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Man-Koso - Ein fermentiertes Naturprodukt aus Asien

Man-Koso: Ein fermentiertes Naturprodukt aus Asien

Vor Kürze bin ich auf ein Superfood gestoßen, dass ich Euch nicht vorenthalten möchte. Wir wissen, wie wichtig fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut und Kimchi für unseren Magen-Darm-Trakt und damit einhergehend für die Hemmung von Entzündungen sind. Es gibt jedoch ein natürliches Produkt mit dem Namen Man-Koso, das dem Begriff Fermentation einen besonderen „Touch“ gibt.

Vor rund 100 Jahren entwickelten Biochemiker aus Asien ein aufwendiges Fermentations-Verfahren. Die Wissenschaftler wollten ein natürliches Probiotikum schaffen, das den Körper unterstützt und mobilisiert, und die Selbstheilungskräfte aktiviert. Denn heilen können wir uns nur selbst, obwohl wir diesen wertvollen Prozess irrtümlicherweise nach außen verlagern bzw. gerne auch mal ignorieren.

Was genau ist Man-Koso?

Mehr als 40 natürliche Nutzpflanzen (Obst und Gemüse) werden über einen Zeitraum von 3 Jahren und 3 Monaten fermentiert, d.h. nicht alkoholisch vergoren. Die Zutaten werden so in ihre Bestandteile, fermentierte Enzyme und Aminosäuren, aufgespalten.

Der Frucht-Gemüse-Cocktail aus Japan wird unter Zugabe von Hefe und Milchsäure nach einem ausgeklügeltem System in klimatisierten Hallen aufbewahrt. Der braune Power-Mus ist rein natürlich und enthält keinerlei chemische Zusätze oder Konservierungsstoffe.

Aufgrund dieser Eigenschaften ist Man-Koso ein hervorragender Radikalenfänger und Immunsystemverstärker.

Quelle: Welt der Gesundheit, YouTube

Weiterführende Infos

Bei meinen Recherchen bin ich auch auf eine digitale Broschüre über Man-Koso gestoßen, die ich anbei verlinke. Es scheint die gleiche Broschüre zu sein, die im obigen Video erwähnt wurde.

https://www.engelis-naturshop.ch/media/products/Man-Koso_Buch.pdf

Dass fermentierte Produkte das Darmmilieu wieder ins Gleichgewicht bringen, sollte jedem der Wert auf Gesundheit legt, mittlerweile bekannt sein. Was ich im Falle von Man-Koso im Gegensatz zu beispielsweise Sauerkraut oder Kimchi vorteilhaft finde, ist die hohe Konzentration im kleinen Behälter. Sauerkraut durch die Gegend zu transportieren, ist nicht ohne. Man-Koso hingegen ist in kleinen Gläsern oder Beutelchen verfügbar, was die Sache wesentlich attraktiver macht.

Nicht ganz so attraktiv sind die Preise dieses Superfoods.

Während wir hochqualitative Sauerkraut- oder Kimchiprodukte unter 10€ kaufen können, muss man bei Man-Koso schon recht tief in die Tasche greifen. Irgendwie erinnert mich die Preisdiskrepanz an Honig, und zwar dem heimischen Honig versus Manuka-Honig aus Neuseeland, wo wir preislich, für eine stärkere Konzentration, deutlich über 100€ liegen können.

Interessant finde ich weiterhin die Tatsache, dass sich Man-Koso auch in der Tiermedizin etabliert hat.

Wer nach eingehenden Recherchen von Man-Koso absolut überzeugt ist, sich das Produkt aufgrund des Preises jedoch finanziell nicht erlauben kann, sollte ruhig auf „billigere“, fermentierte Lebensmittelvarianten zurückgreifen. Diese mögen nicht so hochdosiert sein wie der japanische Mus, nichtsdestotrotz sind sie für den europäischen Magen-Darm-Milieu sehr bekömmlich.

Ein paar Beispiele: Sauergurken / fermentierte Gurken, saure / fermentierte Bohnen, Sauerkraut

Power für den Darm

Der Darm wurde in der traditionellen, westlichen Medizin jahrelang vernachlässigt. Die Bedeutung des Mikrobioms kann heute nicht mehr von der Hand gewiesen werden. Denn wir sind nicht alleine: mit und in uns leben Billionen von Mikroorganismen wie z.B. Bakterien, Viren, Pilze und Co. Wenn das Gleichgewicht einmal zerstört ist, dann heißt es als Erstes, diese äußerst wichtige Abwehrlinie wieder herzustellen. Während Medikamente die Symptome „begraben“, hilft uns die Natur wieder in die Balance zu kommen.

