Tech-Trends Unkrautbekämpfung mit Lasertechnik

Tech-Trends: Unkrautbekämpfung mit Lasertechnik

Müssen sich Monsanto, Bayer, BASF & Co. Sorgen machen? Können wir demnächst auf chemische Pflanzenschutzmitteln zur Unkrautbekämpfung gänzlich verzichten? Eine Traumvorstellung für Umweltorganisationen weltweit; ein Traum der durch eine neue Lasertechnik näher rückt.

Wir mögen in Deutschland in punkto Digitalisierung und High-Tech hinterherhinken aber wenn es um Kreativität und Innovationslust geht, dann spielen wir gerne vorne mit. Ein neuer Prototyp soll etwas bemerkenswertes erreichen:

Optische Unkrauterkennung in Kombination mit einer laserbasierten Unkrautbeseitigung

Das Projekt wurde von mehreren Laser-Spezialisten aus Deutschland ins Leben gerufen. Robuste Lasersysteme die genau das erzielen, sollen zukünftig auf den Anbauflächen zum Einsatz kommen.

Die größten Vorteile im Überblick:

  1. Man verzichtet auf chemische Pflanzenschutzmittel.
  2. Es bilden sich keine Resistenzen wie bei den chemischen Stoffen (laut der Deutschen Bundesstiftung Umwelt).
  3. Nützlinge (z.B. nützliche Beikräuter, Nützlingsinsekten) die zur Biodiversität beitragen, werden geschont.
  4. Evtl. eine Zukunft ohne Gentechnik beim Pflanzenbau.

Umweltfreundliche Unkrautbekämpfung – Laser statt Pflanzengift

Goodbye Gießkannenprinzip, hello selektive Vorgehensweise …

Das was Wissenschaftler(innen) des Laser Zentrum Hannover (LZH) zusammen mit den Mitarbeitern der Unternehmen LASER on demand und IPG Laser in Burbach vorhaben, ist revolutionär.

Das Ziel des Projekts „NUBELA“ ist es weniger Herbizide auf Anbauflächen auszubringen. Dafür sollen Unkräuter selektiv durch Laserstrahlung entfernt werden.

Wie funktioniert das Ganze?

Teil #1: Es gibt bereits mehrere Verfahren zur Pflanzenerkennung, darunter auch optische Methoden.

Teil #2: Der Nachweis, dass Laserstrahlen zur Schädigung von Pflanzengewebe durch Wärme führen, liegt ebenfalls vor (Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt).

Das besondere an der laserbasierten Unkrautbekämpfung liegt darin, dass die Strahlung schnell und präzise bestimmte Pflanzen ausschaltet (Unkräuter die vorher einzeln ausgesucht wurden). Dabei wird das Wachstumszentrum dieser Pflanzen „verschmort“. Kulturpflanzen und Tiere bleiben unbeeinflußt.

Marktreife in Sicht?

Die Projektmitarbeiter wollen als erstes einen vorindustriellen Demonstrator mit einem „robusten, feldtauglichen und sicheren Lasersystem“ verschiedenen pflanzenbaulichen Firmen zur Verfügung stellen.

Das Lasersystem soll später neben anderen Sensor- und Fahrzeugsystemen zum Einsatz kommen.

Dieses Vorhaben wird sowohl fachlich als auch finanziell von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit insgesamt rund 315.000 EUR unterstützt.

Wenn Ihr Lust habt einen tieferen Blick hinter die Kulissen dieses Projekts zu werfen, dann empfehle ich Euch den kurzen Videobeitrag der vom Fernsehsender SAT 1 Regional am 14. November 2018 ausgestrahlt wurde.

Hier geht’s zur Mediathek:

https://www.sat1regional.de/laser-statt-pflanzengift-forscher-in-hannover-arbeiten-an-umweltfreundlicher-unkrautbekaempfung/

Parrot Bluegrass Fields: Drohne + App + PC-Anwendung für Kartierungssoftware

Für 4.490 EUR ohne Umsatzsteuer gibt es ab Ende November was ganz tolles für alle Drohnen- und Kartenfans. Im Rahmen seines Business-Portfolios bietet Parrot Bluegrass Fields neben seiner Drohne nun auch eine gesonderte App inkl. einer Desktop- und Cloudbasierten Drohnenkartierungssoftware.

Die Drohne ist mit einer 14 MP-Front-RGB-Kamera ausgestattet. Das ermöglicht scharfe Aufnahmen in Full-HD (1080p), super geeignet für Erntekartierung und visuelle Bonituren aus der Luft.

