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Eine neue Marketing-Ära in der Landwirtschaft

Eine neue Marketing-Ära in der Landwirtschaft

Der fliegende Wechsel zwischen Web 2.0 und Web 3.0 ist in vollem Gange. Damit einhergehend wurde auch eine neue Marketing-Ära eingeläutet, die auf Blockchain-Technologien basiert. Zwar tummeln sich die Massen immer noch schwerpunktmäßig auf Facebook, Twitter und Co. aber gleichzeitig wächst die Anhängergruppe dezentraler Marketingplattformen, die unsere Zukunft sehr wohl mitbestimmen wird.

Wir Landwirte sind schon happy wenn wir unsere Videos auf YouTube, Vimeo oder Facebook hochladen können. Sollen wir uns jetzt auch noch mit den Videostreaming-Plattformen auseinandersetzen die auf der LBRY, Hive oder Theta Blockchain entstehen?

Dass dieser Trend nicht mehr aufzuhalten ist, signalisiert auch die Änderung der Werbepolitik von Google vor ein paar Tagen. Der Tech-Gigant aus Silicon Valley hat seine Werberichtlinien überarbeitet, um Kryptowährungsbörsen ab dem 3. August mit ihnen werben zu lassen, vorausgesetzt, diese sind entweder beim Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) oder bei einer bundes- oder landesweit zugelassenen Bankgesellschaft registriert. Die neue Richtlinie gilt weltweit sowohl für Google Search als auch für seine Drittanbieter-Webseiten, einschließlich YouTube, Blogger und Gmail.

Quelle: Dies ist die offizielle Meldung von Google

Kurz noch zum Hintergrund:

Google hatte in 2018 alle Krypto-Anzeigen verboten. Diese Entscheidung betraf alle Krypto-Unternehmen und wurde bekanntlich übergreifend auf allen Google-Plattformen (also inkl. YouTube) implementiert.

Erfordert Web 3.0 auch ein sogenanntes Marketing 3.0?

Der weltweit bekannteste Marketingprofessor Philip Kotler hat den Begriff Marketing 3.0 in 2010 in unser Sprachgebrauch eingeführt. Mit seinem Bestseller „Marketing 3.0: From Products to Customers to the Human Spirit“ plädiert er dafür, dass sich das Marketing in eine interaktive Kommunikation verwandelt, die durch Kundenengagement und Teilen („Sharen“) gemessen wird, anstatt durch Klicks, Öffnungsraten und Impressionen.

Damit soll sich Marketing endlich mal auf die wichtigste Komponente in der gesamten Kette konzentrieren — nämlich auf den Verbraucher und seine Emotionen, Gefühle (also die zarte / „softe“ Seite dessen).

In der Theorie ist das zwar alles schön und gut aber wie wir alle wissen, klaffen Theorie und Praxis ganz schön auseinander.

Ein kurzer Blick auf die Geschichte zeigt uns folgende Veränderung in der Marketingauffassung:

  • Marketing 1.0 war produkt- bzw. dienstleistungsgetrieben. Dies ist das traditionelle Marketing, wo sich alles um das Produkt und die funktionalen Elemente dieses Produkts dreht.
  • Marketing 2.0 ist geprägt durch Segmentierung und Personalisierung. Die meisten Unternehmen befinden sich in dieser Phase, mich eingeschlossen. Es gilt das Produkt bzw. die Dienstleistung gemäß den einzigartigen Bedürfnisse und Wünsche der Kunden zu differenzieren. Das Ganze verdanken wir dem Wachstum der IT innerhalb eines Unternehmens.
  • Bei Marketing 3.0 steht die Kundeninteraktion und die Beziehung des Kunden zur Marke im Mittelpunkt. Durch die Einbettung der Themen wie z.B. Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Co. werden „bestimmte“ Werte angezapft und entsprechend vermarktet.

Wie lauten denn die 10 Regeln für Marketing 3.0?

