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2022-02 Das Superfoods-Glossar

Das Superfoods-Glossar 2022

In den letzten zehn Jahren meiner sogenannten „Blogging“-Karriere hier auf Agrarbetrieb haben sich jede Menge Artikel über Superfoods gesammelt. Eine perfekte Gelegenheit demnach Euch heute das Superfoods-Glossar der letzten Dekade als Gesamtwerk zu präsentieren.

Mein Ziel heute ist das Ganze in einer gewissen Struktur zu bringen, damit Ihr schneller durch die für Euch interessanten Titel navigieren könnt. Während sich ein Teil der Blogs auf spezifische gesundheitliche Herausforderungen fokussiert, beziehen sich andere wiederum auf gesonderte Kategorien die den einen oder anderen, je nach Lebenssituation, stärker ansprechen.

Los geht’s mit unserer Reise…

ALLGEMEIN

Superfood: Was ist so super an Superfoods?

Superfood: dagegen ist doch ein Kraut gewachsen

Das Superfoods-Lexikon (4-teilige Serie): TEIL 1 + TEIL 2 + TEIL 3 + TEIL 4

DIE GEHEIMNISSE DER BEEREN

Aronia – eine Beere für Eure Gesundheit

Aronia: das attraktive Wildobst aus Nordamerika jetzt bei uns erhältlich

Mit der geballten Power von Aronia den Winter gut überstehen

Heidelbeere – süsser Gesundheitskick für die Fastenzeit

5 Superbeeren und ihre magischen Kräfte

STÄRKUNG DES IMMUNSYSTEMS

3 Superfoods zur Unterstützung des Immunsystems

3 Superfruits, um Dein Immunsystem natürlich zu stärken

Pomelo – die größte Zitrusfrucht ist eine wahre Vitamin C-Bombe

Camu-Camu – Mehr Vitamin C Power geht nicht

Sanddorn – Eine wichtige Vitaminquelle für viele Deutsche

Acerola – ein Vitamin C-Exot aus Süd- und Mittelamerika

5 Superfoods für mehr Power im Winter

Stärke Dein Immunsystem mit der Kraft aus der Natur

SUPERFOODS GEGEN KREBS

Bizarre aussehende Superfrucht bekämpft Krebs

BEWÄHRTES FÜR DIE GESUNDHEIT

Green food – unsexy, dafür aber super gesund

Grünkohl – ein heimischer Superfood der Extraklasse

Papaya – eine exotische Powerfucht für die Gesundheit

Nüsse – ideal nicht nur für Eichhörnchen, sondern auch für uns

Chlorophyll – Lust auf grünes Blut?

Chlorella – Detox oder nur Hype?

3 Superpflanzen die unsere Welt ein bisschen besser machen

Mit Superfoods unseren „Tempel“ gesund halten

5 essbare Wildpflanzen, um gesund durch den Winter zu kommen

Magnesium-Öl: Hype oder Helfer?

Die Lavendel und Kräuter Power-Kombo gegen Schädlinge

Lebensmittel mit hohem Melatonin-Gehalt

Wie wär’s mit Obst und Gemüse statt Pillen und Tropfen?

SCHÖNES FÜR DIE HAUT

5 wirkungsvolle Superfoods für schöne Haut

Das Superfoods-Glossar als Orientierungshilfe

Liebe Agrarbetrieb-Freunde, liebe Neuankömmlinge, nutzt dieses Glossar wie einen Kompass, um Euch im Bereich Superfoods besser zurecht zu finden. Ich habe alle Artikel verlinkt, so dass Ihr mit einem einfachen Klick direkt auf das entsprechende Nachschlagewerk gelangt.

Für diejenigen von Euch, die sich nicht nur informieren sondern aktiv etwas gutes für die Gesundheit tun wollen, empfehle ich die heimischen Aroniaprodukte von Frankenaronia aus dem Hause Agrarbetrieb.

Auf Frankenaronia erfahrt Ihr die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Power-Beere Aronia und wie ich dazu kam meine eigene Aroniaplantage im schönen Frankenländle anzubauen. Selbstverständlich lade ich Euch auch ganz herzlich zum stöbern unserer leckeren Aroniaprodukte im eigenen SHOP ein.

Hier geht’s zu FRANKENARONIA.

Danke für Eure langjährige Treue. Wir bleiben auch in den nächsten zehn Jahren zusammen, wenn es heisst: Welche tollen Superfoods helfen uns auf natürlicher Art und Weise gesund zu bleiben bzw. gesund zu werden?

Das Superfoods-Glossar bleibt am Leben und wird fortlaufend aktualisiert.

Bildquelle: Foto von Michaela Kadlecova auf Unsplash

Acerola - ein Vitamin C-Exot

Acerola – ein Vitamin C-Exot aus Süd- und Mittelamerika

Eine kleine, rote und dünnschalige Frucht aus den Tropen, die es lohnt näher kennenzulernen: die Kirsche der Antillen oder Acerola. Während wir sie hierzulande in den Varianten Pulver, Kapsel oder Saft verzehren dürfen, erfreuen sich die Menschen aus Mexiko, Panama, Guatemala und Jamaika den frischen Früchtchen.

Acerola-Kirschen schmecken intensiv säuerlich, duften nach Apfel und sind ein absoluter Star in punkto Vitamin C Gehalt. In den Charts der Vitamin C-reichsten Früchte der Welt hat Acerola einen festen Platz unter den Top 5 Big Player (Quelle: Wikipedia) – meistens belegt sie den dritten Platz nach der australischen Buschpflaume (Kakadu plum) und Camu-Camu aus den Amazonas.

