rede ist vom Energiesektor, besser gesagt vom erneuerbaren Energiesektor.

Der große Gewinner: Solarstrom und damit einhergehend, die Photovoltaik-Hersteller und -Anbieter

Einer der Verlierer: Biogas

Solarstrom verzeichnet Rekorderträge

Das Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) meldete bereits im Mai einen neuen Rekord für Deutschlands Solaranlagen mit 5,93 Terawattstunden Strom. Im Juli wurde dieser Rekord erneut gebrochen. Der Wert lag bei 6,17 Terawattstunden. Die Sonne war in diesem Jahr besonders gnädig; sie schien 305 Stunden (der für den Monat Juli übliche Wert für Deutschland liegt bei 212 Stunden).

Was die PV-Einspeiseleistung angeht, so lag diese zum Monatanfang Juli bei knapp 29.100 MW. Das entspricht einer Leistung von 25 Atomkraftwerken. Und nicht vergessen: der heisse Juli ist noch gar nicht einberechnet worden.

Erneuerbare vs. Fossile Energiequellen – der Kosten-Check

Quelle: Clixoom Science & Fiction, YouTube

Der erneuerbare Energiesektor ist am boomen und Europa ist der wichtigste Absatzmarkt für Solarstrom.

Wer sind die größten Solarhersteller der Welt? Kommen diese aus Europa?

Wohl kaum.

Die Platzhirsche kommen aus China und den USA.

Die drei weltweit größten Photovoltaikanlagen befinden sich in:

  • Platz 1: China – Longyangxia Dam Solar Park, mit einer Kapazität von 850 Megawatt und bestehend aus 4 Millionen Solarmodulen
  • Platz 2: Indien – Kamuthi Solar Power Project, erreicht eine Kapazität von 648 Megawatt und besteht aus 2,5 Millionen einzelner Solarmodule
  • Platz 3: USA – Solar Star I und II, mit einer Leistung von 579 Megawatt und ca. 1,7 Millionen Solarmodulen

Die Top 10 Länder weltweit nach installierter Photovoltaikleistung im Jahr 2017 (in Gigawatt) sind:

  1. China (131,1)
  2. USA (51)
  3. Japan (49, geschätzt)
  4. Deutschland (42,4)
  5. Indien (18,3)
  6. Vereinigtes Königreich (12,7)
  7. Australien (7,2)
  8. Südkorea (5,6)
  9. Türkei (3,4)
  10. Brasilien (1,1)

Quellen: Statista, Photovoltaik.one

Solar Top, Wind Flop

Des einen Freud, des anderen Leid.

Während die Stromproduktion aus Solarenergie explodierte, sank die Wind-Stromerzeugung laut IWR im Juli diesen Jahres auf 4,4 Terawattstunden (20% weniger als im Juli 2017).

Die beiden in der Hansestadt ansässigen Windanlagenhersteller Nordex und Senvion schreiben rote Zahlen. Im ersten Halbjahr brach der Umsatz von Nordex um mehr als ein Drittel auf 957 Mio. EUR ein. Der Verlust betrug 40 Mio. EUR. Der Umsatz von Senvion brach in den ersten sechs Monaten des Jahres um fast 44% auf 466 Mio. EUR ein.

Die Auftragsflaute aus dem letzten Jahr und der große Preisdruck durch den Wechsel von festen Einspeisetarifen hin zu Auktionen machen das Business mit Windrädern weniger attraktiv.

So erwartet die Chefetage von Nordex erst ab 2020 eine Erholung in der Windenergiebranche. Bis dahin heisst es, in andere Märkte wie z.B. Türkei, Brasilien, Schweden, Frankreich, Mexiko und USA expandieren.

Biogas – ein weiterer Verlierer im erneuerbaren Energiesektor

Die Dürre hat nicht nur der Ernte einen Strich durch die Rechnung gezogen, sondern auch die Betreiber von Biogasanlagen schwer erwischt. Deshalb wendet sich Geschäftsführer Stefan Rauh vom Fachverband Biogas an die Community mit folgenden Ratschlägen:

  • Vorhandene Substratmengen strategisch einsetzen oder nach alternative Substrate suchen
  • Leistung jetzt drosseln und im Winter dann wieder hochfahren; die mit der Drosselung einhergehenden wirtschaftlichen Einbußen dürfen nicht außer Acht gelassen werden

Die Trockenheit hat deutschlandweit große Schäden angerichtet.