Die nachfolgenden zehn Regeln stammen aus Philip Kotler’s Buch „Marketing 3.0: From Products to Customers to the Human Spirit“ und lauten wie folgt:

  1. Behandele Deine Kunden mit Liebe und Deine Wettbewerber mit Respekt.
  2. Sei für Wandel und Veränderung bereit.
  3. Definiere Deine Werte klar und unterstütze diese.
  4. Konzentriere Dich auf das Segment, das Dir den größten Nutzen bringen kann.
  5. Setze faire Preise, um Deine Qualität zu vermitteln.
  6. Helfe potenziellen Kunden, sich mit Deinem Unternehmen und dessen Produkte zu verbinden.
  7. Betrachte Deine Kunden als Kunden fürs Leben.
  8. Betrachte jedes Geschäft als eine Dienstleistung. Denn jedes Produkt ist mit einer Dienstleistung verbunden.
  9. Verbessere Deinen Geschäftsprozess jeden Tag.
  10. Berücksichtige verschiedene Aspekte und Informationen – nicht nur finanzieller Art -, bevor Du eine Entscheidung triffst.

Quelle: Für jeden der Lust hat tiefer in die Theorie einzusteigen, das Buch Marketing 3.0 von Philip Kotler ist auf Amazon erhältlich.

Was heißt das jetzt alles für uns Landwirte (ganz einfach übersetzt)?

Theorie ist schön und gut, hat auch seinen Platz, aber wir müssen kucken wie wir das neben unserer Feldarbeit und Viehzucht umsetzen.

Inwieweit Engagement und Emotionen eine Rolle spielen, haben wir in den letzten Monaten und Jahren seit Anfang 2020 live erlebt. Die verwirrenden Nachrichten die sei es aus Maintream aber auch aus alternativen Medien auf uns prallen, sind mehr als bizarr. Was wirklich abgeht, weiß keiner mehr so genau. Das gilt gleichermaßen für Werbeagenturen, wie auch für die sozialen Medien die ihre Zensur, Banning und DePlatforming-Politik bis auf die Spitze getrieben haben.

Nun stehen auf der einen Seite die teils völlig irritierten und verwirrten Verbraucher und auf der anderen Seite wir als Familienbetriebe. Egal ob wir landwirtschaftlich oder anderweitig unterwegs sind, müssen wir zuschauen wie wir zurecht kommen und das Vertrauen in das Gute im Menschen wieder aufbauen.

Keine leichte Arbeit. Gleichzeitig verstecken sich im Chaos die größten Chancen und dafür müssen wir mutig genug sein, um uns diese auch zu schnappen.

Konkret empfehle ich marketingtechnisch folgendes:

Halte Dich an Regel #7 von Philip Kotler, u.z. Betrachte Deine Kunden als Kunden fürs Leben.

Wenn Du immer gemäß diesem Prinzip agierst, dann wirst Du alles tun, um Deinen Kunden Top Produkte in Top Qualität zu einem fairen Preis anzubieten. Da braucht man keine Tricks anwenden und auch keine endlose Kämpfe führen bzw. tonnenweise Geld in irgendwelche aufdringliche Werbekampagnen auf Facebook, Google und Co. investieren, um Vertrauen in Dein Unternehmen und Deine Marke zu erlangen.

Wie setzt Du Marketing 3.0 bei Dir im Betrieb um? Und als Verbraucher, kriegst Du von dieser Bewegung überhaupt was mit?

Bildquelle: Foto von Jose Francisco Fernandez Saura from Pexels

Soziale Netzwerke knallhartes Geschaeftsmodell

Soziale Netzwerke betreiben ein knallhartes Geschäft

Soziale Netzwerke haben unser Leben in der letzten Dekade vollkommen transformiert. Sie werden uns „kostenlos“ zur Verfügung gestellt und im Gegenzug werden dann jede Menge persönliche Daten gesammelt; „kostenlos“ versteht sich. Was die allerwenigsten verstehen, ist die Tatsache, dass Facebook, Instagram, YouTube und Co. ein knallhartes Geschäft betreiben.

Es gibt kein „kostenlos“!

Diejenigen von Euch die selbst eine Werbeanzeige auf z.B. Facebook geschaltet haben, wissen ganz genau was ich meine. Das Facebook-Ökosystem verfügt über eine unvorstellbar große Datenbank. Vergisst dabei nicht, dass die Plattformen Instagram, WhatsApp und Messenger auch zu Facebook gehören. Mit nur einem Klick kann man eine Werbeanzeige kreuz und quer über alle diese Netzwerke schalten. Es gibt ein zentrales Kontrollsystem und dort werden alle Daten aggregiert. In Facebook Business Manager lässt sich alles ganz simpel verwalten.