Mit rund 1700 mg Vitamin C pro 100 g ist die Acerola-Kirsche ein absoluter Immunsystembooster; im Vergleich lässt sie die altbewährten Zitrusfrüchte Zitronen und Orangen (50 mg Vitamin C/ 100g) oder Grapefruit (30 mg Vitamin C/ 100g) ganz alt aussehen.

Das ist aber nur die eine Hälfte der Geschichte, denn Acerola hat noch jede Menge weiterer Vitamine und Mineralstoffe an Bord. Die säuerlichen Früchtchen sind reich an Provitamin A, Vitamin B1, B2, B5, Magnesium, Phosphor und Kalzium. Das Gesamtpaket liefert demnach einen äußerst effektiven Zellschutz und verstärkt die antioxidative Wirkung des in der Frucht beinhalteten Vitamin C. Ganz konkret heisst das: verbesserter Schutz vor freien Radikalen und damit u.a. auch vor Krebs.

Die Natur schlägt die in den Chemielaboratorien nachgeahmten Substanzen jedes Mal. Früchte wie Camu-Camu, Sanddorn, Kakadu Plum oder Acerola sind wahre Vitamin- und Mineralstoff-Bomben und wirken daher besser als z.B. isolierte Ascorbinsäure.

Quelle: Selbstheilung-Online, YouTube

Was macht Acerola so gesund?

Bevor wir auf die Wirkungen eingehen, vorerst noch ein paar außergewöhnliche Infos zu Acerola:

=> Diese Frucht kann unter den schwierigsten Bedingungen gedeihen wie z.B. an Berghängen, Straßenrändern oder in feuchten Flussgebieten.

=> Die Früchte können mehrmals pro Jahr geerntet werden, da sie weniger als 1 Monat benötigen, um zu reifen.

=> Die Frucht besteht zu 80% aus Wasser.

=> Die Mayas verwendeten Acerola zur Stärkung des Immunsystems.

=> Die Ureinwohner Südamerikas (Mayas, Azteken & Co.) setzten Acerola bei Diabetes, Durchfall und zur Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems ein.

=> In den Herkunftsländern wird die Frucht gerne roh verzehrt. Hierzulande wird Acerola nur in verarbeiteter Form angeboten, meistens als Pulver oder Saft.

Zu den gesundheitsfördernden Wirkungen dieser Tropenfrucht zählen u.a.:

  • Immunstärkend: Eine unzureichende Zufuhr von Vitamin C erhöht die Infektanfälligkeit. Deshalb sollte man während der Erkältungszeit besonders viel Vitamin C zu sich nehmen.
  • Antioxidant: Freie Radikale sind die Hauptverursacher vieler chronischer Krankheiten und der wichtigste Grund einer vorzeitigen Hautalterung. Als Radikalfänger unterstützt Acerola auf natürlicher Weise unseren Organismus bei der Bekämpfung von oxidativem Stress. Damit beugt die Frucht auch der Zellalterung vor.
  • Schützt das Herz-Kreislauf-System: Der hohe Anteil von Vitamin C beugt der Bildung von Arterienverkalkung (Atherosklerose) vor.
  • Lindert Symptome bei Allergien indem es die Histaminkonzentration im Blut verringert
  • Hilft bei Diabetes durch Normalisierung des erhöhten Blutzuckerspiegels
  • Unterstützt den Körper bei der Entgiftung
  • Bekämpft Krebszellen: Die Inhaltsstoffe der Acerolakirsche wirken auf bestimmte Krebszelllinien (Darmkrebszellen) zellschädigend. (siehe unten aufgeführte Studie Yun, Mularky et. al). In 2002 haben japanische Forscher aus Tokyo im Tierversuch an Mäusen nachweisen können, dass ein Acerolaextrakt das Wachstum und die Ausbreitung von Lungenkrebs hemmt. (Studie ebenfalls unten aufgeführt)

Welche Darreichungsformen gibt es?

Wie eingangs erwähnt, kommen wir in Deutschland gar nicht bis extrem schwer an die rohen Früchtchen heran. Es bleibt uns also nichts anderes übrig als die Powerfrucht in einer verarbeiteten Form zu verzehren. Die sicherlich bekannteste Form ist die als Pulver.

Wer Smoothies mag oder morgens auf ein Müsli-Frühstück setzt, der geniesst die Vorteile der Pulverform.

Ansonsten gibt es Acerola auch als Fruchtsaft. Hier ist besonders darauf zu achten, dass man einen möglichst „reinen“ Saft kauft. Denn oft wird Acerola mit anderen Fruchtsäften gemischt, mit Wasser verdünnt und obendrauf auch noch mit Zucker gesüßt. Damit nimmt man etwas zu sich was das genaue Gegenteil von gesund ist. Also bei Saft am besten auf die Varianten Direktsaft oder auf 100% Fruchtsaft aus Konzentrat zurückgreifen.

Dann hätten wir noch die Nahrungsergänzungsmittelalternative in Form von Kapseln. Im Endeffekt wird hier Pulver in kleine Kapseln gepackt. Entsprechend sollte man hier auf die Empfehlung des Herstellers achten.

Zwei wichtige Punkte auf die Ihr unbedingt achten solltet:

  1. SCHADSTOFFE: Kauft ein qualitative hochwertiges Produkt ohne Gentechnik und frei von chemischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Das Produkt sollte mit einem Bio-Siegel gekennzeichnet sein und auf Zusatzstoffe wie Konservierungsstoffe und Süßungsmittel verzichten.
  2. ÜBERDOSIERUNG: Wer zu viel Vitamin C zu sich nimmt, kann mit Nebenwirkungen in Form von weichem Stuhl oder Durchfall rechnen. Vitamin C ist wasserlöslich und der Überschuss wird über den Urin ausgeschieden. Menschen, die an einer Funktionsstörung der Nieren leiden, sollten sich bzgl. der täglichen Dosierung am besten mit ihrem Nephrologen bzw. Urologen kurz schliessen. Eine Überdosierung kann für diese Gruppe von Patienten gefährlich werden.