Zur ParrotFields Mobile Mapping App:

  • 1-jährige Lizenz dabei
  • Erstellen von Echtzeit-NDVI-Karten
  • On-Demand Foto- und Videoaufnahmen
  • Fotos und Textnotizen können vor Ort abgespeichert werden

Zur Pix4Dfields Desktop- und Cloud-Software:

  • 1-jährige Lizenz inklusive
  • Bearbeiten der Live-Aufnahmen via Mobile App
  • Erstellen von Indexkarten
  • Erstellen von Applikationskarten
  • Exportieren dieser Karteien in Farm-Management-Systeme

Weitere Tech-Neuigkeiten im Überblick

1. John Deere schließt das Geschäftsjahr 2018 mit Plus ab

Deere & Company hat sein Geschäftsbericht 2018 veröffentlicht. Das weltweit größte Landtechnikunternehmen schliesst das Geschäftsjahr mit einer zweistelligen Umsatzsteigerung ab. Der Jahresumsatz 2018 belief sich auf 37,358 Mrd. USD (+26% ggü Vorjahr).

Der Nettogewinn betrug 2,368 Mrd. USD (2,159 Mrd. USD in 2017).

Das entspricht 7,24 USD pro Aktie (6,68 USD in 2017).

Der Grund für die tolle Performance liegt laut Unternehmensangaben an der „Verbesserung der Marktbedingungen“ und der „starken Nachfrage“ nach dem umfangreichen JD-Sortiment.

Die Prognosen für das Geschäftsjahr 2019 sind ebenfalls positiv. Die Amerikaner gehen von einer Umsatzsteigerung von ca. 7% aus. Darin enthalten sind auch die Umsatzbeiträge der Wirtgen Group (12 Monate in 2019 vs. 10 Monate in 2018).

2. John Deere erhält zwei SIMA Innovation Awards 2019

Vom 24.-28. Februar 2019 findet die SIMA in Paris statt. Die Jury hat jedoch bereits entschieden. Zwei Preise gehen an John Deere: einmal für Connected Support, das zweite für das Live NBalance System.

Bei Connected Support handelt es sich um die neueste Ferndiagnose-Anwendung aus dem Hause JD. Mit Hilfe der Maschinendashboard können die Maschinen fernüberwacht werden. Benachrichtigung über den Maschinenzustand erhält man über JDLink. Über das Expert Alert System werden Vertriebspartner einerseits, über mögliche Störungen/ Probleme informiert und andererseits, erhalten diese Anweisungen zur Behebung der Störungen.

Die beiden Connected Support Anwendungen sind in allen neuen Maschinen enthalten. Ältere Modelle können nachgerüstet werden.

Den zweiten Preis erhält John Deere in Kooperation mit Airbus für die gemeinsam entwickelte Live NBalanace Anwendung mit deren Hilfe eine Live-Überwachung der Stickstoffbilanz im Ackerbau ermöglicht wird.

3. Veenhuis und Kverneland Group lösen langjährige Partnerschaft auf

Der Grund für die Trennung: Strategiewechsel in beiden Unternehmen.

Im Jahr 2011 übernahm die Kverneland Group Deutschland GmbH den Vertrieb der Veenhuis Gülletechnik in Deutschland und Österreich. Jetzt heißt es Schluss damit, u.z. mit Wirkung zum 30.11.2018.

Ab dem 01.12.2018 erfolgt der Vertrieb der Gülletechnik aus dem niederländischen Raalte direkt durch Veenhuis Machines B.V.

4. Amazone hat sein neues Werk in Bramsche eröffnet

Am 13. November 2018 hat Amazone sein neues Werk in Bramsche offiziell eingeweiht. Die Investitionen beliefen sich auf rund 16 Mio. EUR.

Der neue Standort liegt sehr verkehrsgünstig, direkt an der BAB A1 und damit ca. 25 km vom Hauptsitz in Hasbergen-Gaste entfernt. Ab sofort erfolgt hier die Endmontage der UX-Anhängespritzen, wodurch in anderen Werken freie Plätze und Kapazitäten geschaffen werden.

Zu dem Neubauprojekt zählt ein Verwaltungsgebäude und mehrere Hallen für Montage, Versand und Lagerung mit insgesamt 16.000 qm Fläche. Die Belegschaft soll bis Ende nächsten Jahres auf rund 150 Mitarbeitern erhöht werden.

Lasertechnik in der Landwirtschaft

In den medizinischen Bereichen gehört der Einsatz eines Lasers fast schon zum Tagesgeschäft. Beim Augenarzt, in der Dermatologie, bei manchen OPs – ohne Laser wäre vieles unvorstellbar.

Wird uns das auch im Bereich der Landwirtschaft wiederfahren? Werden zukünftig alle Landmaschinen mit Lasersysteme ausgestattet werden?

Was haltet Ihr vom obigen Projekt zur Unkrautbekämpfung mittels Lasertechnologie?

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