Eins ist klar: Man-Koso hat sich einen festen Platz in meinem nächsten Superfoods-Glossar ergattert.

Welche Erfahrungen habt Ihr mit Man-Koso gesammelt?

Bildquelle: Foto von Quang Nguyen Vinh auf Pexels

2022-02 Das Superfoods-Glossar

Das Superfoods-Glossar 2022

In den letzten zehn Jahren meiner sogenannten „Blogging“-Karriere hier auf Agrarbetrieb haben sich jede Menge Artikel über Superfoods gesammelt. Eine perfekte Gelegenheit demnach Euch heute das Superfoods-Glossar der letzten Dekade als Gesamtwerk zu präsentieren.

Mein Ziel heute ist das Ganze in einer gewissen Struktur zu bringen, damit Ihr schneller durch die für Euch interessanten Titel navigieren könnt. Während sich ein Teil der Blogs auf spezifische gesundheitliche Herausforderungen fokussiert, beziehen sich andere wiederum auf gesonderte Kategorien die den einen oder anderen, je nach Lebenssituation, stärker ansprechen.

Los geht’s mit unserer Reise…

ALLGEMEIN

Superfood: Was ist so super an Superfoods?

Superfood: dagegen ist doch ein Kraut gewachsen

Das Superfoods-Lexikon (4-teilige Serie): TEIL 1 + TEIL 2 + TEIL 3 + TEIL 4

DIE GEHEIMNISSE DER BEEREN

Aronia – eine Beere für Eure Gesundheit

Aronia: das attraktive Wildobst aus Nordamerika jetzt bei uns erhältlich

Mit der geballten Power von Aronia den Winter gut überstehen

Heidelbeere – süsser Gesundheitskick für die Fastenzeit

5 Superbeeren und ihre magischen Kräfte

STÄRKUNG DES IMMUNSYSTEMS

3 Superfoods zur Unterstützung des Immunsystems

3 Superfruits, um Dein Immunsystem natürlich zu stärken

Pomelo – die größte Zitrusfrucht ist eine wahre Vitamin C-Bombe

Camu-Camu – Mehr Vitamin C Power geht nicht

Sanddorn – Eine wichtige Vitaminquelle für viele Deutsche

Acerola – ein Vitamin C-Exot aus Süd- und Mittelamerika

5 Superfoods für mehr Power im Winter

Stärke Dein Immunsystem mit der Kraft aus der Natur

SUPERFOODS GEGEN KREBS

Bizarre aussehende Superfrucht bekämpft Krebs

BEWÄHRTES FÜR DIE GESUNDHEIT

Green food – unsexy, dafür aber super gesund

Grünkohl – ein heimischer Superfood der Extraklasse

Papaya – eine exotische Powerfucht für die Gesundheit

Nüsse – ideal nicht nur für Eichhörnchen, sondern auch für uns

Chlorophyll – Lust auf grünes Blut?

Chlorella – Detox oder nur Hype?

3 Superpflanzen die unsere Welt ein bisschen besser machen

Mit Superfoods unseren „Tempel“ gesund halten

5 essbare Wildpflanzen, um gesund durch den Winter zu kommen

Magnesium-Öl: Hype oder Helfer?

Die Lavendel und Kräuter Power-Kombo gegen Schädlinge

Lebensmittel mit hohem Melatonin-Gehalt

Wie wär’s mit Obst und Gemüse statt Pillen und Tropfen?

SCHÖNES FÜR DIE HAUT

5 wirkungsvolle Superfoods für schöne Haut

Das Superfoods-Glossar als Orientierungshilfe

Liebe Agrarbetrieb-Freunde, liebe Neuankömmlinge, nutzt dieses Glossar wie einen Kompass, um Euch im Bereich Superfoods besser zurecht zu finden. Ich habe alle Artikel verlinkt, so dass Ihr mit einem einfachen Klick direkt auf das entsprechende Nachschlagewerk gelangt.

Für diejenigen von Euch, die sich nicht nur informieren sondern aktiv etwas gutes für die Gesundheit tun wollen, empfehle ich die heimischen Aroniaprodukte von Frankenaronia aus dem Hause Agrarbetrieb.