Die Ernteergebnisse sind katastrophal und die Versorgung der Tiere ein Fiasko. Für die teils dramatische Situation der Biogasanlagenbetreiber haben viele Tierhalter kaum Verständnis.

Eine Gruppe von Menschen kriegt vom ganzen nicht genug: die Sonnenanbeter.

Wozu wegfliegen, wenn wir es hierzulande kuschelig warm haben (für viele ist es eher ofenheiss). Aber so langsam dürfte auch der Großteil der Sonnenanbeter genug vom Hitzesommer haben. Spätestens dann, wenn die Preise in den Regalen zumindest teilweise das wiederspiegeln was wir auf den Feldern erleben, dürfte der Mehrheit das Grinsen vom vielen Sonnenbaden vergehen.

2018 gestaltet sich als ein sehr schwieriges Jahr für allen von uns in der Landwirtschaft. Einzig diejenigen die Weintrauben anbauen scheinen ein besonders gutes Jahr gehabt zu haben. Alle anderen sind eher damit beschäftigt ihre Betriebe am Laufen zu halten. Ich möchte gar nicht in den Schuhen vieler Kollegen aus der Viehzucht sein. Sie haben am meisten unter diesen Wetterbedingungen zu leiden gehabt.

Ich habe jedoch auch gute Nachrichten: meine Aroniaplantage hat mich mit besonders leckeren Aroniabeeren überrascht. Wer gerne mal einen 100% Direktsaft ohne Zuckerzusatz aus fränkischem Anbau probieren möchte, der ist bei mir richtig.

Nimmt einfach hier auf Agrarbetrieb Kontakt mit mir auf oder schreibt mir eine kurze Nachricht auf Instagram, Facebook oder Twitter. Ich freue mich auf Euer Feedback.

Photovoltaik, Biogas oder Windräder – von welchem erneuerbarem Energiesektor profitiert Ihr am meisten?

Erneuerbare Energien Solaranlagen

Neues zu Solaranlagen, Biogas und Getreidestroh

Gewinnt Ihr Strom aus Solaranlagen? Was kostet Euch der Eigenstromverbrauch? Ein kostenloser Photovoltaik-Rechner soll Abhilfe leisten.

Wir werfen anschließend einen Blick auf die Lieblings-Energiepflanze deutscher Landwirte und reisen nach Mecklenburg, um auf ein Dorf zu treffen, welches seinen Wärmebedarf größtenteils aus Getreidestroh deckt.

Kostenloser Photovoltaik-Rechner verrät Eigenstromverbrauch aus Solaranlagen

Die Kollegen von der Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume Schwäbisch Gmünd (LEL) stellen uns einen kostenlosen Photovoltaik-Rechner zur Verfügung. Damit können wir ganz bequem, von zu Hause aus, die Kosten für den Stromeigenverbrauch berechnen.

Es handelt sich hierbei um eine Excel-Tabelle, die Ihr hier downloaden könnt:

PHOTOVOLTAIK-RECHNER

Ich habe mir die Version 4.2 des PV-Eigenstromrechners vom 1.05.2018 heruntergeladen.

LEL stellt uns eine äußerst umfassende Tabelle mit mehreren Arbeitsblättern zur Verfügung. In der ‚Programmbeschreibung‘ (das erste Arbeitsblatt) wird alles ganz detailliert beschrieben. Danach geht’s in die Kalkulation.

Ganz oben in der Kalkulation wird die Art, Größe und Nutzungsdauer der PV-Anlage eingetragen. Darunter trägt man dann die Gesamtkosten der Planung und Herstellung ein. Auf Basis der eingegebenen Daten erfolgt die Wirtschaftlichkeitsberechnung sowie der Liquiditäts- und Darlehensverlauf.