Wissenschaftliche Studien zur Wirkung von Acerola

  • Vitamin C empfohlene Zufuhr gemäß Deutsche Gesellschaft für Ernährung.
  • Prakash A., Baskaran R.: „Acerola, an untapped functional superfruit: a review on latest frontiers“, Epub 2018 Jul 11. Zu lesen auf PubMed.
  • Samman S, Sivarajah G, Man JC, Ahmad ZI, Petocz P, Caterson ID: „A mixed fruit and vegetable concentrate increases plasma antioxidant vitamins and folate and lowers plasma homosysteine in men“, J Nutr. 2003, Jul. Zu lesen auf PubMed.
  • Hanamura T, Mayama C, Aoki H, Hirayama Y, Shimizu M.: „Antihyperglycemic Effect of Polyphenols from Acerola (Malpighia emarginata DC.) Fruit“, Journal Bioscience, Biotechnology, and Biochemistry Volume 70, 2006; Issue 8, 1813-1820. Zu lesen auf Taylor & Francis Online.
  • Yun J, Mullarky E, et. al: „Vitamin C selectively kills KRAS and BRAF mutant colorectal cancer cells by targeting GAPDH“, Science 2015 Dec. 11; 350(6266): 1391-6. Zu lesen auf PubMed.
  • Nagamine I, Akiyama T, Kainuma M, Kumagai H, Satoh H, Yamada K, Yano T, Sakurai H.: „Effect of acerola cherry extract on cell proliferation and activation of ras signal pathway at the promotion stage of lung tumorigenesis in mice“, J Nutr Sci Vitaminol (Tokyo), 2002 Feb, 48 (1): 69-72. Zu lesen auf PubMed.
  • 600+ medizinische Studien zum Begriff „Acerola“ auf PubMed.

Natur schlägt Synthetik

Ich bin und bleibe ein riesen Fan der Natur. Ich liebe unsere Flora und Fauna über alles und deshalb ist Landwirtschaft meine Berufung. Acerola ist ein Naturprodukt und daher absolut unschlagbar in seiner Wirkung.

Acerola zählt zu den exotischen Superfoods, die sich mittlerweile einen festen Platz im Bewusstsein der europäischen Bevölkerung errungen hat. Sie ist und bleibt eine Powerfrucht von der wir noch jede Menge hören werden.

Tiefgreifende wissenschaftliche Studien sind essentiell, um ein Umdenken bei der Ärzteschaft zu erlangen, denn die westliche Schulmedizin, die weiter auf Chemotherapie, Bestrahlung und Operation setzt, hat gnadenlos versagt. Menschen die diese Tortur überleben, müssen oft mit gewaltigen Nebenwirkungen bis an ihr Lebensende kämpfen. Wer 5+ Jahre überlebt wird als „Wunder“ bezeichnet.

Welche positiven Erfahrungen habt Ihr mit Acerola gesammelt? Welche Darreichungsform bevorzugt Ihr und warum?

Bildquelle: Ponciano / Pixabay.com

Superfoods zur Unterstuetzung des Immunsystems

3 Superfoods zur Unterstützung des Immunsystems

Ein starkes Immunsystem ist die effektivste Verteidigungslinie unseres Körpers gegen Krankheitserreger aller Art (Bakterien, Viren & Co.). Stress und Angst schwächen die Abwehr. Umso wichtiger ist es daher sich Unterstützung aus der Natur zu holen. Sogenannte Superfoods sind wertvolle Helfer im Kampf gegen das „Unsichtbare“.

Bei dem Begriff Superfoods denken die meisten an etwas Exotischem; dabei wimmelt es in unseren heimischen Gärten nur so vor Super-Kräuter, Super-Früchte und Super-Gemüse. Fakt ist, dass unsere Lebensweise und u.a. auch der „Push“ in Richtung Monokulturen alles andere als vorteilhaft für unsere Böden ist. Selbstverständlich versuchen wir in der Landwirtschaft mit nachhaltigen und ökologischen Landbaumethoden den Boden einerseits zu schützen und andererseits auch zu verbessern, aber es ist nicht so leicht wie viele sich das vorstellen.

Von Experten hören wir immer wieder, dass wir bei einer abwechslungsreicher Ernährungsweise keinen Mangel zu befürchten haben. Aber ist das wirklich so? Liefert uns ein absolut überstrapazierter Boden und die ganzen Monokulturen tatsächlich alle Nährstoffe die wir benötigen und das in einer ausreichenden Menge?

Wie so oft im Leben, klaffen auch bei diesem Thema die Meinungen stark auseinander. Viele Menschen sind überfordert und verwirrt. Das Sprichwort „Im Zeitalter der Information ist Unwissenheit eine Wahl“ stimmt schon, nur was tun mit derart gegensätzlichen Informationen und Aussagen?

Gleichzeitig wachen immer mehr Menschen auf und realisieren, dass es nichts bringt ihr wertvolles Leben den externen Umständen, Einflüssen und Meinungen zu überlassen. Früher oder später kommt der Zeitpunkt wo wir uns eingestehen müssen, dass wir selbst der Kapitän unseres Lebens sind und endlich die Kontrolle und Verantwortung dafür übernehmen müssen.

Wir alle sind einzigartige Wesen, die es verdienen ein schönes, gesundes, frohes, liebevolles und vor allem sinnvolles Leben zu führen. Die Natur war schon immer unser engster Begleiter und deshalb spielen Superfoods solange wir diesen Planeten bewohnen, eine wichtige Rolle.

Superfoods – Kraftnahrung aus der Natur

Heute möchte ich Euch mit zwei Exoten und einem heimischen Superfood näher bekannt machen. Vielleicht habt Ihr das eine oder andere selbst schon ausprobiert.