Auf Frankenaronia erfahrt Ihr die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Power-Beere Aronia und wie ich dazu kam meine eigene Aroniaplantage im schönen Frankenländle anzubauen. Selbstverständlich lade ich Euch auch ganz herzlich zum stöbern unserer leckeren Aroniaprodukte im eigenen SHOP ein.

Hier geht’s zu FRANKENARONIA.

Danke für Eure langjährige Treue. Wir bleiben auch in den nächsten zehn Jahren zusammen, wenn es heisst: Welche tollen Superfoods helfen uns auf natürlicher Art und Weise gesund zu bleiben bzw. gesund zu werden?

Das Superfoods-Glossar bleibt am Leben und wird fortlaufend aktualisiert.

Bildquelle: Foto von Michaela Kadlecova auf Unsplash

5 essbare Wildpflanzen, um gesund durch den Winter zu kommen

5 essbare Wildpflanzen, um gesund durch den Winter zu kommen

Bekanntlich ruht die Natur im Winter, wodurch Wildpflanzen für viele leider in Vergessenheit geraten. Dabei sind diese aufgrund ihrer hohen Konzentration an Mineralstoffen und Vitaminen echte Powerhelfer im Kampf gegen Erkältungen, Schnupfen & Co.

Es gibt jede Menge essbare wilde Kräuter und Wurzeln die man auch im Winter hervorragend sammeln kann. Um den kalten Temperaturen zu strotzen, ziehen die meisten Wildpflanzen ihre Kräfte zurück in die Wurzeln.

Genau da liegt der Clou: In den Wurzeln! An diese Vitalstoffe wollen wir herankommen und diese Heilkräfte nutzen, um unser Immunsystem zu stärken.

Auf unserer heutigen Superfoods-Reise, nehmen wir fünf wilde Pflanzen näher unter die Lupe und betrachten ihre positiven Wirkungen auf den menschlichen Körper.

1. Kiefernadeln.

In den letzten beiden Jahren erlebte der altbewährte Kiefernadeltee ein echtes Revival. Die Heilwirkungen der Waldkiefer bei Atemwegserkrankungen, Husten und Bronchitis sowie Nasennebenhöhlenentzündung wurden nicht nur durch die Arbeit von Hildegard von Bingen sondern auch in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) dokumentiert.

Kiefernadeln werden seit tausenden von Jahren in der Naturheilkunde eingesetzt. Sie enthalten wertvolle Mineralien (z.B. Calcium, Kalium), Säuren (z.B. Aminosäuren) sowie ätherische Öle die antibakteriell, entzündungshemmend, schleimlösend, durchblutungsfördernd und entspannend wirken. Hinzu kommt, dass die ätherischen Öle Schimmel und Pilzen entgegenwirken.

Anwendungen:

  • Für die innerliche Anwendung eignet sich ein leckerer Kiefernadeltee besonders gut.
  • Ein Aufguss aus Kiefernadeln kann zum Inhalieren verwendet werden, um dadurch die Atemwege frei zu bekommen.
  • Zum Entspannen eignet sich ein Badezusatz aus Kiefernadeln.
  • Für die äußerliche Anwendung in Form von Balsam oder Kompressen und Wickeln ist man mit einem hochwertigen Kiefern-Öl gut beraten.

Wie wär’s mit einem gesunden Kiefernadeltee?

Am besten schmeckt der Tee ganz frisch, wenn man die Kiefernadeln selber gepflückt hat. Bevor wir den Tee zubereiten, ist es ratsam, die Nadeln zu waschen. Auch Jungtriebe und Kiefersprossen eignen sich für den Tee. Wer einen intensiveren Geschmack bevorzugt, kann die Kiefernadeln vorher noch zerkleinern. Ein gehäufter Teelöffel ist ausreichend; dann mit heissem Wasser übergießen und 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Anschliessend werden die Nadeln entfernt und voila, der Tee ist trinkbereit.

2. Meerrettich.

Die scharfe Wurzel ist nicht nur eine Delikatesse, sondern auch ein pflanzliches Antibiotika. Meerrettich wird bei Infektionen und Erkältungssymptomen eingesetzt. Dass Meerrettich vor tausenden von Jahren zur Stärkung des Immunsystems verwendet wurde, erfahren wir aus Überlieferungen der alten Pharaonen.