Die Tabelle bietet jede Menge Hilfestellung zur Ertragsabschätzung und unterschützt die Entscheidung auch visuell, durch entsprechende Graphiken.

Ich kann Euch dieses Tool herzlichst empfehlen. Obendrauf ist es auch noch kostenlos.

Der Mais ist und bleibt die Lieblings-Energiepflanze der Landwirte

In 2017 wurden in Deutschland auf rund 2,65 Mio. Hektar nachwachsende Rohstoffe angebaut. Die größte Anbaufläche mit ca. 1,4 Mio. Hektar beanspruchten die Energiepflanzen für Biogasanlagen, so eine aktuelle Meldung der Fachagentur Nachwachsender Rohstoffe e.V. (FNR).

Aufteilung der 1,4 Mio. ha Anbaufläche:

Auf rund 2/3 dieser Fläche wurde Mais angebaut. Auf den restlichen 1/3 standen Gräser, Getreide, Rüben, Leguminosen und die Durchwachsene Silphie.

Raps, Getreide und Rüben — die deutschen Biokraftstoffhersteller bevorzugen diese heimischen Pflanzen. Die Koppelprodukte die bei der Herstellung von Biogas & Co. anfallen, werden als Futtermittel verwendet. Ergo, die Importe wie z.B. für Soja gehen dadurch zurück.

Quelle: Landwirt.com, YouTube

Ein Dorf in Mecklenburg heizt mit Getreidestroh

Solaranlagen, Windenergie, Biogas — wie kann man sonst noch seinen Wärmebedarf decken? Wir wär’s denn mit Stroh?

Das dachten sich auch die Einwohner des Dorfes Gülzow in Mecklenburg, die seit August 2013 den Großteil ihres Wärmedebedarfs aus Stroh von den benachbarten landwirtschaftlichen Flächen decken.

Ein paar Zahlen und Fakten zur Anlage:

  • 1-MW-Strohheizungsanlage betrieben von der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH
  • Strohheizkessel mit einer Wärmeleistung von 990 kW
  • Anlage benötigt Stroh von rund 125-150 ha Getreidefläche => wird von einem Landwirt aus der Region geliefert
  • Strohbedarf von ca. 500-600 ha pro Jahr => Preis für Getreidestroh liegt bei ca. 80 EUR/Tonne

Der größte Vorteil der Umstellung von Heizöl auf Stroh liegt bei der Einsparung von Treibhausgasemissionen. Diese liegen jährlich bei rund 500 Tonnen CO2 bei einem Wärmeverbrauch von 2.000 MWh/Jahr.

Quelle: FNR

Zum Schluss noch zwei aktuelle Meldungen aus unserer Branche. Das eine betrifft das Megadeal Bayer-Monsanto.

Monsanto-Deal: Geringere Einsparungen als geplant

Keiner in der Agrarchemiebranche hätte gedacht, dass es so lange dauern wird bis der Jahrhundert-Deal in trockenen Tüchern liegt. Die Kartellbehörden liessen sich jedoch Zeit.

Gespannt warten nun alle auf das ‚GO‘ des US-Justizministeriums. Dann wäre der rund 66 Milliarden schwere Kauf von Bayer endlich besiegelt.

In der Hauptversammlung der Bayer AG betonte der Vorstandsvorsitzende Werner Baumann, dass die Einsparungen geringer ausfallen würden als erwartet.

Ab 2022 sollen statt den ursprünglich geplanten 1,5 Mrd. EUR nur 1,2 Mrd. EUR jährlich zum operativen Ergebnis beitragen. Der Grund für diese Diskrepanz liegt in den strengen Auflagen der Kartellbehören. So durfte Bayer weniger Anteile an den Konkurrenten BASF verkaufen als ursprünglich geplant.

Quelle: Handelsblatt

60% der EU-Agrarförderung soll weiterhin für Direktzahlungen ausgegeben werden

Nur noch ein paar Tage bis zur offiziellen Vorstellung des Reformvorschlags seitens EU-Agrarkommissar Phil Hogan. Laut dem Entwurf soll auch nach 2020 mindestens 60% des EU-Agrarhaushalts in der Ersten Säule bleiben.