1. REISHI – Ein ganz besonderer Vitalpilz

Der berühmteste Vitalpilz überhaupt ist Reishi, auch bekannt unter dem Namen Glänzender Lackporling (Ganoderma lucidum). Aufgrund seines sehr breiten Anwendungsspektrums wird er als „König der Vitalpilze“ bezeichnet. Die Chinesen gaben Reishi auch den Namen „Pilz der Unsterblichkeit“.

Die wichtigsten Wirkstoffgruppen sind die Triterpene und die Beta-Glucane. Wenn Ihr den Begriff „Reishi“ in der renommiertesten medizinischen Literaturdatenbank PubMed eingibt, dann erscheinen 1.093 Einträge. Es sind einzelne Artikel aus bis zu 4.500 medizin-relevanten Fachzeitschriften (schwerpunktmäßig englischsprachig). Die Studien belegen die Wirkung von Reishi bei Krebspatienten, Herz-Kreislauf-Störungen, Asthma, Bronchitis, Infekte, Allergien und vieles mehr.

Reishi besitzt folgende Eigenschaften:

  • entzündungshemmend
  • antibakteriell
  • antiviral
  • schleimlösend
  • husten- und schmerzstillend
  • beruhigend, den gesunden Schlaf unterstützend
  • reguliert das Zentrale Nervensystem

„Reishi-Komponenten binden direkt an die Viren (1) und stören den Prozess, bei dem sich Viren an gesunde Körperzellen anlagern und in diese eindringen, um eine Infektion zu verursachen (2)“.

– Studie (1): SK, Kim YS, Lee CK, Han SS. Possible mode of antiviral activity of acidic protein bound polysaccharide isolated from Ganoderma lucidum on herpes simplex viruses. J Ethnopharmacol 2000 Oct; 72 (3): 475-81.
– Studie (2): Liu J, Yang F, Ye LB, et. al. Possible mode of action of antiherpetic activities of a proteoglycan isolated from the mycelia of Ganoderma lucidum in vitro. J Ethnopharmacol. 2004 Dec; 95 (2-3): 265-72.

Anwendungsbereiche für Reishi:

  • Zielorgane: Herz, Lunge, Leber, Gehirn, Zentrales Nervensystem
  • Allergien
  • Pseudoallergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • regenerierende Wirkung auf die Bronchialschleimhaut
  • Herz-Kreislauf (koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen)
  • Venenerkrankungen, Thrombosen, Embolien
  • Blutgerinnungshemmung
  • Fibromyalgie
  • bei Nervenleiden (Depression, Schlaflosigkeit, Alzheimer, Parkinson)
  • Leber- und Strahlenschutz
  • usw.

Wissenschaftliche Studien:

Hier findet Ihr alle 1.093 Studien zu Reishi. Neues PubMed-Portal. Altes PubMed-Portal.

2. SCHWARZKÜMMELÖL – Der Allergie-Killer aus Ägypten

Auf Superfood #2 brachte mich eine Freundin. Sie leidet nämlich an einer Birkenpollenallergie. Bis heute hat sie alles mögliche ausprobiert, u.a. auch die „magische“ Hyposensibilisierung – die ihr im Endeffekt nichts gebracht hat. Also griff sie nach mehreren Recherchen auf die Kraft aus der Natur zurück und entdeckte auf ihrer Reise das ägyptische Schwarzkümmelöl (Nigella sativa) worauf sie heute schwört. Sie hat keine Symptome mehr, kann während der aggressiven Blütezeit wieder alles essen und ist sehr glücklich.

Es gibt mehr als 700 wissenschaftliche Studien die belegen, dass Schwarzkümmelöl bei Allergien, Schlafstörungen, Bluthochdruck, Asthma, Harnwegserkrankungen oder Krebs effektiv eingesetzt werden kann.

Das Öl wird im nahen Osten seit über 2.000 Jahren in verschiedensten Bereichen eingesetzt. Die altägyptischen Leibärzte der Pharaonen rühmten die heilenden Eigenschaften des Schwarzkümmelöl. Kein Wunder, dass Archäologen eine Flasche mit dem „schwarzen Gold der Pharaonen“ bei der Mumie des Königs Tutanchamun fanden. [Quelle: Zohary and Hopf, 2001]

Anwendungsgebiete für Schwarzkümmelöl:

  • Allergien und Heuschnupfen
  • Asthma
  • Haut: Akne und Pickel
  • Haare: Erneuerung der Haarzellen, Verbesserung der Haarstruktur
  • ADHS bei Kindern
  • Regulierung des Hormonhaushalts
  • Bluthochdruck
  • Blähungen, gestörte Verdauung
  • Hemmt und unterbindet das Wachstum von Krebszellen / zerstört Tumorzellen
  • Regt das Wachstum von Knochenmarkszellen
Quelle: Reformhaus Engelhardt GmbH & Co. KG, YouTube

Wissenschaftliche Studien:

Wenn Ihr auf PubMed den Begriff „black cumin“ oder „Nigella sativa“ eingibt, dann erscheinen 1.483 medizinische Studien. Alle relevanten Studien inkl. Anwendungsgebiete findet Ihr auf PubMed.

3. ARONIA – Ein kraftvoller Antioxidant aus Franken

Nach den beiden Exoten, musste auch ein heimischer Superfood her. Zwar hat dieses attraktive Wildobst seine Wurzeln in Nordamerika, aber seit meiner Reise vor ein paar Jahren in Peru, pflanze ich es im schönen Frankenländle ebenfalls an. Siehe hierzu die Marke FrankenAronia.