Verkauft werden uns die sozialen Netzwerke als „Ort, an dem wir uns mit Freunden, Familie, Bekannten und Gleichgesinnten“ austauschen. Die Vorstellung eines Onlineparadieses, wo wir ungestört mit Menschen kommunizieren können die uns Nahe stehen, verleitet uns noch mehr über uns Preis zu geben. Diese Informationen sind Gold wert. Das wissen die Tech-Giganten aus Silicon Valley und Seattle nur allzu gut.

Das Geschäftsmodell der sozialen Netzwerke und wie Werbetreibende hiervon profitieren

Wie soziale Netzwerke funktionieren ist kein Geheimnis. Sie stellen uns z.B. eine App, Suchfunktion oder Videoplattform „kostenlos“ zur Verfügung und im Gegenzug erhalten Werbetreibende Zugriff auf ein anspruchsvolles Datenset bestehend aus persönlichen Daten, Verhaltensdaten usw.

Je mehr Nutzer eine Plattform hat, umso interessanter der Werbeplatz.

Je vielfältiger die Communities und Gruppen die sich auf diesen Netzwerken austauschen, umso präziser sind die gesammelten Daten.

Je mehr Altersgruppen abgedeckt werden, umso besser kann das Produkt an die entsprechende Zielgruppe vermarktet werden.

BEISPIEL:

Gehen wir davon aus, dass ich ein Onlinegeschäft habe, wo ich ganz spezielle Accessoires für Pokemon-Fans anbiete.

  1. Ich wähle Facebook als erste Werbeplattform, da ich weiss, dass ich dadurch auch alle Pokemon-Fans die sich auf Instagram tummeln, erreichen kann. Auch wenn ich unterschiedliche Videoklips oder Bilder je Netzwerk verwende, kann ich alles in Ads Manager und Facebook Business Manager problemlos verwalten. Da ich die Werbung auf Facebook und Instagram aktiviere, erreiche ich eine breitere Altersgruppe. Für diejenigen Nutzer die Messenger / WhatsApp bevorzugen, schalte ich eine gesonderte Werbung mit der Möglichkeit einer direkten Interaktion im Chat, um diese Kundenklientele noch besser kennen zu lernen. Dieses Feedback nutze ich anschließend, um meine Werbenachricht entsprechend anzupassen und zu verfeinern.
  2. Als nächstes fokussiere ich mich auf YouTube. Auch hier bestehen mehrere Möglichkeiten: a) ich schalte selbst YouTube Ads, b) ich suche mir ein paar Influencer aus der Pokemon-Community aus und vereinbare mit diesen ein Sponsoring -/ Werbevertrag, c) ich gehe ein paar strategische Allianzen / Kooperationen mit YouTube-Persönlichkeiten an die mit Pokemon zwar direkt nichts zu tun haben, aber mit diesen Communities trotzdem stark verlinkt sind (z.B. als Cross-Chain-Promotion).
  3. Ich wiederhole den oben aufgeführten Prozess auf Plattformen wie z.B. Tik Tok, Snap, Pinterest und /oder Twitter.

Der Werbetreibende kann die sozialen Netzwerke demnach sehr gezielt nutzen, um seine Werbekampagnen zu gestalten.

Big Tech dominiert heute die Welt. Durch ihre Apps modellieren sie nicht nur unser Bewusstsein, sondern sie greifen auch in andere Bereiche unseres Lebens ein.

Ganz konkret empfehle ich Nutzer des Messenger-Dienstes von Facebook einen genaueren Blick auf die Daten zu werfen, die Messenger über sie und ihr Verhalten sammelt. Viele Smartphone-Nutzer sind sich dieser massiven Datensammlung die im Hintergrund stattfindet, überhaupt nicht bewusst. Wer liest schon das „Kleingedruckte“ bzw. die „L“-langen Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen. In diesem Falle lohnt es sich da mal reinzuschauen. Facebook & Co. sind immer für eine Überraschung gut!

Zensur in den sozialen Medien

Wie machtvoll diese sozialen Netzwerke in den letzten Jahren geworden sind, haben wir an der „DePlatform“-Aktion während der aktuellen US-Wahlen gesehen. Wer eine andere Meinung vertritt, wird gelöscht – egal ob es sich hierbei um den „mächtigsten“ Mann der Welt handelt oder nicht.

Irgendwie scheinen wir aus der Vergangenheit nichts aber auch gar nichts gelernt zu haben.