Weitere wichtige Punkte im Überblick:

  • Angleichung der Höhe der Direktzahlungen zwischen den EU-Mitgliedstaaten bis 2027
  • Nach 2027 sollen die Direktzahlungen auf mind. 90% der durchschnittlichen Zahlungen aller EU-Länder angehoben werden
  • Deutschland muss ab 2027 mit Kürzungen rechnen, da es z.Zt. überdurchschnittlich hohe Gelder pro Hektar bekommt

Quelle: Agra-Europe

Ökostrom aus Erneuerbaren Energiequellen – Welche Quellen nutzt Ihr als Landwirt? Setzt Ihr auf Photovoltaik- / Solaranlagen oder bevorzugt Ihr eine andere Quelle der Natur?

Solaranlagen kosteneffizient ertragsstark

Solaranlagen: kosteneffizient, ertragsstark und flexibel

Auf den Mix kommt es an… Kluges ’statement‘ und trotzdem wissen wir, dass Solaranlagen in punkto Kosteneffizienz, die Nase vorne haben. Und damit das Ganze schön kreativ bleibt, bietet ein Unternehmen aus Ludwigshafen sogar veganes Strom an. Dieser stammt zu 100% aus Solarenergie.

Ja, die gute alte Klimakonferenz und die vielen Gespräche zur weltweiten Drosselung des CO2-Ausstoßes nehmen kein Ende. Kein Wunder daher, dass der Markt für erneuerbare Energien boomt und damit auch der Handel mit Solaranlagen.

Die Schattenseite:

Zur Zeit laufen Ermittlungen gegen ein Nürnberger Unternehmen wegen Solarimport-Betrug.

Gleichzeitig stehen auch Betreiber von Solarparks im Visier der Zollfahnder. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie bei der Einfuhr von Solarmodulen aus China, die Antidumping- und Ausgleichszölle der EU nicht gezahlt hätten.

Die Nürnberger Firma hätte Berichten zufolge mehr als 30 Mio. EUR hinterzogen haben.

Quelle: Welt

Veganer Strom aus Solaranlagen: Was steckt dahinter?

Es gibt kaum ein Begriff bzw. Konzept was stärker polarisiert als „vegan“.

Den einen sträuben sich die Haare vor Wut, die anderen wiederum, können sich vor Begeisterung kaum noch vernünftig artikulieren. Vegan hat die Massen erreicht und Zeuge dafür sind die vielfältigen Angebote in den jeweiligen Handelsketten. Egal ob Food oder Elektronik, Vegan ist eine Lebensweise.

Nun gibt es auch veganes Strom. Die Gründer von Vegawatt sind von ihrem Konzept absolut begeistert. Die Verbraucherzentrale… weniger.

Quelle: vegawatt, YouTube

Veganes Strom – was ist denn das überhaupt?

Der vegane Strom stammt zu 100% aus Solarenergie.

Vegan, weil der Solarstrom frei von Vogelschlag (Windkraftwerke) und Fischverlusten (Wasserkraftwerke) ist.

Es gibt auch veganes Gas. Dieses besteht zu 100% aus Biogas welches aus Zuckerrübenschnitzeln erzeugt und damit frei von tierischen Rohstoffen ist.

Verbraucherzentralen sind indes alles andere als überzeugt. Sie halten den Mix Solaranlage + Windkraftwerke + Wasserkraftwerke für unverzichtbar.

Nach Udo Sieverding’s Meinung (Energieexperte von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen) ist das Angebot von Vegawatt energiewirtschaftlich fraglich.

„Es ist ein wenig Augenwischerei“, sagt Sieverding. „Einige Kunden bekommen den schönen Solarstrom, doch Strom aus anderen Quellen wird ja dennoch benötigt. Den müssen dann andere Kunden nehmen.“

Folgendes spricht für Solaranlagen

Für ein Gelingen der Energiewende ist ein Mix der verschiedenen Technologien von großer Bedeutung.

Und doch bringt die Sonne gegenüber dem Wind einen nicht zu vernachlässigenden Vorteil:

die Einspeisevergütung.