Da ich schon öfters über Aronia und seine heilende Wirkung — insb. im Kampf gegen Darmkrebs — geschrieben habe, präsentiere ich Euch heute die jeweiligen Anwendungsgebiete kurz zusammengefasst.

Aronia: das attraktive Wildobst aus Nordamerika jetzt bei uns erhältlich

Mit der geballten Power von Aronia den Winter gut überstehen

5 Superfoods für mehr Power im Winter

5 Superbeeren und ihre magischen Kräfte

Anwendungsgebiete für Aroniaprodukte:

  • Hemmt das Wachstum von Krebszellen / hemmt die Zellteilung der Krebszellen
  • Schützt vor radioaktiven Strahlen und den negativen Auswirkungen von Zytostatika (Chemotherapie)
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Magen- und Lebererkrankungen / unterstützt die Verdauung
  • Stärkung des Immunsystem
  • Wirkt antidiabetisch, entzündungshemmend, antibakteriell und antiviral

Wissenschaftliche Studien:

Es gibt derzeit 407 medizinische Studien welche die positiven Wirkungen von Aronia (Aroniabeeren / Aroniasaft / Aroniapulver / Aroniakapseln etc.) auf unseren Körper belegen. Ihr findet alle diese Studien auf PubMed.

SUPERFOODS – Mehr als ein Mythos

Mythos oder doch Realität?

Viele regen sich über den Begriff Superfoods auf, was marketing- und vertriebstechnisch hoch wirksam ist. Allerdings steckt hinter diesem Wort wesentlich mehr als ein Werbe-Hype.

Die Natur ist sehr mächtig. Sie bietet uns einen wunderbaren Lebensraum. Die Natur bietet uns alles was wir brauchen. Diese Weisheit erkannten nicht nur die Altägypter, sondern auch die Chinesen und Indianer. Dann kam der moderne Mensch und patentierte das was uns die Natur in voller Pracht hergibt (kostenlos wohlgemerkt), um damit Geld zu machen. Die Welt der Medikamente und der Pharma-Industrie entstand. Seitdem scheint diese Entwicklung bzw. diesen Boom nichts mehr aufzuhalten.

Die westliche Medizin und Medikamente haben ihren Platz, aber das was wir heute weltweit treiben hat absolut nichts mehr mit dem Ursprung der Medizin zu tun. Kein Wunder, dass wir mit Super-Bugs und Antibiotikaresistenzen kämpfen. Dafür haben wir mit unserer Cleverness jegliche Gesetze und Prinzipien der Natur außer Kraft gesetzt. So müssen wir heute zusehen, wie sich das von uns aufgebaut System gegen uns wendet. Die Natur wird immer gewinnen und das ist auch gut so.

„Eine Gesellschaft, die Heilmittel geheim hält, damit weiter Medikamente mit gigantischen Gewinnen verkauft werden können, ist keine echte Gesellschaft, sondern eine riesige Irrenanstalt.“

— Dr. Sebi alias Alfredo Darrington Bowman

Ignoriert die Superfoods nicht. Es muss sich dabei nicht um Reishi oder Schwarzkümmelöl handeln.

Petersilien, Spinat, Sanddorn, Heidelbeeren… – sie alle findet Ihr in Eurer Region und sogar im eigenen Garten. Sie alle sind auch Superfoods, die Euch helfen, Euer Immunsystem zu unterstützen und gleichzeitig auch zu stärken.

Foto: 5389939 / Pixabay.com

5 wirkungsvolle Superfoods

5 wirkungsvolle Superfoods für schöne Haut

Bei dem Begriff Superfoods denkt sofort jeder an exotische Früchte und Gemüse; das muss aber nicht sein. Auch hierzulande haben wir jede Menge Schönheitsbooster und Anti-Aging-Foods die uns länger energiereich, vital und gesund halten. Es ist sehr wichtig was wir zu uns nehmen und ebenso bedeutend ist es, wie wir unsere Haut pflegen. Das größte Sinnesorgan des menschlichen Körpers spielt bei der ganzen Geschichte eine wesentliche Rolle.

Das Innere reflektiert auf das Äußere. Was wir zu uns nehmen, das widerspiegelt sich früher oder später auch auf unserer Haut. Wer wenig schläft, viel raucht und Kaffee trinkt, eher zu Cola und allerart Limonaden greift statt Wasser zu verzehren bzw. auf Fast Food nicht verzichten kann, wird das Ergebnis auf seiner Haut sehen. Dieses Verhalten mit Superfoods auszugleichen hilft recht wenig.

Keine Sorge, ich werde Euch heute keine neue Diät vorstellen. Das Thema ist schon zigmal durchgekaut worden und es gibt genügend Blogger die darüber schreiben. Ganz im Gegenteil, ich möchte Euch heute fünf Superfoods vorstellen die Ihr problemlos in Euer Alltag integrieren könnt. Die nachfolgende Liste besteht aus leckeren Lebensmitteln die sowohl aus dem heimischen Anbau stammen, als auch importiert werden.

Superfoods aus Übersee

Bevor wir uns zwei starke einheimische Beauty-Superfoods näher anschauen, starten wir unsere Reise mit drei internationale Kollegen.

ROHKAKAO

Kakao ist eines der komplexesten Lebensmittel der Erde mit über 300 verschiedenen Molekülverbindungen. Roher Kakao ist ein wertvoller Magnesium-, Eisen- und Chromlieferant. Es enthält darüber hinaus eine Fülle von Vitaminen, Balaststoffen, Antioxidantien, Mineralstoffe und ungesättigten Fettsäuren.

Die antioxidativ wirkenden Flavonoide schützen uns vor freien Radikalen und gelten als gute Anti-Aging-Agenten. Der hohe Magnesiumgehalt beugt nicht nur Wadenkrämpfe vor sondern begünstigt auch eine porenreife Reinigung was wiederum für einen feinen Teint sorgt. Des Weiteren schützt Magnesium vor dem Austrocknen der Haut indem es hilft Feuchtigkeit zu speichern.