Wenn andere Meinungen nicht mehr toleriert werden, dann hat das mit Freiheit und Demokratie nichts mehr zu tun. Wenn wir jedoch verstehen, dass diese Entitäten knallharte Geschäftseinheiten sind, die nur darauf hinaus sind, Geld und noch mehr Geld zu generieren, dann brauchen wir uns auch nicht darüber aufregen, dass sie Konten von Selbst-/Andersdenker löschen. Das ist nicht gut fürs Business. Mainstream-Erzählungen füllen die Taschen, also werden Google, Facebook und wie sie alle heissen, alles tun, um ihr Hauptklientele und -geschäft zu schützen und nur mit Informationen versorgen, die sie entsprechend vorselektieren.

Wer auf der Suche nach echtem Journalismus ist, wird auf den zentralisierten, vorgefilterten sozialen Medien extrem selten fündig. Dafür sind diese Entitäten nicht entwickelt worden. Facebook und Co. sind super für die Massen, aber selten ein Medium für Selbstdenker.

Es gilt dies zu wissen, dann kann man freizügiger navigieren und gegebenenfalls proaktiv selbst alle seine Konten auf diesen sozialen Medien löschen. Das Leben ist auch ohne Social Media sehr lebenswert!

Was stört Euch an den klassischen sozialen Medien am meisten?

Bildquelle: Foto von Gerd Altmann auf Pixabay

Spalten soziale Netzwerke die Gesellschaft

Spalten soziale Netzwerke die Gesellschaft verstärkt auf?

Was einst als ein friedlicher Ort mit Gleichgesinnten an den Start ging, mutiert immer mehr zu einem Schlachtfeld. Soziale Netzwerke galten lange Zeit als „safe places“, wo man ungestört rumstöbern, Bilder und Videos hochladen konnte und die Vorzüge einer Community genoss. Was sich jedoch derzeit auf Facebook, Instagram, Twitter und Co. abspielt, grenzt der Absurdität.

Vor 20 Jahren wussten wir mit dem Begriff „soziale Netzwerke“ nichts anzufangen. Zwei Dekaden später, bestimmen eine Handvoll Technologie-Unternehmen den Alltag eines Großteils der Bevölkerung.

Sie verstecken sich überall, wobei ihr Lieblingsplatz unsere Smartphones sind. Da fühlen sie sich super wohl, denn sie dürfen ungestört auf unsere Mikros, Bildergallerien und Co. zugreifen. Wer liest schon die L-langen Nutzungsbedingungen, um zu verstehen was diese winzigen „Spionen“ auf unseren Telefonen wirklich treiben.

In der Zwischenzeit sind sie wahre Herrscher geworden. Sie wissen mehr über uns als es manch einer gern haben möchte. Sie kennen unsere tiefsten Geheimnisse und Wünsche, sie wissen wovor wir uns fürchten und was uns in Rage bringt. Die dahinterliegende Künstliche Intelligenz hatte immerhin zwanzig Jahre Zeit uns alle kennen zu lernen. Wir haben diese Biester mit persönlichen Daten gefüttert und jetzt sind wir schockiert, wenn uns die Plattform Werbung serviert, das voll auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Wo wir shoppen waren, was wir uns angeschaut haben, mit wem wir zusammen waren, was wir verzehrt haben … die kleinen Apps sind ganz schon ausgeklügelt. Zur Erinnerung: wir haben der ganzen Geschichte zugestimmt als wir freiwillig diesen sozialen Netzwerken beitraten.

Nutzen soziale Netzwerke Ihre Macht aus?

Als Twitter in 2018 rund 70 Millionen Konten löschte, regte sich die Mainstream-Presse extrem stark über den Vorfall auf. (siehe hierzu u.a. Forbes)

Ähnliches passierte auch vor wenigen Wochen im Rahmen der US-Wahlen aber da war der Ton auf einmal ganz anders. Während die einen jubelten, flüchteten die gesperrten Nutzer zu alternativen Social Media Plattformen, die Wert auf Meinungs- und Redefreiheit legen.

Wieso verlassen auf einmal Millionen von Nutzer weltweit Facebook’s Messenger-App WhatsApp, um auf Telegram oder Signal umzusteigen? Warum explodieren Blockchain-basierte Videonetzwerke wie z.B. LBRY, Odysee oder DTube während immer mehr Menschen YouTube den Rücken kehren?

Was geht hier eigentlich vor?

Ich habe in den letzten Monaten öfters darauf hingewiesen, dass z.B. YouTube, Facebook oder Twitter Nutzer sperrt die eine andere Meinung vertreten bzw. deren Sichtweise nicht in die Schublade der Mainstream-Erzählungen passt.