So kommt es auch, dass in der letzten Ausschreibungsrunde der Bundesnetzagentur, ausschließlich Solaranlagen die Zuschläge bekommen haben. Die Gebote für Windkraftanlagen an Land waren zu hoch.

Die Agentur erteilte 32 Zuschläge für Gebote in einem Umfang von 210 MW. Eingegangen waren 54 Gebote mit einem Volumen von 395 MW (Ausschreibungsvolumen war doppelt überzeichnet!), davon 36 für Solaranlagen und 18 für Windenergieanlagen. Eindeutiger Gewinner: die Sonne.

Die nächsten Gebotstermine finden statt wie folgt:

  • 1. Mai 2018 für Windenergie am Land und
  • 1. Juni 2018 für Solaranlagen

Quelle: Bundesnetzagentur

Subventionen für Erneuerbare Energien bald ade?

Wenn es nach Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) geht, dann müssten Ökostrom-Produzenten bald ohne staatliche Unterstützung auskommen.

Auf einer interantionalen Energiekonferenz in Berlin äußerte sich Altmaier wie folgt:

„Ich gehe davon aus, dass die erneuerbaren Energien in absehbarer Zeit, das heißt in den nächsten vier bis fünf Jahren, ihre Wettbewerbsfähigkeit vollständig erreicht haben, und dass wir dann imstande sein werden, erneuerbare Energien ohne zusätzliche Subventionen zu finanzieren.“

Fakt ist, dass z.B. die Ausbaukosten von Windkraft an Land deutlich gesunken sind.

Fakt ist, dass inzwischen mehr als ein Drittel des deutschen Stroms von erneuerbaren Energieträgern stammt.

Wie lange noch das Ganze subventioniert wird, bleibt also abzuwarten.

Weltweite Solar-Megaprojekte

Während wir uns hierzulande mit Gebote und Subventionen die Köpfe ‚zerschlagen‘, denkt die restliche Welt in ganz anderen Dimensionen.

Beispiele:

==> In Indien entsteht das weltweit größte Solar-Wind-Hybridkraftwerk mit 160 MW auf 1,000 qm Fläche. Die indische Regierung hat sich damit große Ziele gesetzt. Die Anlage soll zukünftig 3 Gigawatt erwirtschaft. Bis zum Jahr 2022 sollen 10 GW durch Solaranlagen und 8 GW durch Windkraftanlagen erzielt werden.

==> Das Königreich Saudi-Arabien plant im Rahmen des umfassenden Wirtschaftsumbaus „Vision 2030“, die weltgrößte Solaranlage (ein Solarpark) mit einer Leistung von 7,2 Gigawatt. Dies entspricht etwa sieben Atomkraftwerken. Die Investitionen liegen bei 200 Mrd. US-Dollar. Das Mega-Projekt soll 100.000 Jobs in Saudi-Arabien schaffen.

==> In Ägypten ist vor Kürze der erste Teil einer Solaranlage eröffnet worden, die bis 2019 eine Leistung von 1,86 Gigawatt erreichen soll.

==> Die den Niederlanden plant die BayWa AG in das Solargeschäft einzusteigen. Für die Errichtung einer Pipeline mit rund 2 GW will die BayWa 70% der Anteile übernehmen. Die restlichen 30% bleiben bei der heimischen Unternehmensgruppe GroenLeven. Die Kartellbehörden müssen noch zustimmen.

Quellen: Bloomberg, Electrek, BayWa

Denken wir zu ‚klein‘ in Deutschland oder weshalb bleiben solche Megaprojekte — egal ob es sich dabei um Solaranlagen oder Windkraftwerke handelt, von uns fern?

PV-Anlagen bei Agrarbetrieb Photovoltaik

Ab 2016: 10 PV-Anlagen auf Ackerflächen erlaubt

Das Bundeskabinett hat vor zwei Monaten die „Verordnung zur Einführung von Ausschreibungen für die finanzielle Förderung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen“ verabschiedet. Nach der Verordnung dürfen ab 2016 bis zu 10 PV-Anlagen auf Ackerflächen mit je 10 MW in benachteiligten Gebieten errichtet werden.