Nicht vergessen, Kakao wirkt auch stimmungsaufhellend. Das liegt daran, dass bestimmte Aminosäuren die im Kakao enthalten sind, den Serotoninspiegel anheben.

KURKUMA

Sie sieht aus wie Ingwer hat aber eine knallorange Farbe. Während die Kurkumawurzel in der ayurvedischen Medizin seit nunmehr 5.000 Jahren als zentrale Heilpflanze bekannt ist, nimmt die westliche Welt sie erst seit wenigen Jahren etwas ernster. Der Fokus liegt hierbei auf den Inhaltsstoff Curcumin was dem Superfood nicht nur seine Farbe schenkt, sondern oberndrauf auch als ein besonders starker Antioxidant wirkt.

Warum ist Kurkuma nicht nur auf den Teller beliebt sondern findet vermehrt einen Einsatz in der Naturkosmetik?

Wirkung von Kurkuma:

  • antioxidativ (wirkt der Faltenbildung entgegen und sorgt für eine schöne Haut und ein gutes Haar- und Nagelwachstum)
  • entzündungshemmend
  • wohltuend für die Verdauung, hilft bei Magenbeschwerden
  • fördert die Leistung des Gedächtnisses und wirkt den Demenzeffekten von Alzheimer entgegen
  • weist krebshemmende Funktionen auf
  • eignet sich zur Senkung des Cholesterinspiegels

Das sind die wissenschaftlichen Studien, welche die oben aufgeführten Punkte beweisen:

  • Mishra S., Palanivelu K.: The effect of curcumin (turmeric) on Alzheimer’s disease: An overview, Annals of Indian Academy of Neurology, 2008 Jan-Mar, NCBI PubMed.
  • Kanai M., Imaizumi A., Otsuka Y., Sasaki H., Hashiguchi M., Tsujiko K., Matsumoto S., Ishiguro H., Chiba T.: Dose-escalation and pharmacokinetic study of nanoparticle curcumin, a potential anticancer agent with improved bioavailability, in healthy human volunteers, Asian Pacific Journal of Cancer Prevention, Cancer Chemother Pharmacol, 2012 Jan, NCBI PubMed.
  • Yuan HY., Kuang SY., Zheng X, Loing HY., Yang YB., Yan PK., Li K., Liao DF.: Curcumin inhibits cellular cholesterol accumulation by regulating SREBP-1/caveolin-1 signaling pathway in vascular smooth muscle cells, National National Science Foundation of China, Acta Pharmacol Sin, 2008 May, NCBI PubMed.

Weitere Studien findet Ihr Online auf der Webseite der US National Library of Medicine.

DIE GRÜNEN „MONSTER“ ALOE VERA & AVOCADO

Der gesunde Fettbooster aus Zentralamerika findet ihren Weg verstärkt auf unsere Teller und damit einhergehend auch in die Kosmetik. Avocados sind reich an Vitamine (A, E und K), Carotinoide, Biotin, Folsäure, Kalzium, Balaststoffen und gesunden, ungesättigten Fetten. Als Antioxidant hilft sie unseren Zellen gegen Schäden die durch freie Radikale verursacht werden. Die Frucht wirkt beruhigend und entzündungshemmend auf der Haut.

Avocados halten nicht nur unsere Haut jung sondern helfen auch den Cholosterinspiegel zu senken. (Quelle: NCBI PubMed – Übersicht der wissenschaftlichen Studien die das belegen)

Die grüne Pflanze mit kaktusähnlichen Blättern kann viel mehr als nur große Mengen an Wasser über mehrere Monate einlagern. Aloe Vera hat über 200 Inhaltsstoffe, viele Enzyme mit antioxidativer Wirkung (wichtig im Kampf gegen freie Radikale) sowie Aminosäuren die ihr Elastizität und Spannkraft verleihen. Deshalb dürfte es keinen wundern, dass es so viele feuchtigkeitsspendende Gesichts- und Haarmasken gibt, die das grüne „Wundermittel“ als Basis haben.

Heimische Superfoods für Körper und Haut

Wenden wir unsere Aufmerksamkeit nach innen, d.h. kehren wir nach Europa und im deutschsprachigen Raum zurück. Was können wir hierzulande anbauen das uns im Anti-Aging-Kampf hilft?

SANDDORN

Vitamin C hat nicht nur eine antioxidative Wirkung sondern ist darüber hinaus auch für die Kollagensynthese von großer Bedeutung. Wenn wir uns über eine straffe, elastische Haut freuen wollen, dann benötigen wir eine Frucht mit einem ungewöhnlich hohem Vitamin C-Gehalt.

Die australische Buschpflanze und Camu Camu gelten weltweit als die Vitamin C reichsten Früchte der Welt. Diese werden bei uns jedoch nicht (bzw. noch nicht) angebaut. Die nächsten drei Vitamin C Booster sind Sanddorn, Hagebutte und die Acerola-Kirsche.

Über den Sanddorn habe ich schon öfters geschrieben (siehe hierzu den Beitrag Sanddorn – Eine wichtige Vitaminquelle für viele Deutsche). Sie ist nicht nur ein starker Radikalfänger sondern hat unzählige weitere Talente. Sanddorn wird bei Appetitlosigkeit, Verdauungsprobleme und Hautausschlag erfolgreich eingesetzt. Wer unter Akne leidet, kann ein Sanddornöl ausprobieren.

SPINAT

Stark wie Popeye, schön wie Marilyn Monroe. Spinat ist nicht nur ein absoluter Powerhaus für den Körper, sondern obendrauf wirkt das grüne Superfood auf dem heimischen Gemüsegarten Falten vor. Neben Eisen, Kalzium und Omega 3 liefert Spinat noch die Vitamine C und E sowie Betacarotin welche die Haut vor UV-Strahlen schützen.