Egal wie loyal man der Plattform war, egal wieviel Geld man für Werbung ausgegeben hat (im Falle von Facebook), egal wieviel qualitative Videos und Posts man veröffentlicht hat, das alles zählt in der heutigen Zeit nicht. Was zählt ist ob man sich an die „Schubladen“-Bedingungen hält oder nicht. Soviel zur Freiheit.

Noch vor wenigen Jahren hätte sich Big Tech dieses Verhalten mit seinen Nutzern nicht leisten können. Heute sieht es anders aus. Sie haben die Daten die sie benötigt haben und wissen, dass viele Nutzer bequem und von ihren Netzwerken abhängig geworden sind.

Was sind die Alternativen?

Das Wichtigste in meinen Augen ist folgendes: wir alle müssen aufhören uns gegenseitig zu bekämpfen. Das was wir heute treiben, führt dazu, dass wir nicht merken was wirklich hinter den Kullissen abgeht.

Während wir uns um „Kleinkram“ streiten, wird auf der Hauptbühne eine ganze Oper gespielt. Lasst uns wieder das Gute, die Wärme und Kreativität in unseren Seelen aktivieren und mit diesen dummen Spielchen aufhören.

Bevor ich ein paar Lösungsansätze mit Euch teile, hier nochmal ein paar Beiträge von mir, in dem ich auf die aktuelle Situation in punkto soziale Netzwerke hinweise:

Da ich seit über einer Dekade auf traditionellen sozialen Medien aktiv bin, kenne ich noch die Zeiten wo mich jeder dumm anschaute, wenn ich über Twitter sprach oder die Möglichkeiten erläuterte, wie man auf Facebook Werbekampagnen gezielt einsetzen kann, um sogenannte „Leads“ zu generieren. Heute braucht keiner mehr eine Einführung in Social Media. Jeder weiss wie die „Dinger“ funktionieren.

Das größte Problem bei der ganzen Sache sehe ich im Bereich Zentralisierung. Wenn 4-5 Tech-Giganten bestimmen was auf unsere Smartphones kommt und was wir benutzen sollen, dann hat das mit Demokratie und Freiheit nichts mehr zu tun.

Umso wichtiger sehe ich daher das Thema Dezentralisierung gekoppelt mit der Blockchain-Technologie. Ein Beispiel hierfür ist die Videoplattform LBRY bzw. Odysee. Hier kann man beliebig viele Videos anschauen ohne seine persönlichen Daten preis zu geben. Hinzu kommt, dass die blockchain-basierte Plattform dezentral und demnach keinem der Big Tech gehört.

Ein weiterer Vorteil von LBRY / Odysee liegt darin, dass niemand die Inhalte die hochgeladen wurden, löschen kann. Diese können zwar von den jeweiligen Frontend-Systemen geblockt werden aber die Inhalte sind auf der Blockchain registriert und damit jederzeit und überall abrufbar.

Selbstverständlich bieten alternative soziale Netzwerke wie z.B. MeWe oder Gab einen Ort dar, wo die Gründer auf Rede- und Meinungsfreiheit setzen, jedoch können diese aufgrund ihrer Technologie recht leicht ausgeschaltet werden.

Zur Erinnerung: Letzten Monat hat Amazon die Plattform Parler von seinem AWS-Server gelöscht. Zuvor wurde die App sowohl im Google Play Store als auch im Apple Store geblockt. (Quelle: Time)

Um so etwas zu umgehen, brauchen wir die Kombo Dezentralisierung plus Blockchain.

Auch wenn wir uns noch am Anfang befinden, haben die unschönen Entwicklungen der letzten Wochen und Monaten aufgezeigt, wie wichtig es ist unsere Daten, Aufmerksamkeit und Macht NICHT in die Hände einer Handvoll Tech-Giganten zu legen.

Zuletzt noch eine Vertrauensfrage:

Ist Euer Vertrauen in die klassischen sozialen Netzwerke gestiegen oder eher gesunken? Welche Alternativplattformen bevorzugt Ihr?

Bildquelle: pixel2013 / Pixabay.com

Kulturelle Erzählung – Daten können Dir nicht alles verraten

Kulturelle Erzählung – Daten können Dir nicht alles verraten

Es ist unheimlich wichtig zu verstehen, wie Deine Arbeit in eine viel größere kulturelle Erzählung reinpasst. Was versuchst Du zu sagen? Wofür stehst Du?