Anwendungen:

  • Atemwegserkrankungen
  • Nasennebenhöhlenentzündungen
  • Entzündungen im Hals-Rachenbereich
  • Bei bakteriellen Infekten im Harnbereich

3. Löwenzahn.

Viele halten es für ein Unkraut, vergessen dabei, dass der Löwenzahn (Taraxacum) bereits seit dem 15. Jahrhundert in Kräuter- und Arzneibüchern für seine vielseitige Verwendung geschätzt wurde. Im Haushalt können die jungen, frischen Löwenzahlblätter zu einem leckeren Salat zubereitet werden. Auch die Pharmaindustrie greift gerne auf die gelbe Wildpflanze zurück um Tinkturen, Extrakte oder sonstige Präparate herzustellen.

Die im Löwenzahn enthaltenen Bitterstoffe machen die Heilpflanze für ihren Einsatz im Magen-Darm-Trakt besonders wertvoll. Bei Gallenbeschwerden, Leber- und Niederleiden, Verdauungsprobleme und Appetitlosigkeit ist Taraxacum ein bewährtes homöopathisches Mittel.

Im Winter erfreuen wir uns zusätzlich über ihre antibakterielle Wirkung.

4. Mariendistel.

Wer kennt sie nicht, die lilafarbene wilde Pflanze die bei Leber- und Gallenbeschwerden als erste Anlaufstelle genommen wird?

Die Mariendistel kann allerdings mehr als nur die Leber zu entgiften. Sie hilft auch bei Verdauungsbeschwerden, Seitenstechen, Muskelrheuma sowie Depressionen und Ängsten.

Anwendung im Haushalt:

Mariendistel schmeckt besonders lecker als gekochtes Gemüse. Wer sie roh verzehren mag, kann sich einen Salat zubereiten oder diese in Smoothies dazu geben.

5. Gänseblümchen.

Die unscheinbare Wildpflanze die das ganze Jahr über blüht ist besonders reich an Vitamin C, was sie zu einem natürlichen Immunsystembooster macht. Ihre Power in der Naturheilkunde ist weitreichend, denn sie wird nicht nur bei Atemwegserkrankungen sondern auch bei Gallen-, Leber-, Magen- sowie Menstruationsbeschwerden eingesetzt.

Ihre herbe Note verleiht Gemüsegerichten und frischen Salaten ein besonderes Aroma.

Aufbewahrung von Wildpflanzen

Frisch gepflückt und nun? Wie bewahre ich Wildpflanzen am besten auf?

Die teils zierlichen Pflanzen schmecken am besten frisch, daher lohnt es sich diese zeitnah zu verspeisen. Das gelingt jedoch nicht immer und deshalb gibt es die Möglichkeit diese kühl (im Kühlschrank bis zu 7 Tage) oder getrocknet (manchmal bis zu einem Jahr) zu lagern.

Die Natur bietet uns Menschen alles was wir brauchen. Deshalb gilt es die Natur und ihre prächtigen Ressourcen zu respektieren, denn nur wenn wir uns gegenseitig bereichern, können wir das Leben auf diesem wunderbaren Planeten über ganz viele Generationen hinaus gemeinsam geniessen.

Wissenschaftliche Studien

  • Kuo, P.C.; Li, Y.C.; Kusuma, A.M. et. al: „Anti-Inflammatory Principles from the Needles of Pinus taiwanensis Hayata and In Silico Studies of Their Potential Anti-Aging Effects“. Antioxidants (Basel), 2021 Apr 13; 10(4): 598. PMID: 33924612
  • Good, K.H.; Albrecht, Uwe; Schneider, Berthold: „Wirksamkeit und Verträglichkeit eines pflanzlichen Arzneimittels mit Kapuzinerkressenkraut und Meerrettich bei akuter Sinusitits, akuter Bronchitis und akuter Blasenentzündung im Vergleich zu anderen Therapien unter den Bedingungen der täglichen Praxis“. Arzneimittelforschung, 2012 Dec; 62(12):e4. PMID: 23918738.
  • Schütz, K; Carle, R.; Schieber, A: „Taraxacum — a review on its phytochemical and pharmacological profile“. J Ethnopharmacol 2006 Oct 11; 107(3): 313-23. PMID: 16950583.
  • Abenavoli, L; Izzo, A., Milic, N; Cicala C. et al: „Milk thistle (Silybum marianum): A concise overview on its chemistry, pharmacological, and nutraceutical uses in liver diseases“. Phytother Res. 2018 Nov; 32(11): 2202-2213. PMID: 30080294.
  • Weitere medizinische Studien zu den oben aufgeführten Wildpflanzen findet Ihr auf der US-amerikanischen Webseite PubMed.