Weitere heimische Superfoods für die Haut:

  • Gurken
  • Rote Paprika
  • Tomaten
  • Brokkoli
  • Nüsse (z.B. Mandeln, Cashewkerne)
  • Leinsamenöl
  • Kürbiskernöl

Vergessen wir nicht die kleinen dunklen Beeren die auch bei uns beheimatet sind und wahre Wunder gegen freie Radikale leisten.

ARONIABEEREN stechen durch ihre hohe Konzentration an Flavonoiden heraus. Die farbgebenden Anthocyaneder und die oligomeren Procyanidine (OPC) sind die wichtigsten antioxidativen Moleküle der Beere. Darüber hinaus verfügt die dunkelblau-violette Beere die vor vorzeitiger Alterung und einer Vielzahl von Krankheiten schützt, über hochdosierte Vitamine (A, B, C, E, K) und Mineralstoffe (Kalium, Magnesium, Zink, Eisen).

Aroniabeeren werden auch bei uns in Deutschland angebaut. Ich persönlich baue sie im schönen Frankenländle an.

Wenn Ihr Lust habt einen leckeren Aroniasaft zu probieren bzw. die Frucht als Pulver verzehren möchtet, dann schreibt mich doch direkt an. Die Webseite für FrankenAronia (die Marke unter der ich die Aroniaprodukte vertreibe) wird noch erstellt.

Schön durch basische Ernährung

Im Endeffekt geht es bei der basischen Ernährung darum, entzündliche Prozesse im Körper möglichst in Schach zu halten.

Dazu müssen wir wissen, dass Industriezucker und ein Überschuss an tierischem Eiweiß zu einer Übersäuerung führt. Kann der Körper diesen Überschuss an Säure nicht mehr ausgleichen, dann lagert er sie im Bindegewebe. Es entsteht Cellulitis.

Eine basische Ernährung mit viel Gemüse, Obst und gesunden Fettsäuren (z.B. Avocados, Olivenöl) inkl. der oben aufgeführten Superfoods verhindert eine Übersäuerung und hilft, die Säure abzubauen. Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt lässt die Haut von innen heraus gesund und jung strahlen.

Ich möchte jedoch eins klar stellen: beim Thema gesunde und schöne Haut geht es um viel mehr als nur Superfoods.

Stress wirkt sich auf die Haut aus.

Schlafmangel verursacht nicht nur die unschönen Augenringe, sondern wirkt sich negativ auf unser Gehirn und Körper aus.

Wer nicht genügend stilles Wasser trinkt und damit der Haut hilft, schädliche Stoffe auszuscheiden, der wird die Alterungszeichen auf der Haut sehen.

Jegliches Ungleichgewicht in unserem Leben wirkt sich auf unser Körper und unsere Haut aus.

Getreu dem Motto „Beauty comes from the inside“, sollten wir vermehrt darauf achten, dass wir im Einklang mit unserem Verdauungstrakt arbeiten. Superfoods unterstützen uns dabei, sie können aber nicht alles wettmachen. Sie sind kein Allheilmittel.

Bizarre Superfrucht gegen Krebs

Bizarre aussehende Superfrucht bekämpft Krebs

Hierzulande ist sie eine Unbekannte, in Asien hingegen eine Delikatesse und das obwohl sie bitter schmeckt. Karela oder Bittermelone ist eine asiatische Superfrucht, die seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle in der ayurvedischen Medizin spielt. Neue Forschungen bestätigen die Power dieser Frucht. Sie gilt als mächtige neue Waffe gegen Krebs.

Den Krebs bekämpfen – das steht leider bei immer mehr Menschen auf der Tagesordnung. Die Diagnose „K“ bricht der Mehrheit der Patienten die Seele, überrollt die gesamte Familie wie ein Vulkan und hinterlässt traumatische Spuren. Jede Studie, noch so klein ist wie ein Lichtblick, ein Hoffnungsschimmer. Die Natur bietet uns so viel wunderschönes, wieso nicht auch ein Heilmittel für Krebs?

Eine neue Studie, die am 21. Oktober 2019 in der Zeitschrift Cell Communication and Signaling veröffentlicht wurde, hat gezeigt, dass Bittermelone das Tumorwachstum bei Mäusen mit Mundkrebs um 50% reduzieren kann. Es moduliert die Immunantwort, erhöht die Wirksamkeit von NK-Zellen, induziert Apoptose und stoppt die Metastasierung. Hinzu kommt noch, dass die Superfrucht reich an Nährstoffen ist und eine Reihe zusätzlicher gesundheitlicher Vorteile bietet.

Die außerirdische Superfrucht Karela ist eine absolute Geheimwaffe

Die Bittermelone, die aussieht wie eine außerirdische Gurke, ist eine erstaunliche Frucht. Sie liefert 90% des RDI von Vitamin C, fast 50% von Vitamin A, 8% von Balaststoffen und mehr. Bevor wir auf die Zerstörungskraft dieser Frucht in punkto Krebs eingehen, anbei noch ein paar wichtige Einsatzfelder.

Die Superfrucht wird in der Ayurveda-Medizin seit Jahrhunderten zur Behandlung von Diabetes empfohlen. Eine Studie, die 2018 im Journal of Medicine Food veröffentlicht wurde, ergab, dass Erwachsene, die täglich 2.000 mg Bittermelone einnahmen, den Blutzucker und das Hämoglobin A1c gesenkt hatten.

Bittermelone hilft überschüssiges Bauchfett zu reduzieren. In einer aus 2012 im BMC Nutrition Journal veröffentlichten Studie verloren Teilnehmer, die täglich Bittermelonen-Extrakt zu sich nahmen, in nur 7 Wochen durchschnittlich einen Zentimeter ihrer Taillengröße.