Noch nie standen uns so viele Daten zur Verfügung wie heute. Facebook, Google, Apple, Amazon und Co. sind wahre Goldminen, wenn es um persönliche Daten geht. Ein kleiner Teil dieser Daten wird in Form von Analytics auch mit uns „Content Creators“ geteilt aber das Meiste bleibt uns natürlich verborgen.

Die Frage die sich stellt ist eher: Für wen kreiere ich denn meine Inhalte?

Schreibe ich für die Maschinen? Tue ich dies, um die SEO-Richtlinien von z.B. Google zu verfolgen und damit „das Biest“ zu füttern oder verlasse ich mich auf meine Intuition, Leidenschaft und Kreativität, und schreibe für den Menschen?

Eine durchaus wichtige Entscheidung, die ich genauso, wie meine Kollegen aus dem Blogging und Onlinemarketing-Umfeld treffen musste. Ich bin der Überzeugung, dass uns Daten helfen und informieren können aber sie sind nicht dafür da, um eine begeisterte Community und Leserschaft aufzubauen und zu kultivieren.

Nach mehr als 600 veröffentlichten Blogs hier auf Agrarbetrieb, steht für mich das Bouquet bestehend aus meiner Leidenschaft für die nachhaltige Landwirtschaft, gesunde Ernährung und innovative Technik im Fokus. Dabei geht es mir darum, eine Balance herzustellen zwischen dem wofür ich stehe und dem Zeitpunkt, wo es wichtig ist, störend und verwirrend zu werden.

„Copy-Paste“-Beiträge sind für Maschinen gedacht und deshalb absolut nicht mein Ding. Dafür bin ich schon viel zu lange in dem digitalen Bereich unterwegs, um solche Diskrepanzen in der Wahrnehmung und Verhaltensmodellierung nicht aufzuspüren.

Metanarrative – Kontrolle über die kulturelle Erzählung

Von Anfang an war mir klar, dass meine Beiträge nicht für den sogenannten Hardcore-Landwirt der tagein tagaus nur über Schlepper, Mähdrescher und Rübenverladung reden mag, gedacht waren. Obwohl ich viele dieser Aufgaben selber erledige, wollte ich die Plattform hier nutzen, um über meine Leidenschaft zu schreiben.

Mit der Superfoods-Serie und dem Anbau meiner Aroniaplantage eröffnete ich die Welt für ein ganz neues Publikum, was ich hier auf Agrarbetrieb nicht mehr missen mag. Mit der Marke Frankenaronia verfestigte sich meine Vision, ein gesundes Bio-Produkt selber anzubauen und herzustellen, um Menschen die Wert auf Vorsorge legen bzw. Patienten die an chronischen Krankheiten leiden, ein bisschen weiter zu helfen.

Mit meinem Blumenwiesenpatenschaften-Projekt spreche ich Menschen an, die großes Wert auf Artenvielfalt legen. Es ist eine Community, die nichts von Monokulturen hält und dem wichtig ist, dass Bienen und Insekten uns auf diesem Planeten weiterhin Gesellschaft leisten. Diese Menschen verstehen die enorme Bedeutung dieser kleinen Wesen und vergessen die weisen Worte von Albert Einstein nicht:

„Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.“

– Albert Einstein

Agrarbetrieb ist weiterhin ein Ort für Innovatives, egal ob diese aus dem Bereich der Landwirtschaft, Supply Chain, Logistik oder aus der Ernährungsbranche kommt. Mir liegt es besonders am Herzen, dass Ihr über das, was für unsere Entwicklung als Homo Sapiens wichtig ist und in den Mainstream-Medien kaum Platz findet, hier berichtet wird. Manchmal sind es ein paar ausgefallene Feldroboter und Drohnen, andere Male handelt es sich um Smart-Einkausgwagen und Zahlungsalternativen von z.B. Amazon oder Crowdfunding-Projekte, die uns das alltägliche Leben vereinfachen sollen.

Gerne schreibe ich auch über außergewöhnliche Vertical Farming -Projekte oder kuriose Ernährungstrends, die manch einem die Nackenhaare zu Berge stehen lassen.

Siehe hierzu meine Beiträge:

Natürlich darf ich an dieser Stelle die teils recht kontroversen Social Media Beiträge nicht vergessen. Diejenigen die einen großen Wert auf Rede- und Meinungsfreiheit legen, finden hier passende Tipps. Für jemanden der seit einer Dekade auf den sozialen Netzwerken präsent ist, kommt der Wandel von „Happy auf Facebookland“ zum „Entertainment für Zombies“ nicht ganz so überraschend.