Bildquelle: Foto von papazachariasa auf Pixabay

Lavendel und Kräuter Power-Kombo gegen Schädlinge

Die Lavendel und Kräuter Power-Kombo gegen Schädlinge

Wer Rosen liebt und ohne Pestizide auskommen will, setzt auf Lavendel. Wer Insekten und Mücken nicht ausstehen kann, greift zu Basilikum, Rosmarin, Oregano oder Thymian. Diejenigen die ein breites Spektrum auf natürlicher Weise abdecken möchten, bedienen sich der Kraft der Lavendel und Kräuter Kombination.

Die Vorzüge des lilafarbenen Strauchs der nahezu alle Schädlinge fern hält, kennt mittlerweile nicht nur jeder Hobby-Gärtner sondern auch diejenigen, die gerne Pflanzen in der Wohnung oder auf dem Balkon halten. Der Duft des Lavendels (welches übrigens nicht jedermanns Sache ist) hat eine doppelte Wirkung: die lästigen Insekten werden vertrieben und im Gegenzug werden Nützlinge wie z.B. Bienen und Schmetterlinge angelockt.

Diesen Trend haben die Reformhäuser rechtzeitig erkannt, weshalb wir heutzutage aller Art Lavendel-Produkten ausgesetzt sind. Von dem klassischen Lavendel-Beutel, um die Motten im Kleiderschrank fern zu halten über das Bio-Lavendelöl bis hin zur Lavendel-Seife ist alles dabei. Inwieweit das Ganze „gepushed“ und „aufge-hyped“ wurde, sehen wir auch daran, dass die Lebensmittelindustrie das Label Lavendel dazu nutzt, um einer gewöhnlichen Tafel bittere Schokolade oder einer Biskuit-Rolle den zusätzlichen Verkaufskick zu verleihen.

Mit den Kräutern verhält es sich ähnlich, wobei die Pralinen mit z.B. Rosmarin der breiten Masse noch recht unbekannt sind.

Lavendel und Kräuter für die natürliche Entgiftung des Körpers

An die Geheimwaffen der Natur kommt nichts ran. Egal ob Koriander, Brennessel, Löwenzahn, Bärlauch oder Gänseblümchen, unsere kleinen Verbündeten bewirken wahre Entgiftungswunder. Wie wichtig Pflanzen bei der Entgiftung unserer Umwelt und unseres Körpers sind, habe ich des Öfteren hier auf Agrarbetrieb erwähnt. An dieser Stelle möchte ich Euch auf meinen Blogbeitrag 3 Superpflanzen die unsere Umwelt ein bisschen besser machen zurück erinnern.

Darin lenkte ich Eure Aufmerksamkeit auf folgende drei Superpflanzen:

  • Dem Nickelbaum “Pycnandra acuminata” mit deren Hilfe wir Phytomining betreiben, d.h. Nickel umweltschonend abbauen können.
  • Der Schaumkresse zur Blei- und Cadmium-Entgiftung.
  • Der Mariendistel zur Entgiftung unserer Leber.

Welche sind die Detox-Eigenschaften der einzelnen Kräuter?

  1. Brennessel (Urtica dioica): Die Detox-Königin unter den Kräutern reinigt das Blut, regt den Stoffwechsel an und hat eine entwässernde Wirkung. Die Nierenfunktion wird angeregt und damit einhergehend, die angesammelten Toxine und Schadstoffe aus dem Körper geleitet. Die Brennessel enthält zahlreiche Vitamine, Mineralien und Spurenelemente weshalb sie gerne nicht nur im Salat oder in unterschiedlichen Speisen beigemischt wird, sondern vermehrt auch in der Kosmetik ihren Platz behauptet.
  2. Löwenzahn (Taraxacum officinale): Die altbekannte „Pusteblume“ ist eine tolle Heilpflanze, das unsere Verdauungsfunktion unterstützt, indem sie die Galle und Leber pflegt (Schlüsselwort: Bitterstoffe!). Der Allrounder unter den Heilkräutern enthält viele Antioxidantien, Flavonoide, Mineralstoffe und Vitamine. Was Löwenzahn so besonders macht, ist die Tatsache, dass diese im Rahmen der Entschlackungskur dem Körper kein Potassium (Kalium) entzieht – wie das bei anderen Pflanzen der Fall ist.
  3. Koriander (bot. Coriandrum sativum): Die geschmacksintensive Heilkraut wird eingesetzt, um Schwermetalle wie z.B. Quecksilber auf dem Körper auszuleiten. Als Gewürz wird sie oft in Suppen, Salate oder Tees verwendet. Der Koriander wirkt entzündungshemmend und hat einen lindernden Effekt auf den Magen-Darm-Trakt.