Bevor wir auf die anstehenden Änderungen eingehen, lassen Sie doch einen schnellen Blick auf folgende Werbung von ET SolarPower GmbH werfen. Günther ist stolzer Besitzer einer PV-Anlage und dann passiert folgendes …

Fokus auf Erneuerbare Energien: Änderungen im Bereich PV-Anlagen

Wir stehen vor folgender Herausforderung:

  • Bis 2025 soll der Anteil erneuerbarer Energien an der deutschen Stromversorgung auf 40-45% steigen.
  • Bis 2035 soll ein Anteil von 55-60% erzielt werden.

Vor diesem Hintergrund, erfolgt die gesetzliche Festlegung der Förderhöhe für jede Technologie. Zwar schafft diese Vorgehensweise eine hohe Planungs- und Investitionssicherheit, es kann jedoch auch zu Über- bzw. Unterförderungen führen.

PV-Anlagen spielen bei dieser Umstrukturierung eine wichtige Rolle und deshalb sollen in den kommenden drei Jahren PV-Freiflächenanlagen mit einer Spitzenleistung von 1,2 Gigawatt neu errichtet und von der Bundesnetzagentur per Auktionsverfahren ausgeschrieben werden.

Kosteneffizienz und Wettbewerbsneutralität so die Erwartungen der Politik. Wer Sonnenstrom zum jeweils günstigsten Preis liefern kann, hat die Nase vorn.

Agrarbetrieb Geschenk Landwirte 05

Wichtige Änderungen im Überblick

  • Ab 2016 dürfen bis zu 10 PV-Anlagen mit einer maximalen Leistung von 10 MW auf Ackerflächen in benachteiligten Gebieten erreichtet werden.
  • Dies gilt auch für Flächen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA).
  • Die Verordnung trat laut Bundeswirtschaftsministerium im Februar 2015 mit der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft. Die Zustimmung von Bundesrat oder Bundestag war nicht erforderlich.

Für das laufende Jahr gilt, dass PV-Anlagen in einem Streifen von maximal 110 m entlang von Autobahnen und Schienenwegen sowie auf Konversionsflächen und versiegelten Flächen errichtet werden dürfen. Für landwirtschaftliche Flächen hat die oben aufgeführte Bestimmung keine Gültigkeit.

Ausschreibungen und Projektgröße

Ausschreibungen werden jährlich auf insgesamt drei Stück begrenzt. Die erste Ausschreibung startet in wenigen Tagen, am 15. April mit einem Volumen von 150 MW. Das Ausschreibungsvolumen für 2015 beträgt 500 MW (ca. 1.000 ha Flächenbedarf).

Die maximale Gebotsgröße liegt laut EEG bei 10 MW; die minimale Gebotsgröße hingegen bei 100 kW.

Die neue Verordnung hat nicht nur Freunde…

Die neue Verordnung stößte auf Kritik insb. seitens des Deutschen Bauernverbands (DBV).

Der Verband fordert den Ausbau von PV-Anlagen auf versiegelte Flächen, Konversions- und Dachflächen zu beschränken und bezeichnet die Neuregelung als „völlig falsches Signal“. Die aktuelle Entscheidung widerspreche dem Ziel, den Flächenverbrauch zu reduzieren, so die Meinung des DBV.

Es bleibt spannend

Die hohe Prozentzahl welche die Bundesregierung anstrebt ist nicht ohne. In zehn Jahren sollen regenerative Energieträger bereits 40% der deutschen Stromversorgung generieren. Ist das wirklich zu schaffen? Geht das überhaupt ohne dabei Ackerflächen zu „opfern“?

Studien belegen, dass PV-Anlagen dreimal mehr Gewinn einbringen als Windkraftanlagen, obwohl sie weniger Strom erzeugen. Der Süden der Republik dominiert die Photovoltaiklandschaft. Im Norden hingegen, treffen wir auf Windkraftanlagen.

Auf welche regenerative Energieträger setzen Sie? Wind-, Wasser- oder PV-Anlagen?

 

Agrarbetrieb Geschenk Landwirte 01