Zusammenhalten in Zeiten von Angst

Angst ist eine super starke Droge.

Das Business mit der Angst floriert. Noch nie war das Angstkonzert von Politik, Massenmedien und Social Media so aufeinander abgestimmt und harmonisch wie heute.

Diejenigen die nicht abschalten können bzw. es nicht schaffen diese Angst unter Kontrolle zu halten, werden es immer schwerer haben. Kein Wunder, dass die Praxen von Psychotherapeuten, Psychiatern und Co. explodieren.

Elend liebt Gesellschaft. Gleichzeitig lieben Muse, Leidenschaft, Kreativität und Vision auch Gesellschaft.

Für welche Gruppe entscheidest Du Dich?

Die Entscheidung liegt einzig und alleine bei Dir.

Solange Du selbständig denken kannst und nicht bereit bist, diese erstaunliche Fähigkeit einem Roboter oder Politiker bzw. der Außenwelt abzugeben, kannst Du Dein Leben im Großen und Ganzen selber modellieren.

Ich liebe diesen Planeten und das Leben im Einklang mit der Natur. Ich freue mich, meine Leidenschaften auch weiterhin hier auf Agrarbetrieb mit Euch zu teilen und dadurch eine positive kulturelle Erzählung zu pflegen.

Bildquelle: KELLEPICS / Pixabay.com

Zentralisierte soziale Netzwerke – Kartell der Mainstream

Zentralisierte soziale Netzwerke – ein Kartell der Mainstream-Erzählungen

Können zentralisierte soziale Netzwerke eine wirkliche Rede- und Pressefreiheit ermöglichen? Warum folgen die menschlichen Fact Checker blind irgendwelchen Skripten? Steckt eine bestimmte Agenda hinter dieser doch sehr durchgeplanten Vorgehensweise?

Das was derzeit mit den USA-Wahlen passiert, ist der pure Wahnsinn. Wenn die mächtigste Wirtschaftskraft der Welt so ein Verhalten demonstriert, was erwarten wir dann von den korruptesten Nationen und Regierungen dieser Welt? Das ist ein Armutszeugnis milde ausgedrückt.

Noch verrückter bei der ganzen Geschichte ist das Verhalten der traditionellen sozialen Netzwerke YouTube, Facebook, Twitter und Co. In den letzten Monaten hat eine Mentalität an Anziehungskraft gewonnen, die nichts mehr mit Freiheit und Demokratie zu tun hat.

Hier ein neutrales Beispiel, um diesen Irrsinn aufzuzeigen:

Gehen wir davon aus, dass alle Menschen auf diesem Planeten, Zauberer mögen. Aber nicht alle von uns mögen Zauberer mit gelben Klamotten. Einige bevorzugen Zauberer mit einer blauen Robe, andere wiederum präferieren jene mit einem grünen oder roten Gewand. Als nächstes postet jeder von uns auf den sozialen Medien ein paar Zeilen über seinen Lieblingszauberer. Da Twitter, YouTube und Co. sich exklusiv auf den gelben Zauberer eingeschossen (bzw. eingeschworen) haben, werden alle anderen Zauberer als Fake gekennzeichnet, gelöscht oder die entsprechenden Accounts gebanned.

So ungefähr funktioniert die Rede- und Pressefreiheit in 2020.

Ist ja ganz toll, oder? Damit habe ich vor zehn Jahren als meine Reise auf diesen sozialen Netzwerken begonnen hat, wirklich nicht gerechnet.

Das darf so nicht weiter gehen und deshalb finde ich die Forderung des Ethereum Gründers Vitalik Buterin (@VitalikButerin) nach Blockchain-basierten dezentralen Alternativen, die eine tatsächliche Zensurfreiheit bieten, mehr als gerechtfertigt.

Dezentralisierte versus zentralisierte soziale Netzwerke

Zum Glück erwachen immer mehr Menschen zu dem was aktuell in den Mainstream-Medien inklusive den zentralisierten sozialen Medien gespielt wird. Es wird extrem einseitig berichtet. Was nicht in die Erzählung reinpasst wird als Fake oder als „Verschwörungstheorie“ abgestempelt. Als nächstes wird die Masse, die noch an diese Erzählungen glaubt gegen die anderen Menschen, die sich anderweitig informieren, aufgehetzt.