Kräuter die uns bei der Fettverbrennung, beim Stoffwechsel und bei der Verdauung unterstützen:

  • Petersilie – ein Vitamin C-Booster der die Blasen- und Nierenfunktion fördert
  • Rosmarin – mindert Verdauungsbeschwerden wie z.B. Blähungen und hilft bei Müdigkeitserscheinungen
  • Basilikum – die Anregung des Stoffwechsels geschieht durch die in dieser Gewürz-Kraut enthaltenen Gerbstoffe
  • Oregano – ein starker Antioxidant im Kampf gegen freie Radikale; die darin enthaltenen ätherischen Öle, Gerb- und Bitterstoffe wirken entzündungshemmend und regen die Darmflora an
  • Klettenwurzel – wird für seine blutreinigenden und entgiftenden Eigenschaften geschätzt

Um das Ganze abzurunden, darf ein entschlackendes Salzbad samt Zugabe entsprechender ätherischer Öle nicht fehlen.

Folgende ätherischen Öle unterstützen die Entgiftung des Körpers im Detox-Bad:

  • Teebaumöl
  • Eukalyptus
  • Lavendel
  • Wacholder
  • Rosmarin
  • Grapefruit

Detoxing muss nicht kompliziert sein

Wie alles andere im Leben, kann man auch den Entgiftungs- und Entschlackungsprozess extrem kompliziert gestalten. Wenn wir jedoch die Basis von Detoxing verstehen, dann lassen wir uns auch nicht so schnell in die Irre führen.

An erster Stelle steht die Ausleitung von Schwermetallen. Da wir einer zunehmender Bestrahlung ausgesetzt sind, hat dieser Punkt höchste Priorität. Danach folgen die Themen Wasserqualität und Ernährung. Wer öfters Junk Food zu sich nimmt und Wasser mit Süßgetränken oder Säften substituiert, braucht sich nicht darüber beschweren, dass sein Energielevel im Keller ist. Frische Luft und regelmässige Bewegung (Sport) gehört ebenfalls zum Rezept dazu. Nicht vergessen dürfen wir die Übungen zur Stärkung unserer mentalen und seelischen Fähigkeiten.

Lavendel und Kräuter in das tägliche Leben zu integrieren ist kein Hexenwerk. Wem Gesundheit am Herzen liegt, wird diese Power-Kombo zu schätzen wissen.

Bildquelle: Foto von gate74 auf Pixabay

Chlorophyll - Lust auf grünes Blut

Chlorophyll – Lust auf grünes Blut?

Der Hype um das grüne Pflanzenblut Chlorophyll nimmt kein Ende. Während die einen das winzige Salatblättchen sofort aus ihrem Burger schmeissen, haben andere oft durch Leid und Not getrieben, gelernt, die ursprüngliche Pflanzenkost zu schätzen. Man muss ja nicht sofort zum Vegetarier oder Veganer „mutieren“, um gesund zu sein, aber die grüne Pflanzenenergie sollte eine ordentliche Portion Respekt erhalten.

Was ist Chlorophyll?

Chlorophyll ist ein Pflanzenstoff. Es handelt sich hierbei um einen natürlichen grünen Farbstoff, der Pflanzen und Algen grün färbt.

Für die Pflanzenwelt ist Chlorophyll überlebensnotwendig. Ohne Chlorophyll gibt es keine Photosynthese, kein Wachstum, keine Blätter, Blüten und Früchte. Die Rolle des Chlorophylls besteht darin, Sonnenlicht aufzunehmen und diese Lichtenergie innerhalb der Pflanze weiter zu leiten.

Warum ist es für uns Menschen lebenswichtig?