Durch den hohen Gehalt an Vitamin C, ist die Bittermelone ein hervorragender Immunverstärker. Es schützt vor Schäden durch freie Radikale und reaktive Sauerstoffspezies. Wie entsteht dieser Schaden? Durch Toxine, Umweltverschmutzung, Chemotherapeutika und Zigarettenrauch. Diesen Faktoren sind wir im Alltag öfters ausgesetzt als wir es gerne hätten.

Quelle: charanteaeurope dalasa, YouTube

Bittermelone als Antikrebsmittel

Die Zeitschrift Cancer Prevention Research veröffentlichte in 2018 eine Studie die zeigt, dass Bittermelone die Replikation von oralen Plattenepithelkarinomen bei Mäusen stoppte. Der Beitrag wurde zum meistzitierten Artikel des Jahres.

Prof. Dr. Ratna Ray ist Professorin für Pathologie an der Universität Saint Louis in St. Louis, Missouri und Autorin der Studie. Da sie in Indien aufgewachsen ist, wusste sie schon seit ihrer Kindheit um die Bedeutung von Bittermelone in der indischen Volksmedizin. Die Frucht ist in Indien nämlich ein fester Bestandteil vieler Diäten. Professor Ray ist der Meinung, dass „der Einsatz von Naturprodukten als Präventivmedizin immer wichtiger“ wird.

Was hat Prof. Dr. Ray in ihren Forschungen bisher herausgefunden?

Die wissenschaftlichen Studien beweisen folgende Wirkungen von Bittermelonenextrakt:

  • bekämpft den Krebs, indem er die Immunantwort moduliert
  • hemmt die Glykolyse und den Fettstoffwechsel
  • induziert ein endoplasmatisches Retikulum und einen durch oxidativen Stress vermittelten Zelltod bei Mundkrebs
  • steigert die Wirksamkeit natürlicher Killerzellen
  • löst Apoptose in Brustkrebszellen aus, während die Vermehrung und Metastasierung gestoppt wird
  • hat eine Chemoprävention von Prostatakrebs

Bittermelonen weisen demnach eine selektive Toxizität auf und zeigen keine größeren Nebenwirkungen bei Menschen und Tieren. Patienten, die diese Superfrucht in ihre Ernährung integrieren, haben daher nur ein geringes Risiko. Zur Sicherheit empfiehlt sich dies mit einem Arzt abzustimmen, vorausgesetzt dieser kennt sich auch wirklich aus.

Wissenschaftliche Studien

  • Cortez-Navarette M., Martinez-Abundis E., Perez-Rubio K.G., Gonzales-Ortiz M., Mendez del Villar M.: Momordica charantia Administration Improves Insulin Secretion in Type 2 Diabetes Mellitus, Journal of Medicinal Food, Vol. 21, No. 7, Juli 2018 in Mary Ann Liebert publishers.
  • Tsai C-H., Chen E.C., Tsay H-S, Huang C-J.: Wild bitter gourd improved metabolic syndrome: A preliminary dietary supplementation trial, Nutritional Journal, 2012 in PubMed.
  • Ray R.B., Sur S., Steele R., Aurora R., Varvares M., Schwetye K.E.: Bitter Melon Prevents the Development of 4-NQO–Induced Oral Squamous Cell Carcinoma in anImmunocompetent Mouse Model by Modulating Immune Signaling, 2018 in Cancer Prevention Research.
  • Ray Ratna B.: Can This Asian Fruit Keep Cancer at Bay? Dezember 2019, Saint Louis University, in Globe Newswire.
  • Ray Ratna B.: Bitter melon extract attacks breast cancer cells, Saint Louis University, Februar 2010, in EurekAlert.
  • Ray Ratna B., Sourav Bhattacharya, Naoshad Muhammad: Bitter Melon Enhances Natural Killer Mediated Toxicity against Head and Neck Cancer Cells, Juni 2017, Cancer Prevention Research in NCBI.
  • Ray Ratna B.: Bitter melon and chemoprevention of prostate cancer, Saint Louis University, 2010, National Cancer Institute (NCI), Grantome.

Wird die bitter schmeckende Superfrucht auch uns Europäer erobern?

Professor Ray hat ihren Standpunkt öfters klargemacht:

„Manche Leute essen täglich einen Apfel. Ich esse lieber eine bittere Melone am Tag.“

Die aus Indien stammende Professorin hält Karela für eines der gesündesten Lebensmittel, die man essen kann.

Zum Schluss noch zwei wichtige Fragen:

Wo gibt’s diese Superfrucht zu kaufen?

Bittermelone ist in den meisten asiatischen Märkten zu jeder Jahreszeit erhältlich. Die Frucht hat einen bitteren Geschmack, so wie der Name schon verrät. Wichtig ist es, die Haut zu entfernen, um so an das Fleisch darunter zu gelangen.

Wie wird sie denn zubereitet?

Bittermelone kann durch Dämpfen, Braten oder Grillen gekocht werden. In der asiatischen Küche wird sie in Pfannengerichten oder im Curry verwendet. Für Juice-Befürworter kann die Frucht selbstverständlich auch entsaftet werden. Ansonsten kann man auf Kapseln zurückgreifen; stellt jedoch sicher, dass diese gentechnikfrei und rein biologisch sind. Vor der Einnahme immer mit einem Arzt abstimmen.

Interessant, wir Menschen bevorzugen süsses und salziges, dabei sehnt sich unser Körper vermehrt nach etwas Bitterem. Heute habe ich Euch eine dazu passende Superfrucht vorgestellt. Werdet ihr diese in Eurem Ernährungsplan mit aufnehmen?