Der Plan funktioniert perfekt. Die Gesellschaft ist gespaltener denn je und ehrlich gesagt, weiss keiner mehr was er / sie wirklich glauben soll. Umso wichtiger ist es daher in diesen Zeiten, das Ruder selbst zu übernehmen, d.h. SELBST DENKEN!

In diesem Sinne ist es oft wahnsinnig hilfreich wenn man den Fernseher, das Radio und das beliebte Smartphone für ein paar Stunden ausschaltet. Geht raus in die Natur und an die frische Luft. Ja, es ist kälter draussen, die Sonne scheint nicht mehr so intensiv und um vier ist schon dunkel: UND trotzdem solltet Ihr mehr und öfters raus.

Klar tun wir uns als Landwirte viel einfacher. Ich setz mich einfach in meinen Schlepper und geniesse bei der Arbeit die Landschaft. Dann spaziere ich über meinen Aroniafeld und kucke ob alles OK ist. Die Kollegen die Viehzucht betreiben, geniessen die Gesellschaft ihrer Tiere, was für die menschliche Psyche ein absolutes Plus ist.

YouTube, Facebook, Twitter usw. sind tolle Gefährten. Sie ermöglichen uns schnell miteinander zu kommunizieren, Sachen kostenlos zu lernen und studieren, sowie Meinungen mit Gleichgesinnten ungestört in entsprechenden Gruppen auszutauschen. Diese Konzerne, denen wir unsere persönlichen Daten anvertraut haben, wissen enorm über uns. Das ermöglicht ihnen, uns einerseits sehr gezielt Werbungen zu zeigen und andererseits, unser Verhalten sowie unsere Denkweise in eine von ihnen gewollte Richtung zu modellieren. Viele sind sich dessen leider nicht bewusst oder ignorieren die Konsequenzen dieses gefährlichen Spiels.

Es ist die Zeit gekommen an Alternativen zu denken und zum Glück gibt’s bereits ein paar sehr interessante Plattformen die ich Euch an dieser Stelle empfehlen kann. Ich bin derzeit auch dabei, diese Netzwerke stärker in mein sog. „Social Media Portfolio“ zu integrieren.

Dezentrale Blockchain-basierte Alternativen:

  • YouTube lässt sich gut ersetzen durch: Odysee und LBRY.tv
  • Für das Facebook-Ökosystem gibt es: Minds (hier kann man ähnlich wie bei Facebook, auch Werbekampagnen schalten) und Flote
  • Anstelle von Twitter empfiehlt sich: Flote und Twetch

Wo geht die Reise hin?

Eins steht jetzt schon fest: wenn die zentralisierten sozialen Netzwerke so weiter machen wie in den letzten Monaten, dann wird sich die Nutzerwanderung insb. in Richtung Odyee / LBRY noch stärker intensivieren.

Wenn bekannte YouTuber wie z.B. Joe Rogan, David Icke, Del Bigtree, Alex Jones, Brian Rose usw. von der grössten Videoplattform gelöscht werden bzw. wie im Falle Joe Rogans freiwillig zu Spotify wechseln, dann nehmen sie bekannterweise ihre Followers mit.

ACHTUNG: Hier reden wir nicht von zehntausend oder hunderttausend Follower. Bei den oben genannten Video- und Live Streaming – Schwergewichtler ist die Rede von mehreren MILLIONEN Follower!

Das kann sich auf Dauer kein YouTube und auch kein Facebook leisten. Noch lachen die Jungs aus Silicon Valley aber das Ganze kann sich schneller gegen sie wenden als sie glauben. Keiner dieser Plattformen ist unschlagbar.

Jawohl, sie mögen zwar monopolartige Positionen erlangt haben UND trotzdem können dezentralisierte blockchain-basierte soziale Netzwerke mit einer genialen User Interface (UI), die sich auf Zensurfreiheit fokussieren, diesem teils diabolischem Spiel relativ schnell ein Ende setzen.

Es erwarten uns extrem spannende Monate und Jahre. Trotz aller Herausforderungen die vor uns stehen, finde ich, ist es eine megatolle Zeit jetzt hier auf Planeten Erde am Leben teilnehmen zu dürfen.

Stehen zentralisierte soziale Netzwerke vor dem aus, wenn sie mit der Zensur so weiter machen oder wird sich der Otto-Normalbürger auch weiterhin damit zufrieden geben?

Bildquelle: stux / Pixabay.com