Mehr als 40.000 veröffentlichte Studien auf PubMed bestätigen die positive Wirkung von Chlorophyll u.a. auch für die menschliche Gesundheit:

  • Es unterstützt bei der Entgiftung von Schimmelpilzen (Aflatoxine) und Schwermetallen (z.B. Cadmium) die zu Krebs führen können.
  • Es schützt die Leber und den Darm nicht zuletzt auch aufgrund seiner Entgiftungsfunktion.
  • Wirkt krebsfeindlich, insbesondere bei Leberkrebs – siehe Studie auf PubMed
  • Aufgrund seiner entzündungshemmender Wirkung wird es oft bei chronisch entzündlichen Krankheiten eingesetzt.
  • Es unterstützt die Wundheilung.
  • Hilft bei Hautproblemen und Akne.
  • Wirkt antiviral (z.B. bei Enteroviren) – siehe entsprechende Studie auf PubMed
  • Absorbiert schlechte Körper-, Urin- und Stuhlgerüche.
  • Unterstützt die Blutbildung – siehe hierzu die in 1936 veröffentlichte Studie von A. Patek in JAMA International Medicine auf Semantic Scholar

Weiter geht’s mit einem kurzen Pep Talk über das grüne Blut vom renommierten Prof. Dr. med. Jörg Spitz, Gründer der „Akademie für menschliche Medizin“.

Quelle: Akademie für menschliche Medizin, YouTube

Welche Lebensmitteln enthalten Chlorophyll?

Grünes, rohes Gemüse in Form von z.B. Salat, Kaltsuppen oder grünen Smoothies liefert das meiste Chlorophyll. Generell gilt, je dunkelgrüner das Lebensmittel ist, umso mehr Chlorophyll enthält es.

  • Tiefgrünes / grünes Gemüse: Spinat, Staudensellerie, Brokkoli, Grünkohl, Grüne Bohnen, Eisbergsalat, Rosenkohl
  • Kräuter: Petersilie, Dill, Schnittlauch, Basilikum, Kresse, Brennessel
  • Wildgemüse / Wildkräuter: Löwenzahn, Wegerich, Sauerampfer
  • Gräser: Gerstengras, Weizengras
  • Algen: Spirulina, Cholerlla (Achtung auf Schwermetalle!)

Keine Lust auf ein grünes Salat aus den oben aufgeführten Zutaten? Kein Problem; eine leckere Kaltsuppe (Gazpacho) oder ein grüner Smoothie mit ein bisschen Avocado und Limette verfeinert, liefert auch das nötige Chlorophyll-Power für den Tag.

GUT ZU WISSEN

Chlorophyll (sowohl die natürliche als auch die synthetische Variante) sind nicht hitzebeständig! Rohes, grünes Tiefkühlgemüse ist OK weil Chlorophyll das Einfrieren nahezu schadlos übersteht. Beim Pulver sollte darauf geachtet werden, dass dieser gefriergetrocknet, also ohne Hitzeeinwirkung hergestellt wurde (am besten beim Hersteller nachfragen).

Wem die ganze Gemüse-Schlepperei aus dem Supermarkt inklusive Zubereitung zu viel des Guten ist, kann selbstverständlich auch auf hochwertige Chlorophyll-Präparate in Pulver-, Tabletten-, Dragees- oder Tropfenform zurückgreifen.

Folgende Beiträge von mir zu diesem Thema könnten Euch eventuell auch interessieren:

Grünes Blut für mehr Vitalität, Energie und Power

Fakt ist, wir brauchen Pflanzen und Sonnenlicht um zu überleben. Die Entscheidung ob sich jemand zu 100% aus Pflanzen ernähren möchte, seinen Ernährungsplan schwerpunktmässig auf Gemüse und Co. basiert oder lieber auf Fleisch setzt, ist jedem überlassen.

Eins muss ich jedoch gestehen: Jedes mal wenn ich einem sich gesund ernährenden Vegetarier begegne (dessen Menü nicht aus Chips, Cola und Gummibärchen besteht), der zusätzlich auch noch an der Steigerung seiner mentalen Fähigkeiten arbeitet, bin ich positiv von seinem Energielevel überrascht. Die Combo ist unschlagbar und das Grünzeug in seinem Ernährungsplan ist sicherlich ein großer Hebel für die Vitalität.

Wenn sowohl die alten Griechen als auch die Samurai-Krieger Chlorophyll zu deren sogenannten Lifehacks zählten, dann wäre es fatal wenn wir heute die positiven Eigenschaften dieser grünen Pflanzenenergie ignorieren würden.

Bildquelle: Foto von marijana1 auf Pixabay